Autor Thema: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll  (Gelesen 33297 mal)

Offline ope23

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #120 am: 18. Februar 2019, 00:13 »
An das Buch LTI denke ich auch schon die ganze Zeit (...auch "heute" noch sehr lesenswert).

Nachrichtenframes halten sich übrigens ca. drei Wochen, dann wird die Nachricht vergessen. Darauf wird die ARD sicher setzen.  >:(

Also dranbleiben, Leute!

Vielleicht Titelblatt und einleitenden Absatz (auf Seite 3) ausdrucken und an den Infoständen auslegen?  ::)


zum frischen Posting direkt vor mir: Ja, gute Idee... den Text mal kommunikationstheoretisch durchkämmen, für wen er geschrieben ist als Hilfestellung zur Verteidigung gegen wen.

Mir fällt sofort auf, dass der Text wie eine leicht lesbare Broschüre, also wie ein Ratgeber gehalten ist und eben nicht im trocken-analytischen Ton eines wissenschaftlichen Texts.


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Offline Bürger

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #121 am: 18. Februar 2019, 00:54 »
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
Was hat es mit dem so genannten "Framing Manual“ auf sich?

Als Medienverbund, der tagtäglich mit Sprache arbeitet, ist es für die ARD selbstverständlich, sich mit Begriffen und ihrer Wirkung zu beschäftigen – auch in Bezug auf die Kommunikation über sich selbst. Vor etwa zwei Jahren hatte die damalige ARD-Geschäftsführung unter Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen.
Zitat
Daraus ist 2017 eine Arbeitsunterlage entstanden, welche mit „Framing Manual“ überschrieben ist. Aufgrund des missverständlichen Titels ist diesem von Frau Dr. Wehling entworfenen Papier nun allerhand Bedeutung zugeschrieben worden. Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet.[…]
Weiterlesen auf:
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_zum_Framing_Manual/5314070/index.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

So, so... es ist also nur eine "Arbeitsunterlage", die
"weder [...] eine neue Kommunikationsstrategie noch [...] eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung" sondern nur "Vorschläge" darstelle,
und lediglich als "Diskussionsgrundlage" und "Denkanstoß" diene.

Nach dieser Sichtweise ist wohl auch der RBStV nur eine "Arbeits- und Diskussionsgrundlage" und Festsetzungsbescheide, Mahnungen, Vollstreckungen, tlw. sogar Haftanträge etc. ledigliche "Vorschläge"?!? Sehr gut... ::)

Man lese wirklich die - "missverständlich" ?!? - als "Manual" bezeichnete, aber nicht minder schlimme "Handlungsempfehlung"/ "Vorschläge-Broschüre"... beginnend schon auf Seite 3
(Hervorhebungen nicht im Original)
Zitat
[...] Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines
gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen – auch und gerade in Zeiten, in denen Gegner der ARD deren Relevanz in Frage stellen und orchestrierte Kampagnen fahren, die die ARD in starken Bildern und Narrativen abwerten – dann muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden. In Form von Argumenten also, die eine moralische Dringlichkeit kommunizieren und eine Antwort auf die Frage geben: Wieso ist die ARD gut – nicht schlecht, wie Ihre Gegner es halten; und wieso ist es wichtig und richtig, die ARD in ihrer Form zu erhalten – nicht überflüssig und falsch, wie Ihre Gegner es propagieren.

Das bedeutet, dass die Worte, Slogans und Narrativen, die Sie verwenden, ein primäres Ziel haben müssen: das Ziel, bei der Diskussion von Fakten rund um die ARD und Themen wie „Beitragszahlungen“ oder „Strukturreform“ immer zunächst ihre moralische Perspektive sprachlich offenzulegen. Denken und sprechen Sie nicht primär in Form von Faktenlisten und einzelnen Details. Denken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen. Der Grund ist einfach: Wenn Menschen sich für oder gegen eine Sache einsetzen, dann tun sie das nicht aufgrund von einzelnen Faktenargumenten und auch nicht aufgrund eines reinen Appellierens an ihren materiellen Eigennutz. Sondern, sie tun es, wenn sie das Gefühl haben, dass es ums Prinzip geht. Dass bei einer Sache das moralische Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist oder droht, aus den Fugen zu geraten. Dass etwa Menschen ein Unrecht angetan wird (sagen wir, durch „Zwangsgebühren“), und es daher einen gemeinschaftlichen Auftrag gibt, dieses Unrecht zu korrigieren (indem wir Bürgern „die Freiheit zurückgeben“, über den „Erwerb von Rundfunkangeboten“ selbst zu entscheiden).
[...]

Ab Seite 82 dann zusammenfassend:
Zitat
Fakten in moralische Frames einbetten

In den Teilen 1 bis 4 haben wir für die Themen
Unser Rundfunk ARD (Legitimation),
Freiheit (Unabhängigkeit),
Beteiligung (Beitragsakzeptanz) und
Zuverlässigkeit (Reform & Zukunft)
jeweils diejenigen Framings aufgezeigt und linguistisch umgesetzt, die die moralischen Prämissen der ARD in klaren Worten und mit moralischer Dringlichkeit greifbar machen. Wir haben zudem immer wieder beispielhaft kurze Abhandlungen dazu eingebaut, wie die jeweiligen moralischen Framings mit Gegebenheiten und Fakten rund um die ARD ausgefüllt werden können – von Erkenntnissen zum „Nutzerverhalten“ über Fakten rund um regionale Strukturen oder unterschiedliche Sendungsformate – wie etwa bildende, die Kultur spiegelnde oder einfach erfreuliche und lebensnahe Unterhaltung – bis hin zu Details zu der Verlässlichkeit der Berichterstattung der ARD.

Die vielen faktischen Gegebenheiten rund um die ARD immer wieder an die moralischen Framings anzubinden, ist die Hauptaufgabe in der Framing-Arbeit.
Dabei gilt es eine Reihe von Dingen zu bedenken:

Erstens, nutzen Sie BasicLevel Sprache, wo immer es geht. [...]

Zweitens, nutzen Sie ganz alltägliche Geschichten [...]

Drittens, nutzen Sie zur Verdeutlichung eines Frames oder Faktenblocks innerhalb eines Frames je drei Beispiele, nicht mehr und nicht weniger.

Viertens, binden Sie die Werte und Prinzipien der ARD an Ihre eigene Lebenserfahrung an. [...]

Fünftens, binden Sie die Werte und Prinzipien der ARD an andere Bereiche unseres Miteinanders in Deutschland an. [...]

Sechstens, nutzen Sie innerhalb Ihrer faktischen Erklärungen und Darlegungen immer wieder Schlagwörter, die Ihre Hörer oder Leser daran erinnern, welches die moralische Prämisse des Themas ist, über das Sie gerade reden.

Alles nur "Vorschläge" - versteht sich... ::)

Es bleibt noch offen, zu klären:
a) was der konkrete Auftrag war bzw. worin genau die "wissenschaftliche Bitte" an Frau "Framing" bestand
b) in welcher Höhe die "Gegenleistung" der "Vorschläge-Broschüre" entgolten wurde.

Damit wird "unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD" doch kein Problem haben - oder?


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 01:00 von Bürger »

Offline MichaelEngel

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #122 am: 18. Februar 2019, 01:22 »
b) in welcher Höhe die "Gegenleistung" der "Vorschläge-Broschüre" entgolten wurde.

Da Dr. Elisabeth Wehlings "Berkeley International Framing Institute" nicht eine gemeinsame, freie Bürgereinrichtung wie unsere ARD ist, sondern sicher eine profitwirtschaftliche Einrichtung, sollte es gelten, was wir in Seite 48 der Broschure lesen:

Zitat
Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und dem, was man den Konsumenten dafür in Rechnung stellt, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.



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Offline pinguin

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #123 am: 18. Februar 2019, 07:03 »
Übrigens ist die Aussage völlig korrekt, daß jeder ständig permanent, also quasi 24/7 mit diesem ominösen "Framing" zu tun hat. Umgangsprachlich wird es meist als "Tellerrand" bezeichnet, über den viele nicht hinwegblicken und sich daher folglich in jenem Rahmen bewegen, der Begriff "Frame" heißt ja nix anderes als "Rahmen", den dieser Tellerrand sinnbildlich darstellt.

Die Erfahrung zeigt aber auch, daß es zuweilen enorme Anstrengungen bedarf, den eigenen Horizont zu erweitern.


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 21:31 von Bürger »
Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline volkuhl

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #124 am: 18. Februar 2019, 07:07 »
Zitat
Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und dem, was man den Konsumenten dafür in Rechnung stellt, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.
Quelle: S. 48 des "Framing-Manuals"

Mein Reden! Hoch den Beitrag auf 100,-€ pro Monat, damit auch endlich der letzte Querulant den Wert des Öffrech erkennt. Was nix kostet, taugt nix. Und mal ehrlich: was gibt es schon noch für popelige 17,50? Die Intendanten und Intendösen, Redakteure und Redakteusen haben es nicht verdient, mit einem Hungerlohn für ihre demokratie-essentielle Arbeit abgespeist zu werden.




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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 21:33 von Bürger »
Bremische Verfassung:
Artikel 19 [Widerstandrecht und -pflicht]
Wenn die in der Verfassung festgelegten Menschenrechte durch die öffentliche Gewalt verfassungswidrig angetastet werden, ist Widerstand jedermanns Recht und Pflicht.


Rundfunkbeitragsgegner = Grundrechtsverteidiger!

Einfach.
Für alle.
Einfach nicht zahlen.

Online seppl

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #125 am: 18. Februar 2019, 07:51 »
Zitat
Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und dem, was man den Konsumenten dafür in Rechnung stellt, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.
Quelle: S. 48 des "Framing-Manuals"

So ist es, wenn man davon ausgehen kann, dass der "Konsument" unendliche Mittel zur Verfügung hat (z.B. einen Zwangsbeitrag, mit dem nahezu jedwede Rechnungssumme finanziert werden kann, wenn man es denn für nötig hält), sonst gilt eher:

Das Profitprinzip ist ein ebenso strenger, moralischer Grundsatz wie das Gleichwertigkeitsprinzip. Es besagt, dass beim Verkauf von Produkten an Menschen die Differenz zwischen dem, was man selbst für das Produkt bezahlt und das, was der Konsument dafür bereit ist zu zahlen, so hoch wie möglich sein muss. Je besser einer dem Profitprinzip folgt, desto erfolgreicher und ein­flussreicher wird er auf dem Markt und damit auch in der Gesellschaft.

Erstere sind die Kunden, nach denen das "BIFI" lechzt: Leute bei denen Geld keine Rolle spielt oder Kunden, die die die Angst vor Machtverlust dazu bringt, jede Summe zu zahlen. Clever...

Sieht hier so aus, als wenn Frau Wehling Kunden hat, mit denen vor Vertragsabschluss über Geld nicht verhandelt werden muss...


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 21:37 von Bürger »
„Eine ewige Erfahrung lehrt jedoch, daß jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu mißbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.
Wer hätte das gedacht: Sogar die Tugend hat Grenzen nötig. Damit die Macht nicht mißbraucht werden kann, ist es nötig, durch die Anordnung der Dinge zu bewirken, daß die Macht die Macht bremse.“ (Montesquieu)

Offline pjotre

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #126 am: 18. Februar 2019, 10:21 »
Neuer Schriftsatz beim Bundesverfassungsgericht nun möglich.
Das Bundesverfassungsgericht verlautbarte November 2018 in einem Beschluss seine erhebliche Verärgerung über überholten Text wiederholende mehrfache Schriftsätze eines Rechtsanwalts im Sommer 2018. Zugleich bekundete es, dass wirklich neue Argumente gehört werden könnten.

Wirklich neu: Alle - inklusive Richter, Gutachter, Parlamente - standen unter kollektiver Gehirnwäsche-Manipulation nach DDR-Maßstäben. Also nun aufgeklärt - Änderung der "subjektiven Rahmenbedingungen".

Gemäß Antwort 116 hier im Thread
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188984.html#msg188984
ist es nun offiziell:
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
[...]
[...] Vor etwa zwei Jahren hatte die damalige ARD-Geschäftsführung unter Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen.
Zitat
Daraus ist 2017 eine Arbeitsunterlage entstanden, welche mit „Framing Manual“ überschrieben ist. Aufgrund des missverständlichen Titels ist diesem von Frau Dr. Wehling entworfenen Papier nun allerhand Bedeutung zugeschrieben worden. Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. [...]
Quelle: ebenda
Völlig klar, wussten wir ja, der Tiger ist in Wahrheit eine Mücke. Ihr braucht bessere Lesebrillen, liebe Bürger.

All dieses Gehirnwäsche-Blabla - wie sehr schlägt das durch beim Gutachten "Eins für Alle" von Wissenschaftler D. für das Staatskanzlei-Fernsehen ARD, ZDF,... beim Bundesverfassungsgericht? Wie viel davon findet sich wieder im darauf wesentlich basierenden Urteil des Gerichts? Ist das vielleicht eine ziemliche Menge? - Aus grober aber einstweilen unzuverlässiger Erinnerung heraus meint @pjotre , ja, war eine ziemliche Menge.

Beim BVerfG muss dann aber eine auch juristische neue Vision vorgetragen werden.
Das Vorstehende soll den Richtern nur die Grundlage schaffen, über die Hürde zu springen und sich zu schämen, ohne das aussprechen zu müssen. Denn:

Eine seit 19. Juli mögliche ganz andersartige argumentative Strategie ist seit 19. Juli 2018 möglich, ist durch den potentiellen Schriftsatzautor aber an die Bedingung von mindestens minimaler Finanzierung geknüpft. Hat ja gut geklappt beim Spendenmarketing für die EGMR-Beschwerde (deren sich in Verfassungsbeschwerden bereits abzeichnender Inhalt Mitursache war für die eingangs dargestellte Empörung der Bundesverfassungsrichter November 2018). (Dies soll hier nicht näher ausgebreitet werden; es wurde auf PM-Ebene zwischen mehreren näher Beteiligten der Sache intern dargelegt.)

Das Bundesverfassungsgericht hat November 2018 also klargestellt, dass wieder geprüft werden wird, wenn ganz neu argumentiert wird. Diese Möglichkeit hat es am 18. Juli 2018 sogar selber geschafften, da es sicherlich wusste, dass dies in Verbindung mit einem EU-Entscheid vom 5. Juli 2018 die Rundfunkabgabe nun "andersherum" aushebeln lässt. Nun warten die jetzigen Richter vielleicht sehnsüchtig darauf, dass diese noch unter Ferdinand Kirchhof hineingesteckte (absichtlich hinein versteckte?) Steilvorlage endlich genutzt wird? Sind wir nur zu blöd dazu, das zu machen?

Muss Frau Dr. Karola Wille nun aus dem DDR-Amt entlassen werden?
Was schrieb ich da? Ich Wirrkopf. Gemeint natürlich MDR-Amt.

Hingewiesen sei nochmals auf weitere politisch-juristische strategische Auswertung des MANUALs
durch Internet-Publizierung von virtuellen Intendanten-Reden auf Grundlage der Handbuch-Textbausteine - siehe hier im Thread
Antwort 108 https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188969.html#msg188969
inklusive Bezug auf
Antwort 81 https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188907.html#msg188907
und Antwort 40 https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.msg188709.html#msg188709

Dort sind auch Mustertexte für Anfrage in München: Auskunftsrecht für uns, die "Eigentümer" des Rundfunk-"Kapitals", wie viel für die unvergessliche Humorlieferung von Expertin W. durch uns gezahlt wurde.

Nun zu erweitern um "alle Zahlungen seit 2017". Da dürfte noch viel mehr gelaufen sein zwischen der von der DDR 1989 befreiten Karola Wille und der humorreichen Westlerin W.? 
DDR-Persiflage...? Man darf doch wohl noch ARD-intern auch mal Texte zum Lachen produzieren? Selbstironie? War ja alles nicht ernst gemeint? Aber dann bitte nicht aus der Rundfunkabgabe, sondern aus dem persönlichen Konsum-Einkommen der Auftrags-Verantwortlichen (hier wohl die werdende Multi-Millionärin Karola Wille).

Aber nein, für MDR-Intendantin Wille ist der Gehirnwäsche-Kram bitterer Ernst? Merkt die Frau überhaupt nicht, wie wir Bürger meinen, Gehirnwäsche zu durchschauen?
Siehe Thread https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30207.msg188982.html#msg188982
"Dresdner Reden 2019: MDR-Intendantin Wille 'Demokratie ist eine Baustelle'".
In Verbindung mit dem "zufällig"(?) zeitgleich passend ein paar Tage vorher aufgetauchten "Manual" wirkt dieser Auftritt der wohl dafür verantwortlichen Entscheiderin wie der Höhepunkt einer drittgesteuerten Dramaturgie gegen sie?
Das führt zu folgender Frage:

Wieso ist erst 2019 - 2 Jahre später - dieser TITANIC-reife Parodie-Text der großartigen Wissenschaftlerin W. mit dem feinen Sinn für Schwarzen Humor ans Licht der Öffentlichkeit gelangt?
War das schon irgendwo analysiert hier im unendlich gewucherten Thread?

Jetziger turnusmäßiger ARD-Sprecher: Total "staatsferner" Intendant Wilhelm, als früherer Regierungssprecher sicherlich kein Feind von CDU/CSU und schwerlich ein Freund der LINKEN. - Einvernehmen zu vermuten zwischen ihm und der Generalsekretärin:
"Frau Dr." (jur.) " Susanne Pfab ist Generalsekretärin der ARD. Zuvor war sie Geschäftsführerin der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD. Sie leitete das Gremienbüro des Bayerischen Rundfunks. Die gebürtige Münchnerin..."
Quelle: https://medientage.de/referenten/susanne-pfab/
Im Amt ist sie seit Januar 2015:
https://mebucom.de/news-detail/Job.Karriere/susanne-pfab-tritt-amt-der-ard-generalsekretaerin-an.html
(ARD = München,. ARD-"Generalsekretariat" = Berlin.)

Übrigens, wenn ich mich richtig erinnere, taggenau mit dem Amtsantritt von Wilhelm als ARD-Sprecher verschwand die komische Gehirnwäsche-Website "deins ist meins" oder wie der absurde Kram sich nannte: Um für Intelligenz-Qotienten von Kleinkindern und Debilen das "Ja" zur Rundfunkabgabe gehirn-zu-manipulieren. Wenn @pjotre sich richtig erinnert, die Texte hatten verdammte Ähnlichkeit zum Super-Selbstironie-Humor des MANUALS der Selbstironie-Meisterin Frau W.. Wer hat diese Texte jener Website getextet? Wie viel wurde dafür an wen gezahlt?
@pjotre meint sich daran zu erinnern, dass dort auch Textbestandteile waren, die ihm rein juristisch gesehen "absolut gar nicht gefielen", um es einmal in einem öffentlichen Forum zurückhaltend zu formulieren. Da müssen wir wohl mal uns um Screenshots kümmern?

"Im Framing-Handbuch der ARD wird alles, was nicht braves Gebührenschaf ist, brutal niedergemacht." 
Quelle: welt.de / Startseite 2019-02-18


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:00 von Bürger »
"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
Deine Worte weht der Wind ins Nirvana des ewigen Vergessens. Willst du die Welt wandeln, so musst du handeln. Um Böses abzuschaffen, Paragrafen sind deine Waffen.

Offline ohmanoman

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #127 am: 18. Februar 2019, 10:30 »
Konnte es einem nicht schon seit einiger Zeit komisch vor kommen, immer wieder die gleichen Schlagworte zu lesen und zu hören, die von den öffrech Profiteuren unterschiedlicher Sendeanstalten abgesondert wurden /werden?

Es ist doch peu à peu immer mehr an gleichen Schlagworten und Ausdrücken geworden.

Naja, so ein Papier von 89 Seiten muss erst mal gelesen, verbreitet und verinnerlicht werden.

“Wir sind Ihr“?
Nein! Wir sind nich so wie ihr!

Ohmanoman


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:03 von Bürger »
ARD: „Bei uns sitzen Sie in der Ersten Reihe“ //// Bei uns reihern Sie in die Ersten Sitze!     ZDF: „Mit dem Zweiten sehen Sie Besser“ //// Ein blinder Mensch nicht! Ich sag halt nix und das werde ich wohl noch sagen dürfen! GEZ = Ganoven-Erpresser- Zyniker // ARD = Anstalt-rechtsloser-Diktatur // ZDF = Zentrum der Finsternis

Offline MichaelEngel

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #128 am: 18. Februar 2019, 11:39 »
Laut Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab:
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
[...]
Zitat
[...] Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. Die Aufregung um dieses Papier funktioniert nur, wenn man diesen Kontext nicht kennt oder ignoriert. Auch deswegen ist die Unterlage von Frau Dr. Wehling zur Weitergabe völlig ungeeignet. […]

Auch folgender Link, auf den mich gerade jemand aufmerksam machte, zeigt deutlich, dass diese Klarstellung eine Nebelkerze ist:

ARD Gemeinwohlbroschüre (PDF, 32 Seiten, ~7MB!), 2. Auflage, Nov. 2018
http://www.ard.de/download/4898208/ARD_Gemeinwohlbroschuere.pdf


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:18 von Bürger »

Offline ticuta

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #129 am: 18. Februar 2019, 11:58 »
freie-presse.net, 18.02.2019
Das „Framing Manual“:
Im Kampf gegen Fakten setzt die ARD auf bewährte Methoden

von Ramin Peymani
https://freie-presse.net/im-kampf-fakten-ard/

Zitat
[...] Die Autorin des „Framing Manuals“ hat sich während ihres Studiums auf die Propaganda im Dritten Reich spezialisiert [...]

... noch Fragen?


Edit "ChrisLPZ":
Bei Antworten innerhalb eines Threads die Betreff-Zeile bitte nicht ändern.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:14 von Bürger »

Offline ticuta

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #130 am: 18. Februar 2019, 12:03 »
politik24.de, 18.02.2019
So will die ARD Kritiker moralisieren: Das «Framing-Gutachten» der ARD
von "The European"
http://www.politik24.de/so-will-die-ard-kritiker-moralisieren-das-framing-gutachten-der-ard/2019/02/

Eine PRO Öffentlich-Rechtliche Verteidigung des Framings :(


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:17 von Bürger »

Offline pjotre

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #131 am: 18. Februar 2019, 12:15 »
Dank für den Link, da wäre der Kerntext der Gehirnmanipulations-Website ja schon mal gefunden:
ARD Gemeinwohlbroschüre (PDF, 32 Seiten, ~7MB!), 2. Auflage, Nov. 2018
http://www.ard.de/download/4898208/ARD_Gemeinwohlbroschuere.pdf
In dieser erweiterten und entschärften Form als .pdf also noch im Dienst und das MANUAL ja wohl doch als Anleitung verwendet, obwohl es offiziell "keine Anleitung ist"?
Zitat
DIE ARD WIR SIND DEINS
TEILHABE
EIN RUNDFUNK FÜR ALLE

UNABHÄNGIGKEIT
GEMEINSAM FINANZIERT,
UNABHÄNGIG ORGANISIERT

QUALITÄT
AUSGEZEICHNETER JOURNALISMUS UND EINZIGARTIGE INHALTE

VIELFALT
VIELFÄLTIG WIE DIE GESELLSCHAFT

REGIONALITÄT
NAH BEI DEN MENSCHEN

INNOVATION
VERLÄSSLICH IM WANDEL
WERTSCHÖPFUNGPARTNER FÜR MEDIEN, KULTUR UND WISSENSCHAFT

VERANTWORTUNG
TRANSPARENT UND NACHHALTIG
Da müsste ein LINUX-ianer vielleicht mal bitte die Zeit finden, einen "diff"-Abgleich zu machen zwischen den beiden .pdfs, ob ARD diese Formulierungen aus den hochwissenschaftlichen Texte von Frau Wissenschaftlerin W. da heraus plagiat-iert hat? 

Marketing-Slang: Ein "Waschzettel"?
https://de.wikipedia.org/wiki/Waschzettel

Und warum ist das "zur Weitergebe ungeeignete" Dokument gerade jetzt "aufgetaucht worden"?
Jetzt im Wahljahr, wo CDU und vor allem auch die SPD, die Beherrscher der Rundfunkräte im Westen und damit der Wahlurnen im Westen, im MDR-Bereich einer kleinen Katastrophe entgegensteuern?
Zuerst war das wohl nur zu lesen bei WELT und TAGESSPIEGEL. Beide Redaktionen verfügten offensichtlich über eine Vollfassung. @pjotre startete eine Google-Suche und erinnert sich grob, dass zunächst keine anderen Quellen es publizierten.

Und wie jeder mit Soziologie und Politologie im Hinterkopf weiß, der beste Weg, etwas massiv in Verbreitung zu bringen, ist, es als "geheim" zu deklarieren: "zur Weitergabe ungeeignet",

Wer weiß Näheres über den "Auftauch"-Vorgang des unendlich begeisternd WISSENSCHAFTLICHEN "Manuals"??
Wir brauchen mehr Info, damit im MDR-Einzugsbereich ansässige Bürger erwägen können, Anträge auf Amtsenthebung von Frau Dr. Wille zu versuchen.

(Das "Professor" beschränke ich in meinem Sprachgebrauch im Rahmen der grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit auf Personen, die auch tatsächlich und regelmäßig an einer Hochschule lehren. Mir liegt kein Nachweis vor, dass die zwei Professoren der MDR-Führungsriege dieser Sichtweise genügen.)
Halt, nein, ist ja nur Neid, wir alle hier im Forum hätten ja auch gerne so einen Titel Professor wie die 2 der MDR-Führungsriege. Was muss man denn machen, um das zu werden nach den Regeln der verleihenden Institution? Wer klärt das mal näher? Ein paar promovierte Doctores haben wir hier ja schließlich auch im Forum, daran soll es nicht mangeln.

Anfang September 2018 waren noch 9 ARD-Intendanten voll im Amt. Dann herrschte irgendein erklärter Krieg nicht-öffentlich in Sachen Rundfunkabgabe gegen ARD und am 10. Dezember waren es nur noch 7 - zwei hatten ihr Amt zur Verfügung gestellt. Spannend, wer ist der nächste Dominostein, der kippen könnte?

Man beachte die Feinheit des Wortlauts: Nicht "ARD" hat gebeten, sondern "die damalige Geschäfsführung" - Klartext ja wohl, Frau Dr. Wille.
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
Was hat es mit dem so genannten "Framing Manual“ auf sich?

Als Medienverbund, der tagtäglich mit Sprache arbeitet, ist es für die ARD selbstverständlich, sich mit Begriffen und ihrer Wirkung zu beschäftigen – auch in Bezug auf die Kommunikation über sich selbst. Vor etwa zwei Jahren hatte die damalige ARD-Geschäftsführung unter Vorsitz des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Sprachforscherin Dr. Elisabeth Wehling gebeten, ihre wissenschaftliche Sicht einzubringen.
[...]
Weiterlesen auf:
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_zum_Framing_Manual/5314070/index.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:30 von Bürger »
"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
Deine Worte weht der Wind ins Nirvana des ewigen Vergessens. Willst du die Welt wandeln, so musst du handeln. Um Böses abzuschaffen, Paragrafen sind deine Waffen.

Offline ChrisLPZ

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #132 am: 18. Februar 2019, 13:29 »

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zeit.de, 18.02.2019

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Was steckt hinter dem Framing-Gutachten der ARD?

Ein Gutachten zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk sorgt für Kritik. Nun wurde es gegen den Willen der ARD veröffentlicht. Die wichtigsten Antworten zu dem Papier

Von Tina Groll und Johannes Schneider

Zitat
"Fernsehen ohne Profitzensur", "Andere wollen Geldgewinne. Wir wollen Erkenntnisgewinn" – ein internes Gutachten empfiehlt der ARD, auf Framing zu achten, um das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu stärken. Die ARD bestätigt, dass vor zwei Jahren von den Rundfunkanstalten ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, netzpolitik.org hat es nach eigenen Angaben nun veröffentlicht. Es sorgt vor allem bei Rechten und Gegnerinnen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Kritik. Wir klären die wichtigsten Fragen.   

Warum hat die ARD ein Gutachten zum Thema Framing erstellen lassen?
[…]

Was steht in dem Gutachten?
[…]

Warum gibt es Kritik an dem Papier?
[…]

Was ist Framing?
[…]

Wer sind die Kritiker?
Mit dem Leak des Gutachtens hat netzpolitik.org der Kritik eine neue Dimension gegeben, die zuvor vor allem von Rechtspopulisten kam und mit entsprechender Wut auf den "Staatsfunk" gefärbt war. Auf rechten Internetseiten zitieren Autoren einseitig Passagen aus dem internen Papier und werfen der ARD vor, die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen. Oft wird auch – inzwischen eindeutig wider besseres Wissen – behauptet, dass das Gutachten eine Kommunikationsanweisung für die Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei. Außerdem skandalisieren viele Rechte, dass die ARD das Papier nicht veröffentlicht habe. Hier hakt auch netzpolitik.org ein, indem es die ARD-Begründung angreift, das Gutachten "aus urheberrechtlichen Gründen" unter Verschluss gehalten zu haben.

Weiterlesen auf:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-02/ard-framing-gutachten-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-glaubwuerdigkeit-faq


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 20:39 von DumbTV »

Offline ohmanoman

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #133 am: 18. Februar 2019, 15:24 »
Ohmanoman, das können die Schergen ja noch weiter ausbauen auf der Baustelle “Demokratie“!

Was ist denn mit den Reichsbürgern, mit den Verschwörungstheoretikern, den Schwarzguckern, den Schmarotzern und den Nichtnutzern (weiblich und männlich)?

Ups? Nur die Rechten-tinnen? Die anderen sind verirrte FernsehguckerInnen, denen nur noch wieder erklärt werden muss, zurück zum Nutzer zu finden?

Nur noch ein kleiner Schritt zu Konsum?

Ohmanoman, was irre!

Ah, alles nach Manier des Framigs?


Edit "DumbTV":
Vollzitat Vorkommentar entfernt. Bitte für die Übersicht und besseren Erfassbarkeit keine solchen überflüssigen (ungekürzten) Vollzitate des (unmittelbaren) Vorkommentars verwenden. Zitate nur zum Hinweis auf oder Verdeutlichung von besonderen Aspekten verwenden, auf die eingegangen wird.


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:38 von Bürger »
ARD: „Bei uns sitzen Sie in der Ersten Reihe“ //// Bei uns reihern Sie in die Ersten Sitze!     ZDF: „Mit dem Zweiten sehen Sie Besser“ //// Ein blinder Mensch nicht! Ich sag halt nix und das werde ich wohl noch sagen dürfen! GEZ = Ganoven-Erpresser- Zyniker // ARD = Anstalt-rechtsloser-Diktatur // ZDF = Zentrum der Finsternis

Offline DumbTV

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #134 am: 18. Februar 2019, 15:43 »
Wie bereits weiter oben in diesem Thread geschrieben, haben die beiden Autoren von netzpolitik.org, Beckedahl und Dobusch, dafür in Ihrem "ARD Rechtfertigungs- und Verteidigungsartikel" eine, um beim hiesigem Sprachgebrauch zu bleiben, Framingvorlage geliefert. Die Aussagen unter "Wer sind die Kritiker?" lässt dies klar erkennen:
Zitat von: Wer sind die Kritiker?
...die zuvor vor allem von Rechtspopulisten kam und mit entsprechender Wut auf den "Staatsfunk" gefärbt war. Auf rechten Internetseiten zitieren Autoren einseitig Passagen aus dem internen Papier und werfen der ARD vor, die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen.
Zitat von: netzpolitik.org
Und gerade rechte Webseiten machen mit dem ausgewählten Zitieren aus dem Text massiv Stimmung gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk...

Zitat von: Wer sind die Kritiker?
Oft wird auch – inzwischen eindeutig wider besseres Wissen – behauptet, dass das Gutachten eine Kommunikationsanweisung für die Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei.
Zitat von: netzpolitik.org
...und tun dabei so, als wäre diese Diskussionsgrundlage bereits beschlossene Sache einer Kommunikationsstrategie mit dem Ziel, die öffentliche Wahrnehmung zu „manipulieren“. Im Interview mit meedia.de argumentiert die ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab, dass dies keine „Mitarbeiteranweisung“ sei, sondern eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern.

Siehe auch den Sprachgebrauch von Fr. Wille beim Ihrem Auftritt:
...
"Es geht um Demokratie - unser gemeinsamer freier Rundfunk" - siehe u.a. unter
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html

Das Thema entspricht in der Formulierung 1:1 dem Framing-Manual. Es kann also keine Rede davon sein, dass es sich lediglich um eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern handelt, wie die ARD behauptet. ...


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« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 22:39 von Bürger »
Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es sich ändert.
Aber ich weiß, dass es sich ändern muss, wenn es besser werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg