Autor Thema: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual  (Gelesen 3976 mal)

Online pjotre

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #15 am: 20. Februar 2019, 10:14 »
Größenordnung "40 000 Euro monatlich für die renommierte Sprachforscherin?
Siehe weiter oben hier im Thread unter https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.msg189161.html#msg189161

90 000 Euro für 89 Seiten: Vermutet werden kann die Faustregel "1000 Euro pro Seite"
- vielleicht stimmig bei wirklich wissenschaftlichen Gutachten - also mit Schrifttumsanalyse, Zitaten, Quellenverweisen.
Für das Gutachten von Professor Paul Kirchhof von 2010 in Sachen Rundfunkabgabe tippe ich auf mehr pro Seite (mehr Arbeit, aber auch mehr Geld - möglicherweise insoweit durchaus o.k.). 

Auch "40 000" bei den "Woek-Schobs"?
10 000 Euro pro Workshop. Man rechne 3 Tage für die Kernarbeit. Mehr als 1 pro Woche ist aber schlecht drin.
4 im Monat macht 40 000 Euro.

Nur das Anderthalbfache der Bundeskanzlerin?
Wenn vorstehende Schätzwerte richtig sein sollten, so käme die renommierte Sprachforscherin nur auf rund 40 000 Euro? Sie forscht im fernen Berkeley (so war es gerade wieder aus irgendeiner Journalistenfeder in diesen Tagen herausgezuckt), vergisst aber ihre Wurzeln nicht und arbeitet trotz allem und mit finanziellen Zugeständnissen im merry old Germany and Austria.
Wir sind alle zutiefst gerührt und unsere Danksagung ist grenzenlos. (Das Lesen der Kommentare hier im Forum ist überzeugender Beleg, wie dankbar Bürger dies empfinden.)

Die Strategie der Offenlegung der Vergütungen müssen wir auch strategisch interpretieren:
Der Gegner hat gewählt: "Lieber ein Ende mit Schrecken als eine unendlich lange Diskussion."
Selbstverständlich beobachtet der Gegner auch dies Forum.

Und dann haben alle Journalisten ihr Thema bald abgehakt und die Sache ist weg und vergessen?
Ja, stimmt. Und jetzt aber kommen wir(!) ins Spiel. Unser Job muss sein, dass dies nicht vergessen wird.

Aus einer Mail an @pjotre:
"Ein Lob auf den Feminismus. Endlich durch 3 Frauen erwiesen: Auch für Frauen gilt das Peter-Prinzip."
Das ist unvertretbar bösartig und meint nämlich: Jeder steigt in der Karriere auf, bis er / sie einen Posten hat, der oberhalb der Qualifikation liegt. Aber das bürokratische System schützt vor Entfernung aus der Position - eine Pyramide auf dem Kopf stehend, wo unten denkt und oben Überforderung lenkt.
Auch Befürwortern der Gleichberechtigung (nicht: Gleichheit) von Mann und Frau ist es bewusst: Gemeint ist: Das Quotenprinzip hat seine Tücken.

Wir sollen hier bitte auf keinen Fall in eine Erörterung hierüber abgleiten. @pjotre erklärt hier auf keinen Fall, dass er sich der hier als Kritikgrundlage zitierten Einzelmeinung anschließen würde.

Betrachten wir die fortbestehende rechtliche Hebelwirkung der 120 000 Euro.
Um einmal an das römische Konzept des "Triumvirats" anzuknüpfen:
Hier bestand faktisch, soweit bisher erkennbar, ein "Triumfeminat" der verbalen Kommunikation, das
(1) die Worthülsen-Proliferation
(2) zu Lasten der Rundfunkabgabe absegnete.

Es geht bei den Worthülsen um den Kern von Rechtsstaat und Demokratie - Stichwort "Wahrheitsministerium". Schlimm genug, dass das sich kollektiv jahrelang und letztlich jahrzehntelang herausgebildet hatte bei ARD, Politik, Bundesverfassungsgericht.

Dem wurde aber durch aktives Handeln und Finanzieren der Vorsatz und die Übersteigerung bis ins Surrealistische beweiskräftig oben drauf gesetzt und zwar nachhaltig über einen langen Zeitraum. Wir Bürger konnten uns schon immer viel Blabla-Missstand vorstellen, weil Realität. Aber was hier an Surrealismus zu Tage trat, hätten selbst die bösartigsten Kritiker sich allenfalls im Traum vorstellen können: Surrealistisch, phantomhaft. Orwells Unvorstellbares - hier nicht nur Fiction, sondern Bestandteil des Realen geworden.

Konsequenzen für die Beteiligten?
Die renommierte Sprachforscherin hat ihren Bekanntheitsgrad zwar enorm gesteigert (Framing-Regel 1), aber in negativ belegter Richtung (Verstoß gegen Framing-Regel 2). Kurz gesagt, sie wird in den nächsten Jahren wohl weniger leicht hoch bezahlende Kunden finden - oder sieht @pjotre das verkehrt?

Bleibt Intendantin Dr. jur. Wille, MDR.
Wenn dies nicht ohnehin system-intern zu ihrem Waterloo führt, so müssen wir Bürger bestrebt sein, Klarheit herbeizuführen, ob sie für ihr jetziges Amt unverändert als die optimal geeignete Person anzusehen ist.

Bleibt Generalsekretärin Dr. jur. Susanne Pfab.
Ausschlaggebend ist die Frage, wie ihre interne Verhaltensweise war, was die 3 Workshops anbetrifft. Das ist bisher noch nicht klar liegend. Sollte sie für diese 3x 10 000 Euro die initiierende koordinierende Person gewesen sein, so würde der Autor dieser Zeilen an ihrer Stelle überlegen, ob die Niederlegung des Amts sie frei machen würde:
(Bewerbungssprech-Framing-Highlight:) "für das Suchen von neuen Herausforderungen."

Wichtig wäre aber auch, zu wissen: Wer waren eigentlich die Teilnehmer der Workshops? Auch die Textbaustein-Texter des Kölner Etablissements "Beitrags"-"Service"? Auch die Website-Texter der komischen Gehirn-Manipulations-Website für Mindergeistige "Wir sind deins" oder so?
(Wohl taggleich mit ARD-Antritt von BR-Intendant Wilhelm wurde diese absurde Website mit ihren zahlreichen Rechtslage-Mängeln aus dem Netz genommen.)
Vor allem diese Website hat @pjotre als ein verbales Voll-Äquivalent zum MANUAL der renommierten Sprachwissenschaftlicherin in Erinnerung.

Das gezahlte Geld ist der Pferdefuß für die Entscheider.
Wer hat das entschieden? Alleingang oder Gremien? Falls Gremien, was wurde denen als Entscheidungsgrundlage unterbreitet?
Also, sobald der Geschütznebel vom Wind verweht sein wird in rund 2 Wochen, beginnt unser Bürgerrechtler-Auftrag, dass vorstehende Fragen erörtert werden.
Sollte das die Karriere einer Intendantin beenden, so wäre das ein total ungewollter Kollateralschaden, den wir zutiefst bedauern würden, da darf ich wohl für alle sprechen, oder?


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 13:13 von Bürger »
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Offline ChrisLPZ

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #16 am: 20. Februar 2019, 11:01 »

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/weltn24.png

Welt, 20.02.2019

ARD legt Kosten für das umstrittene „Framing Manual“ offen


dpa/cba

Zitat
[…] Auch ARD-Chefredakteur Rainald Becker hält die Reaktionen auf das „Framing Manual“ für unverhältnismäßig: „Ich kann da keinen Skandal entdecken, wie einige das getan haben. Wir haben niemanden unter Mindestlohn bezahlt, wir haben niemanden unterdrückt. Ich finde das eine künstlich aufgeblasene Diskussion.“ Es sei gut, wenn sich die ARD mit Sprache und Begrifflichkeiten auseinandersetze, sagte Becker. „Ich persönlich hätte dieses Papier aber nicht gebraucht.“ Wehling hatte zum Thema „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“ zum Beispiel empfohlen, die ARD solle nicht nur Fakten nennen, sondern immer in Form von moralischen Argumenten kommunizieren, wenn sie möglichst viele dazu bringen wolle, sich hinter die Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu stellen. Gerade in den sozialen Medien war schnell die Kritik an dem ARD-Papier laut geworden, der Sender versuche, die Diskussion über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu manipulieren, und gebe Mitarbeitern Sprachregelungen vor.


ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab hatte diese Kritik bereits am Donnerstag zurückgewiesen: Das „Framing Manual“ sei als Angebot an die Mitarbeiter gedacht, sich mit dem Thema offen auseinanderzusetzen. „Wie sie dann kommunizieren, ist jeder und jedem selbst überlassen“, sagte sie.[…]

Wehling, die in Berkeley (Kalifornien) in Linguistik promoviert hat, gilt als Expertin für Framing. […]

Weiterlesen auf:
https://www.welt.de/kultur/medien/article189078927/ARD-legt-Kosten-fuer-das-umstrittene-Framing-Manual-offen.html

einige Leserkommentare:
Zitat
ARD Mantra 2019:
Relativiere, was Du nicht verbergen kannst.
Bestreite, was Du nicht offenlegen willst
und habe die Naivität daran zu glauben,
noch ernst genommen zu werden.

Zitat
Und es fehlen die Namen aller, aber auch wirklich aller mit dem Vorgang in der ARD und möglicherweise auch in Parteien Betroffener bzw. Beschäftigter.

Zitat
Interessant, wie oft in diesem Beitrag das Wort Workshop vorkommt. Oder die Kombination "nur Workshop". Niemand hatte vor, die Öffentlichkeit zu framen. Niemandem ist etwas vorzuwerfen, denn es wurde kein Mindestlohn bezahlt (offensichtlich nicht) und niemand "wurde unterdrückt". Wer hätte denn unterdrückt werden sollen, Frau Wehling?

Was noch fehlt, ist der Wortlaut des Auftrags an Frau Wehling. […]

Zitat
Dem ARD-Vorsitzenden würde ich folgende Fragen stellen:

#1 Wurde der Auftrag für das Gutachten öffentlich ausgeschrieben?

#2 Wenn der Auftrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde, wo liegen in der ARD die Wertgrenzen für freihändige Vergaben? *)

#3 Ist Framing derzeit die einzige Methode um für die Kommunikation der ARD Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht entwickeln zu können?

#4 Wenn es neben Framing noch andere sprachwissenschaftliche Ansätze oder Methoden gibt, warum hat man sich dafür entschieden bzw. welche Vorteile werden Framing gegenüber anderen Methoden zugesprochen?

#5 Besteht nicht die Gefahr, dass durch die Fokussierung auf eine Methode die Entwicklung einer Unternehmenskommunikation von Anfang an einseitig verengt wird?

#6 Ist Frau Wehling die einzige Expertin für Framing?

#7 Hat man in der ARD nicht die Gefahr gesehen, dass die Beauftragung von Frau Wehling, die mehrfach in Talkshows der ARD zu Gast war, öffentlich Wellen schlägt? **)

*) zu #2
Im öffentlichen Vergaberecht dürften die Wertgrenzen deutlich unter 90.000 Euro liegen.
Aber das kann sich geändert haben.

**) zu #7
Der Begriff "Hoflieferantentum" ist im öffentlichen Vergabewesen ein gängiger Begriff.

Zitat
Auch in diesem Artikel von der Dpa ist wieder fälschlicherweise behauptet worden, Framing würde den Rahmen setzten wie wir Diskutieren. Falsch! Framing setzt den Rahmen wie wir Denken. Das ist ein wesentlicher Unterschied!

Zitat
Lieber mehr Rente und Geld für die Oma, anstatt für ARD, ZDF und MOMA....

Zitat
Sagen wirs mal wie es ist: Gebührengelder werden dafür verwandt, den Bürger zu manipulieren. Das sollte personelle Konsequenzen haben und uns zum Nachdenken über das Gesamtmodell des ÖR bewegen.

Zitat
Die letzten Tage Roms...

Sollte einer der Autoren der hier zitierten Leserkommentare gegen die Veröffentlichung seines Statements hier im Forum seine, dies bitte kurz per PM mitteilen. Der Kommentar wird dann umgehend gelöscht.


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Offline Kurt

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #17 am: 20. Februar 2019, 11:30 »
Tach zusammen,

mir gefällt der Vorgang (auch) nicht - wir sollten aber hier in diesem Forum bei der gewohnten Sachlichkeit bleiben bzw. dorthin zurückkehren!?

Zitat
BILD, 19.02.2019
Sender-Chef nennt Aufregung "völlig übertrieben"
ARD zahlte 120 000 Euro für Umerziehungs-Fibel
von Nikolaus Harbusch, Kai Weise und Ralf Schuler

Zitat
[...] Ein ARD-Sprecher zu BILD: „Die Initiative, sich mit Sprache und ihrer Wirkung eingehender zu beschäftigen, ist vor etwa zwei Jahren – einer Zeit, in der die Medien generell stark kritisiert wurden – unter dem ARD-Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) entstanden. Dieser hatte die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen. Die Kosten für die Arbeitsunterlage und begleitende Workshops beliefen sich auf 90 000 Euro, die der MDR als ARD-Vorsitzanstalt bezahlt hat. 30 000 Euro hat zudem das ARD-Generalsekretariat für Folgeworkshops bezahlt.“ [...]

weiterlesen unter
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/ard-zahlte-120000-euro-fuer-umerziehungs-fibel-60240172.bild.html?wtmc=twttr.shr

Insgesamt beliefen sich jetzt also die GESAMTKOSTEN sowohl für diese Arbeitsunterlage UND begleitende Workshops auf 120.000 Euro.

Bliebe herauszufinden was die Erstellung der 89-seitigen Arbeitsunterlage denn gekostet hat > OHNE (begleitende) Workshops.

Auf alle Fälle - nach obigen Aussagen - (viel?) weniger als 90.000 Euro.

Gruß
Kurt


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 12:02 von Kurt »
"Deutschland, unendlich viele (ok: 16) Bundesländer. Wir schreiben das Jahr 2019. Dies sind die Abenteuer abertausender ÖRR-Nichtnutzer, die sich seit nunmehr 6 Jahren nach Beitragseinführung immer noch gezwungen sehen Gesetzestexte, Urteile usw. zu durchforsten, zu klagen, um die Verfassungswidrigkeit u. die Beitragsungerechtigkeit zu beweisen. Viele Lichtjahre von jeglichem gesunden Menschenverstand entfernt müssen sie sich Urteilen unterwerfen an die nie zuvor je ein Mensch geglaubt hätte."

Offline ChrisLPZ

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #18 am: 20. Februar 2019, 20:26 »
Merkur, 20.02.2019
SPRACH-LEITFADEN KOSTETE 120.000 EURO
Kommentar: Die Sprach-Tricks der ARD

Um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken und die private Konkurrenz zu verunglimpfen, hat die ARD einen Sprach-Leitfaden erstellen lassen. Kostenpunkt: 120 000 Euro. Die Beitragszahler sollten sich das nicht bieten lassen, findet Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.
https://www.merkur.de/politik/kommentar-sprach-tricks-ard-11784153.html

Zeit Online, 20.02.2019
Sender legt Kosten für umstrittenes Framing-Gutachten offen
120.000 Euro hat die ARD in ihr umstrittenes Manual zur Wirkung ihrer Sprache investiert. Der Vorsitzende hält die Aufregung für "völlig übertrieben".
https://www.zeit.de/kultur/2019-02/ard-framing-gutachten-kosten-offenlegung-rundfunkbeitrag-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 02:46 von Bürger »

Offline maikl_nait

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #19 am: 21. Februar 2019, 11:14 »
Nun, da ist ja endlich die Spitze des Eisbergs (=Framing-Manual) zu sehen...

... allein, das kann noch nicht alles sein: seit 2013 werden vom ÖRR, und diversen von ihm abhängiger Schreibern in Zeitungen, solche Begriffe lanciert wie "Schwarzseher", "Beitragspreller", "Beitragsverweigerer", "Reichsbürger", "rechte Populisten", und gar "Solidaritätsschmarotzer" -- um den demokratisch möglichen und politisch notwendigen Diskurs über eine Grundbedürfnis-Bebeitragung zu vergiften.

Den Abstand zwischen "Solidaritätsschmarotzer" (Framing-Neusprech) und "Parasit", "Volksschädling" (Dr. Joseph G. läßt grüßen) könnte ich gefühlt höchstens noch mit einem Mikroskop ausloten.

Ich gehe daher davon aus, daß das (Workshops) schon länger läuft, und das Framing-Manual (nach derzeitigem Stand) nur ein erstes "Papier gewordenes" Zwischenergebnis darstellt.

-> Pfab bezahlte die Workshops, in denen das Zeug verbal in die Schädel der Anwesenden geprügelt wird (ua. "Bild") -- NEIN, "das war keine Handlungsanweisung" (Pfab) -- ja, stimmt, das war Hirnwäsche...

-> Wille erzählt von "Kontrollierter Demokratie" -- NEIN, das hat nichts mit Framing zu tun (zumindest äußert sich Wille nicht dazu) -- mag sein, auf der "Baustelle Demokratie" geht es wohl eher um Abriß und Zensur.

Diese Zwei sind aber nicht alleine tätig. Da ist ein Netzwerk unterwegs, welches sich nicht nur den ÖRR usurpiert, sondern sich auch tief in die Printmedien eingegraben hat.

Das sieht man auch an denen, die die Bedeutung dieses Manuals in Zeitungsartikeln herunterspielen.

PS: Für das Einbringen in Verfahren könnten daher Zeitungsartikel durchforstet werden, um die Verbindung von Framing-Begriffen über ÖRR-tätige Journalisten mit dem ÖRR-Framing-Manual zu belegen. Manipulation ist nicht die vom BVerwG postulierte, auszutauschende "mögliche Leistung" ("ordentliche Berichterstattung").

MfG
Michael


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 02:47 von Bürger »
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Offline ticuta

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #20 am: 21. Februar 2019, 15:46 »
danisch.de (blog) 21.02.2019

http://www.danisch.de/blog/2019/02/21/die-ard-und-das-120-000-euro-framing-manual

”Es stinkt nach Korruption und Untreue.”
”Warum sollte sich ein riesiger Senderkomplex mit jeder Menge „ausgebildeter Journalisten” und Sprachakrobaten von einer beraten lassen müssen, die sich so ungelenk und meines Erachtens primitiv ausdrückt.”

Edit "ChrisLPZ":
Bei Antworten innerhalb eines Threads die Betreff-Zeile bitte nicht ändern.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 21. Februar 2019, 15:50 von ChrisLPZ »

Offline ticuta

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #21 am: 21. Februar 2019, 16:04 »
freiewelt.net, 21.02.2019
Gezahlt von Ihrer Zwangsabgabe
Framing-Papier der ARD kostet 120.000 Euro
Das Framing-Papier der ARD, mit dem die Sendeanstalt sich zukünftig in der Öffentlichkeit besser präsentieren will, kostet 120.000 Euro. Gezahlt wird diese Summe wieder einmal von dem Geld, welches dem Bürger per Zwangsabgabe abgepresst wurde.

Zitat
[...] Stattdessen wird eine Art »Neusprech« bei der ARD eingeführt; analog zu den Vorgängen, wie sie George Orwell in seinem Buch »1984« beschrieben hat. Aus den zweifelnden TV-Zuschauern sollen durch die neuen Wortschöpfungen »Gutdenker« werden. Und weil sie solche Gutdenker sind, zahlen sie ihren Umerziehungskurs direkt selbst: durch die geleistete Zwangsabgabe.

weiterlesen unter
https://www.freiewelt.net/nachricht/framing-papier-der-ard-kostet-120000-euro-10077119/


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 03:14 von Bürger »

Offline Adeline

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #22 am: 22. Februar 2019, 05:35 »
Die Rechtfertigung der Frau Pfab, die 120 000 € beinhalten nicht nur das Manual sondern auch Workshops, machen die Sache für mich noch erschreckender.

Da gibt es nicht nur ein Papier, nach dem Papier wird trainiert!

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ÖRR können lernen, wie sie mit Menschen umzugehen haben, die kein Interesse an den Angeboten des ÖRR haben. Sie können trainieren, wie sie sich am besten dumm stellen und ihr Gegenüber für dumm verkaufen.

Wenn sie das können, sind sie bestens geeignet, den  „Bildungsauftrag“ des ÖRR zu erfüllen?

Also Workshops, sich den respektvollen Umgang mit seinen Mitmenschen abzutrainieren? Nach dem Motto:
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen!
(Haben die Richter an den VG auch schon solche Workshops besucht?)

Statt die Veränderungen des Lebens als Herausforderung zu meistern, werden Lebensverachtung und Lebensvermeidung trainiert?

Besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Workshops freiwillig oder sind das Zwangsveranstaltungen wie die Rundfunkzwangsabgaben?

Das ist für unser Land Demokratie erhaltend? Dafür müssen alle zahlen, die für ihre Existenz eine Wohnung beanspruchen?


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Ein Herzenswunsch: Mögen alle erkennen, was wirklich wichtig für das Leben in unserer Welt und damit auch für das eigene Leben ist! Mögen sich alle den beglückenden Erfahrungen des Miteinander zuwenden, statt das destruktive Gegeneinander fortzuführen!

Eine Überzeugung: Jeder Mensch hat das Potenzial in sich, sich jederzeit für eine neue Richtung in seinem Leben zu entscheiden.

Offline ChrisLPZ

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #23 am: 22. Februar 2019, 10:19 »
siehe auch:
Tagesspiegel, 12.02.2019
Führte Sprachwissenschaftlerin Wehling die ARD in die Irre?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30241.0.html


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 02:51 von Bürger »

Offline maikl_nait

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #24 am: 22. Februar 2019, 11:27 »
Wie der Tagesspiegel berichtet
Tagesspiegel, 12.02.2019
Führte Sprachwissenschaftlerin Wehling die ARD in die Irre?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30241.0.html
paßt dazu der Artikel von Bockenheimer.

Der Tagesspiegel hat schon mehrfach versucht, die Sache herunterzuspielen -- jetzt probiert der Tagesspiegel, die Frau W als Nebelkerze zu verheizen, um von Verhalten und Gesinnung der ARD-Oberen abzulenken.

Für mich sind Vita und Institut von Frau W höchstens ein Problem der ARD -- das Framing-Neusprech, das die ARD bereits anwendet, ist das eigentliche, größere Problem.

MfG
Michael


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 02:52 von Bürger »
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Offline ChrisLPZ

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #25 am: 22. Februar 2019, 18:08 »
finanzmarktwelt.de, 21.02.2019

Rundfunkbeitrag kommt ja eh rein – warum diese 120.000 Euro Kosten keine Lappalie sind

Von Claudio Kummerfeld

Zitat
Ulrich Wilhelm als Chef des Bayerischen Rundfunks ist derzeit in Personalunion auch Vorsitzender der ARD. Vorher war er jahrelang Pressesprecher von Angela Merkel. Immer stärker drängt er darauf, dass die Ministerpräsidenten der Bundesländer in diesem Frühjahr nun endlich den Weg frei machen sollen. Der Rundfunkbeitrag soll mal so richtig kräftig steigen. Die Parole ist klar. Wir haben schon so stark gespart wie es nur irgendmöglich ging. Schließlich soll ja mit den wertvollen Geldern der zwangsweise zahlenden Bürger sparsam gehaushaltet werden, richtig? Man drehe schon jeden Groschen um, so tönte es auch schon mal wortwörtlich von Offiziellen der ARD. Zuletzt drohte Ulrich Wilhelm sogar mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, wenn der Rundfunkbeitrag nicht erhöht werde. Denn dann könne der Qualitätsstandard der Öffentlich Rechtlichen nicht mehr wie bisher erfüllt werden. Dazu hier nochmal unser Artikel zu FAKE-Reportagen in der ARD mit gecasteten Schauspielern. Da könnte man ja schon mal was einsparen, bevor man mehr Geld vom Bürger verlangt (unsere bescheidene Meinung).

Rundfunkbeitrag fließt ja eh – was jucken uns da schon 120.000 Euro?
[…]
Wir haben zwei Probleme mit diesem Framing-Handbuch
[…]

Weiterlesen auf:
https://finanzmarktwelt.de/rundfunkbeitrag-framing-117939/


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Online PersonX

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #26 am: 02. März 2019, 13:10 »
Aus
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg189873.html#msg189873
Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Art von Schrifttum von ihren Beiträgen finanziert wird.
Vorsichtig bei der Behauptung, dass dafür Beitragsgelder verwendet wurden, solange das nicht gesichert ist.
Möglicherweise gab es einen Spender oder Werbeeinnahmen. Soweit PersonX bekannt ist, wurde bisher nur der Preis genannt, aber noch nicht, woher das Geld dafür stammt ;) Falls es jemand besser weiß, bitte berichtigen. Bis dahin:
Es sollte dann eher eine Meinungsäußerung werden, dass es z.B. ungeheuerlich sein würde, wenn dafür Beitragseinnahmen Verwendung finden würden.


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« Letzte Änderung: 02. März 2019, 23:22 von Bürger »
Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline tigga

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #27 am: 02. März 2019, 20:06 »
Vorsichtig bei der Behauptung, dass dafür Beitragsgelder verwendet wurden, solange das nicht gesichert ist.

Dazu aus Spiegel.de, 01.03.2019 (Paywall)
CSU-Chef Söder kritisiert ARD und ZDF
"Ich finde es schwer verständlich, dafür Rundfunkbeiträge zu verwenden"

http://www.spiegel.de/plus/markus-soeder-ueber-das-ard-framing-manual-und-wie-man-junge-zuschauer-zurueckgewinnt-a-00000000-0002-0001-0000-000162664703
Zitat
Spiegel: Der Begriff des "gemeinsamen, freien Rundfunks" wird der ARD von einer Beraterin empfohlen, die im Auftrag des Senders ein sogenanntes Framing-Handbuch erstellt hat. Finden Sie es sinnvoll, dass sich die ARD mit solch einem Begriff verkaufen soll?
SöderIch finde es schwer verständlich, für so etwas Beitragsmittel zu verwenden. Ein Rundfunk sollte durch Programm und Qualität und nicht durch Marketing überzeugen. Daher ist die Framing-Debatte unglücklich. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kommt damit unter den Verdacht, die Zuschauerinnen und Zuschauer bewusst beeinflussen zu wollen.
[lesbarer Teil der Vorschau]


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« Letzte Änderung: 02. März 2019, 23:22 von Bürger »
Sand ist ein toller Stoff. Man kann damit ganze Lager lahmlegen, oder Burgen draus basteln, oder auch Rost entfernen - mit genügend Druck.

Offline befreie_dich

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #28 am: 02. März 2019, 20:54 »
Bitte beachten: z.B. in dem Unternehmen in dem ich arbeite, bekomme ich Workshopteilnahme als Arbeitszeit bezahlt. Stellt sich die Frage wie das bei der ARD / ÖRR-Mitarbeiter*innen bei den Workshops zum "Framing Manual" war? Es gibt einen Grundaufwand für das "Framing Manual" der mit Runkbeiträgen geleistet wurde. Das halte ich für unstrittig. Die gesamte Finanzierung des "Framing Manuals" ist eine andere Frage. Herr Söder sagt nicht genau wofür Beitragsmittel verwendet wurden. Von daher Vorsicht bei der Behauptung (für was genau), solange das nicht gesichert ist.

Genaueres, rund um die Aussagen von Herr Söder, hier:

Söder will grundlegende Reform des Rundfunkbeitrags (Indexierung)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30319.msg189896.html#msg189896


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« Letzte Änderung: 02. März 2019, 21:29 von befreie_dich »
Wer sieht dich, selbst wenn du ihn nicht siehst?
 - Der ÖRR.

Offline unGEZahlt

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Re: Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
« Antwort #29 am: 02. März 2019, 21:29 »
Die gesamte Finanzierung des "Framing Manuals" ist eine andere Frage. Herr Söder sagt nicht genau wofür Beitragsmittel verwendet wurden. Von daher Vorsicht bei der Behauptung (für was genau), solange das nicht gesichert ist.

Es ist vielleicht nur ein Indiz.
Aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk bezeichnet Werbeeinnahmen offiziell ja sinngemäß als unmoralisch.
So ja bspw. mittels der Werbekampagne "#scheisswerbung" von funk.net.
( Quelle: https://fragdenstaat.de/anfrage/kostenaufstellung-der-werbekampagne-scheisswerbung-von-dem-internetangebot-funk/ )
Zumindest nach deren Eigenaussagen dürften ARDZDFDR ja somit dann keine unmoralischen, Medienkapitalitisch-Heuschreckenartigen "#Scheisswerbung"s-Einnahmen verwenden.

Vielleicht ein 2. Indiz.
Die Liste mit diesen Werbefinanzierungsmärchen wird ja immer länger und länger ( "Quizduell", Gottschalks Millionen-Gehalt für nichtproduzierte Sendungen, Fussball-Millionärs-Finanzierung, Buhrows Altersrückstellungen, "Tagesschau", HD, IRT-Skandal undundund .... ) .
Bekommen die selbsternannten Qualitätsanbieter von ARDZDFDR durch ihre "#Scheißwerbung" denn wirklich so viel Geld rein, dass sie so viel vollkommen Rundfunkbeitragsunabhängig bezahlen können? Dann bräuchten sie doch gar keinen Rundfunkbeitrag mehr ( ? )

Markus


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« Letzte Änderung: 02. März 2019, 23:23 von Bürger »
Lebenslänglich für NICHTS? -> Nein Danke, ö.-r. R.!
Ist der Rundfunkbeitrag nun die Strafe für das Bedürfnis, ein Dach über den Kopf haben zu wollen?
Zwangsbeitragszahlung = Korruptionsunterstützung. Das zahle ich NICHT, schon allein aus Gewissensgründen.

Ulrich Wilhelm (sinngemäß auf der BVerfG-Toilette) : "Wenn sie ARDZDFundDR nicht bezahlen können, dann sollen sie doch ihre Handys verkaufen!“

( Quelle: https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28135.msg177046.html#msg177046 )

Tags: ard framing-manual