Autor Thema: ZDF-Vermarkter kritisiert Private:“Melken des Apparats ist zur Strategie geworde  (Gelesen 5631 mal)

Offline Uwe

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ZDF-Vermarkter kritisiert Privatsender:
“Melken des Apparats ist zur Strategie geworden”


Das ZDF Werbefernsehen ist auf Erfolgskurs und markierte im Jahr 2014 einen Allzeitrekord in der Vermarktung. Im MEEDIA-Interview gibt Geschäftsführer Hans-Joachim Strauch einen Einblick in seine Strategie, übt Kritik an einer mangelnden Investitionsbereitschaft der Privatsender und erläutert sein Konzept einer "neuen Primetime" am Vorabend.

Von Georg Altrogge

weiterlesen auf:

http://meedia.de/2015/04/10/zdf-vermarkter-kritisiert-privatsender-melken-des-apparats-ist-zur-strategie-geworden/


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Offline Roggi

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Das wichtigste fürs ZDF scheint die Vermarktung zu sein, nach unabhängigem Programm sieht es auch nicht aus:
Zitat
Aber auch Neustarts wie „Dr. Klein“ mit Christine Urspruch oder Formate auf dem 19.25 Uhr-Sendeplatz haben sehr gut eingeschlagen, was die bisherigen Quoten angeht. Dort liegen wir von den Marktanteilen zum Teil auf oder sogar über dem Niveau des RTL-Programms nach 20.15 Uhr. Unser Ziel ist es, den Werbekunden ein verlässliches Umfeld zu bieten, und diesem Anspruch werden wir gerecht.

Schön, dass das ZDF bemerkt hat, dass es ein Überangebot gibt:
Zitat
Mein 18-jähriger Sohn würde nie auf die Idee kommen, etwa bei Netflix ein Abo abzuschließen, weil er im frei verfügbaren TV schon jetzt ein Überangebot hat.
Dennoch schliessen viele ein Abo bei Netflix und Co ab, weil dieses Überangebot so grottenschlecht ist. Vermutlich darf sein Sohn auch hier nicht frei entscheiden, welche Inhalte er sehen will. Ist nicht so üblich in deren Kreisen, Zwangs-TV wird schon mit der Muttermilch aufgesogen.


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Offline PersonX

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Zielgruppenfernsehen, Kunden, Werbekunden etc.
Alles Begriffe, welche deutlich machen, dass es eine Dienstleistung ist.
Welche ein Ziel hat, die Befriedigung der Bedürfnisse der Werbekunden möglichst viele Bürger zu erreichen, das Ziel ist so gesehen nicht Bildung Information Kultur etc, sondern aus Sicht dessen was dieses "ZDF Werbefernsehen" ausmacht Beeinflussung, die Sendungen sind mit Werbeunterbrechungen nur Mittel zum Zweck.

Das was ÖRR ausmachen sollte fehlt dann völlig, die Unabhängigkeit und die Neutralität.

Werbung sollten rein private Sender machen dürfen, der ÖRR sollte Werbefrei sein.
Oder alles wo Werbung vorkommt kann so gesehen kein ÖRR sein.
Wo Werbung kommt ist das Programm nicht mehr zu einer möglichen Grundversorgung hinzuzuzählen, sondern es sind ausnahmelos Zusatzleistungen.
Zusatzleistungen, welche über eine Grundversorgung hinausgehen sind nicht durch den Vertrag gedeckt.
Es bleibt jedem frei diese Leistung nicht zu bezahlen und eine Aufschlüsselung darüber zu fordern.


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Offline InesgegenGEZ

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Wo Werbung kommt ist das Programm nicht mehr zu einer möglichen Grundversorgung hinzuzuzählen,

Den Gedanken finde ich nicht schlecht, da Werbung nichts mit dem Auftrag des örR zu tun hat.


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Offline r66

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Was für ein Narr. Ich glaube langsam, die glauben wirklich, daß ihr Angebot frei ist - dabei ist es im Vergelich zu Netflix und Amazon eher teuer.


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Offline Carina

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Wo Werbung kommt ist das Programm nicht mehr zu einer möglichen Grundversorgung hinzuzuzählen,
Den Gedanken finde ich nicht schlecht, da Werbung nichts mit dem Auftrag des örR zu tun hat.
Genau so wenig wie Quoten.
Aber bei der Programmgestaltung scheint sich alles genau darum zu drehen.


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« Letzte Änderung: 02. Oktober 2017, 00:17 von Bürger »
"Das Internet ist für uns alle Neuland": Angela Merkel, 19.06. 2013

Offline PersonX

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Zitat
Genau so wenig wie Quoten.
Aber bei der Programmgestaltung scheint sich alles genau darum zu drehen.

Die Schlussfolgerung daraus, dann muss das was gesendet wird nicht zwingend eine Grundversorgung sein.

Die Regelungen sagen doch schlicht, nur eine Grundversorgung wäre zu bezahlen.
Was genau das ist wurde nicht wirklich abschließend geregelt.
Sendungen, welche aber scheinbar dazu gedacht sind, eine Bindungswirkung in dem Sinne herzustellen, damit eine Beeinflussung durch eine dritte Partei erfolgen kann, erfüllen aus Sicht von PersonX keinen Auftrag hinsichtlich einer möglichen Grundversorgung.
Würden diese zur Grundversorgung zählen, dann muss genau dort die Werbung direkt ersatzlos entfallen.

Wie werden Quoten überhaupt ermittelt, und zudem sind Quoten für eine Grundversorgung überhaupt nicht notwendig.
Quote auswerten sollte direkt verboten werden, weil ungenau, nicht zielführend.
Es sollten alle Teile, welche zur Grundversorgung gehören gleichermaßen gleichmäßig Bestandteil sein, dazu braucht es keine Quote.


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« Letzte Änderung: 10. April 2015, 21:32 von PersonX »
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Offline InesgegenGEZ

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15. Rundfunkbeitragsänderungsstaatsvertrag:

Protokollerklärung der Freien und Hansestadt Hamburg, des Landes Niedersachsen,
des Freistaates Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt


Die Freie und Hansestadt Hamburg, das Land Niedersachsen, der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt unterstreichen, dass für die Akzeptanz des neuen Finanzierungssystems eine aufkommensneutrale Gestaltung entscheidend ist. Etwaige im Zuge der Neuordnung der Rundfunkfinanzierung entstehende Mehreinnahmen werden daher für eine Reduzierung der Belastung von Bürgern und Unternehmen genutzt werden.

Die Systemumstellung auf die Haushalts- und Betriebsstättenabgabe entlastet die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht davon, Qualität und Umfang ihrer Angebote fortlaufend kritisch zu überprüfen und sich dabei im Interesse des Beitragszahlers an einer engen Definition des Grundversorgungsauftrags zu orientieren.

Scheint mir als würden sich die Rundfunkanstalten darüber einfach hinwegsetzen!!!
Vor allem wie kann man sich an einer engen Definition des Grundversorgungsauftrags orientieren, wenn es keine Definition gibt???


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« Letzte Änderung: 11. April 2015, 14:04 von Bürger »

Offline Carina

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Scheint mir als würden sich die Rundfunkanstalten darüber einfach hinwegsetzen!!!
Vor allem wie kann man sich an einer engen Definition des Grundversorgungsauftrags orientieren, wenn es keine Definition gibt???
Deshalb ist es wichtig über diesen Grundversorgungsauftrag zu sprechen. Im Moment haben die ÖR Narrenfreiheit und können jeden Quark rechtfertigen.
Schwieriger wird die Rechtfertigung meiner Meinung nach, wenn es um den Umfang des Angebotes geht.

Aus Grundversorgung wurde Vollversorgung?????????

In der heutigen Zeit besteht aber kein Mangel an Angeboten für das meißte, was im TV von den ÖR angeboten wird.
Also wird es Zeit über die Grundversorgung nachzudenken, so wie es der Beirat des Finanzministeriums vorschlägt.


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"Das Internet ist für uns alle Neuland": Angela Merkel, 19.06. 2013

Offline PersonX

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Im Moment haben die ÖR Narrenfreiheit und können jeden Quark rechtfertigen.

Das sollte so nicht stehen bleiben. Die Aussage müsste daher lauten. Aktuell kann gar nichts gerechtfertigt werden, denn eine Rechtfertigung kann nur dann überprüft werden, wenn es eine Regelung gäbe. Ohne diese Regelung gibt es auch keine Bezahlung.


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Offline René

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« Letzte Änderung: 12. April 2015, 00:47 von Bürger »

Offline SchwarzSurfer

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Mein 18-jähriger Sohn würde nie auf die Idee kommen, etwa bei Netflix ein Abo abzuschließen, weil er im frei verfügbaren TV schon jetzt ein Überangebot hat.

Das TV ist nur frei verfügbar weil der Sohn 18,50€ zahlen muss. Nach dieser Definition ist Netflix auch frei verfügbar wenn man nur das Abo bezahlt. Hier sieht man gut was der Rundfunkbeitrag eigentlich ist: Ein (Anti-Kapitalistischer ;) ) Schutzwall gegen neue innovative Angebote.


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Offline InesgegenGEZ

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Bezüglich Grundversorgung folgendes lesen:
http://online-boykott.de/de/kommentare/53-grundversorgung
http://online-boykott.de/de/kommentare/54-grundversorgung-im-21-jahrhundert

Zitat
Die Grundversorgung umfasst »die essentiellen Funktionen des Rundfunks für die demokratische Ordnung ebenso wie für das kulturelle Leben in der Bundesrepublik. Darin finden der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine besondere Eigenart ihre Rechtfertigung«. Grundversorgung ist eindeutig nicht als Minimalversorgung zu verstehen, sondern schließt die gesamten Programmangebote in den Bereichen Bildung, Information und Unterhaltung ein, bestätigt damit den umfassenden »klassische(n) Auftrag« der Rundfunkanstalten.

Der Begriff der Grundversorgung ist zudem gegenständlich und zeitlich offen sowie dynamisch. Er ist damit eng gekoppelt an die – ebenfalls vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochene – Bestands- und Entwicklungsgarantie, nach der dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk alle programmlichen und technischen Weiterentwicklungsmöglichkeiten, insbesondere zur Erfüllung des Grundversorgungsauftrags, offen stehen.

Das ist keine Definition, sondern wie du so schön sagtest ein Freibrief.
Hier ist nix definiert, sondern dieser Text sagt nur aus, Grundversorgung ist per Definition, das was die Rundfunkanstalten daraus machen. Dann brauchen wir auch kein angebliches Kontrollorgan namens KEF, die zudem noch aus Rundfunkbeiträgen bezahlt werden, wenn die Rundfunkanstalten eh tun lassen können, was sie wollen.


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« Letzte Änderung: 12. April 2015, 18:18 von Bürger »

Offline René

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Richtig! An dieser Stellschraube sollte unbedingt gedreht werden. Dann wurden sich viele Probleme und Ungerechtigkeiten in Luft auflösen. Was ist Grundversorgung heute? Wieviel oder besser, wie wenig braucht man heute, im 21. Jahrhundert, davon?


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Offline SchwarzSurfer

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Die Definition der Grundversorgung sollte außerdem ohne Nennung des öffentlich-rechtliche Rundfunks auskommen, da sie definiert was beim Bürger ankommen muss, nicht wie es entsteht oder finanziert wird.


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