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bzw. es geht auch ohne Suche im Menü  "Das Gericht", "Richter und Richterinen", "Verfahren", "Entscheidungen","Presse" und "Gebäude"
dort den Menüpunkt "Presse" -> "Se­nats­be­schlüs­se"
dann kommt

https://www.bundesverfassungsgericht.de/DE/Presse/Senatsbeschl%C3%BCsse/Senatsbeschl%C3%BCsse_node.html
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Wer findet das, was das BVerfG angeblich am Montag auf seiner Internetseite "angekündigt" hat, ich aber bislang nicht finden konnte?
Hier:

Veröffentlichung von Senatsentscheidungen ohne mündliche Verhandlung
https://www.bundesverfassungsgericht.de/DE/Presse/Senatsbeschl%C3%BCsse/Senatsbeschl%C3%BCsse.html

Ist versteckt und zu finden, wenn man via BVerfG-Suchmaske nach 1 BvR 2756/20 suchen läßt; gleich der erste Link in der dann zu sehenden Auflistung führt zu den gewünschten Aussagen. Man darf sich nur nicht davon irritieren lassen, daß "Artikel vom 13.06.2019" darunter geschrieben steht.
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Interessant, die Presse ist voll von Artikeln, ungefähr 3 Trefferseiten z.B. die FAZ

Karlsruhe entscheidet über Beschwerde von ARD, ZDF und Deutschlandradio
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/karlsruhe-entscheidet-am-donnerstag-urteil-zu-rundfunkbeitrag-17466374.html
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Zitat von: WELT, 02.08.2021, Am Donnerstag entscheidet Karlsruhe über den Rundfunkbeitrag
Das kündigte das Gericht am Montag in Karlsruhe auf seiner Internetseite an. (Az. 1 BvR 2756/20 u.a.)
[...]
https://www.welt.de/kultur/medien/article232888297/Am-Donnerstag-entscheidet-Karlsruhe-ueber-den-Rundfunkbeitrag.html
Wer findet das, was das BVerfG angeblich am Montag auf seiner Internetseite "angekündigt" hat, ich aber bislang nicht finden konnte?
Weder auf der Hauptseite www.bverfg.de
noch unter Pressemeldungen
https://www.bundesverfassungsgericht.de/DE/Presse/presse_node.html
noch in der Jahresvorausschau 2021
https://www.bundesverfassungsgericht.de/DE/Verfahren/Jahresvorausschau/vs_2021/vorausschau_2021_node.html

Bitte Link zum Treffer hierher > danke ;)

...oder ist das wieder mal nur "intern" für die Presse - und natürlich für den "ÖRR"?!?
Heimliche Pressearbeit: Bundesverfassungsgericht verrät vorab seine "Urteile"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=33787.0
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Lediglich von Wohnungsinhabern in Wohnung W, die schon für irgendeine andere Wohnung bereits Rundfunkbeitrag zahlen, wird kein zusätzlicher Rundfunkbeitrag verlangt. Alle anderen Wohnungsinhaber in W, deren Hauptwohnsitz W ist, sind rundfunkbeitragspflichtig. Sie stehen als Gesamtschuldner in der Pflicht, einen Rundfunkbeitrag für W zu zahlen.

Kannst Du das mit dem Hauptwohnsitz im Gesetz belegen?

Ja, klar.
RBStV § 2 Abs. 2:
Zitat
(1) Im privaten Bereich ist für jede Wohnung von deren Inhaber (Beitragsschuldner) ein Rundfunkbeitrag zu entrichten.

und RBStV § 4 a Abs. 1:
Zitat
1) Für ihre Nebenwohnungen wird eine natürliche Person von der Beitragspflicht nach § 2 Abs. 1 auf Antrag befreit, wenn sie selbst, ihr Ehegatte oder ihr eingetragener Lebenspartner den Rundfunkbeitrag für die Hauptwohnung an die zuständige Landesrundfunkanstalt entrichtet. Gleiches gilt, wenn sie selbst, ihr Ehegatte oder ihr eingetragener Lebenspartner den Rundfunkbeitrag zwar nicht für die Hauptwohnung, jedoch für eine ihrer Nebenwohnungen entrichtet.

Diese beiden Paragraphen legen fest, dass grundsätzlich für jede Wohnung vom Inhaber ein Rundfunkbeitrag zu zahlen ist, jedoch kann er davon befreit werden, zusätzliche Rundfunkbeiträge für andere Wohnungen zahlen zu müssen. Die bereits zahlende Person wird befreit, die Wohnung nicht.
Wohnt in der "Zweitwohnung" eine weitere Person (kein Ehepartner), die noch keinen Rundfunkbeitrag zahlt, so ist sie für diese Wohnung beitragspflichtig.
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Lediglich von Wohnungsinhabern in Wohnung W, die schon für irgendeine andere Wohnung bereits Rundfunkbeitrag zahlen, wird kein zusätzlicher Rundfunkbeitrag verlangt. Alle anderen Wohnungsinhaber in W, deren Hauptwohnsitz W ist, sind rundfunkbeitragspflichtig. Sie stehen als Gesamtschuldner in der Pflicht, einen Rundfunkbeitrag für W zu zahlen.

Kannst Du das mit dem Hauptwohnsitz im Gesetz belegen?
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@noGez99

Das ist totaler Quatsch - sorry!

Für Wohnung W wird ein Rundfunkbeitrag fällig, wenn sie bewohnt wird. Lediglich von Wohnungsinhabern in Wohnung W, die schon für irgendeine andere Wohnung bereits Rundfunkbeitrag zahlen, wird kein zusätzlicher Rundfunkbeitrag verlangt. Alle anderen Wohnungsinhaber in W, deren Hauptwohnsitz W ist, sind rundfunkbeitragspflichtig. Sie stehen als Gesamtschuldner in der Pflicht, einen Rundfunkbeitrag für W zu zahlen.
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Die Vergabe eines öffentlichen Auftrage ist in seiner Gesamtheit unionsrechtswidrig, wenn dieser Auftrag im EU-Amtsblatt hätte veröffentlicht werden müssen, aber nicht veröffentlicht worden ist.

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URTEIL DES GERICHTSHOFS (Vierte Kammer)
17. Juni 2021(*)

„Vorlage zur Vorabentscheidung – Öffentliche Aufträge – Rahmenvereinbarung – Richtlinie 2014/24/EU – Art. 5 Abs. 5 – Art. 18 Abs. 1 – Art. 33 und 49 – Anhang V Teil C Nrn. 7, 8 und 10 – Durchführungsverordnung (EU) 2015/1986 – Anhang II Rubriken II.1.5 und II.2.6 – Vergabeverfahren – Verpflichtung, in der Bekanntmachung oder in der Beschreibung die Schätzmenge und/oder den Schätzwert und die Höchstmenge und/oder den Höchstwert der gemäß der Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren anzugeben – Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung – Richtlinie 89/665/EWG – Art. 2d Abs. 1 – Nachprüfungsverfahren im Rahmen der Vergabe öffentlicher Aufträge – Unwirksamkeit des Vertrags – Ausschluss“

In der Rechtssache C-23/20

https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=243105&pageIndex=0&doclang=de&mode=lst&dir=&occ=first&part=1&cid=3566138

Rn. 47
Zitat
Nach Art. 49 der Richtlinie 2014/24 werden Auftragsbekanntmachungen unbeschadet des Art. 26 Abs. 5 Unterabs. 2 und des Art. 32 dieser Richtlinie als Mittel für den Aufruf zum Wettbewerb für alle Verfahren verwendet. Sie enthalten die Informationen nach Anhang V Teil C und werden gemäß Art. 51 der Richtlinie veröffentlicht.

Rn. 50
Zitat
Nach Anhang V Teil C Nr. 8 der Richtlinie 2014/24 gehören zu den von öffentlichen Auftraggebern in der Auftragsbekanntmachung aufzuführenden Angaben die geschätzte Gesamtgrößenordnung des (der) Auftrags (Aufträge); bei Unterteilung des Auftrags in mehrere Lose sind diese Informationen für jedes Los anzugeben. Die Bezugnahme auf eine bloße „Größenordnung“ und nicht etwa einen genau bestimmten Wert legt nahe, dass die Schätzung, die vom öffentlichen Auftraggeber verlangt wird, eine ungefähre sein kann.

Rn. 54
Zitat
Im Hinblick auf die in Art. 18 Abs. 1 der Richtlinie 2014/24 genannten Grundsätze der Gleichbehandlung und der Transparenz sowie die allgemeine Systematik der Richtlinie ist es jedoch nicht hinnehmbar, dass öffentliche Auftraggeber in der Bekanntmachung keine Angaben zu einem Höchstwert der gemäß einer Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren machen.

Rn. 57
Zitat
Da der öffentliche Auftraggeber den geschätzten Gesamtwert ohne Mehrwertsteuer aller für die gesamte Laufzeit der Rahmenvereinbarung geplanten Aufträge zu veranschlagen hat, kann er den Bietern diesen Wert auch mitteilen.

Rn. 58
Zitat
Der Gerichtshof hat im Übrigen hat auf der Grundlage von Art. 9 Abs. 9 der Richtlinie 2004/18, dessen Wortlaut mit dem von Art. 5 Abs. 5 der Richtlinie 2012/24 identisch ist, in Rn. 60 seines Urteils vom 19. Dezember 2018, Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato – Antitrust und Coopservice, (C-216/17, EU:C:2018:1034), entschieden, dass der öffentliche Auftraggeber, der von Anbeginn an an der Rahmenvereinbarung beteiligt ist, zwar nur einer Handlungspflicht unterliegt, wenn es darum geht, den Wert und die Häufigkeit jedes einzelnen der abzuschließenden Folgeaufträge anzugeben, er jedoch unbedingt die Gesamtmenge – und daher die Höchstmenge und/oder den Höchstwert – der möglichen Folgeaufträge angeben muss.

Rn. 59
Zitat
Zweitens muss der öffentliche Auftraggeber gemäß Anhang V Teil C Nr. 7 der Richtlinie 2014/24 in den in der Auftragsbekanntmachung aufzuführenden Angaben die Beschaffung beschreiben und dort die Menge bzw. den Wert der von der Rahmenvereinbarung als Ganzes erfassten Lieferungen angeben. Dieser Verpflichtung kann er nicht nachkommen, ohne zumindest eine Höchstmenge und/oder einen Höchstwert der Lieferungen anzugeben.

Rn. 60
Zitat
Außerdem hat ein öffentlicher Auftraggeber, wenn er das Formular in Anhang II der Durchführungsverordnung 2015/1986 ausfüllen muss, in der den geschätzten Wert betreffenden Rubrik II.2.6) dieses Formulars den maximalen Gesamtwert für die Gesamtlaufzeit jedes Loses anzugeben.

Rn. 61
Zitat
Zudem ist hervorzuheben, dass beim Abschluss einer Rahmenvereinbarung auch die tragenden Grundsätze des Unionsrechts, wie die Gleichbehandlung und die Transparenz, gelten, wie sich dies aus Art. 33 Abs. 1 Unterabs. 1 der Richtlinie 2014/24 ergibt. Sowohl die Grundsätze der Gleichbehandlung und der Nichtdiskriminierung als auch der daraus folgende Grundsatz der Transparenz verlangen, dass alle Bedingungen und Modalitäten des Vergabeverfahrens in der Bekanntmachung oder in den Verdingungsunterlagen klar, genau und eindeutig formuliert sind, damit, erstens, alle durchschnittlich fachkundigen Bieter bei Anwendung der üblichen Sorgfalt ihre genaue Bedeutung verstehen und sie in gleicher Weise auslegen können und, zweitens, der öffentliche Auftraggeber imstande ist, tatsächlich zu überprüfen, ob die Angebote der Bieter die für den betreffenden Auftrag geltenden Kriterien erfüllen (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 19. Dezember 2018, Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato – Antitrust und Coopservice, C-216/17, EU:C:2018:1034, Rn. 63).

Rn. 63
Zitat
Dass der öffentliche Auftraggeber die Schätzmenge und/oder den Schätzwert sowie eine Höchstmenge und/oder einen Höchstwert der gemäß einer Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren angibt, ist für den Bieter von erheblicher Bedeutung, da er auf der Grundlage dieser Schätzung seine Leistungsfähigkeit zur Erfüllung der Verpflichtungen aus der Rahmenvereinbarung beurteilen kann.

Rn. 64
Zitat
Wäre der Höchstwert oder die Höchstmenge der Rahmenvereinbarung nicht angegeben oder die Angabe nicht rechtlich verbindlich, könnten sich öffentliche Auftraggeber zudem über diese Höchstmenge hinwegsetzen. Dann könnten Zuschlagsempfänger wegen Nichterfüllung der Rahmenvereinbarung vertraglich haftbar gemacht werden, wenn sie die von den öffentlichen Auftraggebern geforderten Mengen nicht liefern könnten, selbst wenn diese Mengen die Höchstmenge in der Bekanntmachung überschreiten. Dies würde jedoch den in Art. 18 Abs. 1 der Richtlinie 2014/24 verankerten Transparenzgrundsatz verletzen.

Rn. 67
Zitat
Wird von öffentlichen Auftraggebern, die von Anbeginn an an der Rahmenvereinbarung beteiligt sind, verlangt, in der Rahmenvereinbarung die Höchstmenge oder den Höchstwert der davon erfassten Leistungen anzugeben, so wird dadurch folglich das Verbot konkretisiert, das Instrument der Rahmenvereinbarung missbräuchlich oder in einer Weise anzuwenden, durch die der Wettbewerb behindert, eingeschränkt oder verfälscht wird (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 19. Dezember 2018, Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato – Antitrust und Coopservice, C-216/17, EU:C:2018:1034, Rn. 69).

Rn. 70
Zitat
Zum einen sind nach Art. 33 Abs. 2 Unterabs. 3 und Art. 72 der Richtlinie 2014/24 Änderungen zulässig, die ihrer Art nach nicht substanziell sind, da davon auszugehen ist, dass Änderungen grundsätzlich einvernehmlich erfolgen, so dass die Zustimmung des Zuschlagsempfängers erforderlich ist.
Ändert der öffentliche Auftraggeber nach Auftragsvergabe den Auftrag, bedarf es der Zustimmung desjenigen, der den Auftrag zur Ausführung erhalten hat.

Rn. 71
Zitat
Zum anderen kann die Höchstmenge oder der Höchstwert der gemäß der Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren entweder in der Bekanntmachung oder in der Beschreibung angegeben werden, da öffentliche Auftraggeber bei Rahmenvereinbarungen verpflichtet sind, gemäß Art. 53 Abs. 1 der Richtlinie 2014/24 ab dem Tag der Veröffentlichung einer Bekanntmachung gemäß Art. 51 unentgeltlich einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang anhand elektronischer Mittel zu den Auftragsunterlagen anzubieten.

Rn. 84
Zitat
Nach Art. 2d Abs. 1 der Richtlinie 89/665 ist ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union, ohne dass dies nach der Richtlinie 2014/24 zulässig ist, der betreffende Auftrag oder, wie im vorliegenden Fall, die Rahmenvereinbarung unwirksam.
Da könnten sich in Belangen des Neubaus, des Ausbaus, der Rekonstruktion der ÖRR-Bauwerke Fragen stellen; sofern diese nämlich nicht ausdrücklich davon befreit wurden, ihre, bspw., Bauaufträge öffentlich auszuschreiben, müssen sie diese ausschreiben, andernfalls ist diese Auftragsvergabe insgesamt unionsrechtswidrig.

Rn. 85
Zitat
Art. 2d der Richtlinie 89/665 wurde durch die Richtlinie 2007/66 in die ursprüngliche Fassung der Richtlinie 89/665 eingefügt. Zur Erläuterung der vorgenommenen Änderungen führte der Unionsgesetzgeber im 13. Erwägungsgrund der Richtlinie 2007/66 aus, dass wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen vorgesehen werden sollten, um gegen die rechtswidrige freihändige Vergabe von Aufträgen vorzugehen, die der Gerichtshof in seinem Urteil vom 11. Januar 2005, Stadt Halle und RPL Lochau (C-26/03, EU:C:2005:5, Rn. 36 und 37), als die schwerwiegendste Verletzung des Unionsrechts im Bereich des öffentlichen Auftragswesens durch öffentliche Auftraggeber oder Auftraggeber bezeichnet hat, und dass ein Vertrag, der aufgrund einer rechtswidrigen freihändigen Vergabe zustande gekommen ist, daher grundsätzlich als unwirksam gelten sollte. Im 14. Erwägungsgrund der Richtlinie stellte er klar, dass die Unwirksamkeit das beste Mittel ist, um den Wettbewerb wiederherzustellen und neue Geschäftsmöglichkeiten für die Wirtschaftsteilnehmer zu schaffen, denen rechtswidrig Wettbewerbsmöglichkeiten vorenthalten wurden, und dass eine freihändige Vergabe im Sinne dieser Richtlinie alle Auftragsvergaben ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union im Sinne der Richtlinie 2004/18 umfassen sollte.

Zitat
Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Vierte Kammer) für Recht erkannt:

1.      Art. 49 der Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die öffentliche Auftragsvergabe und zur Aufhebung der Richtlinie 2004/18/EG sowie deren Anhang V Teil C Nrn. 7, 8 und 10 Buchst. a in Verbindung mit deren Art. 33 und den in Art. 18 Abs. 1 dieser Richtlinie genannten Grundsätzen der Gleichbehandlung und der Transparenz sind dahin auszulegen, dass in der Bekanntmachung sowohl die Schätzmenge und/oder der Schätzwert als auch eine Höchstmenge und/oder ein Höchstwert der gemäß der Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren anzugeben sind und dass die Rahmenvereinbarung ihre Wirkung verliert, wenn diese Menge oder dieser Wert erreicht ist.

2.      Art. 49 der Richtlinie 2014/24 sowie deren Anhang V Teil C Nrn. 7 und 10 Buchst. a in Verbindung mit deren Art. 33 und den in Art. 18 Abs. 1 dieser Richtlinie genannten Grundsätzen der Gleichbehandlung und der Transparenz sind dahin auszulegen, dass die Schätzmenge und/oder der Schätzwert sowie eine Höchstmenge und/oder ein Höchstwert der gemäß der Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren als Gesamtmenge oder -wert in der Bekanntmachung anzugeben sind und dass in dieser Bekanntmachung zusätzliche Anforderungen festgelegt werden können, über deren Aufnahme in die Bekanntmachung der öffentliche Auftraggeber entscheidet.

3.      Art. 2d Abs. 1 Buchst. a der Richtlinie 89/665/EWG des Rates vom 21. Dezember 1989 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Anwendung der Nachprüfungsverfahren im Rahmen der Vergabe öffentlicher Liefer- und Bauaufträge in der durch die Richtlinie 2014/23/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 geänderten Fassung ist dahin auszulegen, dass er nicht anwendbar ist, wenn eine Auftragsbekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurde, selbst wenn zum einen die Schätzmenge und/oder der Schätzwert der gemäß der geplanten Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren nicht aus der Bekanntmachung, sondern aus der Beschreibung hervorgehen und zum anderen weder in der Bekanntmachung noch in der Beschreibung eine Höchstmenge und/oder ein Höchstwert der gemäß der Rahmenvereinbarung zu liefernden Waren angegeben sind.
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Wenn jetzt ein Naseweiß, der eigentlich bei einem Beitragszahler wohnt, sich auf eine Wohnung anmeldet, in der er kurzfristig zu Gast ist, so hat er *puff* ein eigenenes Beitragskonto an der Backe

Und wenn ein Beitragszahler mit Beitragskonto sich anmeldet, dann hat die Wohung plötzlich zwei Beitragssahler, das widerspricht
Zitat
Grundsatz III: Keine Person darf zu mehr als einem ganzen Rundfunkbeitrag herangezogen werden.

Wer sich anmeldet (warum auch immer), erhält eine Zahlungsaufforderung.
....

Deshalb ist die Empfehlung ja nur für zahlende Gäste - wer sowieso schon zahlt braucht nicht doppelt zu zahlen.

Ich verstehe den Diskussionsverlauf nicht so ganz...
Ziel der Idee ist doch, Aufwand beim Beitragsservice zu erzeugen. ....

Das zweite Ziel, eigentlich wichtiger, ist die Beitragsreduzierung der besuchten Wohnung, da jeder "Besuch" für einen Monat quasi eine "Zweitwohnung" generiert (nach unserer Auffassung)

Nochmal zur Klarstellung. Die ideale Konstellation ist:
Die besuchte Wohnung W befindet sich im Widerstand. Der Gast Z (Zahlschaf) wird durch den Besuch (mit-) Inhaber der Wohnung. Da Z schon zahlt, kann er sich ruhigen Gewissens nochmal anmelden in der Wohnung W. Jetzt wird in diesem Monat für die Wohnung durch Z bezahlt (Zweitwohnung). Das muss der BS berücksichtigen bei der Erstellung des Bescheides für die Wohnung W. Wenn das nicht passiert, hat W einen wunderschönen Grund zum Widerspruch.

Da der Beitragsservice nur Personenkonten führt, aber keine Wohnungskonten kann er das nur über die Adresse nicht automatisch verbuchen. Das ginge nur wenn beide Beitragsnummern angegeben werden, das ist aber vom Gesetz so nicht gefordert.
Der Vorteil von der Aktion ist (unter den Annahmen oben)
- Beitragsreduktion der Wohnung W
- Keine Nachteile für Z (da Z noch bezahlt)
- Chaos beim Beitragsservice (automatische Verarbeitung nicht möglich)
- Einer Masse von Widersprüchen muss überprüft werden und müsste stattgegeben werden.

Meine Vermutung ist, dass der BS sich stur stellt und die Gerichte das klären müssen. Daher ist es von Vorteil wenn die Wohnung W sich sowieso im Widerstand befindet und zu Widerspruch und eventueller Klage bereit ist.

Mitmachen können natürlich trotzdem alle, auch wenn W und Z zahlen.
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Man kann sich aber anstatt dessen auch einen Propeller in Knie hauen  ???

An diesen Grundsätzen kann man sein Verhalten orientieren:

Grundsatz I:  Zu jeder bewohnten Wohnung gibt es mindestens einen Wohnungsinhaber (Beitragsschuldner).
Grundsatz II: Es gib die widerlegbare gesetzliche Vermutung der Wohnungsinhaberschaft für melderechtlich gemeldete Personen und Personen,
                     die in Mietverträgen stehen.
Grundsatz III: Es gibt den von der zuständigen Rundfunkanstalt in Anspruch genommenen Beitragsschuldner, der entweder aus dem Kreis der Wohnungsinhaber bei der Anmeldung von denen ausgesucht wurde oder der von der Landesrundfunkanstalt bestimmt wurde.
Grundsatz III: Keine Person darf zu mehr als einem ganzen Rundfunkbeitrag herangezogen werden. Dies führt zur Beitragsfreiheit der Nebenwohnung eines Beitragszahlers. Bevorteilt werden hier auch Eheleute und eingetragene Lebenspartnerschaften.
Grundsatz IV: Wer sich bei der Landesrundfunkanstalt/Beitragsservice meldet und noch kein eigenes Beitragskonto hat, der wird vollautomatisch durch die Maschine in Köln auf seine Adresse angemeldet. Der Spuk endet erst dann, wenn das Konto eines Beitragszahlers unter derselben Adresse angegeben wird, man befreit wird oder sich erfolgreich abmeldet.

Auszug aus der Begründung zum 15. RäStV
Zitat
Es besteht grundsätzlich keine gesetzlich vorgegebene Rangfolge unter den Verpflichteten.
In der Praxis wird von den Bewohnern durch die Anmeldung nach § 8 Abs. 1 und 3 festgelegt, wer gegenüber der Landesrundfunkanstalt vorrangig in Erscheinung treten und in Anspruch genommen werden soll.
Jedoch kann die Landesrundfunkanstalt im Einzelfall den Beitragsschuldner heranziehen, der einen vollen Beitrag zu entrichten hat. Die Landesrundfunkanstalt kann für zurückliegende Zeiträume nicht gezahlte Beiträge von einem anderen als dem bisher in Anspruch genommenen Beitragsschuldner erheben.


Wenn jetzt ein Naseweiß, der eigentlich bei einem Beitragszahler wohnt, sich auf eine Wohnung anmeldet, in der er kurzfristig zu Gast ist, so hat er *puff* ein eigenenes Beitragskonto an der Backe und wird sich unter Umständen mit der Anerkennung der darauf folgenden Abmeldung herumärgern müssen.
Außerdem macht man dem IBM-Mainframe in Köln dadurch keine Arbeit. Arbeit entsteht erst geringfügig bei Widerspruchsbescheiden, schon viel mehr bei Klagen, aber besonders auch bei den Vollstreckungsstellen, die vom IBM-Mainframe mittels vollautomatischem Vollstreckungsersuchen in die Spur geschickt werden.
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