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Aktuelles => Aktuelles => Pressemeldungen Februar 2019 => Thema gestartet von: ChrisLPZ am 11. Februar 2019, 18:22

Titel: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 11. Februar 2019, 18:22
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Tagesspiegel, 11.02.2019

Wie die ARD kommunizieren soll
Kommt allen Gegnern bloß moralisch!

"Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD" (#post_wille): Die Führungskräfte des Senderverbunds bekommen eine Sprechanweisung in die Hand gedrückt

Von Joachim Huber

Zitat
„Die ARD ist der verlängerte Arm des Bürgers.“ Starker Satz, oder? Könnte sein, dass er von einer ARD-Führungskraft während einer Diskussion um den öffentlich-rechtlichen Rundfunks fallen gelassen wird. Folgt dann der Slogan „Demokratie statt rechenschaftsfreier Echokammern“, ist Gewissheit gegeben: Die ARD-Hierarchin, der ARD-Hierarch hat das aktuelle „Framing-Manual“ nicht nur gelesen, sondern daraus gelernt. Die 89 Seiten des Berkeley International Framing Institute von Elisabeth Wehling zeigen schon im Titel das Ziel an: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Mit dem Strategiepapier soll in der öffentlichen Debatte endlich (wieder) die Oberhoheit gewonnen werden.

Der methodische Ansatz – Selektieren, Strukturieren und Deuten von Begriffen zu einem bestimmten Wirkungszweck – wird von den Manual-Autoren ins „moralische Framing“ übersetzt. Fakten und Details sind da nicht primär, über allem muss die Überzeugung stehen, die Arbeit der ARD sei von moralischen Prinzipien getragen. Damit ist gleich zu Beginn der hohe Ton gesetzt, der sich wie ein strenger Geruch durchs Papier zieht. Und der Ton muss in der Kommunikation durchgehalten werden, von Interview zu Interview, von Debatte zu Debatte, nur die ständige Wiederholung entfaltet Wirkung, kann der „moralische Frame“ eine „realistische Wahrnehmungsalternative“ werden. Ganz wichtig für die Führungskraft: „Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner.“ […]

Nicht Einnahmen, sondern Rundfunkkapital
[…] In der ARD, das steht fest, hat der liebe Gott ein Rundfunk-Paradies errichtet. […]

"Unser gemeinsamer Rundfunk ARD"
[…] Was das „Framing-Manual“ gekostet hat, sagt die ARD nicht. Ob es die künftige Kommunikation bestimmen wird, ist ungewiss. Auf den Schlussseiten werden „beispielhafte linguistische Übersetzungen der moralischen Framings in kurzen Sätzen und Slogans“ angeboten. Der vielleicht schönste: „Wir nehmen jeden ernst – auch Deine Oma.“

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wie-die-ard-kommunizieren-soll-kommt-allen-gegnern-bloss-moralisch/23973830.html (https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wie-die-ard-kommunizieren-soll-kommt-allen-gegnern-bloss-moralisch/23973830.html)

oder auch:

Welt (Welt+ Abo) bzw. Printausgabe Die Welt Nr.36 - Dienstag 12.02.2019 - auf Seite 2 (!)
Internes Handbuch - Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will
Von Christian Meier
Zitat
Der Titel des 90-seitigen Papiers gibt die Richtung vor: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Es handelt sich bei dieser Schrift, die WELT vorliegt, allerdings nicht um eine Laudatio anlässlich eines ARD-Jubiläums. Sondern um eine Art interne Bedienungsanleitung. Eine Anleitung, mit deren Hilfe der öffentlich-rechtliche Senderverbund gute Stimmung beim Beitragszahler machen will. […]
https://www.welt.de/kultur/medien/plus188590441/Kampf-um-Rundfunkbeitrag-So-will-die-ARD-die-Buerger-beeinflussen.html

Focus
Expertengutachten: Sprachliche Manipulation: ARD will GEZ-Gegner mit "Framing" beeinflussen
Zitat
"Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD": Unter diesem Titel haben die Führungskräfte des Senders ein Expertengutachten vorgelegt bekommen, das der Sender selbst in Auftrag gegeben hat. Das Ziel: im Kampf gegen GEZ-Gegner bestehen.
https://www.focus.de/kultur/medien/expertengutachten-sprachliche-manipulation-ard-will-gez-gegner-mit-framing-beeinflussen_id_10309428.html

Danke an die User fox und Nichtgucker für die weiteren Hinweise.



Update 17.02.19: Download-Links des Framing-Manuals

Netzpolitik hat eine Kopie veröffentlicht
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf

Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf



Update 19.02.19: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.0.html


Update 21.02.19: Fragwürdiger Institutsname - Führte Sprachwissenschaftlerin Wehling die ARD in die Irre?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30241.0.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nevrion am 11. Februar 2019, 18:34
Ob das nötig gewesen wäre?
Denn welches größere Medium hinterfragt schon mal die Aussagen der Funktionäre des ÖRR.
Dafür fehlt es doch an breiter Medienkompetenz.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: NichtzahlerKa am 11. Februar 2019, 19:35
Der Welt-Plus-Artikel geht deutlich kritischer mit dem Werk ins Gericht als der öffentliche Tagesspiegel. Ist schon lustig, wie unterschiedlich man das gleiche Ding darstellen kann.
Ich zitiere mal eine Art Zwischenfazit.
Zitat
Wo es sonst gern heißt, der Bürger könne und solle sich eine eigene Meinung bilden – selbst im Papier ist von der „Eigenständigkeit des Bürgers“ die Rede – werden hier unverholen Tipps und Tricks vermittelt, wie auch skeptischen Beitragszahlern „geholfen“ werden kann, die ARD wieder lieben zu lernen. Ob aber die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung mit dem Auftrag des öffentlich-rechlichen Rundfunks in Deutschland zu vereinbaren ist, muss bezweifelt werden.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 11. Februar 2019, 19:39
Tagesspiegel, 11.02.2019
Wie die ARD kommunizieren soll
Kommt allen Gegnern bloß moralisch!

"Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD": Die Führungskräfte des Senderverbunds bekommen eine Sprechanweisung in die Hand gedrückt
Von Joachim Huber
Zitat
Die 89 Seiten des Berkeley International Framing Institute von Elisabeth Wehling zeigen schon im Titel das Ziel an: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Mit dem Strategiepapier soll in der öffentlichen Debatte endlich (wieder) die Oberhoheit gewonnen werden.
Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wie-die-ard-kommunizieren-soll-kommt-allen-gegnern-bloss-moralisch/23973830.html (https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wie-die-ard-kommunizieren-soll-kommt-allen-gegnern-bloss-moralisch/23973830.html)

Das erklärt dann wohl auch solche "Kampf-Lobby-/PR-Reden" wie diese

Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html
Zitat
Karola Wille
"ES GEHT UM DEMOKRATIE – UNSER GEMEINSAMER FREIER RUNDFUNK"


 ::)

Stellt sich dann auch die Frage, wer Ghostwriter für diese Rede gewesen sein wird... :o
...oder ob die in dem "Handbuch"-Pamphlet bereits als "Muster" mit abgedruckt ist.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 11. Februar 2019, 20:16
... meine fassungslosen Augen sehen da das Wort "Rundfunkkapital"  (#) ... mit negativen Zinsen, ja ?!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 11. Februar 2019, 23:09
Wir müssen sehen, an dieses Machwerk von Sprachvorgaben zu kommen !

Gibt's davon irgendwo ein PDF ? Jetzt auf die Suche im Internet gehen und dann einen Link hier einstellen, wäre prima  ...

Meine erste Recherche hat mich zu einem Artikel im Focus geführt, wo einige Beispiele aus dem "Framing" aufgeführt sind:

Zitat
Chefin des "Framing Institute" ist Elisabeth Wehling, die auch in aller Öffentlichkeit regelmäßig erklärt, wie "Framing" funktioniert. Ein "Frame" strukturiert und beeinflusst die Wahrnehmung der Realität auf bestimmte Weise. Ziel ist es, heiß debattierte Themen in eine bestimmte gewünschte Richtung zu lenken, und dadurch den Adressaten sprachlich zu manipulieren. ...

"Denken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen."

"Sagen Sie, dass Sie mit der Sendung mit der Maus und dem Sandmännchen aufgewachsen sind"

Quelle:  https://www.focus.de/kultur/medien/expertengutachten-sprachliche-manipulation-ard-will-gez-gegner-mit-framing-beeinflussen_id_10309428.html  (https://www.focus.de/kultur/medien/expertengutachten-sprachliche-manipulation-ard-will-gez-gegner-mit-framing-beeinflussen_id_10309428.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 11. Februar 2019, 23:31
„Die ARD ist der verlängerte Arm in das Portmonee des Bürgers.“

Mit Framing versuchen sie, die moralische Überlegenheit darzustellen.
Das wird aber nichts nützen. Zwang kann man nicht wegframen.

Es ist eben Fakt, dass die ARD Anstalten Zwang brauchen, um an ihr Kapital zu gelangen.

Übersetzt heißt das, dass ihr Angebot so dermaßen schlecht ist, dass es freiwillig keiner haben will.
Das kann man nicht schönreden.

Die Leute haben angefangen nachzudenken. Warum muss ich für etwas zahlen, auch wenn ich es nicht nutzen will? Die Antwort kann nur sein: weil es sonst nicht überleben würde. Weil es keinen Wert hat, es schlicht und ergreifend Mist ist. Bestenfalls Schund, wahrscheinlich aber staatliche Parteienpropaganda. Sonst würden es die Regierungsparteien nicht gegen den Willen der Bürger jedem aufzwingen.

Wie will man so einem Gedankengang „moralische Prinzipien“ entgegensetzen, ohne vollends unglaubwürdig zu erscheinen?

Finanziell mögen sie fürs erste gewonnen haben — moralisch haben Sie schon verloren.
Das Porzellan ist zerschlagen, der Krug gebrochen. Das Image ist hin. Sie haben es versaut.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 11. Februar 2019, 23:38
Kleiner Scherz am Rande: Für die ÖRRen geht es um die Wurst! Deshalb haben sie, wahrscheinlich unbewusst,  das "Berkeley International Framing Institute" (BIFI) als Formulierungshelfer angefordert  :laugh: Leider nur ein Miniwurstfabrikant... aber so eben passend zum ÖRR: zweifelhafte Inhaltsstoffe, Massenprodukt, wenig Substanz.

Eigene Formulierungen, wie die der "Demokratieabgabe" waren ja nicht so schlau.

@Nichtgucker: Das Pamphlet sollte selber angefordert werden. Begründung: Man möchte die moralischen Prinzipien, die hinter den Formulierungen im öffentlich rechtlichen Programm stehen, zur richtigen Deutung der Inhalte kennen. Das kann man doch einem aufgeklärten Bürger nicht verwehren.  ;)

Framing ist so ungefähr das Gegenteil von Journalismus.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: NiemalsGEZ am 12. Februar 2019, 07:57
Wikipedia ist da schon sehr aufschlussreich:

Elisabeth Wehling (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling
Zitat
Aufgewachsen in Hamburg studierte Wehling dort Soziologie, Journalismus und Linguistik. Inhaltliche Schwerpunkte waren Untersuchungen zur Propaganda der deutschen Nationalsozialisten, sowie dem Einfluss von Geld und Macht auf die Medienberichterstattung. Sie belegte Kurse in Humanistischer Psychologie am Institut von Friedemann Schulz von Thun. Im Auslandssemester war Wehling an der Universität La Sapienza in Rom und wurde Gastwissenschaftlerin in Berkeley. Dort promovierte sie in Linguistik.[5]

Heute leitet sie das „Berkeley International Framing Institute“ in Berlin. Dessen Anspruch ist es, interdisziplinär neurowissenschaftliches, psychologisches und linguistisches Wissen zu neuen Erkenntnissen zu verknüpfen.[6]

Ich bekomme langsam Angst vor diesen Menschen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: rhadamanthys am 12. Februar 2019, 08:13
Framing = Politische Debatten in eine bestimmte Richtung lenken

... macht das Berkeley International Framing Institute von Elisabeth Wehling !?

https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling (https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling)

Zitat
Wehling publiziert seit 2008 zum Framing im politischen Kontext und darüber, wie durch das Setzen von sprachlichen Deutungsrahmen eine Debatte in eine bestimmte Richtung gelenkt werden kann. ... Bei Wahlen würden die meisten Menschen aufgrund ihres „moralischen Bauchgefühls“ ihre Entscheidung treffen;

Ist das nicht Beeinflussung der öffentlichen Meinung zugunsten von Lobbyisten?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 12. Februar 2019, 08:17
Fein, daß es noch Leute gibt, die sowas aufdecken. Das Thema an sich ist ja schon ein Skandal.
Wurde doch der ÖRR von den Allierten initiiert, um gerade solche Propagandashows wie von Goebbels zu verhindern...

Aber so ist das mit dem Neusprech: Vernebeln, vernebeln, vernebeln.
Zweck der Sache: Wir sollen es glauben.
Blöd nur, wenn den Gläubigen des ÖRR die Befürworter schneller weglaufen als den Kirchen...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: NichtzahlerKa am 12. Februar 2019, 08:35
Noch ein paar Infos:
Die "Wir sind Deins" Kampagne ist wohl auch dem Papier entlehnt.

Wo wir uns beim Sprechen tatsächlich einig sind ist diese schöne Forderung aus dem Buch, die Einzug in den Öffisprech finden soll:
Zitat
Kein entdemokratisiertes Rundfunksystem!

Da sag ich nur: Zu spät!  :police:
Übrigens soll auch der Privatfunk abgewertet werden mit Begriffen wie „profitorientiert“ oder „Massenpublikum“. Ob das rechtens ist?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ohmanoman am 12. Februar 2019, 10:25
Nun, dass wenn dieses System doch irgendwann zusammen bricht oder entlarvt wird, dann leben die jetzigen Akteure dieses perfiden Systems von ihren hohen Pensionen in Saus und Braus, lassen sich medizinisch ihr Leben verlängern und schauen verächtlich auf das faule Volk, das nicht arbeiten will, sondern sich vom Staat aushalten lässt!
Ohmanoman
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 12. Februar 2019, 10:45
Über Fragdenstaat wird das Handbuch der Manipulation angefordert.
Siehe https://fragdenstaat.de/anfrage/dokument-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard/

Ich finde sehr gut, dass man den Sendern jetzt definitiv bewusste Manipulation vorwerfen kann. Wer bislang noch geglaubt hat, es ginge um gelegentliche Fehler und der Vorwurf von Manipulation wäre weit überzogen, sollte spätestens jetzt merken, wie der Hase läuft.

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 12. Februar 2019, 10:57
... well done  (#) !!!

drboe bringt es auf den Punkt !
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: noGez99 am 12. Februar 2019, 13:00
Zitat
Ich finde sehr gut, dass man den Sendern jetzt definitiv bewusste Manipulation vorwerfen kann.

Das hatten wir doch schon in der Verwaltungsvereinbarung Beitragsservice:

Nachweissammlung: Manipulation der Rechtsprechung durch die Sender-Juristen?
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20121.msg130093.html#msg130093
[...]
Die Verwaltungsvereinbarung für Sender und Beitragsservice besagt:
"nur positive" Urteile sind in die zentrale Rechtsdatenbank Juris einzugeben und durch Kommentierung zu bekräftigen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 12. Februar 2019, 13:13
Hier eine gesicherte Impression, mit was sich Frau Wehling beschäftigt.
Unter "News": Polizei, Politisches Framing, Nationalsozialismus

https://web.archive.org/web/20190212121145/http://www.elisabethwehling.com/outreach/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 12. Februar 2019, 13:27
Ich bekomme langsam Angst vor diesen Menschen.
Ich nicht... das, was dieses BIFI verkauft, scheint mir ziemlicher banaler Bullshitbingo (zitiert nach drboe) zu sein. Und die ARD-Leute fallen darauf rein. Ich bin mir sicher, dass die kleine Handvoll wirklich durchtriebener Politiker, die es in Deutschland gibt, darüber lachen wird.

Kurzanalyse:
- "Berkeley International Framing Institute" - allein schon der Name. "Berkeley" wird als Marke verkauft und soll weltläufige Wissenschaftlichkeit suggerieren (wegen der allerdings sehr renommierten University of California, die einen wichtigen Standort in Berkeley hat). Vermutlich steht "Berkeley" aber auch für eine bestimmte Art des strukturierten Denkens so wie Kumon oder Dianetik oder auch nur Suzuki-Methode usw.; ich stehe sowas extrem skeptisch gegenüber. Vermutlich hat die Frau vom BIFI während ihrer Doktorarbeit in Linguistik so nebenbei sich in dieser Denkstruktur einweisen und darf den Berkeley-Tag an die Stirn pappen lassen.

- Die Dame schreibt von sich selbst (aus der Webseite ihres BIFI):
Zitat
With a decade of scientific research across various disciplines and using an array of qualitative and quantitative empirical methods, including conceptual discourse, imagery, and gesture analysis, social-behavioral experimental research and surveys, and neuroscience, I (...)
Ja, nee, in zehn Jahren zwischen "vielen" Disziplinen geforscht (also bissel herumgelesen und herumspekuliert), etwas Statistik gemacht (bei Linguistik mittlerweile üblich), nebenbei Begriffsdiskurse, Imagination und Körpersprache und ebenso nebenbei Sozialexperimente gemacht und nebenbei etwas Neuroscience gelesen (das Wort "including" ist im Englisch sehr, sehr weit zu verstehen - ich z.B. habe mehrere Fremdsprachen gelernt, including Russisch, obwohl ich gerade mal zwei russische Sätze sagen kann und nix verstehe).

- Dazu passt auch, dass ihr Buch als eher oberflächlich kritisiert wurde (siehe hierzu den Artikel in Wikipedia zu ihrer Person)

- Wenn dann so dünne Tipps kommen wie
Zitat
"Denken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen."
und
Zitat
"Sagen Sie, dass Sie mit der Sendung mit der Maus und dem Sandmännchen aufgewachsen sind",
dann interessiert mich nicht einmal dieses Handbuch der Manipulation.

Wenn jemand über moralische Prämissen sprechen will, die er selbst gar nicht verinnerlicht hat, dann ist er verlogen, und Verlogenheit wird durchschaut, auch von sog. "einfachen" Menschen ohne Abitur und Ph.D. aus Berkeley.

Und das mit dem Sandmännchen würde ich mir ganz gründlich verkneifen. Den Vogel schießt aber jemand anderes ab:
Zitat
[...] hat mit Ernie und Bert Lesen und Schreiben gelernt und behauptet, durchs Fernsehen mehr gelernt zu haben als durch Schule und Studium zusammen.
Quelle: https://blog.tvspielfilm.de/author/cholst/
Quelle: Erhöhung des Rundfunkbeitrags? Über Geld spricht man nicht
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30132.msg188544.html#msg188544

Kann es sein, dass schon eine ganze Anzahl von örR-Beschäftigten sich selbst das Gehirn gewaschen hat? Merken die echt nix mehr?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 12. Februar 2019, 13:43
Hier nun auch die Anfrage an den NDR zum Dokument:

Framinganweisungen im Dokument "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"
https://fragdenstaat.de/anfrage/framinganweisungen-im-dokument-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 12. Februar 2019, 15:15
Und ihr könnt euch drauf verlassen, daß diese "Beratung" ähnlich teuer wie das Brudergutachten war und damit gleich wieder in die Rubrik gehört: Wofür wird der Rundfunkbeitrag zweckwidrig verwendet... - siehe
Sammlung: Wo wird der Rundfunkbeitrag (rechtswidrig) ausgegeben?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,23623.0.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 12. Februar 2019, 15:25
Danke für das Zusammentragen und die IFG-Anfragen.
Denen sollte sich zu gegebenem Zeitpunkt mglw. auch die Frage nach den Kosten für diese "Beratung" anschließen.
Dann kann man deren "Funktionsnotwendigkeit" ggf. in Zweifel ziehen...
(wobei "Funktionsnotwendigkeit" hier natürlich seeeeehr vielfältig auslegbar wäre :o ::) )
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 12. Februar 2019, 15:29
Aber umgekehrt betreiben wir ja auch schon erfolgreich "Framing", ohne daß wir das als solches erkannt haben:

- Zwangsbeitrag
- Gefängnisrundfunk

- Abzockservice
- Bruderurteil
- Brudergutachten
- Schandurteil

Weitere Ergänzungen erwünscht!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 12. Februar 2019, 16:55
VAUNET - Verband Privater Medien, 12.02.2019

Kommunikationshilfe für die ARD

Hans Demmel, Vorstandsvorsitzender VAUNET, zur Medienberichterstattung rund um das Papier "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD" des Berkeley International Framing Institute

Zitat
"Die ARD sollte es eigentlich können: Auch in eigener Sache überzeugend zu kommunizieren. Unter dem Vorsitz eines früheren Regierungssprechers sollten die Anstalten nicht nur das Weltgeschehen, sondern auch ihre eigenen Belange überzeugend auf den Punkt und "rüber" bringen. […]

Weiterlesen auf:
https://www.vau.net/auftrag/content/kommunikationshilfe-ard (https://www.vau.net/auftrag/content/kommunikationshilfe-ard)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 12. Februar 2019, 17:06
oder auch:
Welt (Welt+ Abo) bzw. Printausgabe Die Welt Nr.36 - Dienstag 12.02.2019 - auf Seite 2 (!)
Internes Handbuch - Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will
Von Christian Meier
https://www.welt.de/kultur/medien/plus188590441/Kampf-um-Rundfunkbeitrag-So-will-die-ARD-die-Buerger-beeinflussen.html

Zitate aus dem Artikel der Welt:
Zitat von: Welt, 12.02.2019
bereits unter dem ARD-Vorsitz des MDR – die Vorsitzende der ARD war 2016 und 2017 die MDR-Intendantin Karola Wille – habe man laut Pfab angefangen, sich „intensiver damit auseinander zu setzen, welche Rolle Sprache spielt“.

Zitat von: Welt, 12.02.2019
Aufgebaut ist das Papier denn auch tatsächlich wie eine Anleitung für ARD-Führungspersonal, das in der Öffentlichkeit für den Fortbestand des beitragsfinanzierten Rundfunksystems werben soll. Vor allem unter Verwendung von, O-Ton des Manuals, „Narrativen, Schlagwörtern und Slogans zu den vier Themenbereichen Unser Rundfunk ARD (Legitimation), Freiheit (Unabhängigkeit), Beteiligung (Beitragsakzeptanz) und Zuverlässigkeit (Reform & Zukunft).“

Zitat von: Welt, 12.02.2019
Bei dem Begriff griff „Zwangsgebühren“ schrillen die inneren Alarmglocken der Menschen, weil sie eine Ungerechtigkeit vermuten. Der ARD müsse es darum gelingen, Begriffen dieser Art moralische Prinzipien entgegenzusetzen, zu denen vor allem ein „gesellschaftliches Miteinander“ gehöre.

Zitat von: Welt, 12.02.2019
Die ARD soll darum ihr Einstehen für das Prinzip der Inklusion (alle gesellschaftlichen Gruppen werden gleichermaßen im Programm gespiegelt) beispielsweise so kommunizieren: „Für uns sind alle Mitbürger gleich viel wert.“ Diese Botschaft soll den Öffentlich-Rechtlichen auf eine moralische Flughöhe verhelfen, die sie von ihren Gegnern, die Einsparungen, Zusammenlegungen oder gleich die komplette Abschaffung fordern, deutlich unterscheide.

Zitat von: Welt, 12.02.2019
[…] „Konsument“ vermeiden, denn es vermittele den Eindruck, man könne sich im Programm wie in einem Supermarkt bedienen, müsse aber nur für das gewählte Produkt bezahlen. „Bezahlen“ solle man auch nicht sagen. Sondern darüber reden, dass die Bürger den Rundfunk „ermöglichen“.

Zitat von: Welt, 12.02.2019
Gar nicht aufgreifen dürfe das ARD-Personal Begriffe ihrer Gegner, wie etwa „Staatsfunk“ und „Quotenfixierung“. Ratschlag: „Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner.“ Andererseits sei der Streit über die Zukunft des Rundfunks an sich wertvoll (“wirkkräftiger als eine Werbekampagne“), denn er schaffe wichtige Aufmerksamkeit. Nur müssten eben die richtigen Begriffe gewählt werden, um die Debatte auch zu gewinnen. Oder es braucht immer mal wieder eine richtig lebensnahe Geschichte. Zum Beispiel so: „Sagen Sie, dass Sie mit der Sendung mit der Maus und dem Sandmännchen aufgewachsen sind.“ Denn: „Das macht Sie und die ARD nahbar und authentisch.“

Zitat von: Welt, 12.02.2019
So sei das Wort Gemeinwohlmedien „viel treffender“ als der öffentlich-rechtliche Rundfunk.

Zitat von: Welt, 12.02.2019
Dass die Anleitung aber bereits gefruchtet hat, kann vermutet werden. Denn im vergangenen Juni startete die Kampagne „„Wir sind deins. ARD“. Das Strategiepapier enthält einen Vorschlag für eine Sprachregelung, die dem sehr nahe kommt: „Die ARD ist die Gesellschaft: Wir sind Ihr.“

Zitat von: Welt, 12.02.2019
Zum Abschluss bietet das kleine Handbuch sogar einige mögliche Slogans an […]
„Die ARD ist der verlängerte Arm des Bürgers“ […]
„Andere wollen Geldgewinne. Wir wollen Kulturgewinn.“ […] 
„Kein entdemokratisiertes Rundfunksystem.“ […]

Zitat von: Welt, 12.02.2019
Es wäre nur gut gewesen, wäre die ARD dabei so offen und transparent vorgegangen, wie sie das für sich in der Außendarstellung in Anspruch nimmt. Eine sprachliche Manipulation durch die Hintertür dürfte den Gegnern der Öffentlich-Rechtlichen mehr Gründe geben, an der Abschaffung des Systems in der jetzigen Form zu arbeiten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 12. Februar 2019, 17:16
"Kein entdemokratisiertes Rundfunksystem"

Wo ist das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem demokratisch ?
Können die Bürger den Intendanten aus einer Reihe von Bewerbern wählen ?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 12. Februar 2019, 18:12
Oder es braucht immer mal wieder eine richtig lebensnahe Geschichte. Zum Beispiel so: „Sagen Sie, dass Sie mit der Sendung mit der Maus und dem Sandmännchen aufgewachsen sind.“ Denn: „Das macht Sie und die ARD nahbar und authentisch.“
Warum wohl nicht ein anderes Beispiel: "Sagen Sie, wieviel Sie verdienen." Warum also nicht? Denn: "Das macht Sie und die ARD unnahbar und unsympathisch."

So sei das Wort Gemeinwohlmedien „viel treffender“ als der öffentlich-rechtliche Rundfunk.
Wer sich dieser Art von "Gemeinwohl" verweigert, wird als Bürger entehrt, wenn nicht sogar in den Knast geworfen. Diese Art "Gemeinwohl" geht aber absolut gegen historische Erfahrungen, die zum deutschen Grundgesetz geführt haben.

Dass die Anleitung aber bereits gefruchtet hat, kann vermutet werden. Denn im vergangenen Juni startete die Kampagne „„Wir sind deins. ARD“. Das Strategiepapier enthält einen Vorschlag für eine Sprachregelung, die dem sehr nahe kommt: „Die ARD ist die Gesellschaft: Wir sind Ihr.“
Läuft diese Kampagne noch?  ::) Wenn die ARD meins ist, möchte ich die Möglichkeit haben, das Sendeprogramm zu beeinflussen. Ich hätte z.B. wieder soviel klassische oder auch avantgardistische Musik, wie es sie in den 1970ern gab. Stockhausen hat im WDR-Studio angefangen. Kann man sich heute beim gegenwärtig verfetteten Zustand der ARD-Sender gar nicht mehr vorstellen. Und ist mal in den letzten zehn Jahren aus der Met übertragen worden?

Zum Abschluss bietet das kleine Handbuch sogar einige mögliche Slogans an […]
„Die ARD ist der verlängerte Arm des Bürgers“ […]
Ganz ehrlich: Ich habe zuerst "...des Bruders" gelesen. Wirklich.^^
...der Große Bruder, nicht der vom 18.7.

„Andere wollen Geldgewinne. Wir wollen Kulturgewinn.“ […] 
Merke ich nix davon. Fein- und Schöngeister müssen lang aufbleiben und bekommen dann mal 45 Minuten etwas vornehmen Dünnsch... War früherTM wirklich besser.

„Kein entdemokratisiertes Rundfunksystem.“ […]
Typischer Schuss ins eigene Knie. Wurde ja schon kommentiert.

Es wäre nur gut gewesen, wäre die ARD dabei so offen und transparent vorgegangen, wie sie das für sich in der Außendarstellung in Anspruch nimmt. Eine sprachliche Manipulation durch die Hintertür dürfte den Gegnern der Öffentlich-Rechtlichen mehr Gründe geben, an der Abschaffung des Systems in der jetzigen Form zu arbeiten.
Ich glaube, diesen fetten Wink mit dem Zaunpfahl wird in der ARD keiner verstehen, und wenn doch, bleibt er nicht lang. Stattdessen wird plump durch die Hintertür sprachlich manipuliert.

Aber schon richtig, wir sollten nicht die Frames der ARD übernehmen. Eine der diversen GEZ-Verballhornungen hat ja so gut funktioniert, dass es zu einer Unterlassungsklage kam. Der Werbeeffekt war immens. So ähnlich wie "Lu.thansa" mit zwei... äh... beieinanderliegenden Störchen als Logo. War Ende der 70er, falls sich noch jemand dran erinnert.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: KlarSchiff am 12. Februar 2019, 18:42
meedia, 12.02.2019
Wofür braucht die ARD denn ein “Framing Manual”?
Generalsekretärin Susanne Pfab über den viel diskutierten Sprach-Leitfaden

Aktuell macht ein "Framing Manual" die Runde durch Redaktionen. Das 89-seitige Dokument stammt vom Berkeley International Framing Institut und wurde im Auftrag der ARD erstellt. In dem an ARD-Mitarbeiter gerichteten Papier wird umfangreich beschrieben, wie mit Hilfe des so genannten Framings bestimmte Sichtweisen in die öffentliche Debatte eingebracht werden können. MEEDIA sprach mit der ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab über das Manual und auch die Kritik daran.

von Stefan Winterbauer

Zitat
Der Begriff Framing wurde in Deutschland vor allem durch die Sprachwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Wehling von eben jenem Berkeley Framing Institut bekannt gemacht, das nun auch von der ARD beauftragt wurde. In Talkshows, bei Veranstaltungen und in Vorträgen hat Wehling Framing erläutert, oft auch am Beispiel von Begriffen, die mit der Flüchtlingsthematik zusammenhängen. Grob gesagt geht es beim Framing darum, dass die Wahl bestimmter Worte und Begrifflichkeiten unterbewusst Wertungen und Bedeutungen mit transportiert. So wird beispielsweise beim Begriff “Flüchtlingsflut” die Ankunft geflüchteter Menschen mit einer Naturkatastrophe gekoppelt, was eine negative Konnotation mit sich bringt. Im Gespräch mit MEEDIA erläutert die ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab Sinn und Zweck des “Framing Manuals” der ARD.
[...]
Aber wer hat das Manual konkret in Auftrag gegeben?
Wir haben während des Vorsitzes des MDR unter Intendantin Karola Wille angefangen, uns damit zu befassen.
[...]

weiterlesen unter
https://meedia.de/2019/02/12/wofuer-braucht-die-ard-denn-ein-framing-manual-generalsekretaerin-susanne-pfab-ueber-den-viel-diskutierten-sprach-leitfaden/ (https://meedia.de/2019/02/12/wofuer-braucht-die-ard-denn-ein-framing-manual-generalsekretaerin-susanne-pfab-ueber-den-viel-diskutierten-sprach-leitfaden/)


Edit "Bürger": Link-Informationen ergänzt.
Bitte immer die Forum-Regeln (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,5770.0.html) zur Verlinkung beachten und die erforderlichen Informationen wie u.a. auch Quelle und Datum mit angeben.
Die Moderatoren haben nicht die Kapazitäten, dies ständig anzupassen und darauf hinzuweisen.
Danke für das Verständnis und die zukünftige konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 12. Februar 2019, 19:12
Vielleicht müsste man auch mal das Wort "Generalsekretärin" framen? Wenn das nicht voll nach Staat klingt??
ARD > Organisation > Generalsekretariat (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/ARD#Generalsekretariat
Zitat
Das Generalsekretariat wurde 2006 gegründet.[8] ARD-Generalsekretärin ist seit 1. Januar 2015 die Juristin Susanne Pfab.[9]

Der Generalsekretär ist dem jeweiligen, alle zwei Jahre wechselnden ARD-Vorsitzenden unterstellt und mitverantwortlich für

1. die strategische Positionierung der ARD,
2. die Interessenvertretung nach außen und
3. die Öffentlichkeitsarbeit.[10]

Der Dienstort des Generalsekretärs ist Berlin, verwaltungstechnisch zuständig ist der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Der Generalsekretär ist zugleich der stellvertretende Vorsitzende der ARD-Strategiegruppe. Er hat ein Zutritts- und Mitwirkungsrecht in allen Kommissionen und Arbeitsgruppen, auch bei den Tochterunternehmen, in der Fernsehprogrammkonferenz und den ARD-politisch relevanten Gremien. [...]

So will man also demnächst unstaatlicher wirken: indem man das Gegenteil von Privat in Gemeinwohl umtauft.

Blöd, wenn dann einer denkt: Gemeinwohlverein? Is ja ne freiwillige Spende.
Und dann klingelt doch nicht ganz so privat der Gerichtsvollzieher.

Auch unfreiwilig komisch: „Für uns sind alle Mitbürger gleich viel wert."
Haha. Das trifft ja sogar zu: "Egal ob armer Rentner oder Milliardär: du bist uns 17,50 wert."

Im Grunde wird ja eines klar zum Ausdruck gebracht:
Man möchte sich nicht mit den lästigen Gegnern beschäftigen - ekel, ekel - sondern viel lieber die Disussion vermeiden und alles wegframen.

Wie in der DDR 1.0! Auch damals war Sprache wichtiger als Realität.
Karola Wille bringt ja beste interne Kenntnisse dieses Regimes mit und macht jetzt eben im Staatsfunk weiter kräftig Klassenkampf.

Alle für wenige. Ein Beitrag. Einfach.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 13. Februar 2019, 08:17
Vergesst nicht auch das Framing für die Rundfunkverweigerer, Nichtnutzer und Selbstdenker:

- Reichsbürger
- AFD-Sympathisanten
- Schwarzseher
- Querulanten
- keine Beitragserhöhung seit 10 Jahren
- Beitragsanpassung

Demnächst sind wir dann noch Volksschädlinge, weil wir uns an dem Quatsch nicht beteiligen...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: fahrer am 13. Februar 2019, 09:40
Was hab ich gelacht, als ich die Nachricht gestern auf meinem Newsticker entdeckt habe. Den Öffis geht der Arsch auf Grundeis und sie haben keine bessere Idee, als mit dem Sandmännchen aufzuwarten.
Davon mal abgesehen, ist „Framing“ nichts wirklich neues. Neu ist nur, dass man es jetzt „Framing“ nennt. Der ein oder andere selbständige Dienstleister wird diese Methode wohl auch gelegentlich anwenden um die Kundenbeziehung zu festigen, ohne dafür ein „Institut“ beauftragen zu müssen und ohne zu wissen, dass man das Framing nennt.
Insofern ein gutes Zeichen, wenn den Öffi-Bonzen nix besseres einfällt.

Auf der anderen Seite könnte man den Framing-Spieß auch umdrehen, um neue Mitstreiter zu gewinnen. Man könnte sagen, dass einst beliebte Unterhaltungssendungen stillschweigend aus dem „Programm“ genommen und gegen langweiligen Mist (Agitprop) ersetzt wurden. Selbst Comedy-Sendungen dienen heutzutage der politischen Erziehung und sind nicht lustig. „Und dafür zahlen Sie?“

Dann kurz aufzeigen, wie der Zahlungsboykott abläuft und unbedingt potenzielle Mitstreiter zum nächsten Runden Tisch einladen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 13. Februar 2019, 13:34
Der Komplett-Text wurde durch Berliner e.V. (NGO) sofort angefordert.
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Die Anfrage durch einen anderen über fragdenstaat ist ebenfalls gut. Irgendwie werden wir den Text bekommen.


Presse: Hier vorhanden:
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Analysen TAGESSSPIEGEL und WELT.
Reicht eigentlich - naja, vielleicht findet die FAZ das auch noch eines Satire-Kommentars würdig.


Vielen Dank für die überlegene Intelligenz bei ARD, München.
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Wir warteten sehnsüchtig, dass unser ständiger Vorwurf von ARD als Manipulatinstrument beweisbar ist. Danke! So gut hätten wir das mit unserer schwachen Intelligenz nie hinbekommen. Endlich haben wir das Nötige beweiskräftig für unsere Gerichtsverfahren.

Jetzt sind wir viel kompletter für Anträge auf Befreiung aus Gewissensgründen. Alle Richter haben mal Orwell'sche Texte gelesen.
Ex-Regierungssprecher Wilhelm in München, ARD München liefert den erkenntnistheoretischen Unterbau "Wahrheits-Ministerium" komplett?

So ein Eigentor - und wetten, die haben das noch gar nicht kapiert, so sehr glauben sie selber an ihren ARD-Neusprech nach jahrelanger Eigen-Gewöhnung. Wenn echte Unternehmer so etwas machen lassen, die sind wenigstens ausreichend professionell, das als internes Diskussionsmodell unter Verschluss zu halten.


Und dann die Wissenschaftlerin.
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o.k., diese Texte sind ganz offenkundig also Wissenschaft. Man lernt immer dazu.
Lebt und arbeitet in Berlin und "leiht" den Ortsnamen Berkeley aus? Sehe ich das richtig oder irre ich?

Und immerhin "Institut".... Nur 1 Person oder mehrere? Wer weiß mehr? Welche Straßenadresse hat das wissenschaftliche Institut in Berlin? Welche Telefonnummer hat das Institut beispielsweise für Presseanfragen?
Ist eigentlich ihr USA-Dr. (ist ja wohl und das wäre durchaus verdient und anerkennenswert) bereits durch im deutschen Anerkennungsverfahren?
 
Wer Fakteninformation hat, bitte übermitteln. Falls kritische Info, nicht im öffentlichen Forum, sondern per PM.
 
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 13. Februar 2019, 14:28
...
Und dann die Wissenschaftlerin.
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o.k., diese Texte sind ganz offenkundig also Wissenschaft. Man lernt immer dazu.
Lebt und arbeitet in Berlin und "leiht" den Ortsnamen Berkeley aus? Sehe ich das richtig oder irre ich?

Und immerhin "Institut".... Nur 1 Person oder mehrere? Wer weiß mehr? Welche Straßenadresse hat das wissenschaftliche Institut in Berlin? Welche Telefonnummer hat das Institut beispielsweise für Presseanfragen?
Ist eigentlich ihr USA-Dr. (ist ja wohl und das wäre durchaus verdient und anerkennenswert) bereits durch im deutschen Anerkennungsverfahren?
 
Wer Fakteninformation hat, bitte übermitteln. Falls kritische Info, nicht im öffentlichen Forum, sondern per PM.

Ja, schon komisch, kein Impressum aber reichlich Referenzen von hiesigen Organisationen oder Unternehmen, da müßte man wohl dort mal nachfragen, wer da die Rechnung geschrieben hat für seine "Beratung".
Im Handelsregister gibt es dazu nichts, so daß eine Unternehmensform oder ein eingetragener Kaufmann schonmal ausscheidet.
Also tippe ich auf Einzelunternehmerin mit Fantasiebezeichnung, die als Honorarkraft ihre Texte schreibt.
Es könnte sein, daß sie noch angestellte oder freiberufliche Mitarbeiterin der Berkeley Universität ist und diesen Namen deshalb verwenden darf, wobei mich da das fehlende Impressum auf den ach so seriösen Seiten verwundert, wenn man seine persönliche Anschrift nicht preisgeben möchte, kann sich der Firmensitz, an dem man sich die Post zustellen lässt, ja auch woanders befinden.

Die Erkenntnisse der Frau in Ehren, wer bei Schulz Thun lernen durfte, sollte was auf dem Kasten haben, ihre Bücher wird auch kein Ghostwriter geschrieben haben und insgesamt ist die "echt".
Nur sind die Umstände mit dem ARD-Gutachten und der mangelnden Firmierung suspekt.
Aber vielleicht hat einer von euch gute Kontakte zu den Referenzen und fragt da mal gezielt nach...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PersonX am 13. Februar 2019, 15:47
Die Seite framinginstitute.org (https://whois.icann.org/en/lookup?name=framinginstitute.org) - ganz ohne alles ;) - unterliegt sicherlich nicht deutschem Recht, dass sollte klar sein, also auch die Gründe, warum das so ist.

https://whois.icann.org/en/lookup?name=framinginstitute.org (https://whois.icann.org/en/lookup?name=framinginstitute.org)
gibt es vielleicht auch erst seit 2017

Zitat
Registrar URL: http://www.tucows.com (http://www.tucows.com)Updated Date: 2018-03-02T09:38:10Z
Creation Date: 2017-03-09T01:56:18ZRegistrant Organization: Contact Privacy Inc. Customer 0147663892
-->weiterer Kontakt, dann wahrscheinlich
https://contactprivacy.com/ (https://contactprivacy.com/)

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Warum sollte man so etwas, also das "framing" wichtig finden?
Das Problem ist, dass solches Vorgehen sicherlich weiter abfärben wird.
Das Denken und Prüfen der "gebotenen" Information soll durch die Wortwahl verändert werden, denn es wird vielleicht weniger kritisch betrachtet, wenn andere bekannte Bedeutungen zuerst in Betracht gezogen werden. Wer prüft beim Hören schon, ob es tatsächlich derart ist.

Bezogen auf die Webseite dürfte das Wort "institute" bereits framing sein.
Zitat
instituteDictionary result for institute/??nst?tju?t/noun
noun: institute; plural noun: institutes
  • 1. an organization having a particular purpose, especially one that is involved with science, education, or a specific profession."the Institute of Architects"
synonyms:
  • organization, establishment, institution, foundation, centre; Moreacademy, school, college, university, conservatory, seminary, centre of learning, seat of learning; society, association, federation, group, circle, fellowship, body, league, union, alliance, guild, consortium, concern, corporation "a research institute"
       
    • 2. archaica commentary, treatise, or summary of principles, especially concerning law."Coke's Institutes of the Laws of England"
und nicht verwechseln mit
https://www.frameworksinstitute.org/ (https://www.frameworksinstitute.org/)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 13. Februar 2019, 17:02
oder auch:
Welt (Welt+ Abo) bzw. Printausgabe Die Welt Nr.36 - Dienstag 12.02.2019 - auf Seite 2 (!)
Internes Handbuch - Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will
Von Christian Meier

Zitate aus dem Artikel der Welt:
Zitat von: Welt, 12.02.2019
bereits unter dem ARD-Vorsitz des MDR – die Vorsitzende der ARD war 2016 und 2017 die MDR-Intendantin Karola Wille – habe man laut Pfab angefangen, sich „intensiver damit auseinander zu setzen, welche Rolle Sprache spielt“.
https://www.welt.de/kultur/medien/plus188590441/Kampf-um-Rundfunkbeitrag-So-will-die-ARD-die-Buerger-beeinflussen.html

Man erinnere sich auch an diesen "geframeten" (in der Printausgabe annähernd ganzseitigen) Gastbeitrag von Frau Wille in der Welt vom 01.10.2017:

Welt, 01.10.2017

MEINUNG - Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
„Die ARD ist nah bei den Menschen“

Von Karola Wille

Zitat
Die ARD gehört uns allen gemeinsam und ist das freie mediale Forum für alle Menschen und die Vielfalt der Meinungen in unserer Gesellschaft. Es scheint, als wäre manchen die Gewissheit abhandengekommen, was wir – auch aus historischen Gründen – am freien, von allen in unserem Land ermöglichten föderalen Verbund aus Fernsehen, Radio und Online-Inhalten haben.

In den heutigen Zeiten stellt sich die Frage, wie man den Zusammenhalt der Gesellschaft befördern, Brücken der Verständigung bauen und das gemeinsame Wertefundament sichern kann, dringlicher denn je. Wie Gesamtöffentlichkeit organisiert und ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindert werden kann.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dient der Gesellschaft. Sein Auftrag ist darauf ausgerichtet, den für eine Demokratie unverzichtbaren gesellschaftlichen Diskurs zu befördern und die freie Meinungsbildung zu sichern und Angebotsvielfalt in verlässlich hoher Qualität herzustellen.

Die solidarische Finanzierung durch die Gemeinschaft schafft die Grundlage dafür, dass er frei ist von kommerziellen und politischen Abhängigkeiten und allein dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind für alle Bürger gleichermaßen zugänglich, bieten Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung für jeden, bilden unsere Kultur und unseren Alltag ab. [..]

Weiterlesen auf:
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article169213287/Die-ARD-ist-nah-bei-den-Menschen.html (https://www.welt.de/debatte/kommentare/article169213287/Die-ARD-ist-nah-bei-den-Menschen.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 13. Februar 2019, 17:14
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/focus_online.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/focus_online.png

Focus, 13.02.2019

GEZ-Gegner wirft ARD sprachliche Manipulation vor - Medienexperte hält dagegen

Die ARD hat ein Expertengutachten erstellen lassen, das dem Sender Ratschläge zur Image-Verbesserung erteilt. Mitarbeiter sollen mit Hilfe der „Framing“-Methode GEZ-Gegner sprachlich beeinflussen. Medienexperte Jo Groebel hält das für unproblematisch, Beitragsgegner René Ketterer Kleinsteuber ist fassungslos.

Zitat
Gegner: "Unmut so nicht zu besänftigen"
[…] „Das ist eine bodenlose Frechheit“, sagt Ketterer Kleinsteuber zu FOCUS Online. Er betreibt das Internetportal „online-boykott.de“ in Baden-Württemberg. Der öffentlich-rechtliche Sender würde durch solche Gutachten die GEZ-Gegner nur weiter gegen sich aufhetzen. „Der Unmut der Menschen ist so nicht zu besänftigen.“ […]

Medienexperte Jo Groebel** hält das Expertengutachten dagegen für unproblematisch. „Überzeugung mit moralischen Argumenten hat nichts mit Manipulation zu tun. Es ist ganz normal, dass Firmen ihre Mitarbeiter mit Argumenten auf Kritiker vorbereiten. Da steckt nichts Manipulatives dahinter“, sagt Groebel im Gespräch mit FOCUS Online.
Zudem sei „Framing“ keine unbekannte Kommunikationsmethode. Viele Firmen würden sich diese Technik zur Nutze machen. „Warum dann nicht auch die ARD?“ […]

Argumente verständlich darstellen
[…]
Beitragsservice immer wieder in der Kritik
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html (https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html)

** Jo Groebel
Zitat
Franz-Josef[1] „Jo“ Groebel (* 11. November 1950 in Jülich) ist ein deutscher Medienpsychologe. […]
Jo Groebel gilt als einer der Begründer der modernen Medienpsychologie und der Fernsehforschung der 1980er und 1990er Jahre […]

Kontroversen
Für seine Amtsführung als Generaldirektor des EIM, das zum Jahresende 2004 sämtliche zwölf Mitarbeiter entlassen musste, während allein Groebels Dienstvertrag weiter lief,[8] wurde er von Mitgliedern des internationalen Aufsichtsrates scharf kritisiert.[9] Groebel selbst erklärte das Ende des seit 1991 in Düsseldorf aktiven Instituts mit der schwierigen Konjunkturlage in den Medien.[10][…]

Zweifel an der Unabhängigkeit
Im Dezember 2015 erschien im Magazin Stern unter dem Titel „Der Medien-Professor und seine PR-Connection“ ein kritischer Artikel über Groebel. So trete er bei verschiedenen Anlässen als „Direktor des Deutschen Digital Instituts (DDI)“ auf. Nach Recherchen des Stern käme der Verdacht auf, dass es sich bei diesem Institut um ein „verdecktes Anhängsel der Berliner PR- und Lobby-Agentur WMP Eurocom“ handelt. So ist die Agentur Inhaber der Website-Domain des DDI und die Büroadresse ist bei beiden gleich. […]

Als Haupt- oder Koautor
[…]
mit Walter Klingler: Kinder und Medien 1990: eine Studie der ARD/ZDF-Medienkommission. Unter Mitarbeit von Imme Horn und Karen Schönenberg, Nomos, Baden Baden 1994 […]
https://de.wikipedia.org/wiki/Jo_Groebel

Danke an User fox für den Hinweis.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 13. Februar 2019, 17:50
Die Rundfunkgemeinschaft, die sich hier so sehr in den Fokus rückt, übt ja die Rundfunkfreiheit nicht im luftleeren Raum aus:

Zitat
In der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Funktion 

durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen (die Fakten und Meinungen auseinanderhalten) die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden

zu nutzen, liegt der die Erhebung des Rundfunkbeitrags rechtfertigende individuelle Vorteil
.

(Dank gilt dem BVerfG für die glasklare Formulierung, vgl. BVerfG v. 18.7.2018, Rn 80 f.)



Nun, jeder der folgenden Gründe schließt die Möglichkeit der vorbezeichneten Nutzung objektiv aus:


Dass Grund #1 tatsächlich für großen Unmut sorgt, sollte der „gemeinsamen, freien“ Rundfunkgemeinschaft zu denken geben: in das Programm einfließendes Framing, Wording und Co. sind krasses Gegenteil der in Rn. 80 beschriebenen Anforderungen an die Funktionsweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Sollte der Nachweis gerichtsfest gelingen, wäre es das Aus für die Erhebung des Beitrages. Sollten weitere solche Gutachten, Manuals und Handlungsanweisungen existieren, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt für weitere Leaks.

Ein geplatztes „Glaubwürdigkeitskonto“ (Wille/Schlesinger: „Glaubwürdigkeit und Verantwortung des öff.-rechtl. Rundfunks“, re:publica 2017) wäre neben vielen anderen zum Beispiel eine sehr nachvollziehbare Ursache für Grund #2. Ein Medium, dem man nicht vertrauen kann, ist objektiv für die Nutzung ungeeignet.

Individell könnte sich dann in fiktiven Fällen Grund #3 als Folge der anderen Gründe ergeben oder längst ergeben haben.

Liegen alle drei Gründe vor, nennt man das einen Strike. Rundfunkfreiheit ist neu definiert.

Anträgen auf Befreiung aufgrund objektiven Fehlens der Möglichkeit, den Rundfunk (in seiner eigentlichen Bestimmung) nutzen zu können, wäre stattzugeben.

Für den fiktiven Fall, dass diese Strategie gewählt und von der Anstalt abschlägig beschieden würde, ergäben sich äußerst interessante Möglichkeiten der phantasievollen Verhandlungsführung.


Edit "Bürger":
Fortgeführte Diskussion zum sich aus diesem Beitrag ergebenden Spezial-Thema bitte nunmehr unter
"Framing" im Bruderurteil (BVerfG-Urteil vom 18.7.2018)?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30184.0.html
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 13. Februar 2019, 18:37
Zitat
Medienexperte Jo Groebel hält das Expertengutachten dagegen für unproblematisch. „Überzeugung mit moralischen Argumenten hat nichts mit Manipulation zu tun. Es ist ganz normal, dass Firmen ihre Mitarbeiter mit Argumenten auf Kritiker vorbereiten. Da steckt nichts Manipulatives dahinter“, sagt Groebel im Gespräch mit FOCUS Online.

Zudem sei „Framing“ keine unbekannte Kommunikationsmethode. Viele Firmen würden sich diese Technik zur Nutze machen. „Warum dann nicht auch die ARD?“
Quelle: im Beitrag verlinkter Artikel des Focus

Ja nee, ist klar. Nur ein Medienexperte kann die einzig gültige Wahrheit über ein Expertengutachten abgeben. Jeder Zweifel verbietet sich da, wäre reine Blasphemie oder ein Gedankenverbrechen. Der Experte ist offenbar ein Anhänger von Neusprech wie im Roman "1984" und hält den öffentlich-rechtlichen Rundfunk womöglich für eine Abteilung des "Ministeriums für Wahrheit".

"Lieber Gott, mach' mich bitte zum Experten! Auf dass meine Expertise unbezweifelbar und überall vernommen werde! Amen!"  8)

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 13. Februar 2019, 19:33
Ich habe mich schon des öfteren gefragt, wie man eigentlich "Terror-Experte" wird.
Muss man das studieren, oder reicht da eine Anstellung beim öffrech?
Oder wird man dafür auch nur "geframed"?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Winkelmann am 13. Februar 2019, 20:01
Was bitte, ist ein "International Framing Institute"?

Ich halte auch dieses Papier für eine Kampagne. Warum ist es am 11. an die Öffentlichkeit geraten? Vor kurzem hatten wir den Relotius Skandal. Relotius - English Ordinal 119, 33 Jahre alt.

Die Tage haben sich die Nachrichten bezüglich des Finanzsystems verfinstert.
Ein Finanzcrash, und der Druck der schon jetzt aufgebaut wird, wird dazu genutzt werden, die ganze Medienlandschaft zu reformieren. Ob uns gefällt, was dann kommt, ist eine andere Frage.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 13. Februar 2019, 20:33
Auch beim unabhängigen Aufklärungsblogger Hadmut Danisch fällt die anti-demokratische Verdunkelungs-Anleitung auf fruchtbaren Boden:

Hadmut Danisch: Das Framing-Handbuch der ARD
http://www.danisch.de/blog/2019/02/13/das-framing-handbuch-der-ard/

Er bringt es auf den Punkt:
Zitat
Sagen wir es mal so: Wer mit moralischen Argumenten kommt, der hat keine Argumente, denn sonst würde er sachlich-rationale Argumente bringen oder empfehlen.

Wer moralisch kommt, kann seinen Standpunkt nicht verteidigen.

Zitat
Könnte man auch als Belügungstechnikerin betrachten. Framing heißt, die Leute dazu zu bringen, etwas anderes zu denken, als es der genannte Sachverhalt eigentlich bewirken würde. Man lügt nicht direkt, aber man sagt es so, dass es wirkt, als hätte man gelogen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 13. Februar 2019, 21:35
Hallo ihr lieben Mitstreiter,
meine Sofortanfrage brachte schont Post aus München. Hier mal alles einkopiert... Dem wissenschaftlich untermauerten Transparenzgebot des Berkeley Institute will ich auch uns unterwerfen: Hier der Volltext, nur korrekt anonymisiert:
(Vorher gut Luft holen, Totlachen kann das Leben kosten!)
Zitat
An: pressedienst@DasErste.de von ok@....com
==================================
Sie hatten die Erst-Anfrage - siehe am E-Mai-Ende - fehlerhaft abgegeben an die Zuschauer-Redaktion. Dort aber hat diese Anfrage sicherlich "absolut nichts zu suchen", wie nachstehend erläutert.
Bitte veranlassen Sie eine Mitteilung durch eine verantwortliche individuell bearbeitende Person. Die ARD-Anstalten werden von den Bürgern dafür zwangsfinanziert, den üblichen Regeln der Bearbeitungspflichten des öffentlichen Rechts zu entsprechen.

Sofern Sie meinen, dass die ARD-Anstalten dem öffentlichen Recht nicht mehr unterliegen,
---------------------------------------------------
so sorgen Sie bitte für eine entsprechende Mitteilung der ARD-Intendanten, dass es ab jetzt sich um "Unternehmen des privaten Rechts" handelt, also ohne Möglichkeit der Pflichteneinforderung mit Hilfe der Verwaltungsgerichte und der Rechtsaufsicht der Landesregierungen.
Nach Vorliegen einer solchen Erklärung würde gerne auf die Beantwortung dieser E-Mail verzichtet werden.

=========================
Nach dieser Vorbemerkung zum Verfahren nun die Mitteilung zur Sache:
=========================


Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird freundlich gebeten, die unten eingefügte Standard-Mitteilung von Ihnen durch eine gebotene Bearbeitung zu ersetzen.

Schon Ihre Anrede-Formel ist nicht anfragegerecht. Das ZDF ist vom Unterzeichner seit über 20 Jahren nicht mehr eingeschaltet worden. Ihrer Anrede "Zuschauer" muss widersprochen werden. Denn diese unterstellt, dass alle Bürger durch die reine Lebens-Existenz auch Zuschauer seien. Im Hinblick auf das niedrige Qualitätsniveau von ARD, ZDF,... erlaube ich dies mindestens als eine Unangebrachtheit zu klassifizieren. Das Wort "Beleidigung" wäre wohl etwas zu hoch gegriffen.
Wie diverse  Erhebungen belegen, soweit nicht von ARD/ZDF finanziert, sind rund 30 Prozent der Bürger: Nichtzuschauer. Für diese Menschen ein "irgendwie inexistent" oder irgendwie "Nicht-Vollwert-Menschen" zu unterstellen, das ist ja wohl ein wenig "unangebracht", um hier stärkere Formulierungen zu vermeiden.


Eine Klassifizierung als "Gutachten" oder als "Handlungsanweisung"
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für den angeforderten Text erfolgte in meiner E-Mail nicht. Ich habe mir erlaubt, diesen Autorin-Text mit keiner Gattungsbezeichnung einzuordnen, so lange der Volltext nicht gelesen werden konnte.
Ich verrate Ihnen immerhin ein Geheimnis: Derartiges galt als elementares Minimalwissen im Bereich Marketing beim Volkswirtschaftsstudium. Nur nannte man das nicht "Framing", sondern Meinungsbeeinflussung und Imagebildung usw., ein elementarstes Anfängerwissen des Marketings und insoweit weder gut noch böse. Sie finden das in allen Lehrbüchern der letzten rund 100 Jahre. Was es da dank "Framing" nun an noch denkbaren neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt, dem wird mit der Spannung des lebenslangen Lernens entgegengesehen.


Transparenzpflicht
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Sie erwarten von allen Bürgern die Finanzierung und haben für die ausnahmslose Durchsetzung beim Bundesverfassungsgericht unter Einsatz von einigen 100 000 Euro der Rundfunkabgabe gestritten. Damit unterliegen seit 19. Juli 2018 die ARD-Anstalten im Gegenzug der vollständigen Transparenzpflicht der Finanzmittel-Verwendung, weil nicht mehr unternehmensähnlich, nun, nachdem die bis dahin geltende zivilrechts-ähnliche Austauschbeziehung auf ARD-Betreiben aufgehoben wurde.

Da dieser von mir angeforderte Text dem Journalismus in koordiniert verteilter Form zugänglich gemacht wurde, haben auch die Zahlmeister, die Bürger, erst recht einen Anspruch auf Kenntnisnahme. - Die an sich gebotene Form ist Darstellung auf der ARD-Website.
Das stolze Erkämpfen dieser Entscheidung vom 18. Juli 2018 mit gewaltigem Mitteleinsatz (finanziert aus der Rundfunkabgabe) beim Bundesverfassungsgericht hat also eine Kehrseite - die seither geltende Eigen-Unterwerfung unter eine maximale Transparenzpflicht.

Denn seither wird die Rundfunkabgabe bei der EU als "Steuer" klassifiziert. Damit unterliegen Sie seit dem 19. Juli 2018 den Transparenzpflichten von staatlichen Stellen (so die EU-Charta).


Sofern Sie Offenlegung verweigern,
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so ist zu beachten, dass ARD, München, keine Rechtsperson hat. Ihnen gegenüber ist nichts durchsetzbar, da eine Nicht-Rechtsperson nicht verklagt werden kann, wie höchstrichterlich speziell für ARD, München, ja entschieden wurde. Also haben rund 40 Millionen Bürger-Haushalte das Recht, bei den 9 Inkassozuständigen ARD-Intendanten die Publizierung des von ihnen, den Bürgern, ko-finanzierten Textes einzufordern, ebenso beim ZDF.

Die bisher bekannt gewordenen Bruchstücke dieses Textes eignen sich hervorragend als Zitat zur Untermauerung dieser Forderung: Transparenz, Demokratie, Kapital der Zahler der Rundfunkabgabe und anderes Schönes mehr, ganz herzlichen Dank, schöner kann man es nicht sagen, kurz gesagt:

Wie die Autorin sehr treffend belegt, die Rechtslage ist in der Tat, der Abgabenzahler ist Miteigentümer der staatsfernen Anstalten ARD, ZDF,... - wer sonst - . Von den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute hat der Staat 0 RM / DM / Euro in den "Rundfunk" investiert. Alles wurde von den Bürgern finanziert. Der Abgabenverpflichtete - also seit 18. Juli 2018 (BVerfG) jeder Bürger - hat das übliche Eigentümer-Recht auf Einblick.


Also bitte senden Sie den Text oder publizieren Sie ihn -
------------------------------------------------------------------
- oder anderenfalls wird dies gegenüber den Intendanten durchgesetzt werden. Bitte sorgen Sie auch für die gleichzeitig gemäß Text einforderbare Transparenz durch folgende Angabe:

- Was ist die postalische Adresse des "Berkeley... Institute?
- (Nach bisherigen Informationsstand jedenfalls in Berlin und nicht in Berkeley - ?)
- Was ist die Rechtsform? Wie viele Mitarbeiter hat das Institut?
- Wie viel wurde für den Text bezahlt?
- Wer hat die Auftragserteilung entschieden? (Bitte die Personen bezeichnen oder im Fall eines Gremiumsbeschlusses das Gremium.)


Und bei dieser Gelegenheit bitte die jahrelang meines Wissens wohl verweigerte Auskunft:
-------------------------------------------
Wie viel wurde an Herrn Professor Paul Kirchhof, früherer Bundesverfassungsrichter, gezahlt für seinen Text - in diesem Fall wohl regelmäßi9g als "Gutachten" bezeichnet - aus dem Jahr 2010, wonach die Rundfunkabgabe in ihrer Form seit 2013, schon ohne ihn und vor ihm konzipiert, das Siegel der "rechtlichen Richtigkeit" erhielt.
Auch diesbezüglich besteht Transparenzpflicht mindestens seit 18. Juli 2018, wie oben gezeigt (Entscheid BVerfG unter Vorsitz seines Bruders Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof).

Mir freundlichem Gruß
Pe Ro (Volkswirt, Vorsitzender der Vereinigung)
030 -
TUK... e.V.
... Berlin

Zitat
On 13.02.19 17:28, Zuschauerredaktion wrote:
----------------------------------------------------------
Von Zuschauerredaktion info@daserste.de an ok@uno7.com
>
> Sehr geehrte/r Zuschauer/in,
> vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse am Ersten Deutschen Fernsehen.
>
> Es handelt sich nicht um eine verbindliche „Handlungsansweisung“ und ist auch kein „Gutachten“, wie in Medienberichten zu lesen ist. Die Tipps der Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Wehling sollen vielmehr Mitarbeitende und Programmmacher im Umgang mit Sprache sensibilisieren, wie ARD-Generalsekretärin Pfab erklärt.
>
> Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit den Informationen weiterhelfen und verbleiben
> Mit freundlichen Grüßen
>
> B...  K... 

> Erstes Deutsches Fernsehen
> Programmdirektion
> Zuschauerredaktion Das Erste
> Postfach 200665
> 80006 München
> Tel +49 89 5900 23344
> Fax +49 89 5900 24070
> E-Mail: Info@DasErste.de
> www.DasErste.de 

Zitat
> Von: Optimisation Analysis / Institutions [mailto:ok@... .com]
> Gesendet: Montag, 11. Februar 2019 19:59
> An: Pressedienst
> Betreff: Bitte um Übersendung von: "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"
>
> Bitte um Übersendung von: "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"
> ---------------------------------------------------------------------------------
> An: pressedienst@DasErste.de - von: ok@... .com
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
> es wird freundlich gebeten, die Fundstelle im Internet zu übermitteln für:
> „Framing-Manual“ - "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"
> oder ein Exemplar per E-Mail zu übersenden.
>
> Kosten dürfen keine entstehen.
> Mit freundlichem Gruß
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: René am 14. Februar 2019, 02:08
Ja, nach dem Telefoninterview hätte ich auf eine etwas genauere Wiedergabe meiner Standpunkte und Aussagen gehofft. Diese werden extrem verkürzt und sehr vorsichtig ausgedrückt wiedergegeben – sie entsprechen nur sehr entfernt dem, worüber ich mich mit Frau Vivica Mildner unterhalten habe.

Ich habe bewusst einen sehr scharfen und prägnanten Ton mit zum Teil krassen Vergleichen an den Tag gelegt. Auf die Frage hin, was meine Meinung über das Framing-Manual der ARD sei, war ich sehr eindeutig (aus dem Gedächtnis wiedergegeben):

»Ich stelle mir vor – entschuldigen Sie bitte den krassen Vergleich! – ich werde mein Leben lang jeden Monat vom selben Peiniger immer wieder vergewaltigt. Nun lässt mein Peiniger einen neuen Sprachgebrauch erfinden, um mich mit neuen Sprachfloskeln zu besänftigen, ja sogar mich umzustimmen. Soll ich als Opfer irgendwann nach dem Willen meines Peinigers die Vergewaltigungen nicht nur akzeptieren, sondern diese sogar als gut empfinden? Verbrechen bleibt Verbrechen!

Der Vergleich mag zunächst hart klingeln und Sie als Frau mögen das u. U. noch einen Tick krasser empfinden, aber ist es schließlich nicht so? Aus Gewissensgründen konnten wir bereits seit vielen Jahren den Wehrdienst verweigern oder aus der Kirche austreten, aber für einen Rundfunk aus dem vorigen Jahrhundert werden wir verfolgt, unsere Existenzen zerstört und ja, sogar inhaftiert. Das alles unter dem Deckmantel der Solidarität – während Geringverdiener aus Solidarität verfolgt werden, darf z. B. ein Claus Kleber, der schließlich nichts anders ist als ein Nachrichtensprecher, sich die Taschen voll machen mit 600.000€ im Jahr! Solidarität? Es ist ein Skandal, dass Politik, Justiz und Medien diesen überdimensionierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus dem letzten Jahrtausend und den Zeiten des kalten Krieges auf dieselbe Höhe wie Gesundheits- und Altersvorsorge oder Bildungspolitik hieven und deren Wichtigkeit mit diesen vergleichen.«


Ich habe Frau Mildner noch viel mehr gesagt, aber das kenne wir schon alles. Nun das, was wiedergegeben wurde, ist nicht einmal ein Zehntel dessen, was ich ihr gesagt habe.

Wie sagt ein großes bebildertes Blatt für Leute mit Leseschwäche?

Bild dir deine Meinung!

In diesem Sinne

Gute Nacht!


https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html

(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/focus_online.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/focus_online.png

Focus, 13.02.2019

GEZ-Gegner wirft ARD sprachliche Manipulation vor - Medienexperte hält dagegen

Die ARD hat ein Expertengutachten erstellen lassen, das dem Sender Ratschläge zur Image-Verbesserung erteilt. Mitarbeiter sollen mit Hilfe der „Framing“-Methode GEZ-Gegner sprachlich beeinflussen. Medienexperte Jo Groebel hält das für unproblematisch, Beitragsgegner René Ketterer Kleinsteuber ist fassungslos.

https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html

Zitat
Gegner: "Unmut so nicht zu besänftigen"
[…] „Das ist eine bodenlose Frechheit“, sagt Ketterer Kleinsteuber zu FOCUS Online. Er betreibt das Internetportal „online-boykott.de“ in Baden-Württemberg. Der öffentlich-rechtliche Sender würde durch solche Gutachten die GEZ-Gegner nur weiter gegen sich aufhetzen. „Der Unmut der Menschen ist so nicht zu besänftigen.“ […]
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 14. Februar 2019, 07:12
Gesammelte Pressemeldungen zum Thema:

Deutschlandfunk
Debatte um Framing-Gutachten der ARDSachargumente statt Moralkeule
Margarete van Ackeren im Gespräch mit Anke Schaefer
https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-um-framing-gutachten-der-ard-sachargumente-statt.2950.de.html?dram:article_id=440841(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

DWDL
PR-Technik oder sprachliche Manipulation? "Framing Manual" der ARD sorgt für Diskussionen
von Timo Niemeier
https://www.dwdl.de/nachrichten/70984/framing_manual_der_ard_sorgt_fuer_diskussionen/

Sputniknews.de
Arroganz, Dummheit oder Sabotage? – ARD diskreditiert sich durch „Framing“-Studie
Von Andreas Peter
https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20190212323926140-framing-studie-ard/

fefe (blog)
Die ARD hat ein "Framing-Manual" erstellen lassen […]
https://blog.fefe.de/?ts=a29da961

tag24
Das raten Experten der ARD, um GEZ-Gegner zu überzeugen
https://www.tag24.de/nachrichten/ard-framing-gez-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard-rundfunkbeitrag-moralisch-970844

T-Online
Sprachtricks: ARD-Sender wollen "Gemeinwohlmedien" heißen
Von Lars Wienand
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_85245308/framing-studie-fuer-ard-oeffentlich-rechtliche-wollen-gemeinwohlmedien-heissen.html

Focus
GEZ-Gegner wirft ARD sprachliche Manipulation vor - Medienexperte hält dagegen
https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html

Neue Zürcher Zeitung
Neues deutsches Sendungsbewusstsein: Die ARD will mit Moral das Publikum einseifen
von Claudia Schwartz
Zitat
[…] So viel Gemeinwohl flimmerte noch selten über den Äther; das wundersame Wir-Gefühl führt denn auch prompt dazu, dass die anderen Medien fortan als «profitwirtschaftliche Sender» oder «medienkapitalistische Heuschrecken» bezeichnet werden dürfen. Selbstbeweihräucherung in bester Staatsfunk-Tradition, ist man geneigt zu schreiben – wäre denn dieses Wort nicht auch schon länger verboten.
https://www.nzz.ch/feuilleton/framing-bei-der-ard-neues-deutsches-sendungsbewusstsein-ld.1459569

Danisch.de (blog)
Das Framing-Handbuch der ARD
Er bringt es auf den Punkt:
Zitat
Sagen wir es mal so: Wer mit moralischen Argumenten kommt, der hat keine Argumente, denn sonst würde er sachlich-rationale Argumente bringen oder empfehlen.
Wer moralisch kommt, kann seinen Standpunkt nicht verteidigen.
http://www.danisch.de/blog/2019/02/13/das-framing-handbuch-der-ard/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 14. Februar 2019, 09:06
Es sieht so aus, als würde die Rundfunkgemeinschaft ihr Framing-Manual "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk" zurückhalten wollen.

Ich weiß nicht, ob Karola Wille als 11-jährige vielleicht in Schulungen der Pionierrepublik "Wilhelm Pieck" mit Agitprop-Material in Berührung gekommen ist, das anderen ihres Alters nicht zur Verfügung stand.

Ich habe mich mit ihrer Biographie nicht weiter beschäftigt. Es reicht ja, zu wissen, dass sie ganz offiziell mit einem Geheimdienstoffizier im besonderen Dienst politische Schriften verfasste.

Die Pionierrepublik war bis 1989 das zentrale Pionierlager der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" in der DDR. Dort wurden Schüler bereits zu Agitprop-Agenten ausgebildet.

Die Frage, ob vergleichbare Ausbildungen (im Westen) existieren, stellt sich für verschiedene Menschen sicher unter verschiedenen Gesichtspunkten.

2017 war der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereits so unter Rechtfertigungsdruck, dass Wille und Schlesinger sich veranlaßt sahen, in jenem Jahr ihre Tätigkeit auf der re:publica-Konferenz zu verteidigen - in Form eines Doppelinterviews, das sie ihrem eigenen Sender gaben.

Wille, damalige ARD-Vorsitzende, kann sicher selbst Licht in die Sache bringen, in welcher Form Agitprop-Material, Framing-Handbücher, Wording-Vorgaben und so weiter ihren Karriereweg prägten und heute ihre Arbeit und die ihrer Kolleginnen und Kollegen beeinflussen.

Die Frage, wo das aktuelle zentrale Pionierlager ist und was es so tut den lieben langen Tag, wäre ein guter Anknüpfungspunkt für ein von Wille/Schlesinger produziertes Gemeinschaftswerk.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 14. Februar 2019, 12:52
... laßma - auch Madame Wille wird ihre Erdung bekommen.

Und zwar vermutlich schon am kommenden Sonntag, nach dem Frühstück in Dresden.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass besorgte Bürger (AfD, Pegida und andere, weniger "verdächtige") nicht die Gelegenheit nutzen werden, ihr ins Wort zu fallen
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 14. Februar 2019, 13:22
Ich möchte gar nicht, dass sie ihr Fett wegkriegt.

Sie kann ihre Möglichkeiten nutzen, in der Sache aufzuklären. Sie ist doch bestens geeignet.

Wie läuft das mit dem Framing? Woher kommt das ständige Wording?
Wer denkt sich denn die Worte aus, die die Leute in Rage bringen?

Vielleicht stellt sie das Framing-Manual selbst vor? Vielleicht hält sie einen Vortrag (an Unis) und stellt den Inhalt des Manuals vor. Erklärt vielleicht den einen oder anderen Satz. Vielleicht auch alle Sätze.

Ich denke, wir würden ihr gespannt zuhören.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Mr. Orange am 14. Februar 2019, 15:22
»Ich stelle mir vor – entschuldigen Sie bitte den krassen Vergleich! – ich werde mein Leben lang jeden Monat vom selben Peiniger immer wieder vergewaltigt. Nun lässt mein Peiniger einen neuen Sprachgebrauch erfinden, um mich mit neuen Sprachfloskeln zu besänftigen, ja sogar mich umzustimmen. Soll ich als Opfer irgendwann nach dem Willen meines Peinigers die Vergewaltigungen nicht nur akzeptieren, sondern diese sogar als gut empfinden? Verbrechen bleibt Verbrechen!

Da gibt es zwei Möglichkeiten:

1) Du behältst dir das Recht vor, dass du den Text, der dir in den Mund  gelegt werden soll, vor der Veröffentlichung autorisieren kannst und ansonsten wird in deinem Namen nichts veröffentlicht

2) Du übst dich in Ironie oder Sarkasmus und fällst weniger heftig mit der Tür samt Rahmen ins Haus.

Klar, das was du geschrieben hast, will niemand über sich veröffentlicht sehen.  ;)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: René am 14. Februar 2019, 16:33
Klar, das was du geschrieben hast, will niemand über sich veröffentlicht sehen.  ;)

Und warum? Darf man in einem freien Land nicht mehr sein Recht auf freie Meinung ausüben? Muss ich mir selbst der Zensur der "Anständigen" unterwerfen? Genau wegen solcher Handlungen ist heute die Gesellschaft vergiftet und gespalten. Soll ich auch mitspielen und mit Watteflöckchen werfen, während Eicher und seine Truppe mich weiter seelisch und moralisch misshandeln, indem sie mich jeden Monat nicht nur finanziell berauben, sondern auch jedes Mal ein Stück von meinem Stolz stehlen?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Mr. Orange am 14. Februar 2019, 17:06
Das ist richtig: Das ist der Zynismus in der Gesellschaft: Diejenigen, die ihren gesellschaftlichen Beitrag leisten, dafür ihre Gesundheit opfern, die werden noch bestraft. Diejenigen, die das nicht mehr einsehen, die werden vom TV als Schmarotzer dargestellt, weil man eben Radfahrer ist, nach oben buckeln nach unten treten. Schon seit den Arbeitsmarktreformen aka "HartzIV" finanzierst du doch den blanken Zynismus. Diejenigen, die schon bei den Reformen "mitgespielt" haben bekommen jetzt ihren "Dank"

In das Bild passt die Richterschaft, die schon lange vertritt" Geld hat man zu haben"  >:(
€17,50€ /Monat würde mich bei einem fetten Richtergehalt auch nicht jucken. Da interessieren keine BaföG-Studenten, die sich für 8,50€/Stunde als Fahrradkuriere regelrecht "ab-strampeln" und den Juristen das Fastfood in die Kanzlei liefern.

Man kann sich nur noch kaputtlachen  ;D

-> und die Kohle woanders verdienen  8)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 14. Februar 2019, 17:24
Darf ich kurz eine Sache sagen, die mir quasi aus der Vogelschau heraus auffällt?  :)

Insbesondere der Sammlung weiter oben in diesem Thread
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188715.html#msg188715
Gesammelte Pressemeldungen zum Thema:
[...]
und natürlich anderer Mitteilungen, sehe ich, dass sich eine
regelrechte Gegenöffentlichkeit gebildet hat, die auch im Mainstream erkennbar geworden ist.
 ;D

(Mir fällt gerade das Framing "Lagerfeuer" ein.  ::) )

Das Lagergegenfeuer lodert und wärmt im WWW und in der Presse.

Von der "Rundfunkseite" (P. Kirchhof) ist über die Framing-Manual-Affäre anscheinend nur im Deutschlandfunk berichtet worden, sonst gar nicht?

Wenn nun diese Affäre ebenfalls im Mainstream wahrgenommen wird, wird die ARD wohl mal selbst etwas sagen müssen - über ihre eigenen Kanäle.

Und vielleicht sagt der eine oder die eine auch etwas in Dresden jetzt am Sonntag. 

Ein geschlossener Rücktritt aller Intendanten der ARD muss in greifbare Nähe gerückt werden.

Sie haben genau den lizenzierten Rundfunk verraten und hinterrücks erdolcht, den die Alliierten einst als Gegenöffentlichkeit gegenüber einem genuinen Staatsfunk errichtet haben.  >:( >:( >:(
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 14. Februar 2019, 18:36
... laßma - auch Madame Wille wird ihre Erdung bekommen.

Und zwar vermutlich schon am kommenden Sonntag, nach dem Frühstück in Dresden.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass besorgte Bürger (AfD, Pegida und andere, weniger "verdächtige") nicht die Gelegenheit nutzen werden, ihr ins Wort zu fallen

Für Frau Wille muss das nun sehr unangenehm sein. Ihr "wording" war ja schon immer total "durchgeframed". Aber wenn sie nun, nach Bekanntwerden dieses Manuals ihre Rede am 17.02. halten muss, steht sie irgendwie richtig "nackt" da. All die schönen Worte! "ES GEHT UM DEMOKRATIE – UNSER GEMEINSAMER FREIER RUNDFUNK" - genau nach Vorgabe des BIFI-Manuals formuliert.  Man wird mitzählen wollen, wieviel mal sie "Demokratie", "wir", "Freiheit" und andere eindeutig mit "gut" oder "schlecht" belegte Worte benutzen wird, um die Zuhörerschaft "einzuseifen".

Neues deutsches Sendungsbewusstsein:
Die ARD will mit Moral das Publikum einseifen (Claudia Schwartz, NZZ 13.2.2019)

https://www.nzz.ch/feuilleton/framing-bei-der-ard-neues-deutsches-sendungsbewusstsein-ld.1459569

Vielleicht fällt ihr Vortrag ja auch aus, wie die Buchpräsentation vom Bruder Kirchhof "Beherzte Freiheit".
Zu wünschen wäre ihr das.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Mr. Orange am 14. Februar 2019, 18:47
Immer wieder toll, die Demokratie verteidigen zu wollen und die AFD  überall ausschliessen zu wollen. Da fällt mir nur Adorno ein und die Frau wünscht man sich wieder hinter die Mauer.................

Die Demokratie kann man nicht mit undemokratischen Mitteln verteidigen. Das ist den gelernten Dummköpfen und überzeugten Antidemokraten nicht ins Hirn zu bekommen. Dann müssen sie es über den Wahlzettel begreifen lernen ! 

Und dann können sie sich bei allen kommenden Wahlen ab 18 Uhr aufplustern, entrüsten und die Wähler beschimpfen wie sie wollen.
Die SPD verabschiedet sich von Hartz IV und die CDU von der Flüchtlingspolitik ala Merkel

Noch Fragen, Kienzle ?  8)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ohmanoman am 14. Februar 2019, 19:34
Nun, O ist schon über 60 Jahre und hat in seinem ganzen Leben keinen Fernseher besessen, nur ein Radio bis 2013 und die Gebühr für das Radio 9 Jahre bezahlt, weil O vorher keins hatte. Genau weiß O nicht, was so im Fernsehen kommt und auch im Radio nicht mehr.

Aber, ist es nicht schon fast alles beim öffr-ech Staatsfunk Framing? Machen die beim Staatsfunk den überhabt noch was selber? Außer Gehalt zu kassieren und Geld mit vollen Händen ausgeben? Plappert der Str(Kl)eber nicht auch alles nach, was ihm gesagt wird - z.B. “dpa“ usw??!!

Sie müssen sich noch jemand holen, der ihnen sagt, was sie sagen sollen, obwohl sie Fachleute des gesprochenen Wortes und des bewegten Bildes sind? Sind die Intendanten Intendösen nur dazu da, Gutachten in Auftrag zu geben? Selbst die Lustilare von E.., T.. und S.. schreiben den Gerichten die Verse in die Beck'sche Bibel!!!

Ja, Framing, Framing, Framing!!
Der Fernseher ist doch auch ein RAMEN!!

@René
Du gehörst nicht zu der Kaste, die Stolz haben kann/darf! Nur den hochbezahlten Lenkern und Erklärern, der Elite, besonders den Rundfunkmanagern ist Stolz vorbehalten, nämlich, was sie für die Demokratie geschaffen haben. Das sieht man auch, dass sie richtig rechnen können und trotz den Millionen Minus noch Gewinne verbuchen! Etliche Politiker und etliche Richter schauen zu ihnen auf! Die Politiker sind neidisch, weil sie das nicht mit Steuern der Bürgern schaffen!

Und, Intendöse  Frau "ES GEHT UM DEMOKRATIE – UNSER GEMEINSAMER FREIER RUNDFUNK", wird am 17.02. wegen Husten bei der Veranstaltungsrede fehlen! Oder?


Ohmanoman
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 14. Februar 2019, 19:38
Immer wieder toll, die Demokratie verteidigen zu wollen [...]

Ja, das war ja die Begründung: Demokratieabgabe. Das können wir aber nicht der Frau aus dem Osten anlasten, nur weil sie mal den ARD-Vorsitz inne hatte. Dass das dauernd neu geframed werden muss, liegt doch daran, dass der Frame nie funktioniert hat.

Da sind ja ganz andere Leute am Werk, heimliche Partei-Fans wie Peter Hahne, Claus Kleber und die eine, die (wg. Drogenkonsum?) zu n-tv gewechselt ist oder war es das Verteidigungsministerium?

Wer leakt denn nun das Manual?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PersonX am 14. Februar 2019, 19:51
Die aktuelle Kritik, welche mit dem Auftauchen dieser Anleitung praktiziert wird, sollte Anlass geben, auch das eigene Vokabular gründlich zu überprüfen.

Dazu gibt es zwei oder auch mehr Möglichkeiten:
- fremdes framing sichten und auch selbst dieses anwenden
- fremdes framing sichten und bei der Kommunikation entsprechend durch Aufzeigen unterbinden
- eigenes framing prüfen sowie anwenden
- eigenes framing mit fremdem framing kombinieren

Lieber eine proaktive, selbstbestimmte Freie-Rundfunk-Beteiligung für Demokratie, statt das aktuell von Bürgern ermöglichte Rundfunksystem als rechenschaftsfreie Echokammer - mit Zuverlässigkeit bezeichnet als unser Rundfunk "ARD", ohne Beteiligung der Bürger am "gemeinsamen" Rundfunk.

Alternativ sollten irgendwie Kritiker und solche, welche den öffentlich rechtlichen Rundfunk aus verschiedenen Gründen ablehnen, doch auch über dem "framing" stehen, es also abperlen lassen, sich selbst nicht verleiten lassen und selbst das eigene "framing" überdenken.

--sinngemäß--
Ein Richter meinte mal, es gibt halt keinen Blumentopf zu gewinnen, wenn man von Zwang spricht.

--
Zielstellung framing prüfen:
Versucht einmal nur eine einzelne Person davon zu überzeugen, dass es kein "Zwangsbeitrag" (Achtung: "framing") ist und gleich im Anschluss, warum Sie nicht verpflichtet werden kann, einen Beitrag zu zahlen.

Natürlich könnte dazu argumentativ folgen, warum es keine Verpflichtung gibt.

Aber besser würde wohl sein, zu erklären, warum der Beitrag mit dem Rechtsempfinden des Erklärenden nicht in Einklang zu bringen ist. Hier ist besonders auf negativ prägendes framing zu achten und entsprechend zu unterlassen. Es könnte alternativ auch das Rechtsempfinden der Person ermittelt werden. Achtung: Beim Selbstbewerten dieses Rechtsempfindens der Person kein negatives framing auf diese ausüben. Besser zielgerichtet hinterfragen, woraus das Empfinden abgeleitet wird.

Falls das Gespräch möglichst frustfrei und ohne "framing" verläuft und jede größere Stolperfalle klar gemeistert wurde, könnte es sein, dass es als ein gutes Gespräch in Erinnerung verbleibt. Falls der Erklärende positive Dinge über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk anbringen kann, sollte er das auch machen, wenn es angebracht ist und dabei nicht Einfluss auf das Rechtsempfinden an sich hat. Denn es könnte durchaus sein, dass der Gesprächspartner am Konzept des öffentlichen Rundfunks festhalten möchte, aber Teilaspekte auch Ihn stören, dies aber bisher eher unterschwellig, diese Aspekte jedoch noch nicht dazu geführt haben, über die Gesamtausmaße nachzudenken.

Es wird der Person später vielleicht leichter fallen, Ihre bisher freiwillige Zahlung zu überdenken.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 14. Februar 2019, 20:36
Die aktuelle Kritik, welche mit dem Auftauchen dieser Anleitung praktiziert wird, sollte Anlass geben, auch das eigene Vokabular gründlich zu überprüfen. [...]
Es wird der Person später vielleicht leichter fallen, Ihre bisher freiwillige Zahlung zu überdenken.

Danke - für die weisen Worte.

Ich verstehe nicht, warum das Manual geheim bleiben muss.

Vielleicht ist ja auch alles ganz anders. Vielleicht wird ja der Leser bekehrt, wenn er das Buch nur berührt, und ein Blick auf ein paar Seiten: schon kauft er sich TV-Ausrüstung, Van und beantragt die Aufnahme in die Gemeinschaft.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Roggi am 14. Februar 2019, 22:50
Meine Meinung zu UNSEREM Framing: Unsere Ausdrucksweise ist Neusprech. Den BS Beitragsservice zu nennen, obwohl sich ein anderer Name geradezu anbietet, ist falscher Respekt. Die Verantwortlichen, die uns zu ihren Sklaven machen wollen, verdienen keinen Respekt, sondern Verachtung. Im Hinblick auf Außendarstellung des Forums sollten einige "Frames" neu überdacht werden, unsere Stellung bei dieser ehrenwerten Gesellschaft ist gefestigt und der wehrhafte Bürger weiß auch, was er vom Zwangsbeitrag und seinen Schergen zu halten hat und wird uns nicht schief angucken, wenn wir einiges durch unser "Framing" deutlich machen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Mr. Orange am 14. Februar 2019, 23:08
Ja, wenn der BS Daten von mir verlangt, die ich:
a) nicht mitteilen muss
b) weder erheben noch weiterleiten darf,
dann ist der Name "Rundfunk-Stasi" angemessen. Die Bude habe ich schlichtweg ignoriert

Bei den LRA interessiert die eigenen Rundfunkstaatsverträge und Rundfunkbeitragsstaatsverträge auch nicht die Bohne, weil man nur befreit werden kann, wenn man einen Bescheid nachweisen kann. (Ha-Ha)

Was den Propagandafunk betrifft: Hat nicht viel Wahlstimmen gebracht, Praktikanten mit voller Ausrüstung in AFD-Wahlveranstaltungen zu scheuchen, damit dieser Kindergarten jedem AFD-Politiker ein Mikrofon unter den Rüssel hält, der nicht bei 3 auf dem Baum sitzt. 
Die Medienprofis der sog. "Volksparteien" genehmigen vorher die Fragen und können sich dann professionell vor der Kamera geben.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 15. Februar 2019, 02:08
Dieses Framing-Manual hat mich auf eine Idee gebracht, die in Normans Thread schon in diese Richtung geht.

KenFM ist ja Partner von rundfunk-frei.

Wie wäre es denn, wenn KenFM ein lineares Format erfindet, eine Genossenschaft oder Aktiengesellschaft dazu gründet (an der wir uns alle beteiligen können) und bei der Landesmedienanstalt eine Rundfunklizenz beantragt, natürlich zukünftig auch mit Anerkennung auf Gemeinnützigkeit.

Es entsteht ein gemeinsamer, freier Rundfunksender, der Mitglieder/Eigner aufnimmt. Jeder hat schon mal davon gehört: gemeinsam und frei. Das Statut, das bei Lizenzbeantragung eingereicht wird, selbstverpflichtet die Macher, die in Rn. 80 (s. Bruderurteil) beschriebene Funktion zu erfüllen. Da soll es ja Mangel und großen Bedarf geben.

Jedes Mitglied/jeder Anteilseigner wäre dann von der Rundfunkbeitragspflicht befreit. Es kann auch ein öffentliches Gelöbnis auf Randnummer 80 abgelegt werden. Wer will, legt die Hand dabei auf's Herz.

Das wäre dann auch eine politische Aktion des Widerstandes, des Protests, gelebte Demokratie, Auferstehung aus Ruinen zerbrochener Frames. Vielleicht gründet sich auch ein Sender in Stuttgart und verpflichtet sich zu Programm in schwäbischem Dialekt und natürlich der Einhaltung von Randnümmerle achtzig. Da würde ich dann auch Mitglied werden wollen für den Aufschwung West, sozusagen.


Edit "Bürger":
Das Thema "Gründung eines freien Rundfunks" gehört nicht mehr zum Kern-Thema dieses Threads und ist daher hier bitte nicht weiter zu vertiefen.
Hier im Thread wie überall im Forum bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema, welches hier lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und das "framing manual" sowie die Berichterstattung dazu zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: karl11 am 15. Februar 2019, 09:16
Die Idee von Autor "marx" hat für mich irgendwie etwas Sympathisches.
Es ist aber nun wieder mal die Frage: Wer soll all dieses anmelden?
Sicherlich gibt es etliche Hürden, die genommen werden müssen, um einen freien Rundfunk zu gründen und zu betreiben.
Frage an die Runde: Hat denn schon irgendwann jemand etwas ähnliches versucht und wie ist es ausgegangen?


Edit "Bürger" @alle:
Das Thema "Gründung eines freien Rundfunks" gehört nicht mehr zum Kern-Thema dieses Threads und ist daher hier bitte nicht weiter zu vertiefen.
Hier im Thread wie überall im Forum bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema, welches hier lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und das "framing manual" sowie die Berichterstattung dazu zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 15. Februar 2019, 11:38
Zitat
@Roggi === Meine Meinung zu UNSEREM Framing: Unsere Ausdrucksweise ist Neusprech. Den BS Beitragsservice zu nennen, obwohl sich ein anderer Name geradezu anbietet, ist falscher Respekt. Die Verantwortlichen, die uns zu ihren Sklaven machen wollen, verdienen keinen Respekt, sondern Verachtung. Im Hinblick auf Aussendarstellung des Forums sollten einige "Frames" neu überdacht werden, unsere Stellung bei dieser ehrenwerten Gesellschaft ist gefestigt und der wehrhafte Bürger weiss auch, was er vom Zwangsbeitrag und seinen Schergen zu halten hat und wird uns nicht schief angucken, wenn wir einiges durch unser "Framing" deutlich machen.

In Schriftsätzen und Mustertexten von hier wird "Framing" längst angewandt:
---------------------------------------------------------------------
Auch beim VG. Immer beispielsweise:
"Medien-Infosteuer" (ARD-Tarnbezeichnung: "Rundfunk-Beitrag")
"MIEZE Mediensteuer-Inkasso-Zentrale" (Tarnbezeichnung: "Beitrags"-"Service" - GEZ ist mir zu veraltet)
- oder auch: "Außenstelle der Landesfinanzämter"
"Staatskanzlei-Fernsehen" (Tarnbezeichnung: "öffentlich-rechtliche Sender")

Wusstet ihr das? Laut Entscheid auf EU-Ebene vom 5. Juli 2018 wurde durch den Entscheid BVerfG vom 18. Juli 2018 die Rundfunkabgabe rückwirkend seit 2013 zur Steuer.

Alle Briefe vom Kölner Beitragsservice gehen postwendend zurück mit "Annahme verweigert mangels Rechtsperson dort" inklusive Klarstellung wie vor - und immer mit Kopie an die Intendantin. Schon mehrere machen das so mit dem hier produzierten Vordruck von 1 Seite A4. Die Intendantin kennt damit ihre kämpferischen Pappenheimer-Familienmitglieder und das ist gut so.

Und noch was mit FRAMING:
-----------------------------------------
Alle Schriftsätze - an ARD/ LRA, VG usw. - haben auf Seite 1 und der Schlussseite in rot:
Zitat
Wie lange werden Intendanten mit diesen Themen belastet?

So lange Intendanten ihren Weg zum Multi-Millionär pflastern auch mit den letzten verfügbaren Euros des Monatsendes von rund 4 Millionen Geringverdienern, darunter rund 1,5 Millionen alleinerziehende finanzknappe Mütter. Das ist ein strikt unzulässiges Antasten des Existenzminimums zum Zweck auch der Multi-Millionen und sogar erheblich zu Lasten des Kindeswohls. Es ist ein nicht duldbarer Verstoß gegen zwingende Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (§ 31 BVerfGG, siehe Anlage "2018-09-01" Abschnitte B6.1. bis B6.6.). Wen dies nicht zum Protest veranlasst, dem fehlt etwas im Denken und Gewissen.

"Glücklich das Land, das die Verteidigung des Rechtsstaats möglich macht. Traurig das Land, das es nötig hat."

Was soll denn das?
-------------------------------
Stellt auch endlich mal die Intendanten als Menschen vor, eitel wie wir fast alle und gern "Gutmenschen in göttlicher Vollkommenheit". Jetzt stellt euch vor, solche Schriftsätze zirkulieren für Bearbeitung in ihrem Imperium des Gutmenschentums des kollektiven Guten - vulgo "Die(!) Öffentlich-Rechtlichen".  Das finden die Intendanten vielleicht weniger gut? Denn das Ding haut alles Gutmenschen-Prestige der obersten Chefs mit rund 10 Zeilen in Scherben?
Da von hier immer nur an die Intendanten "persönliches Büro" adressiert wird statt an den "Beitragsservice", der ja keine Rechtsperson hat, also nicht adressierbar ist, hat man dort im "persönlichen Büro" die Macht, über Bearbeitung - also Inkasso-Fortsetzung - oder Nichtbearbeitung zu entscheiden.
Capito?

Quelle für dieses und weiteres "Framing" statt nur Paragrafen-Streit: Irgendwelche E-Bücher. Benennen bedarf der Moderatoren-Zustimmung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: fahrer am 15. Februar 2019, 12:27
Ja, nach dem Telefoninterview hätte ich auf eine etwas genauere Wiedergabe meiner Standpunkte und Aussagen gehofft. Diese werden extrem verkürzt ... sie entsprechen nur sehr entfernt dem, worüber ich mich mit Frau Vivica Mildner unterhalten habe.
So geht's jedem freien Medienschaffenden, der den Mainstreammedien ein Interview gibt, dessen Inhalt dem Mainstreamnarrativ aber zuwiderläuft.
Man könnte glauben, dass diese Interviews nur dazu dienen, um Content zu sammeln und diesen dann sehr lückenhaft wiederzugeben, um den Interviewpartner möglichst ungünstig aussehen zu lassen, also zu diskreditieren.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 15. Februar 2019, 13:11
[...] Es ist aber nun wieder mal die Frage wer soll all dieses anmelden
Sicherlich gibt es etliche Hürden, die genommen werden müssen, um einen freien Rundfunk zu gründen und zu betreiben.
Frage an die Runde: Hat denn schon irgendwann jemand etwas Ähnliches versucht und wie ist es ausgegangen?

Die Streamer machen ja gerade die Erfahrung, dass schon das kleinste bisschen ausreicht, in Verhandlungen mit der Landesmedienanstalt zu treten. Offenbar lassen sich die Kosten für die Lizenz verhandeln, zumindest sind sie nicht einheitlich, oder offen. Von Transparenz keine Spur.

Da die Streamer gerade die Lizensierungserfahrungen machen, können wir von ihnen profitieren und lernen, wie man da richtig framed.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Winkelmann am 15. Februar 2019, 16:48
etliche Hürden die genommen werden müssen um einen freien Rundfunk zu gründen und zu betreiben
Das ist wie in 1984. Doppeldenk, ein Rundfunk kann nicht frei sein, wenn er zuvor erlaubt werden muss. - Man ist auch kein Hauseigentümer, wenn man für den Grund Steuern zahlt.

Die technische Entwicklung führt zur Offenbarung, ursprünglich wurde die Lizenzierung -offiziell- mit der Knappheit der Frequenzen begründet. Jetzt, man will gerade 20.000 5G Satelliten im Orbit platzieren, zeigt sich worum es geht, schlussendlich um Zensur.

Damit sind wir auch wieder beim Thema, dem Kaschieren von Ungeheuerlichkeiten mittels Sprache.


Edit "Bürger" @alle:
Das Thema "Gründung eines freien Rundfunks" gehört nicht mehr zum Kern-Thema dieses Threads und ist daher hier bitte nicht weiter zu vertiefen.
Hier im Thread wie überall im Forum bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema, welches hier lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und das "framing manual" sowie die Berichterstattung dazu zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 15. Februar 2019, 16:50
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nwzonline.de, 15.02.2019

Gegenaufklärung

Von Alexander Will

Zitat
Die Propaganda ist in der Postmoderne angekommen. Die Zeit der Riesenplakate und Spruchbänder ist in Europa ebenso vorbei wie die Zeit der Personenkulte. Heute geht man raffinierter vor, und ausgerechnet die ARD lieferte dafür in dieser Woche ein Beispiel. Die Affäre um das Propaganda-Handbuch der öffentlich-rechtlichen Anstalten zeichnet sich dabei nicht nur durch die Chuzpe aus, mit der da die öffentliche Meinung manipuliert werden soll, sondern auch durch Intransparenz und Ignoranz gegenüber denjenigen, die das System finanzieren müssen.

Da ließ sich die ARD also ein 90 Seiten starkes „Framing-Manual“ beim „Berkeley International Framing Institute“ erstellen. „Framing“ hört sich zunächst sperrig an, ist jedoch der neuste Schrei aus dem Arsenal der Propagandatechniken, und das „Framing Institute“ eine Einrichtung, die sich mit nichts anderem befasst. „Framing“ nennt sich eine Technik, die das Ziel hat, bereits bei der Wahl von Worten und Ausdrücken, bei der Wahl von Formulierungen und Begriffen eine bestimmte Interpretation der Inhalte beim Zuhörer zu erzeugen.
[…]

Das ist antiaufklärerisch, weil es eine rationale, auf Fakten basierte Debatte verhindern will. Es ist antiaufklärerisch, weil es ein Weltbild offenbart, in dem Eliten überzeugt sind, man könne Menschen durch „Framing“ und die Manipulation von Begriffsbedeutungen regelrecht programmieren. Und es ist antiaufklärerisch, weil es den Menschen letztlich den Weg zu selbstbestimmter Erkenntnis verbauen will.

Weiterlesen auf:
https://www.nwzonline.de/meinung/oldenburg-nwz-kolumne-gegenaufklaerung_a_50,3,4087610140.html (https://www.nwzonline.de/meinung/oldenburg-nwz-kolumne-gegenaufklaerung_a_50,3,4087610140.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Shuzi am 15. Februar 2019, 21:30
Die Rundfunkgemeinschaft, die sich hier so sehr in den Fokus rückt, übt ja die Rundfunkfreiheit nicht im luftleeren Raum aus:

Zitat
In der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Funktion 

durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen (die Fakten und Meinungen auseinanderhalten) die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden

zu nutzen, liegt der die Erhebung des Rundfunkbeitrags rechtfertigende individuelle Vorteil
.

(Dank gilt dem BVerfG für die glasklare Formulierung, vgl. BVerfG v. 18.7.2018, Rn 80 f.)



Nun, jeder der folgenden Gründe schließt die Möglichkeit der vorbezeichneten Nutzung objektiv aus:

  • Die in Rn. 80 beschriebene Funktion wird mehrheitlich nicht erfüllt.
  • Aus persönlichen Gründen ist eine Nutzung des Rundfunks ausgeschlossen.
  • Aus technischen Gründen ist eine Nutzung des Rundfunks ausgeschlossen.

Dass Grund #1 tatsächlich für großen Unmut sorgt, sollte der „gemeinsamen, freien“ Rundfunkgemeinschaft zu denken geben: in das Programm einfließendes Framing, Wording und Co. sind krasses Gegenteil der in Rn. 80 beschriebenen Anforderungen an die Funktionsweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Sollte der Nachweis gerichtsfest gelingen, wäre es das Aus für die Erhebung des Beitrages. Sollten weitere solche Gutachten, Manuals und Handlungsanweisungen existieren, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt für weitere Leaks.

Betrachtet man jedoch die berüchtigte Rn. 80 des BVerfG v. 18.7.2018 etwas umfassender, so wird möglicherweise das sog. "Framing" darin bereits berücksichtigt ...
Zitat
[...] Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt. Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische,  [...]

... indem von einem sog. Filter professioneller Selektionen die Rede ist?


Edit "Bürger":
Fortgeführte Diskussion zu diesem Spezial-Thema bitte nunmehr unter
"Framing" im Bruderurteil (BVerfG-Urteil vom 18.7.2018)?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30184.0.html
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 15. Februar 2019, 21:47
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Tichys Einblick, 15.02.2019

Der New Speak der ARD – wie wir manipuliert werden sollen


Von Roland Tichy

Zitat
Die ARD ist erkennbar unter Druck: Der Widerstand wächst gegen die ständig steigenden Zwangsgebühren, die auch von Bürgern erhoben werden, die niemals ARD schauen oder gar blind oder taub sind (Gebührenbefreiung gibt es nur für Taub-Blinde). Die Qualität der bunten Allerlei-Sender wird bestritten, die Nachrichtensendungen werden wegen erkennbarer politischer Einseitigkeit kritisiert, die Wirtschaftlichkeit selbst vom Wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministers in Frage gestellt.
Dagegen versucht die ARD, eine Argumentation zu entwickeln. Das ist prinzipiell legitim. Aber Verfasser und Methode sind fragwürdig.

Political Framing als Methode der ARD
Verfasserin des Papiers ist Elisabeth Wehling. Die 38-jährige gebürtige Hamburgerin hat ein Buch über „Political Framing“ geschrieben, gilt seitdem als Expertin und macht auf Kongressen (re:publica) sowie in Talkshows („Hart aber fair“, ARD) fleißig Werbung für sich, ihr Buch und ihr Business. Die akademische Welt sieht ihre Position überwiegend kritisch: Studien haben ihre Behauptungen zuletzt widerlegt (vgl..Jedidiah Siey, Shelby E. Zuckerman, Joseph J Siey: „The Relationship Between Immorality and Cleansing“ in: Social Psychology, Band 49, Nr. 5, September 2018). Frau Wehling ist auf der Suche nach Begriffen, die etwa „Abgabenbelastung“ ersetzen, damit Steuer- und Gebührenerhöhungen freundlicher klingen und gerne bezahlt werden. „Zellhaufen“ soll Embryo ersetzen, um Abtreibung harmloser erscheinen zu lassen und damit zu befördern.

Wehling hat sich im Studium nach eigenen Angaben auf „Propaganda im Dritten Reich“ spezialisiert.

Schon die ersten Auszüge aus dem „Manual“ erregten viele Gebührenzahler, weil als Rezept für die Auseinandersetzung empfohlen wurde, die Thematik zu moralisieren, um Kritiker gezielt ins Unrecht zu setzen.

Manipulation als Strategie
[…]
Die Moralisierungsstrategie der ARD
Ziel des ARD-Papiers ist es erklärtermaßen, lästige Wahrheiten wie Gebührenfinanzierung, Zwangsbeiträge und bürokratische Struktur sowie Einfluß der Politik als nebensächlich erscheinen zu lassen, sprachlich zu entsorgen und diese Fakten umzudrehen, in eine eigene Wortwahl und Wertschöpfung umzudrehen. Die soll moralisch aufgeladen werden.
[…]
Wehlings Hoffnung: „Und dann beim dritten, vierten, fünften Mal ergeben sich Einschleif-Prozesse im Gehirn und ein Wiedererkennungseffekt – egal, ob die Sache wahrhaft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgendwann: ‚Ist mir viel zu anstrengend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit.“

Kann der mit rund 6 Milliarden an Gebühren finanzierte Koloss ARD mit seinen TV- und Rundfunksendern eine neue Wahrheit produzieren? Sagen wir es mal so: Sie versuchen es. Und die Zuschauer und Hörer wissen jetzt, dass es nicht um Fakten, sondern Erfindungen geht, wenn sie auf den Einschaltknopf drücken.

Wir alle sind ARD, sagt die ARD: Eine Entität
[…]
Ein Volk, ein Sender – „Wir sind Ihr“
[…]
Die Privaten sind die Bösen
[…]
Ohne ARD keine Demokratie
Aber es geht weiter. Ohne ARD keine Demokratie. Das ist absurd – denn natürlich gibt es eine Unzahl von demokratischen Staaten, die sehr gut mit weniger oder gar keinem Staatsrundfunk zu Recht kommen. Diese Wahrheit darf nicht aufscheinen
[…]
ARD gegen Privatwirtschaft
[…]
Nur subtiler Sex?
[…]
ARD missbraucht bewusst den Begriff „solidarisch“
[…]
ARD macht frei
[…]
ARD will „Raus aus dem Zahlungsframe“
[…]
ARD will Freiheit sein
[…]

PS.: Nach Veröffentlichung melden sich bei mir Mitarbeiter der ARD. Diese sind empört. Sie möchten sich an der Manipulation nicht beteiligen. Dieses Papier sei ein Verstoß gegen die Prinzipien, für die sie als Journalisten angetreten sind. Mein Fazit:

Die ARD braucht einen Aufstand der Anständigen….

Weiterlesen auf:
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/der-new-speak-der-ard-wie-wir-manipuliert-werden-sollen/ (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/der-new-speak-der-ard-wie-wir-manipuliert-werden-sollen/)

Ein Leserkommentar:
Zitat
Nun ja, ehrlicher Weise muss man hier das Zugeständnis machen, dass die Vorgehensweise bei einem nicht unerheblichen Teil meines Umfeldes gefruchtet hat. Die „Einschleifprozesse“ haben Erfolg gehabt – selbst bei Akademikern. Da wird auch nicht mehr gefragt wie Meinungsbildung geht. Der Konformitätsdruck und dieses damit verbundene unangenehme Gefühl, bloß zur richtigen Seite gehören zu müssen, lässt keinen Raum mehr für kritisches Hinterfragen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 15. Februar 2019, 23:09
 >:D >:D >:D ... die Möglichkeit, dass sie sich eines Tages mal selber "ins Knie schießen" würden, hat ja als Hoffnung, als (sehr abstrakte) Möglichkeit die ganze Zeit existiert ... Jetzt könnte sie wahr werden - vielleicht sogar inklusive ARD - Whistleblower  (#).

Schätze, da wird Madame Wille am Sonntagfrüh in Dresden den SED - Propaganda - erprobten Sachsen eine ganze Menge zu erklären haben - vielleicht kann sie's ja als "Parteilehrjahr" (der eine   8) oder andere  (#) weiß, was ich meine) abrechnen ... ?!?

Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 15. Februar 2019, 23:42
Hier eine Amazon-Rezension vom 27.12.2018 über das Buch
"Politisches Framing" von Frau Främling sorry Wehling
https://www.amazon.de/Politisches-Framing-Nation-einredet-Politik/dp/3548377769/ref=dp_ob_title_bk
(sortieren nach "neueste zuerst", vierte Rezension)
Zitat
Amazonpure
Bewertung als Mitarbeiter der ARD
27. Dezember 2018

Liebe geschätzte Kollegen in anderen Rundfunkanstalten wie ZDF, BR, SWR und andere, ich möchte Ihnen meine Meinung und auch Empfehlung über dieses Buch, als auch über das "Berkeley International Framing Institute", dessen Chefin die Autorin des vorliegenden Buches ist, kundtun.

Wir leben in Stürmischen Zeiten. Es gibt aufgrund immer mehr TV Sendern (wir befürworten, dass RT Deutsch keine Sendelizenz bekommt) und des bösen Internets immer mehr Möglichkeiten der Bürger sich breit und unabhängig zu informieren. Deshalb müssen wir auch weiterhin unsere Deutungshoheit v.a. bei den nicht Internetaffinen älteren Bevölkerungsschichten durch ein fortbestehen der Zwangsfinanzierung des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks zementieren. Um für die sehr guten Argumente, die gegen den ÖR existieren gewappnet zu sein, habe ich dieses Buch gelesen, und mir einige Tipps und Tricks für meine ganz eigene "Argumentation", die man auch zugegebener Maßen als Ablenkungs- oder Pseudo-Argumentations betiteln könnte, geholt. Ein wirklich hervorragendes Buch für meine/ unsere Zwecke!

Da die ARD aber auch Zugriff auf üppige Zwangsgebühren hat, dachte ich mir es sei keine schlechte Idee, von diesen Geldern eine Studie bei dem genannten Institut in Auftrag zu geben, um noch bessere, auf uns zugeschnittene "Argumente" und "Argumentationsframes" zu erhalten, zumal eben Geld keine große Rolle spielt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, man oh man:

Auch wenn bei der ersten Aussprache der einzelnen Frames wie z.B. "Der gemeinsame Rundfunk ARD gibt uns die Freiheit, uns weitflächig vollkommen selbstbestimmt und mündig zu bewegen – abseits von Barrieren und verschlossenen Türen der Kommerzmedien, jenseits vom Zugriff auf unsere Daten durch Internetriesen" man leicht grinsen muss angesichts, der fehlenden Logik und Realität, wenn man diese Sätze erst einmal automatisch und mit dem nötigen Ernst abspielen kann, fällt dem kritischen gegenüber meist keine Antwort mehr ein, auch wenn ich vermute, dass viele einfach ein erstauntes "Was stammelt mein Gegenüber für sinnlose Worte" der Grund dafür ist.

Fazit: Immer schön moralische Sätze absondern (von Argumentieren kann man ja hier nicht sprechen) und NIEMALS auf die wirklichen Argumente des Gegenübers eingehen. Am besten man legt sich 5 Sätze zurecht und gibt die wahllos wieder, klappt perfekt, zumal unsere noch vorhandene Kern-Zielgruppe der Ü60er damit sehr zufrieden ist.
Mit dem Code "ARD-hats-schon-bezahlt" bekommt ihr bestimmt auch Rabatt, zumal eure zukünftige Nicht-Existenz auch mit unserer gekoppelt ist. Auch im Kampf gegen unsere "Feinde" wie z.B. das Volksbegehren rundfunk-frei de , hilft das vorliegende Buch, bzw. das Propagandawissen der Autorin ungemein weiter, daher verdiente 5 Sterne!

Hinweis für die Rechtsabteilung der ÖR: Diese Bewertung spiegelt die Aussagen einer hochrangigen fiktiven ARD Mitarbeiter*IN (m/w/d) wieder.
Die Auftragsvergabe der ARD an Frau Wehling war also schon letztes Jahr bekannt.
Dass es sich bei " Amazonpure" um eine/n Mitarbeiter/in der ARD handelt, bezweifle ich natürlich.
Warum wird das alles aber erst jetzt (1,5 Monate später) über die Medien publik gemacht?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 15. Februar 2019, 23:56
Preussische Allgemeine Zeitung, 15.02.2019
https://www.preussische-allgemeine.de/mobil/einzelansicht/artikel/unsere-gurus.html
Zitat
Und was ist nun mit der verhassten Zwangsgebühr? Ganz einfach: Die gibt es laut ARD-Mitarbeiter-„Manual“ gar nicht. So wenig wie es bis vor knapp 30 Jahren einen „Zwangsumtausch“ für Westdeutsche bei Reisen in die DDR gab. Wem das „Z-Wort“ an der Grenze unvorsichtigerweise herausrutschte, dem fuhr der Grenzer barsch über den Mund: „Einen Zwangsumtausch gibt es nicht. Das heißt verbindlicher Mindestumtausch!“
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 16. Februar 2019, 00:12
Preussische Allgemeine Zeitung, 15.02.2019
https://www.preussische-allgemeine.de/mobil/einzelansicht/artikel/unsere-gurus.html
user @marga kann es sich nicht verkneifen:
Das ist so lesenswert - das muss jeder hier im Forum lesen!

Der letzte Satz bringt es auf den Punkt:
Zitat
(...) Das Angebot, Wein trinken und Wasser predigen zu dürfen, ohne auch nur ein Jota seiner „moralischen Überlegenheit“ zu gefährden, ist einfach unschlagbar.
  ;)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 16. Februar 2019, 04:56
Wer leakt denn nun das Manual?

...mglw. eine "gute Gelegenheit", dies

a) innerhalb etwaiger Widerspruchsverfahren direkt bei der jeweiligen Intendanz anzufordern - als "beglaubigte Ausfertigung", da man dies "zur ausführlichen Begründung des Widerspruchs benötigt"

b) innerhalb etwaiger Klageverfahren/ Verfassungsbeschwerdeverfahren als Beweismittel beiziehen zu lassen ;)

c) an alle Landtagsfraktionen heranzutragen und z.B. im Wege von parlamentarischen Anfragen eine Veröffentlichung/ "öffentliche Bekanntgabe" zu veranlassen

und somit quasi "offiziell leaken" zu lassen ;)


Achso, vielleicht bietet ja Frau Wille zu ihrer anstehenden Sonntags-Rede-Lesung eine handsignierte "limited (framing manual) edition" an besonders ungeframete Autokratie (https://de.wikipedia.org/wiki/Autokratie)- Autogramm-Jäger... ;) ;D
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 16. Februar 2019, 07:28
Betrachtet man jedoch die berüchtigte Rn. 80 des BVerfG v. 18.7.2018 etwas umfassender, so wird möglicherweise das sog. "Framing" darin bereits berücksichtigt ...
Zitat
[...] Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt. Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische,  [...]

... indem von einem sog. Filter professioneller Selektionen die Rede ist?

Deine Frage sprengt den Rahmen dieses Fadens. Meine Antwort liegt unter

"Framing" im Bruderurteil (BVerfG-Urteil vom 18.7.2018)?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30184.0.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 16. Februar 2019, 17:25
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/weltn24.png)
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Welt+ (Abo), 15.02.2019

Die ARD hat Angst

Von Don Alphonso

Zitat
Ich muss leider gestehen, dass ich mir das Framing-Manual der ARD – jenes 89-seitige Handbuch, in dem die Sprachforscherin Elisabeth Wehling den Mitarbeitern der Sendergruppe erklärt, wie sie ihren Arbeitgeber, seine Zwangskunden und besonders ihre Feinde behandeln sollen – aus reiner Eitelkeit bestellt habe. Denn natürlich hatte ich die Hoffnung, dass man mich darin namentlich oder gar mit einer Case Study erwähnt. […]

Weiterlesen auf (Abo):
https://www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/plus188872241/Don-Alphonso-ueber-das-Framing-Manual-Die-ARD-hat-Angst.html (https://www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/plus188872241/Don-Alphonso-ueber-das-Framing-Manual-Die-ARD-hat-Angst.html)


Danke an User fox für den Hinweis.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 16. Februar 2019, 21:16
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/rubikon.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/rubikon.png

Rubikon, 16.02.2019

Rosstäuscher im Frack

Um sich gegen Kritik zu immunisieren, plant die ARD eine massive Propagandainitiative.

von Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam

Zitat
Die schiere Selbstachtung hätte die ARD-Oberen davon Abstand nehmen lassen müssen, aber nein: Ihr anscheinend doch nicht ganz sauberes Gewissen wegen des häufig miesen Programmangebots diktierte ihren Beschluss. Ein Strategiepapier fürs Schönreden musste her. Sie gaben es bei einem Beratungsinstitut in Auftrag. Sie, Repräsentanten des Ersten Deutschen Fernsehens, wollten sich sprachlich aufrüsten lassen für ihren Krieg um die politische Deutungshoheit im Lande. Sie bekamen ein ausgefeiltes Manual. Es rät ihnen dazu, den abgrundtief verlogenen Anspruch „Die ARD ist der verlängerte Arm des Bürgers“ in die Köpfe ihres Publikums zu dengeln (1). So lange und so nachdrücklich, dass viele bedauernswerte Leute das tatsächlich immer noch glauben.

Die ARD sieht sich mit wachsender Kritik und zunehmendem Ansehensverlust konfrontiert. An die Substanz geht das zwar noch längst nicht, aber es schmerzt. Das Publikum lässt sich nicht mehr alles bieten und reagiert auf bestimmte Programmangebote und -defizite lauter und gereizter. Beispielsweise lässt sich sein begründeter Vorwurf der illegitimen Meinungsmache, der transatlantisch genormten Nachrichtenmanipulation, der antirussischen Hetze, der Regierungshörigkeit und der auch sprachlich-formal grottenschlechten Berichterstattung nicht einfach wegwischen (2). Doch statt sich über Mittel und Wege zu einer spürbaren Verbesserung der Programmqualität Gedanken zu machen, fanden die ARD-Herrschaften es angeraten, sich für eine sprachlich schönere Außendarstellung ihres Ladens professionelle Anleitung zu kaufen.

Bildlicher Vergleich für die Realsatire: Statt – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – eigenes Gehirnschmalz auszubraten, ließen sich die ARD-Manager das Haupthaar toupieren. Das Eine hätte dem Programm vielleicht gedient. Das Andere soll nur Eindruck schinden.

Die Manager beauftragten das in Berlin ansässige „Berkeley International Framing Institute“, die sprachlichen Benimm-Regeln zusammenstellen. Dessen Leiterin, Elisabeth Wehling, ist promovierte Linguistin (3), ihre Spezialität und besondere Eignung für diesen Auftrag kommen im Titel ihres Hauptwerks klar zum Ausdruck: „Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht“ (4).

Elisabeth Wehling ist eine Expertin, die an der Berkeley-Universität in den USA erforscht hat, wie unser vermeintlich freies Denken manipulierbar ist. Sie hat untersucht, wie sprachliche Mittel genutzt werden können, um in unseren Köpfen eine „Wirklichkeit“ entstehen zu lassen, die zwar mit unserer Realität wenig zu tun hat, dafür aber umso mehr den herrschenden Eliten nützt. Offensichtlich setzt die Ex-Forscherin ihre Erkenntnisse nun in klingende Münze um. Geld stinkt nicht.

Und die ARD-Oberen haben es. Sie kaufen sich eine Fachfrau als Einweiserin in die Kunst, andere zu überreden statt zu überzeugen. Was ist „Framing“? Es handelt sich um eine Methode, die eigenwillige Denkweise zur herrschenden Ansicht zu machen, indem für eine Person, eine Sache oder für ein Ereignis einfach nur andere Begriffe verwendet werden. Unterschiedliche Formulierungen einer Botschaft führen – bei gleichem Inhalt – auch zu unterschiedlichem Verhalten des Empfängers. Eine rationale Entscheidung wird damit ausgehebelt (5). Framing ist das klassische Mittel der Verführung und der politischen Propaganda.

Der Anspruch des „Berkeley International Framing Institute“ in Berlin ist laut Wikipedia,
Zitat
„interdisziplinär neurowissenschaftliches, psychologisches und linguistisches Wissen zu neuen Erkenntnissen zu verknüpfen. Die Kognitionsforscherin Wehling macht sich folglich Gedanken darüber, wie durch das Setzen von sprachlichen Deutungsrahmen eine Debatte in eine bestimmte Richtung gelenkt werden kann. Insbesondere konservative Thinktanks wie die Heritage Foundation investieren Millionenbeträge für die Entwicklung von Frames. Bei Wahlen würden die meisten Menschen aufgrund ihres „moralischen Bauchgefühls“ ihre Entscheidung treffen, was damit zusammenhänge, dass nur 2 Prozent des Denkens bewusst erfolgten“ (ebenda).

Demnach sind 98 Prozent unseres Denkens unbewusst. Aha, ach so: Man könnte Wehlings Geschäft auch als „Verkauf wissenschaftlich abgesicherter Methoden zur unauffälligen Gehirnwäsche“ bezeichnen. Wie die funktioniert, beschreibt George Lakoff in seinem Buch „Auf leisen Sohlen ins Gehirn“ (6). An dem Band hat Dr. Wehling übrigens mitgewirkt. Eindrucksvoll, keine Frage.

Die Reklamebranche macht rege und erfolgreich von Dr. Wehlings Erkenntnissen Gebrauch, die Politik ebenso. Da wollten die ARD-Oberen wohl nicht mehr beiseite stehen – und machten sich damit zum Gespött ihrer Kollegenschar außerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunkbereichs.

Um einer Legendenbildung vorzubeugen: Die Fehlbesetzung in der ARD-aktuell-Chefredaktion, Dr. Kay Gniffke, gab dazu nicht den Anstoß. Das 80-seitige Wehling-Papier liegt schon seit Mitte 2018 vor. Gniffke setzte sich erst im Oktober 2018 beim AfD-Ortsverein Dresden so richtig in die Nesseln, als er sich diesem reichlich gemischten Publikum in einer Podiumsdiskussion mit der Bemerkung anbiederte, auch er bezahle die Rundfunkgebühr nur ungern (7, 8 ). Vermutlich hatte er das Wehling-„Strategiepapier“ vorher immer noch nicht gelesen, obwohl es extra für solche Auftritte als Schablone dienen sollte. Vielleicht hatte er aber auch nur was Unrechtes zur Vesper verspeist.

Für uns ist nicht zu klären, ob die Schnapsidee für den Sprachknigge dem ARD-Programmdirektor Volker Herres kam. Beim NDR in Hamburg war er zwar schon vor Jahren als Bewerber um das Intendantenamt abgeschmiert, weil er ein paar kritischen Zeitgenossen gar zu sehr auf den Zeiger gegangen war. Aber auch auf dem herausgehobenen Posten in München kann er noch eine Menge Schaden anrichten. Und zudem ist er nicht der einzige Omnipotenz-Gockel in der ARD. Wie bei vielen Managern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks führen das opulente Gehalt und die Tatsache, dass man sich um Bestand und Finanzierung der Institution weder Gedanken noch gar Sorgen machen muss, zu ausgesprochen arrogantem Rollenverhalten.

Das Wehling-Elaborat ist zwar seit mehr als einem halben Jahr ausgeliefert und in die Schubladen der Rundfunkbürokraten eingelagert, aber erst jetzt, Mitte Februar 2019, macht die Story darüber die Runde (9). Nicht nur im Internet, auch in den Zeitungen. „Wozu braucht die ARD denn ein Framing-Manual?“ fragt der Branchendienst Meedia (10). Tja. Wie schon der Volksmund sagt: Wer den Dachschaden hat, spottet jeder Beschreibung (oder so ähnlich).

Peinlich, wenn man als Hierarch deshalb auch vor den eigenen Leuten, den Beschäftigten in den Sendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, als Kindskopf mit runtergelassener Hose dasteht. Im Scheinwerferlicht der Betriebsöffentlichkeit! Da musste aber nun ganz schnell ebenfalls ein Framing her, ein verbaler Bauchtanz mit Schleier vor dem da unten, dem Peinlichen. Unter dem Titel
Zitat
„Framing in der ARD: Sensibilisieren für den Umgang mit Sprache“
ist im Intra-Net des NDR nachzulesen (11), was die Sprachkünstler im Generalsekretariat der ARD dazu zu sagen haben:
Zitat
„... Von einer ‚Sprechanweisung für ARD-Führungskräfte‘ ist die Rede. Die Tatsachen sind allerdings deutlich weniger spektakulär. ... Sich nicht mit der Wirkung und Wirkkraft von Sprache zu befassen, wäre für jedes Medienhaus nachlässig. Daher beschäftigen wir uns in der ARD selbstverständlich mit Themen wie Framing und wie es unsere Kommunikation prägt. Das ‚Manual‘, das Dr. Elisabeth Wehling ... verfasst hat, dient als Denkanstoß und Diskussionsgrundlage. Ihre Ausführungen sind Hinweise aus sprachwissenschaftlicher Sicht, die uns dafür sensibilisieren sollen, wie wir über uns selbst sprechen und wie wir mit unseren inhaltlichen Argumenten die Menschen erreichen können.“

Bloß Hinweise. Keine Sprachregelung also, kein „Wording“. Keine „Marktstrategie“. Kein Versuch, den Eignungsnachweis und das Zertifikat für die eleganteste Verarschung des Publikums zu erwerben. Alles ganz harmlos! Aber dringend nötig, wie die Lohnschreiber in ihrer Darstellung andererseits betonen:
Zitat
„... Auch aus der Debatte rund um das „No-Billag“-Referendum (12) in der Schweiz haben wir gelernt, dass eine werteorientierte Kommunikation ebenso wichtig ist wie die reine Faktenvermittlung. Und schließlich wird, unter anderem von den Gremien, immer wieder gefordert, wir sollten in der Selbstdarstellung aktiver werden.“

Das, hoch verehrtes Publikum, müssen wir uns richtig auf der Netzhaut zergehen lassen: Die Schaumschlägerei, genannt „werteorientierte Kommunikation“, ist genauso wichtig wie die Darstellung von Tatsachen – nach Ansicht dieser angespitzten ARD-Bleistifte.
Zitat
„Um besser und aktiver zu erläutern, wer wir sind, wie wir arbeiten und warum es uns braucht, hatte die ARD ... im Jahr 2017 gebeten, Vorschläge aus wissenschaftlicher Sicht zu entwickeln. ...“

O tempora! O mores! Schlimm, dass sogar ARD-Obere erläutern müssen, wozu es sie überhaupt braucht. Aber bitte, machen Sie nur so weiter, werte Herrschaften, immer runner mit de Büx:
Zitat
„Was ist Framing überhaupt? Framing ist das Einbetten von Fakten und Informationen in einen werteorientierten „Rahmen“, der eine Haltung verdeutlicht. ... Frames prägen (oftmals unbemerkt) unser Weltbild. ... Die Beschäftigung mit dem Thema Framing innerhalb der ARD dient vor allem dazu, sich dieser Prozesse bewusst zu werden - im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Sprache. ...Um unsere Leistungen aktiv zu vermitteln und dabei offen eine werteorientierte Haltung zu kommunizieren, wird die Beschäftigung mit Sprache und ihrer Wirkmechanismen weiter fortgesetzt werden.“

Das kann man nur noch als Offenbarungseid und als freche Drohung in einem Atemzug empfinden.

Hier nun der fällige Eintrag ins Stammbuch der ARD-Herrschaften:
Wer qualitativ Hochwertiges anzubieten hat, vertraut auf den Erfolg seines Produktes. Es wirbt selbst für sich und für ihn. Er braucht keine Reklame und keine ausgefeilten psychologischen Verkaufstricks. Er muss nicht über „Werteorientierung“ als Nachweis seiner Existenzberechtigung schwadronieren. Wer Framings braucht, hat's nötig.

Die ARD-Verantwortlichen ziehen aus dem qualitativen Niedergang ihres Angebots, aus der zunehmenden Bereitschaft des Publikums, die Rundfunkgebühren zu verweigern und vor allem aus der Entwicklung von Gegenöffentlichkeit nicht den nahe liegenden Schluss, ihr Programmangebot, besonders ihre Nachrichtensendungen, wieder verstärkt nach den „anerkannten journalistischen Grundsätzen“ zu gestalten, auf die sie übrigens in den Staatsverträgen über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gleich mehrmals verpflichtet sind. Vielmehr wollen sie ihren versumpften Laden sprachgeregelt schönreden und sich damit über ihre Gegner erheben: „Sich niemals auf das Framing der Kritiker einlassen!“ Stattdessen: „Unser Rundfunk ARD“. „Freiheit“, „Beteiligung“, „Zuverlässigkeit“ (13).

Rosstäuscher im Frack. Wie man die Leute richtig leimt, hätten sie sich aber nicht extra von dieser auswärtigen Expertin erklären lassen müssen. Mit Tagesschau-Chefredakteur Dr. Kay Gniffke haben sie doch einen praxiserfahrenen Illusionskünstler in den eigenen Reihen. Framings anwenden lassen ist sein täglich Brot. Er weiß genau, wie die Sache funktioniert.

Hat der Mann nicht grade erst einen Emporkömmling als „selbsternannten Übergangspräsidenten Venezuelas“ ausgeben lassen, eine Type, die genauso treffend als „USA-gesalbter Hochverräter und faschistoider Putschist“ zu benennen wäre – die gleiche Person, nur in höchst unterschiedlicher sprachlicher Verpackung? Dr. Gniffke ist ein Experte, der immer die richtige Wahl trifft bei Alternativen wie „Terrorist – Rebell“, „Straftäter – Menschenrechtsaktivist“ oder „Präsident – Machthaber“. Er weiß, wie man seiner Aufgabe als Staatsfunker gerecht wird. Er hat es drauf, das Framing.
Für ihre Effekthascherei und Marktschreierei haben die Rundfunk-Bonzen aber lieber einen auf „von-der-Leyen“ gemacht und für ein sündhaft teures Gutachten Rundfunkgebühren in mindestens fünfstelliger Höhe verschleudert – derweil das Berufsethos in der ARD den Bach runtergeht.


Quellen und Anmerkungen:
(1) https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wie-die-ard-kommunizieren-soll-kommt-allen-gegnern-bloss-moralisch/23973830.html
(2) Siehe dazu hunderte von Programmbeschwerden, dokumentiert auf den Seiten der „Ständigen Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien,“ Link: https://publikumskonferenz.de/blog/
(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling
(4) Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht. Herbert von Halem Verlag, Köln 2016, ISBN 978-3-86962-208-8.
(5) https://de.wikipedia.org/wiki/Framing-Effekt
(6) https://www.rezensionen.ch/auf-leisen-sohlen-ins-gehirn/3896706950/
(7) https://publikumskonferenz.de/blog/2018/12/06/programmbeschwerde-zur-berichterstattung-zum-thema-inf-vertrag/
(8 ) https://uebermedien.de/32425/afd-dresden-dialog-ard-zdf-was-haben-sie-gelacht/
(9) http://www.turi2.de/aktuell/ard-hat-framing-expertengutachten-beauftragt/
(10) https://meedia.de/2019/02/12/wofuer-braucht-die-ard-denn-ein-framing-manual-generalsekretaerin-susanne-pfab-ueber-den-viel-diskutierten-sprach-leitfaden/
(11) Zugegeben: Nur NDR-Beschäftigte können das nachlesen. Und es dann kopieren und an uns schicken. Sie genießen bei uns gesetzlich gesicherten Informantenschutz.
(12) Gemeint ist der (ablehnende) Schweizer Volksentscheid über die Abschaffung der Rundfunkgebühren
(13) Wortlaut der Zwischentitel in dem Framing-Manual.


Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Quelle:
https://www.rubikon.news/artikel/rosstauscher-im-frack (https://www.rubikon.news/artikel/rosstauscher-im-frack)

Die Autoren:
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest angestellt beim NDR. Er war Gesamtpersonalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeitnehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und -Verwaltungsrat.

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tageszeitungen in Süddeutschland und landete 1975 für zehn Jahre in der Tagesschau-Redaktion in Hamburg. Nach elf weiteren Jahren als Personalrat und Kulturredakteur im NDR übernahm er 1996 einen Lehrauftrag an der Fu Jen Catholic University in Taipeh und danach einen Forschungsauftrag des Wissenschaftsrates der Regierung von Taiwan. Seine Rente verzehrt er jetzt aber im Umland von Lübeck.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 16. Februar 2019, 21:25
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Cicero (Abo), 16.02.2019

Schöner denken verlernen mit der ARD

Um das eigene Image aufzupolieren, hat die ARD bei einer Sprachwissenschaftlerin ein Strategiepapier bestellt. Sie empfiehlt, negativ konnotierte Begriffe wie „Manipulation" durch positiv besetzte wie „Teilhabe" zu ersetzen

Von Alexander Grau

Zitat
Rundfunkgebühren sind eine ärgerliche Sache, zumal wenn sie zwangsweise erhoben werden. Viel netter klingt es da, von einem Rundfunkbeitrag zu sprechen. Wer leistet schließlich nicht gern seinen Beitrag? Andererseits: Auch Beitrag klingt immer noch zu defätistisch und zu wenig positiv. Deutlich besser wäre es daher, von einer „Beteiligung der Bürger am gemeinsamen Rundfunk“ zu sprechen.
[…]

Weiterlesen auf (Abo):
https://www.cicero.de/kultur/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-framing-ard-strategiepapier-elisabeth-wehling/plus (https://www.cicero.de/kultur/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-framing-ard-strategiepapier-elisabeth-wehling/plus)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 16. Februar 2019, 21:46
Einige der aus meiner Sicht wichtigsten Passagen aus oben verlinktem, überaus aufschlussreichen Artikel...
Rosstäuscher im Frack
[...]
Zitat
[...]
Bildlicher Vergleich für die Realsatire: Statt – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – eigenes Gehirnschmalz auszubraten, ließen sich die ARD-Manager das Haupthaar toupieren. Das Eine hätte dem Programm vielleicht gedient. Das Andere soll nur Eindruck schinden.
[...]
Was ist „Framing“? Es handelt sich um eine Methode, die eigenwillige Denkweise zur herrschenden Ansicht zu machen, indem für eine Person, eine Sache oder für ein Ereignis einfach nur andere Begriffe verwendet werden. Unterschiedliche Formulierungen einer Botschaft führen – bei gleichem Inhalt – auch zu unterschiedlichem Verhalten des Empfängers. Eine rationale Entscheidung wird damit ausgehebelt (5). Framing ist das klassische Mittel der Verführung und der politischen Propaganda.
[...]
Die Reklamebranche macht rege und erfolgreich von Dr. Wehlings Erkenntnissen Gebrauch, die Politik ebenso. Da wollten die ARD-Oberen wohl nicht mehr beiseite stehen – und machten sich damit zum Gespött ihrer Kollegenschar außerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunkbereichs.
[...]
Das Wehling-Elaborat ist zwar seit mehr als einem halben Jahr ausgeliefert und in die Schubladen der Rundfunkbürokraten eingelagert, aber erst jetzt, Mitte Februar 2019, macht die Story darüber die Runde (9).
[...]
Bloß Hinweise. Keine Sprachregelung also, kein „Wording“. Keine „Marktstrategie“. Kein Versuch, den Eignungsnachweis und das Zertifikat für die eleganteste Verarschung des Publikums zu erwerben. Alles ganz harmlos! Aber dringend nötig, wie die Lohnschreiber in ihrer Darstellung andererseits betonen:
[...]
Das, hoch verehrtes Publikum, müssen wir uns richtig auf der Netzhaut zergehen lassen: Die Schaumschlägerei, genannt „werteorientierte Kommunikation“, ist genauso wichtig wie die Darstellung von Tatsachen – nach Ansicht dieser angespitzten ARD-Bleistifte.
[...]
Hier nun der fällige Eintrag ins Stammbuch der ARD-Herrschaften:
Wer qualitativ Hochwertiges anzubieten hat, vertraut auf den Erfolg seines Produktes. Es wirbt selbst für sich und für ihn. Er braucht keine Reklame und keine ausgefeilten psychologischen Verkaufstricks. Er muss nicht über „Werteorientierung“ als Nachweis seiner Existenzberechtigung schwadronieren. Wer Framings braucht, hat's nötig.
[...]
Vielmehr wollen sie ihren versumpften Laden sprachgeregelt schönreden und sich damit über ihre Gegner erheben: „Sich niemals auf das Framing der Kritiker einlassen!“ Stattdessen: „Unser Rundfunk ARD“. „Freiheit“, „Beteiligung“, „Zuverlässigkeit“ (13).

Rosstäuscher im Frack.
[...]
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Quelle:
https://www.rubikon.news/artikel/rosstauscher-im-frack (https://www.rubikon.news/artikel/rosstauscher-im-frack)

...insbesondere das Wort "ARD-Manager" hat seinen Reiz - öffnet es doch die Augen für die "Rosstäuscher-Lobby-Frames" auch solch vermeintlich "unbedeutender" Begriffe wie "Intendant", "Justiziar", "Direktor" > allesamt - klar ausgesprochen - aber eigentlich "Manager".

Framing/ Gegenframing bzw. Entlarvung des "öffentlich-rechtlichen Rundfunkbeitrags-Framings" gehören - wie auch schon "pjotre" weiter oben äußerte...
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188789.html#msg188789
...in jeden Schriftverkehr.
Das mag schon immer nahegelegen haben, denn auch der Begriff "Beitragsservice" ist framing/Werbesprech, aber statt dieses nur wie auch von mir bislang bevorzugt, wenigstens in Anführungszeichen zu setzen, sollte eigentlich immer gleich der Gegenbegriff/ eine Gegenerklärung gewählt werden.

Die eigene Person und die persönliche Motivation betreffend, sollte man - wie auch schon weiter oben von "PersonX" angedeutet...
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188760.html#msg188760
Die aktuelle Kritik, welche mit dem Auftauchen dieser Anleitung praktiziert wird, sollte Anlass geben, auch das eigene Vokabular gründlich zu überprüfen.

Dazu gibt es zwei oder auch mehr Möglichkeiten:
- fremdes framing sichten und auch selbst dieses anwenden
- fremdes framing sichten und bei der Kommunikation entsprechend durch Aufzeigen unterbinden
- eigenes framing prüfen sowie anwenden
- eigenes framing mit fremdem framing kombinieren
[...]
...angesichts der hier sich ergebenden Erkenntnisse, ggf. ebenfalls positiver "framen", d.h. mglw. sich nicht nur als "Zahlungs-/Beitragsverweigerer" sehen und so bezeichnen, sondern... und hier braucht es wohl noch eigenen Gehirnschmalz, denn die Frau Prof.-Dr.-Frame wird unsereiner schwerlich beauftragen können oder auch wollen... ;)

(Zwischen-)Fazit jedoch:
Sozusagen den Frame-Spieß umkehren ;)

Jedoch sollte dies erst einmal nur als gedankliche Anregung dienen - und müsste aufgrund der Eigenständigkeit und Komplexität bitte wenn, dann in gut aufbereitetem eigenständigen Thread mit aussagekräftigem Thread-Betreff vertiefend diskutiert werden.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 16. Februar 2019, 22:25
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Tichys Einblick, 16.02.2019

ARD für „gelenkte Demokratie“?


Von Roland Tichy

Zitat
Das in dieser Woche bekanntgewordene "Manual" der ARD für ihre Mitarbeiter liegt TE vollständig vor. Wir dokumentieren und kommentieren die wichtigsten Teile. Nicht nur um Radio und TV geht es - sondern um "gelenkte Demokratie".

Großen Wirbel hat die Veröffentlichung eines ARD-Manuals ausgelöst, mit dem Kritiker der Anstalt mundtot gemacht oder herabgesetzt werden sollen. Seit dem Kommentar am Freitag-Abend melden sich bei TE Mitarbeiter der ARD. Diese sind empört. Sie möchten sich an der Manipulation nicht beteiligen. Dieses Papier sei ein Verstoß gegen die Prinzipien, für die sie als Journalisten angetreten seien. Tatsächlich sind die Aufforderungen grotesk; man könnte es einen Aufruf zur Hetze nennen. Denn wer die ARD kritisiert, ist ein Gegner der Demokratie. Unglaublich? Lesen Sie selbst.

Wer die ARD kritisiert, ist Demokratie-fern

Ziel des Manuals, das wir bereits besprochen haben, ist es, statt Fakten emotionalisierte Argumente („Frames“) zu liefern, um Kritiker herabzusetzen und moralisch zu diskreditieren. Wer also die ARD kritisiert, muss mit Ausgrenzung durch den mächtigen Senderverbund rechnen:

Zitat
Einige Mitglieder unserer Gesellschaft halten sich nicht an unsere generationenverbindende, demokratische Entscheidung zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Sie stellen damit die Verbindlichkeit demokratischer Entscheidungen infrage, sie verhalten sich demokratiefern.“

Wer also die Finanzierung der ARD und andere Vorstellungen zur Zukunft des Rundfunks entwickelt, ist demokratiefern?

[...]

Wer die ARD kritisiert, ist kriminell? Bürger, seid wachsam!

[...] Der schrille, totalitäre Ton des totalen Überwachungsstaates made by ARD lautet:

Jeder Kritiker
Zitat
„kehrt gedanklich die Tatsache unter den Teppich dass vermeintliche Beitragsverweigerer direkt entgegen einer verbindlichen, demokratischen Vereinbarung handeln, die wir [Anm.: sic!] gesetzlich verankert haben, und dann die wir anderen uns halten. Der lapidare Umgang mit Gesetzen, die die Gemeinschaft sich gegeben hat, ist höchst alarmierend.“

Man reibt sich die Augen. Wo leben wir? Kritik an 18 Euro Zwangsgebühren – und schon Staatsfeind? [...]

Wer anderes hört, ist Feind der Demokratie nach Vorbild ARD?
[...]
Die gelenkte Demokratie
[...]
Aber die ARD geht weiter und empfiehlt als Slogan:

Zitat
„Kontrollierte Demokratie statt jeder, wie er will.“

Offensichtlich geht es der ARD darum: Die Abschaffung von Freiheit und Demokratie hin zu einer (von der ARD) gelenkten Demokratie.
[...]

weiterlesen unter
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ard-fuer-gelenkte-demokratie/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Mr. Orange am 16. Februar 2019, 23:05
Nun muss man aber keine Püschologie studiert haben wie Frau Dingsbums (Namen von dem *** selber einsetzen)  :D
Wenn man den Antrag auf "Befreiung" stellen muss, dann war man vorher "Gefangener". Manche Gefangene freuen sich über die hübschen GEZ-Handschellen, wenn man sie ihnen als "notwendiges Übel" verkauft. Die Leute schlurfen auch geistig-umnachtet mit ihren Android-Wanzen herum die liebevoll "Smartphones" genannt werden   :D
Die Nutzer werden "smombies" genannt. Das sind eigentlich Gehirnattrappen mit USB-Anschluss  :D
Wenn mein Betriebssytem frei ist, dann sind andere Gefangene von Microsoft. Ihren Gefängnisaufenthalt haben die Windoof-Nutzer mit dem teuersten bezahlt, was sie haben: Ihren Daten  :D
Dann ist es doch nur recht und billig, dass die Staatsfunker und Propaganda-Windmüller auch bezahlt werden wollen, nes pas ?  :D
Dass ich das noch erleben darf: Als Befreiter werde ich gerne gesellschaftlich geächtet  8)


***Edit "Bürger":
Wortwahl entfernt - gem. Forum-Regeln (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,5770.0.html) ist auf gesittete Wortwahl zu achten!
Danke für das Verständnis und zukünftige konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: beat am 17. Februar 2019, 00:47
Zitat aus dem Framing Manual für Führungskräfte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks:
Zitat
„Kontrollierte Demokratie statt jeder, wie er will.“

Da war man vor 250 Jahren schon mal weiter, im 18 Jahrhundert unter Friedrich II, der seine Staatsführung unter das Motto stellte:

Zitat König Friedrich II von Preußen:
Zitat
„Jeder soll nach seiner Façon selig werden“

... immer wenn man denkt, schlimmer gehts nicht, kommt es ärger und die Tätergruppe um Lutz Marmor und Karola Wille setzt noch eins drauf. Dieses Mal mit ihrem Manual zum Neusprech beim Gefängnisfunk des 21. Jahrhunderts.

Neusprech heißt jetzt Framing.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Mr. Orange am 17. Februar 2019, 08:44
Frau Dr. EB hat mit Berkeley so ganz und gar nichts zu tun, eher mit Betrug+Hochstapelei

aus Wikipedia-Diskussion zu "Elisabeth Wehling"
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Elisabeth_Wehling

Zitat
Es heisst, " Sie lehrt und forscht in Kalifornien am International Computer Science Institute der Universität Berkeley" aber auf der Seite des ICSI heisst es "Elisabeth Wehling is a postdoctoral fellow in the AI Group" (http://www.icsi.berkeley.edu/icsi/byte/2015/05), aber dies duerfte wohl nicht mehr aktuell zu sein, denn unter http://www.icsi.berkeley.edu/icsi/groups/ai/members ist EW nicht zu finden.

Wo forscht und lehrt Dr Wehling nun denn? 2003:5B:4745:8459:F464:DD2C:3F49:8577 Gregor S. (nicht signierter Beitrag von 2003:5B:4745:8459:F464:DD2C:3F49:8577 (Diskussion | Beiträge) 11:17, 17. Mai 2017 (CEST))

Offensichtlich ist sie jetzt hier: https://www.framinginstitute.org/new-page-4/

wird noch besser:

Zitat
Hat jemand Informationen zu dieser Institution? Da sich weder Impressum noch institutionelle Kontakte der Seite finden, scheint es sich eher um eine Art zweite persönliche Homepage von Elisabeth Wehling zu handeln. Wenn das so ist, wird es nicht ihr Arbeitgeber sein. --ChickSR (Diskussion) 23:06, 9. Dez. 2018 (CET)

        Nur ein Treffer in Genios: Ein berufliches Standbein in Deutschland hat sie aber auch: mit ihrem gerade gegründeten Berkeley International Framing Institute, das in Berlin und Wien ansässig und deren Direktorin sie ist. In: Bergedorfer Zeitung, 18.11.2016, Nr. 271, S. 12.
        Kompetentester Treffer in Google: Wehling ist Direktorin des Berkeley International Framing Institute in Berlin. – Ist wohl eher eine kleinere Adresse. Möglicherweise ihre eigene Firma. – Mit anderen Wortren: Treffer. Versenkt. ;) --Aschmidt (Diskussion) 23:32, 9. Dez. 2018 (CET)44

    Wehling läßt sich als Berkley-Professorin titulieren, ohne eine zu sein: "Er hat das "Framing" definiert, wie es die Berkley-Professorin Elisabeth Wehling es in ihrem Bestseller "Politisches Framing" beschreibt." http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/jeff-bezos-amazon-chef-wegen-nacktfotos-im-pr-krieg-mit-donald-trump-a-1253068.html

Zitat
Wie kann man dann im WP-Artikel hingehen und mit der angegebenen Quelle die Behauptung "Heute leitet sie das „Berkeley International Framing Institute“ in Berlin." aufstellen. Ich sage es noch einmal deutlich. Im als Beleg angeführten Menüpunkt About My Work wird dieses ominöse "Institut" mit keinem Wort erwähnt.

Bei mir schleicht sich das ungute Gefühl ein, dass es sich bei dem „Berkeley International Framing Institute“ um ein Ein-Frau-Unternehmen handelt. Natürlich kann man auch als Einzelperson ein Institut gründen und ist als einziger Mitarbeiter automatisch Institutsleiter. Doch irgendwie drängt sich hier der Verdacht des Etikettenschwindels auf. Auch wenn der Begriff Institut nicht gesetzlich geschützt ist, sind mit dem Begriff im Allgemeinen jedoch Vorstellungen verbunden, die in diesem Fall nicht zutreffen würden. Jedenfalls nicht nach der derzeitigen Belegangabe.

Ich denke, es ist deshalb angebracht, die nicht belegten Behauptungen aus dem Artikel zu entfernen, wenn es niemanden gelingen sollte, in nächster Zeit brauchbare Belege beizubringen.--91.61.111.218 10:56, 16. Feb. 2019 (CET)

Wehling erinnert sehr an den Fall Sabine Schiffer und ihr Ein-Frau-Institut...

Als seriöse Wissenschaftlerin kann sie wohl nicht gelten, wenn sie sich ganz offen dazu bekennt, Nazitechniken zum eigenen Broterwerb wieder salonfähig zu machen und mit neu-denglischen Worten zu umhüllen. Mit der Ideologie dahinter hat sie dann wohl auch keine Berührungsängste *** .

Da ist wohl demnächst eine Distanzierung der ARD fällig, von der Frau Dr. Hochstapler  :)


***Edit "Bürger":
Wortwahl entfernt - gem. Forum-Regeln (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,5770.0.html) ist auf gesittete Wortwahl zu achten!
Danke für das Verständnis und zukünftige konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 17. Februar 2019, 09:48
Hurra! Wir schaffen mit Autoren-Roboter 1000 virtuelle Intendanten! Dankeschön für die Redenvorlage!

Die vollständige Fassung ist ja wohl bald verfügbar.
Vorreiter ist die WELT: - Heute: "Die ARD hat Angst."
https://www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/plus188872241/Don-Alphonso-ueber-das-Framing-Manual-Die-ARD-hat-Angst.html

Wohl Volltext - wohl Teil 1 davon. - Hinter Bezahlschranke. Da muss ein WELT-Fan - dem die Rundfunkabgabe das Budget dafür beließ - mal nachschauen, wie das Urheberrecht ist:
Laut "Manual" ist die Rundfunkabgabe das ARD-Kapital - will heißen, wir alle sind die Shareholder von ARD, ZDF. Ein Eigentümer darf ja wohl über mit seinem Geld geschaffene Texte verfügen. Vermutlich aber stellt sich die Frage gar nicht - wohl "Kopie erlaubt". Zitate sowieso - und bei Parodie und Satire gilt sowieso ein erweitertes Zitate-Recht.

Zutreffend tituliert: ARD usw. "haben Angst". 2019 = Beerdigungsjahr?

Jehova weiß es natürlich zuverlässig, aber @pjotre vermutet:  "Das Ende ist nah." Das bisherige System wird 2019 wohl nicht unbeschadet überleben. Die Kanonen aus allen Richtungen an allen Fronten... entweder Reformwille... oder Umwälzung. Reformwille ist bisher ein Nullum. Also?
Die Proliferation von Edelsein-Beteuerungen ist nichts anderes als: Denen steht das Wasser bis zum Hals: "Wie kommen wir da raus?"

Und jetzt kommt unsere Chance: 1000 virtuelle stilgerechte Intendanten-Reden schafft ein Software-Bot in weniger als 10 Sekunden.
(1) Nötig ist, dass jemand aus dem MANUAL alle Heilsbotschaften herauspickt - für jeden Satz eine Zeile.
(2) Sodann kann Software in Zufallsmanier daraus binnen 10 Sekunden 1000 virtuelle Mandanten-Geschwafel-Redentexte bilden.

"Intendantin Dr. Edeltraut Edelwill vom HRB Heilsbringer-Rundfunk Berlin"

... auch die Namen kann der Bot aus Textbausteinen 1000-fach kombinieren. ... Intendant Professor Dr. Hartmut Bildungsbuhr.... usw.usw..

Sodann verschicken humvorvolle Bürger dies an die rund 50 kostenlosen Presseservice-online-Plattformen in Deutschland.
Natürlich immer als Satire / Parodie deklariert. Kann man auch durch automatisches Sprechprogramm für Youtube produzieren.
Ferner an die rund 200 überregional berichtenden Redaktionen in Deutschland.

Nie war es leichter und wirkungsvoller, die Edelsein-Heuchelei der werdenden Multi-Millionäre bei ARD, ZDF,... zur Makulatur zu machen.
So richtig begonnen hatte das ja nach hier bestehender Erinnerung erst, als Frau Dr. jur. Wille, MDR, den ARD-Vorsitz hatte. DDR-Erfahrung ist für derartiges kein taktischer Fehler.
Das Wort "solidarisch" kam da noch öfter vor als in DDR-Reden der Volks-Führer von einst? Habe ich nicht gezählt, möchte mich für diese Aussage also nicht verbürgen. Bei "solidarisch" haben Ost und West nun einmal immer noch eine unterschiedliche Sprachgewohnheit - aber in beiden Seiten hält der gesunde Bürgerverstand von dieser Vokabel nur: "Gefahrenstufe Maximal".

Nun zur Umsetzung: Wer hat Zeit für die Arbeit, aus dem Manual die Süßholz-Paspel-Raspel-Raspel -Zitate zu extrahieren und Satz für Satz in einer einfachen Textdabei zu sammeln?
1 Zeile pro Satz, mehr ist nicht nötig. Zusammenhängende Aussagen aus mehreren Sätzen - dann kommt die Gesamtaussage auf 1 Zeile.
Software managet den Rest:
- Transformiert dies in eine Datenbank.
- Kombiniert Zeilen in Zufallsmanier.
- Macht kleine Text-Abschnitte daraus, kann diese auch in manchen der 1000 Texte nummerieren: "Man kann ja auch Wissenschaft!". 
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pinguin am 17. Februar 2019, 10:10
Da war man vor 250 Jahren schon mal weiter, im 18 Jahrhundert unter Friedrich II, der seine Staatsführung unter das Motto stellte:

Zitat König Friedrich II von Preußen:
Zitat
„Jeder soll nach seiner Façon selig werden“
Wobei das damals für den Bürger galt und nicht für die Mitarbeiter des Staates während ihrer beruflichen Tätigkeit.

Positive wirtschaftliche Entwicklungen sind mit Größenwahn und Knechtschaft nicht vereinbar; das zumeist friedliche Preussen war nicht ohne Grund vergleichsweise wirtschaftlich gut aufgestellt. 

@pjotre
Zitat
Hinter Bezahlschranke. Da muss ein WELT-Fan - dem die Rundfunkabgabe das Budget dafür beließ - mal nachschauen, wie das Urheberrecht ist
Die Bezahlschranke darf nicht umgangen werden. Aus dem Artikel wäre deshalb hier nichts als Zitat einzufügen; es sei, daß der Verlag es ausdrücklich genehmigt?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 17. Februar 2019, 10:22
Frau Dr. EB hat mit Berkeley so ganz und gar nichts zu tun, eher mit Betrug+Hochstapelei

aus Wikipedia-Diskussion zu "Elisabeth Wehling"
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Elisabeth_Wehling

Zitat
Offensichtlich ist sie jetzt hier: https://www.framinginstitute.org/new-page-4/

Vergleicht man die waybackmachine Version dieser Seite mit der vom Juni 2017,
https://web.archive.org/web/20170625141701/https://www.framinginstitute.org/new-page-4/
so sieht man. dass Frau Wehling die Verlinkung auf ihre "Personal Homepage"
elisabethwehling.com
gelöscht hat. Dort sind über waybackmachine ihre Aktivitäten seit November 2015 gespeichert.
https://web.archive.org/web/20151119094122/http://www.elisabethwehling.com/

Frau Wehling hat meines Erachtens nach einen rein politikbezogenen Ansatz. Also Macht. Deswegen auch die "wissenschaftliche" Beschäftigung mit der Nazipropaganda. Das gibt ihrer Arbeit einen neutralen Touch. Als Beraterin des deutschen öffentlich rechtlichen Rundfunks/ von Journalisten, die Berichten sollen "was ist",  ist sie da natürlich völlig fehl am Platz.

Das wohl lukrative Geschäftsmodell der Frau Wehling stellt sich für mich so dar: Sie bedient "Machthaber", die dabei sind, ihre Macht zu verlieren. Da sie aber noch an der Macht sind, haben sie noch Verfügungsgewalt über Geld. Dieses pumpen sie ihr nun in den Hals, um Handlungsanweisungen zur Lösung der Misere zu erhalten. Ihre Erscheinung (als berechnender kalter Fisch, bzw. gefühlsausdrucksmäßig hochwertiger Android (siehe Mimik und Gestik in ihren Videos) lässt die in sehr künstlichen Welten lebenden Auftraggeber glauben, sie böte konkrete Ansätze zur Behebung des Schadens. Sie profitiert von der Angst Mächtiger, die sich hilflos gegenüber gesellschaftlichen Umbrüchen sehen.

Frau Wehling ist laut ihrer eigenen Bio nicht zwischen der Maus und dem Sandmännchen aufgewachsen, sondern ganz altbacken (und im Kontext der Seite etwas sachfremd):

Zitat
Born 1981 in Hamburg, Germany, where I grew up with my parents, grandmother and two siblings as the middle child.
Ach?! Eltern?! Kein Findelkind? Und Großfamilie! Großväter statistikgetreu bereits beide verstorben. Glaubwürdig! (Mein Frame!)

Sie scheint also zumindest in den ersten Lebensjahren ein menschenähnliches und -würdiges Leben geführt zu haben, im Gegensatz zu dem, was uns die Intendanten über sich selbst auftischen sollen. (Wenn es bei ihr nicht auch nur Framing ist, das von einer androiden Herkunft ablenken soll... heutzutage weiss man ja nie...  und wie sie so auf den Fotos aussieht...)
https://medientage.de/wp-content/uploads/sites/9/2018/09/Wehling_Elisabeth_klein_600x400.jpg
Zumindest beweist sie auf ihrer eigenen Homepage, dass ihr Repertoire an Verschaukelungen doch etwas sehr plump durchschaubar ist.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Adeline am 17. Februar 2019, 10:34
Meine Sichtweise:
Wofür verwenden wir unsere Lebenszeit und Lebensenergie?
Bringen uns erneute Zeichen von Unverschämtheit noch immer aus der Fassung ?

Unverschämtheit – Bei all den kümmerlichen „Ausreden“, die auf Argumente gebracht werden, taucht doch wohl immer wieder die Frage auf: „Schämen die sich nicht, so etwas Dummes zu sagen? Das sind doch gebildete Menschen! Ist deren Not schon so groß, dass sie sich nur noch dumm stellen und die anderen für dumm verkaufen können?“ Ist die Kreativität vor lauter Geld- und Machtbestreben so sehr auf der Strecke geblieben, dass aus Angst vor den Veränderungen des Lebens der Status quo um jeden Preis erhalten werden soll, so dass  ein Eigentor nach dem anderen geschossen wird? Eine Form von Eigensabotage.

Wie gehen „die Anderen“ damit um? Regen sie sich tüchtig darüber auf oder machen sie ein Reframing? Reframing heißt Sichtweise ändern und ist aus unterschiedlichsten Therapie- und Selbsthilfemethoden bekannt.

Sichtweise ändern (Reframing) ist eine bewusste heilsame Entscheidung des Einzelnen, um sich seine Handlungsfreiheit zu bewahren.

Dem anderen etwas einreden (hier Framing) heißt, ihm die Sicht zu vernebeln, um seine Handlungsfreiheit zu verhindern, ihn zum Funktionieren abzurichten.


Also um nicht in der Empörung stecken zu bleiben, ist ein Reframing hilfreich. Erkennen, wie wir so geworden sind, wie wir sind,  was uns vorgelebt und was uns eingeredet wurde. Wie uns als Kleinkinder etwas eingeredet wurde, so wird weiterhin versucht, uns auch als Erwachsenen etwas einzureden. Dazu gibt es  jetzt sogar eine Anleitung, ein viel zitiertes Papier.

@ pjotre lässt sich nichts einreden. Er hat seine eigene Sichtweise. Er deutet um. Sein Reframing:

„Vielen Dank für die überlegene Intelligenz bei ARD, München.
Wir warteten sehnsüchtig, dass unser ständiger Vorwurf von ARD als Manipulatinstrument beweisbar ist. Danke! So gut hätten wir das mit unserer schwachen Intelligenz nie hinbekommen. Endlich haben wir das Nötige beweiskräftig für unsere Gerichtsverfahren.“


Aber: „Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande.“ Das gilt scheinbar auch für dieses Forum. Nur wer die Zustände im eigenen Land und aus eigener Betroffenheit wirklich wahrnimmt, kann auch zu Lösungen kommen. Wenn er das aus eigenem Engagement, ohne gut honorierten Fremdauftrag in einen handhabbaren Rahmen bringt, verstößt er gegen irgendwelche Forumsregeln, die Werbung für das eigene Werk verbieten. So wird das Werk der Sache vorenthalten, weil der Prophet aus den eigenen Reihen kommt. Auch eine Form von Eigensabotage.

Alle Aufmerksamkeit gilt den Arbeiten, die,  aus den verabscheuten Zwangsabgaben finanziert, Lösungen verhindern sollen. Die werden breit diskutiert und zur allgemeinen Empörung und Entmutigung eifrig beworben.

Worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke, das verstärke ich. (Auch aus vielen Therapie- und Selbsthilfemethoden bekannt.)

"Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD" „Die ARD ist die Gesellschaft: Wir sind Ihr.“ (Internes Handbuch)
Oder: Wir sind Menschen, die sich die Freiheit des Selbstdenkens bewahrt haben, die die Herausforderungen des Lebens annehmen und daran wachsen, denen es um ein Miteinander für unsere Welt geht. (Stimmungsbarometer: Rundfunkzwangsabgabe)

Wenn die derzeitige Führung es vorzieht, ihr eigenes Grab weiter zu schaufeln, ist es deren Entscheidung. Wer zur Kursänderung nicht bereit ist, muss eben weiter in Richtung Sackgasse rennen. Aber müssen die anderen sich mit in die Sackgasse führen lassen?

Wo sind die Selbstdenker, die die Führung zum gemeinsamen Weiterflug  übernehmen? (Flug der Wildgänse)
Was ich an diesem Forum schätze:
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28752.msg180694.html#msg180694

Liebe zum Leben und Kreativität vs. Macht und Geld?

Wie jämmerlich, wenn die eigene Kreativität nicht einmal mehr dazu reicht, selbst manipulierende Worte zu finden, wenn selbst das in Auftrag gegeben wird und von denen bezahlt werden soll, die manipuliert werden sollen?
Oder anders gesehen, also andere Sichtweise: Hinter dem Auftrag steckt ja wohl die Erkenntnis, dass die bisherigen manipulierenden Worte wie „Beitragsservice“, „Solidarmodell“, „für alle – von allen“ und Ähnliches nicht zum erwünschten Erfolg geführt haben. Deshalb mehr desselben? Jetzt von einer vermeintlichen Expertin? Hat mehr desselben schon mal zur Lösung geführt?

Wer zu neuen Ufern aufbrechen will, muss die alten verlassen. Das gilt für alte und neue Führer.

TELEPOLIS
02. April 2018 Paul Schreyer
"Westliche Demokratie" ist hohl: Reichtum regiert

Zitat
[...] Wenn in einer Gesellschaft die meiste Energie darauf verwandt wird, Geld und Besitztümer anzuhäufen, dann sollte es niemanden überraschen, dass die reichsten Menschen an der Spitze stehen. Was wir als führendes Prinzip akzeptieren, das beschert uns auch entsprechende Führer. [...]
weiterlesen:
https://www.heise.de/tp/features/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html
Quelle: Offener Brief zum Zustand der Verwaltungsgerichtsbarkeit an den Justizminister
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24187.msg169577.html#msg169577


Auf altem Mist kann Neues wachsen. Der Frühling naht.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 17. Februar 2019, 12:42
Über Fragdenstaat wird das Handbuch der Manipulation angefordert.
Siehe https://fragdenstaat.de/anfrage/dokument-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard/

Ich finde sehr gut, dass man den Sendern jetzt definitiv bewusste Manipulation vorwerfen kann. Wer bislang noch geglaubt hat, es ginge um gelegentliche Fehler und der Vorwurf von Manipulation wäre weit überzogen, sollte spätestens jetzt merken, wie der Hase läuft.

Auch hier wurde eine Auskunft angefordert von der Saarländischen Staatskanzlei über fragdenstaat.de nach § 24 Abs. 3 Saarländisches Mediengesetz SMG
Zitat
(3) Programm-Mitarbeiterinnen und Programm-Mitarbeiter sind die angestellten Redakteurinnen und  Redakteure  und  Reporterinnen  und  Reporter  im  Sinne  der  Vergütungsordnung  des  SR  in  der  jeweils  geltenden  Fassung  sowie  ständige  freie  Mitarbeiterinnen  und  Mitarbeiter,  die  durch  ihre Tätigkeit auf Inhalt und Aussage von Sendungen oder Angebote Einfluss haben und die Voraussetzungen  des  §  12  a  Tarifvertragsgesetz  sowie  der  diese  Bestimmung  ausfüllenden  tarif-vertraglichen Regelungen erfüllen.
Quelle: SMG https://www.lmsaar.de/wp-content/uploads/2016/03/I_2_SMG.pdf (https://www.lmsaar.de/wp-content/uploads/2016/03/I_2_SMG.pdf)

https://fragdenstaat.de/anfrage/framinganweisungen-im-dokument-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard-57413/ (https://fragdenstaat.de/anfrage/framinganweisungen-im-dokument-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard-57413/)
 >:D
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: DumbTV am 17. Februar 2019, 12:51
Da ist es doch passend das die öR, hier ARD-alpha, gleich die zugehörige "Aufklärungssendung" bereitstellen:

br.de, Sendung vom 28.10.2018

RESPEKT
Framing - wie Worte die Wirklichkeit verändern


Zitat
[...] Framing nennt man das, wenn bestimmte Worte immer wieder mit bestimmten Themen in Zusammenhang gebracht werden. So entstehen Deutungsrahmen, die uns helfen den komplexen Alltag zu meistern. Ein ganz normaler Vorgang, der allerdings missbraucht werden kann und zur Zeit auch politisch missbraucht wird. [...]

weiterlesen:
https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/sendung-2155562.htmlAchtung! Der Link führt zu Inhalten von ARD-ZDF-GEZ!

Ist das (schon) Schizophrenie?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 17. Februar 2019, 13:53
Achtung: Framing bedeutet auch immer, dass das zu framende Objekt vorab erstmal eine Auswahlmöglichkeit hat. Das verlangt das menschliche Hirn nämlich auch!

Einem Gewaterboardeten wird man nicht einreden können, er könne ja, trotz Kopf unter Wasser, weiteratmen. Oder das Waterboarding sei im "politischen Kontext" gut für alle, also indirekt auch für ihn.
Genausowenig wird man einem Bürger einreden können, die Zahlung des Rundfunkbeitrags sei "in demokratischem Kontext" freiwillig, wenn die Beitragspflicht voraussetzungslos an sein Grundbedürfnis 'zu wohnen' geknüpft ist.

...wenn er denn nicht bereits so sediert worden ist, dass er sich gegen das mediale Waterboarding nicht mehr auflehnen kann. Aber der Zustand sollte hier ja nicht zählen.

Die "Machthaber" des deutschen öffentlichen Rundfunks möchten mit Gewalt gegen buchstäblich biologisch vorgegebene Grundlagen angehen. Ohne stetige Aufrechterhaltung der Gewalt (und das kostet Geld!)  - @René hat es als "Vergewaltigung" bezeichnet - kann das System nicht überleben.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Uwe am 17. Februar 2019, 14:07
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tichyseinblick.jpg)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tichyseinblick.jpg

Tichys Einblick, 17.02.2019

ARD: Läuft das Gehirnwäscheprogramm schon?


Von Roland Tichy

Zitat
TE hat mehrfach über ein Strategiepapier der ARD berichtet. Darin wird beschrieben, wie Fakten verdreht, Gegner als Demokratiefeinde diskreditiert und Konkurrenten abgewertet werden sollen. Wieviel davon wird schon in die Tat umgesetzt?

[...] Von Beitragslast zur Beitragslust?
Erkennbar wird diese Lust an der Last bei der nächsten Lastschrift ausfallen – es sei denn, die ARD erhält endlich auch Zugriff auf die Banken und darf für ihre Zwecke Lastschrift durch Lustschrift ersetzen. Dieser Spott ist nicht weit hergeholt: „Rundfunkgebühren“ seien „nichts anderes sind als das Beitragen zum gemeinsamen Rundfunkbudget oder auch Rundfunkkapital“. Aber glauben die Bürger das? [...]

[...] Möglicherweise allerdings könnte es sein, dass die Filterbubble der ARD platzt. Das ist im Kleinen schon geschehen. Die Autorin des Papiers, auffällig von der ARD hochgejubelt in den vergangenen Jahren, ist zwar keine Journalistin, aber immerhin Juror im „Reporterpreis“, der von der Zigarettenfirma Reemtsma wesentlich finanziert wird.

Es ist der Preis, in dem der Medienerfinder und Meisterdichter Relotius so auffällig häufig ausgezeichnet wurde. [...]

weiterlesen auf:
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ard-laeuft-das-gehirnwaescheprogramm-schon/ (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ard-laeuft-das-gehirnwaescheprogramm-schon/)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Roggi am 17. Februar 2019, 14:21
Aha, Relotius wurde von einer Manipulationsakrobatin für seine manipulierten (erfundenen) Berichte geehrt. Da schließt sich der Kreis.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 17. Februar 2019, 14:23
@Adeline

Diese Unterscheidung ist sehr wichtig:

Sichtweise ändern (Reframing) ist eine bewusste heilsame Entscheidung des Einzelnen, um sich seine Handlungsfreiheit zu bewahren.

Dem anderen etwas einreden (hier Framing) heißt, ihm die Sicht zu vernebeln, um seine Handlungsfreiheit zu verhindern , ihn zum Funktionieren abzurichten.


"Politisches Framing" (Wehling) ist inkompatibel mit verantwortlichem, journalistischem Handeln.

Das Urteil des BVerfG entfaltet seine Wirkung ganz besonders durch Randnummer 80. Die Symbolik: Die Null entfällt, die Acht legt sich auf die Seite und bedeutet Unendlichkeit.


Gelöbnis des Journalisten

Bis in alle Unendlichkeit gelobe ich, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Mr. Orange am 17. Februar 2019, 16:35
Aha, Relotius wurde von einer Manipulationsakrobatin für seine manipulierten (erfundenen) Berichte geehrt. Da schließt sich der Kreis.

Sie hätte ihr Buch lieber "Zirkelschlüsse" nennen sollen oder "Die Irrungen und Wirrungen der Frau Dr. EW)  :D

Zirkelschluss Nr. 1
Zitat
Kein Wort kann außerhalb von Frames gedacht, ausgesprochen und verarbeitet werden. Wann immer Sie ein Wort hören, wird in Ihrem Kopf ein Frame aktiviert

Wem man vom eigenen Hohlschädel aus argumentiert und andere für genauso blöd hält, wie man selber ist

Zirkelschluss 2:
Zitat
Und dann beim 3, 4, 5 Mal ergeben sich Einschleif-Prozesse im Gehirn und ein Wiedererkennungseffekt, egal ob die Sache wahrhaft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgendwann, ist mir viel zu anstrengend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit

Wenn man bei der ARD Leute findet, die so blöd sind, dass sie von den Schweinen im Galopp gebissen werden, dann muss der Rest der Bevölkerung im Durchschnitt genauso blöd sein
https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling (https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling)

unfreiwillig komisch, die Plüschologin Frau W  :D
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 17. Februar 2019, 16:56
Hallo zusammen,

Netzpolitik hat eine Kopie veröffentlicht
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf


Netzpolitik.org, 17.02.2019
Öffentlichkeit
Wir veröffentlichen das Framing-Gutachten der ARD
Die ARD hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die eigene Kommunikation zu verbessern. Das Gutachten wurde bisher nicht veröffentlicht, ist aber bereits Teil einer öffentlichen Debatte. Wir veröffentlichen das Gutachten, damit sich alle Beitragszahlende aus der Originalquelle informieren können und an der Debatte informierter teilhaben können.
von Markus Beckedahl, Leonhard Dobusch
https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-framing-gutachten-der-ard/

viel Spaß beim lesen!
mit freundlichem Gruß,
ticuta
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 17. Februar 2019, 17:26
Netzpolitik hat also das Gutachten veröffentlicht, um damit die ARD vor den "rechten" Gegnern zu schützen??

Na, wenn das mal nicht gekonntes Framing ist!!

Übrigens ist nicht "alles" "Framing", liebe Netzpolitik.org Autoren. Es gibt eben auch Propaganda, Manipulation und politische Meinungsbeeinflussung sowie die glatte Lüge. Die Grenzen sind fließend. Aber es so abzutun, als wäre es eben sprachlich geschicktes Auftreten und ein bissschen so wie Werbung, verklärt die Sache zu sehr.

Es geht hier immerhin um das Medienmonopol der parteigelenkten Rundfunkanstalten. Da muss man Diskussion aushalten, führen und am Ende auch zu Kompromissen bereit sein. Demokratie ist nicht die Macht der Minderheit über die Mehrheit.

Wenn sich die LRAs in ihrer Verzweiflung schon linguistischen Rat holen, wie man die Stimmung zu ihren Gunsten drehen kann, spricht das Bände. Einmal ist es ein klares Eingeständnis, dass man zwar das Geld gewonnen, aber die Glaubwürdigkeit verloren hat. Zum anderen zeigt es ganz deutlich, welche Mittel ARD und ZDF heute wieder gewillt sind anzuwenden, um ihre Ziele durchzusetzen: diejenigen des Dritten Reichs.

Die Landesrundfunkanstalten wurden gegründet, um der Propaganda eine Kraft entgegenzusetzen. Es war ein hehres Ziel. Das Experiment ist gescheitert.

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 17. Februar 2019, 17:46
Ich habe, bzw. fragdenstaat hat das Gutachten auch veröffentlicht, um uns vor rechten Gegnern zu schützen.

Was netzpolitik.org da als Begründung lefert, ist ja ziemlich fragwürdig: Sie veröffentlichen das Manual, damit die öffentlich rechtlichen nicht als intransparenter Verein dasteht, was den "Rechten" Futter bieten würde. Mit der Veröffentlichung nehmen sie den ÖRR aber nun auch gleichzeitig die Möglichkeit, es freiwillig selber zu veröffentlichen und bieten somit den "Rechten" erst recht unwiderruflich Futter.  ::) In die Zwickmühle geraten?

https://fragdenstaat.de/anfrage/framinganweisungen-im-dokument-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard/157466/anhang/framing_gutachten_ard.pdf

Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 17. Februar 2019, 18:00
Die Anfrage hat sich erledigt?! Jetzt muss man nur noch fragen, wie viel es gekostet hat.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 17. Februar 2019, 18:13
Die Anfrage hat sich erledigt?! Jetzt muss man nur noch fragen, wie viel es gekostet hat.

... und wie das Ausschreibungsverfahren ablief.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 17. Februar 2019, 18:15
Da kommt man ja aus dem Staunen nicht heraus.

Zitat
Gemeinsamer Rundfunk statt Informationsanarchie.

Was meinen die denn damit? Die ARD hat die Weisheit mit Löffeln gefressen, und wenn ich dort nicht mitgucke bin ich Anarchist, der sein Informationsfreiheitsrecht wohl nicht recht verstanden hat?

Zitat
Wir sind Ihr.
Zitat
Gemeinsam. Fernsehen.

Davon träumt ihr!

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 17. Februar 2019, 18:18
Wenn die ÖRR gut sind, verklagen sie das Institut auf Schadensersatz für dieses mumbo-jumbo Manual "Framing for Dummies". Dann haben sie (bzw. [framed]wir[/framed]) das Geld wieder raus.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 17. Februar 2019, 18:31
Zitat
Gemeinsamer Rundfunk statt Informationsanarchie.

In der biologischen Psychologie wäre das so, als wenn man von "Reizanarchie" anstelle von "Reizüberflutung" sprechen würde.  :D

"Gemeinsamer Rundfunk statt Informationsüberfluss" hört sich für mich stimmiger und realitätsbezogener an - da sticht aber leider etwas zu deutlich die Informationsselektion heraus.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: r66 am 17. Februar 2019, 18:37
Ich habe ein bisschen reingelesen - die haben einen an der Klatsche.

Übrigens: im ganzen Dokument kommt "ZDF" nur dreimal vor, und jedesmal eher in einem negativen Kontext ("die ARD ist besser"), sprich, selbst die Kollegen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden versucht, in einen negativen "Frame" zu setzen. Da sollten sie mal in Mainz Panik schieben.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: beat am 17. Februar 2019, 18:41
Parole des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland 2019
Zitat
Wir sind Ihr.

Parole des Ministeriums für Wahrheit in Orwells Roman 1984
Zitat
Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 17. Februar 2019, 18:56
In der biologischen Psychologie wäre das so, als wenn man von "Reizanarchie" anstelle von "Reizüberflutung" sprechen würde.  :D

"Gemeinsamer Rundfunk statt Informationsüberfluss" hört sich für mich stimmiger und realitätsbezogener an - da sticht aber leider etwas zu deutlich die Informationsselektion heraus.

Das wirkt so, als stelle der Informationsüberfluß eine Gefahr dar und herabgeblickt wird auf medieninkompetente Menschen aus Prinzip und Gewohnheit.

These: Wer die Schule verlassen hat, ist mit Medienkompetenz ausgestattet und braucht keinen Nanny-Funk. Alternativ bucht man sich ein Medienkompetenztraining beim "Felix-von-Leitner- Echtzeit -Institut für Medienkompetenz (1. bis 8. Grad)"
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: r66 am 17. Februar 2019, 18:57
Wenn man über die Person "Elisabeth Wehling" recherchiert, das klingt alles ein bisschen dürftig bis dubios. Irgendwelche Hintergründe zum "Berkeley International Framing Institut" lassen sich nicht finden, außer dass es vielleicht die Briefkastenfirma von Frau Wehling ist.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 17. Februar 2019, 19:15
Wenn die ÖRR gut sind, verklagen sie das Institut auf Schadensersatz für dieses mumbo-jumbo Manual "Framing for Dummies". Dann haben sie (bzw. [framed]wir[/framed]) das Geld wieder raus.

Wir haben bereits zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD beigetragen. Daraus entstand diese lehrreiche Broschure, die die ARD uns bereitstellte. Jeder Bürger kann sie jederzeit ansehen, und das empfehle ich sehr.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: r66 am 17. Februar 2019, 19:30
Wenn die ÖRR gut sind, verklagen sie das Institut auf Schadensersatz für dieses mumbo-jumbo Manual "Framing for Dummies". Dann haben sie (bzw. [framed]wir[/framed]) das Geld wieder raus.

Wir haben bereits zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD beigetragen. Daraus entstand diese lehrreiche Broschure, die die ARD uns bereitstellte. Jeder Bürger kann sie jederzeit ansehen, und das empfehle ich sehr.

Wir würden gerne auch mal die Rechnung für unser Gutachten sehen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 17. Februar 2019, 19:38
Wir würden gerne auch mal die Rechnung für unser Gutachten sehen.

Wie bitte?! Rechnung?! Der gemeinsame, freie Rundfunk ARD ist kein Laden, sondern der Verwalter unseren Rundfunkkapitals.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 17. Februar 2019, 19:42
Meine Großmutter lag gerade eine Woche lang auf einem Krankenhaus-Dreibettzimmer. Die eine, sagt sie, war etwas irre. Die hat den Fernseher angestellt und die Lautstärke hoch gedreht. Die anderen beiden - logisch - haben die Fernbedienung versteckt.

So sind die Verhältnisse im Land.

(wahre Geschichte)

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 17. Februar 2019, 19:50
Wer hat Zeit für die Arbeit, aus dem Manual die Süßholz-Paspel-Raspel-Raspel -Zitate zu extrahieren und Satz für Satz in einer einfachen Textdabei zu sammeln?
- siehe Antwort 81 https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188709.html#msg188709
Nun aber haben wir ja das Gutachten und brauchen nur noch ARD-Heilsreden rüber-zu-kopieren.

1 Zeile pro Aussage. Zusammenhängende Sätze auf je 1 Zeile. Immer so formuliert, dass es autonom Sinn abgibt.

Hier bestehende eigene Software manage-t den Rest:

- Transformiert dies in eine Datenbank.
- Kombiniert "Zeilen" - also kleine Textabschnitte - in Zufallsmanier zu einer Heilsrede unserer segensreichen ARD-Medienadligen.
- Macht in Zufallsmanier 10 virtuelle Intendanten-Reden für uns Rundfunkabgabe-Sklaven, wieso Sklaverei des Schönste der Erde ist. 
- Die kommen dann auf Einzelseiten ins Netz und werden den Medien mitgeteilt.
- Natürlich gerne die Links auch hier im Forum, sofern die Moderatoren es billigen.
- Und natürlich kann jeder das dann in Widersprüche und Klagen integrieren, damit das Personal die Chefs entkleidet sieht in all ihrer Sprechblasen-Hilflosigkeit.

- Auch Verwaltungsrichtern in die Akten geben - schließlich müssen brave Kläger bewirken, dass die berühmte Verwaltungsakte bei Gericht komplett abgebildet ist. Je aufgeblähter eine Akte, desto mehr werden Urteile geschoben. Und auch bei Richtern muss klargestellt werden, für was für eine Manipulations-Maschinerie sie da (UN?)recht sprechen sollen.



und hier, dass all die anderen sich "framend aufframenden" Frame-Fragen ja bereits gestellt wurden:
Kann ja jeder auch noch mal dorthin senden. 100-fach hält besser.

Aus Antwort 40 hier im Thread
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188709.html#msg188709
Zitat
An: pressedienst@DasErste.de von ok@....com
==================================
Sie hatten die Erst-Anfrage - siehe am E-Mai-Ende - fehlerhaft abgegeben an die Zuschauer-Redaktion. Dort aber hat diese Anfrage sicherlich "absolut nichts zu suchen", wie nachstehend erläutert.
Bitte veranlassen Sie eine Mitteilung durch eine verantwortliche individuell bearbeitende Person. Die ARD-Anstalten werden von den Bürgern dafür zwangsfinanziert, den üblichen Regeln der Bearbeitungspflichten des öffentlichen Rechts zu entsprechen.

Sofern Sie meinen, dass die ARD-Anstalten dem öffentlichen Recht nicht mehr unterliegen,
---------------------------------------------------
so sorgen Sie bitte für eine entsprechende Mitteilung der ARD-Intendanten, dass es ab jetzt sich um "Unternehmen des privaten Rechts" handelt, also ohne Möglichkeit der Pflichteneinforderung mit Hilfe der Verwaltungsgerichte und der Rechtsaufsicht der Landesregierungen.
Nach Vorliegen einer solchen Erklärung würde gerne auf die Beantwortung dieser E-Mail verzichtet werden.

=========================
Nach dieser Vorbemerkung zum Verfahren nun die Mitteilung zur Sache:
=========================


Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird freundlich gebeten, die unten eingefügte Standard-Mitteilung von Ihnen durch eine gebotene Bearbeitung zu ersetzen.

Schon Ihre Anrede-Formel ist nicht anfragegerecht. Das ZDF ist vom Unterzeichner seit über 20 Jahren nicht mehr eingeschaltet worden. Ihrer Anrede "Zuschauer" muss widersprochen werden. Denn diese unterstellt, dass alle Bürger durch die reine Lebens-Existenz auch Zuschauer seien. Im Hinblick auf das niedrige Qualitätsniveau von ARD, ZDF,... erlaube ich dies mindestens als eine Unangebrachtheit zu klassifizieren. Das Wort "Beleidigung" wäre wohl etwas zu hoch gegriffen.
Wie diverse  Erhebungen belegen, soweit nicht von ARD/ZDF finanziert, sind rund 30 Prozent der Bürger: Nichtzuschauer. Für diese Menschen ein "irgendwie inexistent" oder irgendwie "Nicht-Vollwert-Menschen" zu unterstellen, das ist ja wohl ein wenig "unangebracht", um hier stärkere Formulierungen zu vermeiden.


Eine Klassifizierung als "Gutachten" oder als "Handlungsanweisung"
----------------------------------------------------------------------
für den angeforderten Text erfolgte in meiner E-Mail nicht. Ich habe mir erlaubt, diesen Autorin-Text mit keiner Gattungsbezeichnung einzuordnen, so lange der Volltext nicht gelesen werden konnte.
Ich verrate Ihnen immerhin ein Geheimnis: Derartiges galt als elementares Minimalwissen im Bereich Marketing beim Volkswirtschaftsstudium. Nur nannte man das nicht "Framing", sondern Meinungsbeeinflussung und Imagebildung usw., ein elementarstes Anfängerwissen des Marketings und insoweit weder gut noch böse. Sie finden das in allen Lehrbüchern der letzten rund 100 Jahre. Was es da dank "Framing" nun an noch denkbaren neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt, dem wird mit der Spannung des lebenslangen Lernens entgegengesehen.


Transparenzpflicht
--------------------------------------
Sie erwarten von allen Bürgern die Finanzierung und haben für die ausnahmslose Durchsetzung beim Bundesverfassungsgericht unter Einsatz von einigen 100 000 Euro der Rundfunkabgabe gestritten. Damit unterliegen seit 19. Juli 2018 die ARD-Anstalten im Gegenzug der vollständigen Transparenzpflicht der Finanzmittel-Verwendung, weil nicht mehr unternehmensähnlich, nun, nachdem die bis dahin geltende zivilrechts-ähnliche Austauschbeziehung auf ARD-Betreiben aufgehoben wurde.

Da dieser von mir angeforderte Text dem Journalismus in koordiniert verteilter Form zugänglich gemacht wurde, haben auch die Zahlmeister, die Bürger, erst recht einen Anspruch auf Kenntnisnahme. - Die an sich gebotene Form ist Darstellung auf der ARD-Website.
Das stolze Erkämpfen dieser Entscheidung vom 18. Juli 2018 mit gewaltigem Mitteleinsatz (finanziert aus der Rundfunkabgabe) beim Bundesverfassungsgericht hat also eine Kehrseite - die seither geltende Eigen-Unterwerfung unter eine maximale Transparenzpflicht.

Denn seither wird die Rundfunkabgabe bei der EU als "Steuer" klassifiziert. Damit unterliegen Sie seit dem 19. Juli 2018 den Transparenzpflichten von staatlichen Stellen (so die EU-Charta).


Sofern Sie Offenlegung verweigern,
-------------------------------------------------------
so ist zu beachten, dass ARD, München, keine Rechtsperson hat. Ihnen gegenüber ist nichts durchsetzbar, da eine Nicht-Rechtsperson nicht verklagt werden kann, wie höchstrichterlich speziell für ARD, München, ja entschieden wurde. Also haben rund 40 Millionen Bürger-Haushalte das Recht, bei den 9 Inkassozuständigen ARD-Intendanten die Publizierung des von ihnen, den Bürgern, ko-finanzierten Textes einzufordern, ebenso beim ZDF.

Die bisher bekannt gewordenen Bruchstücke dieses Textes eignen sich hervorragend als Zitat zur Untermauerung dieser Forderung: Transparenz, Demokratie, Kapital der Zahler der Rundfunkabgabe und anderes Schönes mehr, ganz herzlichen Dank, schöner kann man es nicht sagen, kurz gesagt:

Wie die Autorin sehr treffend belegt, die Rechtslage ist in der Tat, der Abgabenzahler ist Miteigentümer der staatsfernen Anstalten ARD, ZDF,... - wer sonst - . Von den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute hat der Staat 0 RM / DM / Euro in den "Rundfunk" investiert. Alles wurde von den Bürgern finanziert. Der Abgabenverpflichtete - also seit 18. Juli 2018 (BVerfG) jeder Bürger - hat das übliche Eigentümer-Recht auf Einblick.


Also bitte senden Sie den Text oder publizieren Sie ihn -
------------------------------------------------------------------
- oder anderenfalls wird dies gegenüber den Intendanten durchgesetzt werden. Bitte sorgen Sie auch für die gleichzeitig gemäß Text einforderbare Transparenz durch folgende Angabe:

- Was ist die postalische Adresse des "Berkeley... Institute?
- (Nach bisherigen Informationsstand jedenfalls in Berlin und nicht in Berkeley - ?)
- Was ist die Rechtsform? Wie viele Mitarbeiter hat das Institut?
- Wie viel wurde für den Text bezahlt?
- Wer hat die Auftragserteilung entschieden? (Bitte die Personen bezeichnen oder im Fall eines Gremiumsbeschlusses das Gremium.)


Und bei dieser Gelegenheit bitte die jahrelang meines Wissens wohl verweigerte Auskunft:
-------------------------------------------
Wie viel wurde an Herrn Professor Paul Kirchhof, früherer Bundesverfassungsrichter, gezahlt für seinen Text - in diesem Fall wohl regelmäßi9g als "Gutachten" bezeichnet - aus dem Jahr 2010, wonach die Rundfunkabgabe in ihrer Form seit 2013, schon ohne ihn und vor ihm konzipiert, das Siegel der "rechtlichen Richtigkeit" erhielt.
Auch diesbezüglich besteht Transparenzpflicht mindestens seit 18. Juli 2018, wie oben gezeigt (Entscheid BVerfG unter Vorsitz seines Bruders Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof).

Mir freundlichem Gruß
Pe Ro (Volkswirt, Vorsitzender der Vereinigung)
030 -
TUK... e.V.
... Berlin
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: DumbTV am 17. Februar 2019, 19:51
Für mich ist der genannte Artikel auf netzpolitik.org der Versuch, die ARD wegen des Gutachtens in Schutz zu nehmen. Das verwundert jedoch auch nicht, den Markus Beckedahl und Leonhard Dobusch sind Unterzeichner des Lobby-Briefes:

Offener Brief: Erst kommt der Auftrag, dann der Beitrag
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=24346.0

Und sind selbst, meiner Ansicht nach, beim Manipulieren (auch Framing) ganz vorne mit dabei! Die Menschen die sich kritisch zu diesem Gutachten äußern, werden in die "rechte Ecke" gestellt. Die verhamlosenden Darstellungen der ARD werden hervorgehoben:
Zitat
... sondern eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern.

Zitat
Man kann nicht nicht framen

Auch hier der Versuch der Verharmlosung bzw. in Schutznahme der ARD unter Zuhilfenahme einer verfälschenden Darstellung. Die Erkenntnis von Paul Watzlawick ist: "Man kann nicht nicht kommunizieren". Bedeutet: Gleichgültig was man sagt oder wie man sich verhält. Es findet immer eine Art der Kommunikation mit der Umwelt statt. Kommunikation ist aber nicht Framing!

Zitat
Das Gutachten wurde aus öffentlichen Geldern finanziert...

Öffentliche Gelder (Steuern)? Das Gutachten wurde wohl aus per Zwang auf das Grundbedürfnis Wohnen, und der damit einhergehenden, nahe der Rechtsbeugung flankierenden, sich selbst widersprechenden Rechtsprechung der Gerichte bis hinauf zum BVerfG, abgepressten sogenannten Rundfunk"beiträge" finanziert.*

Und als Mitglied im Medienrat der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg profitiert Beckedahl auch von diesen sogenannten Rundfunk"beiträgen".

* Ergänzung:
Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=30222.0
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 17. Februar 2019, 20:29
Ah, gerade wollte ich auch so in die Richtung schreiben wie mein direkter Vorposter.

Ich gebe zu bedenken, dass die ARD in einer Art Vorwärtsverteidigung (ein Frame aus den ostwestkonfliktriechen 1980ern) das Manual de facto offenlegt, um z.B. nachher zu sagen, die Suppe wäre eh nicht so heiß gegessen worden und man hätte eigentlich mehr erwartet; möglicherweise wird die gute Frau vom BIFI irgendwo hintenherum als Scharlatanin umstrittene Expertin diskreditiert werden.

Passt also auf, wie die ARD-Intendanten diese Manual-Affäre wegframen werden.

Was mir noch fehlt ob dieser Ungeheuerlichkeiten:

Die Forderung, dass alle Intendanten der ARD von ihren Ämtern zurücktreten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 17. Februar 2019, 20:42
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf


Beim Überfliegen fand ich dieses auf Seiten 13-14

Zitat
[...]
Nehmen wir den Supermarkt als ein Beispiel der konkreten Welterfahrung, die unser Begreifen davon, was es bedeutet, ein „Konsument“ zu sein, prägt. Der Supermarkt ­ Frame ist tatsächlich, auch durch seine Relevanz für das tägliche Leben, die gängigste Realisierung des Konsumenten ­ Frames in unserem Denken. Denken Sie einmal in aller Schnelle diese Situation durch: Ich bin im Supermarkt. Ich will 4 Pfund Kartoffeln und einen Camembert kaufen. Ich hole beides, ich gehe zur Kasse und – bezahle 4 Pfund Kartoffeln und einen Camembert! So ist es richtig, so ist es gerecht, weil ich ja für das bezahlen muss, was ich vom Warenanbieter haben will. Die Ware nicht zu bezahlen wäre falsch und unrecht .

Und ebenso falsch und unrecht wäre es, wenn ich neben meinen 4 Pfund Kartoffeln und meinem Camembert außerdem für den gesamten Gemüse ­ und Käsebestand des Ladens zahlen müsste, falls andere Kunden später noch Blumenkohl oder Parmesan wollen. Ebenso falsch und unrecht wäre es, wenn mich der Ladeninhaber unter Androhung juristischer Konsequenzen gesetzlich dazu zwingen dürfte, neben den Waren, die ich gleich zu Hause verzehren will, zusätzlich eine Tüte Gummibärchen, eine Harmonie Teemischung und zwei Pfund frischen Hering zu kaufen, die ich gar nicht esse.

Schlimmer wäre fast nur eins. Und zwar, wenn ich überhaupt nie den Laden betreten hätte. Weil ich überhaupt keine Lebensmittel aus diesem Laden brauche, weil ich nämlich die Lebensmittel in diesem Laden gar nicht mag. Wenn dem so wäre, und ich dann von ebendiesem Laden einmal im Monat eine Rechnung bekäme – das würde dem Fass den Boden ausschlagen [...]

Viel treffender kann man die reale Situation der Nichtnutzer nicht beschreiben!!

Allerdings hat die Gute bei ihrer Beschreibung der aktuellen Situation noch eine weitere (reale!) Steigerung vergessen: Wir erhalten von dem Laden keine Rechnungen, sondern sofort eine Mahnung, falls wir nicht in vorauseilendem Gehorsam unseren Zwangsbeitrag geleistet haben.

Wer sich dann immer noch weigert, wird mit Haft bedroht. Und nun? Fass explodiert?
 
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 17. Februar 2019, 21:01
Diese Stellungnahme von netzpolitik.org durch M. Beckedahl und ZDF-Fernsehrat Leonard "leonido" Dobusch verwundert in der Tat kaum.
Beide sind Profiteure der Zwangsbeitragseinnahmen und den Investitionen, die damit getätigt werden.
Anscheinend werden neuerdings bei Netzpolitik die Leserkommentare einer mehr oder weniger der Redaktion genehmen Vorab-Zensur unterworfen (https://netzpolitik.org/kommentare)

Die äußerst valide Kritik, die seit Jahren von zahlreichen "geradeausfahrenden" Journalisten und Beitragskritikern an diesem Zwangssystem und an den Machenschaften hinter den örR-Kulissen detailliert geübt wird, in der Sackgasse Rechts zu verorten und damit den Stempel des "hier gibt es nichts zu sehen - bitte weitergehen" aufzudrücken, ist der Sache nicht nur wenig dienlich, sondern auch reichlich plump.
 
Was mir noch fehlt ob dieser Ungeheuerlichkeiten:
Die Forderung, dass alle Intendanten der ARD von ihren Ämtern zurücktreten.
Und genau hier liegt der Unterschied zu den Medienanstalten, die sich am "freien Markt" behaupten müssen.
Kurt-Beck-Affäre? -> Rücktritt eines Intendanten?
Kika-Affäre (10 Millionen Euro Hinterziehung und 7 Millionen Euro an Kosten für die "interne Aufklärung") -> Rücktritt eines Intendanten?
Gottschalk-Affäre -> Rücktritt eines Intendanten?
IRT-Affäre -> Rücktritt eines Intendanten?
Brender-Affäre -> Rücktritt eines Intendanten?
[…]
So etwas ist in der "Verwaltungsvereinbarung" vemutlich nicht vorgesehen - Anstatt dessen wird vertuscht, notfalls "geframed", was das Zeug hält.

By the way: bei der doch bemerkenswert hohen Anzahl an Presseberichten zu diesem Thema fällt doch irgendwie auf, dass sich weder Heise, noch Telepolis mit einem Artikel zu dieser Ungeheuerlichkeit geäußert haben. Zufall? Durch ver.di doch so eingeschüchtert?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 17. Februar 2019, 21:08
Ein paar Kommentare aus der Welt. Der Artikel von Don Alphonso ist hinter der Paywall.

Die ARD und der Hass in ihrer Sprache
www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/plus188957639/Don-Alphonso-ueber-das-Framing-Manual-Hass-in-der-ARD-Sprache.html#Comments (https://www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/plus188957639/Don-Alphonso-ueber-das-Framing-Manual-Hass-in-der-ARD-Sprache.html#Comments)

Zitat
Den Haltungsklempnern ist der Meinungswerkzeugkasten runtergefallen.
Zitat
Die Haßprediger vom Staatsfunk machen die freie Presse nieder.
Wann schreitet endlich die Amadeu-Antonio-Stiftung gegen die Sprache des Hasses ein?
Zitat
Das Framing-Handbuch ist ein handfester Skandal. Ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und eine freie Presse. Ein Angriff auf den mündigen Bürger umd seine freie Meinungsbildung. Das Framing-Handbuch ist selbst ein Angriff der ARD auf die Demokratie. Mir wird übel.
Zitat
... dann bin ich auch so ein Volksschädling der sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichern will.
Zitat
Man kann  nur hoffen, dass dieses "Gutachten" die Gottgleichen in den ÖR mal so richtig aufscheucht.
Zitat
Wann hatte denn der Souverän die Möglichkeit, Achtung, demokratisch zu entscheiden ob er die ARD für eine demokratische Rundfunkanstalt hält?
Zitat
Letztlich zeigt doch dieses Papier vor allem wie naiv es mittlerweile auch in Führungsetagen in Deutschland zu geht und wer da sitzt und warum die da hingekommen sind!
Einmal die Annahme, dass man so eine Marionettenbelegschaft hat, dass man ihnen das eigene Denken so simpel abnehmen kann und andererseits die Illusion, dass so ein Papier bei so vielen Mitarbeitern nicht den Weg an die Öffentlichkeit findet und zu einem Zerriss der ARD führt.
Zitat
Das Framing, das die gebührenfinanzierten Hirnwaschanlagen betreiben, erfahren wir auch täglich in den Nachrichtensendungen. In einer betreuenden Sprache und unterstützt durch Gestik und Mimik wird uns Uninformierten in dem immer gleichen Tenor geholfen, die Sendebeiträge richtig "einzuordnen", denn wir betreuungsbedürftigen Bürger sind ja selbst nicht in der Lage, in unseren Oberstübchen Ordnung zu halten.
Zitat
Korrekt muss es heissen: "Die ARD ist der verlängerte Arm der Regierung".
Zitat
Das Spannende ist, dass das alles auch bereits jetzt ohne Handbuch funktioniert. Das Handbuch ist nur die Sichtbarkeitmachung des in vielerlei Hinsicht bereits Gebrächlichen, bezogen auf die ARD.
Bezogen auf Themen wie Hambi, CO2 und Klima, etc. sind diese Strategien ebenfalls usus.
Zitat
Hört sich sehr nach Volksaufklärung und Propaganda an. Am liebsten wären denen wohl, dass es wieder Volksempfänger gäbe, in denen nur ARD und ZDF laufen. Alles andere sind dann Feindsender. Und diesen ganzen Schrott bezahlen wir selbst. Damit muss Schluss sein.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 17. Februar 2019, 21:17
Viel treffender kann man die reale Situation der Nichtnutzer nicht beschreiben!!

Diese treffende Einschätzung der Situation der Nichtnutzer spricht für die Qualität des Gutachtens: es legt Wert auf wahrhaftige Prämissen. Wahrscheinlich wird aber der gemeinsame, freie Rundfunk ARD wohl versuchen, die Autorin als umstritten zu diskreditieren, um diese Manual-Affäre wegzuframen.

Der gemeinsame, freie Rundfunk ARD wusste sicher, was diese Framing-Methode bedeutet, als er das Gutachten bestellte. Man kann sich fragen, ob er Einfluss auf den konkreten Inhalt der Floskeln, die wie "Demokratieabgabe" klingen, hatte, und ich würde sagen: ja.

Nach dem Aufsatz von der Welt blieb dem gemeinsamen, freien Rundfunk ARD keine Alternative, als das Gutachten zu veröffentlichen. Aber der Auftrag, das Gutachten zu erstellen, war wahrscheinlich nicht so gemeinsam, dass der Springer-Verlag es erfahren sollte.

Wie kam der Springer-Verlag auf das Gutachten?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 17. Februar 2019, 22:43
Netzpolitik.org macht es sich etwas zu einfach, wenn im Zusammenhang mit der Publikation der fälschlich als Gutachten bezeichneten Arbeit die Nutzer des Framing-Handbuchs vor allem auf der rechten Seite des politischen Spektrums verortet werden und eine Nutzung durch die ARD in Abrede gestellt wird. Gerade heute hat Karola Wille, Intendantin des MDR, im Dresdner Schauspielhaus einen Vortrag gehalten, der unter dem Titel stand:
"Es geht um Demokratie - unser gemeinsamer freier Rundfunk" - siehe u.a. unter
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html

Das Thema entspricht in der Formulierung 1:1 dem Framing-Manual. Es kann also keine Rede davon sein, dass es sich lediglich um eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern handelt, wie die ARD behauptet. Auch von einer Reflektion der ARD über eigene Frames, wie Netzpolitik unterstellt, kann keine Rede sein, wenn erkennbar dem Kochrezept der Autorin gefolgt und die Empfehlungen des Handbuchs direkt umgesetzt werden. Auch die Wertung solcher einfachen Feststellungen als Dämonisierung vorzugsweise rechter Gruppierungen springt deutlich zu kurz. Es gibt keinen Grund, dass man auf Seiten von Netzpolitik.org praktisch für die ARD nach Ausreden sucht, die sprachliche Manipulation klein zu reden. Im Gegenteil sollten gerade Verteidiger des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die erkennbare Beschädigung der Institution zurückweisen, die Verantwortlichen an ihre Pflichten erinnern und da, wo diese ungeachtet dessen weiter verletzt werden, auch Konsequenzen verlangen.

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 17. Februar 2019, 22:58
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019

Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
Was hat es mit dem so genannten "Framing Manual“ auf sich?

Als Medienverbund, der tagtäglich mit Sprache arbeitet, ist es für die ARD selbstverständlich, sich mit Begriffen und ihrer Wirkung zu beschäftigen – auch in Bezug auf die Kommunikation über sich selbst. Vor etwa zwei Jahren hatte die damalige ARD-Geschäftsführung unter Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen.

Zitat
Daraus ist 2017 eine Arbeitsunterlage entstanden, welche mit „Framing Manual“ überschrieben ist. Aufgrund des missverständlichen Titels ist diesem von Frau Dr. Wehling entworfenen Papier nun allerhand Bedeutung zugeschrieben worden. Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet. […]

Begriffe und ihre Wirkung offenlegen
[…]
Verantwortungsvoller Umgang mit Sprache
[…]

Weiterlesen auf:
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_zum_Framing_Manual/5314070/index.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

** Dr. Susanne Pfab
Zitat
ist Generalsekretärin der ARD. Zuvor war sie Geschäftsführerin der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD. Sie leitete das Gremienbüro des Bayerischen Rundfunks.
Die gebürtige Münchnerin verantwortete Schriftleitung und Redaktion der Fachzeitschrift „Archiv des öffentlichen Rechts“. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Assistentin war sie am Lehrstuhl Prof. Dr. Peter Badura, Institut für Politik und öffentliches Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München, tätig, an der sie zum doctor iuris promovierte.
Quelle: https://medientage.de/referenten/susanne-pfab/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 17. Februar 2019, 23:02
Und zack wird das Framing Manual weggeframed.

War nicht so gemeint. Es gibt nichts zu sehen. Bitte weitergehen. Im Gleichschritt, Schwenk links. Danke.

Zitat
Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht.

Susanne, das hättest du aber Karola vorher sagen müssen, bevor sie ihre Dresdner Rede hielt - siehe unter
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: LECTOR am 17. Februar 2019, 23:23
Das "Framing Manual" liest sich wie eine einzige Gehirnwäsche.

Und es gemahnt an die treffende Einsicht von Victor Klemperer aus seinem Werk LTI Notizbuch eines Philologen: "die Sprache bringt es an den Tag"
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 18. Februar 2019, 00:08
Das Gutachten wird so dargestellt, als würde es sich gegen die Gegner der ARD richten. Da wir den Auftrag nicht kennen, da wir den Erklärungen der ARD nicht vertrauen können, müssen wir wie Philologen aus dem Text herausfinden, gegen wen das Gutachten gerichtet ist. Meiner Meinung nach deutlich: (1) gegen jene, die sich gegen die Abgabe wehren, und (2) gegen jene, die eventuell den Auftrag der ARD reformieren wollen (Politik). Es stellt auf jeden Fall nicht bloße Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht dar, sondern hat deutlich einen Zweck.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 18. Februar 2019, 00:13
An das Buch LTI denke ich auch schon die ganze Zeit (...auch "heute" noch sehr lesenswert).

Nachrichtenframes halten sich übrigens ca. drei Wochen, dann wird die Nachricht vergessen. Darauf wird die ARD sicher setzen.  >:(

Also dranbleiben, Leute!

Vielleicht Titelblatt und einleitenden Absatz (auf Seite 3) ausdrucken und an den Infoständen auslegen?  ::)


zum frischen Posting direkt vor mir: Ja, gute Idee... den Text mal kommunikationstheoretisch durchkämmen, für wen er geschrieben ist als Hilfestellung zur Verteidigung gegen wen.

Mir fällt sofort auf, dass der Text wie eine leicht lesbare Broschüre, also wie ein Ratgeber gehalten ist und eben nicht im trocken-analytischen Ton eines wissenschaftlichen Texts.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 18. Februar 2019, 00:54
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
Was hat es mit dem so genannten "Framing Manual“ auf sich?

Als Medienverbund, der tagtäglich mit Sprache arbeitet, ist es für die ARD selbstverständlich, sich mit Begriffen und ihrer Wirkung zu beschäftigen – auch in Bezug auf die Kommunikation über sich selbst. Vor etwa zwei Jahren hatte die damalige ARD-Geschäftsführung unter Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen.
Zitat
Daraus ist 2017 eine Arbeitsunterlage entstanden, welche mit „Framing Manual“ überschrieben ist. Aufgrund des missverständlichen Titels ist diesem von Frau Dr. Wehling entworfenen Papier nun allerhand Bedeutung zugeschrieben worden. Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet.[…]
Weiterlesen auf:
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_zum_Framing_Manual/5314070/index.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

So, so... es ist also nur eine "Arbeitsunterlage", die
"weder [...] eine neue Kommunikationsstrategie noch [...] eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung" sondern nur "Vorschläge" darstelle,
und lediglich als "Diskussionsgrundlage" und "Denkanstoß" diene.

Nach dieser Sichtweise ist wohl auch der RBStV nur eine "Arbeits- und Diskussionsgrundlage" und Festsetzungsbescheide, Mahnungen, Vollstreckungen, tlw. sogar Haftanträge etc. ledigliche "Vorschläge"?!? Sehr gut... ::)

Man lese wirklich die - "missverständlich" ?!? - als "Manual" bezeichnete, aber nicht minder schlimme "Handlungsempfehlung"/ "Vorschläge-Broschüre"... beginnend schon auf Seite 3
(Hervorhebungen nicht im Original)
Zitat
[...] Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines
gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen – auch und gerade in Zeiten, in denen Gegner der ARD deren Relevanz in Frage stellen und orchestrierte Kampagnen fahren, die die ARD in starken Bildern und Narrativen abwerten – dann muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden. In Form von Argumenten also, die eine moralische Dringlichkeit kommunizieren und eine Antwort auf die Frage geben: Wieso ist die ARD gut – nicht schlecht, wie Ihre Gegner es halten; und wieso ist es wichtig und richtig, die ARD in ihrer Form zu erhalten – nicht überflüssig und falsch, wie Ihre Gegner es propagieren.

Das bedeutet, dass die Worte, Slogans und Narrativen, die Sie verwenden, ein primäres Ziel haben müssen: das Ziel, bei der Diskussion von Fakten rund um die ARD und Themen wie „Beitragszahlungen“ oder „Strukturreform“ immer zunächst ihre moralische Perspektive sprachlich offenzulegen. Denken und sprechen Sie nicht primär in Form von Faktenlisten und einzelnen Details. Denken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen. Der Grund ist einfach: Wenn Menschen sich für oder gegen eine Sache einsetzen, dann tun sie das nicht aufgrund von einzelnen Faktenargumenten und auch nicht aufgrund eines reinen Appellierens an ihren materiellen Eigennutz. Sondern, sie tun es, wenn sie das Gefühl haben, dass es ums Prinzip geht. Dass bei einer Sache das moralische Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist oder droht, aus den Fugen zu geraten. Dass etwa Menschen ein Unrecht angetan wird (sagen wir, durch „Zwangsgebühren“), und es daher einen gemeinschaftlichen Auftrag gibt, dieses Unrecht zu korrigieren (indem wir Bürgern „die Freiheit zurückgeben“, über den „Erwerb von Rundfunkangeboten“ selbst zu entscheiden).
[...]

Ab Seite 82 dann zusammenfassend:
Zitat
Fakten in moralische Frames einbetten

In den Teilen 1 bis 4 haben wir für die Themen
Unser Rundfunk ARD (Legitimation),
Freiheit (Unabhängigkeit),
Beteiligung (Beitragsakzeptanz) und
Zuverlässigkeit (Reform & Zukunft)
jeweils diejenigen Framings aufgezeigt und linguistisch umgesetzt, die die moralischen Prämissen der ARD in klaren Worten und mit moralischer Dringlichkeit greifbar machen. Wir haben zudem immer wieder beispielhaft kurze Abhandlungen dazu eingebaut, wie die jeweiligen moralischen Framings mit Gegebenheiten und Fakten rund um die ARD ausgefüllt werden können – von Erkenntnissen zum „Nutzerverhalten“ über Fakten rund um regionale Strukturen oder unterschiedliche Sendungsformate – wie etwa bildende, die Kultur spiegelnde oder einfach erfreuliche und lebensnahe Unterhaltung – bis hin zu Details zu der Verlässlichkeit der Berichterstattung der ARD.

Die vielen faktischen Gegebenheiten rund um die ARD immer wieder an die moralischen Framings anzubinden, ist die Hauptaufgabe in der Framing-Arbeit.
Dabei gilt es eine Reihe von Dingen zu bedenken:

Erstens, nutzen Sie BasicLevel Sprache, wo immer es geht. [...]

Zweitens, nutzen Sie ganz alltägliche Geschichten [...]

Drittens, nutzen Sie zur Verdeutlichung eines Frames oder Faktenblocks innerhalb eines Frames je drei Beispiele, nicht mehr und nicht weniger.

Viertens, binden Sie die Werte und Prinzipien der ARD an Ihre eigene Lebenserfahrung an. [...]

Fünftens, binden Sie die Werte und Prinzipien der ARD an andere Bereiche unseres Miteinanders in Deutschland an. [...]

Sechstens, nutzen Sie innerhalb Ihrer faktischen Erklärungen und Darlegungen immer wieder Schlagwörter, die Ihre Hörer oder Leser daran erinnern, welches die moralische Prämisse des Themas ist, über das Sie gerade reden.

Alles nur "Vorschläge" - versteht sich... ::)

Es bleibt noch offen, zu klären:
a) was der konkrete Auftrag war bzw. worin genau die "wissenschaftliche Bitte" an Frau "Framing" bestand
b) in welcher Höhe die "Gegenleistung" der "Vorschläge-Broschüre" entgolten wurde.

Damit wird "unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD" doch kein Problem haben - oder?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 18. Februar 2019, 01:22
b) in welcher Höhe die "Gegenleistung" der "Vorschläge-Broschüre" entgolten wurde.

Da Dr. Elisabeth Wehlings "Berkeley International Framing Institute" nicht eine gemeinsame, freie Bürgereinrichtung wie unsere ARD ist, sondern sicher eine profitwirtschaftliche Einrichtung, sollte es gelten, was wir in Seite 48 der Broschure lesen:

Zitat
Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und dem, was man den Konsumenten dafür in Rechnung stellt, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pinguin am 18. Februar 2019, 07:03
Übrigens ist die Aussage völlig korrekt, daß jeder ständig permanent, also quasi 24/7 mit diesem ominösen "Framing" zu tun hat. Umgangsprachlich wird es meist als "Tellerrand" bezeichnet, über den viele nicht hinwegblicken und sich daher folglich in jenem Rahmen bewegen, der Begriff "Frame" heißt ja nix anderes als "Rahmen", den dieser Tellerrand sinnbildlich darstellt.

Die Erfahrung zeigt aber auch, daß es zuweilen enorme Anstrengungen bedarf, den eigenen Horizont zu erweitern.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 18. Februar 2019, 07:07
Zitat
Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und dem, was man den Konsumenten dafür in Rechnung stellt, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.
Quelle: S. 48 des "Framing-Manuals"

Mein Reden! Hoch den Beitrag auf 100,-€ pro Monat, damit auch endlich der letzte Querulant den Wert des Öffrech erkennt. Was nix kostet, taugt nix. Und mal ehrlich: was gibt es schon noch für popelige 17,50? Die Intendanten und Intendösen, Redakteure und Redakteusen haben es nicht verdient, mit einem Hungerlohn für ihre demokratie-essentielle Arbeit abgespeist zu werden.


Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 18. Februar 2019, 07:51
Zitat
Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und dem, was man den Konsumenten dafür in Rechnung stellt, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.
Quelle: S. 48 des "Framing-Manuals"

So ist es, wenn man davon ausgehen kann, dass der "Konsument" unendliche Mittel zur Verfügung hat (z.B. einen Zwangsbeitrag, mit dem nahezu jedwede Rechnungssumme finanziert werden kann, wenn man es denn für nötig hält), sonst gilt eher:

Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und das, was der Konsument dafür bereit ist zu zahlen, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.

Erstere sind die Kunden, nach denen das "BIFI" lechzt: Leute bei denen Geld keine Rolle spielt oder Kunden, die die die Angst vor Machtverlust dazu bringt, jede Summe zu zahlen. Clever...

Sieht hier so aus, als wenn Frau Wehling Kunden hat, mit denen vor Vertragsabschluss über Geld nicht verhandelt werden muss...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 18. Februar 2019, 10:21
Neuer Schriftsatz beim Bundesverfassungsgericht nun möglich.
Das Bundesverfassungsgericht verlautbarte November 2018 in einem Beschluss seine erhebliche Verärgerung über überholten Text wiederholende mehrfache Schriftsätze eines Rechtsanwalts im Sommer 2018. Zugleich bekundete es, dass wirklich neue Argumente gehört werden könnten.

Wirklich neu: Alle - inklusive Richter, Gutachter, Parlamente - standen unter kollektiver Gehirnwäsche-Manipulation nach DDR-Maßstäben. Also nun aufgeklärt - Änderung der "subjektiven Rahmenbedingungen".

Gemäß Antwort 116 hier im Thread
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188984.html#msg188984
ist es nun offiziell:
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
[...]
[...] Vor etwa zwei Jahren hatte die damalige ARD-Geschäftsführung unter Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen.
Zitat
Daraus ist 2017 eine Arbeitsunterlage entstanden, welche mit „Framing Manual“ überschrieben ist. Aufgrund des missverständlichen Titels ist diesem von Frau Dr. Wehling entworfenen Papier nun allerhand Bedeutung zugeschrieben worden. Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. [...]
Quelle: ebenda
Völlig klar, wussten wir ja, der Tiger ist in Wahrheit eine Mücke. Ihr braucht bessere Lesebrillen, liebe Bürger.

All dieses Gehirnwäsche-Blabla - wie sehr schlägt das durch beim Gutachten "Eins für Alle" von Wissenschaftler D. für das Staatskanzlei-Fernsehen ARD, ZDF,... beim Bundesverfassungsgericht? Wie viel davon findet sich wieder im darauf wesentlich basierenden Urteil des Gerichts? Ist das vielleicht eine ziemliche Menge? - Aus grober aber einstweilen unzuverlässiger Erinnerung heraus meint @pjotre , ja, war eine ziemliche Menge.

Beim BVerfG muss dann aber eine auch juristische neue Vision vorgetragen werden.
Das Vorstehende soll den Richtern nur die Grundlage schaffen, über die Hürde zu springen und sich zu schämen, ohne das aussprechen zu müssen. Denn:

Eine seit 19. Juli mögliche ganz andersartige argumentative Strategie ist seit 19. Juli 2018 möglich, ist durch den potentiellen Schriftsatzautor aber an die Bedingung von mindestens minimaler Finanzierung geknüpft. Hat ja gut geklappt beim Spendenmarketing für die EGMR-Beschwerde (deren sich in Verfassungsbeschwerden bereits abzeichnender Inhalt Mitursache war für die eingangs dargestellte Empörung der Bundesverfassungsrichter November 2018). (Dies soll hier nicht näher ausgebreitet werden; es wurde auf PM-Ebene zwischen mehreren näher Beteiligten der Sache intern dargelegt.)

Das Bundesverfassungsgericht hat November 2018 also klargestellt, dass wieder geprüft werden wird, wenn ganz neu argumentiert wird. Diese Möglichkeit hat es am 18. Juli 2018 sogar selber geschafften, da es sicherlich wusste, dass dies in Verbindung mit einem EU-Entscheid vom 5. Juli 2018 die Rundfunkabgabe nun "andersherum" aushebeln lässt. Nun warten die jetzigen Richter vielleicht sehnsüchtig darauf, dass diese noch unter Ferdinand Kirchhof hineingesteckte (absichtlich hinein versteckte?) Steilvorlage endlich genutzt wird? Sind wir nur zu blöd dazu, das zu machen?

Muss Frau Dr. Karola Wille nun aus dem DDR-Amt entlassen werden?
Was schrieb ich da? Ich Wirrkopf. Gemeint natürlich MDR-Amt.

Hingewiesen sei nochmals auf weitere politisch-juristische strategische Auswertung des MANUALs
durch Internet-Publizierung von virtuellen Intendanten-Reden auf Grundlage der Handbuch-Textbausteine - siehe hier im Thread
Antwort 108 https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188969.html#msg188969
inklusive Bezug auf
Antwort 81 https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188907.html#msg188907
und Antwort 40 https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188709.html#msg188709

Dort sind auch Mustertexte für Anfrage in München: Auskunftsrecht für uns, die "Eigentümer" des Rundfunk-"Kapitals", wie viel für die unvergessliche Humorlieferung von Expertin W. durch uns gezahlt wurde.

Nun zu erweitern um "alle Zahlungen seit 2017". Da dürfte noch viel mehr gelaufen sein zwischen der von der DDR 1989 befreiten Karola Wille und der humorreichen Westlerin W.? 
DDR-Persiflage...? Man darf doch wohl noch ARD-intern auch mal Texte zum Lachen produzieren? Selbstironie? War ja alles nicht ernst gemeint? Aber dann bitte nicht aus der Rundfunkabgabe, sondern aus dem persönlichen Konsum-Einkommen der Auftrags-Verantwortlichen (hier wohl die werdende Multi-Millionärin Karola Wille).

Aber nein, für MDR-Intendantin Wille ist der Gehirnwäsche-Kram bitterer Ernst? Merkt die Frau überhaupt nicht, wie wir Bürger meinen, Gehirnwäsche zu durchschauen?
Siehe Thread https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30207.msg188982.html#msg188982
"Dresdner Reden 2019: MDR-Intendantin Wille 'Demokratie ist eine Baustelle'".
In Verbindung mit dem "zufällig"(?) zeitgleich passend ein paar Tage vorher aufgetauchten "Manual" wirkt dieser Auftritt der wohl dafür verantwortlichen Entscheiderin wie der Höhepunkt einer drittgesteuerten Dramaturgie gegen sie?
Das führt zu folgender Frage:

Wieso ist erst 2019 - 2 Jahre später - dieser TITANIC-reife Parodie-Text der großartigen Wissenschaftlerin W. mit dem feinen Sinn für Schwarzen Humor ans Licht der Öffentlichkeit gelangt?
War das schon irgendwo analysiert hier im unendlich gewucherten Thread?

Jetziger turnusmäßiger ARD-Sprecher: Total "staatsferner" Intendant Wilhelm, als früherer Regierungssprecher sicherlich kein Feind von CDU/CSU und schwerlich ein Freund der LINKEN. - Einvernehmen zu vermuten zwischen ihm und der Generalsekretärin:
"Frau Dr." (jur.) " Susanne Pfab ist Generalsekretärin der ARD. Zuvor war sie Geschäftsführerin der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD. Sie leitete das Gremienbüro des Bayerischen Rundfunks. Die gebürtige Münchnerin..."
Quelle: https://medientage.de/referenten/susanne-pfab/
Im Amt ist sie seit Januar 2015:
https://mebucom.de/news-detail/Job.Karriere/susanne-pfab-tritt-amt-der-ard-generalsekretaerin-an.html
(ARD = München,. ARD-"Generalsekretariat" = Berlin.)

Übrigens, wenn ich mich richtig erinnere, taggenau mit dem Amtsantritt von Wilhelm als ARD-Sprecher verschwand die komische Gehirnwäsche-Website "deins ist meins" oder wie der absurde Kram sich nannte: Um für Intelligenz-Qotienten von Kleinkindern und Debilen das "Ja" zur Rundfunkabgabe gehirn-zu-manipulieren. Wenn @pjotre sich richtig erinnert, die Texte hatten verdammte Ähnlichkeit zum Super-Selbstironie-Humor des MANUALS der Selbstironie-Meisterin Frau W.. Wer hat diese Texte jener Website getextet? Wie viel wurde dafür an wen gezahlt?
@pjotre meint sich daran zu erinnern, dass dort auch Textbestandteile waren, die ihm rein juristisch gesehen "absolut gar nicht gefielen", um es einmal in einem öffentlichen Forum zurückhaltend zu formulieren. Da müssen wir wohl mal uns um Screenshots kümmern?

"Im Framing-Handbuch der ARD wird alles, was nicht braves Gebührenschaf ist, brutal niedergemacht." 
Quelle: welt.de / Startseite 2019-02-18
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ohmanoman am 18. Februar 2019, 10:30
Konnte es einem nicht schon seit einiger Zeit komisch vor kommen, immer wieder die gleichen Schlagworte zu lesen und zu hören, die von den öffrech Profiteuren unterschiedlicher Sendeanstalten abgesondert wurden /werden?

Es ist doch peu à peu immer mehr an gleichen Schlagworten und Ausdrücken geworden.

Naja, so ein Papier von 89 Seiten muss erst mal gelesen, verbreitet und verinnerlicht werden.

“Wir sind Ihr“?
Nein! Wir sind nich so wie ihr!

Ohmanoman
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 18. Februar 2019, 11:39
Laut Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab:
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
[...]
Zitat
[...] Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet. […]

Auch folgender Link, auf den mich gerade jemand aufmerksam machte, zeigt deutlich, dass diese Klarstellung eine Nebelkerze ist:

ARD Gemeinwohlbroschüre (PDF, 32 Seiten, ~7MB!), 2. Auflage, Nov. 2018
http://www.ard.de/download/4898208/ARD_Gemeinwohlbroschuere.pdf
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 18. Februar 2019, 11:58
freie-presse.net, 18.02.2019
Das „Framing Manual“:
Im Kampf gegen Fakten setzt die ARD auf bewährte Methoden

von Ramin Peymani
https://freie-presse.net/im-kampf-fakten-ard/

Zitat
[...] Die Autorin des „Framing Manuals“ hat sich während ihres Studiums auf die Propaganda im Dritten Reich spezialisiert [...]

... noch Fragen?


Edit "ChrisLPZ":
Bei Antworten innerhalb eines Threads die Betreff-Zeile bitte nicht ändern.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 18. Februar 2019, 12:03
politik24.de, 18.02.2019
So will die ARD Kritiker moralisieren: Das «Framing-Gutachten» der ARD
von "The European"
http://www.politik24.de/so-will-die-ard-kritiker-moralisieren-das-framing-gutachten-der-ard/2019/02/

Eine PRO Öffentlich-Rechtliche Verteidigung des Framings :(
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 18. Februar 2019, 12:15
Dank für den Link, da wäre der Kerntext der Gehirnmanipulations-Website ja schon mal gefunden:
ARD Gemeinwohlbroschüre (PDF, 32 Seiten, ~7MB!), 2. Auflage, Nov. 2018
http://www.ard.de/download/4898208/ARD_Gemeinwohlbroschuere.pdf
In dieser erweiterten und entschärften Form als .pdf also noch im Dienst und das MANUAL ja wohl doch als Anleitung verwendet, obwohl es offiziell "keine Anleitung ist"?
Zitat
DIE ARD WIR SIND DEINS
TEILHABE
EIN RUNDFUNK FÜR ALLE

UNABHÄNGIGKEIT
GEMEINSAM FINANZIERT,
UNABHÄNGIG ORGANISIERT

QUALITÄT
AUSGEZEICHNETER JOURNALISMUS UND EINZIGARTIGE INHALTE

VIELFALT
VIELFÄLTIG WIE DIE GESELLSCHAFT

REGIONALITÄT
NAH BEI DEN MENSCHEN

INNOVATION
VERLÄSSLICH IM WANDEL
WERTSCHÖPFUNGPARTNER FÜR MEDIEN, KULTUR UND WISSENSCHAFT

VERANTWORTUNG
TRANSPARENT UND NACHHALTIG
Da müsste ein LINUX-ianer vielleicht mal bitte die Zeit finden, einen "diff"-Abgleich zu machen zwischen den beiden .pdfs, ob ARD diese Formulierungen aus den hochwissenschaftlichen Texte von Frau Wissenschaftlerin W. da heraus plagiat-iert hat? 

Marketing-Slang: Ein "Waschzettel"?
https://de.wikipedia.org/wiki/Waschzettel

Und warum ist das "zur Weitergebe ungeeignete" Dokument gerade jetzt "aufgetaucht worden"?
Jetzt im Wahljahr, wo CDU und vor allem auch die SPD, die Beherrscher der Rundfunkräte im Westen und damit der Wahlurnen im Westen, im MDR-Bereich einer kleinen Katastrophe entgegensteuern?
Zuerst war das wohl nur zu lesen bei WELT und TAGESSPIEGEL. Beide Redaktionen verfügten offensichtlich über eine Vollfassung. @pjotre startete eine Google-Suche und erinnert sich grob, dass zunächst keine anderen Quellen es publizierten.

Und wie jeder mit Soziologie und Politologie im Hinterkopf weiß, der beste Weg, etwas massiv in Verbreitung zu bringen, ist, es als "geheim" zu deklarieren: "zur Weitergabe ungeeignet",

Wer weiß Näheres über den "Auftauch"-Vorgang des unendlich begeisternd WISSENSCHAFTLICHEN "Manuals"??
Wir brauchen mehr Info, damit im MDR-Einzugsbereich ansässige Bürger erwägen können, Anträge auf Amtsenthebung von Frau Dr. Wille zu versuchen.

(Das "Professor" beschränke ich in meinem Sprachgebrauch im Rahmen der grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit auf Personen, die auch tatsächlich und regelmäßig an einer Hochschule lehren. Mir liegt kein Nachweis vor, dass die zwei Professoren der MDR-Führungsriege dieser Sichtweise genügen.)
Halt, nein, ist ja nur Neid, wir alle hier im Forum hätten ja auch gerne so einen Titel Professor wie die 2 der MDR-Führungsriege. Was muss man denn machen, um das zu werden nach den Regeln der verleihenden Institution? Wer klärt das mal näher? Ein paar promovierte Doctores haben wir hier ja schließlich auch im Forum, daran soll es nicht mangeln.

Anfang September 2018 waren noch 9 ARD-Intendanten voll im Amt. Dann herrschte irgendein erklärter Krieg nicht-öffentlich in Sachen Rundfunkabgabe gegen ARD und am 10. Dezember waren es nur noch 7 - zwei hatten ihr Amt zur Verfügung gestellt. Spannend, wer ist der nächste Dominostein, der kippen könnte?

Man beachte die Feinheit des Wortlauts: Nicht "ARD" hat gebeten, sondern "die damalige Geschäfsführung" - Klartext ja wohl, Frau Dr. Wille.
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
Was hat es mit dem so genannten "Framing Manual“ auf sich?

Als Medienverbund, der tagtäglich mit Sprache arbeitet, ist es für die ARD selbstverständlich, sich mit Begriffen und ihrer Wirkung zu beschäftigen – auch in Bezug auf die Kommunikation über sich selbst. Vor etwa zwei Jahren hatte die damalige ARD-Geschäftsführung unter Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen.
[...]
Weiterlesen auf:
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_zum_Framing_Manual/5314070/index.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 18. Februar 2019, 13:29
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/zeit_online.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/zeit_online.png

zeit.de, 18.02.2019

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Was steckt hinter dem Framing-Gutachten der ARD?

Ein Gutachten zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk sorgt für Kritik. Nun wurde es gegen den Willen der ARD veröffentlicht. Die wichtigsten Antworten zu dem Papier

Von Tina Groll und Johannes Schneider

Zitat
"Fernsehen ohne Profitzensur", "Andere wollen Geldgewinne. Wir wollen Erkenntnisgewinn" – ein internes Gutachten empfiehlt der ARD, auf Framing zu achten, um das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu stärken. Die ARD bestätigt, dass vor zwei Jahren von den Rundfunkanstalten ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, netzpolitik.org hat es nach eigenen Angaben nun veröffentlicht. Es sorgt vor allem bei Rechten und Gegnerinnen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Kritik. Wir klären die wichtigsten Fragen.   

Warum hat die ARD ein Gutachten zum Thema Framing erstellen lassen?
[…]

Was steht in dem Gutachten?
[…]

Warum gibt es Kritik an dem Papier?
[…]

Was ist Framing?
[…]

Wer sind die Kritiker?
Mit dem Leak des Gutachtens hat netzpolitik.org der Kritik eine neue Dimension gegeben, die zuvor vor allem von Rechtspopulisten kam und mit entsprechender Wut auf den "Staatsfunk" gefärbt war. Auf rechten Internetseiten zitieren Autoren einseitig Passagen aus dem internen Papier und werfen der ARD vor, die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen. Oft wird auch – inzwischen eindeutig wider besseres Wissen – behauptet, dass das Gutachten eine Kommunikationsanweisung für die Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei. Außerdem skandalisieren viele Rechte, dass die ARD das Papier nicht veröffentlicht habe. Hier hakt auch netzpolitik.org ein, indem es die ARD-Begründung angreift, das Gutachten "aus urheberrechtlichen Gründen" unter Verschluss gehalten zu haben.

Weiterlesen auf:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-02/ard-framing-gutachten-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-glaubwuerdigkeit-faq (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-02/ard-framing-gutachten-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-glaubwuerdigkeit-faq)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ohmanoman am 18. Februar 2019, 15:24
Ohmanoman, das können die Schergen ja noch weiter ausbauen auf der Baustelle “Demokratie“!

Was ist denn mit den Reichsbürgern, mit den Verschwörungstheoretikern, den Schwarzguckern, den Schmarotzern und den Nichtnutzern (weiblich und männlich)?

Ups? Nur die Rechten-tinnen? Die anderen sind verirrte FernsehguckerInnen, denen nur noch wieder erklärt werden muss, zurück zum Nutzer zu finden?

Nur noch ein kleiner Schritt zu Konsum?

Ohmanoman, was irre!

Ah, alles nach Manier des Framigs?


Edit "DumbTV":
Vollzitat Vorkommentar entfernt. Bitte für die Übersicht und besseren Erfassbarkeit keine solchen überflüssigen (ungekürzten) Vollzitate des (unmittelbaren) Vorkommentars verwenden. Zitate nur zum Hinweis auf oder Verdeutlichung von besonderen Aspekten verwenden, auf die eingegangen wird.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: DumbTV am 18. Februar 2019, 15:43
Wie bereits weiter oben in diesem Thread geschrieben, haben die beiden Autoren von netzpolitik.org, Beckedahl und Dobusch, dafür in Ihrem "ARD Rechtfertigungs- und Verteidigungsartikel" eine, um beim hiesigem Sprachgebrauch zu bleiben, Framingvorlage geliefert. Die Aussagen unter "Wer sind die Kritiker?" lässt dies klar erkennen:
Zitat von: Wer sind die Kritiker?
...die zuvor vor allem von Rechtspopulisten kam und mit entsprechender Wut auf den "Staatsfunk" gefärbt war. Auf rechten Internetseiten zitieren Autoren einseitig Passagen aus dem internen Papier und werfen der ARD vor, die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen.
Zitat von: netzpolitik.org
Und gerade rechte Webseiten machen mit dem ausgewählten Zitieren aus dem Text massiv Stimmung gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk...

Zitat von: Wer sind die Kritiker?
Oft wird auch – inzwischen eindeutig wider besseres Wissen – behauptet, dass das Gutachten eine Kommunikationsanweisung für die Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei.
Zitat von: netzpolitik.org
...und tun dabei so, als wäre diese Diskussionsgrundlage bereits beschlossene Sache einer Kommunikationsstrategie mit dem Ziel, die öffentliche Wahrnehmung zu „manipulieren“. Im Interview mit meedia.de argumentiert die ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab, dass dies keine „Mitarbeiteranweisung“ sei, sondern eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern.

Siehe auch den Sprachgebrauch von Fr. Wille beim Ihrem Auftritt:
...
"Es geht um Demokratie - unser gemeinsamer freier Rundfunk" - siehe u.a. unter
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html

Das Thema entspricht in der Formulierung 1:1 dem Framing-Manual. Es kann also keine Rede davon sein, dass es sich lediglich um eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern handelt, wie die ARD behauptet. ...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 18. Februar 2019, 16:22
Nicht alles muss explizit als "Anweisung" gekennzeichnet sein, damit es als solche verstanden und befolgt wird. Wenn der Chef seine Mitarbeiter bittet, freundlich zu den Kunden am Telefon zu sein, ist das auch eine Anweisung und nicht nur ein Verhaltensvorschlag, den man befolgen kann oder auch nicht.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 18. Februar 2019, 17:31
Über das "Framing Manual" der ARD berichten u. a.

- Cicero
- FAZ
- Spiegel Online
- T-Online
- Der Tagesspiegel
- Die Welt
- Die Zeit
- Focus
- Nordwest Zeitung
- N24
- meedia.de
- DWDL.de

- VAUNET

Wenn ich Markus Beckedahl und Leonhard Dobusch richtig verstehe, dann handelt es sich bei den obigen Namen nicht um seriöse Verbände und gute bis erste Adressen deutscher Journaille, sondern um "rechte Gegner öffentlich-rechtlicher Medien". Bislang hatte ich ja relativ viel Sympathie für Netzpolitik.org. Nachdem sich die beiden Genannten aber als ziemliche Dummbatzen erweisen, muss ich meine Position womöglich überdenken, bzw. den Frame wechseln.  8)

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 18. Februar 2019, 18:03
Elisabet Wehling hat eine Klarstellung zur Debatte über ihr "Manual" veröffentlicht:

IN EIGENER SACHE: KLARSTELLUNG ZUR AKTUELLEN DEBATTE
Erläuterung zur Tätigkeit für die öffentlich-rechtliche ARD


Zitat
[...] Das Dokument wurde als interne Arbeits- und Diskussionsunterlage verfasst, um damit eine breite Grundlage an Optionen zu haben, was davon für eine etwaig daraus abzuleitende Kommunikationsmaßnahmen genutzt werden soll, und was jedenfalls nicht. [...]

weiterlesen unter
http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
Sicherungsabbild:
https://web.archive.org/web/20190218164343/http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 18. Februar 2019, 18:25
Damit hat sich Frau E.W. schon mal aus der Affäre wegframet. Gut, das würde ich ihr sogar zugestehen. Sie sollte m.E. nicht wirklich Zielscheibe irgendwelcher persönlicher oder unpersönlicher Angriffe sein.

Ihre Schrift hat allerdings die Infamie aufgezeigt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der doch nur ein Nachrichtenmedium sein soll und (nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts den Schutz nach Art. 5 GG genießt), sich ja wirklich in moralischen Kategorien einordnet und sich überhöht - und das schon seit einigen Jahren.

Das ist "selbst" mir noch gar nicht so deutlich aufgefalllen, da geht mir jetzt auch ein Licht auf.

Oh ja, diese Selbstvergottung wird böse enden.

Vor ein paar Monaten mutmaßte ich, dass der entscheidende Schritt zur Erlösung vom örR von unerwarteter dritter Seiten kommen würde, also nicht von diesem Forum und auch nicht von Europa, eher noch von den Millennials. Aber dass es der örR sein könnte, der sich selbst abschießen wird, hätte ich nun echt nicht gedacht.

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 18. Februar 2019, 18:44
Sie hat sich weggeframet, in dem sie in einen sprachlichen Frame flieht, der den Eindruck erweckt, hier geht es, trotz verschiedener Interpretation, um wissenschaftliche Objektivitat, obwohl es bei ihrem Gutachten um Propaganda für den Rundfunk ging, was sie auch nicht mal in der vernebelnden Klarstellung leugnet:

Zitat
Und zwar, um der Institution ARD darin eine gedankliche Grundlage zu schaffen für eine Kommunikation, die auf Basis der unbestrittenen Fakten den tatsächlichen Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Demokratie schon auf den ersten Blick besser erkennbar macht.
Quelle: http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte

Die angeblichen unbestrittenen Fakten und der angebliche tatsächliche Wert werden dabei in einen für den Propagandazweck geschaffenen Frame gestellt.

Zitat
Denn: Sprache schafft Bewusstsein.
Quelle: http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte

Nein. Reflexion, nicht Sprache, schafft Bewusstsein. Mit Sprache wird aber manipuliert.

Tiere fliehen in Löcher unter der Erde, unter Steine im Meer, in Höhlen, klettern auf Bäume.
Menschen schaffen sich einen sprachlichen Frame und fliehen dahin.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 18. Februar 2019, 19:22
Was muss man denn machen, um das zu werden nach den Regeln der verleihenden Institution?
Wer klärt das mal näher?

Ich hoffe es sprengt nicht die Thementreue (sonst bitte in gesonderten Thread verschieben).
M.E. hängt das Thema Professur sehr stark mit Framing zusammen:

1) Wie kam sie an den Professorentitel

Sie hat eine Honorarprofessur der Uni Leipzig. Die Voraussetzungen stehen in
§ 65 Abs. 2 Sächs. HochschulfreiheitsG
https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/10562-Saechsisches-Hochschulfreiheitsgesetz#p65
Zitat
(2) Wer an der Hochschule Lehraufgaben wahrnimmt oder mit der Hochschule in einer engen wissenschaftlichen oder künstlerischen Arbeitsbeziehung steht, kann vom Rektor auf Vorschlag des Fakultätsrates zum Honorarprofessor bestellt werden. Für die Bestellung gelten die Voraussetzungen nach § 58 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 entsprechend.

Sie muss also einen Uni-Abschluss einen Doktor und pädagogische Eignung (also Lehrerfahrung) haben. Uni-Intern werden in der Regel 2 Gutachten von Professoren erstellt, die die Vergabe der Professorenwürde befürworten.

Als Honorarprofessor soll man, muss aber keine Lehrverpflichtungen von 2 SWS übernehmen. Nach 5 Jahren kann man das dauerhafte Titelführungsrecht beantragen.

KW hat die Honorarprofessur als Justiziarin des MDR von der Uni Leipzig in 2002 erhalten. Damals noch unterm Radar hat sie sich über Ihre guten Beziehungen den Professorentitel abgegriffen. Warum die Uni Leipzig dies gemacht hat, ist unklar, zumal der Doktortitel ein DDR-Titel ist und bei Juristen von damals nichts gutes zu vermuten ist.

2) Warum legt sie soviel Wert auf den Titel?

Das hat mit Framing zu tun. Er gibt ihr die Legitimation und die Bestätigung qua Amtssiegel, dass mit ihrer Vergangenheit alles koscher sei (was zwar nicht geprüft wurde, aber: Framing reicht).

Wenn jemand Professorin hört, dann ist emotional schon die bedingungslose Akzeptanz des Gegenübers gegeben. Genauso wie Leute alle Ärzte als Doktor bezeichnen und bei weißen Kitteln keine Fragen mehr stellen.

Am Ende hat es funktioniert: Sie bekommt 2011 die Intendanz und damit den Schalthebel, um ihre sozialistische, antikapitalistische Agenda durchzuziehen.

3) Warum war es nötig?

Im März 2001 wurden plötzlich, über 10 Jahre nach der Wiedervereinigung, wiederholte Stasi-Vorwürfe gegen den MDR laut:

Spiegel Online, 03/2001
Gespannte Stimmung: Der MDR als Stasi-Stadl
Der Mitteldeutsche Rundfunk gerät immer tiefer in die Krise:
Ein Moderator nach dem anderen verschwindet wegen Stasi-Verdachts vom Bildschirm.

http://www.spiegel.de/panorama/gespannte-stimmung-der-mdr-als-stasi-stadl-a-121135.html

Welt, 03/2001
Erneut Stasi-Vorwürfe gegen MDR-Journalisten
Unterlagen aus Gauck-Behörde ? Intendant Reiter schlägt wissenschaftliche Aufbereitung vor
https://www.welt.de/print-welt/article437046/Erneut-Stasi-Vorwuerfe-gegen-MDR-Journalisten.html

Es war also schon eine ganze Weile Dampf auf dem Kessel. Der MDR versprach rückhaltlose Aufklärung und eine Untersuchung aller Mitarbeiter auf Stasi-Vergangenheit.

Was kam dabei raus? Nichts. Zuvor waren mehrere Personen zufällig hochgepoppt. Und das sollen dann alle gewesen sein? Ziemlich starker Zufall.

Wer hat die Untersuchungen durchgeführt? Eine externe Detektei? Eine unabhängige Kontroll-Kommission? Vera Lengsfeld? Weit gefehlt. Man hat es selbst gemacht!

Da stellt sich natürlich die große Frage: Hat man den Bock zum Gärtner gemacht? Wenn man intern alle Personen durch-checken lässt, wer steht da ganz oben über der Prüfung? Die Chefjustiziarin etwa??

Wenn sie über jeden Verdacht erhaben ist, kann das sein. Jemand der einen Professorentitel ehrenhalber einer renommierten Universität erhalten hat, wird doch nicht... kann doch nicht....

4) Gibt es Zweifel an KW?

FAZ, 10/2011
MDR Intendanz - Frau aus dem Osten mit Vergangenheit
Karola Wille soll zur Intendantin des MDR gewählt werden. Zu DDR-Zeiten verfasste sie juristische Aufsätze zum Klassenkampf. Darüber reden will sie im Augenblick nicht.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/mdr-intendanz-frau-aus-dem-osten-mit-vergangenheit-11499624.html

Die Vergangenheit ganz knapp:
- feuriges SED-Mitglied
- Jurastudium (wer im Osten studieren durfte, war linientreu, wer Jura studieren durfte dreimal linientreu)
- Doktor der Rechte (10x durchgecheckt, dass wirklich vollste sozialistische Überzeugung da ist)
- Heirat eines Militärstaatsanwalts (spätestens jetzt hat die Stasi-Akte 200 Seiten, außer sie ist selbst IM!)
- Assistenz an einem Institut unter der Leitung eines Stasi-Offiziers (an dieser Stelle fehlt mir die Fantasie, wie sie nicht wenigstens "eingeladen" wurde, IM zu sein)

Siehe dazu auf Vera Lengsfeld, 09/2017
Das Gegenteil von Staatsnähe
von Gastautor Dr. Wolfgang Hintze
Zitat
[...] Aber wer ist eigentlich Karola Wille? Wir lesen mit zunehmender Verblüffung in Wikipedia: im sächsischen Karl-Marx-Stadt geboren, trat sie mit 18 in die SED ein, studierte im “Rechtsstaat” DDR Jura, arbeitete am Leipziger Institut für Internationale Studien, welches den „Klassenfeind“ – die Bundesrepublik – fest im Blick hatte, mit einem Geheimdienstoffizier im besonderen Dienst zusammen, und war schließlich einige Jahre mit einem Militärstaatsanwalt der DDR verheiratet. [...]
https://vera-lengsfeld.de/2017/09/21/das-gegenteil-von-staatsnaehe/

Mir persönlich reichen diese Indizien. Die Beweislast liegt bei KW. Was kam da? Offenlegung der Akten? Mehr als "ich war jung und dachte die SED sei gut" kam da nicht. Zur Stasi-Vergangenheit ist mir keine klare, öffentliche Aussage von KW bekannt.

Blogger Danisch fasst die Gemengenlage zusammen:
Danisch: Die Zensorenkarrieren der DDR-Frauen
http://www.danisch.de/blog/2017/02/19/die-zensorenkarrieren-der-ddr-frauen/

Die Reaktion von KW:
Das Männermagazin: Aus der Reihe „Ich bin schlau, aber blöd“
https://das-maennermagazin.com/blog/karola-wille-gegen-hadmut-danisch-

Das spricht doch Bände. KW ist besonders bemüht, den Schein zu wahren und Kritik im Keime zu ersticken. Sie war es auch, die das "Gutachten" des fiktiven Berkeley Instituts in Auftrag gab. Passt schon.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 18. Februar 2019, 19:39
Welche Aktionen ermöglicht dieser MANUAL-Skandal?
Darüber reden ist gut, daraus Waffen schmieden ist besser.
Hier Übersicht der "Antworten" in diesem Thread für eine kohärente Strategie "pro Rechtsstaat", nachdem die 9 ARD-Anstalten sich hier ja als "Wahrheitsministerium" geoutet haben auch für solche, die das bisher nicht wussten.
(Wir hier im Forum wussten es immer - sonst wären wir ja nicht hier vereint.)

Antwort 40: Abruf von Informationen bei ARD, München:
Das kann jeder ebenfalls per E-Mail machen. Machen ist macht, macht euch Macht!
- Postadresse usw. "Berkeley Institute"?
- Wie viel mussten wir "Eigentümer des Rundfunk-Kapitals" aus unserem Kapital für die Top Wissenschaftlerin zwangs-abzweigen?  (MANUAL: "Kapital"! Ein wenig Wirtschafts-Fachkenntnis sollte Linguisten eigentlich nicht besonders schaden...) 
- und andere Fragen.
- Bei dieser Gelegenheit, wie viel hat das Gutachten von Prof. Dr. Paul Kirchhof 2010 aus unserem "Kapital" abfließen lassen?

Die Frage nach dem Gesamttext ist gegenstandslos. Wir haben ihn und da der SPIEGEL den Link veröffentliche, kann dieser nicht mehr als Geheimnis bezeichnet werden:
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf
--- vermerkt im SPIEGEL  18.02.2019   16:55 Uh
http://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-debatte-um-das-framing-manual-von-elisabeth-wehling-a-1253756.html

Erstaunlich ist übrigens, dass der SPIEGEL dies MANUAL von 2017 auf Februar 2019 datiert. Es erweist sich wieder: Wer hier im Forum liest, ist klar im Vorteil.

Dass der Text insgesamt verfügbar werden würde, war von vornherein voraussehbar nach der ersten Publizierung in WELT und TAGESSPIEGEL. Da muss der darüber schreibende Journalist das Dokument ja den prüfungspflichtigen Gegenlesern ins Redaktionsarchiv einstellen. Darauf haben dann 100++ Personen Zugriff gehabt, darf vermutet werden. Wer der Sünder für Weitergeben ist, weiß dann niemand, weil mehrere Zugreifer im Log-Protokoll sind. Warum lässt man Erschießungen durch 10 gleichartig bewaffnete Leute durchführen - damit niemand ermitteln kann, wer der strafrechtlich verantwortliche "Täter" war. 

Darf das Geheimhalte-Gezeter des ARD-Sekretariats als Dramaturgie des Spannendmachens interpretiert werden?

Antwort 108 (und 81): Süßholz-Raspel-Raspel- Zitate zu virtuellen Intendanten-Reden in Zufallsmethode kombinieren:
Wer wirkt mit bei diesem Job?

Antwort 126 - oberer Teil: Neue Verfassungsbeschwerde nun erst recht möglich für Nichtzuschauer.
Da ist übrigens schon etwas in Arbeit. Mal sehen, ob die Moderatoren das dann bald auf die fernseh-nichtnutzenden  "nichtsnutzigen" Forums-Nutzer loslassen lassen. Fertigstellung aber noch nicht gewährleistet.

Antwort 126 - unterer Teil: Handelt es sich um eine "lancierte Indiskretion" beim Publikwerden des MANUAL? .
Ist der riesige Wählerstimmen-Verfall CDU und insbesondere katastrophal bei der SPD im MDR-Gebiet, ist das nun Anlass, dass Intendantin Wille über den Umweg des MANUAL-Skandals entthront werden soll? (Milieu-Slang: "demiontiert werden soll".)
Denn sie war es ja wohl in ihrer "ARD Regentschaft" 2015...2017, die die Proliferaten von solidarisch etc. etc. startete und unter der das MANUAL in Auftrag gegeben wurde? DDR-Sprech? DDR2?
Und dass der MDR von der DDR vielleicht mehr als noch demokratie-koscher geerbt hat, stellt sich ja als Frage nach Lesen der hier vorhergehenden Antwort 142 von @cook .

Quer-Info: Intendant Dr. jur. Boudgoust, SWR, hat (etwa) 10. Dezember 2018 sein Amt zur Verfügung gestellt - übrigdns rund 6 Tage vor Fristablauf der von hier koordinierten Erörterung "Politik-Justizskandal teilweises Falschinkasso Rundfunkabgabe") ,
Journalistin Patirica Schlesingen, RBB, wurde von Dritten schon einmal als geeignete Anwärterin für das Schwergewicht SWR genannt. Die Ausschreibung des Postens - hier im Forum einsehbar gemacht - ist allerdings wohl auf nur 1 einzige Person gut passend, Dr. B., bereits SWR.
Nun ist der MDR ein anderes Schwergwicht und vom Büro Patricia Schlesingen bis zum Sekretariat ARD ist der Fußweg relativ kurz - beide im gleichen Haus. Und der Anstalten-Verschmelzungs-Experte Dr. jur. Binder, RBB, ist dort ja ebenfalls physisch mit seinem Büro vertreten - und ist ARD-zuständig für "ARD-Rerformprozess". Und Patricia Schlesinger - unter Berliner Widerständlern mit Kosenamen Patty tituliert - wird da schon mal gelegentlich als "leicht links" bezeichnet, was auch immer das sein mag, jedenfalls noch im konfrontationsfrei verdaubaren Spektrum der MDR-Journalisten-Teams?
Irgendwie passt das alles zusammen - oder nicht?

Antwort 131: Keine Sprachregelungs-Anleitung, sondern nur irgendwas Nebulöses? Hier der Beweis von "Sprachregelung".
http://www.ard.de/download/4898208/ARD_Gemeinwohlbroschuere.pdf
Das ist also schon einmal etwas für den Antrag auf Härtefallprüfung für Befreiung auch aus "Gewissensgründen" und später als Beweisantrag im Klageverfahren.

Antwort 131 / untere Hälfte: Merkwürdige Professor-Titel-Doppelung bei den Obersten des MDR?
- Mein Editieren überschnitt sich zeitlich mit der hier vorhergeehenden Antwort von @cook , der sämtlich Unklarheit restlos viel besser beseitigt - und manche werden überhaupt nicht besonders appreciieren, was da alles zu Tage kam, oder? -

Hier also mein unmittelbar zuvor eingetipper Text, der nun nur noch kleine Zusatzinfo darstellt:
Gebrauchsanweisung gesucht, wie kommen wir alle an einen lebenslangen Titel als "Honorar-Professor"? Nicht von einer kalifornischen "Universal Spirit University", nicht aus Südosteuropa oder aus asiatischem Steppenstaat, sondern so seriös wie hier hätten wir es alle gern, automatisch anerkannt und führbar nach deutschem Recht.
@pinguin Antwort 138: Professor kann man in der Tat ganz normal auch ohne vorherige Promotion ("Dr.") werden: so wohl insbesondere an Fachhochschulen? Aber da ist ein Usus, dass es allgemein und insbesondere mit dem "Honorar..." etwas leichter geht, wenn immerhin Dr..
Und im Zweifel lässt man sich an einem französischen Gymnasium zum "Prof" = Lehrer ernennen, beispielsweise für Deutschkurse, und schon ist man "Professeur". Übrigens, nichts da mit Professeuse, man sagt "la professeur". Schließlich ist auch eine Anwältin immer "Maître" und nicht "Maîtresse". :-)

Antwort 132: Süddeutsche Zeitung: Wir alle hier sind "rechts"?
SZ / ZEIT: "...vor allem von Rechtspopulisten kam und mit entsprechender Wut auf den "Staatsfunk" gefärbt war. Auf rechten Internetseiten zitieren Autoren einseitig Passagen aus dem internen Papier und werfen der ARD vor, die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen."
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-02/ard-framing-gutachten-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-glaubwuerdigkeit-faq

Wer sich hierdurch beleidigt fühlt, fordere dort doch mal rasch eine gedruckte Richtigstellung bei der Zeitung, wo es stand. (Aus Antwort 132 nicht klar ersichtlich.) Also, der Manipulationsvorwurf ist in diesem Thread ja allgegenwärtig. Aber von "rechts"' habe ich hier im Forum noch nicht viel gemerkt. Richtigstellung einfordern? Journalistische Freiheit überschritten?
Und überhaupt, "Rechtspopulisten", seit wann ist es in einer guten Demokratie ein Fehler, dass politische Parteien das tun wollen, was wesentliche Wählerschichten wollen? Wenn man Demokratie der Wählermehrheit als "Populismus" und zwar im Sinn von "böse, gefährlich, halb-kriminell" degradiert, was unterscheidet unsere Staatsbesitzenden noch von China und Russland? Wir sind das Volk, uns gehört die Regierung und nicht umgekehrt.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: sonne2016 am 18. Februar 2019, 20:27
Wer mehr zu den wissenschaftlichen Leistungen von Frau Wehling erfahren möchte, bitte schön:

maninthmiddle.blogspot.com, 13.02.2019
Elisabeth Wehling - ein Scheinriese?
http://maninthmiddle.blogspot.com/2019/02/scheinriese-elisabeth-wehling.html

Anfügung Mod. seppl:
Archiv
https://web.archive.org/web/20190218193440/http://maninthmiddle.blogspot.com/2019/02/scheinriese-elisabeth-wehling.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Uwe am 18. Februar 2019, 20:41
(https://www.hfph.de/forschung/institute/leadership/pressespiegel/logo_welt.jpg)
Bildquelle: https://www.hfph.de/forschung/institute/leadership/pressespiegel/logo_welt.jpg

AfD oder ARD? Hier jedenfalls fällt die Unterscheidung schwer

Quelle: WELT 18.02.2019


Zitat
„Exzellenz statt Umsatz”, „Fernsehen ohne Profitzensur”: Im Framing-Papier für die ARD wird jede alternative Organisationsform des Fernsehmarktes verleumdet. Von da aus ist es nur noch ein Schritt zum offenen Antikapitalismus.

[…] Die Framing-Vorschläge Elisabeth Wehlings scheren sich jedoch nicht um empirisches Wissen. Sie wollen unabhängig von dem, was ist, eine Reihe von Vorstellungen und Werturteilen manipulativ durchsetzen. Läge das Wehling-Gutachten richtig, dann wäre die Zustimmung der Bürger zur ARD nur zu sichern, indem eine antiliberale, volksgemeinschaftliche, antimarktwirtschaftliche öffentliche Meinung hergestellt wird. Ein noch schlimmeres Zeugnis hätte die Autorin dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum ausstellen können.

weiterlesen auf:
https://www.welt.de/wirtschaft/article188971321/ARD-Framing-Papier-Ein-Versuch-den-freien-Markt-zu-verleumden.html (https://www.welt.de/wirtschaft/article188971321/ARD-Framing-Papier-Ein-Versuch-den-freien-Markt-zu-verleumden.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 18. Februar 2019, 21:26
... es heisst ja, die Verfasserin des Manuals habe sich intensiv mit dem Werk eines Herrn Goebbels befasst.

Vielleicht wäre es ganz hilfreich gewesen wenn ihr dabei auch jemand erklärt hätte, WAS dieser Goebbels beruflich so gemacht hat ?!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: azdb-opfer am 18. Februar 2019, 21:34
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/faz.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/faz.png

FAZ (FAZ+ Abo), 18.02.2019

Framing-Manual der ARD
Es ist Irrsinn, aber es hat System

Wer keinen Rundfunkbeitrag zahlt, ist „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ und missachtet den „allgemeinen Willen des Volkes“:
Warum die ARD jetzt semantische Gehirnwäsche übt.


Von Michael Hanfeld

Zitat
Wir fassen uns jetzt alle an den Händen und sagen: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Nochmal, bitte mit etwas mehr Emphase: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Schon besser. Geht doch! Aber aller guten Dinge sind drei, und wir sind die Guten, also alle im Chor: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Klingt das nicht gut, fühlen wir uns jetzt nicht besser? Tief durchatmen, das Mantra murmeln und los gehts in die Diskussion mit bösen Rundfunkkritikern, die die Welt ins Unheil stürzen und uns „unseren gemeinsamen, freien Rundfunk ARD“ nehmen wollen. Wir wissen es nicht nur besser als die, wir sind besser. Deshalb informieren wir jetzt auch nicht mehr, wir setzen nicht auf Argumente, denn „objektives, faktenbegründetes und rationales Denken gibt es nicht, zumindest nicht in der Form, in der es der Aufklärungsgedanke suggeriert“. Wir reden nur noch moralisch. Wir sind die Moral.

So vorzugehen empfiehlt ein „Framing Manual“ der Linguistin Elisabeth Wehling, das schon 2017 entstand, aber erst jetzt publik wurde (nachzulesen bei netzpolitik.org), den „Mitarbeitenden“ der ARD. Es hämmert ihnen auf 89 Seiten ein, was sie tun sollen, um „Ihre Mitbürger“ dazu zu bringen „den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen“. […]

Weiterlesen auf (FAZ+ Abo):
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/was-das-framing-manual-der-ard-von-elisabeth-wehling-soll-16047741.html (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/was-das-framing-manual-der-ard-von-elisabeth-wehling-soll-16047741.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 18. Februar 2019, 21:41
Die Goldene Hoftrompete für den Monat Februar geht an: Elisabeth Wehling – die Hoftrompete der Hoftrompeter
Quelle: Deutschland-Kurier  15. Februar 2019


https://www.deutschland-kurier.org/die-goldene-hoftrompete-fuer-den-monat-februar-geht-an-elisabeth-wehling-die-hoftrompete-der-hoftrompeter/

Zitat
Kostprobe gefällig? Die jetzt schon beschönigend als »Rundfunkbeitrag« bezahlte Zwangsgebühr wird noch dreister schöngefärbt: als »proaktive, selbstbestimmte (da demokratisch entschiedene) Beteiligung der Bürger am gemeinsamen Rundfunk ARD«. Zwar wird an der Rundfunkgebühr gar nichts »demokratisch« entschieden, sie wird von einer Kommission mit der Länderregierung ausgekungelt. Den Bürgern hämmert man trotzdem ein, dass der Rundfunk »allen« gehört.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 18. Februar 2019, 22:30
Institut für Meinungsforschung und politischen Exorzismus 18. Februar 2019

Die ARD-Generalsekretärin spricht nicht gern vom Framing

Roger Letsch

Zitat
Der Tonfall des halbherzigen Dementis der ARD schwankt zwischen Trotz, Beschwichtigung und Relativierung, was bis in die Typografie geht. Da spricht Frau Pfab vom „so genannten Framing Manual“ und setzt Framing Manual in Anführungszeichen.

So genannt wird das Pamphlet jedoch, weil es exakt so genannt wurde – und zwar bereits im Titel selbst und in goldenen Versalien!

https://unbesorgt.de/die-ard-generalsekretaerin-spricht-nicht-gern-vom-framing/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 18. Februar 2019, 22:45
Publico, 18.02.2019
Sie werden geframt: von Ihrer ARD
Mit einem geheim gehaltenen Sprachreglungs-Katalog will die Senderfamilie die öffentliche Stimmung beeinflussen. Interessant ist, unter welcher Intendantin das „Framing Manual“ entstand
von Alexander Wendt

Zitat
In einem Interview mit der ZEIT sagte Wille 2012:
„Natürlich tut mir im Nachgang vieles leid, das in der DDR passiert ist. Ich persönlich muss mich aber auch fragen: Hast du etwas konkret zu verantworten, hast du als Juristin einem Menschen persönlich geschadet? Und da kann ich nur sagen: Nein, das habe ich nicht.“

Auch im Fall des „Framing Manuals“ kann Wille natürlich darauf verweisen, nicht die Autorin gewesen zu sein. Und ARD-Generalsekretärin Pfab betont, kein ARD-Mitarbeiter müsse sich nach dem Neusprech-Leitfaden richten, er sei selbstverständlich nur eine Anregung.

Obwohl das Manual aus der Gegenwart stammt, steht es für die gleiche binäre Weltsicht wie die Schriften Willes aus der Zeit vor 1990: Hier das durch Moral gerechtfertigte Denksystem, dort der antagonistische Gegner, dessen Argumente per se nichts taugen können.

weiterlesen unter
https://www.publicomag.com/2019/02/sie-werden-geframt-von-ihrer-ard/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: sparks am 18. Februar 2019, 23:10
Zitat
Genau diese Steuerung wird nun von Kritikern hinter dem Gutachten vermutet, weshalb [ARD-Generalsekretärin] Pfab mit einer Klarstellung auf der Homepage der ARD reagierte. Hier bekräftigt sie, dass es sich bei dem Gutachten weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um Handlungsanweisungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handelt. Vielmehr werde das Papier bei internen Workshops "als Diskussionsgrundlage" genutzt, um über die Wirkung von Formulierungen mit Bezug zu den dahinterstehenden Werten zu sprechen.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-02/ard-framing-gutachten-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-glaubwuerdigkeit-faq

Es ist eine klare Handlungsanleitung, keine bloße Diskussionsgrundlage, was auch der Titel besagt: "Framing-Manual". Manual bedeutet: Anleitung, Handbuch, Leitfaden.

Zahlreiche Textstellen belegen das eindeutig, worauf oben auch schon "Bürger" in # 121 hingewiesen hat; dieses "Framing-Manual" strotzt förmlich davon:

Zitat
... Das Wort „Konsument“ also hat schwerwiegende Folgen für das Voranbringen der Interessen der ARD.
Aha, das bloße Wort "Konsument" ist den Interessen "unserer gemeinsamen, freien" ARD abträglich, also wird empfohlen, es gar nicht mehr zu gebrauchen. Deswegen existieren die Konsumenten und Nicht-Konsumenten des Rundfunks aber doch und sehen sich weiter als solche.

Zitat
Wenn man Ihnen „Quotenfixierung“ vorwirft, dann sagen Sie nicht, dass „der Vorwurf der Quotenfixierung ungerechtfertigt“ sei.
(Alle Hervorhebungen, auch in den folgenden Zitaten, nicht im Original)

Die Quotenfixierung der LRA  ist eine seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit zu Recht kritisierte Praxis. Anstatt das endlich abzustellen, soll das Wort gar nicht mehr in den Mund genommen werden. Letzten Endes soll so die berechtigte Kritik abgewürgt werden.

Zitat
Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner, und nutzen Sie diejenigen Frames, die Ihre moralische Perspektive auf die Sachverhalte deutlich machen, immer und immer wieder – von Interview zu Interview, von Debatte zu Debatte, von Schriftsatz zu Schriftsatz. Nur durch die ständige Wiederholung neuer sprachlicher Muster über längere Zeit hinweg ist es möglich, den neuen Frames kognitiv Geltung zu verschaffen und sie damit zu einer realistischen Wahrnehmungsalternative werden zu lassen.
...
Strategisches Framing ist ein stufenweiser Prozess, und: Es führt kein Weg an einem strategischen Framing vorbei, will man erfolgreich Mitbürger mobilisieren und sie heute und morgen für die ARD begeistern.
Begeisterung für die ARD durch gezielte Manipulation??

Zitat
Nutzen Sie vor allem Plakatkampagnen und Werbesport im TV oder Radio, um die neuen Framings in Form von Slogans und Schlagwörtern umzusetzen und Geschichten zu erzählen, die ihrer moralischen Perspektive treu sind. ...

Je länger Sie die neuen Framings nutzen, desto stärker werden Ihre Rezipienten die ihnen innewohnenden Assoziationen zu der Arbeit und Rolle der ARD verinnerlichen.
Ha, ist das etwa keine Manipulation, wozu da geraten wird? Es ist eine Ungeheuerlichkeit!

Zitat
Selbst die Aufmerksamkeit ihrer Gegner ist positiv. Denn wo man Sie und Ihre neuen Konzepte angreift, da entsteht eine Debatte. Eine Debatte bedeutet wertvolle Aufmerksamkeit. In eine Debatte mischen sich Bürger ein und denken mit.

"Die Bürger denken mit", aber nur noch in den vom Rundfunk gewünschten Bahnen ... So hätten sie es natürlich gern.

Zitat
Und da Sie es sind, die die neuen Konzepte und Ideen auf den Tisch legen, wird Ihr Gegner immer Gefahr laufen, sich in Ihre (neuen) Frames einzukaufen und sie zu propagieren, indem er sie negiert. Und nicht nur das, es besteht auch eine gute Chance, dass die angestoßene Debatte oder Diskussion unter dem Titel Ihrer moralischen Framings geführt wird ...

Was ist eine solche "Debatte" wert, die von Anfang an durch sorgfältige Ausklammerung aller kritischen Wörter und Begriffe in die für den Rundfunk gewünschte Richtung gelenkt wird? Und das dann unter dem Motto: "Unser gemeinsamer freier Rundfunk"!?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 19. Februar 2019, 09:04
Anleitung aus framing manual:
Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf


Zitat
Wir nehmen es nicht wahr und wir können es auch nicht beeinflussen. Aber es hat zentrale Konsequenzen für Ihre Kommunikation: Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner, und nutzen Sie diejenigen Frames, die Ih­re moralische Perspektive auf die Sachverhalte deutlich machen, immer und immer wieder – von Interview zu Interview, von Debatte zu Debatte, von Schriftsatz zu Schriftsatz. Nur durch die ständige Wiederholung neuer sprachli­cher Muster über längere Zeit hinweg ist es möglich, den neuen Frames kogni­tiv Geltung zu verschaffen und sie damit zu einer realistischen Wahrnehmungs­alternative werden zu lassen.

Indem Sie gleich die folgenden Teile dieses Manuals lesen und sich auf die Um­setzung der Framing­Methode für die Kommunikation der ARD vorbereiten, gilt es, zwei wichtige Punkte im Kopf zu behalten: Strategisches Framing ist ein stufenweiser Prozess, und: Es führt kein Weg an einem strategischen Framing vor­bei, will man erfolgreich Mitbürger mobilisieren und sie heute und morgen für die ARD begeistern.

Ich frage euch: Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Roggi am 19. Februar 2019, 09:29
Wie wird denn dann der Sachverhalt geframed, dass man eingesperrt wird, wenn man deren Angebot ablehnt und lieber für andere Sachen arbeitet und Geld ausgibt?  Zwangsarbeit macht frei?

Es ist über hundert Jahre her, als eine gewisse Art von Neusprech verwendet wurde. Auch wenn der Vergleich damit oder die Verwendung dieser Sprüche verpönt ist, sind die Parallelen dazu unübersehbar.

Da dieses Framesprech in allen Eigenproduktionen des örR verwendet werden MUSS, werden die Bösewichte im Tatort nur noch rechts zugeordnet,  Politiker verteilen in den Filmen großzügig Steuergelder an bedürftige Einrichtungen und ansonsten wird der Keil in der Gesellschaft unsichtbar weiter getrieben.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ohmanoman am 19. Februar 2019, 09:33
Zitat
Nutzen Sie vor allem Plakatkampagnen und Werbesport im TV oder Radio, um die neuen Framings in Form von Slogans und Schlagwörtern umzusetzen und Geschichten zu erzählen, die ihrer moralischen Perspektive treu sind. ...

Je länger Sie die neuen Framings nutzen, desto stärker werden Ihre Rezipienten die ihnen innewohnenden Assoziationen zu der Arbeit und Rolle der ARD verinnerlichen.

"Eigenwerbung von ARD-ZDF-GEZ" im öffentlichen Raum (Sammlung)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=20293.0

Läuft doch schon auf vollen Touren!

Ohmanoman
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 19. Februar 2019, 09:53
Man muss aber naiv sein, um zu denken, das beschränkt sich auf Eigenwerbung.

Das Problem liegt nicht nur bei der ARD, sondern ist leider viel fortgeschrittener. Wir bewegen uns allgemein Richtung Totalitarismus wieder. Von links und rechts. Ich kann, Roggi, deswegen Deinem letzten Jammer-Absatz für Deine Rechten nicht zustimmen: Rechtspopulisten wollen den Totalitarismus nur offener, nicht subtil wie Linke.

Den Bürgern wird misstraut. Früher gab es keine technische Kontrollmöglichkeit, aber es genügte, zu sagen: "ich habe kein Gerät".  Heute, trotz allem technischen Fortschritt, ist eine plumpe Zwangsabgabe nötig geworden. Keine Flucht von der Abgabe.

Das Misstrauen beschränkt sich aber nicht auf diese monetären Sachen: es gilt der Gedanke, ohne öffentlich rechtlichen Rundfunk werden wir alle Nazis. Deswegen müssen wir von den Guten mit hohen wirtschaftlichen Kosten geframed werden. Und wer entscheidet, wer die Guten sind?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 19. Februar 2019, 09:56
Neuer Job für einen der Experten "fragdenstaat" unter uns:
------------------------------------------------------------------
- wer es "ganz sicher sofort machen wird", am besten hier in den Thread hinein berichten, damit Doppeltarbeit vermieden wird -

Frage an:
ARD Generalsekretariat:

Zitat
Frau Elisabeth Wehling hat nicht nur ein 89-seitiges Dokument "Manual" auf Kosten der Rundfunkabgaben-Zahler erstellt. Sie hat darüber hinaus persönliche Service-Dienstleistungen erbracht. Sie belegt dies selber: Siehe das untenstehende Zitat.

Als Rundfunkabgaben-Zahlungs-Zwangsververpflichtete gelten seit 18. Juli 2018
-------------------------------------------------------
 - Entscheid des Bundesverfassungsgerichts - alle Bürger, weil nach Meinung der Richter ("Meinung der Richter") Nutznießer - sogar die Nichtzuschauer (so die Meinung der Richter, die dies demnach als mit den Denkgesetzen vereinbar angesehen haben - jedenfalls in der damaligen Zusammensetzung der Spruchkammer vom 18. Juli 2018).
Also ist jeder Bürger finanziell belastet. Laut Analyse von Frau Wehling - verbreitet intern durch die ARD ohne Vorbehalts-Anmerkung - sind damit alle Bürger die Eigentümer des Rundfunk-"Kapitals" - das Shareholder-Prinzip. 

Eigentümer haben Auskunftsrecht. Hiermit wird um Auskunft erbeten:
----------------------------------------------------------
(1) Was ist die Summe der Zahlungen an Frau Elisabeth Wehling 2015 bis 2019?
(Bitte auflisten mit Datum und Verwendungszweck.)
(2) Wer war der Zahlungsempfänger(in)?
(Bitte mit Namen und Adresse, wobei abgekürzt werden darf.)
Und bitte immer auch die zahlende Stelle. Bei den Service-Offerten wird ja wohl nur 1 Senderanstalt gezahlt haben? Welche?
(3) Wurde deutsche Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt?
(4) War ein Berkeley Institute unter den Vertragspartnern und Rechnungsstellern und Geldempfängern? Wenn ja, dann bitte die Rechtsform kennzeichnen und die Adresse. Laut MANUAL: "Transparenz" ist ARD-Pflicht (siehe ganz ausdrücklicher Leitslogan im Original-Textzitat weiter unten). Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu verbergen.
(5) Gab es eine Ausschreibung? Wie viele Anbieter? (Anfangsbuchstaben genügen.) Wo im EU-Ausschreibungssystem publiziert und nachlesbar?


Anmerkung: Eine Adresse des hierfür tätig gewordenen "Berkeley Institute" war bisher nicht ermittelbar.
-------------------------------------------------------
Weder in Berkely noch in Hamburg, Berlin, Wien (alle bisher in diesem Kontext nach bisheriger Klärungsbemühung in Betracht gezogenen Standorte).
Einer Aufklärung wird mit besonderem Interesse entgegengesehen. Das ARD-Generalsekretariat verfügt sicherlich über die Kontaktdaten des im MANUAL ja hervorgehoben auftretenden BERKELEY INSTITUTE.


Auf die Bedeutung sei hingewiesen.
----------------------------------------------------
Es ist zu fragen, ob der Entscheid des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2018 zugunsten ARD, ZDF,... durch Framing im Sinne dieses MANUALs beeinflusst wurde. Dies wird gegenwärtig als Wiederaufnahme-Grund erörtert. Man vergleiche die Textpassagen des Framing MANUALs mit einem beispielhaften Auszug der verschiedenen wertenden Formulierungen im Entscheid des Bundesverfassungsgerichts - siehe unten.

Mit freundlichem Gruß
.....................



Am 19. Februar 2019 gelesen auf: http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
-------------------------------------------------------------------
Zitat
"Die vorgegebenen Themen und Einordnungen zu Auftrag und Bedeutung der öffentlich-rechtlichen ARD wurden in Workshops (bei meiner Anwesenheit) diskutiert und im finalen Dokument auch entsprechend abgebildet. Darum finden sich auch Begrifflichkeiten darin, die keineswegs als Empfehlung anzusehen sind. Das Ergebnis dieser Workshops wurde zusammenfasst und ergänzt, sowie auf Inkohärenzen hingewiesen. "
Anmerkung: Die renommierte Sprachwissenschaftlerin meinte offenkundig: "und es wurde auf Inkohärenzen hingewiesen".

BVerfG v. 18.7.2018, Rn 80 f.
----------------------------------------
Zitat
"In der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Funktion

– durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen (die Fakten
und Meinungen auseinanderhalten) die Wirklichkeit nicht verzerrt
darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken,
vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes
Gegengewicht zu bilden –

zu nutzen, liegt der die Erhebung des Rundfunkbeitrags rechtfertigende
individuelle Vorteil."


Man vergleiche den Wortlaut des BVerfG mit der "ARD Gemeinwohlbroschüre" / einleitende Kernsätze:
--------------------------------------------------------
- In der Originalfassung 2017 von 89 Seiten -
Zitat
    "DIE ARD WIR SIND DEINS
    TEILHABE
    EIN RUNDFUNK FÜR ALLE

    UNABHÄNGIGKEIT
    GEMEINSAM FINANZIERT,
    UNABHÄNGIG ORGANISIERT

    QUALITÄT
    AUSGEZEICHNETER JOURNALISMUS UND EINZIGARTIGE INHALTE

    VIELFALT
    VIELFÄLTIG WIE DIE GESELLSCHAFT
...
    INNOVATION
    VERLÄSSLICH IM WANDEL
    WERTSCHÖPFUNGPARTNER FÜR MEDIEN, KULTUR UND WISSENSCHAFT

    VERANTWORTUNG
    TRANSPARENT UND NACHHALTIG "
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 19. Februar 2019, 10:02
Neuer Job für einen der Experten "fragdenstaat" unter uns:

(5) Ob es eine Ausschreibung gab und wie sie verlief.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 19. Februar 2019, 10:06
... um zu erkennen, dass das hier alles absurd ist, dazu muss man nicht Psychologie studiert haben (... es belegt aber sehr schön, wie schnell eine Gesellschaft unmerklich in den kollektiven Irrsinn abdriften kann - das wird mir erst jetzt klar), nichtsdestotrotz kann man das alles ja noch ein bisschen weiter treiben (dazu muss man nicht Sonnenborn heißen), denn: SATIRE DARF ALLES !

ALSO: Wenn ich Anteilseigner des Rundfunks bin, dann müsste ich doch auch Anspruch auf Rentenanteile haben - ich zahle ja ein (#) :police: >:D ?!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 19. Februar 2019, 10:08
FAZ (FAZ+ Abo), 18.02.2019

Framing-Manual der ARD
Es ist Irrsinn, aber es hat System

Wer keinen Rundfunkbeitrag zahlt, ist „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ und missachtet den „allgemeinen Willen des Volkes“:
Warum die ARD jetzt semantische Gehirnwäsche übt.


Von Michael Hanfeld
[…]

Weiterlesen auf (FAZ+ Abo):
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/was-das-framing-manual-der-ard-von-elisabeth-wehling-soll-16047741.html (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/was-das-framing-manual-der-ard-von-elisabeth-wehling-soll-16047741.html)


Herr Hanfeld bringt es in diesem Artikel, der auch in der heutigen Printausgabe der FAZ (S.9) publiziert wurde, auf den Punkt:
Zitat
Die „Rundfunkbeteiligung" entrichten wir im Sinne freier „Eigenfürsorge", „um unserer selbst und unseres Landes willen" und um uns „vor den Zugriffen und Übergriffen ebenso wie vor der Vernachlässigung durch profitwirtschaftliche oder demokratieferne Medien zu schützen".

Diese sehen den Menschen nur als Konsumenten und begehen „Profitzensur", wohingegen die ARD sich um das Wohl des Ganzen und aller Menschen sorgt.
 
Wer die ARD kritisiert, sie reformieren oder verkleinern möchte, stellt „das Recht der Bürger an einer umfassenden und gründlichen Rundfunkversorgung in Frage", was einer „Forderung nach weniger Demokratie, weniger Teilhabe und weniger Fürsorge" entspricht.

Das stellt ein Sakrileg dar, schließlich „handelt es sich bei der ARD und den Bürgern nicht um getrennte Entitäten": „Die ARD ist von uns, mit uns und für uns geschaffen: Und die ARD existiert einzig und allein für uns."

Durch uns, mit uns, in uns: An dieser Stelle fehlt nur noch das Amen, Und es fehlt nur noch, dass sich die ARD in ihrer real existierenden Form für gottgegeben hält.

Weit entfernt ist die Geisteshaltung, mit der hier „Framing" betrieben wird, von dieser Hybris nicht, Sie ist lrrsinn mit System, Sie entspricht einem totalitären Denken, das die Welt in Gut und Böse, in Freund und Feind teilt und den kritischen Diskurs durch moralische Beschämung ausschaltet.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 19. Februar 2019, 10:19
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/nzz_neue_zuercher_zeitung.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/nzz_neue_zuercher_zeitung.png

Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2019

Kolumne
Bitte denken Sie jetzt nicht an Propaganda

Der deutsche Rundfunksender ARD hat ein «Framing-Manual» herausgegeben, um den Bürger von den eigenen Vorzügen zu überzeugen. Wo hört Werbung auf, und wo fängt Manipulation an?

Von Milosz Matuschek

Zitat
[…]
Framing bedeutet, dem Betrachter einen Rahmen zu bauen, innerhalb dessen eine Information so erscheint, wie sie gewünscht wird. Edward Bernays, der Erfinder der modernen Propaganda, bei dem sich wiederum Goebbels Inspiration geholt hat, machte einst Zigaretten als «Fackeln der Freiheit» für die Frau von Welt attraktiv. Die Nationalsozialisten versteckten ihre Vernichtungspolitik hinter kryptischen Code-Begriffen oder nannten sie Umsiedlungen. Bernays benannte «Propaganda» später in «Public Relations» um. Frame erkannt, Gefahr gebannt. Begriffe und Bilder sind mächtig. Wer die Sprache kontrolliert, kontrolliert das Denken und lenkt damit demokratische Entscheidungen. Der Kognitionspsychologe Rainer Mausfeld («Warum schweigen die Lämmer?») warnt deshalb in diesem Zusammenhang vor unserem natürlichen «Wortaberglauben».

Seien wir ehrlich: Auch in der perfektesten Demokratie ist Naivität keine Bürgerpflicht. Schon Bertrand Russell schrieb, dass Propaganda das Mittel sei, um in Demokratien Meinungen zu schaffen. Nach Noam Chomsky, der von Medien als eine «Konsensmanufaktur» spricht, sind auch in Demokratien nur gefilterte Informationen zu erwarten.
[…]

Der Medienkonsument hat keine Chance, sich vor Beeinflussung zu wehren, oder diese auch nur zu erkennen, wenn er sich nicht selbst mit den Schwachstellen des menschlichen Geistes beschäftigt, die jeden Menschen auf natürliche Weise anfällig für Manipulationen machen. Das ist keine Frage von Bildung, sondern eine Frage der Grundkenntnis von der Funktionsweise des Verstandes. Francis Bacon hat diese Vulnerabilitäten schon im 17. Jahrhundert beschrieben.
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/bitte-denken-sie-jetzt-nicht-an-propaganda-ld.1460695 (https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/bitte-denken-sie-jetzt-nicht-an-propaganda-ld.1460695)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 19. Februar 2019, 10:38
(https://dushanwegner.com/wp-content/uploads/2018/05/Dushan-Wegner-1.svg)

Dushan Wegner, 18.02.2019
ARD und das »Framing Manual« – hilflos, fehlerhaft und doch erschreckend

Man weiß nicht, was am »Framing Manual« für die ARD schockierender ist: Dass so offen Propaganda-Ideen diskutiert werden, dass es so plump ist – oder die gravierenden Denkfehler darin!


Zitat
[...]
Nicht dass wir uns missverstehen: Die Inhalte des Dokuments sind flach und schlecht. Wehlings Argumente haben die intellektuelle Tiefe eines Teenagers, der zum ersten Mal »Propaganda« von Bernays liest und nun meint, die Welt manipulieren zu können. Jedoch: Auch ein erfolgloser Einbruch ist ein Einbruch, auch ein schlechter Kuchen ist ein Kuchen, und schlecht gemachte Propaganda-Ideen sind noch immer Propaganda-Ideen.

Nein, nicht die Inhalte sind es, die mir Sorgen bereiten. Es ist widersprüchlich und es ist viel zu einfach gedacht, es liefert Hülsen und Phrasen, wo ehrliche Debatte dringend notwendig wäre. Es ist eher die Tatsache, dass es überhaupt versucht wird, die mir Sorgen bereitet.
[...]

https://dushanwegner.com/framing-manual-ard/

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 19. Februar 2019, 10:46
(...)
BVerfG v. 18.7.2018, Rn 80 f.
----------------------------------------
"In der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Funktion

– durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen (die Fakten
und Meinungen auseinanderhalten) die Wirklichkeit nicht verzerrt
darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken,
vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes
Gegengewicht zu bilden –

zu nutzen, liegt der die Erhebung des Rundfunkbeitrags rechtfertigende
individuelle Vorteil."

Auch dieser kleine Ausschnitt aus dem Interview mit Thilo von Trotha (Thilo von Trotha (* 19. Mai 1940 in Gera) ist ein deutscher Jurist und Redenschreiber Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_von_Trotha_(Redenschreiber (https://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_von_Trotha_(Redenschreiber)) am 17.11.2016 gesendet im ZDF, macht deutlich, dass schon damals der Reporter vom ZDF folgende Frage an Herrn Trotha stellte:

Zitat
(...) Haben wir verlernt, mit Leuten die Anders, die sich Sorgen machen, die das Gefühl haben, da gibt’s keinen mehr, der mir wirklich zuhört, haben wir verlernt mit Denen zu reden? (...)
Im Klartext, heißt dies doch, dasss damals, also schon im Jahre 2016 das ZDF verlernt hatte mit "Leuten die Anders denken" zu reden.

Hier zum Video youtube.com Länge 8:58 Minuten:
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=MVovjXrTp6M (https://www.youtube.com/watch?v=MVovjXrTp6M)

Hier die ganze Sendung, TV-Video-Suchportal:
Quelle: https://www.sendungverpasst.de/content/markus-lanz-34 (https://www.sendungverpasst.de/content/markus-lanz-34)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 19. Februar 2019, 12:15
Direktkontakt zur Sprachwissenschaftlerin:
------------------------------------------------------------
Here on bottom:
http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
Zitat
Contact: elisabethwehling [at] berkeley.edu


Das ist übrigens ein aktueller Text der "Sprachregelung über die Sprachregelung"?
-----------------------------------------------------------------
Selber lesen, wie die Sprachwissenschaftlerin ihr Werk einstuft und sich zur aktuellen Informationenbreite dieser Tage äußert.

Eines ist sicher, ab jetzt kennt ziemlich jeder im Land diese Person und im Marketing-Sinn "Marke", der Traum eines jeden Marketings. Die Frage, ob eine breite Medienkritik im Endeffekt dennoch der jeweiligen Marke beziehungsweise Person mehr Kunden zuführt, ist ohne genralisierbare Antwort, wie im Marketing-Schrifttum ja nachzulesen. 


CONTACT: Vor ein paar Tagen gesucht und nicht gefunden.
---------------------------------------------------
Ich muss blind gewesen sein. Ich denke schon, dass das schon vorher drin war auf dieser Service-Info-Website der Wissenschaftlerin. Ist eben nun mal nur ganz dezent am Seitenfuß auf grauem Hintergrund - leicht zu übersehen. - Die Mühe, bei WAYBACK nachzuschauen, habe ich mir deshalb gespart.
 


 University of California, Berkeley
-----------------------------------------------
hat die Domain berkeley.edu . Nicht zu verwechseln mit "Berkeley Institute", das in Verbindung mit dem Manual auftauchte, aber der Auftauchvorgang ist zur Zeit noch nicht voll abgeschlossen, soweit jedenfalls hier bisher erkennbar wurde.   
Die E-Mail-Adressen-Bereitstellung  besagt nichts über den Status einer Person an einer Universität. - Für das Führen von Ortsnamen in Etablissement-Bezeichnungen kennt das deutsche Recht einige Regeln. Das soll hier nicht näher ausgeführt werden, weil wir erst einmal die andere Seite hören wollen.
("Etablissement" ist nicht abwertend, sondern Rechtssprache für faktisch geführte Namen, soweit eine gleichnamige Rechtsperson oder zur Namensführung formal berechtigte Vereinigung nicht besteht.) 


Frau Wehling ist WELT-Meisterin bei der WELT dank ARD-Generalsekretärin Pfahl
-------------------------------------------------------
https://www.welt.de/kultur/medien/article188982137/ARD-Generalsekretaerin-Pfab-Framing-ersetzt-keine-inhaltliche-Argumentation.html
hat 1 Tag später bereits knapp 900 Leser-Kommentare

Die höchste mir dort jemals begegnete Ziffer. Komischerweise sind praktisch alle Leser empört. Na klar, eine ungehörige Clique von "sicherlich Rechtspopulisten, wenn nicht gar Rechtsextremen" produziert dort Hate-News über unsere göttlichen Heilsbotschaftbringer ARD etc..
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 19. Februar 2019, 13:37
Weitere Pressemeldungen zum Thema:

The European - Das Debattenmagazin
Das «Framing-Gutachten» der ARD
https://www.theeuropean.de/europan-redaktion/15395-so-will-die-ard-kritiker-moralisieren

Spiegel Online
ARD-Strategiepapier - Dokument der Angst
Von Christian Buß
http://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-debatte-um-das-framing-manual-von-elisabeth-wehling-a-1253756.html

Die Zeit
Framing: Tipps aus der Moralanstalt
Ein Kommentar von Rita Lauter
https://www.zeit.de/kultur/film/2019-02/framing-ard-manual-gutachten-sprache-glaubwuerdigkeit
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 19. Februar 2019, 14:12
Krieg ist Frieden - Verschleierung ist Klarstellung

Unisono und irgendwie zeitgleich nennen sowohl "Generalsekretärin" Pfab als auch "Expertin" Wehling ihre Stellungnahme zum Manipulationsmanual "Klarstellung"

Pfab/ARD abgerufen am 19.02.2019
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_Was_hat_es_mit_dem_Framing_Manual_auf_sich_/5314070/index.html

Wehling/BIFI abgerufen am 19.02.2019
http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 19. Februar 2019, 14:18
Wir bewegen uns zurück ins Mittelalter.
Was damals die Katholische Kirche war, ist heute der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk.
Man darf gespannt sein, wann wieder die ersten Scheiterhaufen leuchten.

Eines sollte aber selbst der Blindeste auch erkennen können: Mit Demokratie hat dieser Rundfunk nicht mehr viel gemeinsam. Das ist blanker Fanatismus.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 19. Februar 2019, 15:11
Weitere Pressemeldungen zum Thema:

Tichys Einblick
Relotius bei der ARD - ARD: Rundfunk-Sozialismus
Von Roland Tichy
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/ard-rundfunk-sozialismus/

Handelsblatt
Susanne Pfab - ARD-Generalsekretärin wegen internen Papiers massiv in der Kritik
Von Hans-Jürgen Jakobs
https://app.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/susanne-pfab-ard-generalsekretaerin-wegen-internen-papiers-massiv-in-der-kritik/24007926.html

lz.de
ARD schießt ein Eigentor
Von Tilmann P. Gangloff
https://www.lz.de/ueberregional/owl/22381404_ARD-schiesst-ein-Eigentor.html

Der Westen
Erheblicher Vorwurf: Versucht die ARD ihre Zuschauer mit einer Sprachregelung zu manipulieren?
https://www.derwesten.de/politik/manipulativer-ard-leitfaden-framing-manual-soll-gez-rechtfertigen-id216472989.html

blick.ch
Brisantes Geheimpapier aufgetaucht - ARD wegen «Gehirnwäsche» unter Beschuss
https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html
Sicherungsabbild
https://web.archive.org/web/20190219223124/https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html


n-tv
Person der Woche: Karola Wille - Wer ist für die Propaganda zuständig?
Von Wolfram Weimer
https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Wer-ist-fuer-die-Propaganda-zustaendig-article20863671.html

yahoo.com
Kommentar: Wir geframten Opfer des Staatsfunks
Von Jan Rübel
https://de.nachrichten.yahoo.com/kommentar-wir-geframten-opfer-des-staatsfunks-131723950.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 19. Februar 2019, 15:34
Aus
Der Westen
Erheblicher Vorwurf: Versucht die ARD ihre Zuschauer mit einer Sprachregelung zu manipulieren?
https://www.derwesten.de/politik/manipulativer-ard-leitfaden-framing-manual-soll-gez-rechtfertigen-id216472989.html
ein Auszug:
Zitat
Was soll das Ganze?

Die ARD steht vor einem Umbruch. Den öffentlich-rechtlichen Sendern droht ein massiver Sparkurs, wenn die Finanzierung ab 2020 geändert wird. Im Raum steht ein Indexmodell zur Finanzierung der Sender.

Das heißt, die Rundfunkgebühr steigt mit der Inflationsrate. Tatsächlich brauchen die Sender aber deutlich mehr Geld als die Beiträge decken. Schon jetzt muss bei den Sendern an vielen Ecken gespart werden. Die Chefs von ARD und ZDF forderten schon eine Erhöhung des Beitrags.

Eine Fixierung an Inflationsrate, besonders in Kombination mit der erzwungenen Teilnahme und Zahlungszwang, ist inflationstreibend und wird keine Probleme lösen, sondern noch mehr bringen. Inflation ist nie eine Lösung, sondern unsozialer Betrug, der besonders den wirtschaftlich schwächsten trifft.

Weder Politik noch Rundfunk wird mit sprachlichem Framing die deutlich fassbaren, wirtschaftlichen Probleme mildern, die sie rücksichtslos dem Bürger verursachen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: gerichtsvollzieher am 19. Februar 2019, 15:49
Ich finde die Verweise auf die Presseberichte sehr interessant und wollte mir u.a.
blick.ch
Brisantes Geheimpapier aufgetaucht - ARD wegen «Gehirnwäsche» unter Beschuss
https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html
Sicherungsabbild
https://web.archive.org/web/20190219223124/https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html

anschauen. Leider ist die Nutzung in Deutschland gesperrt.***

Da der Artikel offenbar einigen im Forum bekannt ist, würde ich es sehr begrüßen,
wenn man ihn vielleicht allen zugänglich machen könnte.

Edit: Wenn man unter blick.ch und dann unter "People und tv" geht,
kommt man an den Beitrag von heute 19.02.19 14.38 Uhr samt Kommentaren ran.


P.S. Was hat so ein Gutachten eigentlich gekostet ??


***Edit "Bürger":
Siehe ergänztes Sicherungsabbild des Artikels unter
https://web.archive.org/web/20190219223124/https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 19. Februar 2019, 16:10
Ich habe den Artikel aus der Schweiz aufrufen können
blick.ch
Brisantes Geheimpapier aufgetaucht - ARD wegen «Gehirnwäsche» unter Beschuss
https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html
Sicherungsabbild
https://web.archive.org/web/20190219223124/https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html

und zitiere einen Teil daraus zur Information und Diskussion:
Zitat
[...] Das Dokument nennt ganz konkret Beispiele, wie erreicht werden könne, dass die Deutschen wieder wohlwollend über die ARD denken und sprechen würden. Denn in Deutschland sehen sich ARD und ZDF einem massiven Vertrauensverlust ausgesetzt. Wichtig dafür sei deshalb, ein Wir-Gefühl zu erzeugen, heisst es im Papier. Etwa, indem Worte wie «unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD» benutzt würden. Oder: «Die ARD ist der verlängerte Arm des Bürgers.» Und: «Wir nehmen jeden ernst – auch Deine Oma.»

Der Rundfunkabgabezahler soll sich nicht als Konsument oder als Kunde fühlen, sondern als Beteiligter. Wichtig sei auch, sämtliche kommerziellen Konnotationen aus dem Sprachgebrauch zu verbannen, rät das Dokument, mit Begriffen wie «Demokratie statt Umsatz», oder «Andere wollen Geldgewinne. Wir wollen Kulturgewinn». Pikant: Auch die private Konkurrenz kriegt im Manual ein Framing, ein Negatives. Es wird empfohlen, RTL und Co. «profitwirtschaftliche Sender» zu nennen – oder «medienkapitalistische Heuschrecken». [...]
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: noTV am 19. Februar 2019, 17:46
Ein sehr schöner Kommentar zur schizophrenen Verdrehung der Realität.

Ramin Peymani: "Hierzulande ist die Politik so stolz auf ihren Staatsfunk, dass sie den Bürgern für dessen Ausweitung gar nicht tief genug in die Tasche greifen kann. Ermöglicht wird dies durch eine Konstruktion, die dafür sorgt, dass die von der Propaganda ihrer öffentlich-rechtlichen Claqueure lebende Regierungskaste darüber entscheidet, wie viel dem mehr oder weniger folgsamen Stimmvieh dessen Erziehung wert zu sein hat."

https://peymani.de/das-framing-manual-im-kampf-gegen-fakten-setzt-die-ard-auf-bewaehrte-methoden/



Da sieht man, daß die Propaganda- und Lügenpressen-Vorwürfe an die Verdummungsmedien eben KEINE Verschwörungstheorie sind, sondern knallharte Wahrheit.
Hier ein Kernsatz von der Elisabeth Wehling, eine Marionette der Hintertanen:

Elisabeth Wehling dagegen schlägt vor, Kritiker des Gebührenfernsehens zu verstoßen: „Einige Mitglieder unserer Gesellschaft halten sich nicht an unsere generationenverbindende, demokratische Entscheidung zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Sie stellen damit die Verbindlichkeit demokratischer Entscheidungen infrage, sie verhalten sich demokratiefern.“

Kein Wunder, dass ausgerechnet den Parteien und Bewegungen in unserem Land, die sich auf Recht und Gesetz und auf die Regularien des Grundgesetztes beziehen, daß GERADE DENEN vorgeworfen wird, sich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und der "freitheitlich demokratischen Grundordnung" zu bewegen, während die Politiker in Berlin und ihre Schergen schon lange den Boden des Rechtsstaats verlassen haben. Framing pur.

Orwell: Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.
Framing und Elisabeth Wehling in Reinkultur.

https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling
Das sind sie, die für den Dollar in ihrem Geldbeutel im Namen der Besatzer ihr ganzes Volk verraten, Hauptsache die Kasse klingelt. Moral, Ethik, bei diesen Propagandisten? Zero. Null. Niente.

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 19. Februar 2019, 18:11
Der aktuelle Handelsblattbericht von Hans-Jürgen Jakobs verweist auf einen Vorfall aus dem Jahre 2011.

Verena Wiedemann: Die ARD mobbt ihre Generalsekretärin vom 22.03.2011
carta.info/39346/verena-wiedemann-ard-generalsekretaerin/ (http://www.carta.info/39346/verena-wiedemann-ard-generalsekretaerin/)

Zitat
[…] Verena Wiedemann gilt nicht ohne Grund als „Stalinistin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“. Sie ist eine Fundamentalistin des Systems. Sie kennt nur den Modus “Totalverteidigung” für ihre Sendeanstalten. Sie zitiert gern das Verfassungsgericht und ist der Ansicht, dass das ARD-Wohl und das Allgemeinwohl identisch seien. […]

Das Zerwürfnis mit Wiedemann bedeutet ein bedenkliches Testat für die ARD. Möglicherweise passte ihre neu geschaffene Position einfach nur nicht in die Arithmetik der ARD. Viel spricht aber auch für die Analyse, dass die Anstalten zu vitalen Diskussion über ihre Zukunft – die Abseits der Machtmeridiane der Intendantinnen und Intendanten – kaum in der Lage sind.

Weder orthodoxe Typen wie Wiedemann noch progressive Kräfte scheinen eine echte Chance in dem Anstalts-Umfeld zu haben, obwohl genau hier Pluralität und Offenheit gefragt wären. Das Zerwürfnis mit Verena Wiedemann wirft so ein fragwürdiges Licht auf  die Diskussions- und Innovationsfähigkeit der ARD.  […]
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: unGEZahlt am 19. Februar 2019, 18:16
Wir bewegen uns zurück ins Mittelalter.
Was damals die Katholische Kirche war, ist heute der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk.

Ja, m. M. n. erinnert das tatsächlich an den damaligen Ablasshandel.

Und heutzutage tut sich da ja ein besonders gerissener Heuchler auch wirklich bisher sehr Ablasshandel-artig hervor!

Jörg "Johann Tetzel" Schönenborn, sinngemäß: „Sobald der Rundfunkbeitrag im Kasten klingt, die Demokratie aus dem Himmel springt!“

Kann auch alle verstehen, die sich über ein halbes Jahrtausend in der Zeit zurückversetzt fühlen!

Markus
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Winkelmann am 19. Februar 2019, 18:39
blick.ch
Brisantes Geheimpapier aufgetaucht - ARD wegen «Gehirnwäsche» unter Beschuss
https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html
Sicherungsabbild
https://web.archive.org/web/20190219223124/https://www.blick.ch/people-tv/tv/brisantes-geheimpapier-aufgetaucht-ard-wegen-gehirnwaesche-unter-beschuss-id15176593.html

Zitat
[...] Das Dokument nennt ganz konkret Beispiele, wie erreicht werden könne, dass die Deutschen wieder wohlwollend über die ARD denken und sprechen würden. [...]

Also ich denke nicht, dass die denken, sie könnten so das Denken der Leute ändern.
Schon die endlose Berichterstattung über dieses "Papier" zeigt, dass wir es hier mit einer Kampagne zu tun haben. Indiz ist auch die Quelle. Ich hatte bereits weiter oben gefragt, was ein "Framing Institut" ist. Es wurde oben auch von jemand anderem bemerkt, dass man zu dem besagten Institut nichts finden kann. Und der Günter J. hat sich auch noch gemeldet.

Nicht vom Narrativ framen lassen!
So ein Papier wird nicht "geleakt". Und wenn, dann folgt keine Endlose Berichterstattung, dann verschwindet es schnell wieder.

Man ist bestimmt nicht glücklich mit der Situation bei der Rundfunkfinanzierung, und man weiß, dass die Pensionsbombe spätestens bei den Finanzmarktturbulenzen in Kürze hoch geht.
Auch werden der Journalismus, und die mit ihm inzwischen untrennbar verwachsene Linke demontiert. Man denke nur an das Trauerspiel um die SPD. Relotius Skandal. Am deutlichsten kann man das aber in den USA sehen, ich nenne nur mal die endlosen Clinton Crime Geschichten. Die Ocasio C. Groteske.
Große Veränderungen werden vorbereitet, es geht um mehr als nur den Rundfunkbeitrag, die Frage ist, was danach kommt.
Ein Journalismus, der seiner Aufgabe gerecht wird, dafür gilt es einzutreten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 19. Februar 2019, 18:48
Laut n-tv rumort es:
n-tv
Person der Woche: Karola Wille - Wer ist für die Propaganda zuständig?
Von Wolfram Weimer
https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Wer-ist-fuer-die-Propaganda-zustaendig-article20863671.html
Auszüge:
Zitat
Auch in den Staatskanzleien Düsseldorfs und Münchens (beide sind für die mächtigen Sender WDR und BR wichtig) gärt es. Eine Reihe von unangenehmen Telefonaten sind geführt, Konsequenzen erwogen und ausgelotet worden.
Zitat
Zur Ironie ihrer Geschichte gehört, dass die heutige MDR-Intendantin zu DDR-Zeiten an der Universität Leipzig selber propagandistisch aktiv war.
Zitat
Die "FAZ" hat auf diesen ungewöhnlichen Umstand hingewiesen. Demnach schrieb Wille zusammen mit einem Geheimdienstoffizier im besonderen Dienst auch einen Text zum "Revanchismus in der BRD".

Wenn es jetzt in den Staatskanzleien nicht "klick" macht, dann ist da gar keine Hirnmasse mehr vorhanden.

Wir haben hier lautstark immer wieder und wieder davon berichtet und vor solchen Gefahren gewarnt. Es war nur eine Frage der Zeit.

Was bleibt jetzt noch zu tun? Eigentlich müsste man den ganzen Laden in der Kantstraße in Leipzig dichtmachen.

Getreu der Worte dieses Philosophen:
"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

Ich sehe da keinen anderen Weg. Vielleicht mit dem RBB verschmelzen. Oder einfach Schlüssel abziehen.

Aus Gewissensgründen kann man jedenfalls definitiv nicht mehr gezwungen werden, für diesen Propaganda-Filz zu zahlen. Das verstößt gegen jegliche menschliche, ethische und rechtsstaatliche Prinzipien.

Leute, im Mai sind EU- und Kommunal-Wahlen, im September geht es in Sachsen rund. Worauf wird gewartet??
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 19. Februar 2019, 19:17
Schon die endlose Berichterstattung über dieses "Papier" zeigt, dass wir es hier mit einer Kampagne zu tun haben. Indiz ist auch die Quelle.

Sicher. Auch ich frage mich, woher die Welt das Papier hat. Und dass jetzt der Springer-Verlag auch Rundfunk betreibt, ist für mich ein Grund für den Bestand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, obwohl ich Rundfunk nicht konsumiere und dafür nicht mal ein Cent zahlen will.

Bald werden sich die Ministerpräsidenten treffen, sie werden über diese infame inflationstreibende Bindung des Beitrags an Inflation reden, hoffentlich mischt sich da die Bundesbank ein, aber vielleicht werden sie auch über Reform der Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks reden: das Propaganda-Manual spiegelt eine gewisse Angst des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegen solche Reformen wider.  Der Springer-Verlag brachte das Thema des Framing-Manuals zur richtigen Zeit, andere schlossen sich an: es ist die Konkurrenz und es ist gut so, auch für uns, die sich gegen den Zwang wehren.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 19. Februar 2019, 19:49
@alle
Bitte NICHT vom eigentlichen Kern-Thema dieses Threads abschweifen, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Einige Beiträge/ der Thread muss/te/n moderiert werden.
Weitere abschweifende Beiträge werden aus Kapazitätsgründen kommentarlos gelöscht.
Danke für das Verständnis und die konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 19. Februar 2019, 20:00
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/sueddeutsche_zeitung.jpg)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/sueddeutsche_zeitung.jpg

Süddeutsche Zeitung, 19.02.2019

ARD-Framing-Manual
Wer will in einem Land leben, in dem Fox News den Diskurs prägt?

(Titel wurde inzwischen umbenannt. Initialer Titel: ARD-Framing-Manual - Was soll daran falsch sein?)

Von Detlef Esslinger

Zitat
Gegner von Information und Aufklärung gibt es links und rechts, in Amerika und Deutschland, in Zeitungen und an Redepulten. Eine Gemeinsamkeit haben sie: Sie verachten Wissenschaft - oder tun so. Letzteres ist im Grunde besonders perfide und derzeit drastisch zu erleben. Mehrere Autoren nutzen die Werkzeuge der Linguistik, um eine Linguistin zu diskreditieren, weil sie der ARD empfiehlt, sich mithilfe ihres Fachs gegen die Feinde des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu wehren. Dies ist ebenso raffiniert wie infam.

Die deutsche Linguistin (also Sprachwissenschaftlerin) Elisabeth Wehling von der kalifornischen Universität Berkeley hat der ARD auf 89 Seiten erklärt, wie sie die Auseinandersetzung mit Widersachern führen sollte: unter unbedingtem Verzicht auf deren Begriffe. Also niemals sagen, warum man kein "Staatsfunk", "Dinosaurier" oder "aufgeblähter Selbstbedienungsladen" sei. Wer so anfängt, habe schon verloren. "Entgegen dem gängigen Mythos entscheidet der Mensch sich nicht aufgrund 'objektiver' Abwägung von Fakten für oder gegen Dinge", schreibt Wehling. "Objektives, faktenbegründetes Denken gibt es nicht.“ […]

Weiterlesen auf:
https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-gebuehr-1.4336509 (https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-gebuehr-1.4336509)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 19. Februar 2019, 20:37
Update 19.02.19:
Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.0.html

Diskussion zu den Kosten bitte dort.

Hier im Thread bitte ausschließlich weiter zu den Inhalten sowie der Berichterstattung darüber.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: beat am 19. Februar 2019, 20:41

(...)
BVerfG v. 18.7.2018, Rn 80 f.
----------------------------------------
"In der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Funktion

– durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen (die Fakten
und Meinungen auseinanderhalten) die Wirklichkeit nicht verzerrt
darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken,
vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes
Gegengewicht zu bilden –

zu nutzen, liegt der die Erhebung des Rundfunkbeitrags rechtfertigende
individuelle Vorteil."

Inwieweit entziehen die aktuellen Erkenntnisse über den Versuch zu Manipulation und Propaganda durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für die das Framing-Manual den Rundfunktätern als praktische Anleitung dient, dem oben zitierten Urteil des Verfassungsgerichts seinen sachlichen Boden?

Die Prämisse des Urteils, der Rundfunk liefere authentische Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhielten, die oben aus dem Urteil zitiert wird, ist de facto nicht gegeben. Das ist mit der Beauftragung und Nutzung des Framing- Manuals durch den Rundfunk hinreichend dokumentiert. Es ist augenscheinlich eben keine sorgfältig recherchierte Information Ziel der Akteure beim Rundfunk, vielmehr die Nutzung sprachlicher Propagandamittel, um den Runfunkkonsumenten durch Propaganda verzerrt, unvollständig und falsch zu unterrichten.


Sollte ein Kläger gegen den Zwangsbeitrag seine Schriftsätze nicht ergänzen um den Inhalt, dass der erhobenen "Beitrag" und entsprechende "Festsetzungsbescheide" schon allein deshalb nichtig sind, weil eine Gegenleistung nicht nur nicht erfolgt, sondern gemäss Framing-Manual augenscheinlich auch nicht angestrebt wird, vielmehr das genaue Gegenteil der vorgeblich erbrachten Leistung angestrebt wird?

Ein entsprechender Schriftsatz könnte dann noch ergänzt werden durch eine Liste praktischer Beispiele von Lügen, Fehlinformationen und Manipulationen, die führende Funktionäre des Rundfunks verbreitet haben. Es wäre zu überlegen, einen eigenen Threat zu eröffnen, der solche Beispiele von Lügen und Manipulationen durch den Rundfunk mit entsprechenden Belegen der Falschdarstellung sammelt für einen entsprechenden Schriftsatz. 

Ein Kläger B denkt derzeit über einen entsprechenden Schriftsatz im Rahmen seiner Klage gegen den Manipulationsfunk nach.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 19. Februar 2019, 20:41
Süddeutsche Zeitung, 19.02.2019
ARD-Framing-Manual
Wer will in einem Land leben, in dem Fox News den Diskurs prägt?

(Titel wurde inzwischen umbenannt. Initialer Titel: ARD-Framing-Manual - Was soll daran falsch sein?)
Von Detlef Esslinger
[...]
Weiterlesen auf:
https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-gebuehr-1.4336509 (https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-gebuehr-1.4336509)

Lieber nicht weiterlesen!

Und wer will in einem Land leben, in dem die "Süddeutsche Zeitung" den Diskurs prägt?

Für mich so unfassbar, wie jene des Springer-Verlags: Warum soll diese von den U.S.A. gegründete Zeitung übrigens besser als Fox-News sein?

Hier wird den Frame bedient: "die Feinde des öffentlich-rechtlichen Rundfunks", der sich "wehren" muss.

Das Mittel ist Linguistik, Wissenschaft, so sauber wie die schweren Waffen, die gegen unschuldige Bevölkerung hier und da benutzt werden.

Wenn diese linguistischen Methoden in einer Diskussion wirklich legitim wären, dann wäre der Stil der GEZ im Briefverkehr normal: Kränkung durch bezugslose Antworten und Selbstlob, durch langen, nichts sagenden Textbausteinen, Schaffung immer größerer Missverständnisse, bis man aufgibt und zahlt (oder klagt).
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 19. Februar 2019, 20:56
Abarbeiten der TODO-Listen / Weiteres geschafft
Diskutieren ist wichtig, noch wichtiger, daraus etwas machen für Widersprüche, Klagen und um letztlich für das System des Staatskanzlei-Fernsehens ARD, ZDF,... eine Neuordnung zu erzwingen. 

Die Todo-Listen hierfür: Einfach in diesem langen Thread Suche nach pjotre.
Oder einfach bei @pjotre / Benutzerkonto die Beiträge dieser Tage sichten.


Weitere Fertigstellung heute: Extrahieren der manipulativen Textbeispiele aus dem MANUAL.
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Diese Anregung wurde durch einen aus unseren Reihen umgesetzt. Das wird gerade durch @pjotre in irgendein System von automatischem Autor für "Intendanten- Sußholzraspel-Texte" umgesetzt:
Um "unsern solidarisch volkseigenen Betrieb für Zwangs-Volkserziehung" in seiner Gutmenschen-Heuchelei bloßzustellen:
Die edlen Leute an der neo-aristokratischen Spitze, die ihren Weg zur Multimillion pflastern sogar mit den weggepfändeten letzten Euros der Opfer aus dem Kreis von 1,5 Millionen arbeitenden geringverdienenden alleinerziehenden Müttern - damit sogar zu Lasten des Kindeswohls ran an die Multimillion.


Das Textprodukt steht nun bald irgendwo im Internet. Jedermann kann daraus Intendantenreden zusammenkleben.
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Alles dann einfach rüber in die Textverarbeitung, Textabschnitte beliebig vertauschen, und schon ist die "völlig neue Rede von intendantin Professeuse Drin. Edeltraut Bildunxmacher-Demmograty" fertig, die man dann bei Youtube und wo auch immer als Parodie vertreiben kann.


Da sind aber noch ein paar andere Todos zu bearbeiten, liebe Mitstreiter.
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TEAM -Arbeit... Toll, dass einige Andere auch was Machen!


Für alle Mitschaffenden gibt es zur Belohnung bald den Mustertext, seiner ARD-Anstalt 2000 Euro in Rechnung zu stellen
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für Geschäftsführung ohne Auftrag. Mit der Bitte, es dem "Mediensteuer-Konto" (Tarnbezeichnung "Beitrags"-Konto) einzubuchen und die Rücknahme der Beitragsinkasso-Forderung freundlich zu bestätigen.
Wenn die darauf ablehnend antworten wollen, müssen sie ja auf den peinlichen Vorgang bearbeitend antworten.... Capito?

Natürlich schreiben böse Leute immer an die Intendanten, "persönliches Büro", und nie an die Kölner
"MIEZE Mediensteuer-Inkasso-Zentrale" (Tarnbezeichnung: "Beitrags"-"Service"). Die mögen manche total meiden mangels Rechtsperson.
Ja, "auch wir können Framing"! Und das Besondere bei unserem Framing: Wir lügen nicht.


Und wie im vor-vorigen Beitrag vorgeschlagen und schon früher im Thread angekündigt, natürlich muss eine neue Verfassungsbeschwerde für Nichtzuschauer erarbeitet werden
------------------------------------------------
und diese wird unter anderem argumentieren wie gerade von @beat sehr überzeugend dargelegt.
Allerdings müssen da auch stärkere neue rechtliche Argumente hinein und außerdem ist das dann eher für Widersprüche und VG, damit wir endlich wieder ein Verfahrens-Patt für alle Streiter auslösen können.
Bis dann das Verfassungsgericht in rund 5 Jahren entscheidet, der EGMR in insgesamt 7, bis dahin dürfte vom jetzigen Konzept nicht mehr allzu viel übrig sein -

vorausgesetzt, dass endlich der Kampf gegen den Politik- und Justizskandal kämpferisch mit rechtlichen Tielschlag-Strategien auf Augenhöhe geführt wird statt mit Bettelverfahren und System-Rechtsanwälten um die Gnade von Gerechtigkeit zu betteln, die auf diese brave Weise nie zu erreichen sein wird.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 19. Februar 2019, 21:30
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/handelsblatt.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/handelsblatt.png

Handelsblatt, 19.02.2019

Kommentar
Das Framing-Papier der ARD zeugt von einem kruden Demokratieverständnis

Der Sender hat ein Manipulationshandbuch in Auftrag gegeben, um mit Kritik umzugehen – der falsche Weg für mehr gesellschaftliche Akzeptanz.

Von Hans-Peter Siebenhaar

Zitat
[…] ARD und ZDF sind schlecht beraten, wenn sie sich immer neue Tricks einfallen lassen, um die Bürger von der Notwendigkeit ihrer jährlich acht Milliarden Euro Beitragssumme zu überzeugen. Stattdessen sollten sie ihre Gebührenzahler als die Eigentümer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks endlich ernst nehmen.

Denn eines ist klar: Die Bürger brauchen immer weniger ARD und ZDF, um sich zu informieren oder zu unterhalten. Die Anstalten müssen daher ihre Organisation, Finanzierung, ihr Programm und Personal an die Bedürfnisse der neuen digitalen Welt anpassen. ARD und ZDF beschäftigen fast 27.000 Mitarbeiter. Kein anderer öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Europa ist personell und finanziell derart opulent ausgestattet. […]

Nur den hausinternen Skandal blendet sie auf ihren eigenen Kanälen weitgehend aus. Ein Lehrstück über das Demokratieverständnis á la ARD.

Weiterlesen auf:
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-das-framing-papier-der-ard-zeugt-von-einem-kruden-demokratieverstaendnis/24009608.html (https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-das-framing-papier-der-ard-zeugt-von-einem-kruden-demokratieverstaendnis/24009608.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 19. Februar 2019, 22:57
Dass die Süddeutsche den ÖRR verteidigt, wundert mich nicht besonders, gibts doch den Rechercheverbund mit dem ÖRR, an dem die Süddeutsche ihren Tropf zu hängen haben dürfte.

Stellen wir uns mal ganz andere Fragen:
Wer hat es wirklich geleakt und wem nutzt es?

Das teure Büchlein ist ja schon zwei Jahre alt, der eine oder andere Pressevertreter hatte es möglicherweise schon vor Erscheinen des ersten Artikels letzte Woche. Wir selbst haben ja schon seit vielen Monaten den Dummsprech der Intendanten auseinandergenommen und Parallelen entlarvt, Worthülsen und blumige Umschreibungen kritisiert oder uns darüber lustig gemacht.
Dass Frau Wille ihre Reden selber schreibt, glaubt trotz Beteuerungen bestenfalls nur noch sie selbst (wenn man etwas oft genug wiederholt, glaubt man es irgendwann, oder?).

Jetzt kommt irgendein Journalist an ein geleaktes Papier, dolles Ding. Was macht er damit? Erst recherchieren und dann der Paukenschlag?
An sich ist die Sache so ein Skandal, dass man da eher einen Titelseitenaufmacher draus machen müsste. Hat aber keiner der ersten.
Warum nicht? Angst vor der eigenen Courage?
Oder führten weitere Recherchen an Gummiwände, wusste aber von anderen Kollegen, dass es bei denen auch nicht weiter ging?
Deshalb mal Ball reinwerfen und sehen was passiert?
Vom Timing her hätte man die Nachricht zusammen mit den Beitragserhöhungswünschen der Intendanten veröffentlichen müssen, wenn die Beitragskritiker Oberwasser bekommen sollen, oder sollen sie das nicht, wollte man nur sticheln?

Was ist mit der Einzelunternehmerin Wehling, die den ganzen Kram verzapft hat und zeitnah durch Talkshows gereicht wurde?
Warum gibts von der außer Büchern keine ordentliche Unternehmensanschrift, keine Referenzen über ihre genauen Beratungstätigkeiten?  Müssen ihre referenzierten "Kunden" sich jetzt auch für etwas rechtfertigen?
Wenn das öffentlich gemachte Manual echt ist, warum steht da nichts genaueres über den verfasser drin? Da wird doch nur das Design von Frau Wehling benutzt, mehr nicht.

Lasst mich mal spekulieren:
Die ganze Sache riecht nach einem Streich der TITANIC-Redaktion!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 19. Februar 2019, 23:45
@Zeitungsbezahler:

Laßma, häng das tiefer - meinst du, die wissen wirklich immer alle genau, was sie tun? - Die Maueröffnung geht ja  letztlich nüchtern betrachtet ursächlich auch auf einen Versprecher einer einzigen Person zurück - so what?

... oder es gibt ihn jetzt wirklich, den whistleblower, der die Schnauze gestrichen voll hat - warum nicht?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 19. Februar 2019, 23:56
@alle
Die Frage "Wer hat es wirklich geleakt und wem nutzt es?" sprengt den Rahmen der hiesigen bereits sehr umfangreichen Diskussion und sollte - sofern nicht rein spekulativ verbleibend (denn für spekulative Diskussionen bestehen im Forum schlicht keine Kapazitäten!) - wenn, dann ohnehin nur in gut aufbereitetem eigenständigem Thread mit aussagekräftigem Thread-Betreff erfolgen.

Hier bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und den Inhalt des Framing-Handbuchs sowie die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 20. Februar 2019, 00:05
Zeitungsbezahler gibt in meinen Augen schon ein paar Sachen zu bedenken. Mich wundert es auch, dass es das Manual schon länger geben soll, aber erst jetzt geleakt(?) wurde.

Die Satire-Theorie hätte allerdings auch was für sich. Da wären aber längst Dementis von Frau W. und von der ARD gekommen und nicht bloß eine "Klarstellung" bzw. der Versuch eines Reframings ("Diskussionsgrundlage").
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 20. Februar 2019, 00:16
@alle
Nochmal und letztmalig die Bitte, auf Fragestellungen/ Diskussionen à la
"Warum jetzt erst veröffentlicht?"
"Warum jetzt schon veröffentlicht?" (schließlich braucht alles seine Zeit)
"Warum gerade jetzt veröffentlicht?"
"Wer hat es wirklich geleakt und wem nutzt es?"
usw. verzichten, da diese Fragestellungen ohne konkrete Belege vollkommen spekulativ bleiben und für aufblähende spekulative Diskussionen im Forum keine Kapazitäten bestehen.

Weitere Beiträge dieser Art werden hier in diesem Thread aus Kapazitätsgründen kommentarlos gelöscht.

Hier bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und den Inhalt des Framing-Handbuchs sowie die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die nunmehrige konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Gee am 20. Februar 2019, 00:30
Tagesspiegel, 19.02.2019
Untersuchung zur Wirkung von Sprache
"Framing-Manual" der ARD kostet 120.000 Euro
Ein internes ARD-Papier verursacht einigen Wirbel – und Kosten. Kritiker sehen darin eine Sprachregelung für die Mitarbeiter der Rundfunkanstalten.
von Joachim Huber
(mit dpa/epd)

Zitat
[...]
„Die Aufregung um das Papier halte ich für völlig übertrieben“, so Wilhlem. „Es handelt sich um eine Workshop-Unterlage von 2017 und nicht um eine verbindliche Kommunikationsstrategie oder um eine Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden.“ Jede Landesrundfunkanstalt habe frei entschieden, wie sie mit den Erkenntnissen umgehe.

Politikberater verteidigt "Framing-Manual"

Der Politikberater Johannes Hillje hat den Senderverbund in der Debatte über das umstrittene „Framing-Manual“ unterdessen verteidigt. „Unternehmen wollen durch Kommunikation ihre Produkte verkaufen, die ARD will ihre Werte und demokratische Rolle darstellen. Beides ist legitim und sinnvoll“, sagte Hillje dem epd. Ebenso sei es „vollkommen legitim“, dass sich die ARD in Kommunikationsfragen beraten lässt.

Es gebe seit einigen Jahren eine stark polarisierte Debatte über den Rundfunk. „Die ARD sollte wirksam ihre eigenen Werte und ihre gesellschaftliche Funktion kommunizieren, dazu ist eine Framing-Beratung sinnvoll.“
[...]
Hillje kritisierte die konkrete Umsetzung der Framing-Methode in dem Manual. „Das Grundproblem ist, dass hier ein stark moralgestütztes Framing für einen Akteur vorgeschlagen wird, dessen Kernwerte Sachlichkeit und Neutralität sind“, sagte er. Die ARD sei ein Akteur, der Nachrichten anbiete, die sich an möglichst objektiven Kriterien und weniger subjektiven Empfinden orientieren.
[...]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/untersuchung-zur-wirkung-von-sprache-framing-manual-der-ard-kostet-120-000-euro/24014524.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 20. Februar 2019, 01:22
Johannes ist jung und aufstrebend, wie man an einigen Merkmalen "seines" Wikipedia-Artikels feststellen kann.  ::)  Dort wird auch eine journalistische Tätigkeit bei heute.de des ZDF erwähnt.

Und seine Website präsentiert sich mit folgenden Stichwörtern:

Politische Strategie, Strategische Kommunikation, Framing, Themen-Management, Kampagnen, Regierungs- und Verbandskommunikation, Image-Building, Digitalstrategien

Quelle: http://www.johanneshillje.de/ (http://www.johanneshillje.de/)

Ich lasse mich also nicht von seiner Einschätzung des Framing Manuals beirren. Fast klingt bei ihm etwas Neid durch, dass jemand anderes als er so wirkungsvoll und kontofüllend zum Zuge gekommen ist. Berkeley verkauft sich halt besser als Mainz und selbst als London.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 20. Februar 2019, 02:29
Versuch eines "kleinen", persönlichen Zwischenfazits... ;)

Ich teile nicht die hier und da angedeutete Auffassung, dass sich das "Framing-Manual" an die Gegner richte und diese per framing zu beeinflussen oder gar zu überzeugen suche...

Focus
Expertengutachten: Sprachliche Manipulation: ARD will GEZ-Gegner mit "Framing" beeinflussen
https://www.focus.de/kultur/medien/expertengutachten-sprachliche-manipulation-ard-will-gez-gegner-mit-framing-beeinflussen_id_10309428.html
tag24
Das raten Experten der ARD, um GEZ-Gegner zu überzeugen
https://www.tag24.de/nachrichten/ard-framing-gez-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard-rundfunkbeitrag-moralisch-970844

Dazu halte ich die wirklichen Gegner der derzeitigen Zustände für zu überzeugt und "selbstdenkend" - was nicht besagt, dass keiner von diesen auch manipuliert werden könne. Das Ziel der Manipulation ist schließlich, zu manipulieren, ohne das man dies will oder auch nur merkt.


Ich gehe eher davon aus, dass sich das "moralische framing" vielmehr richtet an
a) das eigene Führungs- und Stammpersonal > sozusagen Aufrichtung der "Truppenmoral"
b) die "Kontrollgremien" aka "Rundfunkräte", KEF usw. bis hin zur Rechtsaufsicht (Staatskanzleien sowieso)
c) die Politik im Speziellen > moralisch-rhetorische Unterfütterung der Lobby-Arbeit von der "Rundfunkkommission" der Länder bis hin zu einzelnen Abgeordneten der Landesparlamente
d) die Öffentlichkeit im Allgemeinen > öffentliche Meinung zu eigenen Gunsten prägen/ Kritiker ins "moralische Abseits drängen"
e) die Richter/ Gerichte > Rechtsprechungs-Framing mit "Gutachten-Framing", Beck'scher Rundfunkkommentar usw.
f) ...

vgl. in diesem Zusammenhang vielleicht auch mal
Wehrkraftzersetzung (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrkraftzersetzung#Strafrahmen
Defätismus (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Def%C3%A4tismus



...u.a. ähnlich formuliert/ auf den Punkt gebracht durch

Tichys Einblick, 16.02.2019
ARD für „gelenkte Demokratie“?
Zitat
[...] Ziel des Manuals, das wir bereits besprochen haben, ist es, statt Fakten emotionalisierte Argumente („Frames“) zu liefern, um Kritiker herabzusetzen und moralisch zu diskreditieren. Wer also die ARD kritisiert, muss mit Ausgrenzung durch den mächtigen Senderverbund rechnen: [...]
weiterlesen unter
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ard-fuer-gelenkte-demokratie/
und
Dushan Wegner, 18.02.2019
ARD und das »Framing Manual« – hilflos, fehlerhaft und doch erschreckend
Man weiß nicht, was am »Framing Manual« für die ARD schockierender ist: Dass so offen Propaganda-Ideen diskutiert werden, dass es so plump ist – oder die gravierenden Denkfehler darin!
Zitat
[...] Nein, nicht die Inhalte sind es, die mir Sorgen bereiten. Es ist widersprüchlich und es ist viel zu einfach gedacht, es liefert Hülsen und Phrasen, wo ehrliche Debatte dringend notwendig wäre. Es ist eher die Tatsache, dass es überhaupt versucht wird, die mir Sorgen bereitet. [...]
https://dushanwegner.com/framing-manual-ard/

"Kritiker herabzusetzen und moralisch zu diskreditieren" und die damit einhergehende Sorge, dass - so schlecht und plump das "framing" auch gemacht ist (nicht weit entfernt von ehemaligen DDR-Selbsterhaltungs- und Kritiker-Diskreditierungs-Parolen!) - dies "überhaupt versucht" wird, ist meines Erachtens ein wesentlicher Kern dieser causa.


Über
Rundfunkurteile des Bundesverfassungsgerichts [Sammelthread]
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,11688.msg78947.html#msg78947
sind u.a. zwei Rudnfunkurteile mit diesbezüglich wichtigen Aussagen zu entnehmen
7. Rundfunkurteil
Beschluss vom 6. Oktober 1992
Hessen 3
BVerfGE 87, 181 Hessen 3 (1992)
- Finanzierungsgarantie ist Teil der Rundfunkfreiheit
- Werbeverbot für öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist zulässige Ausgestaltung der Rundfunkfreiheit

https://de.wikipedia.org/wiki/7._Rundfunk-Urteil
Volltext
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv087181.html

Siehe auch Diskussion im Forum u.a. unter
Worin erschöpft sich die "Finanzierungsgarantie" d. ö.r. Rundfunks?
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,21559.0.html

[...]

8. Rundfunkurteil
Urteil vom 22. Februar 1994
Rundfunkgebühren I
BVerfGE 90, 60 Gebührenurteil (1994)
- Staatsfreiheit der Gebührenfestsetzung
- Neuregelung des KEF-Verfahrens erforderlich

https://de.wikipedia.org/wiki/8._Rundfunk-Urteil
Volltext
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv090060.html


Die aus meiner Sicht wichtigen Aussagen:
BVerfGE 87, 181 - 7. Rundfunkentscheidung
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv087181.html
Zitat
RN81
Rundfunkanstalten haben wie jede Institution ein Selbstbehauptungs- und Ausweitungsinteresse, das sich gegenüber der ihnen auferlegten Funktion verselbständigen kann. [...]
und
BVerfGE 90, 60 - 8. Rundfunkentscheidung
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv090060.html
Zitat
RN 144
[...] Unter den Medien kommt dem Rundfunk wegen seiner Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft besondere Bedeutung zu. [...]


Das Selbstbehauptungs- und Ausweitungsinteresse verselbständigt sich mit dem "Framing-Manual" und der "Gemeinwohlbroschüre" anschaulich - und dem damit einhergehenden, offensichtlichen Versuch der moralischen Diskreditierung der Kritiker kommt angesichts der "Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft" des Rundfunks eine nicht zu unterschätzende Brisanz zu.


Wer diese Sachlage angesichts eines solchen Manipulations-Monstrums wie dem deutschen sog. "öffentlich-rechtlichen Rundfunk" kleinreden will, der braucht sich morgen nicht über die fatalen Konsequenzen zu wundern.


Ich für meinen Teil, als früherer durchaus loyaler Hörfunk-Nutzer (bis Ende 2012) und halbwegs williger Zahler (bis Ende 2012), werde diesem Monstrum NIE, jedenfalls NIE (wieder) freiwillig etwas finanzieren oder auch nur ansatzweise "moralische Unterstützung" geben oder auch nur geben können.

Die Messen sind ein für alle mal gelesen. Und Absolution werde ich jedenfalls nicht erteilen...
...nicht vor den fatalen historischen Hintergründen, vor denen sich dies hier alles abspielt.

Insofern bleibt inständig zu hoffen und weiter aktiv daran zu arbeiten, dass sich diese und ähnliche Erkenntnisse nunmehr durchsetzen - trotz bzw. gerade wegen des "framings".
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: gez-negativ am 20. Februar 2019, 02:48
Auf der Seite von web.de steht dieses framing groß als eines der Tagesthemen beschrieben:

web.de, 19.02.2019
"Framing-Manual": Gutachten der ARD löst heftige Debatte aus
Ein Gutachten der ARD sorgt für Diskussionen: In dem Text mit dem Titel "Framing Manual" hat eine Sprachwissenschaftlerin ausgearbeitet, wie die Sendeanstalt den Deutschen die Vorzüge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besser nahebringen kann. Kritiker sehen eine Anleitung zur Manipulation.
von Marie-Christine Fischer
Zitat
Um ein Gutachten der ARD aus dem Jahr 2017 ist eine heftige Debatte entbrannt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum "Framing Manual":

Was ist das "Framing Manual"?
[...]
Was sagen die Kritiker?
[...]
Was sagt die ARD?
[...]
Was sagt Elisabeth Wehling?
[...]

Verwendete Quellen:
Gutachten "Framing Manual" des "Berkley International Framing Institute"
"netzpolitik.org" vom 17. Februar 2018: "Wir veröffentlichen das Framing-Gutachten der ARD"
"Klarstellung zur aktuellen Debatte" von Elisabeth Wehling
dpa
"Spiegel Online" vom 18.2.2019: "Dokument der Angst"
"Welt" vom 11.2.2019: "Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will"

weiterlesen unter
https://web.de/magazine/politik/framing-manual-gutachten-ard-loest-heftige-debatte-33571658


Ich gehe eher davon aus, dass sich das "moralische framing" vielmehr richtet an
a) das eigene Führungs- und Stammpersonal > sozusagen Aufrichtung der "Truppenmoral"
b) die "Kontrollgremien" aka "Rundfunkräte", KEF usw. bis hin zur Rechtsaufsicht (Staatskanzleien sowieso)
c) die Politik im Speziellen > moralisch-rhetorische Unterfütterung der Lobby-Arbeit von der "Rundfunkkommission" der Länder bis hin zu einzelnen Abgeordneten der Landesparlamente
d) die Öffentlichkeit im Allgemeinen > öffentliche Meinung zu eigenen Gunsten prägen/ Kritiker ins "moralische Abseits drängen"
e) die Richter/ Gerichte > Rechtsprechungs-Framing mit "Gutachten-Framing", Beck'scher Rundfunkkommentar usw.
f) ...
Hierbei, lt. user Bürgers Aussage, würde ich vermuten, dass es ähnlich ist, wie Ende 44/ Anfang 45, als man nochmal alle Kräfte mobilisierte, um den drohenden Untergang zu verhindern.

Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf

Zitat
[...] Es führt kein Weg an einem strategischen Framing vor­bei, will man erfolgreich Mitbürger mobilisieren und sie heute und morgen für die ARD begeistern. [...]

Kann es sein, dass die Rundfunkführung ebenfalls einen drohenden Untergang herannahen sieht?


Edit "Bürger": Links/ Zitate zur Nachvollziehbarkeit ergänzt. Bitte selbst darauf achten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PersonX am 20. Februar 2019, 03:40
Kann es sein, dass die Rundfunkführung ebenfalls einen drohenden Untergang herannahen sieht?

Bei den unter 40-Jährigen ist die Nutzung des öffentlichen Rundfunk praktisch bedeutungslos.
Diese Zahl war während der Rede von Frau Dr. Wille in Dresden zu hören.

Der Rundfunk "stirbt" so gesehen mit dem Bedeutungsverlust oder den Nutzern, welche entfallen. Kann ja ausgerecht werden. Die 40 Jährigen von heute sind nächstes Jahr 41.

Eine Strategie, diese Gruppe zu erreichen gibt es nicht, nur den Versuch ins Internet zu kommen. Das sagt aber nichts für die Bedeutung für die Zielgruppe aus. Ziel kann dabei nur sein für alle Altersklassen interessant zu werden. Das Problem, was immer übersehen wird, ist, dass eine Person, welche sich bereits abgewendet hat, nicht zurückkommt oder dass ein "neu Gewinnen" dieser Person Aufwand verursacht, der deutlich über dem liegt, eine Person nur zu halten. Aktuelle Personen/Nutzer über 40 Jahren lassen sich vielleicht leichter halten, weil diese nichts anderes kennen/zufrieden sind. Das kann mit der privat Wirtschaft und den Aufwendungen für Werbung verglichen werden. Stichworte sind dabei Erhaltungswerbung bzw. Neukundenwerbung.

Dem öffentlichen Rundfunk bröckeln somit beim Durchschnitt der Nutzer von 66 Jahren jährlich ein paar Nutzer weg. Die sterben sprichwörtlich wie die Fliegen. Ungefähr so, wie aktuell der Mangel an Fachkräften sichtbar werden wird, weil viele aus den geburtenstarken Jahrgängen von 1953 bis 1960 in Rente gehen werden, gleichzeitig aber junge Nachrückende fehlen. Ein Blick auf die "Pyramide" der Bevölkerung zeigt die Dimension. Hinzu kommen Renten, welche vielleicht so niedrig sind, dass der Anteil an Befreiten steigen wird. Der Rundfunk hat mehr als nur ein Strukturproblem.


Edit "Bürger" @alle:
Soweit zu möglichen Problemen als Ursache auch für das Framing.
Dies hier aber bitte nicht weiter vertiefen, da dies den Rahmen dieses Threads ebenfalls sprengt.
Hier bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und den Inhalt des Framing-Handbuchs sowie die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: KlarSchiff am 20. Februar 2019, 09:39
Indirektes Zitat von Frau Wehling aus der heutigen

FAZ, 20.02.2019 (Abo)
"Framing-Manual" der ARD
120.000 Euro für den Neusprech
Die ARD gibt bekannt, was das Schulungspapier, das die Linguistin Elisabeth Wehling für sie erarbeitete, die Beitragszahler gekostet hat. An dessen Inhalt hat in der ARD niemand etwas auszusetzen. Im Gegenteil.
von Michael Hanfeld

Zitat
[...]
Man solle nicht vom Rundfunkbeitrag, sondern von „Rundfunkbeteiligung“ sprechen, Beitragsverweigerer seien als „Beitragshinterzieher“, als „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ zu bezeichnen.   [...]

weiterlesen unter (Abo)
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-ard-zahlte-120-000-euro-fuer-das-schulungspapier-16049608.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 20. Februar 2019, 09:50
Wer Beteiligter einer Firma ist, kann auch bei Gesellschafterversammlungen (GmbH) bzw. Hauptversammlungen (Aktiengesellschaften) mitreden und über die Zusammensetzung der Geschäftsführung abstimmen.
Bei der Zombie-Behörde ARD geht das nicht.
 
Jemand, der sich gegen den Rundfunkbeitrag wehrt, Widerspruch einlegt oder Klage erhebt, ist kein Hinterzieher, der einen Tatbestand verschweigt. Was Frau Wehling da betreibt, geht in Richtung Rufmord.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 20. Februar 2019, 10:10
Aus Wehlings Klarstellung
http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
Zitat
Inhalt des Auftrages des MDR während seines ARD-Vorsitzes war es, die Kommunikation der öffentlich-rechtlichen ARD als Institution zu analysieren und auf Basis der wissenschaftlichen Erfahrung aufzuzeigen, welche Alternativen zu welchen Worten mit welchen Bedeutungsinhalten besetzt sind.

Und zwar, um der Institution ARD darin eine gedankliche Grundlage zu schaffen für eine Kommunikation, die auf Basis der unbestrittenen Fakten den tatsächlichen Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Demokratie schon auf den ersten Blick besser erkennbar macht.

Dieser Satz aus Frau Wehlings Klarstellung sagt uns etwas sehr Wichtiges: Sie analysierte die Kommunikation, um Alternativen zu zeigen. Die Floskeln des Framing Manuals sind also letztendlich auf dem Mist der Rundfunkanstalten gewachsen, sind nicht als reine Erfindung von Frau Wehling zu betrachten. Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass der öffentlich rechtliche Rundfunk den Inhalt seines Selbstbildes nicht Frau Wehling überließ. Vom Inhalt der Floskeln wird sich die ARD nicht so leicht distanzieren können und wollen.

Nebenbei: Gewinner dieser Debatte ist sicher Frau Wehling, wahrscheinlich eine frische Postdoktorandin und Gründerin, die jetzt als Framing Expertin gilt.


Der amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sagt laut Bild
BILD, 19.02.2019
Sender-Chef nennt Aufregung "völlig übertrieben"
ARD zahlte 120 000 Euro für Umerziehungs-Fibel
[...]
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/ard-zahlte-120000-euro-fuer-umerziehungs-fibel-60240172
Zitat
„Die Aufregung um das Papier halte ich für völlig übertrieben. Es handelt sich um eine Workshop-Unterlage von 2017 und nicht um eine verbindliche Kommunikationsstrategie oder um eine Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden. Dies hat die ARD-Generalsekretärin bereits umfassend erläutert. Jede Landesrundfunkanstalt hat frei entschieden, wie sie mit den Erkenntnissen umgeht.“

Inhalt ist auf dem Mist des öffentlich rechtlichen Rundfunks gewachsen.

ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab "stellt klar":
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
Was hat es mit dem so genannten "Framing Manual“ auf sich?

[...]
Zitat
[...] Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. […]
Weiterlesen auf:
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_zum_Framing_Manual/5314070/index.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

Inhalt ist auf dem Mist des öffentlich rechtlichen Rundfunks gewachsen.

In Faz.Net lesen wir:
FAZ, 20.02.2019 (Abo)
"Framing-Manual" der ARD
120.000 Euro für den Neusprech
weiterlesen unter (Abo)
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-ard-zahlte-120-000-euro-fuer-das-schulungspapier-16049608.html
Zitat
Die Reaktionen auf „Framing-Manual“ hält auch der ARD-Chefredakteur Becker für unverhältnismäßig. „Ich kann da keinen Skandal entdecken, wie einige das getan haben. Wir haben niemanden unter Mindestlohn bezahlt, wir haben niemanden unterdrückt. Ich finde das eine künstlich aufgeblasene Diskussion.“ Es sei gut, wenn sich die ARD mit Sprache und Begrifflichkeiten auseinandersetze, sagte Becker der dpa.

Selbstverständlich stinkt ihm sein eigener Mist nicht.


Edit "Bürger":
Links der Quellen mussten ergänzt werden.
Gem. Forum-Regeln (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,5770.0.html) sind für jegliche Zitate schon der Nachprüfbarkeit wegen nicht nur die Quelle, sondern bei verfügbaren Links auch die Links anzugeben.
Die Moderatoren können es nicht leisten, diese immer zu ergänzen, sondern sind auf die Eigenverantwortung und Regel-Einhaltung aller Mitglieder angewiesen.
Danke für das Verständnis und die zukünftige Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 20. Februar 2019, 10:54
Unter epd (undatiert, 02/2019)
ARD verteidigt "Framing-Manual"
https://www.epd.de/index.php/ueberregional/schwerpunkt/medien/ard-verteidigt-framing-manual
lesen wir
Zitat
Berlin (epd) Die ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab hat das umstrittene "Framing-Manual" des Senderverbundes erneut verteidigt. "Wissenschaftliche Expertise oder Beratung für die professionelle Kommunikation einzuholen, ist für nahezu jedes Unternehmen und nahezu jede Institution ein ganz normaler Vorgang", sagte Pfab am 19. Februar dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Vielfach werde der ARD vorgehalten, sie sei in der Kommunikation zu passiv und reaktiv. Der ARD-Vorsitzende, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, wollte sich auf Anfrage nicht zum dem "Framing-Manual" äußern.

Also ist der ARD wie jedes normale Unternehmen, der in Wettbewerb ist und daher Werbung braucht.

Dann sollen wir die Freiheit haben, das Produkt nicht zu kaufen, nicht zu konsumieren und auch die Werbung nicht zu finanzieren.

Werbung bei Unternehmen fördert den Wettbewerb und niedrigere Preise. Werbung in einer Planwirtschaft, in der das Unternehmen den Bedarf meldet und es vom Staat bekommt, macht das Produkt teurer.

Zur professionellen Kommunikation: Man nehme das Framing Manual und bei jeder Floskel stelle man sich die Frage: wahr oder falsch. Bei dieser Form von Kommunikation spielt wahr oder falsch keine Rolle, sondern was am Ende unbewusst bleibt. Oft sind die Floskeln offensichtlicher Hype: es ist offensichtlich falsch, aber klingt ja gut. Das ist für den öffentlich rechtlichen Rundfunk offensichtlich normal geworden: Verdient dann die Information, Bildung, Unterhaltung, Kultur, Beratung und Orientierung, die er uns aufdrängen und in Rechnung stellen will, Glaubwürdigkeit?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 20. Februar 2019, 11:24
Indirektes Zitat von Frau Wehling aus der heutigen
FAZ, 20.02.2019 (Abo)
"Framing-Manual" der ARD
120.000 Euro für den Neusprech
Die ARD gibt bekannt, was das Schulungspapier, das die Linguistin Elisabeth Wehling für sie erarbeitete, die Beitragszahler gekostet hat. An dessen Inhalt hat in der ARD niemand etwas auszusetzen. Im Gegenteil.
[...]
weiterlesen unter (Abo)
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-ard-zahlte-120-000-euro-fuer-das-schulungspapier-16049608.html

Es sieht eher so aus, als dass diese Heuchlerin* rückwirkend Opfer einer Gehirnwäsche wurde, bedenkt man, womit sie sich während ihrer Laufbahn so befaßt hat.
Mit reiner Dummheit läßt sich so eine Aussage nicht mehr entschuldigen. Wer sich unverhohlen Methoden des Dritten Reiches bedient, kann eigentlich schon gar nicht mehr "demokratieferner" sein.

* Sollte Frau Wehling ein Problem mit dieser Bezeichnung haben, stehe ich gerne für eine Klärung zur Verfügung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 20. Februar 2019, 11:40
Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf


Ab Ende von Seite 62 des Framing Manuals lesen wir:
Zitat
Der Begriff „Beitragsverweigerer“ macht also die Wortbrüchigen – denn der gemeinsame Rundfunk ist eine demokratische, verbindliche Entscheidung – nicht nur zu Menschen mit Prinzip. Sondern er impliziert auch, dass sie gar nicht wortbrüchig sind. Er kehrt gedanklich die Tatsache unter den Teppich, dass vermeintliche Beitragsverweigerer direkt entgegen einer verbindlichen, demokratischen Vereinbarung handeln, die wir gesetzlich verankert haben, und an die wir anderen uns halten. Der lapidare Umgang mit den Gesetzen, die die Gemeinschaft sich gegeben hat, ist höchst alarmierend.

Dieser Frame spielt dem Narrativ in die Hand, nach dem sich die „Verweigerer“ (endlich) gegen das totalitäre Regime ARD – den „Merkelfunk, den „Staats­funk“, und so weiter – auflehnen und zurecht als Helden der Demokratie und Freiheit gefeiert werden.

Die Sachlage ist eine andere: Bürger, die sich nicht gemäß der demokratischen Vereinbarung am gemeinsamen Rundfunk ARD beteiligen, sind wortbrüchig oder auch illoyal. Sie liegen nicht nur den anderen auf der Tasche, täuschen und betrügen und genießen weiterhin uneingeschränkten Zugang zur gemein­samen medialen Infrastruktur ARD – sondern sie halten sich nicht an unsere demokratisch getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen und missachten den allgemeinen Willen des Volkes. Sie sind Beitragshinterzie­her, sie begehen Wortbruch, machen sich des Loyalitätsbruchs schuldig.

Ilse Aigner stört die Herabsetzung, aber nicht die Herabsetzung der Bürger, sondern gem.
BILD, 19.02.2019
Streit um Geheimpapier der Öffentlich-Rechtlichen
Privatsender schießen gegen ARD zurück
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/framing-handbuch-privatsender-schiessen-gegen-ard-zurueck-60237372.bild.html
Zitat
[...] Und Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (54, CSU) kritisierte die ARD-Sprech-Fibel als „absolut kontraproduktiv“. Es diene nicht dem Auftrag und der Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, „Mitbewerber sprachlich herabzusetzen – auch nicht in einem internen Papier“, sagte Aigner zu BILD. [...]
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 20. Februar 2019, 12:11
Indirektes Zitat von Frau Wehling aus der heutigen
FAZ, 20.02.2019 (Abo)
"Framing-Manual" der ARD
120.000 Euro für den Neusprech
Die ARD gibt bekannt, was das Schulungspapier, das die Linguistin Elisabeth Wehling für sie erarbeitete, die Beitragszahler gekostet hat. An dessen Inhalt hat in der ARD niemand etwas auszusetzen. Im Gegenteil.
[...]
weiterlesen unter (Abo)
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-ard-zahlte-120-000-euro-fuer-das-schulungspapier-16049608.html

Ein weiteres Zitat aus dem oben verlinkten Artikel der FAZ, der etwas näher auf die Ausgaben eingeht:
Zitat
Das „Framing-Manual“, das die Linguistin Elisabeth Wehling im Jahr 2017 für die ARD erarbeitet hat, ist aktuell in Gebrauch. Dies teilte die ARD auf Anfrage mit. Die „Arbeitsunterlage“ werde „bei mehreren internen Workshops für Mitarbeitende der ARD eingesetzt“, die mit Elisabeth Wehling stattfänden. Das Generalsekretariat der ARD habe sie mit neun Workshops für „Mitarbeitende“ beauftragt, vier dieser Workshops hätten schon stattgefunden. Nach längerem Zögern rückte die ARD auch damit heraus, was die Ausarbeitung gekostet hat: Die Kosten für das Papier und begleitende Workshops beliefen sich auf 90.000 Euro, die der MDR bezahlt habe. Weitere 30.000 Euro habe das Generalsekretariat der ARD für Folge-Workshops bezahlt.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 20. Februar 2019, 12:23
Für Widersprüche, Klagen, BVerfG:   Unsere Verwertung: Artikel 20 GG.
Zitat
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Wie müssen nach der Diskussion von 1 bis 2 Wochen in den Medien und überall ja auf lange Sicht denken und wie wir unsere Rundfunkabgabe im Einzelfall stillgelegt bekommen.

Hinzufügung zur schon erfolgenden Sammlung hier im Thread:
Dieses MANUAL mit allen Umständen ergibt neue Rechtsgrundlagen. Das bereits kurz Dargelegte findet man, wenn man bei @pjotre die Beiträge der letzten Tage sichtet.

Ein Leserkommentar heute in
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-ard-zahlte-120-000-euro-fuer-das-schulungspapier-16049608.html
(Überschrift im Link enthalten)
erinnerte an das "Recht zum Widerstand". Interessanterweise in Bremens Verfassung und nicht nur dort sogar "Pflicht zum Widerstand".

Andere Leserkommentare:
 === Sprachvorgaben..  ..irgendwo zwischen Politbüro und scientology
 === ein Rundfunk erklärt sich zur Kirche... das Gute wird von der ARD repräsentiert. Das Böse gibt es natürlich auch...
 === Kein Staatsfunk! Es ist bei dieser Sprache doch wohl eher ein Regimefunk!
 === Dieses Denken hat etwas totalitäres.
 === Elisabeth Wehling studierte Soziologie, Journalismus und Linguistik. „Inhaltliche Schwerpunkte waren Untersuchungen zur Propaganda der deutschen Nationalsozialisten, sowie dem Einfluss von Geld und Macht auf die Medienberichterstattung.“ wiki.

(Wird hier alles als Texthilfe für Verwertung archiviert. Beispielsweise jede Menge "Gewissensgründe", um Rundfunkabgabe-Verweigerung über die Härtefallklausel des Gesetzes zu beantragen. Da hätten Verwaltungsrichter eine harte Nuss zu knacken - ein Dankeschön für Beweiskraft dank MANUAL + 3 ARD-Workshops damit.)

Wie gehen wir damit um?
- Dies Diskutieren ist gut.
- Dies strategisch gegen den Gegner verwerten ist besser.
- Daran wird bereits gearbeitet.
- Das muss dann aber in andere Threads, die es zum Thema haben.
- Also bitte weiter hier im Thread Infoquellen sammeln, die bei der streitstrategischen Nutzung dann helfen. 

Bitte nicht in diesem Thread ausweiten. Auch ich selber halte das sehr kurz, nur, um die vorstehende Verwertung zu bekunden. Das war sinnvoll - Feind liest mit Im Forum und hat einiges bereits ausgeräumt, was von hier ganz zu Beginn im Thread bei ARD per E-Mail gefordert wurde - siehe Volltext - sicherlich auch durch andere.
Sinnvoll auch, weil für die anderen gelisteten TODOs Kooperation ausgelöst wurde und das wird bald erste Früche tragen: Dies MANUAL müssen wir dauerhaft als "Geschenk der Hölle" streitstrageisch verwerten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 20. Februar 2019, 12:39
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Tichys Einblick, 20.02.2019

DIE FRAMING-MANUAL-AFFÄRE DER ARD
Illusion öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Das Interesse, das alles so weiter geht wie bisher, erklärt sich aus den überhöhten Gehältern und den unverschämten Pensionen, die dem Spitzenpersonal der öffentlich-rechtlichen Sender gezahlt werden, auch weil man gnadenlos der alleinerziehenden Mutter, die nicht weiß, wie sie über die Runden kommen soll, die Gebühren abpresst, damit der Intendant eines ARD-Senders mehr als die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik verdient.

VON KLAUS-RÜDIGER MAI

Zitat
In der ARD sieht man das Bekanntwerden des Framing Manuals womöglich als Betriebsunfall, doch zeigt sich in diesem Vorgang, und zwar in den Gedanken, die zu Manual und Workshops führten, wie wenig der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch öffentlich-rechtlich ist.  […]

Die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besteht in der Information, nicht in der Manipulation und nicht in der Indoktrination. Deshalb ist eine öffentliche Debatte über die Kosten und die Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dringend geboten, im Interesse der Bürger, aber auch im Interesse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks selbst, den ich, um das ganz klar zu sagen, nicht abgeschafft sehen möchte, obwohl er sich zunehmend selbst abschafft – und das in atemberaubender Geschwindigkeit. […]

dann liegen die Kosten dennoch höher. Ganz abgesehen davon, ob Nebenkosten wie Unterbringung und Fahrgeld angefallen sind, dürfte man die Arbeitszeit entsprechend des Gehaltes der zuschulenden Mitarbeiter der ARD dazurechnen, sprich den Arbeitsausfall. Die Reaktion der ARD auf das Bekanntwerden des Skandals war zunächst Schweigen, dann ein Interview mit der Generalsekretärin Susanne Pfab, in dem Pfab demonstrierte, wie gut sie Wehlings Lehre und die Technik des Framings bereits verinnerlicht hat, und das ansonsten nur durch Arroganz bestach. Die gleiche Arroganz übrigens, die überbezahlte ARD-Hierarchen wie der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm, der vormals Merkels Regierungssprecher war, soviel zur angeblichen Staatsferne, oder der Chefredakteur Rainald Becker an den Tag legen, wenn sie die „Aufregung“ über das Framing Manual als „übertrieben“ hinstellen. […]

Das Interesse, das alles so weiter geht wie bisher, erklärt sich aus den überhöhten Gehältern und den unverschämten Pensionen, die dem Spitzenpersonal der öffentlich-rechtlichen Sender gezahlt werden, auch weil man gnadenlos der alleinerziehenden Mutter, die nicht weiß, wie sie über die Runden kommen soll, die Gebühren abpresst, damit der Intendant eines ARD-Senders mehr als die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik verdient.
Die Gehälter sind keine Marktpreise. […]

Die Framing-Manual-Affäre und der Umgang mit dem Skandal zeigen, wie reformbedürftig die öffentlich-rechtlichen Sender sind. Die Rundfunk- und Fernsehräte sollten wissen, dass die Reform nicht mehr mit den derzeitigen Senderführungen ins Werk zu setzen ist. […] Es ist höchste Zeit, die Uhr steht auf 2 Minuten vor Zwölf. Hierfür tragen die Rundfunk- und Fernsehräte direkt und persönlich die Verantwortung.

Weiterlesen auf:
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/illusion-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk/ (https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/illusion-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk/)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 20. Februar 2019, 12:52
Wikipedia beschäftigt sich im Moment auch mit Frau Wehling und recherchiert.
Es wird Etikettenschwindel vermutet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Elisabeth_Wehling#Eventueller_Etikettenschwindel._Belege_fehlen!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Duckmich am 20. Februar 2019, 13:01
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/nachdenkseiten.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/nachdenkseiten.png

Nachdenkseiten, 20.02.2019

Wer den Zustand der ARD beschönigt, wird ihre Glaubwürdigkeit noch weiter beschädigen

Von Albrecht Müller

Zitat
In diesen Tagen ist eine Anleitung bekannt geworden, ein sogenanntes Framing Manual, das dem Führungspersonal und Mitarbeitern der ARD helfen soll, den Ruhm dieses Öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu stärken und zu verbreiten. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Ich bin trotz vieler Enttäuschungen der Meinung, dass es sinnvoll ist, am Öffentlich-rechtlichen Rundfunk festzuhalten. Aber ich halte den Zustand und die Performance, also die Leistung dieser Sendefamilie insgesamt für eine ziemliche Katastrophe. Auch im Vergleich zu früher. Es tut mir leid, dies feststellen zu müssen. Es tut mir vor allem leid für jene Kolleginnen und Kollegen bei der ARD und beim ZDF, die nach wie vor wunderschöne, unterhaltende und interessante, aufklärende Medienprodukte herstellen. […]

Da wird empfohlen, eine ARD zu verkaufen, die es so gar nicht gibt
[…]
Es gibt wunderbare Produkte der ARD – aufklärend, kritisch, unabhängig
[…]
Die heutige Bilanz der ARD rechtfertigt den von den Autoren des Manuals formulierten hehren moralischen Anspruch nicht. Dazu ein paar Beispiele:
[…]
Die ARD lässt sich unentwegt in Kampagnen der Meinungsbeeinflussung und damit der Entscheidungsbeeinflussung einbauen
[…]
Die ARD ist sehr viel anders, als es im Framing Manual zu beschreiben und zu propagieren vorgeschlagen wird. Sie ist kein unabhängiges Medium. Sie geht unkritisch mit der Politik und den großen Mächten um und befördert und betreibt Kampagnen.
[…]
Damit bin ich bei der Eingangsfrage: Erwirbt die ARD wieder die notwendige Glaubwürdigkeit, wenn sie ihre eigene Leistung beschönigt? Wenn sie Kampagnen betreibt und Selbstkritik unterlässt und Kritik von außen missachtet und niedermacht?
Vielleicht kann man mit Propaganda und der notwendigen Propagandaberatung durch Framing-Experten wie Frau Dr. Wehling die Kritik überlagern und totschlagen. Vielleicht. Aber eine demokratische und freiheitliche Lösung, die eines “freien Rundfunks”, der den Anspruch erhebt, unser “gemeinsamer Rundfunk” zu sein, wird das dann nicht. Dann wird die schlechte Performance durch ausgeklügelte Propaganda überlagert. Das war es dann. Und wenn die ARD diesen Weg geht, dann werden die wachesten und kritischsten Zeitgenossen diesen Weg nicht mitgehen. Dann werden auch so alte, eingefleischte Sympathisanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wie die früheren ARD-Mitarbeiter Klinkhammer und Bräutigam und ich abtrünnig und keine Freunde dieses so gewordenen Systems mehr sein.

Weiterlesen auf:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=49466 (https://www.nachdenkseiten.de/?p=49466)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 20. Februar 2019, 13:04
gmx.ch, 20.02.2019
"Framing-Manual": Gutachten der ARD löst heftige Debatte aus
Ein Gutachten der ARD sorgt für Diskussionen: In dem Text mit dem Titel "Framing Manual" hat eine Sprachwissenschaftlerin ausgearbeitet, wie die Sendeanstalt den Deutschen die Vorzüge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besser nahebringen kann. Kritiker sehen eine Anleitung zur Manipulation.
von Marie-Christine Fischer

weiterlesen unter
https://www.gmx.ch/magazine/politik/framing-manual-gutachten-ard-loest-heftige-debatte-33571658

augenscheinlich inhaltsgleich zu web.de von weiter oben
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg189203.html#msg189203
web.de, 19.02.2019
"Framing-Manual": Gutachten der ARD löst heftige Debatte aus
Ein Gutachten der ARD sorgt für Diskussionen: In dem Text mit dem Titel "Framing Manual" hat eine Sprachwissenschaftlerin ausgearbeitet, wie die Sendeanstalt den Deutschen die Vorzüge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besser nahebringen kann. Kritiker sehen eine Anleitung zur Manipulation.
von Marie-Christine Fischer
Zitat
Um ein Gutachten der ARD aus dem Jahr 2017 ist eine heftige Debatte entbrannt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum "Framing Manual":

Was ist das "Framing Manual"?
[...]
Was sagen die Kritiker?
[...]
Was sagt die ARD?
[...]
Was sagt Elisabeth Wehling?
[...]

Verwendete Quellen:
Gutachten "Framing Manual" des "Berkley International Framing Institute"
"netzpolitik.org" vom 17. Februar 2018: "Wir veröffentlichen das Framing-Gutachten der ARD"
"Klarstellung zur aktuellen Debatte" von Elisabeth Wehling
dpa
"Spiegel Online" vom 18.2.2019: "Dokument der Angst"
"Welt" vom 11.2.2019: "Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will"

weiterlesen unter
https://web.de/magazine/politik/framing-manual-gutachten-ard-loest-heftige-debatte-33571658
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pinguin am 20. Februar 2019, 13:16
Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf

Ab Ende von Seite 62 des Framing Manuals lesen wir:
Zitat
Die Sachlage ist eine andere: Bürger, die sich nicht gemäß der demokratischen Vereinbarung am gemeinsamen Rundfunk ARD beteiligen, sind wortbrüchig oder auch illoyal. Sie liegen nicht nur den anderen auf der Tasche, täuschen und betrügen und genießen weiterhin uneingeschränkten Zugang zur gemein­samen medialen Infrastruktur ARD – sondern sie halten sich nicht an unsere demokratisch getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen und missachten den allgemeinen Willen des Volkes. Sie sind Beitragshinterzie­her, sie begehen Wortbruch, machen sich des Loyalitätsbruchs schuldig.

Das haut doch aber dem Fass den Boden aus?

Ok, keine Diskussion.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 20. Februar 2019, 13:44
... nein, keine Diskussion. Nicht über diese Leute. Aber eben auch nicht mehr MIT ihnen!

Sollte sich  NUN  auch noch herausstellen, dass die Strukturen in "unserem gemeinsamen freien" Intendantenstadel bereits so arg VERSIFFT  sind, dass eine Person mit - zurückhaltend formuliert - einem windigen Geschäftsmodell und einem erfundenen (??? - die Jungs von wikipedia werdens herausfinden) Institut mal schnell einen sechsstelligen Betrag "abgreifen" kann, dann gibt es nur noch eines:

+ ALLE Verantwortlichen verschwinden SOFORT von ihren Posten, auf Nimmerwiedersehen (... sie können ja gerne ein Institut für Sprachforschung gründen, Startkapital haben sie genug)

+ AUFLÖSUNG der bestehenden Strukturen - an einer  DEMOKRATISCHEN  NEUGRÜNDUNG  des Rundfunks nach den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts führt wohl kein Weg mehr vorbei !!!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 20. Februar 2019, 13:51
Die Lebenswirklichkeit bei der ARD und die Wunschvorstellungen des Bundesverfassungsgerichtes vom ÖRR klaffen weit auseinander ...

(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/focus_online.png)

FOCUS, 20.02.19
Mitglied im MDR-Rundfunkrat
„Die sollen diesen Unsinn lassen“:
Linker kritisiert „Framing-Manual“ der ARD


Zitat
In der Debatte um das „Framing-Manual“ der ARD hat der Linken-Abgeordnete Stefan Gebhardt scharfe Töne gegen die ARD angeschlagen. Das Konzept sei „Unsinn“ und die Sendeanstalt solle sich besser darauf konzentrieren, vernünftige Inhalte zu liefern. ...

Der für Medien zuständige sachsen-anhaltische Staatskanzleichef und Kulturminister Rainer Robra (CDU) kritisierte die „Manual“-Empfehlung, „Fakten in moralische Frames“ einzubetten und warnte die ARD-Anstalten:  „Das Bundesverfassungsgericht hat gerade noch einmal hervorgehoben, dass Nachrichten und Meinungen streng und deutlich erkennbar voneinander getrennt werden sollen“, sagte Robra der Zeitung. Ein Kernproblem der Framing-Studie sei, „dass sie die öffentlich-rechtlichen Anstalten ermuntert, Fakten so zu darzustellen und einzubetten, dass unterschwellig redaktionell erwünschte Effekte eintreten“, so Robra. Beherzigte die ARD den Rat, verlasse sie den vom Gericht vorgegebenen Rahmen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Beitragsurteil betont, dass die dem „beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe“ wachse, „durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen“. ...

weiterlesen unter
https://www.focus.de/politik/deutschland/mitglied-im-mdr-rundfunkrat-die-sollen-diesen-unsinn-lassen-linker-kritisiert-framing-manual-der-ard_id_10346612.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PersonX am 20. Februar 2019, 13:51
Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf

Ab Ende von Seite 62 des Framing Manuals lesen wir:
Zitat
[...] sondern sie halten sich nicht an unsere demokratisch getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen [...]
Dazu etwas OT bitte nicht hier weiter vertiefen, sondern maximal nachdenken wie das Problem verbindlicher Vereinbarungen demokratisch verändert werden könnte.

Denn das Wahlsystem macht es möglich, dass schon eine Wahlbeteiligung von unter 74% dazu führt, dass eine Minderheit regiert. Schaut man sich die Wahlen zu den Landesparlamenten zur Zeit der Zustimmung an, dann wird sichtbar, dass die Wahlbeteiligung sehr wahrscheinlich überall -auch teils deutlich- unter 74% lag. Soweit ganz normal könnte man denken, das Problem dabei ist, wer sich nicht beteiligt -keine Wahl-, der hat keinen Einfluss in einer Demokratie. -> Das ist in Deutschland demokratisches Selbstverständnis. Es gibt aber auch keine Kontrollfunktion, welche verhindert, dass damit eine Minderheit regiert.

Die Zahlen zur Wahlbeteiligung sind öffentlich.

Die Folgen von übermäßigen Medienkonsum - Ein anderer Ansatz
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,13574.msg92732.html#msg92732

weitere Beiträge, welches das Problem der Wahlen verdeutlichen
ARD/ZDF Grundversorgung!
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,5475.msg130844.html#msg130844

Direktanmeldung
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,15406.msg103685.html#msg103685

Widerspruch gegen Zwangsvollstreckung
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,13301.msg92818.html#msg92818

Arglistige Täuschung?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,11648.msg78750.html#msg78750

"Lammert sieht Autorität des Rechtsstaats in Gefahr"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20105.msg130055.html#msg130055

ARD - ZDF Trucks vor der Bürgerschaft - Aufbau für den Wahlabend läuft
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,14167.msg94883.html#msg94883

Abgewiesene Klage
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,7907.msg57310.html#msg57310

Neue Medienkompetenz-Website für Lehrkräfte und Schüler von ARD ZDF DR
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20895.msg134749.html#msg134749

Staatsverträge und Landesrecht
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,17189.msg113359.html#msg113359
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 20. Februar 2019, 13:54
 @pinguin zitiert, ohne zu diskutieren, weil wir das in diesem Thread nicht auch noch integrieren können:
    Ab Ende von Seite 62 des Framing Manuals lesen wir:
       
Zitat
Die Sachlage ist eine andere: Bürger, die sich nicht gemäß der demokratischen
        Vereinbarung am gemeinsamen Rundfunk ARD beteiligen, sind wortbrüchig
        oder auch illoyal. Sie liegen nicht nur den anderen auf der Tasche, täuschen
        und betrügen und genießen weiterhin uneingeschränkten Zugang zur gemein­
        samen medialen Infrastruktur ARD – sondern sie halten sich nicht an unsere
        demokratisch getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen
        und missachten den allgemeinen Willen des Volkes. Sie sind Beitragshinterzie­
        her, sie begehen Wortbruch, machen sich des Loyalitätsbruchs schuldig.
@pinguin bedauert:  Das haut doch aber dem Faß den Boden aus? Ok, keine Diskussion.

Trost von @pedro: Diskussion eines derartigen Niveaus ist ohnehin unter unserer Intelligenz-Würde.
------------------------------------------------------------
Es steht sowieso schon auf der bereits im Thread angedeuteten juristischen Verwertungsliste (kommt in andere spezifischere Threads):
Schreiben an geliebte ARD-Anstalt: Wegen Beleidigung halte ich 2000 Euro Entschädigung plus Entschuldigung für angemessen. Bitte gutschreiben und also Rundfunkabgabe-Konto bitte ab sofort ruhend stellen.
Falls hierzu keine Bereitschaft, bitte begründet ablehnen inklusive ladungsfähiger Anschrift der Person, die die Verweigerung entschieden hat.
Bitte hier nicht ausweiten. Das war nur eingefügt, um uns alle gegenseitig zu kondititionen: 1...2 Wochen es diskutieren, aber sodann agieren!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 20. Februar 2019, 13:57
nachdenkseiten, 20.02.2019
Wer den Zustand der ARD beschönigt, wird ihre Glaubwürdigkeit noch weiter schädigen
[...]
weiterlesen unter
https://www.nachdenkseiten.de/?p=49466

Da liest man:
Zitat
Donnerwetter, kann man da nur sagen, in welcher Welt leben die Autoren dieser Studie und Empfehlung.

Albrecht Müller scheint, die Verantwortung für den Framing Manual, wenigstens teilweise, auf Frau Wehling schieben zu wollen. Gerade dagegen argumentiere ich weier oben in hiesigemThread unter
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg189212.html#msg189212

Die ARD beauftragte Frau Wehling, ihnen die Anwendung von Framing ihren Führungskräften beizubringen. Der Auftraggeber wusste schon vor dem Auftrag wenigstens ungefähr, was Framing bedeutet. Der Inhalt der zu propagierenden Floskeln ist nicht von Frau Wehling erfunden, die Floskeln sind nach Gusto des Auftragsgebers erstellt. Es ging dabei nicht um Wissenschaft, das Ergebnis sollte nicht "die Wahrheit" auf einem Framing Manual sein, sondern lediglich eine positive Wahrnehmung der ARD herbeiführen.

Hier muss man zwischen Methode (Framing) und konkretem Inhalt der Floskeln unterscheiden, und beide sind nach Wunsch des Auftraggebers mit dieser Anleitung den Führungskräften wenigstens nahegelegt.

Herrn Müllers Kritik an der ARD mag stimmen und sollte ernst genommen werden, aber hier geht es um etwas Anderes.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 20. Februar 2019, 14:22
"Framing-Manual": Gutachten der ARD löst heftige Debatte aus

gmx.ch ist der Meinung dass ...

Zitat
(...) Was sagen die Kritiker?

Kritiker werfen der ARD vor, sie wolle die Deutschen täuschen. Rechte Webseiten verkaufen das Gutachten als offizielle Kommunikationsstrategie und machen so Stimmung gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.  (...)
Quelle: https://www.gmx.ch/magazine/politik/framing-manual-gutachten-ard-loest-heftige-debatte-33571658 (https://www.gmx.ch/magazine/politik/framing-manual-gutachten-ard-loest-heftige-debatte-33571658)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 20. Februar 2019, 14:52
Man muss sicher kein Rechter sein um Belege dafür zu finden, dass das, was im ARD-Handbuch zum Framing steht, zur aktuellen Kommunikationsstrategie der Führungskräfte des Senderverbunds gehört. Das Thema, unter dem Frau Karola Wille, Intendantin des MDR, am letzten Sonntag zu einem Vortrag im Schauspielhaus von Dresden antrat, war ja diesem Lehrbuch 1:1 entnommen. Er lässt sich beim https://www.staatsschauspiel-dresden.de/spielplan/a-z/dresdner_reden_2019/ nachlesen:

Karola Wille, Intendantin des MDR, spricht am 17. Februar in ihrer Rede ES GEHT UM DEMOKRATIE – UNSER GEMEINSAMER FREIER RUNDFUNK zum Thema Wahl- und Medienfreiheit

Zur Erinnerung: Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD lautet der Titel des Framing-Handbuchs.

Siehe hier im Forum auch unter:
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 20. Februar 2019, 15:14
Karola Wille, Intendantin des MDR, spricht am 17. Februar in ihrer Rede ES GEHT UM DEMOKRATIE – UNSER GEMEINSAMER FREIER RUNDFUNK zum Thema Wahl- und Medienfreiheit

Zur Erinnerung: Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD lautet der Titel des Framing-Handbuchs.

Siehe hier im Forum auch unter:
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html

Am 17.02.2019 war der Titel des Framing Manuals schon bekannt, das hinderte den Vortrag aber nicht. Es wird der ARD schwer fallen, sich vom Framing zu trennen, wenn überhaupt.

Der Manual mag nicht offiziell die Kommunikationsstrategie kodifizieren (dafür braucht man ja ein Gesetz).

Frau Pfab gestand, zwar verharmlosend, aber doch gestand, dass es eine Unterlage ist, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird.  So ein bedeutungsloses Papierchen war es sicher nicht, sonst hätte sie nicht EUR 120.000 für diesen Handout und die entsprechenden Workshops bisher gezahlt.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PersonX am 20. Februar 2019, 15:32
Zitat
Rechte Webseiten
Was ist denn eine rechte Webseite? Ist das jetzt schon Framing? Wird damit dem Nutzer von gmx, und anderen, ein Rahmen vorgegeben? Es wirkt halt so.

Ist der Rahmen "Rechte" in diese Richtung zu suchen:

vgl.
Jagd auf rechte Webseiten
https://www.faz.net/aktuell/politik/internet-jagd-auf-rechte-webseiten-116616.html (https://www.faz.net/aktuell/politik/internet-jagd-auf-rechte-webseiten-116616.html)
Rechte Hetze im Netz und die Grenzen des Rechtsstaats
https://netzpolitik.org/2017/rechte-hetze-im-netz-und-die-grenzen-des-rechtstaats/ (https://netzpolitik.org/2017/rechte-hetze-im-netz-und-die-grenzen-des-rechtstaats/)
Plattformen für alle rechten Gesinnungen: Blogs und Twitter
https://www.focus.de/digital/internet/tid-14209/rechtsextreme-im-internet-plattformen-fuer-alle-rechten-gesinnungen-blogs-und-twitter_aid_398391.html (https://www.focus.de/digital/internet/tid-14209/rechtsextreme-im-internet-plattformen-fuer-alle-rechten-gesinnungen-blogs-und-twitter_aid_398391.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Roggi am 20. Februar 2019, 15:38
Hier mal was, um die Glaubwürdigkeit und Seriosität der Verfasserin des Propagandapamphlets anzweifeln zu können. Bin heut zwangsbedudelt worden im öffentlichen Raum und habe Werbung mitbekommen, dass heut Abend eine Sendung läuft, in der eine "Expertin" interviewt wird. Die Aushilfssprecherin überschlug sich förmlich mit Hinweisen darauf, wo und was diese Expertin alles gelernt hat und was sie nicht alles wüsste. So irgendwie konnte man merken, dass nur Expertin ist, wo auch Expertin draufsteht. Gaaanz anders bei unserer heiß diskutierten Framedame, die ja nun keinerlei Reputation vorweisen kann.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 20. Februar 2019, 16:18
Zitat
Rechte Webseiten
Was ist denn eine rechte Webseite? Ist das jetzt schon Framing? Wird damit dem Nutzer von gmx, und anderen, ein Rahmen vorgegeben? Es wirkt halt so.
Hervorhebungen nicht im Original!

Aber klar doch, genau das möchte gmx.ch hiermit ausdrücken. Die benutzen "framing" schon länger als die ARD. Eine fiktive Person scheint sich genau daran zu erinnern, dass vor dem RBStV, also vor 01.01.2013 solche "Sprachmanipulationen" noch nicht "Gang und Gäbe" waren.
Ein interessanter Vergleich ist auch hier zu sehen:

Zitat
(...)Der Rechtspopulismus stellt nicht nur die unabhängigen Medien infrage, sondern auch die unabhängigen Gerichte. Dasselbe Framing?
Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Dann-schreien-die-Medien-gleich-auf-Wie-kann-er-nur/story/23486457 (https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Dann-schreien-die-Medien-gleich-auf-Wie-kann-er-nur/story/23486457)

Dieses Zitat ist richtig geschrieben, wenn  man(n) Frau das Wort "unabhängigen" in "a b h ä n g i g e n" austauscht. Dann ergibt das Zitat den Sinn richtig wieder, oder nicht?

Die Kombination Medien mit Gerichten ist doch den usern dieses Forums zu Genüge bekannt, genau wie Medien und Gerichte so "unabhängig" sein sollten!
Diese uns vorgegaukelte sogenannte "Unabhängigkeit" hängt einer fiktiven Person aus dem Halse heraus!  >:( 
Dieses Wort "unabhängig" ist "framing" in Gestalt des  >:D
und weiter:
Zitat
Tages-Anzeiger
Sprachforscherin Elisabeth Wehling untersucht, wie Politiker mit Begriffen Wähler manipulieren.
Sie sagt, wie rechtspopulistische Sprache funktioniert – und wie wir damit umgehen.
(...) Ein Frame steht für all das, was ­unterschwellig mitschwingt, wenn wir einen Begriff gebrauchen? (...)
::)
Bild dir deine Meinung!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 20. Februar 2019, 17:47
Auf der Homepage der Körber-Stiftung (https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rber-Stiftung) findet sich eine Biographie von Elisabeth Wehling mit Stand 8/2017. Anscheinend hielt sie dort im September 2017 einen Vortrag:

Zitat
Elisabeth Wehling studierte Soziologie, Journalistik und Linguistik in Hamburg, Rom und Berkeley. Sie promovierte in Linguistik an der University of California, Berkeley, ihr Forschungsbereich ist die politische Werte-, Sprach- und Kognitionsforschung. Seit 2013 leitet sie in Berkeley Forschungsprojekte zu Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung mit Methoden der Neuro- und Verhaltensforschung sowie der kognitionslinguistischen Diskursanalyse. Elisabeth Wehling hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, zuletzt das Buch »Politisches Framing – Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht« (Herbert von Halem Verlag, 2016). Wehling lebt in Berkeley, Kalifornien und ist in den USA und Europa als Beraterin für Politik und Wirtschaft tätig.
https://www.koerber-stiftung.de/veranstaltungsuebersicht/gaeste-verzeichnis/veranstaltungen-zu-einem-gast/elisabeth-wehling-2054

Im Stiftungsrat der Körber-Stiftung findet man u.a. ZDF-Chedredakteur Dr. Peter Frey.
https://www.koerber-stiftung.de/ueber-uns/vorstand-und-gremien

Offensichtlich existiert in den USA keine Impressumspflicht:
Zitat
Eine Impressumspflicht wäre in den USA verfassungswidrig: Der Erste Verfassungszusatz verbietet es dem Staat auf allen Ebenen, derartige Bedingungen für die freie Meinungsäußerung zu stellen
https://usaerklaert.wordpress.com/das-informative-impressum/

Zitat
Impressum bei ausländischen Webseiten?
Nach § 3 Abs. 1 TMG gilt das Herkunftslandprinzip für ausländische Gesellschaften, so dass diese kein Impressum nach deutschem Recht haben müssen. Anders sieht der Fall jedoch aus, wenn eine deutsche Niederlassung besteht oder sich der ausländische Anbieter direkt zum Zwecke des Wettbewerbs an den deutschen Markt mit seinem Internetangebot richtet. Dann gilt die Impressumspflicht.
http://www.impressum-recht.de/impressum-bei-auslaendischen-webseiten.html

Sowohl die Webseite des "Berkeley Framing Institutes", als auch die Webseite von Fr. Wehling sind mit gleicher IP auf einem Server eines Providers (Squarespace) in den USA gehostet (berkeley.edu liegt in einem anderen IP-Range)
https://webbkoll.dataskydd.net/en/results?url=http%3A%2F%2Fwww.framinginstitute.org%2F
https://webbkoll.dataskydd.net/en/results?url=http%3A%2F%2Fwww.elisabethwehling.com
https://webbkoll.dataskydd.net/en/results?url=http%3A%2F%2Fwww.berkeley.edu%2F

Screenshot der "selected recent collaborations" auf der Webseite des Berkeley Framing Institutes bzw. ihrer privaten Webseite:
http://www.elisabethwehling.com/outreach
Sicherungsabbild der Seite
https://web.archive.org/web/20190220175553/http://www.elisabethwehling.com/outreach
Sicherungsabbild der Grafik
https://web.archive.org/web/20190212115800/https://static1.squarespace.com/static/555908b8e4b02f3bca056c41/t/5929a8746b8f5b4e64b626bc/1495902366697/?format=1000w
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Der_Heinrich am 20. Februar 2019, 17:48
"Framing" oder nach "Neurolinguistisches Programmieren" (NLP) auch "Reframing" kann nicht nur andere manipulieren, sondern man kann sich auch selbst manipulieren.

Thema ist schon uralt - nur im Zusammenhang mit Rundfunk scheinbar eine Neuentdeckung.

nlp.de - Pressespiegel, Quelle: Rheinpfalz Nr. 21 vom 25.01.97
Gesprächstechnik NLP: Manipulation oder harmlose Psycho-Methode?
Das richtige Wort zum passenden Zeitpunkt
Modernes Kommunikationstraining setzt bei der eigene Psyche an - Neurolinguistisches Programmieren (NLP) im Trend
von Dagmar Schindler
http://www.nlp.de/presse/deutschland/rp-0197a.shtml
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 20. Februar 2019, 18:20
Wenn mit "rechts" alles rechts vom antikapitalistisch-sozialistischen MDR gemeint ist, kann es fast stimmen. Der alte Adenauer hätte mit der Bezeichnung kein Problem gehabt. Komischerweise wird das Wort heute nur noch diffamierend benutzt.

Wobei ich glaube, dass zumindest hier im Forum auch sehr viele extrem linke unterwegs sind -- es ist halt ein gesamtgesellschaftliches Problem, das uns alle vereint. Wie schön, dass es den Rundfunkbeitrag gibt.  (#)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 20. Februar 2019, 19:07
Die politischen Begriffe "Links" und "Rechts" sind heutzutage viel mehr Framing als noch, sagen wir, vor dreißig Jahren. Die diversen politischen Standpunkte, die es mittlerweile gibt, lassen sich gar nicht mehr so gut sortieren. Ich werfe auch mal das neuartige(?) Stichwort "Querfront" in den Ring.

Dass die deutschen Rundfunkanstalten mit "links/rechts" nicht klarkommen, hat sich spätestens in der Maidan-"Berichts"erstattung gezeigt.

Von daher ist das Ding mit den "rechten Webseiten", die gegen den Rundfunkbeitrag sind, schon ziemlich hohl. Ich habe von diesem Forum nicht den Eindruck, dass es irgendwie zu einem rechten oder zu einem linken Spektrum gezählt werden könne - dafür ist es viel zu sehr ein Ein-Thema-Forum.

Wir müssen uns den rechten Schuh echt nicht anziehen lassen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 20. Februar 2019, 19:13
@alle
Bitte nicht weiter allgemeine Debatten zum Thema "rechts"/ "links" vertiefen, sondern bitte
eng in Bezug zum eigentlichen Kern-Thema, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und den Inhalt des Framing-Handbuchs sowie die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 20. Februar 2019, 19:40
Das Rechts/Links-Ding passt sehr wohl hier herein.

Wir hier im Forum sind schon illoyal, wortbrüchig, betrügerisch,... (diese obszöne Kaskade findet sich auf S. 63). Andere machen deshalb aus gez-boykott.de eine rechte Webseite. Bingo.

Ein sauberes Framing, und ich wundere mich, dass hier nach mehr als zweihundert Beiträgen das noch keiner geschrieben hat.

Zum Thema oberschlaue Kommentare, die meinen Beiträgen wohl wieder wie Klett folgen wollen, habe ich mich an anderer Stelle schon geäußert. Danke für die erneute Beachtung und künftige Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 20. Februar 2019, 19:54
Es geht nicht darum, was hier (prinzipiell alles) hinein "passt", sondern dass ein
enger Bezug zum Kern-Thema und der Berichterstattung über das Framing Manual beherzigt werden soll.

Im Framing Manual selbst ist meines bisherigen Wissens nach nichts konkret von "rechts" geschrieben - man berichtige, falls dem doch so sein sollte.

Wenn nun die Berichterstattung Nebenbemerkungen dazu macht, dann mag das zwar eine Folge sein, soll aber hier im Thread nicht dazu führen, allgemeine Debatten zu "rechts"/"links" ohne jeweiligen konkreten Bezug zum Kern-Thema zu vertiefen.
Dem vorzubeugen, dass das - ohne konkreten Bezug - vertieft wird, und mglw. nur noch in eine reine "rechts"/"links"-Dabatte ausartet, dazu sollte der "oberschlaue" Moderatoren-Hinweis dienen.

Bitte zukünftig etwas mehr Verständnis und Contenance.

Daher nochmals:
Bitte nicht weiter allgemeine Debatten zum Thema "rechts"/ "links" vertiefen, sondern bitte
eng in Bezug zum eigentlichen Kern-Thema, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und den Inhalt des Framing-Handbuchs sowie die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 20. Februar 2019, 20:18
Berliner Zeitung, 20.02.19
Internes Strategiepapier
ARD wehrt sich gegen Framing-Kritik und hat nichts begriffen
von Harry Nutt
https://www.berliner-zeitung.de/kultur/internes-strategiepapier-ard-wehrt-sich-gegen-framing-kritik-und-hat-nichts-begriffen-32072696

Einige Zitate:

Zitat
Menschen, die bislang das schlimme Wort von der Lügenpresse eher nicht in den Mund genommen haben, sprechen von Gehirnwäsche und Orwell-Jargon. In dem Framing-Manual werden Handreichungen formuliert, die dazu anleiten, schöner über die ARD zu sprechen. Elisabeth Wehling hat die Kritik kommen sehen, sie betrachtet ihr Papier lediglich als interne Arbeits-und-Diskussionsgrundlage. Dumm nur, dass es öffentlich geworden ist und nun so viele darüber mitreden wollen.

[...]

Seit der Reform des Beitragssystems im Jahr 2013, durch die prinzipiell jeder Haushalt zu Zahlungen verpflichtet wird, ist das Misstrauen gegen das Modell des durch Gebühren finanzierten Rundfunks und Fernsehen erheblich gewachsen. Auch dagegen hat Elisabeth Wehling einen Vorschlag parat. Zur rhetorischen Abwehr all jener, die das Gebührensystem geißeln, schlägt sie vor, [...]

 [...] Als es am Dienstag vielfältige Protestnoten gegen diese Art der paternalistisch-sprachlichen Vor- und Nachsorge gab, versuchte ARD-Chefredakteur Rainald Becker einen befreienden Schritt aus der Deckung. Er selbst benötige einen solchen Leitfaden nicht, halte die an der ARD geäußerte Kritik aber für eine künstlich aufgeblasene Diskussion.

Das kann man so sehen. Dumm nur, dass der Kern des Problems mit solch einer Haltung mutwillig übersehen wird. Anstelle einer Investition in die Verbesserung der journalistischen Grundlagen – Recherche, Personal, Vielfalt und Variation der Darstellungsformen – setzt man auf Schönfärberei, die das grassierende Misstrauen in den Journalismus zu einem Ausdrucksproblem erklärt. [...]

War guter Journalismus einmal mit Vorstellungen von Einfallsreichtum, Wahrheit und Wahrhaftigkeit verknüpft, scheint man angesichts der großen Ratlosigkeit in den Entscheidungsgremien der ARD auf die Schützenhilfe aus den manipulativen Baukästen der Manager-Fortbildung zu hoffen. Rahmen hin oder her: Der Fall ergibt ein besorgniserregendes Gesamtbild.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: René am 20. Februar 2019, 22:01
(https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190220-framing-manual/deins-ist-meins.png)
Das Framing-Manual der ARD – zwangsfinanzierte Gehirnwäsche
Quelle: Online-Boykott.de (https://online-boykott.de/nachrichten/188-das-framing-manual-der-ard-zwangsfinanzierte-gehirnwaesche)

Am 11. Februar 2019 berichtete u. a. der Tagesspiegel über das von der ARD im Auftrag erstellte „Framing-Manual“. 120.000 EUR lässt sich die ARD diese sehr umstrittene Sprechanweisung kosten – Geld aus dem Zwangsbeitrag: unser Geld!

Wir haben dieses Thema sofort in unserem Forum GEZ-Boykott.de aufgegriffen. Darin beleuchten wir nicht nur jede Passage dieses Manuals, sondern wir nehmen das gesamte Meisterwerk sprachlicher Manipulation regelrecht auseinander. Zudem bauen wir die umfassendste Sammlung von Artikeln, Berichten und Diskussionen über dieses skandalöse Thema auf – höchstwahrscheinlich sind wir mittlerweile die beste und umfangreichste Informationsquelle Deutschlands zu diesem beschämenden und unwürdigen Thema.

Ich möchte an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, denn diese Arbeit erledigen meisterhaft unsere Forumsmitglieder, Moderatoren und Administratoren im Forum. Den Link zu diesem sehr ausführlichen Thema im Forum finden Sie am Ende dieses Artikels.

Trotz Unterstützung durch Politik und Justiz hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk immer weniger Rückhalt in der Bevölkerung. Viele sehen keine Notwendigkeit mehr für so einen teuren und aufgeblähten Apparat, der durch einen Zwangsbeitrag von uns allen finanziert wird. Für Informationen und Nachrichten wird maximal nur ein Sender benötigt und um einen – wie auch immer definierten – „Bildungsauftrag“ zu erfüllen, sind Schulen und Hochschulen sicher geeigneter und eher zu finanzieren als Rundfunk mit flacher Unterhaltung in Form von Soaps, Quiz- und Kochsendungen, Fußball und schlechten Krimis – das alles können die Privaten besser leisten, ohne dass die Demokratie darunter leiden würde.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verlor nach dem sogenannten „Bruderurteil“ vom Bundesverfassungsgericht am 18. Juli 2018 jeglichen Anstand. Er fühlte sich sicher und endlich wieder Herr der Lage. Nun galt es, diejenigen zu diskreditieren, die sich für eine gerechte Gesellschaft einsetzen, in welcher der Finanzierungszwang für diesen überdimensionierten und ausgearteten Rundfunk keinen Platz hat. Hier ein kurzes Beispiel:

Zitat
»Der Begriff „Beitragsverweigerer“ macht also die Wortbrüchigen – denn der gemeinsame Rundfunk ist eine demokratische, verbindliche Entscheidung – nicht nur zu Menschen mit Prinzip. Sondern er impliziert auch, dass sie gar nicht wortbrüchig sind. Er kehrt gedanklich die Tatsache unter den Teppich, dass vermeintliche Beitragsverweigerer direkt entgegen einer verbindlichen, demokratischen Vereinbarung handeln, die wir gesetzlich verankert haben, und an die wir anderen uns halten. Der lapidare Umgang mit den Gesetzen, die die Gemeinschaft sich gegeben hat, ist höchst alarmierend.

Dieser Frame spielt dem Narrativ in die Hand, nach dem sich die „Verweigerer“ (endlich) gegen das totalitäre Regime ARD – den „Merkelfunk, den „Staatsfunk“, und so weiter – auflehnen und zurecht als Helden der Demokratie und Freiheit gefeiert werden.

Die Sachlage ist eine andere: Bürger, die sich nicht gemäß der demokratischen Vereinbarung am gemeinsamen Rundfunk ARD beteiligen, sind wortbrüchig oder auch illoyal. Sie liegen nicht nur den anderen auf der Tasche, täuschen und betrügen und genießen weiterhin uneingeschränkten Zugang zur gemeinsamen medialen Infrastruktur ARD – sondern sie halten sich nicht an unsere demokratisch getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen und missachten den allgemeinen Willen des Volkes. Sie sind Beitragshinterzieher, sie begehen Wortbruch, machen sich des Loyalitätsbruchs schuldig.«

Ich muss das nicht weiter kommentieren, denn das ist eine Anleitung zur Diffamierung. Und das ist nur ein kleines Stück aus der 89 Seiten umfassenden und 120.000 EUR teuren Sprechanleitung! Auf der anderen Seite sollen diejenigen, die sich für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekennen oder ihn noch nicht ablehnen, sprachlich umarmt und als die „Guten“ bezeichnet werden. In anderen Worten werden Fronten und Gegenfronten sprachlich geschaffen, um diese aufeinander prallen zu lassen, in der Sicherheit, dass die „Guten“ über die „Bösen“ siegen werden.

Wenn man sich vor Augen führt, dass es sich hierbei um die selbsternannten Wächter der Wahrheit (Stichwort: Faktencheck) und gleichzeitig um einen mit 8 Milliarden EUR jährlich finanzierten Mediengiganten handelt, wird es einem klar, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk gesellschaftliche Brandstiftung treibt.

Das Vergehen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss mit allen Mitteln verhindert werden. Reformen sind nicht mehr möglich. Der Apparat muss auf den Anfang zurückgesetzt werden: Nur ein Sender, durch einen demokratisch gewählten Rundfunkrat überwacht und von Steuermitteln finanziert.

In unserem Forum finden Sie alle Informationen zu diesem Thema. Wir alle würden uns sehr freuen, Sie als neues Forumsmitglied begrüßen zu dürfen.

Online-Boykott.de:
https://online-boykott.de/nachrichten/188-das-framing-manual-der-ard-zwangsfinanzierte-gehirnwaesche

Framing-Manual herunterladen:
https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190220-framing-manual/framing_gutachten_ard.pdf
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 21. Februar 2019, 08:24
Ausnahmsweise las ich folgenden presseähnlichen Aufsatz vom ÖRR:
Sendedatum: 20.02.2019 23:20 Uhr - Lesezeit: ca.4 Min.
Framing: ARD-Papier sorgt für Diskussion
von Daniel Bouhs, Timo Robben und Caroline Schmidt
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Framing-ARD-Papier-sorgt-fuer-Diskussion,framing100.html

Man muss auch den Gegner hören. Ich muss zugeben: es war informativ.

Einige Zitate:

Zitat
[...]In Absprache mit dem Vorsitz beauftragte ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab ein Manual sowie Workshops . Kosten bisher: 120.000 Euro. Der Auftrag umfasst neun Schulungen, vier davon mit insgesamt 160 Teilnehmern fanden bereits statt.

Handbuch polarisiert

Wehling schult seitdem ARD-Mitarbeiter ganz allgemein zu politischem Framing. Als Seminarunterlage legte sie aber auch das "Framing Manual" vor, ein Handbuch, das wiederum den Titel trägt [...]

Die ARD will den Diskussionsprozess in den Workshops fortsetzen und dafür das umstrittene Papier auch weiterhin als Material zur Verfügung stellen, heißt es auf Anfrage von ZAPP. Man werde das Dokument aber künftig "noch deutlicher als das bezeichnen, was es ist: eine Diskussionsgrundlage".

Der Framing-Manual ist leicht verständlich ohne Workshop, ist eine sehr gute praktische Einleitung. Die ARD hat den Framing gelernt, wie kann man jetzt sagen: es ist schlecht, nutzen sie ihn nicht? Und nach der Theorie sei nicht zu framen nicht möglich, also so oder so wird das gemacht, und warum nicht auch in den Nachrichten? Es verbessert ja nur die Kommunikation.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 21. Februar 2019, 09:45
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/weser_kurier.jpg)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/weser_kurier.jpg

Weser Kurier, 20.02.2019

Kommentar zum ARD-Gutachten
Es ist halt Werbung: Warum die Framing-Diskussion übertrieben ist

Die Aufregung über die Tipps einer Linguistin für die Selbstvermarktung der ARD findet Redakteurin Carolin Henkenberens überzogen. Letztlich ist es Werbung - und die durchzieht unsere Gesellschaft längst.

Von Carolin Henkenberens **

Zitat
Es klingt wie eine Verschwörung: Ein Gutachten gibt der ARD Tipps, wie sie ihr öffentliches Bild durch gezielte Wortwahl und das Unterstreichen ihrer Werte verbessern kann. Deutschlands Boulevard-Blättchen mit den vier Buchstaben titelt: „So will die ARD uns umerziehen“.
Doch letztlich ist die Aufregung reichlich überzogen. „Framing“, das klingt nach einer bösen Manipulation, nach Propaganda oder mindestens einer heftigen Verzerrung der Tatsachen. Aber letztlich ist es nicht mehr und nicht weniger als Werbung in eigener Sache, auch genannt PR oder etwas akademischer: strategische Kommunikation.
Framing steht für das sprachliche Einrahmen der Realität. […]

Weiterlesen auf:
https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-es-ist-halt-werbung-warum-die-framingdiskussion-uebertrieben-ist-_arid,1808422.html (https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-es-ist-halt-werbung-warum-die-framingdiskussion-uebertrieben-ist-_arid,1808422.html)

Einige Leserkommentare:
Zitat
Respekt-Rente, Gute-Kita-Gesetz, Starke-Familien-Gesetz, Geordnete-Rückkehr-Gesetz.

Nennen wir es doch einmal beim Namen: Dieser Neusprech ist Manipulation, er ist Volksverdummung.

George Orwell (1984) lässt grüßen!

Der Kommentar von Frau Henkenberens verharmlost etwas, das durchaus nicht harmlos sondern brandgefährlich ist und genauso wie Fake-News demokratiezersetzend wirken kann.
Zitat
Der Kommentar beweist einmal mehr in welch bedenklichem Fahrwasser sich der Weser Kurier befindet. Es geht hier nicht um Werbung sondern um Manipulation - dafür sind öffentlich rechtliche Sender nicht gegründet worden. Sie sollen objektiv informieren.
Zitat
Seit wann müssen die Öffentlich-Rechtlichen Werbung für sich machen? Die Einnahmenseite ist bei denen doch immer gesichert.
Sollte einer der Autoren der hier zitierten Leserkommentare etwas gegen die Veröffentlichung seines Statements hier im Forum sein, dies mir bitte kurz per PM mitteilen. Der Kommentar wird dann umgehend gelöscht.

**Carolin Henkenberens
Zitat
Jahrgang 1989, hat ein Faible für den Nahen Osten. Studiert deshalb Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt, zuvor Politik in Bremen und Haifa. Ihr Fazit: Weihnachten in Bethlehem klingt romantischer als es ist. Hospitanzen unter anderem beim Tagesspiegel in Berlin, der FAZ, NDR Online und beim HR-Fernsehen. Arbeitet neben dem Studium bei FAZ.NET.
https://bundeswehr.journalistenschule-ifp.de/autoren/

Siehe auch:
Schmusekurs an der Weser: ARD-Anstalt Radio Bremen schenkt Weser-Kurier Video-Inhalte
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25873.0
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 21. Februar 2019, 09:59
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/weser_kurier.jpg)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/weser_kurier.jpg

Weser Kurier, 20.02.2019

Umgang mit Framing-Papier bei Radio Bremen unklar
Ein Gutachten schlägt vor, wie die öffentlich-rechtlichen ARD-Sender künftig über sich selbst sprechen sollten. Daran gibt es viel Kritik. Bei Radio Bremen wurde das Papier nicht an alle Mitarbeiter verteilt.

Von Carolin Henkenberens **

Zitat
Wie Radio Bremen mit dem seit Tagen diskutierten ARD-Papier zum „Framing“ umgeht, ist noch nicht geklärt. Das sagte die Vorsitzende des Personalrats, Anke Sommer, auf Nachfrage des Weser-Kurier. Der Intendant von Radio Bremen, Jan Metzger, verwies zunächst auf die Stellungnahme der ARD-Generalsekretärin. Susanne Pfab hatte zuvor klargestellt, das Papier sei lediglich als „Denkanstoß“ und „Diskussionsgrundlage“ gedacht – trotz des missverständlichen Titels. „Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht.“
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-umgang-mit-framingpapier-bei-radio-bremen-unklar-_arid,1808389.html (https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-umgang-mit-framingpapier-bei-radio-bremen-unklar-_arid,1808389.html)

** Carolin Henkenberens
Zitat
Jahrgang 1989, hat ein Faible für den Nahen Osten. Studiert deshalb Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt, zuvor Politik in Bremen und Haifa. Ihr Fazit: Weihnachten in Bethlehem klingt romantischer als es ist. Hospitanzen unter anderem beim Tagesspiegel in Berlin, der FAZ, NDR Online und beim HR-Fernsehen. Arbeitet neben dem Studium bei FAZ.NET.
https://bundeswehr.journalistenschule-ifp.de/autoren/

-Edit "ChrisLPZ":
Info zur Autorin eingefügt
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 21. Februar 2019, 11:13
Aus obigem Aufsatz des Weser Kuriers:
Umgang mit Framing-Papier bei Radio Bremen unklar
Ein Gutachten schlägt vor, wie die öffentlich-rechtlichen ARD-Sender künftig über sich selbst sprechen sollten. Daran gibt es viel Kritik. Bei Radio Bremen wurde das Papier nicht an alle Mitarbeiter verteilt.
[...]
Weiterlesen auf:
https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-umgang-mit-framingpapier-bei-radio-bremen-unklar-_arid,1808389.html (https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-umgang-mit-framingpapier-bei-radio-bremen-unklar-_arid,1808389.html)

Zitat
[...] Es habe auch noch keine Veranstaltung zum dem Thema bei Radio Bremen gegeben. Dem Vernehmen nach gibt es allerdings Überlegungen, dass interessierten Mitarbeitern in diesem Jahr von Elisabeth Wehling der Begriff des Framings erklärt werde.
Für eine Veranstaltung zum Begriff des Framing zeigte Sommer sich offen.*** „Eine solche Veranstaltung, bei der es darum geht, was man als Radio-Bremen-Mitarbeiter antworten kann, wenn man von Gegnern der Öffentlich-Rechtlichen angesprochen wird, ist eigentlich ein schönes Angebot des Arbeitgebers“, findet Sommer. „Das ist aus meiner Sicht tatsächlich ein Problem. Dass man sich teilweise gar nicht mehr traut zu sagen, wo man arbeitet. Heutzutage kommt oft die Frage: Wofür zahle ich eigentlich die Rundfunkgebühr?“, sagte die Personalratsvorsitzende. [...]
***Edit "Bürger": zwischenzeitlich augenscheinlich geänderte Passage im Artikel

Sie brauchen das Framing-Manual und die Workshops, um die Antwort auf die Frage zu lernen, wozu wir ihnen den Rundfunkbeitrag zahlen müssen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 21. Februar 2019, 11:33
Aus
Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.msg189304.html#msg189304
Ich gehe daher davon aus, daß das (Workshops) schon länger läuft, und das Framing-Manual (nach derzeitigem Stand) nur ein erstes "Papier gewordenes" Zwischenergebnis darstellt.

Allein die Apologeten dieses Framing-Manuals, die uns erzählen, Framing sei ja so normal, jeder tue es, lassen vermuten: (1) Framing wird schon vor Frau Wehlings Workshops im ÖRR betrieben, (2) er wird nicht nur zur Selbstdarstellung betrieben.

Wenn Framing so normal ist, desto wichtiger ist die Informationsfreiheit, auch die negative, darunter aus Gewissensgründen eine Quelle nicht finanzieren zu müssen. In meinem Befreiungsantrag schrieb ich:
Zitat
Rundfunkkonsum lehne ich unabhängig vom Inhalt der Programme ab. Im Gegensatz zur Presse, deren Sätze man langsam lesen und wieder lesen kann, fließen beim Rundfunk Ton und Bild schneller, als man sie kritisch wahrnehmen kann: es bleibt am Ende nur, was sich absetzt, was in der Regel mit selektierten Bildern und sensationalistischem Sprachton suggeriert wird. Ich habe nicht die Absicht, Rundfunk zu konsumieren, ohne es Ihnen rechtzeitig mitzuteilen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 21. Februar 2019, 12:28
Sie brauchen das Framing-Manual und die Workshops, um die Antwort auf die Frage zu lernen, wozu wir ihnen den Rundfunkbeitrag zahlen müssen.

Wenn Tante Hilde, deren Rente 22,83€ über dem Existenzminimum liegt, einen Öffrech-Mitarbeiter fragt, warum sie die exorbitanten Zusatzrenten der Öffrech-Mitarbeiter finanzieren muss und was daran "solidarisch" oder "demokratie-essentiell" sein soll, würde mir auch keine vernünftige Antwort einfallen. Dafür bräuchte ich auch mindestens einen Framing-Workshop (der ja sowieso von Tante Hilde finanziert wird).
Wenn jemand Tante Hilde auch noch erzählen würde, dass SIE für die Beiträge der "Befreiten" aufkommen muss, statt z.B. der (Achtung! Gegenframing!) "Arbeitslosenagentur" und sie das kritisch hinterfragt, dann kann sie doch nur eine rechte Populistin sein. (Den Verdacht hatte ich schon, seit sie ihren Fernseher entsorgt hat und ihren Enkeln Geschichten vorliest.)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 21. Februar 2019, 12:40
Sie brauchen das Framing-Manual und die Workshops, um die Antwort auf die Frage zu lernen, wozu wir ihnen den Rundfunkbeitrag zahlen müssen.

Grundsätzlich kann ich nachvollziehen, dass der ÖRR bestimmte Begriffe wie "Zwangsbeitrag" in seiner Kommunikation vermeiden will und sich positiv darstellen möchten. Dazu hätte es aber nur eines DIN-A4 Blattes bedurft, in dem den Mitarbeitern genannt wird, welche Begriffe nicht vom ÖRR selbst verwandt werden sollen und welche Worte stattdessen benutzt werden können.

Das vorliegende Framing-Manual ist dagegen eine politische Indoktrinationsanweisung, die weit über die Kommunikationsregelung im Beitragsverfahren hinausgeht. Es wird von "Werten der ARD" gesprochen. Damit wird deutlich, dass die ARD ein politisches Weltbild vermitteln soll und der ÖRR somit ein Tendenzmedium ist - genauso wie es z.B. der Axel Springer Verlag in bestimmten Punkten auch ist. Der Unterschied ist allerdings, dass niemand die Bild-Zeitung zwangsweise finanzieren muss, weil ihre Existenz zu seinem Vorteil gereichen soll. Der besondere, beitragspflichtige Vorteil des ÖRR soll ja nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichtes gerade darin liegen, dass:


BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 18. Juli 2018
- 1 BvR 1675/16 - Rn. (1-157),

http://www.bverfg.de/e/rs20180718_1bvr167516.html
Rn 79 / 80 / 81
Zitat
Allein der Umstand eines verbreiterten Angebots privaten Rundfunks und einer Anbietervielfalt führt für sich noch nicht zu Qualität und Vielfalt im Rundfunk. [...]

Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden. [...]

In der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in dieser Funktion zu nutzen, liegt der die Erhebung des Rundfunkbeitrags rechtfertigende individuelle Vorteil.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 21. Februar 2019, 12:46
**Carolin Henkenberens
Zitat
Jahrgang 1989, hat ein Faible für den Nahen Osten. Studiert deshalb Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt, zuvor Politik in Bremen und Haifa. Ihr Fazit: Weihnachten in Bethlehem klingt romantischer als es ist. Hospitanzen unter anderem beim Tagesspiegel in Berlin, der FAZ, NDR Online und beim HR-Fernsehen. Arbeitet neben dem Studium bei FAZ.NET.
https://bundeswehr.journalistenschule-ifp.de/autoren/

Ich wußte gar nicht, dass die kath. Kirche eine Journalistenschule betreibt. Das muss ich ja erst einmal sacken lassen.

Katholische Journalistenschule ifp
de.wikipedia.org/wiki/Katholische_Journalistenschule_ifp (https://de.wikipedia.org/wiki/Katholische_Journalistenschule_ifp)



Unser Pla­gi­a­tor, Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg (dessen Doktorgrad von der Uni Bayreuth am 23. Februar 2011 aberkannt wurde), setzte die Wehrpflicht im Jahre 2010 aus - offenbar ein weitreichender Einschnitt.

HEIMATFRONTEN
Ein ifp-Dossier

Zitat von:  https://bundeswehr.journalistenschule-ifp.de/index.html
Die Wehrpflicht ist abgeschafft, das Motiv vom Bürger in Uniform verblasst:
Deutschland entfremdet sich von seiner Truppe – jetzt muss die Bundeswehr um ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen.


Ist das noch die Arbeit einer kleinen PR-Agentur oder schon großer Journalismus?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 21. Februar 2019, 14:36
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Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/uebermedien.png

Übermedien, 19.02.2019

FRAMING-GUTACHTEN FÜR DIE ARD
Eine absurde Debatte um ein misslungenes Papier


En Kommentar von Stefan Niggemeier

Zitat
Gut, dann reden wir über Framing und die ARD und den Versuch, durch den kontinuierlichen Gebrauch von irreführenden Wörtern die Diskussion zu manipulieren und einseitig zu beeinflussen. Reden wir also, zum Beispiel, über die Buchstaben GEZ.
Kritiker des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Medien wie die „Bild“-Zeitung können nicht aufhören, von der GEZ zu reden. Sie sind unbeirrt davon, dass es diese Behörde seit über sechs Jahren nicht mehr gibt und dass Begriffe wie „GEZ-Gebühren“ („Gebühreneinzugszentralengebühren“?) immer schon Unsinn waren. Sie skandalisieren trotzdem jede Entscheidung, die irgendwie mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seiner Finanzierung zu tun hat, dadurch, dass sie „GEZ“ groß in der Überschrift unterbringen.
Es ist nicht spitzfindig, darauf hinzuweisen, dass die entsprechende Einrichtung inzwischen „Beitragsservice“ heißt, denn dahinter verbirgt sich nicht nur die Umlackierung einer ungeliebten Behörde. Durch die Umstellung der Rundfunkfinanzierung ist eine wesentliche Ursache dafür entfallen, dass die GEZ so verhasst war: das Ausschnüffeln von Wohnungen, um herauszufinden, ob jemand ein Empfangsgerät hat. […]

[Offenlegung: Ich habe eine wöchentliche Radiokolumne auf Radio Eins vom rbb, der zur ARD gehört.]

Weiterlesen auf:
https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/ (https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/)

Anmerkung:
Lesenswert auch die Debatte in den Leserkommentaren, die vor "örR-Arroganz" und "örR-Verblendung" nur so strotzt.



Weitere Pressemeldungen zum Thema:

Die Welt (Welt+ Abo)
Kritik von Wissenschaftlern
„Medien und Politik fallen reihenweise auf Framing herein“

Von Matthias Heine
https://www.welt.de/kultur/plus189106591/ARD-Framing-Medien-und-Politik-fallen-reihenweise-herein.html

Westfalen Blatt
Das »Framing Manual« – Was es mit dem umstrittenen Gutachten auf sich hat - Ein Sprachkurs für die ARD
Von Thomas Hochstätter
https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Bielefeld/Bielefeld/3663259-Das-Framing-Manual-Was-es-mit-dem-umstrittenen-Gutachten-auf-sich-hat-Ein-Sprachkurs-fuer-die-ARD

Meedia
Gib den Trollen Zunder: Wie die ARD die Debatte um das “Framing-Manual” anheizt, ohne es zu merken
Von Stefan Winterbauer
https://meedia.de/2019/02/20/gib-den-trollen-zunder-wie-die-ard-die-debatte-um-das-framing-manual-anheizt-ohne-es-zu-merken/

Süddeutsche Zeitung
Framing-Debatte - Warum wir eine Ethik der Metapher brauchen
Gastbeitrag von Henning Lobin (Direktor des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim)
https://www.sueddeutsche.de/kultur/framing-metapher-afd-ethik-sprachwissenschaft-1.4337984

Rhein Neckar Zeitung
Was bedeutet "Framing"? "Es ist keine Manipulation die zielsicher funktioniert"
Von Jonas Labrenz
https://www.rnz.de/politik/hintergrund_artikel,-was-bedeutet-framing-es-ist-keine-manipulation-die-zielsicher-funktioniert-_arid,421753.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: maikl_nait am 21. Februar 2019, 15:00
Hallo!

Zitat
Es ist nicht spitzfindig, darauf hinzuweisen, dass die entsprechende Einrichtung inzwischen „Beitragsservice“ heißt, denn dahinter verbirgt sich nicht nur die Umlackierung einer ungeliebten Behörde.

Was der gute Herr N. nicht sehen will/kann/darf: alleine die Umbenennung von "Gebühreneinzugszentrale (GEZ)" zu "Beitragsservice" macht die "Einrichtung" für die Zahlschafe in keiner Weise zum "Service", schon gar nicht zur "Behörde" -- das kleinzureden ist euphemistisch und dreist -- zumal es seit 2013 nicht mehr um Geräte geht, sondern um "Beitrag" auf das Grundbedürfnis Wohnen (mithin einfach um die bloße Existenz).

Das Ausschnüffeln der Wohnung nach Geräten (durch GEZ-Mitarbeiter) wurde durch das Ausschnüffeln nach Mitbewohnern (durch Gegenwehr per Klage bei mehrfacher Bescheidung einer Wohnung) und durch Ausschnüffeln der Meldeämter ersetzt.

"Getroffene Hunde heulen" -- nicht die "Debatte" ist das Problem, sondern das Manual seines Arbeitgebers, und sein persönlicher Umgang mit der Debatte!!!

PS: eine Einrichtung ist zB das städtische Schwimmbad, und selbst dort zahlen nur Besucher -- ich bin (bisher!) noch nie vom GV verhaftet worden, weil ich nicht dorthin gehe, um die "Möglichkeit zu nutzen".

MfG
Michael
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 21. Februar 2019, 15:38
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/faz.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/faz.png

FAZ, 21.02.2019

KOMMENTAR ZUM „FRAMING-MANUAL“ :
Heucheltraining

Die Verantwortlichen der ARD finden ihr „Framing-Manual“ nicht nur unproblematisch. Sie handeln nach dessen Grundsätzen. Was bedeutet: Sie werfen erstmal Nebelkerzen.

VON MICHAEL HANFELD

Zitat
[…] Aber wenn das so ist, fragt man sich, warum die ARD das Papier von sich aus partout nicht veröffentlichen wollte. Einem Kollegen von der NZZ, der danach fragte, wurde gesagt, das gehe aus urheberrechtlichen Gründen nicht. Dann hieß es, dies sei eine interne Unterlage, die sich nur aus dem Kontext heraus erschließe. Und schließlich verlautete auf Anfrage der F.A.Z. am Dienstag zu den Kosten des „Framing-Manuals“ zunächst: „Wir bitten um Verständnis, dass wir über die Angabe hinaus, dass Frau Dr. Wehling branchenüblich vergütet worden ist, keine weiteren Auskünfte zu Vertragsbestandteilen geben.“

Abends dann rückte die ARD im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mit den Kosten heraus […]

Das „Framing-Manual“ bezeugt nicht nur ein totalitäres, diskussions- und demokratiefeindliches Denken. Der von der ARD damit geübte Umgang bestätigt den Inhalt; er zeigt, dass die Verantwortlichen das „Manual“ längst als Handlungsanweisung verstehen und erstmal Nebelkerzen werfen […]

Weiterlesen auf:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-lohnt-sich-die-investition-der-ard-16051480.html (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-lohnt-sich-die-investition-der-ard-16051480.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 21. Februar 2019, 15:55
rp-online, 21.02.2019
Kolumne: Gesellschaftskunde
Der moralische Rundfunk
Der Sprach-Leitfaden der ARD, der jetzt veröffentlicht wurde, ist in seiner selbstverständlichen Dreistigkeit ein starkes Stück. Zur erregten Systemkritik aber taugt er nicht.
von Frank Vollmer

weiterlesen unter
https://rp-online.de/politik/deutschland/kolumnen/debatte-ueber-framing-manual-der-ard-dreist-aber-hilfreich_aid-36907315


Anmerkung:
Frank Vollmer findet Framing ok: "Framing [ist] grundsätzlich nichts Verwerfliches – politische Kommunikation funktioniert nun mal so. Jeder betreibt Framing[..]" und benötigt Stellungnahmen ;)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 21. Februar 2019, 16:01
pro - Christliches Medienmagazin, 20.02.2019
Framing-Manual für die ARD
Schön geredet
Das Framing-Manual ist zwar keine Sprechanweisung für ARD-Mitarbeiter. Es enthält aber so viele bedenkliche Passagen, dass die Verantwortlichen sich deutlich davon distanzieren sollten.
Kommentar von Nicolai Franz

Zitat
[...]
„Ermöglichen“, nicht „bezahlen“
[...]
Was das Papier aber über das attestierte Selbstverständnis der ARD offenbart, grenzt an religiöse Überhöhung. Nein, es ist nicht das erste Kapitel des Johannes-Evangeliums, wenn es in dem Papier heißt: „Die ARD ist von uns, mit uns und für uns geschaffen.“ Punkt für Punkt führt das Framing-Manual aus, warum die ARD die Vollendung des medialen demokratischen Gemeinsinns ist. [...]

Stellt sich die Frage: Welches Wort brechen die Beitragsverweigerer eigentlich? Tatsächlich hat der Staat die meisten Bürger wohl nie danach gefragt, ob sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk finanzieren wollen. Jüngste Umfragen zeigen, dass auf den gebührenfinanzierten Rundfunk magere Jahre zukämen, sollte das doch geschehen.

42 Prozent der Deutschen würden am liebsten nichts bezahlen, 13,7 Prozent zwischen einem und fünf Euro, 19,4 Prozent zwischen sechs und zehn Euro, so eine Civey-Umfrage 2018. 9,3 Prozent wären für einen Betrag zwischen elf und 15 Euro bereit. Nur 13,2 Prozent würden 16 Euro oder mehr bezahlen, also in etwa den Betrag, mit dem die Bürger im Moment tatsächlich „unseren gemeinsamen freien Rundfunk“ „ermöglichen“, ob sie wollen und ihn nutzen oder nicht. [...]

Vorsicht vor zu vielen Fakten

[...]„Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert“, sagte Generalsekretärin Susanne Pfab. Von Begriffen wie „medienkapitalistische Heuschrecke“, „Profitzensur“ oder „ungezügelter Rundfunkkapitalismus“ distanziere sie sich.

Dass das Papier mehr als eine Diskussionsgrundlage ist, zeigt die ARD-eigene Kommunikation. Am 11. Juni 2018 kündigte die ARD eine „Public Value-Aktion“ an. Der Claim „Wir sind deins“ aus dem Framing-Manual taucht dort ebenso auf wie eine zentrale Formulierung: Mit „Unser gemeinsamer freier Rundfunk“ beginnt das Statement von Karola Wille. Die MDR-Intendantin war Vorsitzende der ARD, als das Framing-Manual in Auftrag gegeben wurde. Aus der Pressestelle des Generalsekretariats heißt es, es habe keine „Ableitung aus dem Papier von Frau Dr. Wehling“ gegeben. „Bei der Public-Value-Aktion ‚Wir sind deins‘ haben wir uns u.a. an anderen Public-Service-Broadcastern in der EU orientiert“, so eine Sprecherin gegenüber pro. Dass die Parallele purer Zufall sein soll, ist freilich schwer zu glauben.
[...]

Weiterlesen unter
https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/2019/02/20/schoen-geredet/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 21. Februar 2019, 16:28
Junge Welt, 21.02.2019
Rückzugsgeplänkel
Handbuch der Manipulation
»Framing Manual« der ARD: Kritiker nennen es Sprachregelung für Mitarbeiter. Es ist mehr
Von Klaus Fischer

Zitat
Eigentlich war es nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Doch Diskussionen hat das »Framing Manual« schon ausgelöst, als es außerhalb der ARD kaum jemand kannte. Inzwischen wird auch in Mainstreammedien darüber berichtet, obwohl diese sich selbst des Instruments der »Einbettung von Nachrichten bzw. Ereignissen in einen Deutungskontext« bedienen, also im Sinne ihrer verlegerischen (und damit weltanschaulichen) Tendenz manipulieren. Die Frage ist dabei nicht, wie irreführend kolportiert wird, ob man das darf, sondern eher: Wie lange geht das schon so?
[...]

Weiterlesen auf:
https://www.jungewelt.de/artikel/349609.r%25C3%25BCckzugsgepl%25C3%25A4nkel-handbuch-der-manipulation.html (https://www.jungewelt.de/artikel/349609.r%25C3%25BCckzugsgepl%25C3%25A4nkel-handbuch-der-manipulation.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 21. Februar 2019, 16:35
Tichys Einblick, 20.02.2019
Die Framing-Manual-Affäre der ARD
Illusion öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Das Interesse, dass alles so weiter geht wie bisher, erklärt sich aus den überhöhten Gehältern und den unverschämten Pensionen, die dem Spitzenpersonal der öffentlich-rechtlichen Sender gezahlt werden, auch weil man gnadenlos der alleinerziehenden Mutter, die nicht weiß, wie sie über die Runden kommen soll, die Gebühren abpresst, damit der Intendant eines ARD-Senders mehr als die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik verdient.
von Klaus-Rüdiger Mai

Weiterlesen auf:
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/illusion-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk/ (https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/illusion-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk/)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 21. Februar 2019, 16:36
Stefan Niggemeier schreibt im obigen Aufsatz:
Übermedien, 19.02.2019
Eine absurde Debatte um ein misslungenes Papier
En Kommentar von Stefan Niggemeier
[...]
Weiterlesen auf:
https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/ (https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/)
Zitat
Es ist dennoch nicht der Skandal, als den es viele Kommentatoren darstellen, denn es handelt sich nicht um eine Handlungsanweisung oder eine Sprachregelung, die die ARD ihren Mitarbeitern an die Hand gibt, sondern um die Gedanken einer externen Gutachterin.

Wie weiß er das?! Die meisten Gedanken, wenn nicht alle, sind im Einklang mit dem, was uns der öffentlich rechtliche Rundfunk immer erzählt, obwohl sie paraphrasiert sind, was die eigentliche Arbeit von Frau Wehling sein sollte. Vielleicht sind die Formulierungen aus pädagogischen Gründen zugespitzt, aber die Botschaft ist nicht neu. Der Framing-Manual wuchs offensichtlich aus dem Mist der Rundfunkanstalten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: faust am 21. Februar 2019, 16:44
... gut und schön - aber wer soll das alles noch lesen?

Ich erinnere an Karl Marx:
"Es kommt nicht drauf an, die Welt zu interpretieren - es kommt drauf an, sie zu verändern!"

Es kann nur noch darum gehen, wie man dieses Machwerk effektiv in den Widerstand einbinden kann - weitere Empörungsprosa bringt niemanden auch nur einen Schritt weiter.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Housebrot am 21. Februar 2019, 18:24
Vergesst nicht auch das Framing für die Rundfunkverweigerer, Nichtnutzer und Selbstdenker:

- Reichsbürger
- AFD-Sympathisanten
- Schwarzseher
- Querulanten
- keine Beitragserhöhung seit 10 Jahren
- Beitragsanpassung

Demnächst sind wir dann noch Volksschädlinge, weil wir uns an dem Quatsch nicht beteiligen...

Könntest Du bitte die Fundstelle nennen ?

Liebe Grüße
Adonis
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 21. Februar 2019, 18:45
[...] Demnächst sind wir dann noch Volksschädlinge, weil wir uns an dem Quatsch nicht beteiligen...
Könntest Du bitte die Fundstelle nennen ?

Nicht die wörtliche Bezeichnung, sondern die bildliche Beschreibung kommt deutlich vor: letzter Absatz von Seite 63.

Es ist nicht die einzige Stelle, die an Dr. Joseph G. erinnert.

Das hat aber anscheinend Frau Ilse Aigner nicht gestört, sondern nur die Stellen, die der armen, vornehmen Bild offensiv sein mögen.

Auch diese Stelle passt zum ewigen Geist der GEZ und des öffentlich rechtlichen Rundfunks als Geldeintreiber: also nur die  Paraphrasierung mag Frau Wehlings Verdienst sein.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 21. Februar 2019, 18:46
... gut und schön - aber wer soll das alles noch lesen?

Ich erinnere an Karl Marx:
"Es kommt nicht drauf an, die Welt zu interpretieren - es kommt drauf an, sie zu verändern!"

Es kann nur noch darum gehen, wie man dieses Machwerk effektiv in den Widerstand einbinden kann - weitere Empörungsprosa bringt niemanden auch nur einen Schritt weiter.

Ich stimme zu.

Wer jetzt nicht mit der Faust auf den Tisch haut, der beginnt auch eine Journalismusausbildung bei der katholischen Kirche (WTF! Ich kann das immer noch nicht glauben).

Frau Dr. Wehling hat nichts anderes gemacht, als die DNA der ARD zu Tage zu fördern und sie - im Zuge des Bekanntwerdens der internen Vorgänge: Manual + Schulungen - allen bewußt zu machen.  Auch der angebliche Journalismus wird schon seit langem in Frage gestellt, die ständige Publikumskonferenz kann ja ein Lied davon singen.

Dass es eine sehr, sehr peinliche DNA ist - das haben wir schon geahnt . Aber SO peinlich, dass es sämtlichen Fässern den Boden ausschlägt: diese Erkenntnis ist Verdienst der Frau Dr. Wehling.

Die Gruppen, die zum aktuellen örR-Zustand eine Haltung haben, lassen sich wie folgt einteilen:




Unsere Aufgabe ist es, der 3. und 4. Gruppe Handlungsoptionen zu offenbaren, sie einzuladen, sich uns anzuschließen. Mit jeder Vergrößerung unserer Gruppe wird die Masse der Widerstand leistenden kritischer.

Eine kritische Masse in der Spieltheorie bedeutet, dass nicht die gesamte Gruppe von einer Strategie überzeugt werden muss, sondern dass es ausreicht, nur eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern von dieser Strategie zu überzeugen. Ist dieser Schwellenwert überschritten, die kritische Masse also erreicht, wird sich diese Strategie selbsttragend durchsetzen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 21. Februar 2019, 20:46
Beweis der Verwertung des Manual:  In dein-beitrag-bewegt-was.de

Die Behauptung, das MANUAL diene nur der Diskussion, wie man es nicht machen solle, na klar, auch das wird uns dann demnächst vorgeflunkert. "Rette sich, wer kann."

Wir haben aber ein wunderschönes Beweismittel der gezielten Nutzung zu Zeiten der ARD-Sprecherin Dr. jur. Karola Wille:
Die Website dein-beitrag-bewegt-was.de .
Ist meiner Erinnerung nach erloschen ab 1. Januar 2018, Amtsantritt bei ARD des (staatsfernen!) Ex-Regierungssprechers Wilhelm.

Leider habe ich hier die unvorstellbaren Texte nicht aufgezeichnet, war unter meiner Würde. Jetzt gewinnt das natürlich Bedeutung für Wortvergleich mit dem MANUAL.

Hat jemand diese Texte aufgezeichnet?
Macht jemand sich die Mühe, das herauszufischen -wir wissen ja, wo...
Am liebsten alle Einzelseiten 1x Screenshot, 1x Text herüber kopieren in einer Sammel-Textdatei. Die Textdatei brauchen wir für den automatischen Software-Abgleich mit dem MANUAL.

In der Website waren diverse eindeutige Rechtsfehler. Das wäre dann ein zweiter Nutzen der Sache.

Das hatte ich damals verschlafen, weil (auch) ich auf die kommende Rechtsfindung des Bundesverfassungsgerichts vertraute - und weil ich nicht ahnen konnte, dass das die Umsetzung des MANUAL gewesen sein dürfte und dass wir das nun als Beweis brauchen könnten.

(Sofortiger Nachtrag:) Nur dies hier habe ich damals runter kopiert - ernsthaft, exakt so stand das dort:
-----------------------------------------------
"Selbstverständlich liegt es nicht im Interesse der Öffentlich-Rechtlichen, dass irgendwer im Zusammenhang mit Beitragsrückständen inhaftiert wird. Aber wie kommt es dann trotzdem dazu, dass gegen jemanden ein Haftbefehl wegen ausstehender Rundfunkbeiträge erlassen wird? Das ist eigentlich ziemlich einfach zu erklären: Wir leben in Deutschland."
(2016 wortwörtlich in der Gehirnwäsche-Website pro Rundfunkbeitrag: dein-beitrag-bewegt-was.de)


(Sofortiger Nachtrag:) Infos über diese Website:
--------------------------------------------
-  dein-beitrag-bewegt-was.de "
2016-Oktober  Beispielsweise: http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/artikel/2016/Aufklaerung_Haftbefehl.html)

2016-10 - Impressum von dein-beitrag-bewegt-was.de :
Westdeutscher Rundfunk Köln Anstalt des öffentlichen Rechts Appellhofplatz 1
50667 Köln Postanschrift: 50600 Köln Tel.: 0221/220 - 0 Fax: 0221/220 - 4800
 E-Mail: dein-beitrag-bewegt-was@wdr.de

Vertretungsberechtigter sowie Verantwortlicher: Intendant Tom Buhrow
Weitere Verantwortliche: Stellvertretende Intendantin und Justiziarin sowie === Leiterin GSEA Beitragskommunikation === Eva-Maria Michel
Das Online Angebot wird gestaltet von der GSEA Beitragskommunikation. Diese ist für den aktuellen themenbezogenen Teil des Angebots zuständig.
Postanschrift: Westdeutscher Rundfunk Köln 50600 Köln
E-Mail: dein-beitrag-bewegt-was@wdr.de
Realisierung der Website und Hosting: WDR mediagroup digital GmbH, Köln
Die Federführung für DEIN BEITRAG BEWEGT WAS liegt beim WDR.


(Sofortiger Nachtrag:) Erloschen taggenau mit Ende der "ARD-Regentschaft" von MDR-Intendantin Wille:
---------------------------------------------------------------------------
30. März 2018:    Liebe Nutzerinnen und Nutzer,
die Seite www.dein-beitrag-bewegt-was.de steht seit dem 31.12.2017 nicht mehr zur Verfügung. Aktuelle Informationen und Pressemitteilungen, Rechtsgrundlagen und Online-Formulare zum Rundfunkbeitrag findet ihr unter
www.rundfunkbeitrag.de



(Sofortiger Nachtrag:) Wer ist GSEA? - Die Experten für "Akzeptanz" des Rundfunkbeitrags (aka MANUAL?)
---------------------------------------------------------------------------
Hier wird es interessant - Brücke von MDR / Intendantin Wille zum WDR, Stellvertretende Intendantin Frau Michel.

29. Juli 2017: https://web.archive.org/web/20170729015243/http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/ueberuns.html

"Wir sind die GSEA Beitragskommunikation von ARD, ZDF und Deutschlandradio und für die externe Kommunikation rund um den Rundfunkbeitrag zuständig. Durch eine aktive und transparente Kommunikation mit unseren Zielgruppen schaffen wir mehr Verständnis und Akzeptanz für die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Wir beantworten alle Fragen zum Rundfunkbeitrag, machen Schluss mit Fehlannahmen aus dem Netz und eröffnen neue Sichtweisen für das Thema.

Unser Internetangebot dein-beitrag-bewegt-was.de bildet zusammen mit rundfunkbeitrag.de die Plattform im Internet, auf der du alle Informationen rund um den Rundfunkbeitrag findest – aktuell, unterhaltsam und auf den Punkt.

Kontakt:
Für allgemeine Anfragen zur Seite: dein-beitrag-bewegt-was@wdr.de
Für Presseanfragen: presse@rundfunkbeitrag.de"


Und auch wir können FRAMING!
--------------------------------------------------------
Bitte hier nicht ausweiten, Längeres dieser Art hat ja einen besonderen Thread im Forum.
"Bei der Rundfunkabgabe kann man Antrag auf Befreiung stellen. Stimmt. Vorher war man Gefangener."
"Esst mehr Scheiße - Millionen Fliegen können nicht irren. Schaut mehr Scheiße - Millionen Fernsehzuschauer können nicht irren."
"Viele Leute sagen, sie brauchen Fernsehen zum Abschalten. Ja, finde ich eine gute Idee."
"Das bei der Tagesnachrichten in ARD, ZDF alles und alles Meinungsmanipulation ist, dem muss ich widersprechen. Nein. Der Wetterbericht ist o.k.."
(Quelle: E-Buch "Tatort Staatsfernsehen".)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: noTV am 21. Februar 2019, 20:55
ARD Framing Manipulation | Laut Gedacht #115
[Video ~14min, veröffentlicht 21.02.2019]
https://youtu.be/ew9Ea90LdEw

Teil zum ö.r. Rundfunk/ "Framing-Manual ab ~35sec bis ~6:30min [~6min]
https://youtu.be/ew9Ea90LdEw?t=35

Zitat
Die öffentlich Rechtlichen Sender befinden sich in einer schwierigen Situation. Die Kritik an ihnen wächst stetig. Ein "Framing Manual" soll ihnen nun zu einem besseren Image verhelfen. Doch funktioniert diese Manipulation?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 21. Februar 2019, 22:05
Zum Vergleich mit dem MANUAL einmal die diesbezüglich am meisten vergleichbare Einzelseite aus: dein-beitrag-bewegt-was.de :
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Quelle: https://web.archive.org/web/20170906155913/http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/artikel/2016/10-Gruende.html
Einzelseite: http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/artikel/2016/10-Gruende.html
Stand: 6. September 2017, also etwa zeitgleich mit dem Entstehen des MANUAL.

Zitat
10 Gründe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Textbild: 10 Gründe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk; Rechte: Beitragskommunikation

Wer sich fragt, warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk wirklich wichtig ist, findet hier die zehn schlagenden Argumente für das solidarisch finanzierte Medienangebot:

1. Unabhängig
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird weitestgehend durch den Rundfunkbeitrag finanziert. Dies ermöglicht eine unabhängige Berichterstattung – frei von wirtschaftlichen und politischen Interessen! Die Programme von ARD, ZDF und Deutschlandradio können so verschiedene Ansichten, Werte und Lebens-einstellungen aufzeigen und bilden damit die Grundlage für Meinungsvielfalt und unsere Demokratie.

2. Aktuell und kritisch
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gibt jeden Tag aktuelle und umfassende Informationen, Hintergrundwissen und Analysen. So werden auch Missstände in Politik, Wirtschaft und in der Gesellschaft diskutiert und aufgedeckt.

3. Vielfältig
Das Angebot in Fernsehen, Radio und Internet ist so vielfältig, wie die Interessen der Menschen, die es nutzen. Es gibt viele, unterschiedliche Programmen zu Themen wie: Nachrichten, Sport, Unterhaltung, Bildung, Wissen, Kultur und Infotainment. So ist für jeden etwas dabei.

4. Kindgerecht
Ob „Kika“, „Wissen macht Ah!“ oder „Kiraka“ - das Kinderprogramm des Öffentlich-Rechtlichen ist Spaß, Lebensfreude und Lernen für Groß und Klein in einem. Ganz ohne Werbung und Gewalt.

5. Sport
Sport bringt die Menschen zusammen. Deswegen legt der öffentlich-rechtliche Rundfunk besonderen Wert darauf, neben Sportarten, die die Massen bewegen, auch Randsportarten im Programm zu zeigen.

6. Weltweit präsent
Die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind überall auf der Welt zu Hause. Somit erhalten wir in Deutschland Zugriff auf Insider-Nachrichten aller Länder und werden schnell und unzensiert über aktuelle, weltweite Geschehnisse informiert.

7. Online dabei
Mediatheken, Apps und Social-Media-Kanäle – der Öffentlich-Rechtliche geht mit der Zeit und ist im Netz rund um die Uhr aktiv. Viele Sendungen und Beitrage können online geschaut, Themen und Meinungen im sozialen Netz mit den Redaktionen diskutiert werden.

8. Barrierefrei
Untertitel, Gebärdensprache und Audiodeskription – der öffentlich-rechtliche Rundfunk möchte jedem die Möglichkeit bieten, das Programm barrierefrei zu konsumieren. Diese Leistungen werden immer weiter ausgebaut und weiterentwickelt.

9. Seinen Preis wert
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten berichten in Hörfunk, Fernsehen und Online unabhängig, kritisch und rund um die Uhr über alle Themen, die unser Lebensumfeld beeinflussen. Diese Bereitstellung von Informationen bietet die Grundlage für eine Gesellschaft, in der jeder einzelne seine Meinung frei bilden und äußern kann. Das ist das höchste Gut unserer Demokratie und seinen Preis wert.

10. Solidarisch
Damit alle das Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nutzen können, zahlen wir gemeinsam den Rundfunkbeitrag. Jeder, der zahlen kann, gibt monatlich einen kleinen Beitrag. Gemeinschaftlich werden so die Kosten für eine unabhängige und für jeden jederzeit zugängliche Bereitstellung von Informationen gedeckt.

Änlichkeitsgrad:
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Kernaussagen sehr ähnlich dem MANUAL. Allerdings keine weitgehende verbale Übereinstimmung.
Eigene Meinung: Die Autorin des MANUAL hat aus der schon vorher bestehenden Schönfärberei ihre Inspirationen geschöpft, musste das dann aber übertreffen für ihr Honorar. Was schon ohne das MANUAL eine Gehirnmanipulatiion darstellte, wurde dann im MANUAL zum Surrealismus mit Verlust des Bezugs zum realen Denken und zum allgemeinen Sprachempfinden.


Der MDR bezahlte das MANUAL ganz alleine. Das ist keineswegs normal.
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Wenn etwas für ARD ist, so finanzieren alle es nach Proporz. Diese Abweichung von der Regel wurde begründet mit dem damaligen Vorsitz der MDR-Intendantin im ARD-Verbund. Da sucht wohl jemand nach einer Begründung. Es sieht eher danach aus, als ob es den anderen nicht geheuer war, das mit zu finanzieren und gemeinsam zu erhalten.

Man beachte, wie BR-Intendant Wilhelm darauf hinweist, dass das MANUAL nicht in seiner "Regentschaftsperiode" entstand, sondern vorher unter Frau Wille. Niemand anderer wollte sich vielleicht an der Finanzierung beteiligen? Hier könnten Gesichtspunkte sein, die sich taktisch nutzen ließen: Die Beziehungen der Aversionen zwischen den Intendanten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 21. Februar 2019, 22:36
Kernaussagen sehr ähnlich dem MANUAL. Allerdings keine weitgehende verbale Übereinstimmung.
Eigene Meinung: Die Autorin des MANUAL hat aus der schon vorher bestehenden Schönfärberei ihre Inspirationen geschöpft, musste das dann aber übertretfen für ihr Honorar. Was schon ohne das MANUAL eine Gehirnmanipulatiion darstellte, wurde dann im MANUAL zum Surrealismus mit Verlust des Bezugs zum realen Denken und zum allgemeinen Sprachempfinden.

Es bestätigt also, was ich die ganze Zeit sage. Der Inhalt der Floskeln kommt von den Rundfunkanstalten. Frau Wehling hat nur paraphrasiert, nicht wegen Honorars, sondern wegen der Emotionsladung der Wörter, wegen Nebenaspekten. Die surrealistisch klingende Zuspitzung mag pädagogischen Zwecken dienen: Ich sehe keinen Grund zu bezweifeln, dass das Manual ein Handout für Workshops ist. Interessant sind die Passagen, die wie Goebbels klingen, aber inhaltlich zur alten Erzählung des öffentlich rechtlichen Rundfunks völlig konform sind, so dass niemand es anstößig fand.

Frau Wehling scheint eine frische, aber ehrgeizige Post-Doktorandin zu sein, die den Namen Berkeley auszunutzen weiß.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 21. Februar 2019, 23:04
Ich entnehme dem Manual, dass sie für die 120.000 Tacken den Auftragnehmer zufriedenstellen wollte, und abseits ihrer wissenschaftlichen neutralen Denkweise eine deutlich zielgerichtete Polarisierung der Problematik eingebracht hat. Deswegen wirkt es wohl auch so hölzern, sie war damit überfordert. In ihrem Spezialgebiet, der Politik ist es ja üblich und legitim, den Gegner irgendwie schlechtzureden. Für ein der Neutralität verpflichtetes Rundfunksystem hingegen gerade nicht. Der ÖRR ist gewohnt, sich die "richtige" Sichtweise zu erkaufen. Das passt aber mit wissenschaftlicher Arbeit nicht unbedingt zusammen. Deswegen ist Murks entstanden.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 22. Februar 2019, 07:23
Vergesst nicht auch das Framing für die Rundfunkverweigerer, Nichtnutzer und Selbstdenker:
...
- Querulanten
...demnächst sind wir dann noch Volksschädlinge, weil wir uns an dem Quatsch nicht beteiligen...
Könntest Du bitte die Fundstelle nennen?

Presseartikel, in unserem Forum dokumentiert:
Querulanten? Rundfunkbeitrag macht Stadt viel Arbeit
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=17853.0

Ansonsten gebe ich zu, daß das Wort Querulant äußerst oft in Kommentaren einzelner Webseiten zu finden ist, insbesondere im Zusammenhang von Verteidigern des ÖRR. Ob die gekauft oder gehirngewaschen sind, kann ich nicht beurteilen, wäre aber auch übertrieben, sowas zu behaupten.
Wir bezeichnen uns selbst übrigens oft als Querulanten, brechen wir das Framing damit auf?

Es ist eine Assoziationskette: Einem Querulanten braucht man nicht zuhören, ein Querulant streitet sich nur um des Streits willen oder weil er eine "Kleinigkeit" aufbläst oder schon bei diesen Dingen "Skandal" ruft.


Wie wir (hoffentlich) aus der Zeit des Dritten Reiches lernen konnten, war die Gleichschaltung die Voraussetzung für den Erfolg, dazu die ewige Propaganda, Gehirnwäsche pur.
Stark beeindruckt hat mich der persönliche Bericht eines Menschen, der sich als 17-jähriger freiwillig zum Kriegsende zum Militär gemeldet hatte, die Kesselschlacht bei Halbe überlebt hat und in russischer Kriegsgefangenschaft war. Da hat er Bergwerke reparieren müssen, die die Deutschen bei ihrem Rückzug gesprengt hatten.
Trotz Zwangsarbeit hat er die Russen verstehen können, auch das Elend gesehen, in dem sich der vermeintliche Sieger befand, Freundlichkeit und Mitgefühl trotz Entbehrungen erlebt ("Die Russen hatten genausowenig zu essen, wie die Gefangenen") und damit eine ganz persönliche Läuterung erlebt hat, ohne daß es einer Umerziehung durch Propaganda oder "Entnazifizierung" bedurft hätte. Der Soldat der ihn festgenommen hatte, fragte ihn in gebrochenem Deutsch in etwa "Ich Mensch, du Mensch. Wir jung. Warum du machen Krieg?"

Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft und Rückkehr nach Deutschland sollte dieser Mann die "Entnazifizierung" (vor deutschen Behörden) "über sich ergehen lassen". Klar, er hatte sich freiwillig gemeldet, das machte ihn verdächtig. Für eine Strafe von 200 Mark sollten ihm seine "Sünden" vergeben werden. Da ist ihm der Kragen geplatzt und hat sich vor dem Gremium lauthals echauffiert, so nach dem Motto: Als der "Führer" an die Macht kam, habe ich noch in die Windeln geschissen, ich bin von Leuten wie euch, die es ja auch hätten anders machen können gehirngewaschen worden und dafür soll ich auch noch Strafe zahlen? Vergeßt es!
Wie er in den fünfziger Jahren mal durch Bekannte mit politischem Einfluß erfahren hat, wurde er damit als "unverbesserlicher Nazi" in den Akten geführt.

Das Problem ist, daß man geschickt gemachte Propaganda nicht als solche sofort erkennt, erst recht, wenn man schon sowas wie gleichgeschaltet ist. Ich möchte mit diesem jetzt benutzten Begriff der Gleichschaltung nicht sagen, daß es aktuell einen vergleichbaren Eingriff gibt. Wenn man aber Sachverhalte nicht aufdeckt oder aufgedeckte verschweigt, so kommt man in diesen Zustand und zwar freiwillig, ohne daß es Gesetzen, die dies zementieren, bedarf.

Wir haben inzwischen viele Informationskanäle, die wir nutzen können, wenn wir weitere Informationen benötigen (Vorsicht, es könnte sein, daß wir wegen der Propaganda der Ansicht sind, dies nicht zu brauchen), laufen in Gefahr, ob der Vielfalt uns zu verzetteln oder auf Scharlatane hereinzufallen.

Im Dritten Reich haben die Deutschen gegen Kriegsende herausgefunden, daß man aus der Göbbelsschnauze auch andere Informationen herausbekommen kann, die BBC soll sich als zuverlässige Quelle erwiesen haben, was den tatsächlichen Frontverlauf anging; weil das die deutsche Propaganda infragestellte, wurde das Hören von "Feindsendern" unter Strafe gestellt. Man hätte ja schlecht behaupten können, die machen nur Propaganda, im Gegensatz zu uns und das alles auf sich beruhen zu lassen...


Die Geschichte mit dem Framing-Manual gleicht einem Stich ins Wespennest, insofern ist es gar nicht schlecht, daß es schon zwei Jahre in Benutzung ist, das macht das Zurückrudern schwierig ("war ja nicht so gemeint, war nur ein Denkanstoß, haben es nie umgesetzt"), es liefert eine Erklärung für abstruse Intendantenreden und bestätigt Menschen, denen das irgendwie komisch vorkam nur Friedefreudeeierkuchenberichte zu schwierigen Themen zu sehen und zu hören.
Es beweist auch, daß der ÖRR nicht seinem "Auftrag" gerecht wird, der ihm doch von hoher Seite (Gericht, Politik, andere Medien) nachgesagt wird.

Der Tanker ÖRR ist leckgeschlagen, nutzen wir diesen Umstand, unsere Interessen einzubringen und durchzusetzen:

- Keinen Zwang mehr für Dinge, die man nicht braucht oder glaubt, nicht zu brauchen.
- Dinge beim Namen nennen, man kann auch offiziell einen "Staatsfunk" betreiben, in dem die Regierung ihre Sicht der Dinge erklärt. Wenn die Regierung fair ist (die Regierungen wechseln ja gelegentlich), dann wird der Opposition auch dort Raum gegeben.
- Wer mit einem Produkt, welches der ÖRR bisher abbildet, Geld verdienen möchte, der soll sich gefälligst dem Markt unterwerfen.
- Wem der Konsum analog zum bisherigen ÖRR so wichtig ist, der soll sein Geld halt dafür gezielt ausgeben, so wie Leute Geld für Sky oder Netflix bezahlen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 22. Februar 2019, 10:19
siehe auch:
Tagesspiegel, 12.02.2019
Fragwürdiger Institutsname - Führte Sprachwissenschaftlerin Wehling die ARD in die Irre?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30241.0.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: NichtzahlerKa am 22. Februar 2019, 10:28
Ich spiel ja gern den altmodischen und vielleicht hätte die moderne Framingfrau auch einfach mal besser auch ein paar alte Weisheiten beherzigt wie z.B.

Lügen haben kurze Beine.  :D
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 22. Februar 2019, 10:31
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2019
Framing-Debatte
Warum wir eine Ethik der Metapher brauchen
Medien und Politik verwenden sprachliche Bilder gerne und gezielt - doch sie können gefährlich werden. Und sie dürfen sich nicht ungehindert verbreiten.
Gastbeitrag von Henning Lobin

Zitat
Als Sprachwissenschaftler ist man unschlüssig, ob man sich freuen soll oder nicht: Seit Langem schon wurde nicht mehr so intensiv über Sprache debattiert. [...]

Viel schwieriger ist es jedoch, die Wirkung von Metaphern in der politischen Kommunikation zu bewerten. Metaphern werden keineswegs mehr nur als Stilmittel in literarischen Texten angesehen. Vielmehr stellen sie eine fundamentale Methode dar, im Denken einen Erfahrungsbereich auf einen anderen zu übertragen - und dadurch den Ursprungsbereich besser zu verstehen oder anders zu beleuchten. [...] Derartige psychologische Mechanismen werden auch mit einem Begriff beschrieben, der schon vor dem Kommunikationsfiasko der ARD Konjunktur erfahren hat: "Framing". Ein Frame umfasst Wissens- und Wahrnehmungsbestände, die sich in einem bestimmten Zusammenhang befinden: [...]

Neu ist dieses Vorgehen keineswegs. Propagandistisch wird es vor allem in totalitären Systemen eingesetzt, um das Eigene vom Fremden, das Gute vom Bösen und das Reine vom Verdorbenen zu trennen. Ganze Metaphernkomplexe wurden im Dritten Reich entwickelt und systematisch gepflegt, ob es sich nun um die antisemitischen Metaphern des Ungeziefers oder des Parasiten am Volkskörper handelt, um die Metapher der Volksgesundheit zur Legitimation von Euthanasie oder die des Lebensraums zur Begründung eines Angriffskriegs. Metaphern richten den Scheinwerfer auf bestimmte Eigenschaften eines Sachverhalts, während andere im Dunkeln liegen und umso schwerer erkennbar sind.

[...]

Offensichtlich mangelt es an einer Ethik der Metapher. Was sagt das Bildfeld, in das uns die Metapher trägt, über den Sachverhalt aus? Werden wesentliche Aspekte unterdrückt, andere überbetont, wenn wir sie mit den Fakten abgleichen? Wo verstößt eine Metapher gegen allgemeine moralische Standards, nach denen Menschen nicht als Ungeziefer oder Meinungen nicht als Krankheit bezeichnet werden? Trägt eine Metapher in ihrer Absolutheit zu einer Verhärtung der Fronten bei und verhindert so einen Ausgleich - wenn etwa von "Agrarmafia" die Rede ist?

Leider scheint die wahre Aufgabe einer politischen Argumentation aber darin zu liegen, die eigene Gruppenzugehörigkeit und die damit verbundenen Meinungen und Auffassungen nach den Maßstäben der Vernunft abzusichern und sich damit auch der anderen Mitglieder der eigenen Gruppe zu vergewissern. Die Metaphern in der politischen Kommunikation haben also nicht die Aufgabe, jemand anderen zu überzeugen, sondern vielmehr die eigene Seite mit Bildern zu versehen, die geeignete Framing-Effekte, Schlussfolgerungen und Narrative hervorrufen. [...]

[...]

Wie soll man nun mit alldem umgehen? Das Gespräch ist, wie der Bundespräsident empfiehlt, ein guter Anfang. Wenn uns aber die Vernunft vorzugsweise dazu dient, Verteidigungswälle für die eigene Meinung zu errichten, dann sollten zu allererst Abrüstungsverhandlungen unternommen werden. Das sprachliche Waffenarsenal sollte als solches Gesprächsthema sein, die Gültigkeit also all der metaphorischen Zuspitzungen, Fahnenwörter und Slogans, die eingesetzt werden, um eine bestehende Konfrontation zu befeuern. Wenn schon nicht die gegenseitige Überzeugung durch Argumente gelingt, so kann zumindest das Gespräch über die sprachliche Gestalt, in die die vermeintlich rationale Argumentation gekleidet ist, eine Annäherung bewirken. Auf dieser Ebene kann die Sprachwissenschaft tatsächlich etwas zur öffentlichen Diskussionskultur beitragen.

Auch die Medien sollten häufiger auf die originelle Metapher verzichten und stattdessen die präzise, differenziertere sprachliche Form wählen. [...] Bilder und Analogien sind zwar wichtig, um etwas Kompliziertes besser zu verstehen, aber dann sollte dies auch als ein Vergleich unterschiedlicher Dinge erkennbar bleiben und nicht in der Metapher miteinander verschmelzen.

Die kognitive Substanz der Metapher mit ihrem unausgesprochenen Absolutheitsanspruch kann nämlich wie ein Gift wirken, [...]

weiterlesen unter
https://www.sueddeutsche.de/kultur/framing-metapher-afd-ethik-sprachwissenschaft-1.4337984


In BILD lesen wir unter
Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.msg189356.html#msg189356
Ist die ARD-Expertin eine Hochstaplerin?
... und das sagt sie selbst zu den Vorwürfen
Quelle: BILD 21.02.2019

Weiterlesen auf: (Version / Stand vom 21.02.2019)
http://archive.vn/VGdpQ#selection-1375.0-1377.19 (http://archive.vn/VGdpQ#selection-1375.0-1377.19)
oder: (Version / Stand vom 22.02.2019) mit geänderter Überschrift
Rätsel um das Institut der ARD-Gutachterin
Was hat es mit dem „Berkeley International Framing Institute“ auf sich?
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/aerger-um-das-framing-manual-ist-die-ard-expertin-eine-hochstaplerin-60273048.bild.html
Zitat
Dagegen sagt Professor Henning Lobin von der Uni Mannheim: „Elisabeth Wehlings Arbeiten basieren auf einer sehr guten Kenntnis von sprachwissenschaftlichen wie kognitionswissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich, sodass ich nicht an ihrer Expertise zweifle.“
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 22. Februar 2019, 10:35
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/donaukurier.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/donaukurier.png

Donaukurier, 21.02.2019

Journalistik-Professor an der KU über das Vorgehen der ARD
"Die Medien müssen sich selbst erklären"

Klaus Meier **, Professor für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, spricht im Interview mit dem DONAUKURIER über das Vorgehen der ARD.

Zitat
Herr Meier, die ARD hat ein sogenanntes Manual erstellen lassen, das sprachliche Handreichungen liefert, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk positiver wahrgenommen werden kann.Was halten Sie davon?

Klaus Meier: Die Medien sind unter Druck geraten, vor allem durch rechtspopulistische Propaganda. Warum es freie Medien braucht, das wird mittlerweile infrage gestellt. Und deshalb müssen sich Medien nicht nur verteidigen, sondern auch selbst erklären, warum es sinnvoll ist, dass es sie gibt, und warum sie in einer demokratischen Gesellschaft unverzichtbar sind. Dass sich die ARD dafür wissenschaftlichen Rat geholt hat, finde ich in Ordnung.

Ist es legitim, dass sich ein Akteur, dessen Geschäft die Neutralität und Objektivität ist, eines moralgestützten Framings bedient?

Meier: Man muss unterscheiden: Und zwar einerseits zwischen der Berichterstattung über Themen, die die eigene Redaktion nicht betreffen - da gelten natürlich Objektivität und Neutralität - und andererseits das "Reden über sich selbst".  […]

Dafür wurden 120000 Euro ausgegeben?

Meier: Laut ARD sind mit dem Geld das "Manual" und eine Reihe von Workshops bezahlt worden. Die ARD besteht aus zehn einzelnen Rundfunkanstalten mit mehr als 20000 Mitarbeitern.

Weiterlesen auf:
https://www.donaukurier.de/nachrichten/panorama/KU-Eichstaett-Ingolstadt-DKmobil-Die-Medien-muessen-sich-selbst-erklaeren;art154670,4090166 (https://www.donaukurier.de/nachrichten/panorama/KU-Eichstaett-Ingolstadt-DKmobil-Die-Medien-muessen-sich-selbst-erklaeren;art154670,4090166)

** Klaus Meier
Zitat
Sein Volontariat absolvierte Klaus Meier bei der Frankenpost, Hof, bei der er anschließend Redakteur war. Als freier Journalist arbeitete er ab 1992 für die Süddeutsche Zeitung und den Bayerischen Rundfunk.

Auszeichnungen, Jurytätigkeit
[…] Mitglied der Nominierungskommission des ”Grimme Online Awards“, 2001 […]
https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Meier
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 22. Februar 2019, 10:57
Der Aufsatz von Professor Lobin
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2019
Framing-Debatte
Warum wir eine Ethik der Metapher brauchen
Medien und Politik verwenden sprachliche Bilder gerne und gezielt - doch sie können gefährlich werden. Und sie dürfen sich nicht ungehindert verbreiten.
Gastbeitrag von Henning Lobin
[...]
weiterlesen unter
https://www.sueddeutsche.de/kultur/framing-metapher-afd-ethik-sprachwissenschaft-1.4337984
ist sehr interessant.

Es gibt einen Konflikt zwischen uns und dem Rundfunk. Lösung ist das Gespräch. Wenn die Fronten so verhärtet sind, dass man nicht über die Sache reden kann, dann kann man wenigstens anfangen, über die Metapher zu reden. Und was macht der Rundfunk? Er holt sich auf unsere Kosten eine Beraterin, die helfen soll, neue Metaphern zu bilden, um uns zu antworten, warum wir ihnen den Rundfunkbeitrag zahlen sollen. Die Beratung lautet: niemals auf unsere "Frames" eingehen, also Kommunikationsverweigerung. Und das alles betreibt die ARD im Namen einer besseren Kommunikation.

Bessere Kommunikation? Wir alle hier haben die Erfahrung, wie komunikativ der "Beitragsservice" ist.
Sie wollen keine Kommunikation, sie wollen lediglich unser Geld.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Thejo am 22. Februar 2019, 12:00
In dem Gutachten gibt es einen Teil [S.71ff], der speziell gegen eine Verkleinerung der ARD ausgelegt ist. Ich schließe (ohne es explizit zu wissen) daraus, dass für das Gutachten solcherlei Vorgaben vorlagen. Allein die Wortwahl in diesem Teil ist so unverblümt in den Tatsachen verdreht, überhaupt nicht subtil und unverholen gelogen, dass ich das kaum in einem Stück lesen kann :o  Mein etabliertes Meinungs-Bild hängt da vermutlich im "falschen Rahmen".

Zitat
S.73 Wer die ARD „schrumpfen“ will, ist bereit, es zugunsten von Kommerzsendern und auf Kosten der Bürger zu einer medialen Teilversorgung kommen zu lassen. Er ist bereit, den Bürgern den freien Zugang zu einer vollständigen und alle Lebensbereiche umfassenden Rundfunkinfrastruktur schrittweises zu entziehen. Er ist bereit, ganz erhebliche Teile unseres über den gemeinsamen Rundfunk organisierten deutschen Films und der deutschen Kultur ausdörren zu lassen und Raum zu schaffen für den profitablen Zugriff auf unser Bedürfnis nach Information, Bildung und Unterhaltung durch internationale Konzerne und alles, was sich billig produzieren und teuer verkaufen lässt.
(Hervorhebung von mir)

- Was ist per Definition eine "mediale Vollversorgung"? (klingt gruselig, so wie "eeeeeewiges Wachstum")
- Der Zugang zum örR ist de facto nicht "frei" (von Kosten).
- "einer vollständigen und alle Lebensbereiche umfassenden Rundfunkinfrastruktur" (mir wird flau im Bauch...)
- Das (pseudo-fatalistische) "Ausdörren" von Film und Kultur findet doch (so wie ich vernehme) schon lange statt.
- "unser aller" Bedürfnisse werden durch die ör redlich und umfassend bedient - was mache ich mir Sorgen?
- beschreibt es nicht ansonsten den Status Quo des örR?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 22. Februar 2019, 14:23
Sorry, der Aufsatz von Herrn Lobin ist zwar interessant, aber irrelevant.

Er wärmt nur abermals das sattsam bekannte Phänomen des Smartsprechs auf wie dieser "Shuttle-Service" auf dem Mittelmeer oder der "Kunde" beim Arbeitsamt. Und m.E. matscht er den Begriff "Framing" da rein, wo es erstmal nur um Metaphorik geht.
Dazu passt auch, dass er nach eigenem Bekunden "nur" Sprachwissenschaftler ist. Also kein Gesellschaftswissenschaftler. Den kleinsten Nenner, den er mit der Gesellschaftswissenschaft hat, benennt er aber explizit:

Zitat
In diesem Licht betrachtet, können Metaphern als die denkbar knappste Methode verstanden werden, mit sprachlichen Mitteln einen bestimmten Framing-Effekt zu erzielen.

Metaphorik ist nur ein Bestandteil des Framings, of course. Zu einem Framing gehört aber wesentlich mehr, das ist eine ganze Kommunikationsstrategie und nicht bloß eine bestimmte Wortwahl.

ARD und Frau Wehling benennt er nur im einleitenden Absatz und geht dann nicht mehr weiter drauf ein. Der deutsche örR wird von ihm in der ganzen Textlänge nicht betrachtet.

Eine Ethik der Metapher müssen wir nicht erschaffen, in der bundesdeutschen Diskussionskultur sind wir m.E. da noch sensibel.  Bei alten Kampfbegriffen wie  "Rentnerschwemme" und "Babycaust" sind seinerzeitig umgehend alle Messer aufgeklappt (auch so eine Metapher). Ich glaube, auch jetzt im Jahre 2019 wird diese Sensiblität so bleiben.


Es ist vielmehr wirklich jetzt ganz neu und ausgerechnet die ARD, die in ihrer Selbstüberhöhung als moralische Instanz die menschenfeindlichen Metaphern für Beitragsverweigerer absolut zu setzen begonnen hat. Das ist eine krasse Infamie.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: sparks am 22. Februar 2019, 14:39
MEDIENWOCHE [Schweiz]
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«Framing-Manual» der ARD: ein Dokument der Hilflosigkeit
von Lothar Struck 21.02.2019

Zitat
Das sogenannte «Framing Manual», das die deutsche ARD bei einem Ein-Personen-Institut bestellt hat, liest sich wie schlechte Satire. Als Argumentationshilfe für die Verteidigung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eignet sich das Dokument nicht. Fachliche und sachliche Kritik soll mit rhetorisch drittklassigen Formulierungshilfen gekontert werden.
[...]
Frames sind raffinierter. Sie werden zwar gezielt gesetzt, sollen aber unbewusst wirken. Die Manipulation darf beim Empfänger nicht bemerkt werden. «Framing» ist also nicht nur platte Propaganda, sondern umfasst alle Arten von Sprachspielen, um suggestiv Meinungen im Diskurs zu steuern. Es geht dabei auch und vor allem um das gezielte Ausblenden bzw. Umschreiben von unangenehmen Dingen. «Framing» ist somit immer manipulativ.

Man hat das Gefühl, da schreibe jemand im Stil der «Sendung mit der Maus». Die Redundanzen sind beträchtlich.
[...]
Es ist spürbar, wie die neuen, sperrigen Formulierungen, mit denen die ARD sich präsentieren soll, mittels unablässiger Wiederholungen in die Hirne der Rezipienten eingehämmert werden. Wichtige Elemente sind kursiv und fettgedruckt – auch hier hat man das Gefühl, man möchte störrische Esel erziehen, den richtigen Weg zu gehen. [...]

Die Autorin verfällt in ihrem Handlungsanweisungen im Laufe der Studie immer mehr in den Duktus einer religiösen Sekte.
[...]
Wehlings Text ist vollkommen begründungsfrei und kann mit wenig Aufwand ins Gegenteil verkehrt werden. Hier wird längst nicht mehr wissenschaftlich beschrieben, wie Framing funktioniert. Hier wird es gemacht. Es juckt einem förmlich in den Fingern mit den Frames dieses Framings, also den Worthülsen dieser Worthülsenprosa, ein Handbuch für die private Medienwirtschaft zu schreiben. Es wären nur kleinere Veränderungen notwendig, denn Wehlings Text ist vollkommen begründungsfrei und kann mit wenig Aufwand ins Gegenteil verkehrt werden.
[...]
Man könnte ohne Unterlass weitere Zitate einflechten. Aber muss man über die Absurdität solcher Aussagen, die als Diskursmaxime für ARD-Mitarbeiter gedacht sind, noch ein Wort verlieren? Denn spätestens jetzt wechselt es von der heiteren Lektüre in ein hochgefährliches Gebiet. Aus der systematischen Zusammenstellung dieser Argumentationsprothesen wird ein Diffamierungsleitfaden. Aus den oben skizzierten semantischen Hütchenspielereien schlägt einem plötzlich der autoritäre Duktus von Diktaturen entgegen.
[Hervorhebung von mir]

Zitat
Warum glaubt eine der Moral verpflichtete Anstalt wie die ARD sich mit einer solchen Argumentationshilfen ausstatten zu müssen?
Kann es also sein, dass gezielte Indiskretionen diesen blasierten, als wissenschaftlich deklarierten, teilweise gefährlichen Unsinn stoppen wollten?
[...]

Fachliche und sachliche Kritik mit rhetorisch drittklassigen Formulierungshilfen gekontert werden.
Die Veröffentlichung des Framing-Handbuchs ist für die ARD ein Desaster. Dabei ist es durchaus legitim, wenn die ARD nach Argumentationen für ihre Existenz sucht. Fatal dabei ist jedoch, dass dies ausschliesslich auf dem Gebiet der Sprache erfolgt. Über Verbesserungen am Programm gibt es im Manual keinen Vorschlag. Das ist auch nicht gemeint, wenn es um Framing geht. Hier soll jegliche fachliche und sachliche Kritik mit rhetorisch drittklassigen Formulierungshilfen gekontert werden.
[...]

Weiterlesen auf:
https://medienwoche.ch/2019/02/21/framing-manual-der-ard-ein-dokument-der-hilflosigkeit/ 
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 22. Februar 2019, 15:18
Kurz eingeschoben, weil interessant zu wissen, wem ihre wissenschaftliche Tätigkeit zugute kommt:
Frau Wehling hat bereits 2009 und 2011 politische Analysen für die SPDnahe Friedrich Ebert Stiftung verfasst:

Wehling, Elisabeth Der gedankliche Abbau sozialdemokratischer Werte : zur Sprache der Sozialpolitik in Großbritannien, Italien, Östereich und Deutschland / Elisabeth Wehling. - Berlin : Friedrich-Ebert-Stiftung, Internat. Politikanalyse, 2011. - 12 S. = 330 KB, PDF-File. - (Internationale Politikanalyse)
Electronic ed.: Berlin ; Bonn : FES, 2011
ISBN 978-3-86872-787-6
http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/08254.pdf

Wehling, Elisabeth; Lakoff, George Die neue Sprache der Sozialdemokratie / Elisabeth Wehling und George Lakoff. - Berlin : Friedrich-Ebert-Stiftung, Referat Westeuropa/Nordamerika, 2011. - 11 S. = 410 KB, PDF-File. - (Internationale Politikanalyse)
Electronic ed.: Berlin ; Bonn : FES, 2011. - Title only available online
ISBN 978-3-86872-695-4
http://library.fes.de/pdf-files/id/08012-20110525.pdf

Wehling, Elisabeth Politische Kommunikation, die ankommt : eine neuro-linguistische Analyse des EU-Wahlkampfes / Elisabeth Wehling. - Berlin : Friedrich-Ebert-Stiftung, Internat. Politikanalyse, 2009. - 8 S. = 365 KB, PDF-File. -
Electronic ed.: Berlin ; Bonn : FES, 2009
ISBN 978-3-86872-209-3
http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/06756.pdf
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: maikl_nait am 22. Februar 2019, 16:01
@seppl
Die SPD hat sich also auch Re-Framen lassen? Und das mit den gesammelten Propaganda-Erfahrungen und -Analysen aus der Zeit, in der Sozialdemokraten in KZs umgebracht wurden? Kurt Schumacher würde vermutlich rückwirkend aus einer solchen Partei wieder austreten...  :o

Ich vermute, die Kreise dieses Skandals werden noch größer, als die ARD je hoffen konnte...

Agenda 2010, Hartz IV, Riester, Rente -- Abbau sozialdemokratischer Werte, und das auch noch von der SPD höchstselbst!  :o

Wobei, zumindest das Problem für die SPD erledigt sich mit der 5% Hürde -- leider gibt es keine 5% Hürde für die ARD...

MfG
Michael
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: maikl_nait am 22. Februar 2019, 16:08
@sparks
Schöner Begriff, den Struck da schreibt...
MEDIENWOCHE [Schweiz]
«Framing-Manual» der ARD: ein Dokument der Hilflosigkeit
von Lothar Struck 21.02.2019
Zitat
[...] Aus der systematischen Zusammenstellung dieser Argumentationsprothesen wird ein Diffamierungsleitfaden. Aus den oben skizzierten semantischen Hütchenspielereien schlägt einem plötzlich der autoritäre Duktus von Diktaturen entgegen.
Weiterlesen auf:
https://medienwoche.ch/2019/02/21/framing-manual-der-ard-ein-dokument-der-hilflosigkeit/
Hoffen wir mal, daß der ÖRR über seine eigenen Argumentationsprothesen ins Stolpern gerät.

MfG Michael
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: maikl_nait am 22. Februar 2019, 16:48
Aus dem Forum: Framing in der Anwendung

Chip: "Sender jagen GEZ-Verweigerer"
BS sieht keine Anzeichen für Protestwellen wegen Daten aus Einwohnermeldeämtern
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,27246.msg171681.html#msg171681
-> Jagd auf Menschen? Ist der Rechtsstaat schon abgeschafft oder darf man noch rechtliche Mittel erheben?

SZ: "Typen der Verweigerer"
Was für einen Rundfunk will die Gesellschaft?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,27267.0.html
-> Verunglimpfung von Menschen am Existenzminimum und von Menschen, die juristisch zulässige Wege beschreiten

Da das Framing über massive Wiederholung arbeitet: Es gab da noch einiges mehr seit 2013, z.T. noch schärfer in der Wortwahl.

MfG
Michael
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 22. Februar 2019, 18:13
derbund.ch, 21.02.2019

Das Einmaleins des Manipulierens

Die ARD wollte sich über die Wirkung von Sprache fortbilden – ohne die Wirkung dieses Auftrags zu bedenken.

Von Michèle Binswanger

Zitat
Deutschland hat die Sprachwissenschaft entdeckt – oder vielleicht eher: die Angst davor. Seit bekannt wurde, dass die ARD ein wissenschaftliches Papier mit dem Titel «Framing Manual» hat erstellen lassen und nun intern verwendet, ist die Aufregung gross.
Der öffentlich-rechtliche Sender weise seine Mitarbeiter an, das Publikum bei gewissen Themen bewusst zu manipulieren, so die Kritik. Denn unter Framing versteht man die Steuerung einer Debatte durch bewusst ausgewählte Wörter, welche bestimmte Assoziationen hervorrufen. Die ARD selber beschwichtigte, es handle sich bloss um eine Arbeitsgrundlage für Workshops mit Mitarbeitenden, eher Angebot als Handlungsanweisung. […]

Tipps zur Steuerung von Debatten
[…]
Kosten von 120’000 Euro
[…]
Die Rolle des Vertrauens
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.derbund.ch/ausland/standard/das-einmaleins-des-manipulierens/story/23736811 (https://www.derbund.ch/ausland/standard/das-einmaleins-des-manipulierens/story/23736811)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Winkelmann am 22. Februar 2019, 18:57
Es gibt eine Konflikt zwischen uns und dem Rundfunk. Lösung ist das Gespräch.

"Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD" ist der Titel des Papiers.
Unser, gemeinsam, das ist Sozialismus. Diese ideologische Grundlegung ist nicht verhandelbar! Sozial ist Staatsdoktrin. Die Institution ist ferner vom Bundesverfassungsgericht geschützt, und ihr Tun auch, mit der Rundfunkfreiheit.

Das sind die Rahmenbedingungen.

Die noch immer anhaltende Berichterstattung ist, wie von mir bereits erwähnt, Indiz für eine Kampagne.

Das Papier selbst ist ein Frame! Es ist ein Konstrukt.

Glaubt ihr wirklich, die sind so blöd? Dass sie so viel dafür gezahlt haben, und dann, ups!, es auch noch geleakt wurde?

Mit dem Rundfunk ist es wie mit der Bahn, da kann immer drauf gekloppt werden. Die Bahn wird gebraucht, und der Rundfunk ist geschützt.

Hier wird abgelenkt, und nebenbei Druck aufgebaut, um die Institution schließlich ein wenig reformieren zu können.

Bitte nicht manipulieren lassen, in der kommenden Krise werden Weichen gestellt.
In Leipzig ist gerade ein 365 Euro Verkehrszwangsjahresticket im Gespräch. Bald Grundeinkommen und -Versorgung in allen Lebensbereichen, aber mit der Freiheit ist es dann vorbei, und darum geht es.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 22. Februar 2019, 19:35
Winkelmann, was soll denn das Ziel sein?

Auf S. 20 des Pamphlets steht, dass es egal sei, was gesagt würde, Hauptsache man rede über das Ding.

Meine Einschätzung ist, dass es nach hinten losgeht.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 22. Februar 2019, 21:07
Hurra, jeder von uns kann nun 90 000 Euro verdienen mit Null Tagen Arbeit?

Wir haben es geschafft: Das Framing-Gutachten in die Bruchstücke zu zerlegen und können nun mit einer Miktro-Mikro-Sekunde daraus durch Zufallskombination beliebige neue FRAMING-MANUALe herstellen. Eine Sekunde genügt für 100++ unterschiedliche Framing-MANUALe.

Nun kann jeder von euch sofort zum GRÖSPAZ werden (größter Spachforscher aller Zeiten). Die Forums-Etiquette verbietet, diesen Ehrentitel der Autorin des MANUALs zu verleihen, wir selber aber untereinander, wir dürfen. Urheberrechtlich ist Vollfassung übrigens o.k., weil in der Kategorie der "Parodie-Freiheit".
(Der nachstehende Kurzauszug sowieso o.k., weil zusätzlich auch noch im Rahmen der Zitatfreiheit.)

Vielleicht wird es software-basiert noch etwas optimiert, indem alle Zeilen auf mindestens 150 Zeichen zusammengefügt werden.

Die verwertbaren Texte, die nun jeder seinem/r Interndanten/in für 90 000 Euro peanuts zum Ankauf anbieten kann,
sollen ab nächster Woche auf einer neuen Plattform in diversen Varianten zur Auswahl verfügbar werden.
Oder auch zum Selbstverstümmelungs-Tarif von nur 20 000 Euro. Wir sind ja nicht so. Zum Hungerlohn-Tarif für die gemeinnützigen ARD-Anstalten, deren genügsame Intendanten sich mit weniger als dem 10-fachen der Bundeskanzlerin-Vergütung über Wasser halten müssen. 

Hier mal ein Beispiel Kurzauszug, um den Thread nicht zu überladen.

Man beachte die hohe Wissenschaftlichkeit, wie sich die Gedankenvielfalt aneinanderreiht und dem Leser abfordert, mit der Genialität der wissenschaftlichen Komplexität Schritt zu halten: - Um das zu können, na klar, "Sie brauchen Teilnahme an Workshops", bietet der Autor des Nachstehenden Ihnen an zum Schnäppchen-Preis für sparsame 10 000 Euro pro Stück.
 
Zitat
Abschließend folgen wichtige generelle Hinweise zur Umsetzung der Framing­Methode in der alltäglichen Kommunikationsarbeit, etwa in Interviews, Grund­lagenpapieren oder Werbekampagnen.

Die vielen faktischen Gegebenheiten rund um die ARD immer wieder an die moralischen Framings anzubinden, ist die Hauptaufgabe in der Framing­Arbeit.

Und während eine unzureichend transparent und kritisch informierte und un­zureichend kulturell, sozial und politisch versierte und kompetente Gesell­schaft ganz generell im wirtschaftlichen Wettbewerb nicht bestehen kann, tra­gen wir über den Zugang aller deutschen Mitbürger zur freien, gemeinsamen Rundfunkinfrastruktur zur Sicherung des kurz­ und langfristigen wirtschaftli­chen Erfolgs deutscher Unternehmen bei – im Inland und im internationalen Wettbewerb.

Gleichheit kann man nicht kaufen.

Demokratie statt rechenschaftsfreier Echokammern.

Etwas anders verhält es sich mit dem Begriff „föderal“.

Die Forderung nach einer Teilversorgung ist in Wirklichkeit eine Forderung nach weniger Demokratie, weniger Teilhabe und weniger Fürsorge.

Wir beteiligen uns an einem Geschenk für einen lieben Freund oder einem Diskussionsabend.

Es ist die Forderung, sich den Spiegel und das Gedächtnis der eigenen Kultur, des eigenen Landes aus den Händen nehmen zu lassen und in die flatterhaften Hände des Kom­merzrundfunks zu legen.

Die Bezeichnung „öffentlich­rechtlich“ transportiert zwar die rechtliche Natur der ARD, aber nicht die moralisch­gesellschaftliche Prämisse der ARD.

Kontrolle kann man nicht kaufen.

Moralisches Framing:

Fairness statt Umsatz.

Sondern sprechen Sie immer vom gemeinsamen Rundfunk oder der gemeinsamen Organisation des Rundfunks.

Zum anderen wird das Lexem „Grund“ von uns allen alltagssprachlich meta­phorisch genutzt, um die Motivation oder Begründung unserer Handlungen begreifbar zu machen.

Die Begriffe, die derzeit genutzt werden, um die­sen Charakter der ARD zu beschreiben sind „föderal“, wie in der „föderal orga­nisierten ARD“, und „regionale Vielfalt“ oder auch die „flächendeckende“ Pro­grammvielfalt.

Demokratieschonend – kein Husch-Husch bei Information.

Und wo es nicht die Profitzensur ist, die uns von Programmen und Teilhabe an guten Informationen, Kultur und Bildung ausschließt, da ist unsere Freiheit re­gelmäßig gefährdet durch den profitablen Zugriff auf uns als Kunden – etwa durch die subtile Vermischung von redaktionellen und Werbeinhalten oder den Zugriff auf unsere Daten.

Die „Programmvielfalt“ergibt sich aus dem gleichwertigen Anspruch aller Bürger, auf einem hohen inhaltlichen und technischen Niveau bildend und sinnstiftend unterhalten und frei informiert zu werden, (barriere­)freien Zugang zu der medialen Infrastruk­tur ARD zu haben und sich in ihrem Programm in ihrer, auch regionalen, Iden­tität und mit ihren Anliegen wiederzufinden.

Wir „bezahlen“ also nicht für die „Angebote“ der ARD.

Wir weisen auf wichtige pragmatisch­semantische Aspekte der aktuellen ARD­Kommunikation hin und zeigen, welche Alternativen die kognitive Wirkkraft Ih­rer Sprache maximieren.

Denken Sie bei alldem daran, nie die moralisch diffamierenden Frames Ih­ rer Gegner zu nutzen.

gesamten Gemüse­ und Kä­sebestand des Ladens zahlen müsste, falls andere Kunden später noch Blumen­kohl oder Parmesan wollen.

Denn eine eindrückliche Erfah­rung mit Zimt hat mit dem Riechen zu tun.

Es führt kein Weg an einem strategischen Framing vor­bei, will man erfolgreich Mitbürger mobilisieren und sie heute und morgen für die ARD begeistern.

Beide Reaktionen sind valide.

Denn die ARD und sogenannte Privatanbieter stehen ja eben nicht in einem Wettbewerb um das Generieren höchstmöglicher Profite durch den Verkauf von Medienprodukten an deutsche Bürger als Kunden.

Und zwar, wenn ich überhaupt nie den Laden be­treten hätte.

Eine Kampagne braucht Aufmerksamkeit, eine Kommunika­tionswende hin zu einer klareren Sprache ist schneller geschafft, wenn sie Aufmerksamkeit erregt – denn was einen aufmerken lässt, das dringt tiefer ins Bewusstsein.

Das Wort „reformfähig“ ist ein ähnlicher Fall.

Wir weisen Sie auf Begriffe hin, die Sie umgehend aus dem Sprachgebrauch der ARD streichen sollten und zeigen Alternativen auf.

In jedemdieser Fälle propagieren Sie den moralischen Angriff Ihrer Gegner.

Kommen wir zum fünften und damit letzten Begriff, der „Abgabe“.

Tatsächlich aber „nimmt“ die ARD kein Geld „ein“, son­dern verwaltet schlichtweg das Rundfunkkapital der Bürger, die sich in Deutschland seit jeher auf diese Weise ihren gemeinsamen, freien Rundfunk ARD ermöglichen.

Unter anderem über die finanzielle Beteiligung unser aller wird ein Rundfunkkapital geschaffen, das von der ARD verwaltet wird, mit dem primären Ziel, dem Bürger die für das eigene und gemeinsame Wohlergehen nötige freie mediale Infrastruktur zu ermöglichen.

Das Wort Nagel aktiviert einen Frame, in dem Ideen wie Holz, Hammer und Schlagen auftauchen.

Wir sind Deins.

Wer profitorientiert agiert, der kann diese Aufgabe für die Gemeinschaft grundsätzlich nicht übernehmen.

Das tut man, indem man dieselben grundlegenden Perspektiven auf das Miteinander und die eigene Rolle in die­sem Miteinander von Debatte zu Debatte nutzt, und zwar entweder in Form identischer Wordings oder in Form leicht unterschiedlicher linguistischer Reali­sierungen, die sich aus ein und demselben Grundframe speisen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 22. Februar 2019, 23:07
Es geht auch nicht-software basiert:

Ich träumte, Frau Pfab wollte mir "Framing" erklären. Sie sagte: "Denken sie jetzt nicht an eine medienkapitalistische Heuschrecke."
und was passierte: Vor meinem geistigen Auge erschien Frau Wehling, reitend auf einem riiieeesigen rosa Luftballon in Elefantenform...
(Die Vorstellung war ganz hübsch... gar nicht beängstigend)
...
Aber wie kommt so ein Fehlframing nur zustande?
...
[träum]
...
[/träum] ähhh... und nun Bitte zurück zum Thema - Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 23. Februar 2019, 09:29
Medium.com, 22.02.2019
Die Wahrheit kommt ans Licht:
Was uns das Framing Manual über die ARD verrät.

von Kay Winkler

Zitat
[...] Das Framing Manual finde ich aber auch in anderer Hinsicht äußerst aufschlussreich. Es offenbart nämlich in fast schon kindlich naiver Deutlichkeit, was die ARD umtreibt, wie sie sich selbst wahrnimmt und was ihr Selbstverständnis über ihren Auftrag in der Gesellschaft ist. Genauer gesagt, was die Redakteure, Justiziare, Intendanten und Regieassistenten denken und fühlen, wenn sie sich täglich auf den Weg in die Anstalt machen. [...]

weiterlesen:
https://medium.com/@kay.winkler_20530/die-wahrheit-kommt-ans-licht-was-uns-das-framing-manual-%C3%BCber-die-ard-verr%C3%A4t-57a62425f7b4
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 23. Februar 2019, 10:00
Zitat
    „Die Arbeit der ARD ist von moralischen Prinzipien getragen. Die ARD setzt sich für bestimmte Dinge ein, weil sie von ihrer moralischen Notwendigkeit für das gesellschaftliche Miteinander überzeugt ist.“ (S. 4)

Die Journalisten der ARD setzen sich also für „bestimmte Dinge“ ein, weil sie fühlen, dass diese Dinge moralisch überlegen sind. Sie wollen gar nicht objektiv informieren. Sie wollen die Gesellschaft (aus ihrer Sicht zum Guten) verändern. Sie wollen nicht nur passiv berichten, sondern aktiv gestalten. Ich würde sagen: falschen Job gewählt. Da hätte man sich besser als Politiker, Unternehmer oder Architekt versucht.
Quelle/Artikel "Die Wahrheit kommt ans Licht: was uns das Framing Manual über die ARD verrät."
aus dem Vorkommentar


Oder Sektenführer.

Ist das nicht ein Geständnis, dass wir gezwungen werden, eine fremde Weltanschauung gegen unseren Willen zu finanzieren?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PitB am 23. Februar 2019, 18:09
Nun outen sich langsam die indirekten Unterstützer der ehrenwerten öffentlich rechtlichen Anstalten, die sich im nicht rechtsfähigen Allgemeinen Reichsrundfunk Deutschlands (ARD) zusammengeschlossen haben.

Am 20. Februar 2019 um 05:17 Uhr wird ein Kommentar in der Süddeutschen Zeitung und dem Titel "Wer will in einem Land leben, in dem Fox News den Diskurs prägt."

Es möge bitte jeder diesen Artikel unter https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-gebuehr-1.4336509 selbst lesen. Hier kumuliert Schwachsinn mit Schwachsinn.

Der Autor dieses Artikels hat es offenbar nicht geschafft, den Unterschied zwischen einem zwangsfinazierten Rundfunkunternehmen und einem privaten Nachrichtenverbreiter zu verinnerlichen. Er hat es auch nicht geschafft, klarzulegen, daß in den USA Fox News nicht der einzige Nachrichtenverbreiter ist und es dem amerikanischen Volk völlig frei steht, sich ihren Nachrichtenverbreiter ohne Geldzwang selbst zu wählen (Demokratie!). Es wäre besser gewesen, den Unterschied zwischen National Public Radio (NPR - ohne Geldzwang) und der in dem Artikel in Schutz genommenen ARD (mit Geldzwang) heranzuziehen. Diese Unterschiede können mittels Wikipedia einfach herausgefunden werden.

Der Autor hat sich dagegen bemüht, einer deutschen Linguistin von der kalifornischen Universität Berkley Hilfestellung zu leisten. Wer diesen Thread bereits verfolgt hat weiß, daß die Universität Berkley mit der deutschen Linguistin soviel am Hut hat, wie eine Lärche (larch) mit einer Lerche (lark).

Was der Autor und seine Linguistin bis jetzt nicht begriffen haben oder nicht begreifen wollen:

Der jetzige Zwangsbeitrag gehört eingestampft, da er in keiner Weise gerecht ist und dem Bürger Geld zwangsweise aus der Tasche zieht - ohne irgendeine Wertstellung. Die rechtsverbiegenden Argumentationen derer, die eigentlich Recht sprechen sollten, ändern daran auch nichts. Nachdem diese aber Aufsichtsratspöstchen bei den ehrenwerten Anstalten haben, wird sich hier auch erst etwas ändern, wenn das eine oder andere Pöstchen staatsbeerdigt ist.

Dass diejenigen, die sich gegen dieses ehrenwerte Zwangsbeitragssystem zur Wehr setzen in dem GutSchlechtachten der Linguistin als Schmarotzer u. ä. dargestellt werden, grenzt schon an Volksverhetzung. Zumindest kann behauptet werden, daß dies bezüglich der Linguistin den Straftatbestand der Beleidigung und Verleumdung tangiert und die ehrenwerte Anstalt als Mittäter auf der Matte steht.

Dem Autor dieses Artikels kann eigentlich linguistisch nur zugerufen werden:
Wenn er das tun würde, was er uns kann, könnten wir uns eine gewisse Zeit nicht mehr setzen.

Mit der Unterstützung der Linguistin und der ehrenwerten Anstalt hat sich die Süddeutsche Zeitung diskreditiert.

Mir jedenfalls sind die ersten Geigen in einem orchestrierten Widerstand lieber, als die Geigen in der ersten Reihe.


Edit DumbTV:
Dass gerade die Süddeutsche Zeitung so einen Artikel veröffentlicht, liegt möglicherweise am Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" ("SZ").
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 23. Februar 2019, 19:37
Laut Artikel im Tagesspiegel von heute ist das Institute in Hamburg ansässig:

tagesspiegel.de, 22.02.2019
MDR und Elisabeth Wehling
"Die ARD wurde nicht in die Irre geführt"
Der Mitteldeutsche Rundfunk dementiert, von der "Framing-Manual"-Autorin Elisabeth Wehling getäuscht worden zu sein.
von Joachim Huber

Zitat
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ist am Freitag Vermutungen entgegengetreten, er sei von Elisabeth Wehling, der Autorin des „Framing-Manual“, getäuscht worden. „Die ARD wurde keineswegs von Dr. Wehling in die Irre geführt“, sagte MDR-Sprecher Walter Kehr dem Tagesspiegel. Der Sender habe vor zwei Jahren nicht die Universität von Kalifornien, Berkeley, mit mehreren Leistungen beauftragt, sondern Elisabeth Wehling vom Berkeley International Framing Institute Hamburg. „Natürlich war dem MDR dabei ihre wissenschaftliche Arbeit in Berkeley bekannt“, so Kehr weiter. [...]

weiterlesen unter
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mdr-und-elisabeth-wehling-die-ard-wurde-nicht-in-die-irre-gefuehrt/24029452.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 23. Februar 2019, 19:55
tagesspiegel.de, 22.02.2019
MDR und Elisabeth Wehling
"Die ARD wurde nicht in die Irre geführt"
[...]
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mdr-und-elisabeth-wehling-die-ard-wurde-nicht-in-die-irre-gefuehrt/24029452.html
Daraus weiter:
Zitat
[...] Nach Kehrs Angaben reichte das von kognitionslinguistischer Analyse aktueller Kommunikation weiter über Workshops, Briefings, Trainings, Ziel- und Werteklärung, Vor- und Nachbereitung der Termine, konzeptuelle Frame-Entwicklung bis hin zur schriftlichen Zusammenfassung des Erreichten als Arbeitsgrundlage für weitere Diskussionen. [...]

Also doch intensiv und zusammen erarbeitet.
Das Framing Manual spiegelt 1:1 das Denken der ARD wider.

Die arme Wehling war nur die (gut bezahlte) Erfüllungsgehilfin.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 23. Februar 2019, 20:33
Also wieder,

nach
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mdr-und-elisabeth-wehling-die-ard-wurde-nicht-in-die-irre-gefuehrt/24029452.html
Zitat
Die Zusammenarbeit zwischen Sender und Wissenschaftlerin verlief in einem Prozess, der über Monate sehr viele Stufen und Elemente enthielt. Nach [MDR-Sprecher Walter] Kehrs Angaben reichte das von kognitionslinguistischer Analyse aktueller Kommunikation weiter über Workshops, Briefings, Trainings, Ziel- und Werteklärung, Vor- und Nachbereitung der Termine, konzeptuelle Frame-Entwicklung bis hin zur schriftlichen Zusammenfassung des Erreichten als Arbeitsgrundlage für weitere Diskussionen. Das entstandene „Framing-Manual“ schlägt in den Gesamtkosten nicht mit 120 000, sondern mit 10 000 Euro zu Buche.

Nach
http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
Zitat
Zur Charakteristik des Dokuments

Dies umfasste die (qualitative) Analyse der Sprache, die die Institution ARD in ihrer Kommunikation aktuell nutzt. Die zu analysierende Sprache wurde dabei von der ARD vorgegeben (Pressemitteilungen, Texte, Schlagwortlisten).

Darüber hinaus umfasste es die Skizzierung von gedanklich-sprachlichen Konzepten, welche Auftrag und Bedeutung der öffentlich-rechtlichen ARD besser greifbar machen als bisher.

Die vorgegebenen Themen und Einordnungen zu Auftrag und Bedeutung der öffentlich-rechtlichen ARD wurden in Workshops (bei meiner Anwesenheit) diskutiert und im finalen Dokument auch entsprechend abgebildet. Darum finden sich auch Begrifflichkeiten darin, die keineswegs als Empfehlung anzusehen sind. Das Ergebnis dieser Workshops wurde zusammenfasst und ergänzt, sowie auf Inkohärenzen hingewiesen.

Nach
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_Was_hat_es_mit_dem_Framing_Manual_auf_sich_/5314070/index.html
Zitat
Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet.

[...]

Dagegen lehne ich Begriffe wie „medienkapitalistische Heuschrecke“, "Profitzensur" oder "ungezügelter Rundfunkkapitalismus" für uns im Gebrauch der Sprache und der Bilder, die sie erzeugen, klar ab. In den vergangenen Jahren hat nach meiner Kenntnis nicht ein Vertreter der ARD jemals solche Bezeichnungen verwendet. Ich hielte das auch für unpassend.

Nach
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Framing-ARD-Papier-sorgt-fuer-Diskussion,framing100.html
Zitat
Die ARD beauftragte Schulungen und Begleitmaterial. Kosten bisher: 120.000 Euro [ + MwSt ]. Neun Schulungen hat die ARD beauftragt, vier davon mit insgesamt 160 Teilnehmern fanden bereits statt.

Begrifflichkeiten im Manual dienen zur Begriffbildung für internen Gebrauch, nicht unbedingt zur Verbreitung nach außen.

Da werden Mitarbeiter für den öffentlich rechtlichen Rundfunk begeistert und mobilisiert, um weiter die Bürger zu missionieren.

Ja, das Framing Manual spiegelt 1:1 das Denken, die Begrifflichkeiten, des öffentlich rechtlichen Rundfunks wider.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 23. Februar 2019, 20:56
Danke sehr, Herr Kehr, sehr nett kooperativ, so gehört sich das ja auch beim Bürgerfunk!
Unser "Kapital", danke sehr für die Klarstellung in Sachen MANUAL:
Sie nehmen uns die Nachweisarbeit ab für unsere Schriftsätze.
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https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mdr-und-elisabeth-wehling-die-ard-wurde-nicht-in-die-irre-gefuehrt/24029452.html
Zitat
Die Zusammenarbeit zwischen Sender und Wissenschaftlerin verlief in einem Prozess, der über Monate sehr viele Stufen und Elemente enthielt. Nach [MDR-Sprecher Walter] Kehrs Angaben reichte das von kognitionslinguistischer Analyse aktueller Kommunikation weiter über Workshops, Briefings, Trainings, Ziel- und Werteklärung, Vor- und Nachbereitung der Termine, konzeptuelle Frame-Entwicklung bis hin zur schriftlichen Zusammenfassung des Erreichten als Arbeitsgrundlage für weitere Diskussionen. Das entstandene „Framing-Manual“ schlägt in den Gesamtkosten nicht mit 120 000, sondern mit 10 000 Euro zu Buche.

Bitte dann auch gleich an die Berichtigung der Buchhaltung denken beim MDR!
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MDR-Vergabebericht 2018, S. 17 Nr. 43
Quelle: https://t.co/TgeU4vAaMV
 "43 freihändige Vergabe  Dienstleistungsunterstützung zur Entwicklung eines Frame-Manual für kommunikative Maßnahmen der ARD"
Demnach also in Wahrheit?
- "MANUAL 10 000 €"
- Team-Talk 80 000 €.

Wenn schon Transparenz, dann richtig:
- Bitte die Rechnung publizieren, in der das Berkeley Institute die einzelnen Positionen auflistet:
Wann, wo, wie lange, mit wem.
Das muss ja jede Consulting-Firma auch liefern, wenn der Tag der Abrechnung naht. Wirtschaftsprüfer - das geht ja wohl nach Viertelstunden, beispielsweise. Wenn das nicht für nötig gehalten wird, dann gibt es eben eine Anfrage über fragdenstaat.de.
Für unser aller "Rundfunkkapital" haben wir Eigentümer ja wohl Nachschaurecht, oder?

Das ändert aber wohl nicht daran, dass die transatlantisch renommierte Sprachexpertin
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nach hiesiger Schätzung für alle lieben Dienste auf rund 40 000 Euro im Monat kam. Naja, gehört sich auch so, das Anderthalfbache der Bundeskanzlerin, ein entgegenkommendes Hungersalär für gemeinwohldienliche ARD, ZDF.
(Faustregel im Consulting-Business:
Um gewürdigt zu werden, musst du immer etwa so viel verlangen wie die Chefs deiner Kunden.)


Kleiner Nachtrag zum Roboter-Autor-Manual - langer Auszug hier im Thread:
Das ist hier inzwischen bereits deutlich besser konzipiert. Jetzt kommen zusammenhängende verknüpfte Texte als Output - naja, eben wie so eine so richtige/r renommierte/r Sprachwissenschaftler/in das fast ebenso gut kann.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Philosoph am 23. Februar 2019, 22:53
Trotz der Behauptung, das "Manual" sei dazu gedacht, um den Mitarbeitern den Umgang mit den "ARD-Gegnern" (!) zu erleichtern, zeigt sich beim Lesen doch deutlich, daß im Vordergrund die Gehirnwäsche der eigenen Mitarbeiter steht. Offenbar sind selbst die gutbezahlten Mitarbeiter langsam nicht mehr so überzeugt, daß das alles so in Ordnung ist. Kein Wunder, denn wer hätte dort mit einem derartig andauernden und hartnäckigen Widerstand gerechnet? (Bei weiterem Nachdenken nicht überraschend, immerhin sollen bewußte Nichtnutzer und Geringverdiener/Studenten ohne Bafög/Rentner/Wohngeldbezieher abgezockt werden, egal, ob sie das Geld haben oder nicht!)
Damit die Mitarbeiter nicht völlig verzweifeln, wird ihnen jetzt eine Konditionierung - Entschuldigung! - ein "Hebbian Learning" verpaßt, damit sie selbst wieder an das glauben, was ihre Anstalten verbreiten. Daß sie für ein ausgewogenes, die Vielfalt sicherndes Programm - Sorry, Programm wirkt so kommerziell - "gemeinsame mediale Infrastruktur", frei von Politik und Werbung, für jeden von jedem arbeiten würden. Daß auch die Nichtnutzer einen Vorteil hätten, weil ihre Oma Schlagermusik hören kann (ich dachte, der Schlagerkanal sei gestrichen worden?) und die Eltern die "bildende Unterhaltung" in Gestalt des Tatorts (!) genießen könnten.
Ohne den öffentlich-rechtlichen Rundfunk - Verzeihung, das darf man ja nicht mehr sagen! - die "ARD-Familie" hätten wir keine Demokratie, keine Wirtschaft, keine Mitmenschlichkeit mehr. Wir würden kulturell verrohen und wahrscheinlich bald wie die Höhlenmenschen übereinander herfallen.
Derart viel Phantasie hätte man Rundfunkgläubigen gar nicht zugetraut, zeichnet sich das "vielfältige Programm" - Entschuldigung, das darf man ja auch nicht mehr sagen! - die "informierende und unterhaltende Infrastruktur", die jeden erreicht, doch durch einen erheblichen Mangel an SF- oder Fantasy-Filmen aus.
In Anbetracht der Hetze und der Verleumdung der Privaten (kommerziellen!) Sender, die das Denken, die Daten und den Geldbeutel der Bürger beherrschen wollen - natürlich ganz im Gegensatz zum Staatsfunk - Sorry! - "gemeinsamen Rundfunk" - darf man sich fragen, wann die "ARD-Familie" von den bösen Privatsendern verklagt wird.
Zitat
(Seite 47:) Der gemeinsame Rundfunk ARD gibt uns die Freiheit, uns weitflächig vollkommen selbstbestimmt und mündig zu bewegen - abseits von Barrieren und verschlossenen Türen der Kommerzmedien, jenseits vom Zugriff auf unsere Daten durch Internetriesen, abseits des Eingriffs in unser Denken durch werbedurchzogene Formate und wirtschaftlich oder politisch abhängige Redaktionen mit minimierter Rechenschaftspflicht und jenseits verrohender, gewalttätiger und menschenentwürdigender Formate, die Kommerzmedien ungehemmt in unsere Kinderzimmer verkaufen.


Philosophische Anmerkungen:
- Die Betonungen in Fett- und Kursivdruck sind original.
- Was in die Kinderzimmer gelangt, liegt noch immer in der Verantwortung der Eltern. Abgesehen davon sollte man sich schon fragen, ob es förderlich ist, wenn ein Fernseher im Kinderzimmer steht.
- Bei "selbstbestimmt" kam es anscheinend auch schon zu einer Umdeutung.
- Und was den Zugriff auf unsere Daten angeht: Ich sage nur einmaliger Meldedatenabgleich.

Von ZDF trennt man sich ebenfalls noch schnell, immerhin ist der Kahn am Sinken - Entschuldigung! - halb leer mit Wasser gelaufen, was dadurch nicht verbessert wird, daß man offensichtliche und leicht nachzuprüfende Unwahrheiten verbreitet, wie die angebliche Staatsferne der "Familie" oder die zuverlässige und unabhängige Information (aus dpa-Quelle, aus der die meisten anderen ebenfalls ihre Informationen beziehen), deren faktische Nicht-Existenz nicht schon auf den ersten Blick dadurch deutlich wird, daß das gute Machwerk bar jeglicher Literatur- oder Quellenangaben ist, sowohl zur Theorie der Konditionierung - Verzeihung! - des "Hebbian Learning" (durch ständige Wiederholung) als auch zu den schon längst bekannten Daten, denen in der "moralisch-strategischen" (Kein Witz!) Propaganda - Ich weiß wirklich nicht, wie mir das ständig passieren kann! - neuen Framing-Sprache entgegengewirkt werden soll. Es wird nicht umsonst empfohlen, keine Fakten zu nennen. (Kein Wunder, da würde man zu schnell widerlegt.)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 24. Februar 2019, 08:44
Trotz der Behauptung, das "Manual" sei dazu gedacht, um den Mitarbeitern den Umgang mit den "ARD-Gegnern" (!) zu erleichtern, zeigt sich beim Lesen doch deutlich, daß im Vordergrund die Gehirnwäsche der eigenen Mitarbeiter steht. Offenbar sind selbst die gutbezahlten Mitarbeiter langsam nicht mehr so überzeugt, daß das alles so in Ordnung ist.

Das Manual ist gleichzeitig eine Erkärung, was Framing ist, und Framing für die ARD selbst. Am Anfang eher das erste, am Ende das letzte.

Da lernt man, Propaganda zu machen und an die eigene Propaganda zu glauben.

Verständlich. Wie soll man Propaganda für etwas machen, woran man selbst nicht glaubt?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 24. Februar 2019, 10:03
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Deutschlandfunk, 24.02.2019

Sprachwissenschaftler: ARD bräuchte gar keine Image-Verbesserung


Zitat
Nach Ansicht des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch** hätte es die ARD gar nicht nötig gehabt, ihr Image mit einem „Framing-Manual“ aufzupolieren.

Ein Großteil der Bevölkerung habe eigentlich kein schlechtes Bild von dem Senderverbund, sagte er im Deutschlandfunk Kultur. Im Gegenteil – das Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Sender sei insgesamt sehr groß. Dagegen würden Begriffe wie „Staatsfunk“, „Lügenpresse“ und „Systemmedien“ vor allem von Menschen benutzt, die für ein Umdenken ohnehin nicht offen seien. In diesen Bevölkerunsggruppen treffe man kaum auf Diskussionsbereitsschaft, der Versuch eines „Re-Framing“, wie in dem Manual angedacht, sei deshalb überflüssig. […]

Weiterlesen auf:
https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247 (https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247)

** Anatol Stefanowitsch
https://de.wikipedia.org/wiki/Anatol_Stefanowitsch

Twitter (siehe auch screenshots):
https://twitter.com/dlfkultur/status/1099385767745458177 (https://archive.is/whMos)
https://twitter.com/astefanowitsch/status/1099390197647720448 (https://archive.is/XRW1z)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 24. Februar 2019, 10:11
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Deutschlandfunk, 23.02.2019

„Wir reflektieren alle über Sprache“

Moderation: Katja Bigalke und Marcus Richter

Zitat
Das geleakte „Framing-Manual“ der ARD sollte ursprünglich als Diskussionsgrundlage für Workshops dienen – jetzt hat sich daran eine öffentliche Debatte entzündet. Über diese Kontroverse sprechen wir mit Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch. […]

Mögliche Reaktionen auf Angriffe
Das Anliegen der ARD war es zu analysieren, was es bewirkt, wenn man die eigene Arbeit mit bestimmten Vokabeln beschreibt und welche Vorgehensweise helfen könnte, das eigene Image zu verbessern. […]

Kritik an Slogans und „Sprechanweisungen“
[…]
Kritik am Umgang der ARD mit dem Dokument
[…]
Unabhängigkeit auch im Inneren
[…]
Für Sprache sensibilisieren
[…]
Die sprachliche Perspektive prägt das Nachdenken
[…]
Hartnäckige Frames und reflektiertes Re-Framing
[…]
Wie sinnvoll ist das ARD-Framing?
[…]
Welche Frames entsprechen der Gesellschaft?
[…]

Weiterlesen/Podcast auf:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/kontroverse-um-ard-framing-manual-wir-reflektieren-alle.1264.de.html?dram:article_id=441797 (https://www.deutschlandfunkkultur.de/kontroverse-um-ard-framing-manual-wir-reflektieren-alle.1264.de.html?dram:article_id=441797)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 24. Februar 2019, 10:17
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Berliner Morgenpost, 24.02.2019

Schumachers Woche
Wenn Worte zu Waffen werden, sollten wir abrüsten

Unser Autor Hajo Schumacher über die Macht der Sprache, die Kunst des Zuhörens und die Notwendigkeit von Toleranz.

Von Hajo Schumacher **

Zitat
Ausnahmsweise verstehe ich die Wut auf unsere ARD dieses Mal nicht. Ich habe das „Framing Manual“, also eine fachlich solide Anleitung zur Manipulation – kein Scherz – mit Gewinn gelesen. Der Sender hatte die renommierte Sprachpsychologin Elisabeth Wehling um Überlegungen gebeten, mit welchen Begriffen den bisweilen rüden Angriffen gegen öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu begegnen sei. So entstand ein 89 Seiten starkes Lehrwerk, das in Schulen, Parteien und Redaktionen als Pflichtlektüre verteilt werden sollte, um erstens die Mechanismen von Propaganda zu kapieren und zweitens eigene Sprachmuster zu überdenken.

Die giftige Macht der Worte ist ja nichts Neues. Der Wahlslogan „Freiheit statt Sozialismus“ zeigte schon 1976, wie drei Worte einen gedanklichen Rahmen (Frame) setzen und gigantische Kopffilme ablaufen lassen. Die Reklamebranche lebt prächtig von faktenarmer Zuspitzung, Donald Trump kann gar nicht anders reden. […]

Weiterlesen auf:
https://www.morgenpost.de/kolumne/schumacher/article216509643/Wenn-Worte-zu-Waffen-werden-sollten-wir-abruesten.html (https://www.morgenpost.de/kolumne/schumacher/article216509643/Wenn-Worte-zu-Waffen-werden-sollten-wir-abruesten.html)

** Hajo Schumacher
https://de.wikipedia.org/wiki/Hajo_Schumacher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 24. Februar 2019, 10:35
und sie interviewen sich selbst:

WDR, 23.02.2018

Zitat
ARD-Framing-Manual: viel Aufregung WDR 5 Töne, Texte, Bilder - Interviews | 23.02.2019 | 06:43 Min. Ein Framing-Dokument für Schulungen in der ARD wurde diese Woche veröffentlicht. Das Papier ist zwei Jahre alt. Viele private Medien wittern einen Skandal, obwohl sie im Umgang mit der ARD selbst auch gerne Frames setzen. Hierzu ein Interview mit Daniel Bouhs**.
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-toene-texte-bilder-interviews/audio-ard-framing-manual-viel-aufregung-100.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

Podcast (mp3, ~6 min, ~10mb)
https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/184/1846403/wdr5toenetextebilderinterviews_2019-02-23_ardframingmanualvielaufregung_wdr5.mp3(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

** Daniel Bouhs
arbeitet als Journalist u.a. für das NDR-Medienmagazin ZAPP, den ARD-Hörfunk und Deutschlandradio
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 24. Februar 2019, 11:05
Netzpolitik.org, 22.02.2019

Netzpolitischer Wochenrückblick KW 8:
Framing-Gutachten, Transparenz und Widerstand gegen Artikel 13

Von  Anna Biselli und Jonathan Schlue

Zitat
[…] Am Sonntag ließen wir die Wogen hochgehen: Wir veröffentlichten das Framing-Gutachten der ARD. Das Gutachten gab die Rundfunk-Anstalt in Auftrag, um sich beraten zu lassen, wie man die Vorzüge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besser hervorheben kann. Über das Dokument wurde viel diskutiert, viele interpretierten das Gutachten als Handlungsanweisung (die es nicht ist). Aber bis auf ein paar wenige wusste niemand, was im Detail drinsteht. Das haben wir geändert, damit die Diskussion um das Papier für den öffentlich-rechtlichen Sender auch wirklich öffentlich und informiert geführt werden kann.

Weiterlesen auf:
https://netzpolitik.org/2019/netzpolitischer-wochenrueckblick-kw-8-framing-gutachten-transparenz-und-widerstand-gegen-artikel-13/ (https://netzpolitik.org/2019/netzpolitischer-wochenrueckblick-kw-8-framing-gutachten-transparenz-und-widerstand-gegen-artikel-13/)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 24. Februar 2019, 11:20
Der Artikel zerrt langweiligerweise den "Wutbürger", der "Lügenpresse" brüllt, aus seiner Gruft. Herr Schumacher versteht in seiner subtil erwähnten Neutralität diesmal aber die Aufregung nicht, weil er vom "89 Seiten starken Lehrwerk" profitiert hat. Frame dich oder ich fress dich. Hat er sich ehrlich, wie offensichtlich alle Mitarbeiter vom ÖRR, vorher noch nicht so "tiefgehend" mit Propaganda befasst? Sonst wüsste er, dass es die Bezeichnung "starkes Werk", bezogen auf die Seitenzahl - aus propagandistischer Sicht - nicht wirklich zutrifft. (A.H. M.K. Originalausgabe, über 700 S. mehr! - und das zu Zeiten, als es die copy and paste Taste an der Rheinmetall- Schreibmaschine noch nicht gab, bzw. jedes Schriftwerk noch aus einzelnen Buchstaben zusammengenagelt werden musste!) [zwinkersmiley]

Das "Werk" sollte nach seinem Vorschlag als Pflichtlektüre(!) an alle verteilt werden, die Hausaufgaben zu machen haben (Schüler, Politiker und Journalisten) weil - über Propagandatechniken muss man informiert sein, weil - man kann sie ja zu guten und zu schlechten Zwecken nutzen!

Genau, Herr Schumacher: Das ist so wie bei der Atomkraft: Man kann böse böse Atomwaffen daraus bauen, man kann aber auch Kernkraftw... äh, Mist, das überzeugt ja seit über 1000 Jahren auch keinen mehr...)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 24. Februar 2019, 11:50
(...) In Anbetracht der Hetze und der Verleumdung der Privaten (kommerziellen!) Sender, die das Denken, die Daten und den Geldbeutel der Bürger beherrschen wollen - natürlich ganz im Gegensatz zum Staatsfunk - Sorry! - "gemeinsamen Rundfunk" - darf man sich fragen, wann die "ARD-Familie" von den bösen Privatsendern verklagt wird. (...)
Hervorhebung nicht im Original!

So sieht es eine fiktive Person auch und fand diese Annonce:

Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) sucht Volljuristen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30242.msg189379.html#msg189379
Zitat
    Die LFK sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Vollzeit einen
    Volljuristen (m/w/d) für den Bereich der Medienpolitik und Strategie
    am Standort: Stuttgart

Quelle: https://www.lto.de/jobs/detail/63851/?%E2%80%9C%3E%3Cfont%20face=
und hier:
Zitat
    Die LFK sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Vollzeit einen
    Volljuristen (m/w/d) für den Bereich der Rundfunkaufsicht (Zulassung und Aufsicht)
    am Standort: Stuttgart

Quelle: https://www.lto.de/jobs/detail/63869/?%E2%80%9C%3E%3Cfont%20face=
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: beat am 24. Februar 2019, 12:35
und sie interviewen sich selbst:

Das ist ein typisches Charakteristikum des Gefängnisfunks, die endlose Selbstreferenz.

Man bezieht sich in seinem Programm nahezu ausschließlich auf das eigene Rundfunkuniversum. Dass es menschliches Leben auch jenseits und ohne Rundfunk gibt, wird ebenso negiert wie Kritiker des Zwangssystems totgeschwiegen oder allenfalls am Rande als Demokratiefeinde, Spinner, Rechtsradikale oder sozialfeindliche Gesellschaftsfeinde etikettiert werden.

Praktisch bedeutet das, dass keine Kritiker des Framing Manuals, keine unabhängigen Sprachwissenschaftler oder Journalisten der Printpresse interviewt werden, sondern der Auftraggeber, Mitarbeiter des Gefängnisfunks selber. Der Gefängnisfunk ist Täter, Staatsanwalt, Richter und Prozessberichterstatter in Personalunion.

Der Gefängnisfunk gibt das Manual in Auftrag, zwingt den Nichtnutze, ,es über den Zwangsbeitrag zu bezahlen, wendet es in der täglichen Arbeit an, erklärt es dem Fernsehkonsumenten und interviewt sich bezüglich Kritik selber und trifft das abschließende Urteil zum gesamten Manipulationskomplex.

Vergleichbar wäre es, wenn bezüglich eines Atomkraftwerks Entscheid über energiewirtschaftliche Strategie, Beauftragung und Bauausführung, Betrieb, Genehmigung, Bau- und Betriebsaufsicht sowie Berichterstattung über den Komplex komplett in einer Hand des Energiekonzerns läge.
Wenn dazu die Abnahme des Stroms oder zumindest seine Bezahlung, auch wenn man ihn nicht abnimmt, für alle verpflichtend sind. Wenn behauptet würde, so sei es alternativlos, weil wir sonst alle in die Steinzeit zurückgebombt werden. (Keine Demokratie ohne Zwangsrundfunk ...)
Und wenn er sich dann, bei Unfällen, Problemen, überteuerten Preisen und Kritik selber dazu befragen würde und zu dem Schluss käme, dass alles tiptop ist und die Kritiker Spinner und Demokratiefeinde sind.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 24. Februar 2019, 13:38
Was ist ein "Meta-Framing"?
Um den Skandal zu neutralisieren, sind nun alle erdenklichen Geister und Kleingeister bemüht, das "Framing"-Manual" als ein "Meta-Framing" zu er-heucheln.

Mit Metasprache bezeichnet man eine "höhere Sprach-Ebene" oberhalb der "Objekt-Sprache".
------------------------------------------------------------------
Klassik-Beispiel: 
Ein ARD-Journalist sagt: "Alle ARD-Journalisten lügen immer."
Stimmt das oder lügt auch er jetzt gerade? - Dies ist nur auflösbar durch das Konstrukt "Meta-Sprache".
(Wissenschaftstheorie, Philosophie, Linguistik, symbolische Logik, künstliche Intelligenz und was auch immer.)

Die vorstehende Aussage ist dann auf der Ebene der "Meta-Sprache":
Es ist eine Aussage, die von der Aussage selbst als nicht erfasst zu denken ist.


Nun will man das MANUAL auf das wissenschaftliche Niveau der "Sprache über die Sprache" erheben.
------------------------------------------------------------------------------
In unseren neuen Schriftsätzen, die wir nun auf Freistellung der Rundfunkabgabe machen werden, müssen wir das klarstellen. Es ist völlig klar - siehe alle gesammelten Beweise - , dass es als Anleitung gemeint ist.
Es genügt, die schwurbeligen Textbausteine zu analysieren, die uns seitens ARD, als eine Scheinbearbeitung unserer Widersprüche und Klageschriften geliefert werden: Praktisch immer und alles eine demogagische Moralkeule.

Zweck ist, weniger kundige Bürger zu entmutigen.
Da kommt die konkrete Anwendung des MANUAL uns in Reinkultur ins Haus geliefert und die meisten nun einmal wenig vorinformierten Bürger werden dann beeindruckt "kippen".

Zweck ist bei Klageverfahren,
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um unsere rechtlichen sehr stichhaltigen Argumente bei Richtern und sonstigen Kurzzeit-Befassten demagogisch statt juristisch zu entwerten, weil es juristisch meist nicht ginge:
Abgaben-Hinterzieher, Querulanten, Schwarzseher, Demokratieverweigerer usw. usw.. Das MANUAL lässt grüßen...

Da die Richter die 500-Euro-Verfahren für ihre Punkteliste mit maximal rund 2 Stunden wegerledigen möchten, vertrauen die meisten Richter ihren öffentlich-rechtlichen Jura-Kollegen? Und lesen all die vielen Seiten Text-Mist gar nicht richtig durch? 
Sie suchen in der hauseigenen Textbaustein-Sammlung nach passenden Stichwörtern für Ablehnung? Ergebnis "Ablehnung" steht vorher fest?
1 Akte weniger in der Warteliste, 1 Punkt mehr auf der Warteliste der Ernennung zum OVG-Richter?


Mustertexte, die Richtern helfen sollten, aus diesem Kollektiv-Justizskandal zu entkommen,
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sind dank des "Geschenks vom Himmel" (MANUAL) gerade in Arbeit: Endlich ist die volle Wahrheit beweiskräftig geworden. Dem Entscheid des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2018 ist der Boden entzogen worden:
Dessen Richter haben das Recht, sich selbstkritisch selber als Manipulationsobjtekte von Framing zu erkennen.

Das muss man Ihnen aber in einer respektvollen wissenschaftlich belegenden Form nahebringen -
nicht wie das Sommer 2018 ein Rechtsanwalt versuchte, indem er ihr Urteil mit serienweiser Formulierung "dies war Willkür" oder sinngemäß abkanzelte in neuen Verfassungsbeschwerden. Wer das derart "unmöglich" macht, darf sich über einen denkbar argen Rüffel der Richter des Bundesverfassungsgerichts nicht wundern - selbst für den Fall, dass viele dem Vorwurf "Willkür" wohl zustimmen würden. 

Die neuen Mustertexte für Befreiung rückwirkend ab 2013 (inklusive Rückzahlpflichten und Schadensersatz), diese werden gerade auf einer neuen Plattform eingegeben. Verfügbar wohl in den nächsten Tagen:
Nun auch für Nichtzuschauer (nicht mehr beschränkt auf Geringverdiener).

Herzlichen Dank, Frauen Doktores Wille und Wehling.
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Darf man das eigentlich sagen: "Wo ein Wille ist, ist auch eine Wehling"? Also, meine MANUAL-wertige Analyse ist, das darf man vielleicht sagen, sollte man aber vielleicht dennoch nicht sagen. Darüber diskutieren wir dann im Workshop über unser Netiquette-MANUAL, macht auch @pjotre zum Schnäppchenpreis von nur 10 000 Euro pro Workshop.
Selbstverständlich stelle ich mich mit dieser rein wissenschaftlichen Analyse auf die Meta-Ebene - hier war auf keinen Fall eine Empfehlung ausgesprochen, so etwas sagen zu wollen.

Und Verzeihung, nicht Frauen Doktores, natürlich Doktoras. Wir Männer müssen umdenken...umdenken...umdenken... Aber natürlich, gendergerechte Sprache ist kein 'Framing, liebe Bürger und Bürgerinnen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PitB am 24. Februar 2019, 14:12
Edit DumbTV:
Dass gerade die Süddeutsche Zeitung so einen Artikel veröffentlicht, liegt möglicherweise am Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" ("SZ").
Wenn man den Grundgesetz-verbiegenden Argumentationen mancher Juristen Glauben schenken darf, wird ja der Art. 5 GG als Argumentation zur Zwangsfinanzierung des örR herangezogen, obwohl in diesem Artikel kein einziger monetärer Hinweis zu finden ist. Die Fragen zu dem im Zitat erwähnten Recherchenverbund wirft die Frage auf, ob die SZ ebenso aus Geldern des Zwangsbeitrags finanziert wird wie bspw. die Verbraucherschutzverbände oder wurde die SZ vom örR (NDR, WDR) aufgekauft, wie die Bavaria Filmstudios vom u.a. BR, damit dort die "lehrreichen" Tatort-Serien zur Volksbildung bilanz-schönigend produziert werden können.

Begrifflichkeiten im Manual dienen zur Begriffbildung für internen Gebrauch, nicht unbedingt zur Verbreitung nach außen.
Für das Strafrecht ist es m.E. irrelevant, ob entspr. Äußerungen gar nicht nach außen dringen soll(t)en oder nicht. Würden bspw. uniformierte Beamte mit denselben Prädikaten versehen, wie es hier mit unbescholtenen Bürgern, die sich nicht zu "unserer ARD" hingezogen fühlen, geschehen ist, würden sich zahllose Staatsanwälte die Hacken ablaufen, um ihre Existenzberechtigung unter Beweis zu stellen.

Anatol Stefanowitsch:
Das Zitat stammt nicht von mir. Ich habe keine Meinung zur Qualität der ARD, ...
(https://gez-boykott.de/Forum/index.php?action=dlattach;topic=30135.0;attach=23087;image)
Ist ja interessant zu lesen, daß die Urheber von Zitaten gar nichts über ihre Aussagen wissen. So wie es dargestellt ist, kann man Anatol Stefanowitsch sogar glauben. Dann muß wohl derjenige, der ihm das Zitat unterstellt hat, einen Sprung in der Schüssel haben.

Da lernt man, Propaganda zu machen und an die eigene Propaganda zu glauben.
Verständlich. Wie soll man Propaganda für etwas machen, woran man selbst nicht glaubt?
Das "Werk" sollte nach seinem Vorschlag als Pflichtlektüre(!) an alle verteilt werden, die Hausaufgaben zu machen haben (Schüler, Politiker und Journalisten) weil - über Propagandatechniken muss man informiert sein, weil - man kann sie ja zu guten und zu schlechten Zwecken nutzen!
Anfang der 1960er Jahre hatten wir einen Lehrerwechsel in Deutsch. Der Neue gab uns zur Aufgabe, eine deutsche Zeitung mit vier Buchstaben linguistisch zu analysieren. Das Ergebnis dieser Klassenarbeit war, daß auf einer (hier nicht negativ anzusehenden) gewissen geistigen Ebene bzw. im täglichen Sprachgebrauch (auch anderer Sprachen) ein Wortschatz von ca. 500 Wörtern zur Kommunikation reicht. Da dieser neue Lehrer nicht Weltkriegs-und-davor-belastet war, wurde bei ihm in diesem Zusammenhang auch das Thema Propaganda behandelt. Leider ist im Zuge von mehreren Lehrplanreformen eine derartige Stoffbearbeitung wieder in der Versenkung verschwunden.

Wenn behauptet würde, so sei es alternativlos, weil wir sonst alle in die Steinzeit zurückgebombt werden. (Keine Demokratie ohne Zwangsrundfunk ...)
Bei dieser Demokratie-Argumentation frage ich mich schon die ganze Zeit, wieso die Erfinder der Demokratie (lt. Wikipedia vom altgriechischen ?????????? ‚Herrschaft des Staatsvolkes') diese überhaupt erfinden konnten, wo sie doch garantiert noch keinen örR betrieben haben bzw. konnten. Damals verbreiteten noch die Marathonläufer die Nachrichten - eine Empfehlung für manchen (un)wichtigen örR-Mitarbeiter (von unten bis oben).
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 24. Februar 2019, 14:19
Mögliche Verbindung von Frau Wehling zur Medienpolitik:

Frau Wehling war CoAutorin in dem Buch
Zitat
Carsten Brosda et al.: Sprache. Macht. Denken – Politische Diskurse verstehen und führen.
Hrsg.: Denkwerk Demokratie. Campus, Frankfurt a. M. 2014, ISBN 978-3-593-50072-0.
https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling

zu Carsten Brosda siehe u.a. auch:
Zitat
Carsten Brosda (* 3. Oktober 1974 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit Februar 2017 ist er Senator der Hamburger Behörde für Kultur und Medien, zunächst im Senat Scholz II und seit März 2018 im Senat Tschentscher.  […]
https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Brosda

Heike Raab und Carsten Brosda leiten die SPD-Medienkommission
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28331.0
Zitat
An der Spitze der der Medien- und netzpolitischen Kommission der SPD steht nun ein Tandem. Den Vorsitz der Kommission, die beim SPD-Parteivorstand angesiedelt ist, haben die sozialdemokratischen Medienpolitiker Heike Raab und Carsten Brosda am 25. Juni übernommen.

Marc Jan Eumann hat Vorsitz der SPD-Medienkommission niedergelegt
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,27823.msg174938.html#msg174938
Zitat
Die Arbeit der Medien- und netzpolitischen Kommission der SPD wird von einem geschäftsführenden Vorstand gesteuert und koordiniert. Dem Vorstand gehörten zuletzt neben dem Kommissionsvorsitzenden Marc Jan Eumann noch weitere acht Personen an; dabei handelt es sich um Vertreter aus allen politischen Ebenen (Bund/Länder/Europa) und verschiedenen Themenbereichen (Medien-, Netz- und Filmpolitik) der Partei. Bei diesen acht Personen handelte es sich um Björn Böhning, Petra Kammerevert, Heike Raab, Olaf Scholz, Carsten Brosda, Martin Stadelmaier, Martin Dörmann und Lars Klingbeil. […]

Veröffentlichung von Fr. Wehling für die Bundeszentrale für politische Bildung aus 2017
Politisches Framing - Wie eine Nation sich ihr Denken einredet und daraus Politik macht
https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/politisches_framing_bpb.pdf
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 24. Februar 2019, 16:32
Hajo Schumacher schreibt in seinem Aufsatz

https://www.morgenpost.de/kolumne/schumacher/article216509643/Wenn-Worte-zu-Waffen-werden-sollten-wir-abruesten.html

Zitat
Worte sind Waffen. Wer „Lügenpresse“ ruft oder im ersten Satz „Sexismus“ unterbringt, will nicht lösungsorientiert diskutieren, sondern mundtot machen: recht haben statt zuhören, das Gegenüber niedermachen, Kompromisse von Anfang an töten. „Framing“, egal ob von links oder rechts, ist die Strategie der Antidemokraten, Egoismus pur, die Absage an gemeinsame Werte, die in einem aufgeklärten Miteinander jeder noch so erbitterten Debatte die Grenzen aufzeigen. Je freier ein Land, desto größer hat der Respekt seiner Bürger vor der Freiheit der anderen zu sein.

Wir, Bürger, wollten unsere Freiheiten, die das Grundgesetz unseres einigermaßen freien Landes garantieren soll. Wir riefen Lügenpresse nicht. Wir redeten über Sexismus nicht. Wir wollten eine Lösung. Wir respektieren die Rundfunkfreiheit des Gegners und wollen ihn nicht mundtot machen. Wir hörten und wollten gehört werden. Wir redeten Klartext, "Framing" war nicht unsere Strategie. Wir wollten Respekt. Wir wandten uns an Politiker, an Parlamente mit Petitionen, an einen Beitragsservice, an Gerichte. Und was waren ihre Antworten?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 24. Februar 2019, 17:17
Hier Hajo Schumacher:

https://www.morgenpost.de/kolumne/schumacher/article216509643/Wenn-Worte-zu-Waffen-werden-sollten-wir-abruesten.html
Zitat
Berlin. Ausnahmsweise verstehe ich die Wut auf unsere ARD dieses Mal nicht. Ich habe das „Framing Manual“, also eine fachlich solide Anleitung zur Manipulation – kein Scherz – mit Gewinn gelesen. Der Sender hatte die renommierte Sprachpsychologin Elisabeth Wehling um Überlegungen gebeten, mit welchen Begriffen den bisweilen rüden Angriffen gegen öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu begegnen sei. So entstand ein 89 Seiten starkes Lehrwerk, das in Schulen, Parteien und Redaktionen als Pflichtlektüre verteilt werden sollte, um erstens die Mechanismen von Propaganda zu kapieren und zweitens eigene Sprachmuster zu überdenken.

Hier ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab:

http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_Was_hat_es_mit_dem_Framing_Manual_auf_sich_/5314070/index.html
Zitat
Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet.

Fällt etwas auf?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: sparks am 24. Februar 2019, 18:34
Fällt etwas auf?

Was H. Schuhmacher richtig als "eine fachlich solide Anleitung zur Manipulation" einer renommierten (!) Sprachpsychologin erkennt, ist für ARD-Geschäftsführerin Pfab "eine Diskussionsgrundlage und Denkanstoß" ARD-interner Werkshops. Die ARD hat dieses Framing-Manual für "kommunikative Maßnahmen"*** in Auftrag gegeben*** und hält es zweiffellos nach wie vor für geeignet, als Diskussionsgrundlage für ihre internen Workshops zu dienen.

Wer ein solches Papier als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß benutzt, der WILL manipulieren!

Frau Pfab versteht die Aufregung nicht ... Uns trennen offenbar Welten.


***siehe MDR-Vergabebericht 2018, S. 17 Nr. 43
Führte Sprachwissenschaftlerin Wehling die ARD in die Irre?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30241.msg189467.html#msg189467
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 24. Februar 2019, 19:01
Richtig, sparks.

H. Schuhmacher meint, die ARD würde mit diesem Manual ihren Auftrag auf Information, Bildung, Beratung und Orientierung erfüllen.

Gehört dieses Manual aber überhaupt zur Aufgabe der ARD?

Da geht es um die Darstellung der ARD, da wird auch über Aufträge (die es nicht gibt) an die ARD geredet, worauf Kai Winkler hinweist:
https://medium.com/@kay.winkler_20530/die-wahrheit-kommt-ans-licht-was-uns-das-framing-manual-%C3%BCber-die-ard-verr%C3%A4t-57a62425f7b4

Was die ARD ist, was der öffentlich rechtliche Rundfunk ist, ist Sache der Politik, und auch seine Verteidigung gegen angeblich böse Gegner. Die ARD hat keinen Auftrag, Medienpolitik zu betreiben. Die EUR 120.000 + MwSt sind meiner Meinung nach Veruntreuung vom Beitragsaufkommen.

Die ARD verbreitet, dass das Manual sich gegen "Lügenpresse" oder sonstiges schreiende Rechte richte, seine Unterstützer in der Politik erzählen, dass es sich gegen die privaten Medien richte. Das stimmt erstens nicht, und das wäre auch nicht Aufgabe der ARD.

Im Manual versucht die ARD, sich von den privaten Medien abzugrenzen, um ihre Notwendigkeit darzulegen, nicht um die privaten Medien niederzumachen. Wie das BVerfG schon urteilte: Ohne privaten Rundfunk haben die öffentlich rechtlichen keine Bestandgarantie.

Worauf richtet sich das Manual? Gegen Reformen des öffentlich rechtlichen Rundfunks, gegen jede Änderung, einschließlich des Beitrags. Es richtet sich gegen die Politik. Die ARD (und sicher auch andere Rundfunkanstalten) betreibt Medienpolitik, was nicht Aufgabe der ARD ist, finanziert durch den Beitrag.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Winkelmann am 24. Februar 2019, 19:33
Um den Skandal zu neutralisieren, sind nun alle erdenklichen Geister und Kleingeister bemüht, das "Framing"-Manual" als ein "Meta-Framing" zu er-heucheln.

Die Geister bleiben innerhalb des Frames, der ist das Papier selbst.
Über die groteske Situation bezüglich des Rundfunks wird nicht diskutiert.
Genial ausgedacht! Mit Erfolgsgarantie, denn alle machen mit.
Die bezahlten Edelfedern, und hier im Forum hat auch kaum einer den Kopf frei vom Papier...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Thejo am 24. Februar 2019, 19:52
https://medium.com/@kay.winkler_20530/die-wahrheit-kommt-ans-licht-was-uns-das-framing-manual-%C3%BCber-die-ard-verr%C3%A4t-57a62425f7b4
Zitat
"Die Wahrheit kommt ans Licht: Was uns das Framing Manual über die ARD verrät." Kay Winkler, 22.2.19
"Dazu muss man vor Augen haben, dass das Dokument in mehreren Workshops unter der Mitwirkung von 160 Mitarbeitern des ARD-Konsortiums entstanden ist. [...]"

Wo hat Kai Winkler das her? Bis jetzt wird ja so getan, als hätte es die Wehling "allein" verfasst - sicher brauchte sie Vorgaben, doch bis dato kam es bei mir so an, als ob es erst geschrieben wurde, um dann in Workshops verwendet zu werden, Winkler dreht es jetzt um: es sei das Resultat von internen Workshops...?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 24. Februar 2019, 20:09
Wo hat Kai Winkler das her?
Es ist mittlerweile offenkundig - siehe Zusammentragung weiter oben
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg189514.html#msg189514

Wir waren aber beim Thema, sich selbst einen Auftrag zu geben, sowie Einfluss auf die Medienpolitik mit politischem Framing (Spezialität von Frau Wehling) durch die ARD und Co.
Die Rundfunkfreiheit greift nicht so weit.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Philosoph am 24. Februar 2019, 21:57
https://medium.com/@kay.winkler_20530/die-wahrheit-kommt-ans-licht-was-uns-das-framing-manual-%C3%BCber-die-ard-verr%C3%A4t-57a62425f7b4
Zitat
"Die Wahrheit kommt ans Licht: Was uns das Framing Manual über die ARD verrät." Kay Winkler, 22.2.19
"Dazu muss man vor Augen haben, dass das Dokument in mehreren Workshops unter der Mitwirkung von 160 Mitarbeitern des ARD-Konsortiums entstanden ist. [...]"

Wo hat Kai Winkler das her? Bis jetzt wird ja so getan, als hätte es die Wehling "allein" verfasst - sicher brauchte sie Vorgaben, doch bis dato kam es bei mir so an, als ob es erst geschrieben wurde, um dann in Workshops verwendet zu werden, Winkler dreht es jetzt um: es sei das Resultat von internen Workshops...?

Im Framing-Manual selbst
Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf

ist es u.a. S. 6 f. zumindest angedeutet:
Zitat
[...] Wir zeigen die linguistische Umsetzung der wichtigsten Frames für die in der gemeinsamen Arbeit erhobenen Themen unser Rundfunk ARD (Legitimation), Freiheit (Unabhängigkeit), Beteiligung (Beitragsakzeptanz) und Zuverlässigkeit (Reform & Zukunft) auf, [...]

Woher Winkler die genaueren Zahlen hat, würde mich allerdings auch interessieren.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 24. Februar 2019, 22:34
Was mir besonders auffällt:

KEINER von denen, die diese bescheuerten Kurse absolviert haben, meldet sich zu Wort! Weder im positiven, noch im negativen Sinne. ALLE verstecken sich hinter ihrem BIG BOSS, der eigentlich gar nicht weiß, wie er sich aus der Bredouille retten kann.
Total ERBÄRMLICH! Solche "Journalisten" braucht kein Mensch! bzw. sind brandgefährlich. Warum werden in Deutschland keine Journalisten verfolgt? Weil hier Meinungsfreiheit herrscht? Von wegen! Die meisten machen den Mund nicht auf, wenn es wirklich nottut - könnte ja das Salär mindern! Und wenn jemand etwas "Verbotenes" sagt, dann ist es nach ÖRR Vorgabe keinesfalls ein qualifizierter Journalist gewesen, sondern ein Wutbürger, Querulant, Islamist oder AfDler. So einfach ist die Framinggeschichte.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: azdb-opfer am 24. Februar 2019, 22:47
Wo hat Kai Winkler das her? Bis jetzt wird ja so getan, als hätte es die Wehling "allein" verfasst - sicher brauchte sie Vorgaben, doch bis dato kam es bei mir so an, als ob es erst geschrieben wurde, um dann in Workshops verwendet zu werden ...

In Antwort #272 steht die Lösung:
tagesspiegel.de, 22.02.2019
MDR und Elisabeth Wehling
"Die ARD wurde nicht in die Irre geführt"
[...]
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mdr-und-elisabeth-wehling-die-ard-wurde-nicht-in-die-irre-gefuehrt/24029452.html
Daraus weiter:
Zitat
[...] Nach Kehrs Angaben reichte das von kognitionslinguistischer Analyse aktueller Kommunikation weiter über Workshops, Briefings, Trainings, Ziel- und Werteklärung, Vor- und Nachbereitung der Termine, konzeptuelle Frame-Entwicklung bis hin zur schriftlichen Zusammenfassung des Erreichten als Arbeitsgrundlage für weitere Diskussionen. [...]

Also doch intensiv und zusammen erarbeitet.
Das Framing Manual spiegelt 1:1 das Denken der ARD wider.
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg189512.html#msg189512

Das Denken der ARD hat Kay Winkler deutlich kommentiert:
Zitat von: Kay Winkler
Das Framing Manual finde ich aber auch in anderer Hinsicht äußerst aufschlussreich. Es offenbart nämlich in fast schon kindlich naiver Deutlichkeit, was die ARD umtreibt, wie sie sich selbst wahrnimmt und was ihr Selbstverständnis über ihren Auftrag in der Gesellschaft ist. Genauer gesagt, was die Redakteure, Justiziare, Intendanten und Regieassistenten denken und fühlen, wenn sie sich täglich auf den Weg in die Anstalt machen.
https://medium.com/@kay.winkler_20530/die-wahrheit-kommt-ans-licht-was-uns-das-framing-manual-%C3%BCber-die-ard-verr%C3%A4t-57a62425f7b4
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pinguin am 24. Februar 2019, 23:57
KEINER von denen, die diese bescheuerten Kurse absolviert haben, meldet sich zu Wort! Weder im positiven, noch im negativen Sinne. ALLE verstecken sich hinter ihrem BIG BOSS, der eigentlich gar nicht weiß, wie er sich aus der Bredouille retten kann.
Wenn es so ist, dann wäre es ein Zeichen für die Art des Betriebsklimas.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 25. Februar 2019, 09:37
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tagesspiegel.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tagesspiegel.png

Tagesspiegel, 24.02.2019

"Framing-Manual"
Die ARD klingt wie eine Sekte

Um ihr Image zu verbessern, hat die ARD ein Handbuch in Auftrag gegeben. Worte werden geprägt, die nach George Orwell klingen. Eine Betrachtung.

Von Harald Martenstein

Zitat
[…] Wehling rät den, so wörtlich, „Mitarbeitenden“ der ARD dazu, Privatsendende möglichst oft „medienkapitalistische Heuschrecken“ zu nennen. Tiervergleiche sind aus Anstandsgründen zu meiden, dachte ich immer. Die Heuschrecken, so das Handbuch, üben „Profitzensur“ aus. […]

Zahlungsunwillige sollen als "demokratiefern" bezeichnet werden
[…] Die wichtigste Passage geht so: „Die ARD ist von uns, mit uns und für uns geschaffen. Die ARD existiert einzig und allein für uns. Wir sind Ihr.“

Für mich klingt das nach dem Gründungsdokument einer neuen Sekte.
Man könnte es alle zwei Stunden im Programm bringen, langsam gesungen von einer schönen Altstimme und begleitet von Streichern, nein: Streichenden. Dann schwenkt die Kamera zum Bild einer Heuschrecke mit dem Kopf der „Dschungelcamp“-Moderatorin Sonja Zietlow. Dies nur als Denkanstoß! Die Generalsekretärin der ARD sagt, das Handbuch enthalte „Denkanstöße“. […]

Wörter werden geprägt, andere ausradiert
[…]
Fühlen Ziegen sich diskriminiert?
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/framing-manual-die-ard-klingt-wie-eine-sekte/24033136.html (https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/framing-manual-die-ard-klingt-wie-eine-sekte/24033136.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 25. Februar 2019, 11:32
Die Workshops mit der "renommierten Wissenschaftlern des Berkeley-Institutes" (aus Hamburg) sind anscheinend für die Intendanten und die Obersten der Sender. 
Das brauchen wir für unsere Schriftsätze der neuen Verweigerungsgrundlagen der Rundfunkabgabe und hier kam es an den Tag:

Zitat
  ... sagte der WDR-Intendant dem „Handelsblatt“. „Ich werde natürlich in einen dieser Workshops gehen – mir aber mit Sicherheit nie vorschreiben lassen, was ich zu sagen habe.“
in der WELT 24. Februar 2019: 
https://www.welt.de/kultur/medien/article189326869/Tom-Buhrow-kritisiert-Framing-Manual-der-ARD.html

Siehe für mehr Info:
T.Buhrow: „Wenn nur noch bestimmte Worte benutzt werden sollen, mache ich ..."
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30266.0.html
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30266.msg189605.html#msg189605

Man beachte das Wort "natürlich".
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Insgesamt 9 Workshops wohl vorgesehen, wohl jeweils 10 000 Euro, erst 3 davon erfolgt, also wohl für alle 9 ARD-Landessenderanstalten.
Und nach all dem inzwischen bekannt Gewordenen soll dies Programm nun wohl doch noch abgewickelt werden? Unvorstellbar aber anscheinend wahr - mir ist auch eine andere Aussage von der Zielziffer "9" in (schwacher) Erinnerung. 

Darauf wartet @pjotre gespannt, wie aus vorherigen Beiträgen ersichtlich: Wer sind die Teilnehmer der "Workschops"? Die Praktikanten, die Abwimmelbrief-Schreiberinnen oder aber die Chefs. Soweit nun erkennbar und unvorstellbar: Die Chefs sind es wohl, die mental in der Lage waren, dieses Absurditäten-Kabinett zu ertragen,
Die überkam anscheinend beim Lesen nicht das Kotzen - manch einen der Teilnehmer dieses Forums wohl eher (wenn auch wie üblich nur bildhaft gemeint). Mit dieser Zusatz-Info dann ganz besonders...


Übrigens, MANUAL ist in den echten USA (echtes Berkeley, nicht der Hamburger 1-Personen-Stadtteil Berkeley)
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das, was wir deutschsprachig "Bedienungsanleitung" nennen.
Nicht zu verwechseln mit ""discussion paper" (fester Ausdruck, Google zeigt 9 Millionen Hits).
Das angeschossene Reh ARD (hurra, reimt sich!) flüchtet nun in die Ausrede, es handele sich faktisch um ein discussion paper. Da haben wir genügend Beweise, allein im Wortlaut innen drin:
"Das ist eine neo-religiöse Bibel mit den 200++ Geboten: 'Dein Wort sei...'".

Das jemand es fertigbringt, das zu texten, ist das Eine. Hochachtung. Wer von uns traut sich zu, je auf derartige Ideen auch nur im Traum zu kommen?
Dass ARD, ZDF... das überhaupt ernst nehmen bis hin zu Intendanten - nämlich nun also beweiskräftig "workshop-würdig für Intendanten" - , das ist das Andere. Da wird es surrealistisch. Da wird es heftig. Da wird es tauglich für ganz neue Befreiungs-Grundlagen in Schriftsätzen.


Finanziell aus der Rundfunkabgabe wohl über 1 Million Euro für das "MANUAL"?
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Man muss ja auch die Teilnehmer-Arbeitszeiten hinzurechnen. "work"shop heißt so, weil "work", also mit Anrechnung auf die Arbeitszeit-Stunden. Eine runde Million dürfte es sein. Hätte gereicht, um rund 5 000 alleinerziehend gering-verdienende Mütter dem Gesetz entsprechend immerhin schon einmal 1 Jahr lang von der Rundfunkabgabe zu befreien.


Das Wort "natürlich" von Buhrow legt den Rückschluss nahe,
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dass die "renommierte Sprachexpertin" des renommierten "Berkeley" (in Klein-Hamburg alias USA) allen 9 Intendanten persönlich die Höheren Weisheits-Weihen übermitteln darf. Armes Deutschland, wie sehr sind deine Eliten gesunken?
Halt, nein, sind ARD, ZDF,... unsere Eliten?


Von den rund 400 Beiträgen im Forum bezüglich "MANUAL" befassen sich bisher rund 10 mit der sofortigen Verwertung gegen die Rundfunkabgabe.
---------------------------------------------------------------------------------------
In Widersprüchen, Klageverfahren, auch mit Zusatzaussicht bei bereits anhängigen Vollstreckungen, und für Rückforderung aller Zahlungen seit 2013.
Ihr findet fast alle der 10 beim Sichten der Beiträge von @pjotre seit 11. Februar 2019.
"Euer Tun sei nicht, Worte  Nein Nein und dann Amen & Ende. Euer Tun sei, David, nimm deine Schleuder, ziele den Stein ins verwundbar gewordene Auge von Goliath."
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 25. Februar 2019, 12:10
Ich weiß nicht, warum die "Rundfunkseite" (F. Kirchhof) so an ihrem Manual festhält.

Angesichts der Entstehungsgeschichte:

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mdr-und-elisabeth-wehling-die-ard-wurde-nicht-in-die-irre-gefuehrt/24029452.html
Zitat
Die Zusammenarbeit zwischen Sender und Wissenschaftlerin verlief in einem Prozess, der über Monate sehr viele Stufen und Elemente enthielt. Nach [MDR-Sprecher Walter] Kehrs Angaben reichte das von kognitionslinguistischer Analyse aktueller Kommunikation weiter über Workshops, Briefings, Trainings, Ziel- und Werteklärung, Vor- und Nachbereitung der Termine, konzeptuelle Frame-Entwicklung bis hin zur schriftlichen Zusammenfassung des Erreichten als Arbeitsgrundlage für weitere Diskussionen. Das entstandene „Framing-Manual“ schlägt in den Gesamtkosten nicht mit 120 000, sondern mit 10 000 Euro zu Buche.

ist das Manual inhaltlich ziemlicher Dünnsch.ss geworden. Und 10 k€ "Gesamtkosten" für diesen mehrstufigen Ablauf (Workshops, Briefings, blubb) sind auch nicht glaubwürdig, allein schon der Kosten für das gebundene Personal wegen.

Während meines Studiums bekam ich mal interne Broschüren einer wissenschaftlich sich gebenden "Kirche" (Sc...) für ihre eigenen Führungskräfte geleakt... die Texte wirkten wesentlich "durchdachter" für die Zwecksetzung als dieses Möchtegernpsychoding des örR, das irgendwie so nach frühem 20. Jahrhundert, noch vor WK I, schmeckt.

Und wenn ein Berliner Journalist ernsthaft meint, dieses Manual an Schulen verteilen lassen zu wollen, dann hat er es nicht gelesen (es ist ja nur ARD-bezogen) oder bei ihm haben in seiner Schulzeit die liberalistischen Bemühungen der post-1968er Sozialkundelehrer null gefruchtet. Mehr so die Sorte smarter und prenzlbergmäßig gutaussehender Rechtsintellektueller - es passt schon, dass er im Dunstkreis von Stuckrad-Barre zu verorten ist.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 25. Februar 2019, 12:12
deutschlandfunk, 25.02.2019
„Framing-Manual“
Sprachwissenschaftler: ARD bräuchte gar keine Image-Verbesserung
Nach Ansicht des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch hätte es die ARD gar nicht nötig gehabt, ihr Image mit einem „Framing-Manual“ aufzupolieren.

Zitat
Dagegen würden Begriffe wie „Staatsfunk“, „Lügenpresse“ und „Systemmedien“ vor allem von Menschen benutzt, die für ein Umdenken ohnehin nicht offen seien. In diesen Bevölkerunsggruppen treffe man kaum auf Diskussionsbereitsschaft, der Versuch eines „Re-Framing“, wie in dem Manual angedacht, sei deshalb überflüssig.
???
Weiterlesen auf:
https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247 (https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PitB am 25. Februar 2019, 12:26
Die laufende Diskussion über dieses Rahmen-Handbuch erinnert langsam an die finstere Zeit in Europas Mittelalter, wo sich eine unsägliche Inquisitionskultur taliban-ähnlich ausbreitete und jede(n), der sich nicht ehrfurchtsvoll beim Anblick des Kreuzes auf den Boden warf und dem Inquisitor die Füße küßte, entweder einen Kopf kürzer gemacht wurde (meist gleich vor Ort, um die Zuschauer gefügig zu machen) oder (hier genauso abschätzig dargestellt, wie die Leute damals behandelt worden sind) als Brennmaterial auf Scheiterhaufen diente.

Die Zeit der Inquisition (die ja eigentlich immer noch besteht) wird historisch nicht komplett aufgearbeitet. Der Streit geht vor allem darum, ob der damalige Adel oder der damalige Klerus die einzelnen Feuer entfacht haben. Da jedoch der damalige Klerus und der damalige Adel verwandtschaftlich engstens verbandelt waren, kam also alles "aus einer Hand" - oder anders ausgedrückt: Wir sind Ihr!

Wenn heute Leute von einem nicht rechtsfähigen Gebilde und dessen nicht rechtsfähigen Abteilungen und Mitarbeitern verunglimpft werden,
  weil sie ein ehrenwertes Medienimperium und dessen Zwangsfinanzierung ablehnen,
  weil dies in keinstem Fall einer sozialen Marktwirtschaft von Unternehmen (Eigenbetitelung) entspricht,
  weil diese Leute sich gegen Urteile wehren, die nicht einer unabhängigen Justiz entsprechen,
  weil Leute ins Gefängnis geschickt werden, die ihre erzwungene Vermögensauskunft nicht unterschreiben,
  weil Leute durch Eintragungen in die Schuldenregister diskreditiert werden,
  weil durch Länderverträge bundesweit agierende Gebilde aus dem Boden gestampft werden und damit das Grundgesetz hintergangen wird
  usw.,
dann werden zu den oben genannten mittelalterlichen Verhältnissen Parallelen sichtbar.

Die mittelalterliche Verflechtung von Adel und Klerus ist in abgewandelter Form dadurch erkennbar, daß in Aufsichtsräten (Rahmen-Bezeichnung: Verwaltungsräte) der Rundfunkanstalten Juristen sitzen, die in Ämtervereinigung in mehreren Gerichtsebenen (speziell Verwaltungs- und Verfassungsgerichtsebene) ebenfalls die Chefetagen bevölkern und daß zum Thema Befangenheit gewisse Verwandschaftsverhältnisse gar keine Rolle mehr spielen.

Wie der historische Streit um die Inquisition, mutet denn auch die Hin- und Herschieberei von Schuld bei juristischen Aktionen an. Nicht die nicht rechtsfähige Inkassoabteilung eines nicht rechtsfähigen Bundesunternehmens war Schuld, daß eine unbescholtene Bürgerin vom Gerichtsvollzieher ins Gefängnis gesteckt worden ist, sondern die Bürgerin war es selbst, weil sie vor dem Inquisitor nicht auf die Knie gefallen ist, resp. ihre Vermögensauskunft nicht unterschrieben hat. Das einzige Glück, das diese Bürgerin hatte, daß heutzutage keine öffentlichen Feuerchen mehr angefacht werden.

Diejenigen, die dem Antrag auf Vermögensauskunft widersprochen haben, werden wenigsten noch mit Peitschenhieben, resp. Eintrag in die Schuldenregister der Amtsgerichte bestraft, was dann eine nachteilige Schufa-Auskunft auslöst. Als auslösender Titel dient nicht ein zivilrechtliches Mahnverfahren mit ihrem zivilrechtlich vorgeschriebenen Ablauf, sondern eine nicht rechtsfähig unterschriebene - nein! gar nicht unterschriebene !!! - Tabelle von zusammengewürfelten Zahlen, deren Rechtmäßigkeit der Gerichtsvollzieher gar nicht prüfen muß (und will). Dieses als "Vollstreckungstitel" vorgelegte Papier kann übrigens auf jedem heimischen PC erstellt werden.

Wenn heute ein fünfjähriges Kind einen Blödsinn anstellt, der juristische Folgen hat und finnziellen Schaden anrichtet, kann es nicht bestraft werden, weil es nicht rechtsfähig ist. Es kann angenommen werden, daß aus diesem Grund auch das nicht rechtsfähige Gebilde einer ARD samt Unterabteilungen ins Leben gerufen wurde. Sie können also jeden Mist produzieren und veranlassen, egal, was juristsich relevant sein könnte und welchen finanziellen und sonstigen Schaden sie verursachen, sie können ja nicht belangt werden, da sie nicht rechtsfähig sind - genauso wie Insassen von gewissen Anstalten.

Belangt werden müßten deshalb die einzelnen Landesfürsten, die Verträge schließen, die das Grundgesetz hintergehen, da für bundesweit agierende Unternehmen gesetzgeberisch der Bund zuständig ist. Auch die jeweiligen Länderabgeordneten müßten in die Pflicht genommen werden. Es muß ihnen einmal klar gemacht werden, daß es nicht einer legislativ ordentlichen Arbeit entspricht, irgendwelche bereits unterzeichneten Verträge abzunicken (Rahmen-Wort: zu billigen). Auch sollten sich die Abgeordneten endlich davon verabschieden, sich über einen "ehrenamtlichen" Sitz im Rundfunkrat mit einer "Aufwandsentschädigung" die Abgeordneten-Diäten zu verdoppeln.

Wenn im Rahmen-Handbuch behauptet wird, das dieses nicht rechtskräftige Unternehmen für die Demokratie notwendig oder verantwortlich ist, dann sollten die Bürger schnellstens lernen, sich an anderer Stelle über die Bedeutung und Wert einer Demokratie zu erkundigen. Nicht der örR entscheidet, wer gewählt wird und wer die Regierung stellt, dies ist Sache des Bürgers und dafür braucht es keinen Zwangsbeitrag. Die Stimmzettel werden aus Steuermitteln bereitgestellt.

Wir bleiben wir - und ihr bleibt unter euch!

Beitritt nicht ausgeschlossen - aber ohne Zwang.

Und allen Widrigkeiten zum Trotz: Im Verhältnis war das Handbuch billig (Rahmen-Wort: kostengünstig). Hätte der Dorfkomiker T.G. dieses Handbuch geschrieben, wären mit Sicherheit mindestens eine Million Euro fällig gewesen und das Handbuch wäre gar nicht überreicht worden. Damit wäre dann sichgestellt gewesen, daß sich niemand darüber aufregen hätte können, weil gar nichts da war und ist. Was eine Million doch bewirken kann ...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: maikl_nait am 25. Februar 2019, 12:55
Hallo!

Nu -- 180° Wende beim Tagesspiegel? Jetzt keine Apologese mehr?

Dafür jetzt doch Erhellendes über die hier schon längere (Vor)Geschichte des "Manuals" (!="discussion paper"!). Es hatte sich woanders schon jemand verhaspelt und das "Manual" nicht als "Grundlage"/"Denkanstoß", sondern als Ergebnis eines Prozesses davor bezeichnet.

DLF apologiert und "frame"t immer noch, dabei sind diese Begriffe doch zutreffend:
- "Staatsfunk" und "Systemmedien" bezieht sich zu Recht auf den laut BVerfG zu hohen Anteil von Parteibuchträgern
- "Lügenpresse" bezieht sich nunmehr zu Recht auf die Arbeitsweise "Manipulation statt Information", und verbreitert das (ebenfalls zu Recht) auf die ÖRR-Journalisten die bei den Printmedien für "Einheitsbrei" sorgen.

Kurze Gegenfrage an die Apologeten: Steht irgendeines der deutschen privaten TV-Unternehmen unter Beobachtung durch den Verfassungsschutz? Hab ich was verpasst? Nein? Dann ist die "Profitzensur" durch "demokratieferne" "medienkapitalistische Heuschrecken", und die "Jagd auf Gebührenpreller" einfach bloß Hetzrede vom Übelsten!

So könnte man auch den "herkömmlichen" "Filter professioneller Selektion" (O-Ton BVerfG, 18.7.2018, Rn 80*) sehen: Zensor ist auch ein Beruf, und alles was nicht passt, wird weggefiltert. Durch den grundsätzlichen Ansatz mittels "authentischer, sorgfältig konstruierter Manipulation" vorzugehen, verläßt der ÖRR die Aufgabe "die Fakten und Meinungen auseinanderzuhalten, die Wirklichkeit unverzerrt darzustellen" (O-Ton BVerfG, 18.7.2018, Rn 80*)

MfG
Michael


*BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 18. Juli 2018
- 1 BvR 1675/16 - Rn. (1-157),
http://www.bverfg.de/e/rs20180718_1bvr167516.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Thejo am 25. Februar 2019, 13:10
(aus den Beiträgen von pjotre und ticute zuvor)
Zitat
Deutschlandfunk: "...vor allem von Menschen benutzt, die für ein Umdenken ohnehin nicht offen seien."

WDR-Intendant Buhrow: „Unsere Qualität macht umgekehrt auch die Privaten besser. Und die deutsche Öffentlichkeit will nun einmal ein bestimmtes Niveau nicht unterschreiten.“
Hier werden auch Tatsachen verdreht oder Behauptungen aufgestellt, die bei den Lesern/Hörern die Gedanken von Kritik abwenden und sie in "falscher Sicherheit" wiegen sollen, weil ja beim örR alles (qualitativ) gut (und vor allem demokratisch) ist. Diese Art von manipulativer Sprache ist also mitnichten "neu".

Hier im Forum gibt es eine sprachliche Kritik zu Nachrichten Sendungen, in denen der demokratisch gewälte Präsident von Frankreich einfach nur als der Präsident Frankreichs genannt, jedoch der von Syrien als "Despot" dargestellt wird. Manipulation?


Da ich nun weiß, dass dieses "Manual" ein Resümee aus vielen ARD internen Workshops ist(!!), wird der Inhalt noch um so bedenklicher. Ich würde/werde das gerade deswegen nicht verharmlosen, verniedlichen oder als "sein Geld nicht wert" abstempeln. Ich kann den Inhalt kaum in einem Stück lesen, weil bei mir dabei alle Alarmglocken schrillen - darum kann ich auch kein Radio hören, weil ich eine natürliche Abwehrreaktion gegen Manipulation habe. Bei einigen Formulierungen in dem Manual frag ich mich unwillkürlich, ab wann eigentlich der Verfassungsschutz sich verpflichtet sieht, einzugreifen?

In das Bild der Inquisition von PitB passt z.B. die Passage von S.63 aus
Framing-Manual - Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Beachtet auch, dass in dem Manual durchaus eingestanden wird, dass "unsere" Kritik zurecht ist und das man sich bei der ARD absichtlich dagegen stellt, sich nicht ändern will und lieber den untragbaren Ist-Zustand der örR in seinen Aussagen verweigert. (Pippi Langstrumpf: "Ich mache mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.")
Zitat
"Dieser Frame spielt dem Narrativ in die Hand, nach dem sich die „Verweigerer“ (endlich) gegen das totalitäre Regime ARD – den „Merkelfunk, den „Staatsfunk“, und so weiter – auflehnen und zurecht als Helden der Demokratie und Freiheit gefeiert werden. 

Die Sachlage ist eine andere: Bürger, die sich nicht gemäß der demokratischen Vereinbarung am gemeinsamen Rundfunk ARD beteiligen, sind wortbrüchig oder auch illoyal. Sie liegen nicht nur den anderen auf der Tasche, täuschen und betrügen und genießen weiterhin uneingeschränkten Zugang zur gemeinsamen medialen Infrastruktur ARD – sondern sie halten sich nicht an unsere demokratisch getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen und missachten den allgemeinen Willen des Volkes. Sie sind Beitragshinterzieher, sie begehen Wortbruch, machen sich des Loyalitätsbruchs schuldig."
(Hervorhebungen im Original erntfernt und von mir)

Der Beitrag war also (laut internem ARD-Workshop) eine "demokratischen Vereinbarung", der "allgemeine Wille des Volkes". Weder die Parlamente/Ausschüsse, noch die Bürger wurden m.W.n. je dazu befragt, was sie davon halten und ob sie wirklich (demokratisch) zustimmen oder Änderungen wünschen.

Was auch in Klagebegründungen bemängelt wird, dass die Sachlage so liegt, dass der Beitrag von jenen, die befreit(!) sind, zusätzlich von den Zahlenden getragen werden "muss" und nicht von den Sozialämtern gezahlt wird, wird hier einfach mal umgedreht und den Beitragsverweigerern als "Hinterziehung" - ja, als Bruch mit unserer(!) Demokratie(tm), untergeschoben. Die Scheiterhaufen lodern schon?

Zynismus bleibt mir da im Halse stecken, denn das ist schon lange nicht mehr lustig.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 25. Februar 2019, 14:49
The European, das Debatten-Magazin, 25.02.2019
Framing Manual” trieft vor Bürgerverachtung und sozialistischem Kontrollwahn
Das von der ARD bei der Sprachforscherin Elisabeth Wehling in Auftrag gegebene „Framing Manual“ hat Medienberichten zufolge rund 120.000 Euro gekostet. Zur anhaltenden Empörung über das Papier erklärt die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag Alice Weidel:

Zitat
"Die Arroganz der ARD-Gewaltigen bricht alle Maßstäbe. Erst bestellt man bei einer fragwürdigen ‚Wissenschaftlerin‘ für einen stolzen sechsstelligen Betrag einen Leitfaden zur Bürger-Gehirnwäsche. Dann versucht man das peinliche Papier auch noch krampfhaft geheimzuhalten, obwohl der öffentlich-rechtliche Rundfunk doch angeblich ‚uns allen‘ gehören soll. Das ist ein Skandal, der dem ‚Fall Relotius‘ mindestens ebenbürtig zur Seite steht. [...]
Mit Pluralismus und Meinungsfreiheit haben die ARD-Bosse und ihre großzügig honorierte Sprachberaterin in ihrem abgehobenen und selbstgefälligen Kontroll- und Monopolwahn offenkundig nicht viel am Hut. Wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in dieser Form nicht mehr tragbar ist, dann ist er mit diesem skandalösen Agitprop-Leitfaden erbracht. [...]

Weiterlesen auf:
https://www.theeuropean.de/alice-weidel/15425-120000-euro-fuer-framing-gutachten (https://www.theeuropean.de/alice-weidel/15425-120000-euro-fuer-framing-gutachten)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 25. Februar 2019, 15:39
Das Altpapier / MDR 360GMedien, 25.02.2019

Auch Rucksäcke heißen "Berkeley"

Die gute Idee, Steuern "Mitgliedsbeiträge" zu nennen, hat sich auch nicht durchgesetzt. Der nächste ARD-Vorsitzende zeigt schon mal Zivilcourage (und hat einen starken Frame mit "Altersheim" im Köcher). Die ARD ist eher nicht auf "Hokuspokus" hereingefallen. Aber über den Mehrwert der Krimiflut könnte durchaus diskutiert werden. Außerdem: Facebook speichert auch Eisprungdaten.

Von Christian Bartels

Zitat
Die Rahmen der Vorwoche behalten ihre Gültigkeit. Einen guten Text zum Framing aus wissenschaftlicher Perspektive hat für den Spiegel (€) ein Deutscher verfasst, der sogar (wow!, s.u.) in den USA lehrt – weder in Berkeley noch in Fergus Falls, sondern in Nashville. Torben Lütjen erklärt "die zeitverzögerte Konjunktur der politisch nutzbar gemachten Neurolinguistik in Deutschland" aus US-amerikanischer Perspektive. […]
Für Deutschland konstatiert Lütje "ein merkwürdiges, beiderseitiges Missverständnis“:

Zitat
"Die paranoide Rechte befürchtet die Gleichschaltung und beargwöhnt das 'Framing-Manual' der ARD als Bedienungsanleitung für die Umerziehung. Die liberale Mehrheitsgesellschaft glaubt, dass sie längst die Diskurshoheit verloren habe und es nun gelte zu retten, was noch zu retten ist, bevor die Sprache endgültig von rechts vergiftet werde. Beide Seiten überschätzen die Möglichkeiten der jeweils anderen Seite maßlos.“

Der künftige ARD-Vorsitzende demonstriert Courage
Nach den knappen Worten des aktuellen ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm (Altpapier) hat sich ein amtierender Intendant einer ARD-Anstalt nun auch etwas ausführlicher zur Sache geäußert: Dem Handelsblatt gegenüber demonstriert Tom Buhrow vom WDR vorauseilende Zivilcourage ("Ich werde natürlich in einen dieser Workshops gehen – mir aber mit Sicherheit nie vorschreiben lassen, was ich zu sagen habe"), die umso mehr ins Gewicht fällt, da im Interview auch die noch nicht weit durchgedrungene, offiziell noch nicht bestätigte Nachricht steckt, dass der WDR-Intendant 2020 den ARD-Vorsitz übernehmen wird.
[…] Und einen frischen wohl eigenen, auf Anhieb einnehmenden Frame für die Öffentlich-Rechtlichen-Debatten hat der ehemalige "Tagesthemen"-Moderator auch mitgebracht:
Zitat
"Man kann doch nicht sagen: Für Altersheime gibt man kein Geld, weil man selbst nicht alt werden will".

Mehr Framing-Stoff im Schnelldurchlauf: Unentgeltlich guten Rat spendierten a) Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch […] b) Henning Lobin […] Und falls in der ARD gefürchtet worden sein sollte, dass Harald Martenstein über das Framing-Dings eine besonders lustige Kolumne schreibt: Hat er nicht getan, bloß eine für seine Verhältnisse unterdurchschnittlich lustige (Tagesspiegel).

Absolut ungerecht erscheint jedoch ein Vorwurf, der auch noch erhoben wurde ...
"Berkeley" steht halt für einen Lebensstil
Wir sprechen hier im Altpapier natürlich weder für den MDR Thüringen, der dankenswerterweise unser Auftraggeber ist, noch für den ganzen MDR, noch für die ARD. Dennoch formuliere ich Meinung: Die ARD ist sicher nicht auf den "ziemlichen Hokuspokus hereingefallen", wie vergangene Woche die Bild-Zeitung in Bezug auf den Sitz von Elisabeth Wehlings "Berkeley International Framing Institute" sowie in (ungewöhnlicher) Anlehnung ans Portal salonkolumnisten.com behauptete.
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-866.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 25. Februar 2019, 16:28
Zitat
Wir sprechen hier im Altpapier natürlich weder für den MDR Thüringen, der dankenswerterweise unser Auftraggeber ist, noch für den ganzen MDR, noch für die ARD. Dennoch formuliere ich Meinung: Die ARD ist sicher nicht auf den "ziemlichen Hokuspokus hereingefallen", wie vergangene Woche die Bild-Zeitung in Bezug auf den Sitz von Elisabeth Wehlings "Berkeley International Framing Institute" sowie in (ungewöhnlicher) Anlehnung ans Portal salonkolumnisten.com behauptete. […]
Quelle: im Vorkommentar verlinkter Artikel

Weshalb wurden denn diese Altpapier-Blogger vom mdr beauftragt, ein presse-ähnliches Erzeugnis im Internet bereit zu stellen? Ist nicht vereinbart worden, dass nur sendungsbezogene Texte ins Internet gestellt werden dürfen? Macht hier eigentlich jeder, was er will?


Edit "Bürger":
Bitte hier im Thread keine weitere Vertiefung der Frage der "Presseähnlichkeit" des MDR-"Altpapier"-Angebots, sondern bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: azdb-opfer am 25. Februar 2019, 19:03
Prof. Dr. Justus Haucap hat das Framing-Manual auf Twitter kommentiert:
Zitat von: Prof. Dr. Justus Haucap
Ich bekenne: Ich gefährde unmittelbar Pluralität und Freiheit in Deutschland, weil ich meine, dass die öffentlich-rechtlichen weniger Geld für Volksmusik, Sport und Seifenopern ausgeben sollten.... #ARD #ZDF #FramingManual
Quelle: https://twitter.com/haucap/status/1097390529208336386 (https://twitter.com/haucap/status/1097390529208336386)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: sparks am 25. Februar 2019, 19:06
deutschlandfunk, 25.02.2019
„Framing-Manual“
Sprachwissenschaftler: ARD bräuchte gar keine Image-Verbesserung
[...]
https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247 (https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247)
Zitat
Nach Ansicht des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch hätte es die ARD gar nicht nötig gehabt, ihr Image mit einem „Framing-Manual“ aufzupolieren.

Die ARD hätte dann besser Herrn Stepanowitsch schon vor 2 Jahren konsultiert. So hätten wir an "unserem gemeinsamen Rundfunkkapital" satte 120.000 Euro einsparen können. Offenbar schien es die ARD aber doch sehr nötig zu haben; welche Argumentationsnöte sie hat, kann man denn auch in dem Papier nachlesen.

Zitat
[...] In diesen Bevölkerunsggruppen treffe man kaum auf Diskussionsbereitsschaft, der Versuch eines „Re-Framing“, wie in dem Manual angedacht, sei deshalb überflüssig.
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247 (https://www.deutschlandfunk.de/framing-manual-sprachwissenschaftler-ard-braeuchte-gar.2850.de.html?drn:news_id=980247)

Zitat
[...] Ziel war es, zu analysieren, was es bewirkt, wenn man die eigene Arbeit mit bestimmten Begriffen beschreibt und welche Methoden helfen könnten, das eigene Image in der Öffentlichkeit zu verbessern.
Framing-Manual - Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf


Es ist also klar, daß dieses im Rahmen einer "kommunikativen Maßnahme" erstellte Dokument auf die Wirkung nach außen, und ganz besonders auf die Kritiker, abzielt und keine bloße interne Diskussionsgrundlage darstellt. Das geht auch aus dem Papier selbst eindeutig hervor.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 25. Februar 2019, 19:20
Es stehen also noch ein paar Treffen mit den jeweiligen Führungsetagen weiterer Landesrundfunkanstalten aus, na Karola Wille war ja offenbar schon durchgeschleust, wenn man ihre Reden so nachliest. Der Tom behält sich vor, nicht alle vorgeschlagenen Begriffe auch wirklich zu benutzen - aber irgendwie klingt jeder darin entworfene Begriff bekloppt, wenn man den Hintergrund kennt, aber OK, wir waren ja eh schon immer eine Nummer zu kritisch und haben jedes Komma hinterfragt.

Zu den Kosten: So wie ich das verstehen wurden schon 120 Kiloeuro für bisherige Leistungen ausgegeben, aber es ist der Auftrag noch nicht völlig abgearbeitet, es wird also mehr?
Oder ist das wie beim ÖRR-Erst kommt der Beitrag, dann der Auftrag?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ohmanoman am 25. Februar 2019, 19:38
Moin Moin

Jetzt hätten die NICHT ARD MEDIEN die Chance, schonungslos bei der Aufklärung mitzuwirken
und zu zeigen, was Journalismus ist und bedeutet und sich vielleicht ins rechte, äääähhhh nee helle, sonnige, warme, äähh grelle Licht zu setzen. Unglaublich für die guten Journalisten bei der ARD usw. !

Abscheuliches Rundfunk Desaster

Ohmanoman

Es gibt auch Interviewtes  von der Sprachforscherin Elisabeth Wehling im Netz.

Ooohhmanomannomannoanoman
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: azdb-opfer am 25. Februar 2019, 20:10
Es stehen also noch ein paar Treffen mit den jeweiligen Führungsetagen weiterer Landesrundfunkanstalten aus, na Karola Wille war ja offenbar schon durchgeschleust, wenn man ihre Reden so nachliest.
Befremdlich finde ich, dass sich bisher keiner der ARD-Mitarbeiter eindeutig und glaubwürdig von diesem Dokument distanziert.
Aufklärung sieht für mich anders aus.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 25. Februar 2019, 20:41
Distanzieren?! Sie sind mit folgendem geframed:

Zitat
In dem Workshop-Angebot für Mitarbeitende geht es darum, für den verantwortungsvollen Umgang mit Sprache zu sensibilisieren. Das menschliche Gehirn sucht stets nach einem Rahmen, der auch eine Deutung ermöglicht. Das geschieht immer und überall, da unser Kopf Sprache nur in Bildern erfassen kann. Ein Rahmen ohne Bild bleibt hingegen nur ein leerer Rahmen. Fakten und inhaltliche Argumente stehen immer im Vordergrund. Überzeugen müssen und wollen wir mit unserem Angebot für alle.
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_Was_hat_es_mit_dem_Framing_Manual_auf_sich_/5314070/index.html

Unter diesen Voraussetzungen können die Workshops nur fortgesetzt werden.

Nach diesem Sündenfall ist jetzt nötig, dass die Politik sie in einen neuen Rahmen setze.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Philosoph am 25. Februar 2019, 21:24
Bei der heutigen Existenzangstneurose wird das wohl zu viel Erwartung sein. Die meisten haben heute Angst, ihren Job zu verlieren und lassen sich deswegen schikanieren, sei dies durch hohe Arbeitsbelastung, zu lange Arbeitszeiten, Schichtdienst etc. Da wird die Hirnwäsche eben als arbeitsbedingte Schikane durchgestanden. Man versucht, nicht negativ aufzufallen, sich zu ducken und möglichst lange an der nicht schlechten Bezahlung teilzuhaben.
Ich weiß nicht, ob man hier wirklich menschlich einen Vorwurf machen kann.

Deutlich jedoch zeigt sich an diesem Prachtstück für "Neurahmung", 

Verehrte ARD-Familie,
ich bin kein Familienmitglied und vor 2013 habe ich mich ehrlich gesagt auch nicht mit dem Rundfunk beschäftigt. Ich wußte nicht, daß es "zuständige Landesrundfunkanstalten" gibt, daß es Rundfunkstaatsverträge gibt, die von unseren Volksvertretern abgenickt werden, nachdem sie vorher schon von den Ministerpräsidenten unterschrieben worden waren. Ich wußte nicht, daß es Rundfunk- und Verwaltungsräte gibt und daß diese noch immer (!), trotz des BVerfG-Urteils vom 25. März 20141, weder staatsfern noch justizfern besetzt sind. Ich wußte nicht, daß Rundfunkanstalten (damals noch) Gebührengelder zweckenfremden, um damit Gutachten zu ihren Gunsten zu erkaufen und diese direkt in die Landtage in Form von Gesetzen einzubringen und dort zu bewerben. Ich wußte nicht, daß die eigen(nützige) Auslegung dieser selbst eingebrachten Gesetze dann in die "unabhängige" Justiz eingeschleust wird und die Urteile im Prinzip Zitate daraus sind.
Von all dem hatte ich, muß ich ehrlich zugeben, keine Ahnung. Aber es hat mich ja auch nicht betroffen, da ich kein Rundfunkteilnehmer bin.
Es hat sich nichts daran geändert, daß ich noch immer keinerlei Interesse an den "Angeboten" der örR (und damit konsequent auch des privaten Rundfunks mehr) habe.
Vor 2013 galt für mich die Devise: "Leben und leben lassen." Seit 2013 sieht das jedoch anders aus. Ich fühle mich mißbraucht (Meldedatenabgleich, aufdringliches Anschreiben von Unternehmen, mit denen ich nichts zu tun habe, Zwangsanmeldung ohne Handlungsmöglichkeit, versuchte Schutzgelderpressung von "Rundfunkbeiträgen"). Und damit ist inzwischen der Bogen überspannt. Erwartet Ihr wirklich, daß wir uns damit abfinden, unser Leben lang für etwas zu zahlen, was sich als immer untragbarer erweist, dessen "Berichterstattung" nicht nur einfach fraglich ist, sondern aufgrund der nichtstaatsfernen Besetzung der Rundfunkräte, des offensichtlichen Lobbyismus in Politik und Justiz sowie der inzwischen nicht mehr hinnehmbaren Hetze gegen Menschen, die wie ich einfach nur rundfunkfrei sein wollen?

Wenn die ARD Änderungsbedarf hat - das läßt sich wohl nicht mehr wegdiskutieren - so hätte schon vor Jahren ein sinnvoller Weg gefunden werden können. Das, was sich inzwischen nur zunehmend verschlimmert, war nicht die richtige Entscheidung.

Was inzwischen an Vertrauensbruch verursacht wurde, läßt sich nicht weg-framen. Es läßt sich aber immer weiter verschlimmern.

"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht." (Altes Kulturgut)



1BVerfG, Urteil vom 25. März 2014, 1 BvF 1/11 u. 4/11
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/03/fs20140325_1bvf000111.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 25. Februar 2019, 22:48
[...]
Wenn die ARD Änderungsbedarf hat - das läßt sich wohl nicht mehr wegdiskutieren - so hätte schon vor Jahren ein sinnvoller Weg gefunden werden können. Das, was sich inzwischen nur zunehmend verschlimmert, war nicht die richtige Entscheidung.

Was inzwischen an Vertrauensbruch verursacht wurde, läßt sich nicht weg-framen. Es läßt sich aber immer weiter verschlimmern.

"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht." (Altes Kulturgut)

Sie versuchten den Verlust an Vertrauen und Glaubwürdigkeit mit Zwang auszugleichen. Das Feuer mit Benzin zu löschen.

Es lautet, der Politik sei gelungen, die Finanzierung des öffentlich rechtlichen Rundfunks zu sichern.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit verschwand aber weiter und noch schneller, nicht nur bei Rundfunkanstalten.

Und das wird als Dienst für die Demokratie dargestellt.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PitB am 25. Februar 2019, 22:51
Jetzt muß ich doch noch einmal nachhaken:

Soweit ich das noch zusammenbringe, hat die Linguistin sich damit verteidigt, daß sie nur das dokumentiert hat, was ihr beim örR vorgesagt worden ist. Die verwendeten Begriffe stammen also nicht von ihr, die Printdokumentation trägt aber ihren Namen.

Ein paar Threads später lese ich, daß sich die Öberen der LRAs noch zu den stattzufindenden Workshops einzufinden haben. D.h., die haben ja gar nichts gesagt.

Somit steht für mich Aussage gegen Aussage. Anders ausgedrückt bekommt man das Gefühl, hier wedelt der Schwanz mit dem Hund.

Hab ich das alles also noch nicht richtig im Kasten oder falle ich schon aus dem Rahmen?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 25. Februar 2019, 23:16
Hab ich das alles also noch nicht richtig im Kasten oder falle ich schon aus dem Rahmen?

Die Leitwissenschaft war im Mittelalter die Logik, die in der Neuzeut von der Physik abgelöst wurde: wer das leuchtende Mittelalter nicht würdigt, mag beim genauen Lesen aus dem Rahmen fallen.

Es ist nicht Aussage gegen Aussage. Keine Widersprüche. Lediglich zerstreute Informationen auf Raten. Lies bitte genau die Zitate weiter oben unter
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg189514.html#msg189514

Das Framing Manual fasst das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Sender und Frau Wehling zusammen und ist gleichzeitig die Unterlage für weitere Zusammenarbeit zwischen Sender und Frau Wehling.

Intensive Zusammenarbeit, um das Manual zu erstellen, und intensive Zusammenarbeit, um weitere Workshops mit dem fertigen Manual zu veranstalten.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 26. Februar 2019, 07:03
Also eines ist doch wohl absolut logisch:
Man arrangiert sich nicht eine Sprachexpertin für 120.000 Mücken um diese dann Vorgesagtes schriftlich festzuhalten. Das könnte eine interne Schreibkraft nämlich wesentlich günstiger erledigen.

Es dürfte wohl eher darauf hinauslaufen, dass sie der Sprachexpertin ihre Probleme geschildert haben und diese dann beauftragten, Floskeln und Strategien zu entwickeln, um diese Probleme "wegzuframen".

Natürlich versuchen sie das mit schöner Regelmäßigkeit auch selbst, aber sie wissen auch, dass das nur bei ganz naiven Schäfchen wirklich funktioniert.
Fast schon wie nach einem Stundenplan tauchen immer wieder diese sogenannten repräsentativen Umfragen auf, mit Werten, wo man sich ernsthaft fragt, warum eigentlich nicht sofort auf 100% aufgerundet wird. Hinzu kommen Selbstbeweihräucherungsorgien, die geradezu vor Schleim triefen, so dass man immer ein Taschentuch zur Hand haben sollte.
Die naive Vorstellung dahinter: Wenn man das nur oft genug wiederholt, werden es die Menschen schon fressen. Aber das ist ein Trugschluss.
Das wird auch nicht mit den von dieser Sprachexpertin entwickelten "Frames" funktionieren.

Ein Beispiel dazu aus der Wirklichkeit: (Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Ich meine hier nicht die gescriptete Realität.)

Anfang der 90er Jahre ging in unserem Kreis ein neues privates Lokalradio an den Start. Dieser Sender war wirklich cool. Die Moderatoren waren richtig locker drauf - (Beispiel einer Moderatorin am Morgen an die Zuhörerinnen: "Da Männer bekanntermaßen erst auf den Busen und dann auf Po und Beine starren, können Sie sich das Schminken heute Morgen eigentlich sparen.") - und nicht so steif wie die "Öffis" und die Musik war überwiegend aktuell und gut ausgewählt.
Ich habe diesen Sender eine ganze Zeit lang gerne gehört. Aber es gab auch eine Nebenerscheinung. Fast gefühlte 10-20 Mal in der Stunde wurden Sprüche eingespielt wie: "Die beste Musik." oder "Der beste Mix."
Irgendwann war das einfach nicht mehr zu ertragen. Da konnte der Sender noch so gut sein, ich habe ihn nicht mehr eingeschaltet.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat ein Problem, welches er anscheinend in dieser Dimension nicht vorhergesehen hat. Aber dieses Problem hat er sich selbst geschaffen.
Er leidet an einem stetig zunehmenden Akzeptanzverlust (und Realitätsverlust, wenn er das sich selbst gegenüber leugnet).
Und wie reagiert der öffentlich-rechtliche Rundfunk darauf? Versucht er vielleicht an den Missständen, die ihm sehr wohl bekannt sind, etwas zu ändern?
Nein, er beauftragt stattdessen eine Sprachexpertin um diese Missstände mit moralischer Farbe einfach zu überpinseln.
Es ist genauso, als wenn man versucht einen Schimmelfleck zu überstreichen. Der Schimmel bleibt unter der Farbe bestehen und er wird immer wieder durchkommen.

Es soll also die moralische Schiene gefahren werden. Die kann ich aber auch.
Wie moralisch ist es, wenn man älteren Menschen, die sich meist nicht mehr wehren können, den Zwangsvollstrecker auf den Hals hetzt?
Wie moralisch ist es, wenn eine junge Mutter samt Säugling in "Geiselhaft" genommen wird und der Vater das "Lösegeld" von der Bank besorgen muß um seine Frau mit Kind wieder "freizukaufen"?
Wie moralisch ist es, wenn einem Menschen wegen einiger läppischer Kröten das Auto weggepfändet und zwangsversteigert wird?
Wie moralisch ist es, wenn eine Frau rund 2 Monate in Haft kommt und dadurch sogar ihren Arbeitsplatz verliert?
Wie moralisch ist es, wenn gegen bestimmte Menschen eine wahre Hetzkampagne gefahren wird, die ihren bisherigen Höhepunkt in diesem "Manual" ab Seite 60 erreicht hat? (Sollte sich wirklich jeder aufmerksam durchlesen und auch reflektieren, was dort zum Besten gegeben wird. Und man sollte auch berücksichtigen, womit sich diese "Sprachexpertin" während ihres Studiums befasst hat.)
Und ja, ich rede hier von Menschen, die keinen Rundfunk nutzen. Zuerst hat man es mit Diffamierungen ala "Schwarzseher" oder gar "Zechpreller" versucht. Dann ging man einen Schritt weiter und versuchte sie in die "rechte Ecke" zu stellen.
Und jetzt werden sie gar als "Beitragshinterzieher" oder "demokratiefern" bezeichnet, oder machen sich des "Loyalitätsbruchs" schuldig und stopfen sich das Geld in die eigene Tasche. (Von welchem Geld schwafelt diese "Sprachexpertin" eigentlich?)
Schlimmer noch, diese "Sprachexpertin" versucht sogar sie von den "ehrlichen Bürgern" auszugrenzen.

An dieser Stelle eine Frage an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk:

Wenn es denn der Wille unserer Eltern und Großeltern war, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk von allen zu finanzieren ist, warum wurde er dann nicht seit seiner Gründung durch eine allgemeine Abgabe, die von jedem Haushalt zu entrichten ist und unabhängig vom Vorhandensein eines Empfangsgerätes finanziert?

Vielleicht, weil unsere Eltern und Großeltern nicht im Traum daran gedacht hätten, dass es jemals soweit kommen könnte? Anscheinend hielten sie eine Gebührenfinanzierung für das geeignete Mittel.

In einem gewissen Zeitabschnitt der Geschichte dieses Landes wurde schon einmal gegen eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung gehetzt. Die Folgen dürften allgemein bekannt sein. (Frau Wehling hat sich ja eingehend damit beschäftigt.)
Was in diesem "Manual" ab Seite 60 zu lesen ist, unterscheidet sich kaum noch von den Methoden von damals.

Wie weit ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereit zu gehen, um seine (eigennützigen) Interessen durchzusetzen? Wie weit ist er bereit, sich der Methoden von damals zu bedienen?
Nein, mein lieber öffentlich-rechtlicher Rundfunk, da reicht selbst eimerweise moralische Farbe nicht mehr aus, um den ganzen Schimmel zu überdecken.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 26. Februar 2019, 10:20
Übermedien, 19.02.2019

FRAMING-GUTACHTEN FÜR DIE ARD
Eine absurde Debatte um ein misslungenes Papier


En Kommentar von Stefan Niggemeier
[Offenlegung: Ich habe eine wöchentliche Radiokolumne auf Radio Eins vom rbb, der zur ARD gehört.]
[…]

Weiterlesen auf:
https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/ (https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/)

Interview mit S. Niggemeier auf Radio Eins (rbb), Thema "Framing Manual"
https://www.radioeins.de/themen/kommentare_kolumnen/kolumnisten/stefan-niggemeier.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

Direktlink zum Audiofile (mp3, ~ 5:40min, ~6 mb)
https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/f8/a4/ed68f608-7302-4150-9617-34a693094def/93b1536d-8b06-4bca-90a7-5b8849532d53_d9c45404-d02a-48bd-a14d-59569e6ee526.mp3(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 26. Februar 2019, 11:18
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tv_spielfilm.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tv_spielfilm.png

TV Spielfilm, 25.02.2019

WDR-Intendant Tom Buhrow: "Wir haben das beste Rundfunksystem der Welt"

Mit der Diskussion um das sogenannte "Framing Manual" ist auch die Debatte um den Rundfunkbeitrag wieder in Gang gesetzt worden. WDR-Intendant Tom Buhrow versucht, zu beruhigen. Das ARD-Papier sei nicht mehr als ein "gefundenes Fressen" für die Boulevardpresse.

Von  Steven Sowa

Zitat
[…] Es sei wichtig, zu differenzieren. So sei das "Framing Manual" lediglich die "Arbeitsgrundlage" einer Wissenschaftlerin. "Ich kenne keinen in der ARD, der diese Begriffe zwanghaft benutzt. Ich schon gar nicht", so Buhrow, der zwar in einen dieser Workshops zum Thema gehen werde, sich aber "mit Sicherheit nie vorschreiben" lasse, was er zu sagen habe. Jeder müsse selbst entscheiden, welche Schlussfolgerungen er aus diesem Papier ziehe.

Der WDR-Intendant sieht in der jüngsten Debatte "ein Symptom der Lust, bei uns nach Fehlern zu suchen. Also ein gefundenes Fressen“. […]

Für ihn sei trotz der heißen Diskussion eines klar: "Wir haben das beste Rundfunksystem der Welt." Ob mit oder ohne Framing.

Weiterlesen auf:
https://www.tvspielfilm.de/news/tv/wdr-intendant-tom-buhrow-wir-haben-das-beste-rundfunksystem-der-welt,9776727,ApplicationArticle.html (https://www.tvspielfilm.de/news/tv/wdr-intendant-tom-buhrow-wir-haben-das-beste-rundfunksystem-der-welt,9776727,ApplicationArticle.html)

Anmerkung:
Zitat
Es sei wichtig, zu differenzieren
Differenzieren ist wohl eher die Stärke der Rundfunkbeitragskritiker  ;)
Zitat
"Ich kenne keinen in der ARD, der diese Begriffe zwanghaft benutzt.
lassen wir einmal zwanghaft weg - wie sieht es dann aus?
Zitat
Symptom der Lust, bei uns nach Fehlern zu suchen
Suche/Aufdeckung und Nennung vorhandener und noch verborgener struktureller Probleme der ör-Rundfunkanstalten einmal schnell in die negative Ecke "weggegeframed".
Zitat
"Wir haben das beste Rundfunksystem der Welt."
eher:  Wir könnten möglicherweise das beste Rundfunksystem der Welt haben, wenn die zahlreichen Probleme (Beitragszwang, teuerster örR der Welt, verfassungswidrige Rundfunkgremien, Klüngelei und Lobbyismus, mit Fehlern bespickte Berichterstattung (vorsichtig ausgedrückt), Intransparenz, unvergleichbare Arroganz der "örR-Entscheidungsträger", fehlendes Mitspracherecht der Beitragszahler, Ignorieren von kritischen Anfragen, "Eigen-Framing-PR" ohne Ende....) nicht wären."
Dass der Deutsche örR eher schlecht im internationalen Vergleich abschneidet, das sieht man u.a. hier:
McKinsey-Studie kritisiert Öffentlich-Rechtliche - Hermann Eicher erbost (man beachte die Relation Kosten/Nutzen in der Grafik)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24485.msg155397.html#msg155397
und hier
Wenig Kosten, wenig Quoten: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Kanada (man beachte auch hier die Grafik im Anhang)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28418.msg178905.html#msg178905

Dass es auch besser und gleichzeitig preiswerter geht, ist u.a. hier belegt:
Sender ohne Rundfunkbeitrag - Frau Eldrups Gespür fürs Fernsehen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29790.msg186586.html#msg186586
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 26. Februar 2019, 11:22
Übermedien, 19.02.2019
FRAMING-GUTACHTEN FÜR DIE ARD
Eine absurde Debatte um ein misslungenes Papier

Quelle: https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/

Nach dem "Lesen" des obigen Beitrages kommt eine fiktive Person ganz offen zu folgender Meinung:

Alles, aber auch wirklich Alles, was in irgendeiner Form mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkern unter einem Hut steckt, wird  dieses "Framing-Manual oder besser wie beschrieben Framing-Gutachten" nicht verteufeln!  >:D
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 26. Februar 2019, 11:29
Weitere Pressemeldungen zum Thema:

Finanzmarktwelt, 25.02.2019
90.000 Euro für „Umerziehungshandbuch“ – ist die ARD auf eine Schwindlerin reingefallen?
Seit einigen Tagen schlägt das Thema Framing-Manual hohe Wellen. Die ARD hatte für eine „Studie“ insgesamt 120.000 Euro ausgegeben, und für die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling, welche die Studie erstellt hatte, ganze 90.000 Euro von dieser Gesamtsumme (wir berichteten).
https://finanzmarktwelt.de/90-000-euro-fuer-umerziehungshandbuch-ist-die-ard-auf-eine-schwindlerin-reingefallen-118242/

Tichys Einblick, 25.02.2019
NOCH SCHLECHTER GEHT IMMER - Der Kongress der Weißwäscher
Die Verteidiger des Framing-Manuals erweisen der ARD einen Bärendienst obendrauf.
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/der-kongress-der-weisswaescher/

RT Deutsch, 25.02.2019
Teures ARD-Sprachregelungs-Manual: Auch das dahinterstehende Institut ist wohl "geframed"
Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Wehling empfahl der ARD als Reaktion auf öffentliche Kritik eine gelenkte Debatte durch Framing. Außer dem Ratschlag wirft der Name des dahinterstehenden Instituts Fragen auf – nicht zuletzt die nach Ehrlichkeit.
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/84817-teures-ard-manual-auch-institut-scheint-geframed/

pro - christliches medienmagazin, 25.02.2019
Buhrow geht auf Distanz zu Framing-Papier
WDR-Intendant Tom Buhrow hält Sprachuntersuchungen nicht für anrüchig. Formulierungen aus einem umstrittenen Framing-Handbuch der ARD will er sich nicht vorschreiben lassen.
https://www.pro-medienmagazin.de/medien/fernsehen/2019/02/25/buhrow-geht-auf-distanz-zu-framing-papier/

digitalfernsehen.de, 25.02.2019
Framing Manual: Tom Buhrow gegen Verleumdung der Privaten
WDR-Intendant Tom Buhrow findet es richtig, sich mit dem Thema Framing zu beschäftigen. Aber Vorschriften, nur noch bestimmte Wörter zu benutzen, will er sich nicht machen lassen.
http://www.digitalfernsehen.de/Framing-Manual-Tom-Buhrow-gegen-Verleumdung-der-Privaten.175520.0.html

FAZ, 26.02.2019
Der Bürger wird ständig unterschätzt: „Framing“ als Modeerscheinung
Aus wissenschaftlicher Perspektive steht das Framing-Gutachten der ARD auf dürftigem Fundament. Das popularisierte Konzept mag gerade in Mode sein. Doch es beruht auf einer sehr schlichten Vorstellung vom Wesen politischer Debatten.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-buerger-wird-staendig-unterschaetzt-framing-als-modeerscheinung-16059644.html

kath.net, 26.02.2019
„Sehr geehrte Intendanten der ARD“
„Irgendetwas läuft da ständig schief“ - „Das Angebot steht, sich an einem Runden Tisch mit anderen Gruppierungen der Lebensrechtsbewegungen in Deutschland zusammenzusetzen.“ Programmbeschwerde von Christiane Lambrecht
http://www.kath.net/news/67066
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 26. Februar 2019, 12:56
Ich lese immer wieder das Wort "Framing-Gutachten". Mit einen Gutachten hat ein Manual (Handlungsanleitung) nichts zu tun !

Soweit ich die Diskussion verfolgt habe, hat Frau Wehling weder ihr Machwerk als Gutachten bezeichnet, noch sich selbst als Gutachterin ausgegeben. Oder habe ich etwas übersehen?
Hat jemand vom ÖRR dieses Manual als Gutachten bezeichnet? Das wäre interessant ...

Zu Gutachten und Gutachter gibt es eine treffende Beschreibung auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gutachten
Zitat
Ein Gutachten ist ein begründetes Urteil eines Sachverständigen über eine Zweifelsfrage.
....
Die allgemeine Vertrauenswürdigkeit wird in Deutschland durch die öffentliche Bestellung und Vereidigung, sowie die Zertifizierung oder Bestellung durch ein Gericht (z. B. gemäß § 404 ZPO) erreicht.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 26. Februar 2019, 13:21
WDR-Intendant Tom Buhrow:
"Wir haben das beste Rundfunksystem der Welt"

Das beste Rundfunksystem, natürlich! Darunter kann Thomas "Tom" Buhrow es selbstverständlich nicht machen. Welcher Frühstücksdirektor, dem man sein anstrengungsloses Leben jährlich mit 400.000 € versüßt, würde sich denn ernstlich beschweren und etwa von einem gierigen Saftladen sprechen, in dem er selbst am kräftigsten zulangt?

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 26. Februar 2019, 13:22
Ich lese immer wieder das Wort "Framing-Gutachten". Mit einen Gutachten hat ein Manual (Handlungsanleitung) nichts zu tun !

Soweit ich die Diskussion verfolgt habe, hat Frau Wehling weder ihr Machwerk als Gutachten bezeichnet, noch sich selbst als Gutachterin ausgegeben. Oder habe ich etwas übersehen ? Hat jemand vom ÖRR dieses Manual als Gutachten bezeichnet ? Das wäre interessant ...
[…]

Danke! Interessante Beobachtung!

Der Begriff "Gutachten" findet sich lediglich im Dateinamen der Veröffentlichung durch netzpolitik.org.
Frau Wehling hat ihr literarisches Werk "Framing-Manual" tituliert und bezeichnet es genau so auch im weiteren Text:

S.5
Zitat
Zum einen bietet das vorliegende Manual dafür konkrete Hinweise in Form von Narrativen, Schlagwörtern und Slogans […]
S.6
Zitat
Das Manual gliedert sich in drei Bereiche: […]
auf deren Grundlage die in diesem Manual vorgelegten Framings zur ARD­Kommunikation entwickelt wurden. Bei aus unserer Sicht besonders relevanten neuen Framings der ARD­Kommunikation geben wir in den Teilen 2 bis 4 des Manuals Einsicht in die empirische Herleitung einzelner Framings, damit die Dringlichkeit der jeweiligen Adaption in die neue Sprache deutlich wird.

Teile 1 bis 4 des Manuals enthalten die für die Themen Unser Rundfunk ARD (Legitimation), Freiheit (Unabhängigkeit), Beteiligung (Beitragsakzeptanz) und Zuverlässigkeit (Reform & Zukunft) […]
S.7
Zitat
[…] Realisierungen der in diesem Manual vorgelegten Framings […]
S.18
Zitat
[…] Indem Sie gleich die folgenden Teile dieses Manuals lesen und sich auf die Umsetzung der Framing­Methode für die Kommunikation der ARD vorbereiten […]
S.79
Zitat
(siehe Teile 1-4 des Manuals für die argumentative Ausstaf?erung der Idee)
S.80
Zitat
Indem Sie Teile 1 bis 4 des Manuals gelesen haben, wird Ihnen nicht entgangen sein, dass

Trefferquote für "Manual" somit 10
Trefferquote für "Gutachten" somit 0 (lediglich die Benennung des Files enthält den Begriff Gutachten)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 26. Februar 2019, 14:22
Ich lese immer wieder das Wort "Framing-Gutachten". Mit einen Gutachten hat ein Manual (Handlungsanleitung) nichts zu tun !

Das ist ganz einfach. Dem Werk ist eine Doppelfunktion zugedacht.

Für die beauftragte, interne Arbeit gilt es als MANUAL. Mit dem Leak erlangt es für uns Außenstehende den Rang eines Gutachtens. Die Bezeichnung des Dateinamens erfolgte sicher nicht ohne Grund.

Das Gutachten stellt durch seinen speziellen Hybridcharakter den tatsächlichen Zustand der ARD fest - und das besser als es jedes andere Gutachten je erledigen könnte.

Wir erhalten so die Möglichkeit den tatsächlichen Zustand der ARD dem gesetzlich geforderten Zustand gegenüber zu stellen.

Zum einen ermöglicht uns das, Antrag auf Befreiung zu stellen, da objektiv der dem Beitrag zugrunde liegende Vorteil nicht erzielbar ist. (s. BVerfG v. 18.7.2018 Rn. 80 f.)

Zum anderen zwingt es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in die öffentliche Debatte.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 26. Februar 2019, 14:35
[...]
Wir erhalten so die Möglichkeit den tatsächlichen Zustand der ARD dem gesetzlich geforderten Zustand gegenüber zu stellen.

Zum einen ermöglicht uns das, Antrag auf Befreiung zu stellen, da objektiv der dem Beitrag zugrunde liegende Vorteil nicht erzielbar ist. (s. BVerfG v. 18.7.2018 Rn. 80 f.)

Zum anderen zwingt es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in die öffentliche Debatte.

Wenn man nachweist, dass man in seiner Wohnung nicht empfangen kann, könnte man eventuell befreit werden.

Wir können aber mit ihren eigenen Gutachten und mit den Urteilen des BVerfG (ZDF Urteil) beweisen, dass wir nicht das empfangen können, wofür wir nach Gesetz zahlen sollen, trotzdem werden wir nicht befreit.

Man zahlt ja für die Möglichkeit: allein die Möglichkeit genügt, dass der Rundfunk das sendet, was er senden soll und nicht senden will.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 26. Februar 2019, 16:18
Das BVerfG hat keine gerätebezogene, sondern eine inhaltsbezogene Vorschrift erlassen. (s. BVerfG v. 18.7.2018 Rn. 80 f.)

Fehlt der (individuell zurechenbare) Vorteil, fehlt auch die Möglichkeit, den unterstellten Vorteil zu erzielen.


Edit "Bürger":
Bitte hier nicht in eine vertiefende Diskussion des BVerfG-Urteils abdriften, sondern bitte eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema dieses Threads bleiben, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und das Framing-Manual und die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.
Darüber hinausgehende Diskussionen wenn, dann bitte in gut aufbereitetem eigenständigen Thread mit aussagekräftigem Thread-Betreff führen, vorher jedoch bitte per Such-Funktion (https://gez-boykott.de/Forum/index.php?action=search) prüfen, ob nicht bereits Diskussionen dazu geführt werden.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Bürger am 26. Februar 2019, 17:41
Weitere Veröffentlichungen u.a.

World Wide Wagner, 23.02.2019
MEDIENMAGAZIN VOM 23.02.2019
aus
Radio1 rbb PodCast "Framing Manual"
(verlinkte Audio-Quelle bis zum 23.02.2020: rbb, radioeins)
[00:00] INTRO: “Staatsfernsehen” und “Nordkorea” | [01:04] Framing – Dr. Elisabeth Wehling | [06:57] Dr. Joachim Huber – Motive der Tagesspiegel-Veröffentlichung | [08:45] Dr. Susanne Pfab – 2017/ Beauftragung | [14:32] Dr. Joachim Huber – Gegenrede | [18:25] Daniel Bouhs – ARD-Kommunikation/Beratung | [22:56] Rainald Becker – Öffentlichkeit | [27:49] Dr. Susanne Pfab – Schutzräume | [29:04] Dr. Joachim Huber – Dr. Susanne Pfab – Resümee | [31:46] Daniel Bouhs – ARD/Claus Grewenig/RTL | [35:36] Dr. Susanne Pfab – Gegenrede | [37:09] Dr. Joachim Huber – Heuschrecke/Resümee/Tagesspiegel | [43:00] Bonus: Outtakes Dr. Susanne Pfab | [48:28] Bonus: Floskelwolke, #r1MM 19.03.2016
https://www.wwwagner.tv/?p=42275

Tagesspiegel, 24.02.2019
MEDIA Lab
Die ARD im Shitstorm
"Framing Manual": Frappierend ist, wie eine gefeierte Sprachwissenschaftlerin mit platter Propaganda und Parteinahme ihren Ruf als Forscherin gefährdet.
von Stephan Russ-Mohl
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/media-lab-die-ard-im-shitstorm/24033284.html

scilogs.spektrum, 24.02.2019
„Medien-Sprech“ in der ARD? Verfestigte Sprache in Politik und Medien
https://scilogs.spektrum.de/semantische-wettkaempfe/verfestigte-sprache/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Nichtgucker am 26. Februar 2019, 18:17
Ich habe gerade im Kiosk die neue Wochenzeitschrift "Bild Politik" vom 22.02.19 erworben. Der Titel lautet:

"Wie macht die ARD Politik mit dem Tatort"

Es gibt darin vier für uns relevante Abhandlungen:

Will die ARD uns umerziehen ?
Eine Auseinandersetzung mit dem dubiosen Framing-Manual von Elisabeth Wehling

Sind die Privat-Sender wirklich so anders, wie das das ARD-Papier behauptet ?
Eine Gegenüberstellung von Quiz-Sendungen ("Wer weiss denn sowas" vs. "Wer wird Millionar") , Boulevard-Magazinen ("Brisant" vs. "Taff") und Nachmittags-Soaps "Sturm der Liebe" vs. "Gute Zeiten, schlechte Zeiten")

Warum sind Arbeiter im "Tatort" so oft Verlierer ?
Klischees und Stimmungsmache u.a. "Linksextreme mit edlen Motiven" und "überforderte Dorfpolizisten"

So verzerrt können ARD-Berichte sein
Beispiele: Israel, Trump und Köthen, etc.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 26. Februar 2019, 18:41
Zitat
Das menschliche Gehirn sucht stets nach einem Rahmen, ...

Könnte es sich bei dem gesuchten Rahmen um den handeln, der um handelsübliche Flimmerkisten, auch als TV oder LCD-TV etc. bekannt, herum geführt ist, auf das die Kiste nicht auseinander oder jemandem auf die Füsse fällt? Inzwischen sind die so schmal, dass man sie recht leicht übersieht. Völlig klar, das man dann ein wenig suchen muss.
Tipp: den Finger auf die Nase des Tagesschausprechers bzw. der Tagesschausprecherin tippen, dann den Finger mit mäßigem Druck in eine beliebige Richtung führen. An der Stelle, wo ein Widerstand zu spüren ist, da ist er, der Rahmen.

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 26. Februar 2019, 18:45
Ich habe gerade im Kiosk die neue Wochenzeitschrift "Bild Politik" vom 22.02.19 erworben. Der Titel lautet:

Sind die Privat-Sender wirklich so anders, wie das das ARD-Papier behauptet ?

[...]

So verzerrt können ARD-Berichte sein
Beispiele: ....

Privatsender aus dem Axel-Springer-Verlag sind sicher ganz anders als ARD/ZDF/DRadio.

Allein, dass er die Affäre des Framing Manuals für die eigene Sache ausnutzt, zeigt die Qualität der Berichte aus dem Axel-Springer-Verlag.

Ich würde viel eher ARD-Berichten als Berichten aus dem Axel-Springer-Verlag vertrauen. Viel lieber den Rundfunkbeitrag zahlen als so ein Schrott, den Du freiwillig kaufst, abbonieren (zu müssen).

Der einzige uns hier relevante Unterschied zwischen ARD/ZDF/DRadio und Axel-Springer-Verlag ist: wir sind nicht gezwungen, die BILD und ihre Klone (Welt, usw.) zu kaufen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PitB am 26. Februar 2019, 22:11
Das Framing Manual fasst das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Sender und Frau Wehling zusammen und ist gleichzeitig die Unterlage für weitere Zusammenarbeit zwischen Sender und Frau Wehling.
Intensive Zusammenarbeit, um das Manual zu erstellen, und intensive Zusammenarbeit, um weitere Workshops mit dem fertigen Manual zu veranstalten.
Das heißt, es wird demnächst einen Linguistenbeitragsstaatsvertrag der Ministerpräsidenten der Länder geben, der von den Landesparlamenten gebilligt werden wird (gegen ehrenamtliche Plätze von Abgeordneten im Linguistenrat mit lukrativer Aufwandsentschädigung).

Natürlich versuchen sie das mit schöner Regelmäßigkeit auch selbst, aber sie wissen auch, dass das nur bei ganz naiven Schäfchen wirklich funktioniert.
Wie heißt es so schön: Ein Fehler bleibt ein Fehler auch wenn er 1000 mal falsch begangen wird.
Diese Weisheit wird sicher wieder weggeframed.

Ich würde viel eher ARD-Berichten als Berichten aus dem Axel-Springer-Verlag vertrauen. Viel lieber den Rundfunkbeitrag zahlen als so ein Schrott, den Du freiwillig kaufst, abbonieren (zu müssen).
Das würde ich nicht unbedingt vorschlagen. Vor Jahren, als ich noch die ARD schaute, begann ein Jan Hofer mit seiner Nachricht: "Wie die Bild-Zeitung berichtet ...". Das ist mir noch so krass in den Ohren - und damit war die Seriosität der ARD-Nachrichten für mich gestorben. Den Bezug bevorzuge ich aber auch nicht.

Letztlich suchen sich beide ihre Informationen aus dem allgemeinen Pool der Presseagenturen, Stockfotos und -videos usw. zusammen und verkaufen das dann so, als hätten sie es selbst "erfunden". Im Prinzip kann das heute mit Internet jeder selber machen, wenn er denn die Zeit dazu hätte. Das ist die Situation, wie es die Pferdedroschkenkutscher erfahren mußten, als die motorisierten Taxis die Straßen bevölkerten. Die Droschkenkutscher, die den Führerschein machten überlebten.


Edit "Bürger":
Bitte hier nicht in allgemeine und/oder inhaltliche Diskussionen abgleiten, sondern bitte eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema dieses Threads bleiben, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und das Framing-Manual und die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 27. Februar 2019, 10:09
Süddeutsche Zeitung,  27.02.2019
ARD-"Framing Manual"
"Ich habe noch nie einem Kunden vorgeschrieben, was er sagen soll"
Elisabeth Wehling hat das umstrittene ARD-Papier erstellt. Ein Gespräch über interne und öffentliche Begriffe.

Interview von Detlef Esslinger

https://www.sueddeutsche.de/medien/elisabeth-wehling-framing-ard-linguistik-sprachwissenschaft-1.4346478

Zitat
[...] Ich habe vor zwei Jahren ein internes Beratungspapier von knapp 90 Seiten erstellt. Das ist jetzt in die Öffentlichkeit gebracht worden, einzelne Stellen wurden dabei aus dem Zusammenhang gerissen und für eine Skandalisierung genutzt. Das ist natürlich unschön.

Es ist ein Skandal, und es ist unschön, was mit uns gemacht wird.

Zitat
Und es als Sprachanweisung für die ARD zu interpretieren, ist schlicht falsch. Es gibt seit Jahren Kampfbegriffe, die gegen die Öffentlich-Rechtlichen verwendet werden. Die wurden analysiert. Und anschließend wurde diskutiert, dass man etwa globale Konzerne ebenso mit Begriffen belegen könnte - die dann das Denken über sie lenken würden.

Sie gesteht also, dass es mit  "medienkapitalistischen Heuschrecken" um Ablenkung geht. Und damit haben Journalisten und Politik gut abgelenkt. So lange Konzerne mich zu einer Beziehung mit ihnen nicht zwingen, brauche ich nicht, mich mit ihnen zu beschäftigen.

Zitat
[...] Aber die Vorstellung, dass wir die Welt rein objektiv begreifen können, ist durch breite Forschung widerlegt.[...]

Da versucht sie uns, wie  ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab, die pseudophilosophische Weltanschauung ihrer Pseudowissenschaft aufzudrängen. Ich bestehe auf meine Rechte nach Art. 4 GG.

Zitat
Wie lange haben Sie dafür gearbeitet?

Es gab eine Reihe von Workshops, ich habe das Papier auf Basis der Arbeit mit dem Kunden erstellt. Darin wurden Inhalte aus den Workshops aufgegriffen, zusammengefasst und widergespiegelt. Der Prozess lief über mehrere Monate.

Was heißt "mehrere"?

Die Arbeit fand 2017 über mehrere Monate statt. Wie das ARD-Generalsekretariat ja mitgeteilt hat, belief sich die reine Projektarbeit auf 90 000 Euro. Weitere 30 000 Euro betreffen weiterführende Workshops.


Hier haben wir es wieder: der Inhalt wuchs aus dem Mist der ARD.

Zitat
Ich berate auf der Grundlage meiner wissenschaftlichen Kenntnis. Es wundert mich, dass mancherorts nun behauptet wird, ich hätte der ARD ein wissenschaftliches Gutachten geschrieben. Es enthält noch nicht einmal Fußnoten. Damit müsste eigentlich jedem schnell klar sein, dass hier kein wissenschaftlicher Text vorliegt.

Ein Manual, Ein Handbuch, Anleitungen, nicht Gutachten.

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MMichael am 27. Februar 2019, 10:11
ARD regelt mehr als Sprache
Die dicksten Lügen haben die größten Quoten
Autor: U. Gellermann
Datum: 22. Februar 2019

Zitat
Von BILD bis „Junge Welt“: Das 120.000-Euro-Gutachten der ARD zum „Framing“ wird zwischen Hochstapelei und Manipulations- Handbuch eingeordnet. Und – selten genug – beide haben Recht. Und beide greifen zu kurz: Das „Framing Manual“ ist ein ideologisches Manifest der ARD, das alle vorhandenen gesetzlichen Regularien und Grundlagen der ARD durch Ignorieren außer Kraft setzt und die Machtergreifung einer hauseigenen, hausgemachten Glaubensgemeinschaft predigt. So organisiert man Gefolgschaft. Erst nach innen, bei den aktiven Trägern der Ideologie, den Redakteuren, dann bei den Zuschauern, die letztes Ziel der Ideologisierung sind. Fraglos ist Elisabeth Wehling, die Autorin des Manuals, keine simple Propaganda-Röhre. Aber ihre ARD-Glaubenspredigt hat alle Züge der klassischen, sektiererischen Formierung einer Kampfgemeinschaft. Was zu beweisen ist.
Quelle: https://www.rationalgalerie.de/home/ard-regelt-mehr-als-sprache.html

Zitat
Wer, wie die ARD allein im Jahr 2017 mehr als 320 Millionen Euro aus dem Werbe-Fernsehen eingenommen hat, der ist längst im Kommerz-Lager angekommen. Der Kampf um den fetten Kuchen aus der Werbung zwischen privaten Verlegern und den Öffentlich-Rechtlichen spielt in Wehlings Manual einfach keine Rolle. So wird die Wirklichkeit durch Ausblendung zugunsten der Sekten-Wahrheit verengt.
>:D
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 27. Februar 2019, 10:31
Ich hätte nur zwei Fragen an Frau Wehling:
Warum werden unbescholtene Bürger verbal in den Schmutz gezogen? Was haben Ihnen diese Bürger getan?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: sparks am 27. Februar 2019, 10:39
Kommentar zum Artikel in der Züricher "Medienwoche" v. 21. 2. 2019:
«Framing-Manual» der ARD: ein Dokument der Hilflosigkeit
Zitat
Der erste ARD-Verantwortungsträger, dem dieses schlimme Machwerk vorgelegt wurde, hätte es sofort aus dem Verkehr ziehen und den weiteren Prozess stoppen müssen, wenn es tatsächlich einen moralischen Anspruch an das eigene Handeln und Verhalten gegeben hätte. Dass es jetzt sogar noch verteidigt wird, ist unbegreiflich.
https://medienwoche.ch/2019/02/21/framing-manual-der-ard-ein-dokument-der-hilflosigkeit/

Artikel siehe weiter oben unter
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg189418.html#msg189418
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: MichaelEngel am 27. Februar 2019, 10:46
Der von der Züricher "Medienwoche" erwähnte Prozess ist seit langem in Gang. Die Politik unterstützt ihn, anstatt entsprechend ihrer Verantwortung ihn zu stoppen und rückgängig zu machen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: sparks am 27. Februar 2019, 10:55
Der von der Züricher "Medienwoche" erwähnte Prozess [...]
Es handelt sich um den Kommentar eines Lesers.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 27. Februar 2019, 12:02
Weitere Veröffentlichungen u.a.
World Wide Wagner, 23.02.2019
MEDIENMAGAZIN VOM 23.02.2019
aus
Radio1 rbb PodCast "Framing Manual"
(verlinkte Audio-Quelle bis zum 23.02.2020: rbb, radioeins)
[00:00] INTRO: “Staatsfernsehen” und “Nordkorea” | [01:04] Framing – Dr. Elisabeth Wehling | [06:57] Dr. Joachim Huber – Motive der Tagesspiegel-Veröffentlichung | [08:45] Dr. Susanne Pfab – 2017/ Beauftragung | [14:32] Dr. Joachim Huber – Gegenrede | [18:25] Daniel Bouhs – ARD-Kommunikation/Beratung | [22:56] Rainald Becker – Öffentlichkeit | [27:49] Dr. Susanne Pfab – Schutzräume | [29:04] Dr. Joachim Huber – Dr. Susanne Pfab – Resümee | [31:46] Daniel Bouhs – ARD/Claus Grewenig/RTL | [35:36] Dr. Susanne Pfab – Gegenrede | [37:09] Dr. Joachim Huber – Heuschrecke/Resümee/Tagesspiegel | [43:00] Bonus: Outtakes Dr. Susanne Pfab | [48:28] Bonus: Floskelwolke, #r1MM 19.03.2016
https://www.wwwagner.tv/?p=42275
...

Fassen wir zusammen: Dem Tagesspiegel scheint so ein Manual erst kürzlich zugespielt worden zu sein. Möglicherweise auch anderen Medien, die die Brisanz nicht erkannt haben.
Der Tagesspiegelredakteur hat die Sache erstmalig auf den Medienseiten der Zeitung veröffentlicht (das ist die vorletzte Seite im letzten Buch der Zeitung, da geht es um Kultur im weiteren Sinne, die allerletzte Seite dieses Buchs (meist die Rückseite der gesamten Zeitung) ist die vermischte Weltnachrichtenseite).

Unklar ist, warum an unscheinbarer Stelle veröffentlicht wurde, statt einen großen Aufhänger draus zu machen, entweder hat er sich nicht getraut, oder die Tragweite nicht vollständig erfaßt.
Ich vermute, daß es sich bei der Quelle um einen Teilnehmer dieser dubiosen Workshops handelt.

Die Unternehmensberaterin (Vergleiche Artikel der Süddeutschen Zeitung:
https://www.sueddeutsche.de/medien/elisabeth-wehling-framing-ard-linguistik-sprachwissenschaft-1.4346478) wurde vom Rundfunk entdeckt (es ist nicht ganz klar, ob sie zeitgleich mit ihrem Manual durch die Talkshows tingelte) und man hielt sie für geeignet, den Ruf des ÖRR positiver zu besetzen.
Unterstellen wir mal Frau Wehling eine gewisse Unerfahrenheit im Unternehmertum (bisher hatte sie ja nur Bücher veröffentlicht und sich in Amerika eine gewisse Aufmerksamkeit verschafft), sonst würde es auf ihrer Unternehmensseite auch ein Impressum mit direkten Kontaktdaten geben, man würde sich nicht hinter Ortsbezeichnungen verstecken und eine nachprüfbare Firmenadresse haben. Komisch, daß es unter diesen Umständen so viele Referenzen gibt (irgendwem sollte das doch mal auffallen), aber vielleicht ist die Frau wirklich so gut (und so ein Auftrag auch tatsächlich 120 Kiloeuro wert), daß dem Auftraggeber das egal ist, solange es eine ordentliche Rechnung aus dem Küchenbüro gibt.
Wenn wir nicht so kritisch wären, könnten wir doch tatsächlich auf das Framing hereinfallen, daß Leute bescheuert formulieren ist doch nichts neues und "unser freier Rundfunk ARD" klingt doch auch prima, die Frau hat ihren Auftrag also vollumfänglich erfüllt, was man ja sonst bei Unternehmensberatern nicht erwartet.
Dieser Auftrag und seine Umsetzung wären bei jedem X-beliebigen Unternehmen zur Optimierung der Werbestruktur oder Kundenbindung überhaupt kein Grund zur Kritik, das machen alle so.

Das Geschmäckle ist ausschließlich darin begründet, daß die Allgemeinheit erwartet, daß der ÖRR seinen schwammigen "Auftrag" erfüllt (und aktuell dafür mit dem Zwangsbeitrag auf Wohnen finanziert wird).
Mit Umstellung von der Gerätefinanzierung auf eine Wohnungsabgabe wird dummerweise der Kreis derer, die berechtigte Erwartungen haben dürften größer, der nur-Radio-Hörer zahlt inzwischen das Dreifache, ohne daß er jetzt eine dreifache Leistung bekäme oder sein Sender dreimal objektiver dafür wird, der Nichtnutzer hat gar nichts davon, daß ihm eine Möglichkeit eingeräumt wird.
Dazu kommt eine gegenläufige Bewegung, alte Nutzer sterben und es wächst keine adäquate Menge von Nutzern nach. Wenn aber allen auch noch zwangsweise das Geld aus der Tasche gezogen wird, dann ist doch eine Erwartung, dafür einen Gegenwert zu bekommen, legitim.

Und genau das ist das Problem, Verzeihung, die Herausforderung.
Es erwarten jetzt deutlich mehr Menschen etwas für ihr Geld, dies alleine als Demokratieförderung (sozusagen für den guten Zweck) zu verkaufen ist zu wenig, dafür zahlen wir schon Steuern.
Wenn jemand es nutzt, dann erwartet der Benutzer, daß seine Bedürfnisse befriedigt werden, ich kann mir nicht vorstellen, daß es soviele Leute gibt, die ein Bedürfnis nach Manipulation und Verarsche haben. Auch dem Nichtnutzer muß man irgendwie seine finanzielle Beteiligung nachvollziehbar machen, es muß also auch seinem Bedürfnis entsprechen, Kohle dafür abzudrücken, daß andere gut und objektiv informiert werden.
Weil es innerhalb der verkrusteten Strukturen nicht gelingt, Erwartungen (für den Gegenwert des Geldes) zu erfüllen, muß man also die Sache schönreden, dies ist der Skandal!
Nun ist der ÖRR in der bequemen Lage, daß ihm zwar die Benutzer weglaufen können, aber nicht die Finanzierer, insofern bedarf es des Schönsprech auch gar nicht, das ist der nächste Skandal!

Deshalb wäre es an der Zeit, den grundsätzlichen Skandal nachzuverfolgen: Überteuerte und mangelhafte Aufgabenerfüllung, dies finanziert aus einer Zwangsabgabe auf Wohnen, die mit der eigentlichen Dienstleistung nur sehr abstrus in Verbindung gebracht werden kann.
Da erwarte ich von sämtlichen Medien eine Aufklärung darüber, warum das so im Argen liegt.
Warum die privaten Rundfunkveranstalter da nicht dabei sind, haben wir ja schon herausgearbeitet, zu schwerwiegend wären die wirtschaftlichen Folgen für diese Unternehmen, wenn die bisherige Struktur umgekrempelt wird, die wirtschaftlichen Nachteile für andere Medien sehe ich soweit nicht, außer daß das Stellen der Machtfrage immer auch andere negative Auswirkungen hat.
Die Verteidigung des Status Quo des ÖRR ist nachvollziehbar (wer will schon gerne etwas verlieren) aber gemessen an den Erwartungen der Bezahler dreist bis unverschämt, insbesondere wenn man für die Aufrechterhaltung dessen auch noch mehr Geld haben möchte (sogenannte Beitragsanpassung).
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 27. Februar 2019, 12:05
Wird in den Statements des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht immer wieder behauptet, dieses "Manual" diene lediglich als Diskussionsgrundlage?
Laut Äußerung von Frau Wehling scheint es aber eher das Ergebnis diverser Diskussionen zu sein.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 27. Februar 2019, 13:05
Das Interview in der Süddeutschen Zeitung mit Frau Wehling war da sehr erkenntnisreich, inzwischen halte ich das Salär der Frau für Ihre Leistung auch nachvollziehbar, wenn nicht sogar angebracht, verglichen mit den Tagessätzen anderer Unternehmensberater.
Halbwegs klar ist, was die Zielstellung von Frau Wehlings Arbeit war. Andere überzeugen kann man nur, wenn man selbst von dem überzeugt ist, was man sagt. Insofern ging es einmal um das (Er-)Finden neuer Begriffe, die positiv besetzt sind oder noch werden können. Die können durchaus gemeinsam in den Workshops erarbeitet worden sein, sonst hätte man ja auch eine Werbeagentur beauftragen können. Sowas treibt auch mal Stilblüten, insofern ist es auch legitim, das erarbeitete Papier nicht an die Öffentlichkeit zu bringen. Es geht in den Workshops darum, die Führungseliten wieder auf ihren Arbeitgeber einzuschwören und Multiplikatoren zu schaffen. Es ist halt nicht sonderlich überzeugend wenn jemand ehrlicherweise sagt: Ich mach das nur, weil ich nirgendwo anders soviel Geld für sowenig Arbeit kriege (das würden Psychologen als innere Kündigung interpretieren), oder gar: Ich ziehe meine Befriedigung daraus, daß aufgrund meines Einflusses die Leute täglich verarscht werden.
Es wird in vielen Unternehmen auf unterschiedliche Art und Wiese praktiziert, die Mitarbeiter auf ihren Arbeitgeber einzuschwören, ihnen auch ein gutes Gefühl zu geben, genau an der richtigen Stelle für den "richtigen" Arbeitgeber tätig zu sein (naja, bei WalMart hatte man sich mit dem arbeitstäglichen Treffritual äußerst lächerlich gemacht, was in Amiland funktioniert, sieht in Deutschland halt bescheuert aus, klar daß die Mitarbeiter nicht freiwillig mitmachen wollten).
Das Problem ist, daß dem ÖRR ein ziemlicher Wind entgegenbläst, zum einen wegen des Zwangsbeitrages, zum anderen wegen schwindenen Vertrauens und Erwartungsenttäuschung.
Da mag also der ÖRR-Mitarbeiter noch so von seiner Arbeit und der "guten Sache" überzeugt sein, spätestens im Austausch mit anderen Menschen gibt es Kritik. Diese Kritik kann er nicht weiter nach oben tragen, weil er dort auf taube Ohren stößt (ich sage nur Politbüro, die litten auch an Realitätsverlust - äh eigentlich nicht, die Bevölkerung litt unter deren Realitätsverlust...) oder weil er es aus persönlichen Grunden nicht machen würde ("Chef, ich habe festgestellt, daß ich überbezahlt bin...).
Es geht dann darum, Zweifel an der Arbeit auszuräumen, dafür braucht man dann Unterstützung.
Das kann im Vorfeld oder im drohenden Krisenfall gemacht werden, sofern der Arbeitgeber ein Interesse daran hat, daß dieser Mitarbeiter weiter sein Unternehmen vertritt, repräsentiert oder für kollegiale Stimmung sorgt.
Also nichts besonderes, wenn einem an der Motivation der Mitarbeiter für ein gutes Arbeitsergebnis gelegen ist.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 27. Februar 2019, 13:08
Trotz Urteil BVerfG 18. Juli 2018 können Nichtzuschauer ihre Befreiung beantragen.
Oberflächliches Denken beherrscht zwangsläufig die nichtjuristische Welt und die ARD-Juristen nutzen das aus für ein FRAMING der Bürger, Journalisten, Gerichte.
Wenn das Bundesverfassungsgericht das Gesetz als insgesamt verfassungsgemäß anerkennt, dann auch unter anderem die Härtefallklausel. Also, dank BVerfG, die ist nun endgültig nutzbar.

Zwar müssten alle zahlen, aber nicht diejenigen,
----------------------------------------------
die einen Härtefall gut begründen können. Für geeignete Anträge ist das MANUAL ein Geschenk vom Himmel. Danke, uns unbekannter Schöpfer des Universums, der Welt eine Elisabeth Wehling gegeben zu haben und uns knapp 40 Jahre später deren MANUAL.
Jeder Beitrags-Gegner, also jeder "Rechtsstaat-Verteidiger" (ja, das war FRAMING! können wir auch),
konnte schon immer und kann nun erst recht Befreiung beantragen. Er muss es nur gut begründen.

Also nicht immer jammern, fluchen, betteln; sondern aus jedem Vorgang eine nächste Kampfstrategie ableiten. Nicht betteln, sondern beißen.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marx am 27. Februar 2019, 15:15
Zitat von: E. Wehling
Ich berate auf der Grundlage meiner wissenschaftlichen Kenntnis. Es wundert mich, dass mancherorts nun behauptet wird, ich hätte der ARD ein wissenschaftliches Gutachten geschrieben. Es enthält noch nicht einmal Fußnoten. Damit müsste eigentlich jedem schnell klar sein, dass hier kein wissenschaftlicher Text vorliegt.
Ein Manual, Ein Handbuch, Anleitungen, nicht Gutachten.

Vorsicht! Überspezifisch.

- der ARD: ein MANUAL
- für uns Außenstehende: den Rang/die Funktion eines Gutachtens

Erstellt man nun ein Gutachten, beziehen sich die Fußnoten auf das MANUAL.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: USER9000 am 27. Februar 2019, 18:04
Endlich fällt das mal auf, es genügt die erste Seite zu lesen. Ein Gutachten wäre völlig anders aufgebaut und es würde auch keine Handlungsanweisungen formulieren. Wenn man schon den Begriff Manual verwendet sollte man auch die Übersetzung(en) zu diesem Wort nachschlagen. Unter https://dict.leo.org/englisch-deutsch/manual (https://dict.leo.org/englisch-deutsch/manual) findet sich da folgendes:

manual    der Leitfaden  Pl.: die Leitfäden
manual    die Anleitung  Pl.: die Anleitungen
manual    die Betriebsanleitung
manual    die Dienstvorschrift

Der Begriff "Manual" wurde in diesem Zusammenhang übrigens nicht nur von der Presse erfunden sondern von einem Pressesprecher der ÖR verwendet.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pinguin am 27. Februar 2019, 18:21
@marx
Ein Gutachten beinhaltet etwa die Wiedergabe einer IST-Situation, damit jene, die dieses Gutachten in Auftrag gegeben haben, die Sicht eines außenstehenden Fachmannes/einer Fachfrau erhalten, die noch einen realistischen Blick auf das zu analysierende Geschehen haben kann/darf. Siehe umgangssprachlich "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen".

Ein Manual hingegen enthält eindeutig eine Handlungsempfehlung; also eine Anleitung für ein konkret zu tuendes Tun. Beispielgebend hierfür sind die Betriebsanleitungen für Kraftfahrzeuge; sind, im Englischen,  nämlich alles "Manuale".

Edit: Hier war USER9000 mit der Deutung etwas schneller.

@pjotre
Teileinspruch.

Warum sollte sich der Rundfunknichtnutzer/die Rundfunknichtnutzerin vom Rundfunk befreien lassen? Entgegen Art. 10 EMRK würde dieses ja bedeuten, daß er/sie sich mit Rundfunk befassen müsste, was er/sie ja aber gar nicht will und dieses als Erfordernis durch den Staat auch gar nicht dulden muß?

Mir scheint, die Tragweite aus Art. 10 EMRK, (Bundesrecht!), wurde noch nicht gebührend verinnerlicht?

"Without interference ..." - "Ohne Einmischung/ohne Störung/["ohne Einflußnahme" lt. dt. Übersetzung]..."

Es hat keine Differenzierung zwischen jenen, die sich lt. Art. 34 EMRK auf diese stützen dürfen, (-> nichtstaatliche Organisationen und natürliche Personen); beide Gruppen sind gleichrangig und gleichwertig zu behandeln. Nur "allgemeine Gesetze" dürfen diese Freiheiten eingrenzen! Gemäß BVerfG sind allgemeine Gesetze nur jene, die für alle gelten und einen anderen Schutzzweck verfolgen, als die Art. 5 GG und Art. 10 EMRK.

Es hat kein gültiges Gesetz, daß die Freiheit des Bürgers, der natürlichen Person, eingrenzt, und die des Rundfunks, der nichtstaatlichen Organisation, nicht zeitgleich ebenfalls; denn dieses wäre ein spezielles Gesetz, das nicht den Anforderungen entspräche und daher vollumfänglich nichtig wäre.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 27. Februar 2019, 19:56
Thüringer Allgemeine, 27.02.2019

Ist „Framing“ kontrollierte Demokratie?

Medien, Meinung, Manipulation: Fragen und Antworten zum aktuellen politischen Aufregerthema „Framing“.

Von Kai Hafez (Professor für Vergleichende Analyse von Mediensystemen und Kommunikationskulturen an der Universität Erfurt > https://de.wikipedia.org/wiki/Kai_Hafez)

Zitat
Derzeit wird erbittert über ein internes Papier der ARD gestritten, das vor zwei Jahren unter dem damaligen Vorsitz von MDR-Intendantin Karola Wille in Auftrag gegeben wurde. Darin empfiehlt die promovierte Linguistin Elisabeth Wehling dem öffentlich-rechtlichen Senderverbund, sich selbst als moralische Demokratie-Institution darzustellen, als „gemeinsamer, freier Rundfunk“.  […]

Was ist Framing überhaupt?
[…]
Was ist die zentrale These der Studie von Wehling ?
[…]
Wie ist die Sichtweise anderer Wissenschaftler?
[…]
Wer übt in der Politik Kritik?
[…]
Wie verhält sich die ARD bisher dazu?
[…]
Was sagt die Wissenschaftlerin selbst zu den Vorwürfen?
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Ist-Framing-kontrollierte-Demokratie-787231680 (https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Ist-Framing-kontrollierte-Demokratie-787231680)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Uwe am 27. Februar 2019, 20:19
(https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tagesspiegel.png)
Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/tagesspiegel.png

WDR-Rundunkrat kritisiert
"Framing-Manual" ist eine "Dummheit"

Quelle: Tagesspiegel 27.02.2019 Von Joachim Huber


Zitat
WDR-Rundfunkrat sieht durch "Framing-Manual" den öffentlich-rechtlichen Rundfunk "beschädigt", Autorin Wehling zeigt sich über Kritik "schockiert"

[…] Das umstrittene „Framing-Manual“ der Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling, das im Auftrag der ARD entstand, ist auch im WDR-Rundfunkrat auf Kritik gestoßen. Die Mitglieder des Gremiums hielten es für wichtig, dass die ARD aktiv kommuniziert und ihre Leistungen für die Allgemeinheit unterstreicht, teilte der Rundfunkrat am Mittwoch in Köln mit. Das fragliche Papier und der intransparente Umgang damit hätten allerdings „genau das Gegenteil bewirkt und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschädigt“. Das Papier sei „keine vernünftige Grundlage für eine Diskussion“, sagte die Europa-Parlamentarierin Petra Kammerevert (SPD) bei der Sitzung am Dienstag. Es enthalte nicht mehr zeitgemäße linke Kampfbegriffe, die das duale Rundfunksystem in Gute und Böse unterteilten.

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wdr-rundunkrat-kritisiert-framing-manual-ist-eine-dummheit/24047120.html (https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wdr-rundunkrat-kritisiert-framing-manual-ist-eine-dummheit/24047120.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: volkuhl am 28. Februar 2019, 07:38
(https://www.deutschland-kurier.org/wp-content/uploads/2019/01/DK_mitSlogan.png)

Es kommt noch dicker:
Das ARD-»Framing Manual« ist ein Soros-Produkt

Zitat
Das umstrittene Framing Manual der ARD sorgt seit seiner Enthüllung durch die ›Welt‹ am 11.2. für Diskussionen. WDR-Intendant Tom Buhrow musste sich jetzt von dem 120.000-Euro-Manipulationshandbuch distanzieren. Nun wird klar: Die Autorin Elisabeth Wehling ist Stammgast bei George Soros’ Open Society.

Am 19.02.2019 veröffentlichte der Autor Michael Klonovsky auf seinem Blog Acta diurna einen Screenshot der Sponsoren von Elisabeth Wehlings »Berkeley Framing Institute«, der mittlerweile auf der offiziellen Website gelöscht wurde. Demnach zählen zu Elisabeth Wehlings Sponsoren die Open-Society-Stiftungen, die laut eigenen Angaben von George Soros mit 32 Milliarden US-Dollar für linke Projekte ausgestattet wurden.
...

https://www.deutschland-kurier.org/es-kommt-noch-dicker-das-ard-framing-manual-ist-ein-soros-produkt/
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 28. Februar 2019, 09:32
Merkur, 27.02.2019

„Völlig übertrieben“: ARD-Chef Wilhelm spricht jetzt Klartext

Die Kritik am Öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird immer größer. ARD-Chef Ulrich Wilhelm nimmt dazu Stellung und spricht im Interview über den Rundfunkbeitrag, das Programm und das „Framing Manual“.

von Stefanie Thyssen, Georg Anastasiadis und Rudolf Ogiermann

Zitat
München - Die ARD ist ein (ge-)wichtiges Medium – und sorgt doch selbst regelmäßig für Schlagzeilen in eigener Sache. Dann geht es um „verschleuderte Gebührenmilliarden“, die „Bevormundung des Zuschauers“ und das „schlechte Programm“. Jüngster Aufreger ist ein internes Papier, in dem den Mitarbeitern geraten wird, moralisch zu argumentieren, wenn es darum geht, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verteidigen. Über alle diese Themen sprachen wir mit BR-Intendant Ulrich Wilhelm (57), der seit gut einem Jahr auch Vorsitzender der ARD ist.

Viele unserer Leser äußern Kritik am neuen „Sonntagsstammtisch“. Erreicht Sie diese Kritik auch?
Jede Reaktion des Publikums wird bei uns sehr ernst genommen.
[…]

Kommen wir zum Rundfunkbeitrag. Rechtzeitig vor Beginn der nächsten Gebührenperiode im Jahr 2021 werden Rufe laut, den Beitrag anzuheben. Wie viel mehr darf es sein?
Das ist ein gesetzlich klar geregeltes Verfahren. […]

Sie betonen stets, dass Sie seit Jahren sparen – wieso muss es überhaupt mehr sein?
Der Bayerische Rundfunk erhält seit Jahren keinen Ausgleich der Teuerung.
[…]

Zitat
Wilhelm: „Wären die Menschen nur auf die Sozialen Netzwerke angewiesen, wäre der Schaden für die Gesellschaft groß“

Die Zeitungen haben weniger Leser, die Anzeigeneinnahmen gehen zurück – mit allen Konsequenzen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk will sich seine Verluste vom Beitragszahler erstatten lassen.
Die solidarische Finanzierung durch alle Haushalte sichert unsere Unabhängigkeit und Angebote, die es am Markt sonst nicht gibt, wie zum Beispiel Bayern 2, B?5 aktuell, BR Klassik oder BR Heimat. […]

In der Zeitungsbranche gibt es einen Konzentrationsprozess, Verlage schließen sich zusammen. Ähnliches lässt sich beim Rundfunk nicht beobachten. Da gibt es immer noch die gleiche Zahl an Landesrundfunkanstalten.
Über dies Frage entscheiden nicht wir, sondern jedes Land für sich. In der Zeitungsbranche gibt es einen Konzentrationsprozess, Verlage schließen sich zusammen. Ähnliches lässt sich beim Rundfunk nicht beobachten. Da gibt es immer noch die gleiche Zahl an Landesrundfunkanstalten. Über dies Frage entscheiden nicht wir, sondern jedes Land für sich. […]

Aber – wurde es dafür nicht auch Zeit?
Der Föderalismus ist nicht die kostengünstigste Lösung, aber er gibt Deutschland Stabilität, und er passt auch viel besser zu unserer gewachsenen Vielfalt. […]

Wir erleben eine wachsende Unzufriedenheit der Nutzer mit den Medien. Das betrifft die Zeitungen, aber auch die Öffentlich-Rechtlichen, denen man vorwirft, zu links geworden zu sein. Eine solche Unzufriedenheit hebt nicht die Zahlungsbereitschaft.
Natürlich sehe ich auch, dass in nahezu allen Ländern Europas der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet und die Polarisierung wächst. […]

Sie glauben nicht an die These vom Vertrauensverlust?
Nicht in dieser Allgemeinheit. Viele Menschen verspüren eine gewisse Beunruhigung, sie schauen auf gespaltene Gesellschaften in Großbritannien, den USA, in Polen oder Italien. […]

Dennoch – es ist damit zu rechnen, dass es Länderparlamente geben wird im Osten, die dem Vorschlag der KEF nicht zustimmen werden. Was dann?
Die 16 Länder haben aus dem Verfassungsrecht die Verantwortung […]

Aber der Wind hat sich gedreht. Wenn nur ein Landtag Nein sagt, ist die Erhöhung vom Tisch, oder?
Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit, den Rundfunk im Rahmen der Verfassung immer wieder zu gestalten. […]

Wäre die Indexierung, also die automatische Anpassung des Beitrags an die allgemeine Inflationsrate, eine Alternative? Dann würden Sie sich das Procedere der Gebührenberechnung und die damit verbundenen Diskussionen alle vier Jahre ersparen.
Eine Indexierung kann ein möglicher Weg der Rundfunkfinanzierung sein.
[…]

Sie sagten, Sie hätten zu akzeptieren, dass die Zahl der Sender politisch bestimmt ist – aber würden Sie sich wünschen, dass man weniger, dafür aber leistungsstarke Einheiten schafft?
Das ist eine politische Frage, bei der ich mir keinen öffentlichen Ratschlag erlaube.
[…]

Wie schlecht muss es um das Selbstverständnis der ARD bestellt sein, dass man den Mitarbeitern einen 89 Seiten starken Leitfaden mit vorformulierten Begriffen an die Hand geben muss, um das eigene Unternehmen ins richtige Licht zu rücken – und die private Konkurrenz abzuwerten. Und ist ein solcher Leitfaden mit 120 000 Euro aus Gebührengeldern nicht sehr großzügig finanziert?
Sie gehen von falschen Annahmen aus. Es handelt sich um eine Unterlage zur Verwendung in Workshops […]

Weiterlesen auf:
https://www.merkur.de/politik/ard-br-ard-chef-wilhelm-spricht-jetzt-klartext-ueber-rundfunkbeitrag-und-framing-manual-11809681.html (https://www.merkur.de/politik/ard-br-ard-chef-wilhelm-spricht-jetzt-klartext-ueber-rundfunkbeitrag-und-framing-manual-11809681.html)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 28. Februar 2019, 10:33
Staatsfernsehen edel? Aber kostenlose Werbeveranstaltung für Großbordelle?
Wie mehrfach im Thread hier bekundet, im Hintergrund tickt schon die Zeitbombe eines Musterschriftsatzes für Befreiung, "Härtefallantrag", gestützt auf Inhalt MANUAL, auch Gesichtspunkte wie: "Beleidigung?" "Volksverhetzung?"

(1) Nun aber, was der echte Hammer obendrauf werden könnte im Befreiungs-Antrag:
Sogar gelegentlich Förderung von Prostitutions-Zugangsinfo statt Edelsein beim Staatskanzlei-Fernsehen?
----------------------------------------------------------------------------
Fakten A: Verurteilung von Betreiber Großbordell: 5 Jahre Vergatterung zu Vergitterung.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/bordell-chef-juergen-rudloff-muss-ins-gefaengnis

Fakten B: Auftritt von eben dem jetzt Verurteilen im Staatskanzlei.-Fernsehen - hier ZDF - als Bordellbetreiber im Gentleman-Stil gegenüber den Prostituierten - das war kurz vor der Razzia.
Vulgo: Kostenloses Marketing im Staatsfernsehen für diesen Biz? Für trieb-dümmliche Männer: "Da könnt ihr es haben, ohne eure Ehre zu besudeln"?
Hinschauen: https://programm.ard.de/?sendung=2810610971247900
Sicherungsabbild unter
https://web.archive.org/web/20190228104849/https://programm.ard.de/?sendung=2810610971247900


(2) Hier bei ard.de ganz offiziell zu lesen über den neuen "staatlich mit 5 Jahren Zwangs-Wohnrecht versorgten Mitbürger":
------------------------------------------------------------------
[Mietenprobleme? Hier hat's ausnahmsweise mal geklappt mit der staatichen Wohnraumfürsorge. :) .]
Zu lesen bei ARD, so lange nicht gelöscht - beeilt euch:
https://programm.ard.de/?sendung=2810610971247900
Sicherungsabbild unter
https://web.archive.org/web/20190228104849/https://programm.ard.de/?sendung=2810610971247900

Zitat
Jürgen Ru... wurde 1953 in Stuttgart geboren. Der gelernte Kaufmann hat in seiner langen Berufskarriere bereits in unterschiedlichen Branchen gearbeitet - vom Profifußball über die Textilwirtschaft bis hin zum Immobiliengeschäft. Im Jahr 2000 begann Ru..., sich unternehmerisch im Erotikgewerbe zu engagieren. Er gründete eine "Wellnessoase für Männer" und eröffnete 2008 den Bordellclub "Paradise" in Stuttgart - eines der größten Bordelle Europas. Mittlerweile hat sein Wellnessoasen-Konzept Ableger in ganz Deutschland und Österreich. Ru... beschäftigt laut eigenen Angaben etwa 220 Mitarbeiter in seinen Clubs, bis 2014 sollen es 350 sein. Er ist Vizepräsident des Bundesverb... Erotikge... (...).

Zur Berufskarriere fehlt eine Kleinigkeit? Die Bagatelle, vorbestraft wegen Raub, wie im angegebenen FAZ/-Artikel nachzulesen. Er hat die Strafe dafür verbüßt, also o.k.. Aber dann hätte die Einladung erst recht nicht erfolgen dürfen.
Details bezüglich Ru... interessieren uns nicht, deshalb ausdrücklich hier anonymisiert (in den angegebenen Quellen mit vollem Klarnamen). Uns interessiert nur die Frage der Rundfunkabgabe:
Diese Einladung hätte nie erfolgen dürfen. Dies zeigt einen absolut totalen Widerspruch zu den Edelsein-Bekundungen des MANUALs.

(3) MANUAL: "Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll"
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Hier in Sachen Prostitution hat ARD.de selber ganz "offiziell kommuniziert" - nämlich kostenlos ein Bordell-Unternehmen benannt - inklusive zwangsläufig marketing-wirksamer Auftritt im "Staatskanzlei-Fernsehen".
Jetzt hat jeder unserer VG-Richter von seinen Stuttgarter Kollegen den Nachweis geliefert bekommen, wie berechtigt unsere Empörung sein darf, derartiges zwangssubventionieren zu müssen: Kostenlos-Marketing für Prostitutions-Illegalität? Mit unserm Geld? 1 Fall genügt für grenzenloses Bürger-Nein zur Rundfunkabgabe.

Jetzt haben wir dank MANUAL und dieser Fakten "Anti-Manual" ein Argument mehr, bis zum BVerfG neu zu streiten - und bis dahin Stilllegung des Inkassos in der Regel zu bewirken, wenn richtig beantragt. Entscheid dann etwa 2024. Bis dahin dürfte es das jetzige Inkasso-System wohl nicht mehr gegen, da ticken noch ein paar andere Zeitbomben schon für 2019. Mit anderen Worten: Wer bis 2024 inkassofrei bleiben dürfte, der dürfte definitiv frei werden von diesem Inkasso-Unrecht.

4. Dahinter steht "Sex always sells."
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Journalismus-Regel: Da hast du immer Leser / Zuschauer in Menge. Insoweit o.k..
Aber am meisten zieht der verbotene oder anrüchige Teil davon: Prostitution. Da macht jeder gute Journalist den Balanceakt, nie Werbung für organisierte Formen einfließen zu lassen.
Beiziehung eines wesentlichen Bordellbetreibers ist zwangsläufig das ziemlich beste Marketing. Das hätte nie und nie passieren dürfen, selbst wenn dieser einem entsprechenden "Verband für ..." vize-vorstehen sollte, wer auch immer den begründet haben mag.
Das ist Fernseh-Sensationalismus auf Kosten von...
... der Rest gehört nicht hierher, dies öffentliche Forum soll frei bleiben von "irgendwie" angreifbaren Texten in Sachen strafrechtlicher Analyse.

Das neue Gerichtsurteil bringt es auf den Punkt, siehe den FAZ-Artikel: 
„Ein sauberes Bordell in dieser Größe ist nicht vorstellbar“, so der Vorsitzende Richter. Das darf jeder Rundfunkabgabe-Verweigerer 100 Prozent genauso denken.
Und auch: Wohl 100 % der Programmbeschwerden werden durch Rundfunkräte "abgewimmelt", auch das ist unsern VG-Richtern gleich zu kommunizieren. Dann die heuchlerischen Bausteintexte der Gegner verweisen dann höchstwahrscheinlich wieder auf das Pseudo-Recht der Programmbeschwerde.

Uns geht es hierbei nicht um die Frage von Prostitutions-"Zwang", sondern um die Frage des Zwangs zur Rundfunkabgabe.

5. Kleine Bitte an Mitstreiter:
--------------------------------------------
Vorab: Bitte auf keinen Fall hier ausweiten: Erörterung Prostitution usw.. Das Vorstehende ist auf keinen Fall eine Wertung, was in Sachen Prostitution geschieht, nicht geschieht, sein sollte, nicht sein sollte. Dafür gibt es keine absoluten Wahrheiten, weil im Wertesystem der Benutzer der Bordelle verankert. Ohne Nachfrager gäbt es exakt 0 Bordelle im Land.
Hier geht es nur und nur um unser Thema "Befreiung von der Rundfunkabgabe" und hier im Thread um das Thema "MANUAL ARD=edel" und Gegensatz "verdecktes Marketing für Prostittution?"

Sondern die Bitte lautet: Wer kann sämtliche Sendungen ARD, ZDF,... ermitteln, bei denen Ru... auttreten durfte?
Ebenso sämtliche sonstigen eventuellen Sendungen, bei denen strafrechtlich problematische Vertreter von Prostitution offen zu Wort kommen durften, also kostenloses Marketing für ihren Biz machen durften, finanziert aus Zwangsabgaben auch der Nichtzuschauer.

Nochmals, bitte nicht in Diskussion ausweiten. Sondern: Wir brauchen Daten: Wann, wo, wer durfte auftreten usw., bitte mit Quellenangabe. Das wird dann hier auszugsweise zusammengeklebt zum Anti-MANUAL als Anlage zu Befreiungsanträgen: "moralischer Härtefall" (Härtefallantrag wie im Gesetz vorgesehen - und ganz ausdrücklich durch das BVerfG 18. Juli 2018 als "verfassungsrechtlich o.k." bestätigt).

Info kann auch per PM hierher geliefert werden, sofern für öffentliche Kommunikation weniger gut geeignet.


Edit "Bürger":
Ab hier bitte wieder eng und zielgerichtet zum egentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und das Framing-Manual und die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 01. März 2019, 10:01
Herr Wilhelm sagt: "Sie gehen von falschen Annahmen aus. Es handelt sich um eine Unterlage zur Verwendung in Workshops"

Es ist doch wohl so, dass diese "Unterlage" das Ergebnis diverser Workshops darstellt und als Grundlage für weitere dienen soll.
Der eher schwache Versuch, das ganze jetzt herunterzuspielen, zeugt nicht gerade von Einfallsreichtum oder einer aufrichtigen Haltung.

Was in diesem "Manual" von Seite 60 bis 63 zu lesen ist, kann man nicht mehr einfach herunterspielen oder verharmlosen.
Hier soll ein "Feindbild" generiert werden, gegen bestimmte Menschen der Bevölkerung. Das kann nur zu Haß führen. Aber wer Haß sät, wird keine Liebe ernten.
Es spielt dabei keine Rolle, ob dieses "Manual" nur internen Zwecken dient, denn es richtet sich an und gegen Menschen.

Ein Zitat der Seiten 60 - 63 gehört an jeden Infostand. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Art von Schrifttum von ihren Beiträgen finanziert wird.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 01. März 2019, 11:56
Weitere Pressemeldungen zum Thema:

Cicero (Abo), 28.02.2019
FRAMING BEI DER ARD - Teurer Bluff
https://www.cicero.de/kultur/framing-ard-elisabeth-wehling-linguistin-tom-buhrow/plus

persoenlich.com, 28.02.2019
Bitte genau hinhören – Sprache sagt vieles
Von Marlis Prinzing (Professorin für Journalistik an der Hochschule Macromedia in Köln, Moderatorin, Kolumnistin (Der Tagesspiegel, Der Standard), Buchautorin und Herausgeberin diverser Fachbücher)
https://www.persoenlich.com/blog/bitte-genau-hinhoren-sprache-sagt-vieles

RT Deutsch, 28.02.2019
"Dummheit", die öffentlich-rechtlichen Rundfunk schädigt – Framing-Manual schlägt weiter hohe Wellen
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/85044-dummheit-die-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk-schaedigt-framing-manual/

Spektrum.de, 28.02.2019
PSYCHOLOGIE: Wie mächtig Framing wirklich ist
von Christian Honey (Neurowissenschaftler, Wissenschafts- und Technikjournalist)
https://www.spektrum.de/news/wie-maechtig-framing-wirklich-ist/1627094

Süddeutsche Zeitung, 01.03.2019
Rahmungen - Ein qualitätsvoller öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist heute wichtiger denn je. Er sollte es seinen Gegnern nicht so ungeheuer einfach machen
Von Norbert Frei (Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Jena)
https://www.sueddeutsche.de/politik/kolumne-rahmungen-1.4348753
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Markus KA am 01. März 2019, 12:16
Es sollte darauf hingewiesen werden, wer oder was genau die ARD ist und wer hier genau kommunizieren soll:

Impressum der ARD:
Zitat
SÜDWESTRUNDFUNK
Anstalt des öffentlichen Rechts
Neckarstr. 230
70190 Stuttgart
http://www.ard.de/home/ard/Impressum_ARD_de/77958/index.html (http://www.ard.de/home/ard/Impressum_ARD_de/77958/index.html)

In letzten Gerichtsverhandlungen gegen den SWR wurde auf die Manipulation der Zuschauer durch den Beklagten hingewiesen und das "Interne Handbuch" zu den Gerichtsakten als Information für das Gericht hinzugefügt. Dies wurde ebenso auf Antrag der Klägerin protokolliert.

Weitere Informationen hierzu:
VERHANDLUNGEN VG Karlsruhe, Mi. 27.02.19
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29995.msg189845.html#msg189845
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 02. März 2019, 00:16
Diese "Public Valium... ähm ... Value-Aktion" scheint eine der ersten Früchte dieser sogenannten Workshops gewesen zu sein.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 02. März 2019, 09:14
Freedom Today Network, 20.02.2019
The shocking newspeak of German state media revealed
Submitted by Bill Wirtz
Secret documents from German state media broadcaster ARD reveal how state television frames the narrative, in a style that East German spin doctors couldn't have done better.

(https://ftn.media/sites/default/files/articles/13jto0.jpg)
Bildquelle: https://ftn.media/sites/default/files/articles/13jto0.jpg

weiterlesen unter
https://ftn.media/shocking-newspeak-german-state-media-revealed
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 02. März 2019, 13:16
Zwei Sätze aus dem zuvor verlinkten Artikel von Bill Wirtz halte ich schon für sehr erwähnenswert:
Zitat
The recommendations compiled by Wehling are embarrassing for a number of reasons, that become particularly apparent for German-speakers, but which are equally terrifying for English-speakers alike.
[...]
These public broadcasters aren’t there to make sure that public debate is free and transparent : their goal is to subjugate listeners to their Orwellian framing, and make them obedient to state-controlled narratives.
https://ftn.media/shocking-newspeak-german-state-media-revealed

Wenn man bedenkt, wie seitens der Medien mit Kritikern verfahren wird, dann wird deutlich, welche Entwicklung in diesem Land bereits ihren Lauf genommen hat.
Insofern hat Bill Wirtz schon nicht unrecht, wenn er schreibt, dass es für Nichtdeutsche schon geradezu beängstigend anmuten muß.

Ein gutes Beispiel dafür ist, wenn Kritiker zu Gegnern gemacht werden. Aber ist man wirklich schon automatisch ein Gegner, nur weil man Kritik übt?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Philosoph am 02. März 2019, 16:32
Das sollte für Deutsche nicht weniger erschreckend sein - ganz im Gegenteil.
Dazu kommt, daß das "Framing" ja nicht nur von der "ARD Familie" genutzt wird, sondern ebenso von Politikern jeden Tag. Und jeden Tag auf's Neue fallen genug "objektiv informierte" Bürger wieder darauf rein.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 02. März 2019, 22:27
Der englischsprachige Artikel ist insgesamt sehr lesenswert. Für Außenstehende wird der Zwangsbeitrag erklärt, was sich auf Englisch fast noch grusliger liest.

Aber, ja, ein gewisser "Vergleich" wird gemacht, aber mehr so Richtung "1949-1989":

Quelle: https://ftn.media/shocking-newspeak-german-state-media-revealed (https://ftn.media/shocking-newspeak-german-state-media-revealed), Schlussteil
Zitat
That this happens in Germany is particularly problematic. Propaganda has a world-wide history, but never has it been so devastating than in Germany. This collectivist newspeak isn’t far off from the state propaganda of the Soviet-controlled East German dictatorship, and should be deeply embarrassing to the broadcaster. ARD needs to immediately make it clear that it was never their intention to implement any of the suggested changes, and give equal air time to the proponents and the opponents of the licensing fee.


But for that they’d need a sense of righteousness, and I’m not sure that word was in Wehling’s document.
Hervorhebung nicht im Original! Aber mit folgender Übersetzung von mir:

Dieses kollektivistische Neusprech ist nicht weit von der Staatspropaganda der ostdeutschen sowjetisch kontrollierten Diktatur.

(Was "collectivist" für Nebenbedeutungen hat, weiß ich nicht; ich habe es hier quasi wörtlich übernommen.)


Mein fiktiver Straßenmitbewohner erwägt, das Framing-Manual an die Klagebegründung zu tackern, obwohl es ihm eigentlich um etwas anderes Fiktives geht. Aber der/die Einzelrichter*in soll das ganz und gar nicht fiktiv Ungeheure selbst zu lesen bekommen, anstatt wie geframet den Kläger andauernd mit irgendwelchen irrelevanten BVerfG- und EuGH-Urteilen zu dissen.

 >:(
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Dr. Oggelbecher am 02. März 2019, 23:28
Ich finde es sehr passend, dass wir gerade im Englischen sind, denn ich habe endlich Zeit gefunden, aus dem Buch eines Psychiaters zu zitieren, der im 3. Reich verfolgt wurde und es überlebt hat. Von einer Übersetzung mit google translate rate ich ab, weil dort einige kritische Schlüsselwörter mehr als euphemistisch übersetzt werden (rape, submission, meretricious, ...). Das Buch war sehr lange Zeit nicht verlegt worden und ist im Internet vollständig (auf englisch) verfügbar. Die Zitate stammen aus dem Kapitel "Der Kalte Krieg gegen den (menschlichen) Geist"
Zitat von: THE RAPE OF THE MIND. Joost A. M. Merloo, M.D.
PART TWO: THE TECHNIQUES OF MASS SUBMISSION
CHAPTER FIVE - THE COLD WAR AGAINST THE MIND

What is perhaps most shocking about these influences is that many of them have developed not out of man's destructiveness, but out of his hope to improve his world and to make life richer and deeper. The very institutions man has created to help himself, the very tools he has invented to enhance his life, the very progress he has made toward mastery of himself and his environment -- all can become weapons of destruction.
The Public-Opinion Engineers
[...]
The specialists in the art of persuasion and the molding of public sentiment may try to knead man's mental dough with all the tools of communication available to them: pamphlets, speeches, posters, billboards, radio programs, and T.V. shows. They may water down the spontaneity and creativity of thoughts and ideas into sterile and streamlined cliches that direct our thoughts even although we still have the illusion of being original and individual.[...]
Perhaps the worst aspect of this slick mechandising of ideas is that too often even those who buy the experts, and even the opinion experts themselves, are unaware of what they are doing. They too are swayed by the current catchword "management of public opinion," and they cannot judge any more the tools they have hired. [...]
The public becomes conditioned to meretricious values. [...]
In our epoch of too many noises and many frustrations, many "free" minds have given up the struggle for decency and individuality. They surrender to the "Zeitgeist," often without being aware of it. Public opinion molds our critical thoughts every day. Unknowingly, we may become opinionated robots.[...]
Psychological Warfare as a Weapon of Terror
Every human communication can be either a report of straight facts or an attempt to suggest things and situations as they do not exist. Such distortion and perversion of facts strike at the core of human communication.[...]
There is another important weapon the totalitarians use in their campaign to frighten the world into submission. This is the weapon of psychological shock. [...] While the enemy is stil searching for a reasonable counter-argument to the first lie, the totalitarians can assault him with another.[...]
The Indoctrination Barrage
The continual intrusion into our minds of the hammering noises of arguments and propaganda can lead to two kinds of reactions. It may lead to apathy and indifference, the I-don't-care reaction, or to a more intensified desire to study and to understand. Unfortunately, the first reaction is the more popular one.[...]
The Enigma of Coexistence
[...]
Using coexistence as a catch-word, we may obscure the problems involved, and we may find that we use the word as a flag that covers gradual surrender to the stronger strategist.
"Unseren gemeinsamen Rundfunk gib uns heute, sein Reich komme, sein Wille geschehe, wie in der Vergangenheit, so auch in der Zukunft. Amen."
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: PitB am 03. März 2019, 22:01
Ich finde es sehr interessant, daß sich mittlerweile (auch) die internationale Presse mit dem deutschen Großen Bruder intensiv beschäftigt.

Ich kann zwar nicht alle englischen Fachtermini 100%ig übersetzen, da meine Englischkenntnisse aus anderen Bereichen stammen. Aber es ist bewundernswert, daß sich ausländische Journalisten wesentlich stärker ins Zeug legen, als die heimischen. Am Ausverkauf von DuMont alleine kann es ja nicht liegen.

Die Art und Weise, wie der Große Bruder hier agiert (oder waren es nicht Brüder?), müßte von einer sog. freien Presse wesentlich stärker und intensiver breitgetreten werden.

Mich interessiert es weit weniger, welcher deutsche Politiker sich seinen Doktortitel gekauft hat. Da habe ich ja die Möglichkeit ihn nicht zu wählen.

Wenn das Kind dann zum dritten Mal ins Wasser gefallen ist, hat es sicher wieder keiner bemerkt.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 04. März 2019, 16:35
RT Deutsch, 04.03.2019

Stilistisch eher ein Sekten-Handbuch: Linguistik-Professor Josef Klein über das Framing-Manual

Professor Josef Klein forscht seit über 30 Jahren zum Thema Politische Rede und gilt hierzulande als der "profilierteste Vertreter der linguistischen Forschung zur Sprache in der Politik". Zum aktuellen Thema Framing hat der ehemalige Bundestagsabgeordnete RT Deutsch einige Fragen beantwortet.

Zitat
Derzeit wird vermehrt über Framing im alltäglichen Medien- und Politikgebrauch diskutiert. Sehen Sie, mit Ihrer Erfahrung, ein aktuelles Phänomen im Aufladen von Begriffen zur moralischen Unterscheidung zwischen richtig und falsch, oder ist das ein alter Hut, immer schon Teil der politischen Kommunikation?
Emotionale und moralhaltige Begriffe so zu wählen, dass damit die eigene Sicht der Dinge propagiert wird, ist tatsächlich ein alter Hut. Politiker und Anbieter von Gütern tun dies seit eh und je. Auch die Forschung dazu ist nicht in Berkeley erfunden worden. Der erste war der Philosoph und Rhetorikforscher Aristoteles vor beinahe zweieinhalbtausend Jahren im antiken Athen.  […]

Weiterlesen auf:
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/85214-stilistisch-eher-fuer-sekten-handbuch-framing-manual-linguist-professor/ (https://deutsch.rt.com/gesellschaft/85214-stilistisch-eher-fuer-sekten-handbuch-framing-manual-linguist-professor/)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 05. März 2019, 10:56
Ein weiterer Aspekt bei dieser ganzen Framing-Geschichte wurde bisher leider noch gar nicht berücksichtigt. Dieses richtet sich auch an die hier mitlesenden Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und kann auch gerne an die Führungsetagen weitergeleitet werden.

Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der in einem demokratischen Staat die Rolle der "Vierten Gewalt" ausfüllen möchte und diese Rolle auch ernst nimmt, sollte vor allem eines sein: ehrlich mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Unangenehme Fakten durch sogenanntes Framing zu kaschieren und deren Bedeutung damit zu verschleiern, ist das genaue Gegenteil davon.
Eine Demokratie braucht keinen Kuschelrundfunk, sondern einen Rundfunk mit Rückgrat und Biss.

Wenn Sie wollen, dass die Menschen Ihnen vertrauen, und dass sie Ihnen auch Akzeptanz entgegen bringen, dann müssen Sie diesen Menschen im Gegenzug mit Ehrlichkeit begegnen.
Ehrlichkeit ist die Grundbasis eines jeden Vertrauensverhältnisses.

Wie will der öffentlich-rechtliche Rundfunk seiner Aufgabe gerecht werden, wenn schon seine Verantwortlichen und Entscheider nicht das Rückgrat besitzen, auch zu unangenehmen Fakten zu stehen?
Der Versuch, Unangenehmes und Missstände durch das sogenannte Framing zu verschleiern, zeugt nicht gerade von einer aufrichtigen Haltung und Ehrlichkeit. Was erwarten die Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von den Bürgerinnen und Bürgern?

Aber sie gehen sogar noch einen Schritt weiter. Kritiker werden gnadenlos diffamiert. Der derzeitige Höhepunkt dieser Diffamierungen findet sich in dem Manual auf den Seiten 60 - 63. Als ich das gelesen habe, war ich zutiefst schockiert. Auch wenn Frau Wehling diesen Text verfasste, hat mich sogar noch mehr schockiert, dass dieser Text von den Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks offenbar stillschweigend hingenommen wurde. Es handelt sich hierbei nicht mehr nur um eine Lappalie, es ist eine schwerwiegende Verleumdung. Gerade in Kenntnis unserer Geschichte hätten sich die Verantwortlichen von dieser Schrift und auch von Frau Wehling distanzieren müssen.

Das ist nicht geschehen. Wie kann oder soll man als Bürger zu so einem Rundfunk noch Vertrauen fassen? Haben sich die Verantwortlichen vielleicht auch nur einen Moment Gedanken über die möglichen Folgen einer solchen Verleumdung gemacht? Oder ist es ihnen vielleicht gar egal?
Es mußte ihnen doch bewusst sein, dass man so ein Schriftstück nicht ewig geheim halten kann. Was, wenn Frau Wehlings Verleumdungen auf fruchtbaren Boden fallen sollten?
Das könnte sehr schnell zu Haß und sogar Gewalt führen. Menschen reagieren oft sehr emotional.

Ich bin auch einer dieser Menschen, welche in Frau Wehlings Text so niedergemacht werden. Aber trotzdem bin ich kein Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ich bin lediglich ein Nichtnutzer und setze mich für etwas mehr Gerechtigkeit ein. Auch bin ich nicht, wie Frau Wehling es nennt, "demokratiefern". Ich bin unter unserem Grundgesetz aufgewachsen und wir wurden im Geiste dieses Grundgesetzes erzogen, und die höchsten Werte, die uns mitgegeben wurden, sind Ehrlichkeit und Gerechtigkeit.
Ich bin auch nicht rechts oder links oder sonstwas, sondern lediglich ein Mensch.

Verehrte Verantwortliche des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wenn sie das Vertrauen der Menschen haben wollen, dann lernen sie Ehrlichkeit und auch die Bedeutung von Gerechtigkeit.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ticuta am 05. März 2019, 13:03
RT-Deutsch, 05.03.2019

So peinlich, dass die Leute lachen würden – Albrecht Müller zum Framing-Manual der ARD
Albrecht Müller befasst sich als Publizist mit öffentlichen Meinungsbildungsprozessen. In der Politik hat er sich für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingesetzt. Im Interview mit RT Deutsch erklärt er, warum die "Framing-Beratung" nur schiefgehen konnte.

Zitat
[...] Die ARD ist einseitig, sie ist interessenabhängig, ist NATO- und USA-abhängig und so weiter. [...]
Zitat
[...] Zunächst möchte ich Sie fragen, ob Sie glauben, dass es derartige "Manuals" – vielleicht unveröffentlicht – auch bei anderen Sendern gibt?

Ja, das gibt es. [...]

Weiterlesen auf:
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/85238-so-peinlich-dass-leute-lachen-albrecht-mueller-ard-framing/ (https://deutsch.rt.com/gesellschaft/85238-so-peinlich-dass-leute-lachen-albrecht-mueller-ard-framing/)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 05. März 2019, 13:07
(...) Verehrte Verantwortliche des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wenn sie das Vertrauen der Menschen haben wollen, dann lernen sie Ehrlichkeit und auch die Bedeutung von Gerechtigkeit.

Entschuldigung, werter user @Spark, aber die Meinung einer fiktiven Person, ist mit deiner beschriebenen Vorgehensweise, der Vertrauensgewinnung und Gerechtigkeitsempfindung projiziert auf ARD, ZDF und Deutschlandradio, eine „Fiktion“.

Zur Sicherung eines mit allen Wassern der weltlichen Justiz gewaschenen Systems, mit über 9 Milliarden Euro pseudo-staatlicher Zwangsfinanzierung, zur erforderlichen öffentlich-rechtlichen Darstellung der Demokratie in Deutschland, können die Worte „Gerechtigkeit und Vertrauen“ keine Anwendung finden.

Zur Verinnerlichung die Vorgehensweise der Rundfunker:
Zitat
Beweise statt Verschwörungstheorien
Unter Verschwörungstheoretikern steigt das Misstrauen in staatliche Institutionen, unabhängige Presseorgane.
Rundfunkanstalten werden als "Lügenpresse" abgestempelt.
Doch wenn so die Glaubwürdigkeit der freien Presse grundsätzlich in Frage gestellt wird, ist das auch eine Gefahr für die Demokratie.
Was dagegen hilft?
Vermutlich nur die Besinnung auf die journalistischen Grundtugenden: Beweise, Beweise, Beweise.
Hervorhebungen nicht im Original!
Quelle: so geht MEDIEN, Gefangen in der Filterblase! So entlarvt man Verschwörungstheorien https://www.br.de/sogehtmedien/stimmt-das/wilde-theorien/index.html (https://www.br.de/sogehtmedien/stimmt-das/wilde-theorien/index.html)

Und weiter:
Zitat
FRAMING-MANUAL Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD

Eine ganze Batterie von abwertenden Schlagwörtern wurde über die Zeit von unterschiedlichen Nichtbefürwortern der ARD auf das öffentliche sprachliche Tablett gehoben – von „Lügenpresse“, „Staatsfunk“ und „Steigbügel der Politik“ über „Dinosaurier“ und „Krake mit Wasserkopf“ bis hin zu „aufgeblähtem Selbstbedienungsladen“ mit „ausufernden Renten“ und vermuteten „Millionengehältern für prominente Fernsehgesichter“.
(…)
Sagen Sie nicht, Sie fänden den Begriff „Lügenpresse“ unangebracht.
(…)
Sprechen Sie auch nicht von der „sogenannten“ Lügenpresse oder nutzen Anführungszeichen, um sich rhetorisch von einem Konzept zu distanzieren, wie etwa: „Lügenpresse“.
(…)
Die „Lügenpresse“ ist eine Erfindung der AfD.
(…)
Nehmen Sie die Debatte über die „Lügenpresse“, die die AfD und andere erfolgreich angestoßen haben.
(…)
Von Talkshows über Leitartikel bis hin zu Experteninterviews wurde eine Debatte über die „Lügenpresse“ geführt – und nicht über die „Demokratiegefährder“.
Hervorhebungen nicht im Original!
Quelle: FRAMING­MANUAL Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf (https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutachten_ard.pdf)
:o
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Tracker am 05. März 2019, 13:34
Zitat
Die „Lügenpresse“ ist eine Erfindung der AfD.
Quelle: Framing-Manual

Und ich Dummerchen dachte, dieses Wort wäre schon viel älter... Schauen wir doch mal was Wikipedia dazu sagt:
Lügenpresse (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCgenpresse
Zitat
Lügenpresse ist ein politisches Schlagwort, das polemisch und in herabsetzender Absicht auf mediale Erzeugnisse gerichtet ist und sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum nachweisen lässt. Zunächst wurde es gelegentlich von konservativen Katholiken, zumeist mit einem antisemitischen Hintergrund, gegen die im Zuge der bürgerlichen Revolutionen entstandene liberale Presse verwendet. Im Kontext des Ersten Weltkrieges fand „Lügenpresse“ sehr viel häufiger Verwendung; hier bezeichnete es aus Sicht Deutschlands und Österreich-Ungarns die Presse der Feindstaaten. Sowohl vor als auch im Nationalsozialismus nutzten NS-Agitatoren das Schlagwort im Rahmen ihrer antisemitischen Verschwörungstheorie zur Herabsetzung von Gegnern als Kommunisten und Juden sowie der Behauptung einer Steuerung der Presse durch ein „Weltjudentum“. Nach der „Machtergreifung“ und der Gleichschaltung der Inlandspresse wurden die Medien der späteren Kriegsgegner mit „Lügenpresse“ geschmäht.

Also steckt hier im Framing-Manual gleich die nächste Lüge drin...
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 05. März 2019, 13:47
Zum Begriff " Lügenpresse":

Als übermächtiges Medienimperium hat der ÖRR  die Möglichkeit, Frames mit "schwachem" Tiefgang- so wie bei diesem Begriff - dem sogenannten Gegner als Hauptargument  in den Mund zu legen. Darauf muss nur dieser selbstverbreitete, also in der Bevölkerung bekanntgewordene Begriff ebenso medienwirksam widerlegt werden, um den Gegner zu schwächen. Kluge Leute können so in der oberflächlichen öffentlichen Massenmeinung als Deppen dastehen und Scharlatane als "Experten" (Denken Sie jetzt nicht an Frau Wehling! ;)). Alles eine Sache der massenwirksamen Präsentation.

Ich persönlich habe das Wort "Lügenpresse" im persönlichen Umfeld in den Gesprächen über den Rundfunk kaum gehört. Und wenn, dann als Zitat oder in oberflächlichen Gesprächen. Mir ist erinnerlich, auch eine Aufnahme einer Demo gesehen zu haben, bei der "Lügenpresse halt die Fresse" skandiert wurde. Diese Personen machten einen agressiven und unangenehmen Eindruck auf mich.

Es kann natürlich sein, dass diese Demonstranten nicht gefaked waren, aber deswegen teile ich ihre Behauptungen trotzdem nicht. Es gibt keine wirklich verifizierbare falsche oder richtige Berichterstattung. Es gibt allerdings vertrauenswürdige und nicht vertrauenswürdige Berichterstattung. Die beruht allerdings auf persönlichen Glauben, da kann der Absender wenig manipulieren. Soviel zu meinem Frame.


Übrigens: Die sogenannte "Lügenpresse" lügt ja gerade dann, wenn sie die Fresse hält! Auslassungen sind nämlich viel effektiver. Es wird ein Eindruck verfälscht und trotzdem kann eine Lüge nicht nachgewiesen werden.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Auftakteule am 05. März 2019, 14:08
Habe weder das gesamte Manual noch sämtliche Forumbeiträge gelesen, aufgefallen sind mir aber doch zwei Punkte:

1. Frau Wehling hat ein bedeutendes von ihr selbst formuliertes Ziel erreicht: Aufmerksamkeit auf allen Ebenen.

2. Wenn das Manual neu ist, wieso schreibt sie dann (als Expertin !) auf S. 60 gleich 3x "Rundfunkgebühren":
Zitat
Begriffe, die diesem Framing direkt entgegenstehen und es gedanklich aushebeln, gilt es zu vermeiden. Dazu zählen etwa der „Erlass der Rundfunkgebühren“,die „Befreiung von den Rundfunkgebühren“ oder auch die „ermäßigten Rundfunkgebühren“.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Spark am 05. März 2019, 14:32
Entschuldigung, werter user @Spark, aber die Meinung einer fiktiven Person, ist mit deiner beschriebenen Vorgehensweise, der Vertrauensgewinnung und Gerechtigkeitsempfindung projiziert auf ARD, ZDF und Deutschlandradio, eine „Fiktion“.

Und ich dachte, es wäre deutlich genug herübergekommen, aber vielleicht hätte ich es doch unterstreichen sollen ;D
Zitat
Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der in einem demokratischen Staat die Rolle der "Vierten Gewalt" ausfüllen möchte und diese Rolle auch ernst nimmt, sollte vor allem eines sein, ehrlich mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Im Übrigen kann man nicht pauschal alle Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über einen Kamm scheren. An diesem Manual waren bestimmt keine kleinen Angestellten beteiligt. ;)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: gez-negativ am 05. März 2019, 16:11
2. Wenn das Manual neu ist, wieso schreibt sie dann (als Expertin !) auf S. 60 gleich 3x "Rundfunkgebühren":
Danke für die Vorlage.

Es stand die Frage im Raum, wie lange diese Dame schon für unseren gemeinsamen Staatsfunk arbeitet. Evtl. schon längere Zeit?
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 05. März 2019, 17:06
Erinnern wir mal an Vorgaben einzelner Medien:
Axel Springer legte seinerzeit großen Wert darauf, daß in seinem Sinne berichtet wird. So wie ich es verstanden hatte, mußte jeder Redakteur dies gegenzeichnen oder es gehörte zum Kleingedruckten des Arbeitsvertrages. Daraus wurde aber auch kein Geheimnis gemacht.
Als Freund Israels wollte er keine Hetze gegen diesen Staat oder seine Bevölkerung, er mochte auch keine Kommunisten (erinnert sich noch jemand daran, daß DDR immer in Anführungszeichen stand?).

Zeitungen mit christlichem Hintergrund dürften wohl auch eine gewisse Meinungsbeeinflussung vorhaben, das liegt für jeden Leser auch auf der Hand.

Das ist aber bekannt und so ist es dem Konsumenten möglich, diese Dinge einzuordnen.

Der ÖRR hat aber einen anderen Anspruch, ich denke auch, daß die Konsumenten einen Anspruch haben dürfen - insbesondere wenn die Leistung aus Zwangsbeiträgen bezahlt werden soll.
Und da darf der Bürger eben gerade nicht von denen verschaukelt werden!
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: azdb-opfer am 05. März 2019, 18:31
Also steckt hier im Framing-Manual gleich die nächste Lüge drin...

Auweia, der ÖRR veruntreut die Beitragseinnahmen für Fake-News.
Ich frage mich, ob die Lüge von Frau Wehling oder der Workshop-Arbeitsgruppe stammt.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 05. März 2019, 19:13
anlasslos.de, 19.02.2019
Ein Dilemma: warum Framing ein Etikettenschwindel ist
von Hans Hütt
Zitat
Zunächst eine Offenlegung. Sie führt zurück in den Spätsommer des Jahres 2013. Michael Stognienko von der Böll-Stiftung hatte mich zu einem Termin eingeladen, bei dem Elisabeth Wehling den versammelten Wahlkämpfern der Grünen, der Linken und der Sozialdemokraten ihre Methode vorstellte. Sie war im Begriff, ihr Beratungsangebot, entwickelt und erprobt in den USA, nun in Europa auszurollen. [...]

Drei Jahre später sah ich sie bei einer Konferenz des Deutschlandfunks und der Bundeszentrale für politische Bildung wieder. Es ging um „Formate des Politischen“. Die Quintessenz ihres Vortrags: Die Kognitionsforschung habe die klassische Vernunft zu Grabe getragen. Ob dieser Befund den Schluss zulässt, nun sei es erlaubt, mit simplen Deutungsangeboten darüber zu triumphieren, daran zweifle ich. Die einfache Sprache von Viertklässlern kann kein Vorbild für das Gespräch des Souveräns mit sich selbst sein.

Wer den Auftrag erteilt, so etwas wie ein Manual zu erstellen, gibt dem Dienstleister ein Briefing. Irgendwo in den Münchener (oder Erfurter) Verliesen der ARD wird es zu finden sein. Es wird in bestürzender Form Auskunft darüber geben, in welch heilloser Verwirrung sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland befindet. [...]

Liebe ARD, meiden Sie also die verfassungsrechtlichen Grundlagen Ihres Betriebs. Gehen Sie nicht über Los. Reden Sie mit Ihrem Publikum, als handele es sich bei ihm um eine Versammlung von Idioten.
[...]

weiterlesen unter
http://www.anlasslos.de/?p=1063
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ChrisLPZ am 07. März 2019, 06:08
Der fehlende Part (RT Deutsch), 01.03.2019

"Wollen wir überhaupt neutral sein?" – Benedikt Held über moralisches Framing

Zitat
"Kontrollierte Demokratie statt jeder wie er will." Worte wie diese sind eines von vielen Beispielen im ARD-gesponserten Framing-Manual, in dem ein sogenanntes "moralisches Framing" vorgeschlagen wird. Linguistisch professionell umgesetzt, soll es den gesellschaftlichen Wert des Öffentlich-Rechtlichen wieder aufrappeln.

Des Weiteren soll der Text befähigen, mit einer Reihe an Vorschlägen, ARD und Konsorten sowie den damit verbundenen "Beitragsservice" vor Kritikern zu verteidigen. Was genau in diesem Dokument steht, und wer dafür verantwortlich ist, erfahrt ihr in einem Beitrag von Nina Sang. Zu Gast diese Woche beim Fehlenden Part ist Benedikt Held. Der Kommunikationstrainer studiert nebenbei Psychologie an der Universität Mannheim und betreibt seinen eigenen YouTube-Kanal namens "Redefabrik".

Die wichtigste Frage, der Jasmin Kosubek und Herr Held im Gespräch auf den Grund gegangen sind, ist, wie "moralisches Framing" im Informationszeitalter einzuordnen ist. "Framing" ist also die Art eines Autors, ein Stück Information zu definieren, zu bauen und dann zu kommunizieren. Und zwar so, dass der faktische Sachverhalt direkt mit gewünschter Deutung und Sichtweise mitgegeben wird.
Strenggenommen ist "Framing” ein unabdingbares Element menschlicher Verständigung an sich. Historische Beispiele aber, die großen Einfluss auf die öffentliche Meinung hatten, gibt es zuhauf. In unserem Beitrag zum Thema gibt es eine kleine Kostprobe. Wie in letzter Zeit "Framing" bei einer kontroversen Löschung der Facebook-Seite von "In The Now" angewandt wurde, seht ihr diese Woche bei "Was läuft?" mit Margarita Bityutski.

YouTube-Video (~29 min)
https://invidio.us/watch?v=bdOhnp1Pcfc
oder
https://www.youtube.com/watch?v=bdOhnp1Pcfc
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 08. März 2019, 10:42
Etwas OT, wenn überwiegend dann löschen!

Hatte die SPD in ihrem „Wahlkampf“ im Juni 2017 ein völlig falsches „framing“ auf dem Schirm?

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand im September 2017 statt.
Im Bericht der ARD tagesschau.de, vom 25.06.2017 02:24 Uhr äußert sich Frau Wehling wie folgt über einen Vortrag des Herrn Schulz, was er falsch macht und deshalb die SPD in den Umfragen bergab geht.
Zitat
(…) Die Forschung hat gezeigt, dass das Gehirn hier nur ein minimales semantisches Skelett hat, woran es sich entlanghangeln kann.
Um zu fassen, worum es wirklich geht, muss ein Konzept wie "soziale Gerechtigkeit" gründlich ausstaffiert werden.
Das wäre dann der Fall, wenn Schulz zum Beispiel konkret ausführen würde, was er damit meint.
Nicht, indem er Positionen auflistet, sondern indem er seine moralische Weltsicht konkretisiert.
Sonst begreifen die Mitbürger ihn nicht, sondern füllen aufgrund ihrer eigenen Denkmuster aus, was soziale Gerechtigkeit bedeutet.
Damit haben Sie ein totales Kommunikationswirrwarr, weil man sich gegenseitig gar nicht begreift.
Das kann im politischen Miteinander zu einer unglaublichen Frustration führen.
Hervorhebungen nicht im Original!
Klartext:
Frau Elisabeth Wehling unterstellt dem Mitbürger ein …

„totales Kommunikationswirrwarr“
sobald sich ein Politiker der SPD darüber äußert, das was er formuliert denn dazu führt, dass die SPD in den Umfragen bergab geht, was macht er dann falsch?
Beziehungsweise, wird hier der Ausdruck „soziale Gerechtigkeit“ nur vermittelbar für den Mitbürger, wenn dem Mitbürger die eigene „moralische Weltsicht“ des werten Herrn Schulz in Worten eingekleidet mit sogenanntem „framing“ konkretisiert wird?
Hervorhebungen nicht im Original! Quelle: ARD tagesschau.de https://www.tagesschau.de/inland/btw17/interview-wehling-spd-101.html (https://www.tagesschau.de/inland/btw17/interview-wehling-spd-101.html)

PS:
Man(n) Frau könnte auch schreiben,  „framing“ ist, eine Art von
Denkmustermanipulation im Gehirn des Mitbürgers“.

Weiterlesen auch hier: spiegel.de
Misstrauen gegen Medien "...dass ich ständig belehrt werde, was ich zu denken habe"
Zitat
39 Prozent der Deutschen glauben, dass Medien die Wahrheit verdrehten und Tatsachen verschwiegen, hat eine Allensbach-Umfrage 2015 erhoben.
Von "Lügenpresse" wollen inzwischen zwar nur noch 13 Prozent sprechen, wie eine aktuelle Studie des Instituts für Publizistik der Uni Mainz zeigt.
Aber 17 Prozent der Deutschen vertrauen Medien grundsätzlich nicht, weitere 41 Prozent nur teilweise.
Zu den Leserbriefschreibern, die Journalisten als "verblendete Gutmenschen", "Idioten" und "Penner" bezeichnen, gehören Rechtsanwälte, Steuerberater, Beamte und Apotheker; klassisches Bürgertum also.
Das Buch "Lügen die Medien?" schaffte es 2017 auf die Bestsellerliste.
Was ist passiert in diesem Land, dass die Zweifel an der journalistischen Redlichkeit in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen sind?
Zitat
Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor gut einem Jahr saß Gujer den ganzen Abend vor dem Fernseher und guckte ARD und ZDF.
"Die Art und Weise, wie dort alles abgebügelt wurde, was auf einen Zusammenhang zwischen Flüchtlingspolitik und Terrorismus hinwies", hat ihn befremdet.
Vor allem im "heute-journal" im ZDF sei "spürbar gewesen, dass wir unsere Grundhaltung zur Migrationspolitik auch nicht durch ein Ereignis wie dieses infrage stellen wollen".
Die Medienbranche, sagt er, müsse ehrlicher mit sich selbst werden:
"Sind wir wirklich willens, Pro und Kontra zu berücksichtigen?
Sind wir bereit, unsere eigene Haltung infrage zu stellen?"
Zitat
Die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel, twitterte vor vier Wochen in einer Euphorie über den Parteitag der Grünen, als bewürbe sie sich dort für ein Spitzenamt.
Wer danach noch glauben soll, Hassel berichte in der "Tagesschau" ganz unvoreingenommen, muss großes Vertrauen in die journalistische Integrität haben.
Für alle anderen ist es ein weiterer Beleg, dass Journalisten Narzissten sind, die ihr Medium als Megafon für persönliche Meinungen missbrauchen.
"Journalisten fällt es leichter, klug mit Politikern in Washington zu reden als mit dem Stammtisch."
Zitat
Richter kauft noch regelmäßig eine Regionalzeitung, ab und zu auch den SPIEGEL, und er guckt Nachrichten bei ARD und ZDF.
Und dabei ärgert er sich oft.
Vor allem über Claus Kleber und Marietta Slomka.
Wenn die Moderatoren des "heute-journals" Interviews führten, sei immer klar, wen sie "in die rechte Ecke drängen wollen".
Richter hat mal überlegt, Kleber zu schreiben.
"Aber was soll das bringen?"
Solche Stars antworteten ja nicht.
  >:(   Quelle: spiegel.de http://www.spiegel.de/spiegel/journalismuskrise-warum-viele-leser-den-medien-misstrauen-a-1195175.html (http://www.spiegel.de/spiegel/journalismuskrise-warum-viele-leser-den-medien-misstrauen-a-1195175.html)

PS: Wenn Politikerinnen der "Kamm schwillt"
Quelle: youtube video Länge: 2.03 Minuten ARD-"Framing Manual" ist demokratiefeindliche Meinungsmanipulation! - Alice Weidel
https://www.youtube.com/watch?v=Qe8o10KyDqw
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 08. März 2019, 11:20
MANUAL-Skandal bald ausgestanden? Oh nein, die McKilroys will be here, fangen jetzt überhaupt erst an mit ihrem Job.
Bei Politik- und Justiz-Skandalen haben die Chefs eine feste Routine:
- Schnellstmöglich Pseudo-Transparenz mit ein paar sowieso nicht verheimlichungsfähigen Fakten.
- 4 Wochen die Hitzköpfe sich austoben und abreagieren lassen.
- Dann zurück zur Tagesordnung.

Oh nein, hier klappt das nicht, dann es gibt ja unkaputtbare Streiter, die jetzt überhaupt erst anfangen können, die in 4 Wochen gesammelte Munition auf den Gegner abzuschießen.

(Das MANUAL lag bereits bei TAGESSPIEGEL und FAZ vor, die 120 000 € bereits ersichtlich aus öffentlicher Vergabaliste des MDR, usw.. Die angeblich so mutige Transparenz-Offensive war Fake-News. Ausschlaggebend Wichtiges über Details - Entstehung, Workshop-Teilnehmer usw. - bleibt bisher inkognito.)

Ein Forum ist ein Spiegel von Vergänglichkeit - insoweit gilt die 4-Wochen-Regel in der Tat.
----------------------------------------------------------------------------------------
Abebben der Beiträge in Sachen Wehling - ein Forum macht laufend Platz am Bildschirm und in den Köpfen für die nächsten Themen. Das ist der Job von Foren. ... Ist ja o.k. ... In Sachen Wehling wurde durch uns Kenner der Gegner kooperativ bereits ziemlich alles zusammengetragen, was untragbar erschien in Sachen MANUAL, WEHLING, WILLE etc. etc..
--- Das also gilt es nun streitstrategisch zu verwerten
--- als Liste von völlig neuen Befreiungsgründen rückwirkend ab 2013

...  denn "geframet" wurde in Sachen Rundfunkbetrag schon mindestens seit 2012 - Beweise hier intern gesichert.

 
Hier wurde soeben der Arbeitsspeicher für die Verwertung organisiert:
--------------------------------------------------------------
Wurde da irgendein wichtiger Thread vergessen? Wenn ein wichtiger Thread vergessen wurde, vielleicht bitte ergänzen?
Hier die Übersicht des für Detail-Auswertung Abgespeicherten, soweit es die Forums-Threads anbetrifft:
(Etwas hieroglyphisch, aber vielleicht dennoch begreifbar?

Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.0.html
Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.msg189213.html
Framing-Manual: "auf Grundlage v. Workshops mit einer Arbeitsgruppe der ARD"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30337.msg190026.htm
Nach Zoff um „Framing Manual“: Sprach-Forscherin beriet auch das ZDF
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30253.msg189501.htm


=== GEZBOY
 main about MANUAL 8chapters: gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.0.html
  --- --- ...-yxwehg-man-a19310-gezboy-main_thread_8chapters.txt
 120 000 €!: 1chapter 30contrib gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.msg189213.html
 --- --- ...-yxwehg-man-a19311-gezboy-120teuro_paid-30contribs.txt
 Wehl.Defense: "ARD!" 3_Be. gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30337.msg190026.htm
 Auch ZDF beraten:  gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30253.msg189501.htm
 --- --- ... -yxwehl-a19312-gezboy-auch_zdf_beraten-6contribs.txt
 Auch BVerfG =Framing:
 --- --- ...-yxwehl-a19313-gezboy-bverfg_auch_framing-7contribs.txt

Übrigens umfasst die Quellenliste auch vieles anderes.
Wer mal Sehnsucht hat, Lebenszeit zu verbrennen für einen Dr.-Titel, hier ist kompletter Stoff verfügbar für eine Dissertation "Politische Soziologie von Bürgermanipulation und Skandal-Management".
(Mal in Rumänien oder Bulgarien anfragen, da soll es hier und dort auch ohne Master bzw. Diplom möglich sein, mit hervorragender Wissenschaftlichkeit einen für Deutschland anerkennungsfähigen Dr. zu erwerben... :) )


Erste Befreiungsantrag-Briefbeispiele sind vorbereitet.
---------------------------------------------------------------------
Hier dieser erste Teil einer Liste: (irgendwo im World Wide Web Jodwedeeh)

=== Anti-Manipulation:
MAW. Härt.: Verweigere "Orwell-1984"-Manip.("Manual" E.W.).
MAV. Härt.: Keine Finanzierplficht für Volksverhetz., Beleidig. gegen mich. ("Manual")
MAS. Schmerzensgeld 2500€ einbuchen: Beleid.. Beitrag kaputt? Sorry. .
MAD. Härt.: Verweigere Dauer-Parteipropaganda für...
MAP. Härt.: Gegen Finanz. Parteimedien aus Rundfunkabgabe.

Jeder Befreiungsantrags-Beispielbrief entsteht, wenn ein Sponsor mit einem kleinen Betrag die Entstehung motiviert. Das wird dann immer öffentlich für alle Bürger - "Allmende" - .
Das Schöne der Sache: Es sind Befreiungsgründe, die für 100 Prozent der Rundfunkabgabe-Verweigerer vorgetragen werden können, selbst falls bereits Klage verloren wurde, und immer auch gleich für Rückwirkung / Rückzahlung ab 2013.

Wie viel des konkret erbringt, ist ein komplexes Thema - und das ist zu sehr OFF TOPIC hier.
Man sei zurückhaltend mit Erwartungen zum Kern-Thema solcher Anträge, spekuliere eher auf die streitstrategischen Seiteneffekte - mit manchmal gleichartigem Ergebnis, nur über Umwege.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: pjotre am 09. März 2019, 10:29
Die Listen im vorhergehenden Beitrag
------------------------------------------------------------
 - zweiter Teil - sind etwas lieblos gemacht, nicht so richtig ausgesprochen "auto-explikativ"....  8)
Also wieder einmal gesündigt... aber ich lasse das mal so, wird ja "Vergangenheit", sobald hier nächste Beiträge es überdecken.

Alles, wie man das MANUAL streitstrategisch für ("gegen") die eigene "Beitrags"-Akte (also die Mediensteuer-Akte) verwerten könnte, war der ziemlich einzige Gegenstand der Beiträge von @pjotre in diesem Thread. Die ebenfalls wichtige Analyse und Faktensammlung lag ja bereits optimal in den Händen vieler anderer und ist immer die Hauptarbeit. 

Für die streitstrategische Verwendung in eigener Sache
--------------------------------------------------
einfach mal die Beiträge von @pjotre sichten - ab 10. Februar 2019.
(Da war übrigens noch ein Handlungsschema für ein anderes Kernthema intensiv behandelt: Zuständigkeit? VG? AG? SG?)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Dr. Oggelbecher am 11. März 2019, 00:28
Der fehlende Part (RT Deutsch), 01.03.2019
"Wollen wir überhaupt neutral sein?" – Benedikt Held über moralisches Framing
[...]
o.g. YT-Video habe ich angeschaut - mir ist schnell aufgefallen, dass man beim Framing unterscheiden sollte, ob es in einem Gespräch zwischen zwei natürlichen Personen gemacht wird, oder in einem Vortrag von wenigen an viele (wie in den Massenmedien).

Im ersten Fall kann das Framing einfach nur eine Startbedingung sein, die in einem iterativen Prozess zu einer gemeinsamen Begriffsfindung führt, um einen objektiven Zustand zu beschreiben. Dies resultiert dass verschiedene Menschen denselben Sachverhalt mit verschiedenen Worten beschreiben mögen, obwohl sie dasselbe meinen. Die anfänglich verwendeten Frames sind dann nicht bösartig.

Im zweiten Fall ist "Framing" aber per se zumindest rhetorische Trickkiste und - wie bei den Öffentlich-Rechtlichen - vielleicht sogar bösartig. Dort gibt es keinen Rück-Kanal vom Zuhörer zum Vortragenden, keinen iterativen Prozess, keine gemeinsame Begriffsfindung. Dort ist Framing latentes Neusprech. Das ist kalter Krieg gegen den menschlichen Geist ("cold war against the mind", siehe oben).
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: seppl am 11. März 2019, 11:29
Meiner Meinung nach gibt es im Framing einen Rückmeldekanal. Man muss ihn nur erkennen. Er liegt genau in der Analyse der gesendeten Framing-Ausdrücke. Beim Sender "Einzelperson" wird deren persönliche Haltung und Interesse daraus deutlich, beim Sender "Massenmedium" die Wirkung, die sie auf die öffentliche Meinung haben sollen. Letztere vertreten dann eine "Systemmeinung", die der Sprecher oder Verfasser der "Nachricht" persönlich gar nicht mehr zwingend selber haben muss, die ihn im persönlichen Interesse auch gar nicht berühren muss. Die Meinung verselbstständigt sich. Hier wird der Faktor "Cui bono?" unsichtbar.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Philosoph am 11. März 2019, 19:02
Die andere Rückmeldung, die von vielen schon seit Jahren gelebt wird, heißt ganz klar und deutlich: Abschalten bzw. auslassen.

Daß man uns aber nun diese Rückmeldung verweigert, indem man uns zwingt, solches System zu finanzieren, nennt man Entdemokratisierung.


Edit "Bürger" @alle:
Nachfolgende, weiter abschweifende Beiträge mussten entfernt werden.
Bitte eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema dieses Threads bleiben, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 17. März 2019, 12:03
Wir blicken zurück ins Jahr 2011, schon damals hatte Georg Schramm festgestellt, dass ...
Zitat
(...) Die machen doch aus der Sprache das Gegenteil dessen, wozu sie da ist (...)

... framing "Gang und Gäbe" der ÖRR LRAn ist!  >:(

Quelle: youtube video Länge: 03:53 Min.
Georg Schramm - Moderatoren und Talkshows
https://www.youtube.com/watch?v=UCeRXwLPWpQ (https://www.youtube.com/watch?v=UCeRXwLPWpQ)
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Thejo am 27. März 2019, 17:24
Gerade noch so aus der Gebührenzeit, aber folgendes find ich interessant:

Zitat
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/31/wdr-nur-23-buerger-aergern-sich-wirklich-ueber-schoenenborn/
WDR ignoriert Kritik: Nur 23 Bürger ärgern sich wirklich über Schönenborn
Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Veröffentlicht: 31.12.12, 00:32 Uhr

"Für diese Lesart spricht auch, dass der Text von Schönenborn offenbar irrtümlich im Internet veröffentlicht wurde. Er war nämlich, wie der WDR behauptet, „keine tagesaktuelle Reaktion auf die Debatte um die Umstellung der GEZ-Gebühren in den Sozialen Netzwerken“, sondern sei ein Schulungspapier „für die ARD-Mitarbeiter zur internen Diskussion gedacht gewesen“ und „erst danach auch öffentlich zugänglich gemacht“ worden."
(meine Hervorhebung)

[ARD Workshop 1.0?]
Zitat
Arroganz pur: WDR-Chefredakteur weist Kritiker zurecht, nennt GEZ eine „Demokratie-Abgabe“
Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Veröffentlicht: 30.12.12, 00:22 Uhr

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/30/arroganz-pur-wdr-chefredakteur-verhoehnt-kritiker-nennt-gez-eine-demokratieabgabe/

Der Chefredakteur wörtlich:

„Gehen wir die Thesen mal durch. Es gebe in diesem Land nichts, das vergleichbar sei mit der „Zwangsabgabe“ für den Rundfunk. Aus der Kirche könne man austreten. Eine Wohnung könne man kündigen, nur eben nicht den Rundfunkbeitrag. Wer so argumentiert, kündigt vor allem eines auf: jede Form von gesellschaftlicher Solidarität. Eigentlich ist es bei uns nämlich gesellschaftlicher Konsens, dass wichtige Strukturen für das Zusammenleben gemeinschaftlich finanziert werden, und zwar egal, ob sie jeder persönlich nutzt oder nicht. Das beginnt beim Wasseranschluss, für den jeder, der irgendwo „wohnt“, eine „Zählergebühr“ bezahlt, ohne auch nur einen Liter verbraucht zu haben. Das gilt für Straßen, deren Bau und Pflege über die Steuern jeder mitbezahlt, der kein Auto hat. Und es hört mit dem Sessel im Konzertsaal noch lange nicht auf, der jeden Abend solidarisch bezuschusst wird, selbst wenn das Konzert ausverkauft ist.“
(meine Hervorhebung)

[ARD Workshop 2.0?]
Zitat
Framing Manual Seite 61(ff.)
"Einige Mitglieder unserer Gesellschaft halten sich nicht an unsere generationenverbindende, demokratische Entscheidung zum gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Sie stellen damit die Verbindlichkeit demokratischer Entscheidungen infrage, sie verhalten sich demokratiefern. Frei nach dem Motto ‚die andern werden es schon richten’ entziehen sie dem gemeinsamen Rundfunk ihre demokratisch vereinbarte Beteiligung – und bereichern sich, stecken sich das Geld in die eigene Tasche."
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cecil am 07. April 2019, 01:13
Dieses hier diskutierte manual ...

https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190220-framing-manual/framing_gutachten_ard.pdf

... ist bereits auf den ersten Seiten sehr aufschlussreich und alarmierend.

Es ist von Anfang an von "Narrativen" die Rede. Man beachte, dass - lt. Wikipedia - ein Narrativ nicht unbedingt an Wahrheit gekoppelt ist.

vgl. im folgenden https://de.wikipedia.org/wiki/Narrativ_(Sozialwissenschaften). Hier ein kleiner Auszug [Zahlen in Klammern kennz. dortige Zitate]:

Zitat
Narrativ (Sozialwissenschaften)

Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen,[1] ...

... Bestimmendes Element hinter einem Narrativ ist weniger der Wahrheitsgehalt,[5][4] sondern ein gemeinsam geteiltes Bild mit starker Strahlkraft.[6] ...

Mit dem verstärkten Interesse an den Neurowissenschaften und der Rolle von Emotionen und des Unterbewussten in Entscheidungsprozessen ist auch die Bedeutung von Narrativen in der öffentlichen Diskussion gewachsen.[8][9]

Weiter unten im selben Text heißt es:

Zitat
Erfolgsfaktoren für ein aktiv gesteuertes Narrativ

Am Beispiel ...  lässt sich ableiten, welche Faktoren notwendig sind, um ein Narrativ erfolgreich zu definieren.[15] Ein Narrativ braucht

    ein Problem;
    den Mut, es zu erkennen;
    den Willen, es zu lösen;
    die Kraft, ein Ziel zu beschreiben und
    die Verpflichtung, es zu erfüllen.

Nach einem anderen Modell setzen sich neue Narrative stufenweise durch. Sie entstehen in einer Nische, werden dann von sogenannten Change Agents und Pionieren des Wandels aufgegriffen und schrittweise in die Gesellschaft getragen .[16]
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Narrativ_(Sozialwissenschaften)


Für mich wird bereits aus diesem (im Text häufig verwendeten Kern-)Begriff bereits deutlich, dass die Zielrichtung des manuals natürlich Manipulation der Bürgerinnen/Bürger und der öffentlichen Meinung ist...
 
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Adeline am 23. April 2019, 10:03
Seite 16/17 hält auch für uns im Forum einen nützlichen Hinweis parat:
Zitat von: Framingmanual, S. 16
Die Frame­-Negierungs­-Falle
Nicht alle sprachlichen Framings, die derzeit die Debatte rund um die ARD beherrschen, sind von der ARD selbst eingeführt worden. Eine ganze Batterie von abwertenden Schlagwörtern wurde über die Zeit von unterschiedlichen Nicht-Befürwortern der ARD auf das öffentliche sprachliche Tablett gehoben – von „Lügenpresse“, „Staatsfunk“ und „Steigbügel der Politik“ über „Dinosaurier“ und „Krake mit Wasserkopf“ bis hin zu „aufgeblähtem Selbstbedienungsladen“ mit „ausufernden Renten“ und vermuteten „Millionengehältern für prominente Fernsehgesichter“.

Wann immer Sie sich mit solchen sprachlichen Angriffen konfrontiert sehen, dürfen Sie Eines nicht tun: Die Begriffe der Angreifer in jedweder Form aufgreifen, und sei es in Form von Negierungen. Sagen Sie nicht, Sie fänden den Begriff „Lügenpresse“ unangebracht. Sagen Sie nicht, der Vorwurf, die ARD sei „Steigbügel der Politik“ sei ungerechtfertigt. Sprechen Sie auch nicht von der „sogenannten“ Lügenpresse oder nutzen Anführungszeichen, um sich rhetorisch von einem Konzept zu distanzieren, wie etwa: „Lügenpresse“. In jedem dieser Fälle propagieren Sie den moralischen Angriff Ihrer Gegner. Denn Frames zu negieren bedeutet, sie zu aktivieren.
Zitat von: Framingmanual, S. 17
Nur durch die ständige Wiederholung neuer sprachlicher Muster über längere Zeit hinweg ist es möglich, den neuen Frames kognitiv Geltung zu verschaffen und sie damit zu einer realistischen Wahrnehmungsalternative werden zu lassen.
(Hervorhebung von mir.)

Wie sind wir so geworden wie wir sind?
Eine wichtige Frage in dem Buch „Stimmungsbarometer: Rundfunkzwangsabgabe“ ISBN 978-3-95631-657-9
Was wurde uns eingeredet und mit welchen Folgen?
Dazu auch ein sehr überzeugendes Buch des Gehirnforschers Gerald Hüther „Was wir sind und was wir sein könnten“ ISBN 978-3-10-032405-4

Zitat
„Aber gänzlich entgehen kann ihm kein Kind, das in einer Gemeinschaft von Menschen aufwächst, die bestimmte Vorstellungen davon haben, wie man als Mensch zu sein hat, um als Mitglied in dieser Gemeinschaft akzeptiert zu werden. Genau das, nämlich das Bedürfnis irgendwie dazuzugehören, ist der Schlüssel zum Verständnis dieses sonderbaren Anpassungsprozesses, der Menschen dazu bringt, ihr Gefühl von ihrem Verstand und ihren Körper von ihrem Gehirn abzutrennen.“
(S. 56)

Warum gibt es nicht viel mehr Menschen mit dem Mut, selbst zu denken? Warum lassen sich so viele Menschen als Finanzierer fremder Interessen missbrauchen? Warum glauben die Richter, ihnen wären „die Hände gebunden“? Warum vertreten die vom Volk gewählten Vertreter nicht die Interessen des Volkes?

Das Framing-Manual gibt Anleitung, wie dieses „Einreden“ auch mit Erwachsenen noch verstärkt praktiziert werden kann. Hier soll uns wieder etwas eingeredet werden, um die eigene Wahrnehmung zu verleugnen und sich um des Dazugehören-Wollens anzupassen.

Gemeinsam und frei - die Sehnsucht aller Menschen.
Und das zusammen mit „unser“ und „Rundfunk“ !

Geschickt von den Grundbedürfnissen des Menschen ausgehend gewählt, aber was uns da eingeredet werden soll, ist nicht in unserem Sinne, also achtsam sein und nicht mitspielen.
Wie sich etwas einschleicht, einschleift, zum Ohrwurm werden kann, ist in den unterschiedlichsten Beiträgen hier im Forum erkennbar (wenn auch in negierter Form).

Also achtsam: Die Frame­-Negierungs-­Falle!                         
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 23. April 2019, 11:56
Fiel mir schon länger auf...

...das Framing Manual, der Skandal des Monats Februar, ist binnen drei Wochen erfolgreich weggeframet worden, selbst hier im Forum.  ::)

Früher konnte man auf "Dudelfunk" und "Flimmerkiste" schimpfen mit ihrer verderblichen Wirkung auf Kinder und Erwachsene, ohne als Demokratiefeind(!) gebrandmarkt zu werden. Auf diese steile Verbindung Rundfunkkritik-Demokratiefeind wäre man selbst noch in den Nuller Jahren nicht im entferntesten gekommen.

Jetzt aber steht der Vorwurf der Demokratiefeindschaft immer im Raum, wenn man den örR kritisiert. Das moralische Framing durch ARDZDFGEZ hat bereits perfekt geklappt. So ähnlich perfekt, wie Rauchen in geschlossenen Räumen jetzt sehr verpönt ist, obwohl das vor fünfzehn Jahren maximal nur lästig war.

Leute, der Kaiser ist aber nackt!

Sprecht weiterhin von "Dudelfunk" und "Flimmerkiste". Stellt als gröbsten Unfug hin, dass ausgerechnet diese Geräte moralische Instanzen darstellen sollen.

Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cecil am 23. April 2019, 13:13
...Auf diese steile Verbindung Rundfunkkritik-Demokratiefeind wäre man selbst noch in den Nuller Jahren nicht im entferntesten gekommen.

Jetzt aber steht der Vorwurf der Demokratiefeindschaft immer im Raum, wenn man den örR kritisiert. Das moralische Framing durch ARDZDFGEZ hat bereits perfekt geklappt.

Das könnte meiner Meinung nach unter anderem auch daran liegen, dass tatsächlich demokratiefeindliche Kräfte mit großem Fleiß Medien- bzw. Rundfunk-Bashing betreiben.   
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: ope23 am 23. April 2019, 15:02
Das könnte meiner Meinung nach unter anderem auch daran liegen, dass tatsächlich demokratiefeindliche Kräfte mit großem Fleiß Medien- bzw. Rundfunk-Bashing betreiben.

Die Rede "Die Medien lügen." geht zwar schon seit Jahrzehnten umher, aber weitgehendst nur in politischen Nischen. Weder die Reps noch die NPD noch die DVU noch selbst die AfD in ihren früheren Erscheinungsformen (unter Henkel und unter Lucke und unter wer-auch-immer-noch) hatten dieses Thema an der großen Glocke. Eher wurde durchgehend beanstandet, dass die großen Medien diese Splitterparteien mieser gemacht hätten als "nötig", um es mal so zu sagen, z.B. Wortabschneiden bei Wahlkampfdiskussionen. Aber das haben "die Medien" auch schon mit den Grünen in den 1980ern gemacht.

Die Sache mit der "Lügenpresse" kam m.E. erst mit der großen Flüchtlingswelle 2015 (und meinetwegen auch mit "Silvesternacht Köln"), und auf einmal war es ganz wichtig, überall zu betonen, dass die Medien uns belügen und infolgedessen der Zwangsbeitrag abzuschaffen wäre.

Die AfD möchte den Zwangsbeitrag abschaffen, damit ARDZDFDradio über Migranten nicht so "ausführlich" und so "positiv", sondern gefälligst "objektiv" "berichten" mögen. 

Pegida samt ihrer "Lügenpresse" gibt es (erst!) seit Ende 2014 (Vorläufer waren HoGeSa usw.), und da verorte ich auch den Grund, weshalb ARDZDFGEZ sich dann überlegt haben, sich trotz ihrer Eigenschaft als atlantikbrückengestützter Dudelfunk- und Flimmerkistenbetreiber irgendwie als moralische Instanz stilisieren zu wollen. Das Framing Manual wurde 2017 in Auftrag gegeben, mit Vorlauf von zwei Jahren würde der zeitliche Ablauf gut passen. Ich glaube sogar, dass das Ding mit den demokratieschädlichen Rundfunkbeitragsverweigerern erst nachträglich in diesen "Diskussionen", die da angeblich örr-intern stattfanden, eingebracht wurden.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: drboe am 23. April 2019, 20:11
Das könnte meiner Meinung nach unter anderem auch daran liegen, dass tatsächlich demokratiefeindliche Kräfte mit großem Fleiß Medien- bzw. Rundfunk-Bashing betreiben.   

Bashing würde bedeuten, dass Kritik an den Medien im Allgemeinen und dem Rundfunk im Besonderen unberechtigt ist. Einmal kann ich solchen Vorwurf nicht nachvollziehen, er wird mit dem Brustton der Überzeugung alles gut und richtig zu machen vor allem von den Kritisierten erhoben. Zum anderen schließt man mit solcher Zuweisung objektive Kriterien für Kritik aus. Zudem ist der Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit infam, weil er den Gegenüber nicht nur herabsetzt, sondern auch die Diskussion um die Berichterstattung und Funktion von Medien verweigert, da man Kritikern so die Fähigkeit zur Sachlichkeit und dem Disput abspricht. M. E. ist die daraus und der Diffamierung deutlich werdende Verweigerung die Medien, und zwangsläufig auch ihre Macher, zum Gegenstand gesellschaftlicher Diskussion zu machen, Hochmut und ein erbärmliches Zeugnis eines eklatanten Mangels an Selbstkritik. Niemand, auch die Macher des ÖR-Rundfunks nicht, ist frei von Fehlern bzw. ohne Verbesserungspotential der jeweiligen Arbeit.

M. Boettcher
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: Philosoph am 23. April 2019, 21:53
Jetzt aber steht der Vorwurf der Demokratiefeindschaft immer im Raum, wenn man den örR kritisiert. Das moralische Framing durch ARDZDFGEZ hat bereits perfekt geklappt. So ähnlich perfekt, wie Rauchen in geschlossenen Räumen jetzt sehr verpönt ist, obwohl das vor fünfzehn Jahren maximal nur lästig war.

Leute, der Kaiser ist aber nackt!
Ich habe verstärkt den Eindruck, daß das nicht nur bei Kritik am örR verstärkt zelebriert wird, sondern auch zunehmend bei jeglicher Kritik an Zwängen und Gesetzesänderungen / -vorhaben seitens unserer Politik.

Man hat in dieser "Demokratie" völlig vergessen, daß die Entscheidungen vom Volk zu kommen haben und nicht von einer "Regierung". Man hat völlig vergessen, daß das Grundgesetz in vollem Bewußtsein der totalitären Terrorherrschaft eingeführt wurde und Vorrang vor allen anderen Gesetzen (und politischen Animositäten) haben muß.
Es wird langsam zum Alltagsgeschäft, Gesetze einzuführen, die gegen das GG oder die Menschenrechtskonvention verstoßen.

Wer das kritisiert, wird als Populist oder demokratiefeindlich bezeichnet. Wer einfach nur in Ruhe ein selbstbestimmtes Leben führen möchte, wird als gefährlich gebrandmarkt (siehe die nicht mit Fakten untermauerte Behauptung, Impfgegner würden Personen mit bestehendem Impfschutz schädigen).
Und das Volk ist von all diesem Wahnsinn und der hirnerweichenden Dauerbombadierung mit Propaganda und Frames inzwischen so überlastet, daß es gar keinen Mut mehr hat, den Wahnsinn nicht mehr wahrnehmen will.

Die zunehmend schärfer werdende Kritik am örR scheint mir ihren Grund nicht nur in (teilweise) schlechter bzw. gezielt manipulativer Berichterstattung zu liegen (wobei da nicht nur die örR beschuldigt werden müssen, sondern auch die Printmedien), sondern vielmehr darin, daß man Quatsch früher einfach nicht finanzieren mußte. Heute müssen auch diejenigen zahlen, die sich ganz bewußt gegen diese Medien entschieden haben. Da geht es ums Prinzip.
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cecil am 23. April 2019, 22:38
Früher konnte man auf "Dudelfunk" und "Flimmerkiste" schimpfen mit ihrer verderblichen Wirkung auf Kinder und Erwachsene, ohne als Demokratiefeind(!) gebrandmarkt zu werden. Auf diese steile Verbindung Rundfunkkritik-Demokratiefeind wäre man selbst noch in den Nuller Jahren nicht im entferntesten gekommen.

Dass eine kritische Bewegung entstand, dürfte auch mit der Verbreitung der "sozialen Medien" zu tun haben. Facebook/twitter & Co. erlauben eine viel weitere und schnellere Verbreitung von Meinungen. Zwar gab es Internet anfang des neuen Jahrtausends, jene jedoch noch nicht.

Es ist sicherlich ein leichtes, Kritik an Rundfunkinhalten und vor allem auch am Rundfunkbeitrag abzuwehren, indem man alle Kritik der politisch extremen Ecke zuschreibt. Der Rundfunkbeitrag ist schließlich sakrosankt. Das Framing zielt auf alle ab.

Andererseits gibt es auch auf seiten der Rundfunkbeitragsgegner/innen unterschiedliche Meinungen, die reichen im Extrem von Abschaffung des örR über Gesundschrumpfung zu Verschlüsselung der Inhalte etc. Mag sein, dass bei mancher Vorstellung über zukünftige Gestaltung der Rundfunklandschaft auch politische Einstellungen und Interessen eine Rolle spielen. 
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: marga am 25. April 2019, 09:41
Die Verwirklichung des "Framig-Manual der ARD" findet nun  einen seiner "Höhepunkte"  in der Symbolik des "Nachrichtensprechers des ZDF", die da  lautet wie folgt:

Zitat von: Bürger am Heute um 00:04
Zitat
(...)
Die Moderatoren drückten dafür ihre Unterarme gegeneinander:
Diese Geste steht in den Filmen für Blutsbrüderschaft und ewige Verbundenheit.
[...]

Weiterlesen bitte hier:
Claus Kleber: Rührender "Winnetou"-Abschied für Martin Böttcher
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30832.msg192423.html#msg192423

PS:
Klaus Kleber ist kein "Moderator".
Er ist  ein "Nachrichtensprecher", der  Nachrichten und Wahrheiten verbreiten soll!  ;)

Anscheinend bleibt dem  "Betrachter keine Wahl", oder?

Zitat
(...)
Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt.
(...)
:o   Hervorhebung nicht im Original!

L e i t s ä t z e zum Urteil des Ersten Senats vom 18. Juli 2018
Quelle: https://www.bverfg.de/e/rs20180718_1bvr167516.html
Titel: Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
Beitrag von: cook am 30. April 2019, 22:14
Nicht nur hatte der Skandal um die Propaganda-Fibel der Wehling keinerlei Konsequenzen für die handelnden Personen.

Vielmehr bekommt die Fake-Institut-Framerin offenbar noch weitere Auftritte im ÖRR zugeschustert:
Die öffentlich-rechtlichen und die Wehling
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30925.0.html
Zitat
Zwei Jahrestage, ein Demokratievergleich: 70 Jahre Grundgesetz und 100 Jahre Weimarer Verfassung geben Anlass zur Debatte, ob sich angesichts aktueller Entwicklungen die Frage nach einem Rückfall in "Weimarer Verhältnisse" stellt (...)
Renommierte Fachleute für Geschichte, Politik- und Sprachwissenschaft wie Heinrich August Winkler, Frank Bösch, Ursula Büttner, Elisabeth Wehling, Hedwig Richter, Andreas Rödder, Manfred Görtemaker oder Andreas Wirsching nehmen Stellung.

Man versucht gar nicht mehr, den Anschein zu erwecken, die dummen Fernsehzuschauer würden nicht nach Strich und Faden verarscht.

Wer zahlt für sowas?