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Allgemeines => Archiv => Pressemeldungen Januar 2019 => Thema gestartet von: René am 19. Januar 2019, 21:25

Titel: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: René am 19. Januar 2019, 21:25
(https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190119-vorstellung-rundfunk-frei/dove-of-peace.png)
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de

Eine gute Nachricht einerseits für all diejenigen, die gegen den ungerechten Beitragszwang zur Finanzierung des überflüssigen und überdimensionierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind. Andererseits eine schlechte für Politik, Justiz und Nutznießer dieses Systems, die bisher gemeinsam und gegen den Volkswillen dafür gesorgt haben, dass es nur durch einen beispiellosen Zwang am Leben erhalten wird.

Die Geschichte zeigt uns immer wieder eindeutig und eindrucksvoll, dass sich Unrechtssysteme nicht ewig gegen den Willen ihrer Bürger halten konnten. Wenn sich das Volk erhebt, siegt es gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung.

Politik und Justiz legitimieren zurzeit in beschämender Weise die skandalöse Überversorgung des öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Apparates – das gegen unseren Willen und jedwede Vernunft. Nun ist die Zeit reif, sich gemeinsam gegen diese skandalösen Zustände zu erheben!

Es gibt sehr viele Bewegungen, Gruppen und Interessengemeinschaften, die zwar entschieden gegen die Zwangsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind, jedoch alleine dagegen vorgehen. Nun startet eine neue Initiative gegen den Rundfunkbeitrag – RUNDFUNK-FREI

Die Initiative ist parteipolitisch unabhängig. Sie versucht, alle vorhandenen Kräfte zu vereinen, um die Schlagkraft zu erhöhen. Die Initiatoren der Initiative sind:

(https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190119-vorstellung-rundfunk-frei/initiator-rundfunk-frei-olaf-kretschmann-300x300.jpg)
Olaf Kretschmann, Gründer
Initiator und Organisator sowie Befreier aus Gewissensgründen

(https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190119-vorstellung-rundfunk-frei/initiator-rundfunk-frei-sieglinde-baumert-300x300.jpg)
Sieglinde Baumert
61 Tage inhaftiert, wegen der Verweigerung der Rundfunkbeitragszahlung

(https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190119-vorstellung-rundfunk-frei/initiator-rundfunk-frei-daniel-thielemann-300x300.jpg)
Daniel Thielemann
Organisator sowie Befreier aus Gewissensgründen

(https://online-boykott.de/images/schlagzeilen/20190119-vorstellung-rundfunk-frei/initiator-rundfunk-frei-alexander-ohliger-300x300.jpg)
Alexander Ohliger
Organisator sowie Befreier aus Gewissensgründen

Wir von GEZ-/Online-Boykott, der größten Plattform Deutschlands gegen die Zwangsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, unterstützen aktiv die Bewegung »rundfunk-frei«. Wir rufen dazu auf, sich der Bewegung anzuschließen und aktiven Widerstand gegen den Beitragszwang auszuüben. In unserem Forum finden Sie Hilfe und Tipps für den Kampf gegen dieses Unrechtssystem und Sie können sich mit Gleichgesinnten direkt austauschen.

„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“

Nachstehend die Pressemitteilung von »rundfunk-frei« mit der Vorstellung der neuen Bewegung:
https://online-boykott.de/nachrichten/186-neue-bewegung-gegen-den-rundfunkbeitragszwang-rundfunk-frei-de

Zitat
»rundfunk-frei« - Start der größten bundesweiten Befreiungsbewegung zur Aufhebung des Rundfunkbeitragszwangs

Es ist so weit. Die Verantwortlichen beim Rundfunk, in der Politik und bei den Gerichten haben es auch im siebtem Jahr nach der - durch massive Lobby-Einflussnahme durchgesetzten – Einführung des Zwangs zur Beitragsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems nicht erkannt, dass dieser Zahlungszwang niemals widerspruchslos von der gesamten Bevölkerung akzeptiert werden wird. Deshalb startet im Januar 2019 die größte bundesweite Online-Aktion zur Befreiung vom Rundfunkbeitragszwang unter dem Namen »rundfunk-frei« (rundfunk-frei.de (https://rundfunk-frei.de/)).

Ziel dieser Aktion ist die vollumfassende Selbstbestimmung des Einzelnen über mediale Beeinflussung! Dabei geht es außer um die Abschaffung des aktuellen Rundfunkbeitrags auch um eine grundsätzliche Veränderung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems in einem erstmalig durchgeführten direktdemokratischen Gestaltungsprozess. »rundfunk-frei« beschreibt die konzeptionelle Ideenskizze dieser grundsätzlichen Veränderung in Form eines Manifests (rundfunk-frei.de/manifest (https://rundfunk-frei.de/manifest)).

»rundfunk-frei« versteht sich als Selbstermächtigungsinitiative und ist politisch sowie konfessionell unabhängig. Damit bündelt die Initiative erstmalig alle unterschiedlichen Beweggründe und Ansätze der Menschen, die den aktuellen Abgabemechanismus des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems als ungerecht erkannt haben und den Rundfunk in seiner jetzigen Ausprägungsform und Angebotsaufbereitung gar nicht oder nicht mehr vollumfassend tragen können. Die Initiative agiert „nur“ als ein Impulsgeber, der dazu anregt, die eigene kreative Kraft zu entfalten, um einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel einzuleiten, damit ein Leben frei von einem Rundfunkbeitragszwang in unserer Gesellschaft verwirklicht wird. »rundfunk-frei« geht damit einen Weg, der nicht nur neu und einzigartig ist, sondern gleichzeitig auch völlig frei von bisherigen gesellschaftskonformen oder traditionsbedingten politischen Abläufen.

Die Selbstermächtigungsinitiative »rundfunk-frei« hilft konkret dabei, dass jeder in 3 Aktionsbereichen aktiv werden kann.

  • Jeder kann selbstverantwortlich seinen freiwilligen Zahlungsstopp einleiten (rundfunk-frei.de/zahlungsstopp (https://rundfunk-frei.de/zahlungsstopp)).
  • Jeder kann Online-Befreiungsaktivist und somit Teilnehmer eines Rundfunk-Volksentscheides in seinem Bundesland werden (rundfunk-frei.de/volksentscheid (https://rundfunk-frei.de/volksentscheid)).
  • Jeder kann sich als kommunikativer Multiplikator der Initiative kreativ engagieren.

Die Notwendigkeit zur Veränderung der bisherigen Situation verdeutlicht »rundfunk-frei« am Beispiel 10 aufrüttelnder Gründe. Diese erleichtern es, die politisch vorgegebene Obrigkeitshörigkeit sowie das aktuelle Rundfunk-Dogma in Frage zu stellen.

Es scheint nicht mehr geläufig zu sein, dass alle Menschen in Deutschland fast 90 Jahre lang (1923 bis 2012) selbstbestimmt darüber entscheiden durften, ob sie frei von dem Rundfunk und seiner mentalen massenmanipulatorischen Wirkungskraft leben wollten. Dieses Prinzip galt unabhängig davon, welches Herrschaftssystem jeweils innerhalb dieses Zeitraums auf deutschem Boden etabliert war. Das Selbstbestimmungsrecht über mediale Beeinflussung wurde durch einen in Hinterzimmern etablierten Prozess ohne Einbeziehung des Willens der Bevölkerung zum 01.01.2013 abgeschafft. Unabhängig davon, ob der Einzelne frei vom politisch monopolisierten Medienangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks leben möchte, werden seit diesem Zeitpunkt alle in einer Wohnung Lebenden gemeinschaftlich gezwungen, das System zu finanzieren. Das hat weder mit dem künstlich geschaffenen Marketingbegriff „Demokratieabgabe“ noch mit der politisch inszenierten Empathie-Suggestion eines „Solidaritätsmodells“ zu tun - es ist, was es ist: Zwang!!!

Wer sich mutig widersetzt, muss die Verletzung seiner Grundrechte in Kauf nehmen! Deshalb haben die Systemschützer Angst vor unbeugsamen Menschen, die sich trotz Androhung struktureller Gewalt nicht gesellschaftskonform unterordnen lassen.

Die vier Initiatoren Olaf Kretschmann (Gründer, Initiator und Organisator sowie Befreier aus Gewissensgründen, rundfunkbeitragswiderstand.de), Sieglinde Baumert (Organisatorin und 61 Tage wegen Verweigerung der Rundfunkbeitragszahlung inhaftiert), Daniel Thielemann und Alexander Ohliger (beide Organisatoren sowie Befreier aus Gewissensgründen, abmelden.tv) setzen sich seit vielen Jahren öffentlich für die Abschaffung der Zwangsfinanzierung und damit für die Transformation des aktuellen öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems ein.

In diesem Sinne rufen wir auf, sich gemeinsam zu engagieren.

Olaf, Sieglinde, Daniel und Alexander
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Kurt am 19. Januar 2019, 21:28
Volksentscheid

AKTUELLER BUNDESVERGLEICH
Stand 17.01.2019 - Die Aktualisierung der Angaben erfolgt einmal täglich.*
https://www.rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid.html

*Tägliche Aktualisierung ist/war angedacht; erfolgt jedoch manuell. Momentan ist eine wöchentliche Aktualisierung im Gespräch.
Warten wir's ab.  ;D
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: drone am 19. Januar 2019, 22:08
Die Aktualisierung der Angaben erfolgt einmal täglich.
Außer wohl am Wochenende... dafür wird's aber am Montag dann umso spannender! :)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: beat am 19. Januar 2019, 22:35
Mein Respekt den Machern der Initiative!

Das war eine überfällige Initiative und es ist eine fantastisch gut gemachte Webseite.
Ich habe mich registriert für den Rundfunk-Volksentscheid.

Zahlungsstopp habe ich natürlich schon vor Jahren eingeleitet ;)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: FKupp am 20. Januar 2019, 00:14
"eine Wohnung – ein Beitrag" ist deren Slogan.

Unser Slogan:

„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“
...denn wir haben die Möglichkeit, die Zahlung einzustellen!
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: drone am 20. Januar 2019, 10:16
Zitat von: drone
Außer wohl am Wochenende...
Muss meine Annahme korrigieren. Es gibt neue Zahlen vom 19.01.2019, also vom gestrigen Samstag.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Kurt am 20. Januar 2019, 13:43
Chronologie von rundfunk-frei:

05.01.2019 Freischaltung der homepage https://www.rundfunk-frei.de
05.01.2019 Freischaltung der facebook-Seite https://www.facebook.com/rundfunk-frei-1195789343912756/

ab 05.01.2019 Verbreitung/Verlinkung in diversen facebook-Seiten wie z. B.
Alle gegen Beitragsservice (GEZ) - ARD, ZDF, deutschlandradio- https://www.facebook.com/groups/AllegegenBeitragsservice
Anti GEZ Gruppe https://www.facebook.com/groups/antigezgruppe/
Anti GEZ/ Rundfunkbeitrag Verpflichtung- Initiative https://www.facebook.com/groups/2086707074895176
GEZ - nein Danke https://www.facebook.com/groups/1821225138115902
GEZ- Gier Nord https://www.facebook.com/groups/955646114492768
GEZ-Beitragsservice abschaffen https://www.facebook.com/groups/420779614716391
GEZ-Boykott https://www.facebook.com/groups/146435652176814
GEZ-Zwangsabgabe -nein Danke https://www.facebook.com/groups/272005676260305
Hilfe für GEZ Boykottierer https://www.facebook.com/groups/279727232403825
ÖRR (GEZ) 2013 - Wir zahlen nicht! https://www.facebook.com/groups/415065188581436
Rundfunkbeitrag; Hilfe zur Selbsthilfe gegen GEZ https://www.facebook.com/groups/1806181612998187
Vereinigung gegen GEZ / Rundfunkbeitrag https://www.facebook.com/groups/rundfunkbeitrag
ZWANGS-GEBÜHREN BOYKOTT https://www.facebook.com/groups/587795364579504

19.01.2019 Verbreitung auf der der homepage von online-boykott https://online-boykott.de/nachrichten/186-neue-bewegung-gegen-den-rundfunkbeitragszwang-rundfunk-frei-de
19.01.2019 Verbreitung auf der facebook-Seite von online-boykott https://www.facebook.com/Online.Boykott

hier die aktuelle Tabelle:
(Quelle: von mir erstellt und jeweils fortgeführt)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: TVFranz am 20. Januar 2019, 13:45
Geniale Seite, sehr umfassend, informativ und aufrüttelnd.
Damit das Stimmensammeln zum Volksentscheid nicht versandet, haben die Macher einen "Spannungsbogen" eingebaut.
Jeden Monat wird ein weiterer Aspekt gegen den Zwangsbeitrag mit Detail-Informationen versehen.
Gute Sache!
Meine 17.50 € Spende ist soeben raus.  ;)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Philosoph am 20. Januar 2019, 14:50
Vielen Dank für diese großartige Seite!
Damit hätte man wohl nach dem 18.07.2018 (BVerfG) nicht mehr gerechnet.
Und noch weniger nach dem 13.12.2019 (EuGH).
Doch echter Widerstand aus Überzeugung läßt sich nicht einschüchtern und nicht aufhalten.


Persönliche Anmerkung:
NRW hat BY bei der Stimmzählung für den Volksentscheid abgehängt. Also Ihr Bayern: Los geht's!   ;)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Besucher am 20. Januar 2019, 15:09
Tatsächlich insgesamt eine ansprechende Angelegenheit. Nur möchte ein fiktiver Besucher - zumal auf dem Hintergrund der i. S. "Rundfunkbeitrag" ja bisher schon erlebten "Überraschungen" - zu Bedenken geben, nicht zu Ungunsten der anderen Aktionsformen die "Volksabstimmung" gegen den sogenannten "Rundfunkbeitrag" in den Vordergrund zu rücken oder in den Vordergrund gelangen zu lassen.

Bereits die nicht vergessene Euphorie mancher Gegner des "Rundfunkbeitrags" (wie war das doch gleich mit dem Tageszähler, den nicht wenige Foristen hier unbedingt auf der Forumsseite hatten installiert wissen wollen?) im Vorfeld der Schauverhandlung vom Mai letzten Jahres vor dem Bundesverfassungsgericht bzw. des Urteils vom 18.07.18 - das Gericht konnte doch nach fast allgemeiner Erwartung gar nicht anders, als "richtig" zu entscheiden :->> - hatte sich doch bekanntlich als gewaltiger Irrtum erwiesen.

In ähnliche Richtung hinein - angenommen, es fänden tatsächlich Volksabstimmungen zum "Rundfunkbeitrag" statt - sei hier nur die folgende Frage (aus vielen andere möglichen) aufgeworfen, die auch nur einen einzigen Punkt betrifft:

Was, wenn der "öffentlich-rechtliche" Rundfunk und dessen Helfershelfer (in etablierter Politik sowie dem ÖRR gern zu Diensten stehender Printpresse) dann zu jeder Gelegenheit bzw. jeden Tag zur besten Sendezeit mit den entsprechenden Modellrechnungen um die Ecke kommen, entweder Siebzehnfuffzich für jeden wie bisher mit Zwangseintreibung und Knast - oder aber tatsächlich Änderungen welcher Art auch immer vorzunehmen, die aber die millionenfachen ÖRR-Junkies dann einen Zehner mehr pro Monat oder auch das Doppelte kosten würden? Würde denn hier ernsthaft jemand damit rechnen, die "Anstalten", zzgl. Politik & deren sonstige Hiwis würden dann kein mediales Trommelfeuer zur Mobilisierung zugunsten der Gelddruckmaschine und Staat im Staat namens "Öffentlich-Rechtlicher" Rundfunk in der bestehenden Form veranstalten? Es könnten also durchaus Hunderttausende zusammenkommen, die an solchen "Volksabstimmungen" teilnähmen - nur, wie würden die allein auf dem obigem Hintergrund entscheiden? Die allgemeinen Wahlergebnisse seit 100 Jahren sollten einen skeptisch machen.


Die Argumente auf der Internetpräsenz gegen den sogenannten "Rundfunkbeitrag" und gegen den Regierungsfunk sind hervorragend - aber begreift insbesondere der örr-hörige, kreuzchenmachende Michel beiderlei Geschlechts - um den geht es nämlich bei einer "Volksabstimmung" - sie auch? Bzw. interessieren sie ihn mehr als sein Portemonnaie (das betroffen wäre, müsste er künftig für Tatort-, Kleber- oder sonstigen Scheiß per Abo / Pay-Per-View oder was immer blechen)?


Das Ganze Gebilde "Volksabstimmung" könnte also (& evtl. sogar mit weit größerer Wahrscheinlichkeit, wer weiß) auch genauso gut vollständig nach hinten losgehen - und dann? Dann hätten diejenigen, die abermals in Richtung Zahlungsboykott marschieren würden, auch noch öffentlich sichtbar genau das Etikett ("Asoziale", "Querulanten", "Wirrköpfe", "Rechte", "Reichsbürger") aufgepappt bekommen, das ihnen bisher ohnehin schon von interessierter Seite anzureden versucht worden war bzw. angeredet wird.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: René am 20. Januar 2019, 15:42
Ja, das kann passieren, wie das Beispiel in der Schweiz zeigt. Aber welche Alternativen haben wir noch? Eine davon hatte ich immer wieder ins Gespräch gebracht, fand leider kein Echo und nun wird sie von der Initiative aufgegriffen: Wie auch immer sich andauernd im Zahlungsrückstand befinden, um die Statistik der Unfreiwilligen nach oben zu treiben. Das kann jeder machen. Parallel dazu müssen wir die Politik vor Ort sensibilisieren – nicht die fetten Bonzen, sondern die kleinen der lokalen Politik. Mühselig, aber hoffentlich erfolgreich, denn irgendwann rücken auch die "Kleinen" nach und gehören dann zu den Großen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Winkelmann am 20. Januar 2019, 17:54
Wie auch immer sich andauernd im Zahlungsrückstand befinden, um die Statistik der Unfreiwilligen nach oben zu treiben. Das kann jeder machen.
Das ist es.

Am wirkungsvollsten ist dies, wenn durch die Weigerung ein Gerichtsvollzieher involviert wird.
Bei mir war es bisher immer so, dass selbiger mir die Gelegenheit gab, an ihn zu zahlen. Mehrkosten meiner Verweigerung waren somit Säumniszuschläge, Mahngebühr, und ca. 40 Euro für den GV. Es besteht allerdings stets das Risiko unangenehmerer Maßnahmen, Kontopfändung etwa.
Ein "wasch mich, aber mach mich nicht nass geht" nicht.

Die "rundfunk-frei"-Anleitung empfiehlt wohl daher, auf die Ankündigung der Vollstreckung hin zu zahlen.
Zwingt die Anstalten, ihr Gesicht zu zeigen! Im TV immer aufgesetzt fröhlich, rechtschaffen, neutral, so nett - und dann lassen sie Menschen inhaftieren, des Geldes wegen.

Die Frage die bleibt ist, was nach dem Beitrag kommt. Man wird wohl den Beitrag schließlich über die allgemeinen Steuern finanzieren, was aber nur einen der vielen Kritikpunkte bezüglich des ÖR betrifft.


Edit "Bürger" @alle:
Vorsorglich die Bitte nicht weiter auf alternative Finanzierungsmodelle wie Steuerfinanzierung o.ä. einzugehen, da hierfür ein eigenes Board besteht
Alternativen zum ÖR-Rundfunk und dessen Finanzierung
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/board,2.0.html
Hier im Thread bitte eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema bleiben, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
und insbesondere die neue Initiative "rundfunk-frei" und deren Auftritt zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berückscihtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: ope23 am 20. Januar 2019, 19:47
Der effiziente Widerstand wäre fiktiv sehr einfach: Mit erheblicher Verzögerung zahlen.

Kostenlos wäre dieses Verhalten nicht, aber 8 Euro pro Festsetzungsbescheid könnte man für eine gute Sache verkraften. Erhöbe man Widerspruch, so würde die LRA selbst eine Verzögerung von einigen Monaten verursachen. Bis zu einer Mahnung, der man dann fiktiv folgte, ginge schon allein deshalb der Mond mehrfach auf und unter.

Eine massenhafte Verzögerung der Zahlungen hält der fiktive örR nicht lange durch, befürchte ich fast.

Muss jeder selbst wissen, ob er die Demokratie so aushöhlen will.

Keine Rechtsberatung, keine Anstiftung. Jeder ist selbst schuld.

Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Adeline am 21. Januar 2019, 11:01
@ Besucher, du warnst vor Euphorie. Ist Euphorie wirklich so gefährlich?
„Begeisterung ist Dünger für das Gehirn“ ist eine These des Gehirnforschers Gerald Hüther.
Ich frage mich nach deiner Warnung: Kann ich auch andere Menschen für das Vorhaben gewinnen, wenn ich selbst skeptisch bin oder kann ich sie mit meiner Begeisterung anstecken? Hat mir meine Begeisterung geschadet, wenn ich das Ziel doch nicht erreicht habe? Darf ich mich aus Angst vor Enttäuschung gar nicht über den neuen Weg freuen?
Danke @ Besucher, dass du mich mit deiner Warnung zu diesen Gedanken angeregt hast.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Besucher am 21. Januar 2019, 17:59
Hallo @ Adeline, eine positive, von Elan gekennzeichnete Einstellung und Haltung...

@ Besucher, du warnst vor Euphorie. Ist Euphorie wirklich so gefährlich?
„Begeisterung ist Dünger für das Gehirn“ ist eine These des Gehirnforschers Gerald Hüther.
...

...an Dinge heranzugehen, ist gewiss von Vorteil - und auch die beste Werbung für eine Idee, wenn es darum geht, Mitstreiter zu gewinnen. Das ist keine Frage - aber aller Gefühlsüberschwang muss doch seine Grenze in dem Moment finden, wo man Gefahr läuft, den Boden der Realität zu verlassen. Meine Warnung vor besagter "Euphorie" bezog sich also nur auf solche Fallkonstellationen. In so einem Fall kann es nämlich sein, dass man dann Dinge tut, die beim Scheitern der Sache dem Ganzen schlimmstenfalls irreparabel schaden - die man bei realistischer Sicht auf die Situation aber nicht getan hätte oder tun würde.

Aktuell beträfe das die Konstellation, wenn sich anstelle umfassenden Zahlungsboykotts als  - zumal nach dem ganzen gerichtlichen Schmierentheater - angemessenem Mittel der Auseinandersetzung zur Abschaffung des "Rundfunkbeitrags" und zur Durchsetzung eines entschiedenen Zurückschneidens des "öffentlich-rechtlichen" Rundfunks nun mehrheitlich eine Auffassung durchsetzen würde, der "Rundfunkbeitrag" müsse mit dem - natürlich für den "frommen" Durchschnittsdeutschen am wenigsten angstbesetzten - Mittel der "Volksabstimmung" beseitigt werden - ohne aber auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob und inwieweit denn die blosse, einzig von sich selbst ausgehende Erwartung, dass natürlich 90 % der Abstimmenden gegen den "Rundfunkbeitrag" stimmen würden, auch realistisch genannt werden kann. Ein gedachter Euphoriker würde dann einfach sagen: "Ach was - Gas geben, machen & gewinnen" - und möglicherweise vor die Wand laufen, wenn dann nämlich wider allen Erwartens plötzlich eine Mehrheit für den "Rundfunkbeitrag" stimmen würde. Aber dann wäre es a) zu spät und b) "militantere" Formen (Zahlungsboykott) in der Öffentlichkeit für immer vollkommen diskreditiert - bzw. die undemokratische, "asoziale" oder sonstwie abseitige Haltung der Rundfunkbeitragsgegner "bestätigt". Jemand bei aller Begeisterung dennoch Besonnenes hingegen behielte im Hinterkopf, dass es auch falsch sein könnte, bezogen auf den Erfolg einer "Volksabstimmung" einfach von sich selbst auf die Mehrheit der Abstimmenden zu schließen und dafür alle anderen Möglichkeiten fahren zu lassen.

Eine dem obigen genau vergleichbare Situation hatten wir im Frühling/Sommer letzten Jahres, als mehrere Wochen im Vorfeld des Bundesverfassungsgerichtsurteils nicht wenige Foristen unbedingt den Tageszähler auf der gez-boykott-Präsenz sehen wollten - war für die doch vollkommen klar, wie das Bundesverfassungsgericht urteilen würde. Doch hatte es so geurteilt, wie die "Euphoriker" gedacht hatten?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: marx am 22. Januar 2019, 08:00
Ich bin für ungezügelte Euphorie: Freiheitsrechte first, Bedenken second.
Der Zwang muss weg.

Dann - wenn der Volksentscheid aus mehreren Fragen besteht - was bedeutet eigentlich öffentlich-rechtlicher Rundfunk?

Antwortmöglichkeit, die im Volksentscheid vorgegeben werden, beispielhaft

1.) Welchen Auftrag hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk?

2.) Wie soll er strukturiert sein?

3.) Wie soll er finanziert werden?

Die Ergebnisse könnten sehr interessant werden.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: pinguin am 22. Januar 2019, 09:01
Der Zwang muss weg.
Uneingeschränkte Zustimmung.

Zitat
Dann - wenn der Volksentscheid aus mehreren Fragen besteht - was bedeutet eigentlich öffentlich-rechtlicher Rundfunk?

  • Welchen Auftrag hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk?
  • Wie soll er strukturiert sein?
  • Wie soll er finanziert werden?
Die 2. Frage sollte die erste sein, weil sich aus dieser Frage die Fragen 1 und 3 beantworten lassen.

Und zur 2. Frage wäre zu sagen, ausschreiben würde ich diesen Rundfunk nicht.

Dieser Rundfunk wäre als Bürgerfunk gestaltet, wo zwar der Staat durchaus vorgeben kann, daß gesellschaftlich relevante Projekte realisiert werden, die die Gesellschaft auch vorwärtsbringen, wo die Bürger aber, (man kann es ja mal testen), selber über diese Projekte abstimmen.

Zitat
3.) Wie soll er finanziert werden?

  • per Steuer
  • per Spende/Vereinsmitgliedschaft
  • per Nutzung
"per Steuer" heißt "aus dem allgemeinen Steueraufkommen"?

Mich däucht aber, daß diese paar Fragen noch nicht genügen?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Philosoph am 22. Januar 2019, 12:01
Zur durchaus berechtigten Zurückhaltung von Besucher möchte ich folgendes sagen:

1. Ja, alles kann nach hinten losgehen. Allerdings scheint mir der Fall hier ein wenig anders zu liegen als sonst häufig bei Volksentscheiden.
Auf Rundfunk-frei.de werden im Vorfeld Stimmen gesammelt, um zu sehen, in welchem Bundesland sich ein Volksentscheid sinnvoll vorbereiten ließe. Der gravierende Unterschied zu anderen Volksentscheiden scheint mir zu sein, daß sich dort wohl zu min. 90 % Beitrags"Gegner" eintragen werden. Das sind noch nicht einmal alle Personen, die der Zwangsbeitrag betrifft, denn viele haben kein Internet. Das sind nur diejenigen, die sich aktiv und bewußt und im Internet wehren.
Wenn also die Stimmen zusammenkommen, dann scheint mir ein solcher Volksentscheid durchaus umsetzbar.

2. Ja, der deutsche Michel in seiner Obrigkeitshörigkeit ist unser Problem. Aber werden wir nicht auch zum Michel, wenn wir uns politisch nicht engagieren? Wenn wir die Stimme, die uns zusteht, nicht erheben? Wenn wir schweigen? Natürlich können politische Entscheidungen in einer Demokratie nicht allen gefallen, aber mit dem Volksentscheid haben wir als Bürger die Möglichkeit, uns einzubringen. Wenn wir es nicht einmal versuchen, dann haben wir ohnehin verloren. Dann akzeptieren wir den politischen Irrsinn, der immer größere Verbreitung findet.

3. Ganz grundsätzlich müssen wir endlich Farbe bekennen. Nicht nur als "Zwanglose", sondern als Bürger, als Volk. Demokratie kann nur funktionieren, wenn sich das Volk einbringt, wenn es seine Meinung sagt, wenn es selbst entscheidet. Meiner Ansicht nach krankt unsere Demokratie genau daran: Wir lehnen uns zurück, ist uns ja alles zu viel Arbeit. Wir müssen uns schließlich noch um unsere Arbeit kümmern, Haushalt, Kinder, kranke Eltern, Steuererklärung etc. Wir haben "die da oben" machen lassen  - und sie haben versagt. Sie haben uns geschadet. Aber solange wir nicht als Volk aktiv werden, dürfen wir uns auch irgendwie nicht beschweren.

Ich sehe darum den Rundfunkbeitrag bei allem Ärger, den er mir bisher persönlich verursacht hat, trotzdem als Chance für unser Land, endlich eine Demokratie zu werden, die diesen Namen auch verdient. Wir müssen endlich aufwachen, aufstehen und gemeinsam überlegen, in welcher Art Land wir leben wollen. Wir müssen auch an die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder denken. Nicht nur was die Ausbeutung der Bürger, sondern auch was unsere Umwelt und Ressourcen angeht. Nur, wenn wir uns einsetzen, haben wir die Chance auf ein friedliches Leben und ein gutes Gewissen auch zukünftige Generationen betreffend. [/predigt ende]
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Besucher am 22. Januar 2019, 15:59
Danke @Philosoph für Deine Rückmeldung....

Zur durchaus berechtigten Zurückhaltung von Besucher möchte ich folgendes sagen:

1. Ja, alles kann nach hinten losgehen. Allerdings scheint mir der Fall hier ein wenig anders zu liegen als sonst häufig bei Volksentscheiden.
Auf Rundfunk-frei.de werden im Vorfeld Stimmen gesammelt, um zu sehen, in welchem Bundesland sich ein Volksentscheid sinnvoll vorbereiten ließe. Der gravierende Unterschied zu anderen Volksentscheiden scheint mir zu sein, daß sich dort wohl zu min. 90 % Beitrags"Gegner" eintragen werden. Das sind noch nicht einmal alle Personen, die der Zwangsbeitrag betrifft, denn viele haben kein Internet. Das sind nur diejenigen, die sich aktiv und bewußt und im Internet wehren.
Wenn also die Stimmen zusammenkommen, dann scheint mir ein solcher Volksentscheid durchaus umsetzbar.

2. Ja, der deutsche Michel in seiner Obrigkeitshörigkeit ist unser Problem. Aber werden wir nicht auch zum Michel, wenn wir uns politisch nicht engagieren? ...

3. Ganz grundsätzlich müssen wir endlich Farbe bekennen. Nicht nur als "Zwanglose", sondern als Bürger, als Volk. Demokratie kann nur funktionieren, wenn sich das Volk einbringt, wenn es seine Meinung sagt, wenn es selbst entscheidet. Meiner Ansicht nach krankt unsere Demokratie genau daran:
...
...
Nur, wenn wir uns einsetzen, haben wir die Chance auf ein friedliches Leben und ein gutes Gewissen auch zukünftige Generationen betreffend. [/predigt ende]


Um mit den Punkten 2., 3. und dem "Epilog" anzufangen:

Full ack, kann Besucher da nur sagen. Und er wäre insbesondere der Allerletzte, der mit seiner Empfehlung zu Zurückhaltung und Besonnenheit gemeint hätte, die von Dir unter 2. & 3. beschriebenen insbesondere deutschen "Tugenden" zu pflegen - ganz im Gegenteil, bildlich gesprochen müsste es stattdessen hier richtig rauchen.

Es passiert also viel zu wenig, was insbesondere einen für die "Anstalten", deren politische Protektoren bzw. die diesen aus der Hand fressende Gerichtsbarkeit so großen und knochenhart spürbaren Widerstand der Bevölkerung gegen diese Abzocke anlangt, der infolge schlichter Ressourcenerschöpfung beim Unterdrückungsapparat die Abschaffung des "Rundfunkbeitrags" (jedenfalls über eine knochentrockene und dem gesetzlichen Programmauftrag erzwingbar verpflichtete Berichterstattung bzw. Information und Kultur hinaus) erzwingen würde.

Was Punkt 1 anlangt - deswegen vollständig zitiert - sähe der Besucher aber folgendes Problem: So Recht Du haben magst, was Deine Ausführungen zur erwarteten 90%-Eintragequote von "Rundfunkbeitrags"-Gegnern auf rundfunkbeitragsfrei.de angeht, dürfte diese aber wohl kaum dafür sorgen bzw. bedeuten, dass bei einem evtl. Volksentscheid tatsächlich die Teilnahme auf die beschränkt wäre, die tatsächlich gegen den "Rundfunkbeitrag" sind. Vielleicht könnte es ja im einen oder anderen der "Neuen Bundesländer" tatsächlich auch so hinhauen. Aber...-

Aber wenn - wie hier im Forum ja bereits gemutmaßt worden war - selbst mit 10000.- pro Monat (oder was weiss ich wieviel) entlohnte Richter schon ihre Urteile danach stricken, dass für sie der "Rundfunkbeitrag" bei den berühmten Siebzehnfuffzich bleibt, also nur deswegen, wie realistisch ist denn dann die Annahme, dass die ungezählten & für weit weniger Geld arbeitenden "Geiz-Ist-Geil"-Deutschen (bzw. die Variante gem. Deiner Punkte 2. & 3.) des betreffenden Bundeslandes - die man wohl kaum daran würde hindern können, an solch' einer Volksabstimmung teilzunehmen - nicht doch so abstimmen würden, dass alles bliebe wie es ist? Und mit verlorenen Volksabstimmungen wäre die Bewegung schlicht am Ende, zumal was die beschriebenen - u. U. ja schon von Anfang an einzig sinnvollen - handfesten Widerstandsmöglichkeiten anlangt.

Denn über eines dürfte sich doch wohl jeder klar sein: Gesetzt den Fall, es würden tatsächlich Volksabstimmungen anberaumt, und die Abzocker vom "öffentlich-rechtlichen" Regierungsfunk müssten tatsächlich Fracksausen haben - die würden doch dann für entsprechendes Trommelfeuer und Mobilisierungen der benannten Klientel (Plakatwände, Zeitungsanzeigen, Beste Sendezeit) eher 7 als nur 3 von ihren 8 Mrd. p.a. verbraten, um das zu verhindern. Die würden sich das doch nicht einfach nur angucken - und dann würde selbst so einer wie dieser Buhrow bestimmt in dem Monat auch für die Hälfte kommen.

Vgl. als Lehrstück die Volksabstimmung etwa in Kalifornien gegen Gentechnik irgendwann 2014 bis 2016, die so schön massenmedial gedreht worden war.


Edit "Bürger" - vergleiche auch direkt mit der Schweiz:
Ergebnis der NoBillag-Initiative...
[Link folgt]
...mglw. begünstigt durch massive Werbetrommel + Abschaltungs-/ "Endzeitszenario" etc.
No-Billag/Schweiz > Was können wir aus der Initiative/Abstimmung lernen?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26657.0.html
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26657.msg167654.html#msg167654
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 23. Januar 2019, 01:28
Hey,

ich finde sowohl die ganze Aktion von rundfunk-frei.de wie auch die entsprechende Internetseite sehr gelungen.

Allerdings vermisse ich hier im Forum einen eigenständigen Thread dazu im Aktionsboard des Forums. Die ganze Aktion wäre dauerhaft wesentlich leichter zu finden, wenn sie nicht nur unter "Aktuelles" und "Pressemeldungen Januar", sondern vor allem am Fixboard von "Aktionen" als eigenständiges Thema verankert wäre.

Liebe Grüße
Cec.


Edit "Bürger":
Danke - wird geprüft und bei Gelegenheit ggf. anderweitig verschoben oder durch gesonderten Thread aktiviert.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: marx am 23. Januar 2019, 07:11
Ja, wir sollten die Optionen, die als Antwortmöglichkeiten bei einem Volksentscheid (mit mehreren Fragen) vorgegeben werden, auf dem Board diskutieren. Es bedarf ausführlichem Informationsmetarial für eine sinnvolle und erfolgreiche Volksabstimmung.

Die 3 Fragen (1. bis 3.) stammen aus der Sendung "Zur Sache: GEZ".

ZUR SACHE: GEZ – Was bekommt der Kunde für die Zwangsabgabe?
veröffentlicht: 20.01.2019, [Video ~1:22 h]
https://youtu.be/igj9VojNC6E (https://youtu.be/igj9VojNC6E)

22.01.19 - derzeit liegt vorne: Sachsen mit 3,11% der notwendigen Stimmen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Philosoph am 23. Januar 2019, 10:45
@ Besucher: Ich kann Deine Skepsis durchaus verstehen. Californien ist natürlich ein krasses Beispiel (sind aber auch Amis - sorry).
Was die von Bürger erwähnte Abstimmung in der Schweiz angeht: Ja, da hat man leider gut sehen können, wie sich die Bürger manipulieren lassen.
Daß die Gefahr auch bei unserer geplanten Abstimmung besteht, kann man nicht leugnen. Und, ich denke, da sind wir uns einig, die Deutschen müssen endlich politischer werden.
Im Endeffekt: Was bleibt uns außer hoffen und weiter durchhalten? Darum: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: René am 23. Januar 2019, 12:13
[...] Was bleibt uns außer hoffen und weiter durchhalten? Darum: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Sich immer wieder an die Politik wenden und nicht locker lassen. Immer wieder laut protestieren. Informieren und von sich hören lassen, bis die breite Masse endlich verstanden und verinnerlicht hat, worum es geht.

Ich teile die Bedenken zum Teil – die Schweiz hat uns gezeigt, wie schnell man das Blatt wenden kann, wenn man über die Medienmacht verfügt.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: marga am 23. Januar 2019, 12:36
[...] Ich teile die Bedenken zum Teil – die Schweiz hat uns gezeigt, wie schnell man das Blatt wenden kann, wenn man über die Medienmacht verfügt.

Eine fiktive Person meint dazu:

Die Diffamierung der Nichtnutzer durch die Mainstream-Medien ARD, ZDF und Deutschlandradio, wird dann soweit getrieben, dass der „zahlungswillige Wohnungsinhaber“, sich bestätigt fühlt, das „Richtige“ getan zu haben.  >:(
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: RUN am 23. Januar 2019, 12:49
Ja "die MASSE" aktivieren ist ein entscheidender Faktor für ZWANGS-ÄNDERUNGEN 2019 !

Sonntag für Sonntag Teilnehmer/in in MASSEN/BEWEGEN EUROPAWEIT ist ein legales Mittel.
MfG. RUN2WIN
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: marx am 23. Januar 2019, 13:00
Eine fiktive Person meint dazu:
Die Diffamierung der Nichtnutzer durch die Mainstream-Medien ARD, ZDF und Deutschlandradio, wird dann soweit getrieben, dass der „zahlungswillige Wohnungsinhaber“, sich bestätigt fühlt, das „Richtige“ getan zu haben.  >:(

Die Fähigkeit dieser fiktiven Person - schwarz zu malen - müssen wir nur effektiver einsetzen. Rein fiktiv natürlich.

Was könnte denn drohen, wenn die notwendige Stimmenzahl erreicht ist?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Besucher am 23. Januar 2019, 13:24
Antwort lieber @Philosoph, marga & Rene:

Den oben diskutierten Gefahren im Zusammenhang mit beabsichtigten Volksabstimmungen kann ja zum Glück auf relativ einfache Weise begegnet werden.

Man muss ja nur für Klarheit sorgen, dass es die Erfolgsaussichten sind, die darüber entscheiden, welches der grundsätzlich noch verfügbaren Mittel gegen den Zwangsrundfunk als wie sinnvoll anzusehen ist. "Volksabstimmung" geht auf dem Hintergrund der doch bisher gemachten Erfahrungen unter "Ferner liefen" - mehr nicht. Insbesondere auch deswegen, weil man sich damit auf genau die Ebenen begibt, wo 

a) der Gegner "Öffentlich-Rechtlicher" Rundfunk (inkl. des diesem dienstbaren Teil der Presse) am stärksten ist, nämlich die der publizistischen Meinungsmacht (bzw. der der etablierten Politik)

und wo
 
b) unsere zumindest derzeit in Amt und Würden befindlichen Politikerfreunde dann im Bedarfsfall 1001 Möglichkeit (und Kniffe im Ärmel) haben können, das Ganze entweder im Vorfeld amtlich zu torpedieren oder hinterher einfach drauf zu sch.... (vgl. nur Volksabstimmung Griechenland vor 10 Jahren mit Papandreou als Mischform von amtlich torpedieren bzw. drauf sch.....).

So breit die Basis gegen den "Rundfunkbeitrag" im Prinzip auch sein mag, also zusätzlich zu ja nicht wenigen Bürgern und manchem Pressevertreter der Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums mit seinem Gutachten, sei es die umfassende massive fachjuristische Schelte - regeln muss es der Bürger. Denn weder der wissenschaftliche Beirat, noch die Verfasser der vernichtenden Kritiken am System des "Rundfunkbeitrags" noch die professoralen Klageführer werden nach den "verlorenen" Verfahren ihre Karriere riskieren und sozusagen auf die berühmten Barrikaden steigen. Auch die auf Seiten des Bürgers stehenden Presseverlage nicht. Und die Wirtschaft, insbesondere die Unternehmen, die geklagt hatten - was hört man von denen noch? Gar nichts mehr. Die blechen und mucksen sich nicht.

Angesichts der nach dem ganzen gerichtlichen Schmierentheater [inzwischen wohl ausdrücklich inklusive des Bundesverfassungsgerichts als wesentlichem Akteur] zerschlagenen Illusionen, auf "konventionellem" bzw. "anständigem" :->> Wege des Problems des zwangsfinanzierten "öffentlich-rechtlichen" Rundfunks Herr werden zu können - die praktischen Schritte, die jede/r Einzelne tun kann & wie an entspr. Stelle nachzulesen, werden das wesentliche Mittel sein, den ganzen Laden & letztendlich auch die etablierte Politik (als Gunstgewährer wie Günstling des "öffentlich-rechtlichen" Rundfunks) überhaupt noch zur Räson zu bringen.

Vielleicht noch bis auf Beschwerden vor dem EGMR (angesichts des seit den 4 sogenannten Leitverfahren ohne jede Begründung vom Bundesverfassungsgericht als wiederum politisch motiviert anzusehenden massenhaften Abbügelns der verbliebenen Verfassungsbeschwerden) dürften sich inzwischen sowohl Gerichtsverfahren als auch Einreden auf die Politik (jedenfalls solange man auf deren "Guten Willen" angewiesen bleibt) als die sinnlosesten Herangehensweisen erwiesen haben.

Wenn & so lange kein konkret spürbarer Druck auf dieses System aus "öffentlich-rechtlichen" Rundfunkanstalten (Regierungsfunk), der etablierten Politik (und der Gerichte als deren Helfershelfern) ausgeübt wird, kann der Bürger sich dumm und dusselig reden, gerade auch gegenüber dem Standardpolitiker, auf den einfach einzureden immer wieder als Problemlösung empfohlen wird. Wenn durch massenhaft beherztes Tun des Bürgers der Staat (inkl. gewisser Anstalten) - z. B. aufgrund Ressourcenerschöpfung im jeweiligen Zusammenhang- zu Änderungen gezwungen wird oder das eine oder andere nicht mehr durchsetzbar ist, kann man das ebensogut als "Volksabstimmung" ansehen.

Der Unterschied zu einer Volksabstimmung mit Kreuzchenmachen wäre nur der, dass man

a) im letzteren Fall nach wie vor bzw. wieder auf das "Wohlwollen" des Staates angewiesen ist

b) Kreuzchenmachen funktioniert, ohne sich sozusagen "die Finger schmutzig" zu machen (was natürlich für manche/n ein "Wert" an sich ist)

Spätestens seit den Riesendemonstrationen der Friedensbewegung in den 1980er Jahren ist es bekannt, dass letzten Endes gar nichts passiert, wenn nicht wirklicher Druck von der Bevölkerung ausgeht - und auch die Gelbwesten in Frankreich haben erneut (leider drastisch) gezeigt (oder zeigen müssen), welche Sprache es (natürlich traurigerweise) letzten Endes ist, die der saturierte Staatsadel des 21. Jahrhunderts (inkl. insbesondere dessen "öffentlich-rechtlicher", medialer "Hilfselite") überhaupt versteht. Druck.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Markus KA am 23. Januar 2019, 15:12
Die Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen, man sollte aber auch darauf hinweisen, dass in der Schweiz andere Voraussetzungen vorlagen, um nur die Rundfunkgebühr und Übergangsfristen zu nennen.

Trotzdem sollten die Verantwortlichen von rundfunk-frei.de im Falle eines Falles vorgewarnt sein und entsprechende Vorkehrungen treffen, wie die auch immer aussehen mögen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 23. Januar 2019, 22:42
hey.

@ Besucher: Ich kann Deine Skepsis durchaus verstehen. Californien ist natürlich ein krasses Beispiel (sind aber auch Amis - sorry).

Hm, die "Amis" sind uns aber zum Beispiel in Sachen Schadensersatz gegenüber betrügerischen Kfz-Produzenten um einiges voraus, höre ich zumindest...

Bzgl. "Volksentscheid" denke ich: die Vorab-Anmeldung bei www.rundfunk-frei.de ist zwar sicherer, jedoch wird sie leider auch zeigen können, wie wenig Unterstützung wir bei der Breite der Bürger/innen haben. Damit könnte unsere politische Außenwirkung leider auch frühzeitig geschwächt werden. Ich persönlich setze eher auf den weit verbreiteten Zahlungsboykott ! Nach dem Motto: JETZT ERST RECHT !

Man darf natürlich abwarten, was die Gegenseite sich dann wieder einfallen lässt...

gruß
cec.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: zwanglos am 24. Januar 2019, 00:00
Entscheidend im Falle einer Volksabstimmung wird sein, wer die Fragen aussucht.
Die Fragestellung wird entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis haben.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 24. Januar 2019, 00:43
Ja, mir ist auch nicht klar, worüber das "Volk" genau befragt werden soll... Oder ist Grundlage das "Manifest", siehe: https://www.rundfunk-frei.de/index.html ?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: beat am 24. Januar 2019, 01:32
Unabhängig von den Erfolgsaussichten eines Volksentscheids, wie er bei rundfunk-frei angestrebt wird, ist die Wirkung der Seite als Statement selber.

Für mich ist es absolut erfrischend und befreiend, dass Klartext gesprochen wird. Alleine die 10 Gründe, die politisch verordnete Obrigkeitshörigkeit in Frage zu stellen, sind ein klares Statement gegenüber der unhaltbaren Rundfunkrealität und gegenüber dem endlosen, betäubenden Intendanten- und Redakteurs-Fake-Geschwafel von der angeblich hohen Akzeptanz des Rundfunks, der vemeintlichen Qualität und Information und der vorgeblichen Staatsferne.
Man ist schon ganz benommen von dem ewigen Wortmüll, der Inhalt, Dynamik, Wissen, Sorgfalt, Entwicklung und Unabhängigkeit vortäuschen soll, wo nur heisse Luft gemacht und abkassiert wird, allenfalls noch Propaganda geliefert wird.

Die Präsentation der Macher und Faker mit ihren jeweils zur lachenden Gute-Laune-Fratze erstarrten Gesichtern auf der Webseite und die klar benannten Tatbestände, u.a. Manipulation, Staatskonformität und Parteienlobbyismus sind einfach eine Befreiung, weil die Schwätzer entlarvt werden, indem ihrem orwellianischen Neusprech die Wahrheit kurz und klar entgegen gehalten wird.

Ich sehe den Wirkungen einer solchen Aufklärung mit Hoffnung entgegen :)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Besucher am 24. Januar 2019, 14:03
Exakt das, lieber @cecil ist genau...

...
Bzgl. "Volksentscheid" denke ich: die Vorab-Anmeldung bei www.rundfunk-frei.de ist zwar sicherer, jedoch wird sie leider auch zeigen können, wie wenig Unterstützung wir bei der Breite der Bürger/innen haben. Damit könnte unsere politische Außenwirkung leider auch frühzeitig geschwächt werden.
...

1) ...des Pudels Kern, der dem fiktiven Besucher angesichts manchen Statements hier oder anderswo größte Sorgen gemacht hatte, was die aus mancher bisherigen Aussage herauszulesende unerschütterliche Überzeugung anlangt, entsprechende Vorab-Anmeldungen bei rundfunkfrei.de bzw. spätere Volksabstimmungen könnten doch gar nichts anderes sein als Auftakt bzw.  "Durchmarsch" zur Abschaffung des Zwangsrundfunks.

Aber ggw. zeigt - vmtl nicht nur einem fiktiven Besucher - noch praktisch jedes Alltagsgespräch, wie wenig präsent und von Interesse jedenfalls bislang das Thema "Zwangsrundfunk" beim Durchschnittsbürger selbst grundsätzlich noch immer ist, von jeder Kenntnis der in die Tiefe und an die rechtsstaatliche Substanz gehenden gewaltigen rechtlichen Kloppern ganz abgesehen. Das wiederum ist aber überhaupt kein Wunder, kommen doch selbst in den Verweigererkreisen bis heute jeden Tag auf's Neue bisher nicht bedachte Aspekte der Rechtswidrigkeit des "Rundfunkbeitrags" ans Licht. Natürlich wäre es theoretisch denkbar, dass irgendwann zu späterer Zeit die Situation anders wäre, was Deine für die Breite der Bevölkerung vermutete und aus verschiedenen Gründen erklärbare noch immer eher geringe Unterstützung gegen den "Rundfunkbeitrag" anlangt - aber bei dem ggw. noch immer bestehenden Grad allgemeiner Uninformiertheit hieße es derzeit von falschen Voraussetzungen ausgehen, wollte man ohne jede belastbare Grundlage annehmen, dass doch "irgendwie" alle gegen den Zwangsrundfunk seien, wie manche das offenbar tun, und davon mit Erfolgsaussichten "Volksabstimmungen" bestreiten wollen.

Eine solche dann darauf verengte Haltung wiederum würde - als sich unmittelbar daraus ergebende Anschlussgefahr - in nicht wenigen Fällen bei mancher/m zur Meinung führen können (vgl. die schon an anderer Stelle angesprochenen spezifisch deutschen "Tugenden") "Wozu denn überhaupt einen Zahlungsboykott, also Ungehorsam gegenüber der "Obrigkeit"? Wir machen doch eine Volksabstimmung - und da ist doch klar, dass wir die gewinnen". Und so etwas würde am Ende bedeuten, das vllt. sogar von Anfang an einzig sinnvolle und wirksame Mittel verschenkt zu haben, um den "Rundfunkbeitrag" in der ggw. Form und Verfasstheit zu Fall bringen zu können.

2) Was den folgenden Punkt anlangt, wäre genau das das benötigte, weil schleichende Mittel, um von unten...

...
Ich persönlich setze eher auf den weit verbreiteten Zahlungsboykott ! Nach dem Motto: JETZT ERST RECHT !
...

...das Ganze anzugreifen, von überall her und aus jeder Ecke - statt sozusagen aktuell in "offener Feldschlacht gegen das Meinungsimperium des "öffentlich-rechtlichen" Rundfunks und der ihm mit dem ausdrücklichen Wunsch der Beibehaltung in genau der aktuellen Form und Verfasstheit zuarbeitenden anderen politisch-gesellschaftlichen Akteure. Natürlich wurde 1989 auch großmassstäblich demonstriert (also "offene Feldschlacht") - aber entscheidend war irgendwann die individuelle Praxis, dass irgendwann die Leute jede/r für sich einfach nicht mehr mitmachten und über die Grenze gingen (wie gesagt zwar jeder für sich, das aber massenhaft). Das war es dann (natürlich bei alldem ergänzt durch öffentliche Bekundungen welcher Art auch immer), was den ganzen Laden zu Fall brachte. 

Der "öffentlich-rechtliche" Regierungsfunk (ebenso wie seine politischen Gunstgewährer & politischen Günstlinge) nutzt ja schon seit Anbeginn jede Chance, die Gegner des Zwangsrundfunks zu diskreditieren. Und eine öffentlich sichtbare Schwäche der Bewegung (& schlimmstenfalls nicht erfolgreiche Volksabstimmungen) - also vgl. Punkt 1) Deiner Ausführungen) wären die beste "Steilvorlage", die der Zwangsrundfunk überhaupt bekommen könnte. Ab dem Moment könnte man sich - denn natürlich würden dann alle Zahlungsboykotteure durch die "öffentlich-rechtliche" bzw. politische Propagandamaschine als "undemokratisch" gebrandmarkt werden - jede weitere Aufforderung zum Zahlungsboykott (als dem u. U. schon v. Anfang an überhaupt einzig möglichen Weg zum Ziel) sparen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Besucher am 24. Januar 2019, 14:36
Hallo @Philosoph...

@ Besucher: Ich kann Deine Skepsis durchaus verstehen. Californien ist natürlich ein krasses Beispiel (sind aber auch Amis - sorry).
...

...sicherlich wird es eine Menge von Zeitgenossen über den Teich geben, auf die man die oben in Klammern angeführte Ergänzung "sind aber auch Amis - sorry" als einzige Erklärung für die dortigen Verhältnisse anwenden könnte.

Dennoch dürfte in den USA einiges andere (und noch viel mehr) los sein, was

a) dem hierzulande verbreiteten (& aus gutem Grund vermittelten) allgemeinen Bild des "typischen" US-Amerikaners diametral gegenübersteht

und

b) unseren "Eliten" überhaupt nicht in den Kram passen würde, gäbe es eine andere, zumal auch "öffentlich-rechtliche" Berichterstattung, die insbesondere das auch gesellschaftskritische bzw. auf tiefgreifende Gesellschaftsveränderung gerichtete Potential - zugunsten einerseits der hiesigen "Eliten" & andererseits des Selbstbildes manchen Europäers - dort nicht unterschlägt. Wie schon so ein Herr Luhmann gesagt hatte: Was wir wissen, wissen wir wesentlich aus den Medien. Das wissen auch die Medien. Und der größte Teil der Deutschen wiederum "weiß" - auch aus den Medien (zumal den "öffentlich-rechtlichen") - dass der US-Amerikaner als solcher derjenige ist wie man ihn aus Krimis und Western & der "Berichterstattung" kennt. Nämlich (neben abseitigen Ku-Klux-Clan-Fans und bspw. den berühmten "Preppern") als die personifizierte vermeintliche Kulturlosigkeit, geistige Schlichtheit und Dumpfbackigkeit (darum wurde ja Herr Trump gewählt :->>>). "Lichtgestalten" wie zuletzt einen Herrn Obama (mit dem Wall-Street-Girlie Clinton & ihrer beabsichtigten "maskulinen Außenpolitik" - das ging ja dann leider schief), der weiter neoimperiale Politik mit einem netten "liberal-grünen" Mäntelchen behängt und mit Worthülsen wie "responsibility-to-protect" als Etikett für neue Feldzüge zu verkaufen wußte, genau wie es die wieder weltkriegspolitisch ambitionierten Deutschen und Europäer lieben, und auf die "man" setzen muss, aber natürlich inbegriffen.

Vergiss demgegenüber aber als nur ein Beispiel nicht, wo "Occupy" herkam (wovon der gemeine Deutsche garantiert nichts erfahren hätte, wäre der "Skandalwert" nicht so hoch gewesen), vergiss auch nicht, von wo entsprechenden Berichten alternativer Medien der 1990er Jahre folgend die seinerzeitige Boykottinitiative ggü. Coca-Cola ausgegangen war, u. a. was Umweltverschmutzung (und wohl auch Ausbeutungsverhältnisse) anlangte.

Doch nun schnell zurück zum eigentlichen Thema...
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 24. Januar 2019, 15:57
[...] man sollte aber auch darauf hinweisen, dass in der Schweiz andere Voraussetzungen vorlagen, um nur die Rundfunkgebühr und Übergangsfristen zu nennen.
Dies meine ich auch, wobei das Schweizer Staatsfernsehen nach dem, was ich gelesen habe, auch anders argumentiert hat. Es wurde hier tatsächlich so argumentiert, dass ohne den Staatsfunk es keine Sender mehr gäbe, die eine speziell schweizerische Ausrichtung hätten. Es wurde tatsächlich damit gedroht, dass es ohne den Staatsfunk nur noch Fernsehen aus Deutschland, Frankreich und Italien gegeben hätte.

Demgegenüber versucht der deutsche Staatsfunk wirklich in unglaubwürdige Weise den Bürgern weißmachen zu wollen, dass ihre Sender total unabhängig von allen Einflüssen sein. Der Beitragsservice beschreibt dies in seinen Infobriefen sogar so, dass er schreibt, dass keine bestimmten Informationen über die Sender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verbreitet werden würden. Dazu gehört natürlich auch:
Die Doktrin der staatlichen Pressefreiheit in der deutschen Rechtsprechung
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=28411.0


Edit "Bürger" @alle:
Bitte im Interesse der Übersicht und zielgerichteten Diskussion eng am eigentlichen Kern-Thema bleiben, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Postfakt am 25. Januar 2019, 09:47
Die "Masse" kapiert offenbar überhaupt nicht, worum es bei "rundfunk-frei" überhaupt geht.

Wenn man die Kommentare z.B. hier liest :
https://www.mydealz.de/diskussion/rundfunk-frei-1319614
kann einem nur schlecht werden.

Vielleicht sollte die m.M.n. etwas umständliche Formulierung auf der Startseite von "rundfunk-frei" gegen einen kurzen knappen aber einprägsamen Text getauscht werden.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: drboe am 25. Januar 2019, 13:15
Vielleicht sollte die m.M.n. etwas umständliche Formulierung auf der Startseite von "rundfunk-frei" gegen einen kurzen knappen aber einprägsamen Text getauscht werden.

Nichts gegen die Initiative, aber das Geschwurbel in den Texten ist schwer auszuhalten.

Zitat von: rundfunk-frei.de
Die friedliche Selbstermächtigungsinitiative »rundfunk-frei« ist politisch und konfessionell unabhängig. Sie ist ein bewusstseinserweiternder und humanistischer Impulsgeber, die eigene unbegrenzte kreative Kraft zu entfalten, um ein Leben frei von einem Rundfunkbeitragszwang in unserer Gesellschaft zu verwirklichen.

Kann man nicht einfach schreiben, dass sich die Initiative dafür einsetzt, dass niemand gezwungen wird den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finanzieren?

Da ist von Worthülsen die Rede, wobei man selbst reichlich Gebrauch von solchen macht. Inklusive diverse Wortkombinationen, die gewichtig klingen sollen, aber tatsächlich nur albern sind. Was z. B. soll im Zusammenhang mit den Zielen ein proaktiver Zahlungsstopp sein? Ist die Einstellung von Zahlungen als Reaktion z. B. auf steigende Geldforderungen der Anstalten, abzulehnen, weil nicht proaktiv? Wäre ein Zwang, der kein struktureller Zwang ist, besser zu ertragen oder womöglich gerechter? Was, wenn man gar kein spirituelles Wesen im humanistischen Sinne sein will, aber dennoch den sogn. Rundfunkbeitrag ablehnt? Kann man dann noch für friedenstiftende Medienangebote eintreten oder ist das auszuschliessen? Wer hat gestattet, dass die Idee der „Demokratie“ zu einer gemeinschaftlich-sinnbehafteten Kraft transformiert werden darf und wozu braucht es diese Erlaubnis? Darf man auch andere Ziele als dieses präferieren oder verträgt sich dies nicht mit denen von rundfunk-frei.de?

Wenn ich den Untertitel des Manifests lese, nämlich  "Für die vollumfassende Selbstbestimmung des Einzelnen über mediale Beeinflussung!", kommen mir erhebliche Zweifel, ob demjenige, der dies geschrieben hat, klar war, dass er sich damit nicht gegen mediale Beeinflussung wendet sondern sich lediglich für eine andere Form derselben ausspricht. Die Forderung nach dem Verbot jeder medialen Beeinflussung durch (staatliche) Medien war wohl nicht aufgeblasen genug.

Kurz: das Engagement gegen die Zwangsfinanzierung des ÖRR ist den Machern der Site gewiss nicht abzusprechen. Aber ich bezweifle, dass man mit den Formulierungen im Manifest ein breites und vor allem wirksames Bündnis bilden kann. Die auf weiteren Seiten folgenden Texte zum konkreten Handeln sind m. E. um Klassen besser.

M. Boettcher
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Bürger am 25. Januar 2019, 13:20
Konstruktive Kritiken können und sollten gern - eigenverantwortlich und zusätzlich zur hiesigen öffentlichen Diskussion - an die Initiatoren gereicht werden, da nicht sichergestellt ist, dass diese diesen Thread hier schon "abonniert" haben.

Danke ;)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: marx am 25. Januar 2019, 13:37
Kurz: das Engagement gegen die Zwangsfinanzierung des ÖRR ist den Machern der Site gewiss nicht abzusprechen. Aber ich bezweifle, dass man mit den Formulierungen im Manifest ein breites und vor allem wirksames Bündnis bilden kann. Die auf weiteren Seiten folgenden Texte zum konkreten Handeln sind m. E. um Klassen besser.

Wie könnten denn Informationsseiten zum Boykott gestaltet werden, so dass auch die angesprochen werden, die zum Beispiel auf der Seite mydealz.de einen Account haben?

Die bei einigen herrschende Stimmung: Man kann nichts machen.
Dabei ist es genau die unwillige Zustimmung, die das Ganze am Leben erhält.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 25. Januar 2019, 14:20
Ich finde schon, dass man den Pessimisten entgegentreten sollte, da die Initiatoren der Volksabstimmung jede Unterstützung für ihr Vorhaben benötigen. Ich wusste vorher jedenfalls nicht, dass es auf Landesebene überhaupt möglich ist, eine solche Volksabstimmung tatsächlich einzuleiten; was wohl daran liegt, dass ich es noch nie erlebt habe, dass es eine Volksabstimmung in NRW gab.
Wir in NRW machen das jetzt!
In §15 RBStV ist sogar ausdrücklich vorgesehen, dass ein einzelnes Bundesland den Rundfunkbeitragsstaatsvertrag kündigen kann. Für Freiheit, Gerechtigkeit und vor allem im Namen der Pressefreiheit sollten wir den WDR daher abschaffen. Eine Institution, die derart gegen Bürgerrecht und Menschenrechte handelt, hat es letztendlich nicht anders verdient. Die  Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mag verfassungsrechtlich vielleicht geschützt sein, was jedoch nicht bedeutet, dass wir eine menschenverachtende Institution wie den WDR, die für mich identisch mit dem Beitragsservice ist, unterstützen müssen. Diskussion bitte hier:
Die Doktrin der staatlichen Pressefreiheit in der deutschen Rechtsprechung
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=28411.0
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Nevrion am 25. Januar 2019, 14:42
Grundsätzlich finde ich die Seite recht gut, weil sie mit einfachen Worten versucht Leute aufzuklären und zu ermutigen. Ob diese Bewegung auf Dauer erfolgreich sein kann, kann ich aber nur schwer einschätzen. Dafür halte ich das Potential an Menschen, die der hiesigen Gesinnung auch nur eine Art von Grundinteresse entgegen bringen, für viel zu gering. Die Anzahl an Leuten in Deutschland, die den Beitrag noch für eine Art Steuer halten oder als notwendiges Übel betrachten, überwiegt aus den Erfahrungen aus meinem Umfeld. Und selbst wenn ich missionarisch Aufklärungsarbeit in meinem Umfeld leiste, so bleibt nur ein ungläubiger Gesichtsausdruck und nicht selten bin ich dann ein Spinner.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 25. Januar 2019, 16:05
Grundsätzlich finde ich die Seite recht gut, weil sie mit einfachen Worten versucht Leute aufzuklären und zu ermutigen. Ob diese Bewegung auf Dauer erfolgreich sein kann, kann ich aber nur schwer einschätzen.
Bei der Bewegung geht es nicht nur darum Menschen aufzuklären oder zu ermutigen, sondern ganz konkret darum, genügend Unterschriften für einen landesrechtlichen Volksentscheid zusammen zu bekommen. In NRW müssten hierzu mindestens 0,5 vom Hundert der Stimmberechtigten bereit sein das Vorhaben der Initiative, das vielleicht noch genauer zu bestimmen wäre, zu unterzeichnen.
Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen: Artikel 67.
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&menu=1&bes_id=3321&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=393350

Es kostet also nichts sich ersteinmal dort zu registrieren, um seine grundsätzliche Bereitschaft zu bekunden, das Vorhaben per Unterschrift zu unterstützen. Leider geht aus dem Eingangstext des Threads nicht deutlich genug hervor, dass es sich bei dem Vorhaben nicht nur um eine Onlinebefragung, sondern um eine ernstzunehmende demokratische Initiative handelt. Ich habe auch einige Zeit gebraucht, um dies zu verstehen, weshalb ich hierauf explizit hinweisen möchte.
Aktueller Stand für NRW: 2893 Stimmberechtigte.
Online-Befreiungsaktivisten in Nordrhein-Westfalen
https://www.rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid_nordrhein-westfalen.html   
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: videola am 25. Januar 2019, 17:06
Das Ganze Gebilde "Volksabstimmung" könnte also (& evtl. sogar mit weit größerer Wahrscheinlichkeit, wer weiß) auch genauso gut vollständig nach hinten losgehen - und dann?
Ja, das kann passieren, wie das Beispiel in der Schweiz zeigt.

Und wenn das passiert, ist jeglicher Widerstand zwecklos und kein Boykott mehr möglich?
Dann herrscht die Mehrheit über die Minderheit?
Oder was habe ich nicht verstanden?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: marx am 25. Januar 2019, 17:18
Und wenn das passiert, ist jeglicher Widerstand zwecklos und kein Boykott mehr möglich?
Dann herrscht die Mehrheit über die Minderheit?
Oder was habe ich nicht verstanden?

Die Bedenken entstammen sicher einer Befürchtung der folgenden Art:

Wenn wir in einem oder in mehreren Bundesländern einen Volksentscheid erreichen, dann bestimmt garantiert der öffentlich-rechtliche Rundfunk wie immer die Fragen und die Entscheidungsoptionen.  Das liegt ja dann in der Hand der Frösche und nicht in der Hand der Initiatoren.

Wir haben auch keine Gelegenheit, die Fragen und Enscheidungsoptionen selbst zu bestimmen, oder auch nur darüber zu diskutieren. Das steht uns gar nicht zu. Wer sind wir denn?




"In the Future, There will be Robots."

Dr. Gniffke ist davon überzeugt, dass in 10 Jahren sein Job von Robotern erledigt wird. Das wird so aussehen, dass "künstliche Intelligenz" - also Computer - die Agenturmeldungen für Zielgruppen aufbereiten. Dr. Gniffke wird dann seine Pension genießen, die immer noch aus den Rundfunkbeiträgen bezahlt werden wird, wenn wir nicht dagegen aufbegehren.

Volksbegehren, Volksabstimmung, Volksentscheid können geeignetes Instrumentarium gegen die Vollversorgung von Dr. Gniffke sein.

Wenn das kein Ansporn ist, was dann?



Möchtest Du computergenerierten Pseudo-Journalismus? Soft-Porno-Darsteller als Traumschiffkapitäne?

Handle jetzt!



Ist Ihnen die Bedeutung der Sintflut in der östlichen Literatur eigentlich bekannt? Der Youtube-Kanal "Zensur war gestern!" hält, was er verspricht, auch, wenn die spendenbasierte Finanzierung zu völlig unnötigen Überschüssen bei den Betreibern geführt hat.



Bei FAZ+ würden sie mehr über die Welt erfahren, wenn dort vernünftige Leute arbeiten würden. Das ist aber nicht der Fall. Das wird auch durch den Bezahlvorgang nicht besser.



Ihr Twitter-Account wurde von Dr. Kai Gniffke blockiert? Ist das ein Grund, nach dem dafür notwendigen Verwaltungsakt zu fragen? FragDenStaat.de ist für solche Mätzchen zwar zu haben, aber auf eine Antwort können Sie lange warten. Sie müssen schon Klage erheben.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass Sachsen das Rennen gewinnen wird.
3,34 % der notwendigen Stimmen

#GEZ
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: videola am 25. Januar 2019, 17:34
Und wenn das passiert, ist jeglicher Widerstand zwecklos und kein Boykott mehr möglich?
Dann herrscht die Mehrheit über die Minderheit?
Oder was habe ich nicht verstanden?
Die Bedenken entstammen sicher einer Befürchtung der folgenden Art: ...
Nein, meine Bedenken entstammen den Zitaten von Besucher und René.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: FelsinderBrandung am 26. Januar 2019, 19:32
Siehe u.a. auch unter
ZUR SACHE: GEZ – Was bekommt der Kunde für die Zwangsabgabe?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29962.0.html

Unter anderem mit Olaf Kretschmann, der auch auf seine Initiative rundfunkfrei aufmerksam macht.

ZUR SACHE: GEZ – Was bekommt der Kunde für die Zwangsabgabe?
[Video, ~1h20min, veröffentlicht 20.01.2019]
https://youtu.be/igj9VojNC6E
https://youtube.com/watch?v=igj9VojNC6E
alternativ
https://invidio.us/watch?v=igj9VojNC6E

Gesprächsrunde mit
- Olaf Kretschmann: Initiator von www.rundfunkbeitragswiderstand.de und www.rundfunk-frei.de
- Maren Müller: Ständige Publikumskonferenz e.V.
- Prof. Dr. Sabine Schiffer: Institut für Medienverantwortung
[...]

Gruß Petra
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 28. Januar 2019, 21:50
Hallo liebe Interessierte,

ich bin jetzt auch hier im Forum am Start und kann gerne bei Fragen zur Aktion »rundfunk-frei« umgehend meine Infos dazu geben. LG Olaf

rundfunk-frei.de
rundfunk-frei.de (http://rundfunk-frei.de)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Dark Fader am 30. Januar 2019, 23:44
Ich bin für ungezügelte Euphorie: Freiheitsrechte first, Bedenken second.
Der Zwang muss weg.

Dann - wenn der Volksentscheid aus mehreren Fragen besteht - was bedeutet eigentlich öffentlich-rechtlicher Rundfunk?
...

Antwortmöglichkeit, die im Volksentscheid vorgegeben werden, beispielhaft

1.) Welchen Auftrag hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk?
...
2.) Wie soll er strukturiert sein?
...
3.) Wie soll er finanziert werden?
...
Die Ergebnisse könnten sehr interessant werden.

Tach auch.
Soweit ich informiert bin, beststeht ein Volksentscheid nur aus einer einfachen Frage mit 2 Antworten: ja oder nein bzw. dafür oder dagegen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 31. Januar 2019, 08:57
Hallo Dark Fader,

Danke für Deinen Hinweis. Der Wähler bei einem Volksentscheid kann nur zwischen ja und nein (Volksentscheid annehmen oder ablehnen) entscheiden. Inhaltlich besteht aber der Volksentscheid aus einer Gesetzesvorlage, die das Landesparlament im Falle einer Mehrheit umsetzen muss. In der Gesetzesvorlage stehen dann die Feinheiten (z.B. Kündigung des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages usw.).

LG Olaf

Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Winston Smith am 31. Januar 2019, 09:27
Wenn ich "Rundfunk-Frei" höre oder lese, denke ich sofort an ein Land ohne Rundfunk. Es geht hier natürlich um den Zwang und nicht den Rundfunk allgemein abzuschaffen. In der Schweiz sind die Rundfunkanstalten gegen die No-Billag Initiative so angegangen:  Billag abschaffen =  Keine Fernsehsender mehr.  Wir wissen was daraus geworden ist. Vielleicht ist das etwas zum Nachdenken?

Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: 20MillionenEuroTäglich am 31. Januar 2019, 10:02
Genau, die Formulierung erscheint mir auch unglücklich gewählt. Alternativ z.B.:
Rundfunk Zwangsabofrei
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: marga am 31. Januar 2019, 10:23
Wenn ich "Rundfunk-Frei" höre oder lese, denke ich sofort an ein Land ohne Rundfunk. (...)

Tja, eine fiktive Person meint dazu, dass vielleicht eine Orientierung zum Art. 5 GG stattgefunden hat, bei der Auswahl des Namens.

Zitat
(...) "Meinung“ i.S.v. Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG ist grundsätzlich weit zu verstehen (Funktion der Grundrechte als Abwehrrechte!) und durch Element der Stellungnahme und des Dafürhaltens im Rahmen einer geistigen Auseinandersetzung gekennzeichnet. (...)
Hervorhebungen nicht im Original!    ;)
Quelle: Uni-Trier https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF005/Einfuehrung_Grundrechte/Folien_Probevorlesung_Trier__Proelss_.pdf (https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF005/Einfuehrung_Grundrechte/Folien_Probevorlesung_Trier__Proelss_.pdf)


Edit "Bürger" @alle:
Bitte keine vertiefenden Namensdiskussionen. Der Name der Initiative steht, ist (augenscheinlich gewollt) auch mehrdeutig und wird sehr wahrscheinlich nicht aufgrund einzelner Kritiken geändert werden. Daher ist es müßig.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 31. Januar 2019, 18:45
Hallo Ihr Lieben,

ich finde den Namen gut, denn er ist aus meiner Sicht mit einer positiven Kraft besetzt und wer noch ein bisschen die Meta-Ebene des Namens erkennen kann, sieht dies vielleicht auch so ;-)  Natürlich ist mir bewusst, dass die Assoziationen zu dem Begriff »rundfunk-frei« für jeden unterschiedlich sind. Das ist doch völlig okay. Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, dass jedwede Namenbezeichnung nicht die Zustimmung aller Menschen erhalten kann. Die Aktion lebt nicht nur von dem Namen sondern natürlich auch von der Idee, die dahintersteckt und der Energie aller, die diese Aktion mit Leben erfüllen. Dieser Mix macht es aus, dass etwas ins Leben gerufen wurde, was so vorher noch nie gab.

LG Olaf
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Lev am 01. Februar 2019, 12:11
@ #47 - #50

Ist Zwang ein Mittel der Finanzierung?

Ja / Nein !
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Philosoph am 01. Februar 2019, 14:03
Lev: So einfach ist das leider nicht.

Wichtig ist, die grundsätzliche Debatte zu führen: Brauchen wir noch ein duales Rundfunksystem? Und wenn ja, wie weit darf der Grundversorgungsauftrag der örR in Zeiten von fast schon unzähligen alternativen Angeboten bes. im Bereich der Unterhaltung oder Sportberichterstattung dann überhaupt noch ausgeweitet werden.
Erst wenn hier mal grundsätzlich diskutiert wurde, geht es eigentlich um die Finanzierung.

Aber gerade diese grundsätzliche Diskussion scheint in Deutschland undenkbar. Man kommt sich schon fast vor wie wenn man jemanden beleidigen würde, wenn man sagt: "Es braucht doch gar keinen örR mehr." Da kann man froh sein, daß man nicht mit schimmligem Gemüse beworfen wird.
Natürlich kann hier jeder (und sollte natürlich auch) eine eigene Meinung haben. Aber es sollte dann auch wirklich die eigene Meinung sein, sprich: sie sollte durch bewußtes und kritisches Nachdenken zustande gekommen sein, nicht durch hirnloses Nachplappern von Propaganda.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 01. Februar 2019, 14:24
NRW: 3.159 Stimmberechtigte (Wahlberechtigte); Bayern: 3.289 Stimmberechtigte

NRW VOR
AUF AUF ZUM
VOLKSENTSCHEID

Wir holen die Bayern noch ein.
Online-Befreiungsaktivisten in Nordrhein-Westfalen
https://www.rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid_nordrhein-westfalen.html   
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 01. Februar 2019, 20:02
Hier die neusten Zahlen: Online-Befreiungsaktivisten Stand: 01.02.1019

Baden-Württemberg 2.365
Bayern 3.331
Berlin 1.319
Brandenburg 1.087
Bremen 162
Hamburg 460
Hessen 1.311
Mecklenburg-Vorpommern 545
Niedersachsen 1.696
Nordrhein-Westfalen 3.205
Rheinland-Pfalz 855
Saarland 177
Sachsen 1.706
Sachsen-Anhalt 662
Schleswig-Holstein 705
Thüringen 755
 
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Zwangsjacke am 05. Februar 2019, 10:43
Insgesamt eine tolle Aktion.
Das Problem ist nur, dass sie keiner kennt...  Daran könnte alles scheitern!

Ich frage mich also, wie will man die Aktion bekannt machen?
Und zwar bei jung und alt.

Die geplanten Aktionen wie Aufkleber und ähnliches werden im Alltag untergehen und kaum Wirkung haben.
Zudem frage ich mich, ob man den Aufkleber mit einem (sehr sinnvollen) QR-Code versehen wird?
Der abgebildete Entwurf enthält diesen nicht.

Wurde oder wird die Presse mit einer möglichst wirkungsvollen Art mit einbezogen?
Bild am Sonntag hatte in der Vergangenheit immer wieder berichtet und auch Umfragen bei seinen Lesern gestellt.

In der Schweiz war die Aktion/ Volksabstimmung im vergangenen Jahr in aller Munde.
Ich würde mir wünschen, dass dies in Deutschland auch der Fall ist und die Leute dadurch über ihre quartalsweise Zahlung einmal mehr nachdenken.


Ps. Die "Spenden" -Funktion von Rundfunk-frei funktioniert leider auch (noch) nicht.
Aber ich gehe davon aus, dass derzeit ein Spendenkonto eingerichtet wird und es dann mit einer noch aktiveren Unterstützung weitergehen kann  ;)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 05. Februar 2019, 12:04
Hallo Zwangsjacke,

Danke für Deine Hinweise. Wir arbeiten daran, dass Stück für die Stück die Aktion im öffentlichen Raum wahrgenommen wird. Wir aktivieren alle vorstellbaren Kanäle und Multiplikatoren. Da passiert auch noch eine ganze Menge in nächster Zeit ;-)

Wenn Du auch »rundfunk-frei« medial bekannt machen möchtest, dann wäre das super. Wie der Name schon sagt, ist es ja eine Selbstermächtigungsinitiative  ;-)

Zum Thema Spenden bei »rundfunk-frei« noch ein kleiner Hinweis. Es gibt keine Funktion "Spenden". Es gibt "nur" einen Themenbereich "Spenden" der u.a. einen Hinweis zum Spendenkonto erhält ;-)

LG Olaf
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: MichaelEngel am 05. Februar 2019, 16:38
Eine kleine Kritik an die Webseite rundfunk-frei.de: es fehlt Struktur.

Man ruft sie auf, und kommt sofort (wenn man XXL Internet-Verbindung und leistuingfähigen Rechner hat) eine Menge Text und Bilder, noch dazu eine Dickbar da oben, die das ganze noch unübersichtlicher macht.

Weniger wäre mehr. Kurze und prägnante Texte, wenigstens am Anfang, die sofort mitteilen, worum es geht, welches Ziel man hat. Und wenn so viel sein soll, dann in mehreren Links verteilt.

Nur meine Meinung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 05. Februar 2019, 17:52
Hallo MichaelEngel,

ich kann Deine kleine Kritik super nachvollziehen. Wir nehmen jede Idee und jeden Hinweis gerne auf. Du kannst Dir bestimmt vorstellen, dass die Aspekte wie Logik, Aufbau, Gestaltung, Nutzerführung einer Website, es durch jeden völlig unterschiedlich bewertet wird. Wir sind froh, dass wir das Projekt so am Start haben und wir arbeiten daran alles weiter zu optimieren ;-) In Planung ist noch eine verkürzte Landingpage.

LG Olaf
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Zeitungsbezahler am 06. Februar 2019, 08:33
Ich rege mal an, diesen Faden aus der Presseecke zu verschieben und an anderer prominenter Stelle zu positionieren, da hier ja auch konstruktive Kritik zum Erfolg der Seite führt.


Edit "Bürger":
Danke. Dieser Gedanke wird geprüft - ggf. ein gesonderter Thread erstellt.
Bis auf weiteres bitte hier so sachlich weiterdiskutieren wie bisher.
Bitte etwas Geduld. Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 08. Februar 2019, 15:22
Ich möchte an dieser Stelle vielleicht mal anregen, dass auf der Startseite von rundfunkfrei.de der Fokus der Seite stärker auf die Unterschriftensammlung für die Volksentscheide in den Bundesländern gelegt werden sollte, da es sich hierbei um ein konkretes Ziel handelt. Dieses Vorhaben geht bei der Vielzahl anderer Informationen irgendwie unter.

Viele Menschen haben noch nie davon gehört, dass es in den Bundesländern überhaupt konkret möglich ist, einen Volksentscheid zum Rundfunkbeitrag durchzusetzen, weshalb sie schon alleine deshalb mitmachen würden. Wegen der hohen Hürden für einen solchen Volksentscheid wäre die Durchsetzung eines solchen Begehrens selbst in nur einem Bundesland sicherlich ein großer historischer Erfolg.

Was ist denn eigentlich eine bundesweite Selbstermächtigungsinitiative?
Wenn dieses Wort nicht wirklich wichtig ist, würde ich mal vorschlagen, es durch bundesweite Volksentscheidsinitiative oder ähnliches zu ersetzen?

Petition zur Befreiung durch Spende für karitative Zwecke
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29628.0.html
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Zwangsjacke am 08. Februar 2019, 16:19
Stimmt. Im Grunde hat "art18GG" vollkommen Recht.

Wahrscheinlich wäre es auch für die Suchmaschinenoptimierung sehr sinnvoll und womöglich viel effektiver, Unterseiten für jedes einzelne Bundesland anzulegen, auf denen es NUR um den Volksentscheid und nichts anderes geht.

Weitere Infos zu diesem leidigen Thema könnten dann über die Hauptseite (Rundfunk-frei.de), welche auch die Zählung der einzelnen Unterseiten vornimmt und zusammenfasst, eingeholt werden.

Gute Idee, meiner Auffassung nach ;)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 08. Februar 2019, 17:37
Ich möchte an dieser Stelle vielleicht mal anregen, dass auf der Startseite von rundfunkfrei.de der Fokus der Seite stärker auf die Unterschriftensammlung für die Volksentscheide in den Bundesländern gelegt werden sollte,
...
Was ist denn eigentlich eine bundesweite Selbstermächtigungsinitiative?
Wenn dieses Wort nicht wirklich wichtig ist, würde ich mal vorschlagen, es durch bundesweite Volksentscheidsinitiative oder ähnliches zu ersetzen?

Ich finde den fortgesetzten Boykott des Rundfunkbeitrages mindestens ebenso wichtig, vermutlich ist er sogar wirkungsvoller. Daher stimme ich der obigen Aussage nicht zu. Auch der Begriff "Selbstermächtigungsinitiative" bleibt dann sinnvoll(er), wenngleich er etwas sperrig ist.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Besucher am 08. Februar 2019, 20:41
Mit dem ersten Zitat...

Ich möchte an dieser Stelle vielleicht mal anregen, dass auf der Startseite von rundfunkfrei.de der Fokus der Seite stärker auf die Unterschriftensammlung für die Volksentscheide in den Bundesländern gelegt werden sollte, [...]

...wären wir nun in diesem Thread wieder an genau derselben Stelle, wo wir bereits vor 2 Wochen waren (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29909.30.html).

Und der Einwand etwa von @cecil...
Ich finde den fortgesetzten Boykott des Rundfunkbeitrages mindestens ebenso wichtig, vermutlich ist er sogar wirkungsvoller. Daher stimme ich der obigen Aussage nicht zu.
...ist noch immer genau so richtig wie vor 2 Wochen.

Woher nimmt etwa @art18GG eigentlich seine offenbare Überzeugung, dass - obendrein bzw. nebenbei sich auf genau die Ebene begebend, wo die Verteidiger des Status Quo und des Gefängnisrundfunks bislang noch immer ein Mehrfaches stärker sind als die Gegner des Zwangsrundfunks in seiner bestehenden Form, nämlich der der medialen Öffentlichkeit - die so verhätschelten Volksabstimmungen überhaupt nicht anders können, als nur zum Erfolg zu führen?! Was ist - angesichts der nach wie vor geringen Verankerung & Relevanz des Themas "Rundfunkbeitrag" / Zwangsrundfunk und des verhältnismäßig geringen Interesses und Kenntnisstandes in der Öffentlichkeit - eigentlich die belastbare Grundlage für diese Art von Optimismus, dass das Ergebnis solcher Volksabstimmungen nicht womgl. genausogut in allem anderen besteht als in Mehrheiten, die bspw. die Abschaffung des Zwangsrundfunks bzw. des Bezahlzwangs verlangen - bzw. die Verschlüsselung der Inhalte, die als Mega-Verblödungsmaschine für diejenigen fungieren, die auf so etwas stehen?

Und woher wissen im übrigen diejenigen - die sich allen schlechten Anzeichen zum Trotz eisern darauf zu verlassen scheinen, dass alles so kommen wird wie sie es sagen - dass der "öffentlich-rechtliche" Rundfunk - nebst seinen Gunstgewährern / Günstlingen aus etablierter Politik & Parteienoligarchie, DJU-Vorsitzenden und den vielen Schreiberlingen pro Gefängnisfunk (die vmtl. zu Tausenden davon träumen, dereinst & irgendwann endlich auch selbst zu denselben Traumgagen beim Regierungsfunk arbeiten zu dürfen) - einfach tatenlos danebensteht & sich seelenruhig das "Treiben" der Gegner des "Rundfunkbeitrags" ansieht - statt mit seinen 8 Mrd. € p. a. die vmtl. größte Propagandaoffensive loszutreten, die dieses Land seit den 1960er Jahren gesehen hat (inklusive dann plötzlich eines Feuerwerks von Programm, das wie Weihnachten und Ostern zusammen anmutet)?

Das alles hat dem fiktiven Besucher bis zum heutigen Tag noch keiner erklärt.

Und wenn die Volksabstimmungen ohne jede Trickserei der etablierten Politik erst das Gegenteil dessen ergäben, was sich mancher hier schlimmstenfalls aus dem hohlen Bauch erträumt - dann lockt man mit "Zahlungsboykott!" garantiert keinen Hering mehr hinter dem Ofen hervor...

PS: Die überdies denkbaren 1000 & 1 Taschenspielertricks der etablierten Politik - sollten tatsächlich im einen oder anderen Fall knappe Mehrheiten zustande kommen, die diese Gelddruckmaschine und Staat-im-Staat namens "Öffentlich-Rechtlicher" Rundfunk in seiner bestehenden Form tatsächlich zu Fall  bringen könnten - dann schlicht auf diese Abstimmungen zu scheißen, sind hierbei noch völlig außen vor gelassen. Das wäre dann das Ende zumindest dieser ÖRR-Variante der schönen Zweit- & Anschlussverwendungen® unserer Politiker (und u. a. diese Dreyersche würde am Hungertuch nagen :->>) bzw. das Ende jedenfalls dieses märchenhaften Drehtürsystems - glaubt ernsthaft jemand, dass die Politik da einfach zusieht?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: drboe am 08. Februar 2019, 23:18
Der Optimist sieht die Zukunft rosig und ist enttäuscht, wenn das, was er erhofft und für das er sich einsetzt, nicht eintritt. Das hindert ihn aber nicht unbedingt, den nächsten Fall fast ebenso optimistisch anzugehen. Wer nämlich nicht davon überzeugt ist, dass sein Weg zum Ziel führt, wird nicht aktiv werden, sich nicht für etwas einsetzen.
Der Pessimist stellt den Erfolg jeder Aktion von vorneherein in Frage. Er findet das Haar in der Suppe, teils schon bevor sie gekocht ist. Dennoch hofft er meist, dass er sich irrt. Wenn er dann beim negativen Ergebnis auftrumpft, dass er das ja vorhergesagt hätte, ist vermutlich oft ein gut Stück Wehmut dabei.

Ein bisschen schizophren sind also wohl beide, Optimist wie Pessimist. Ich denke, hier muss niemand erklären, warum man bezüglich rundfunk-frei.de mehr dieser oder jener Position zugeneigt ist.

Ich selbst bin durchaus skeptisch, was den Erfolg einer Volksabstimmung angeht, zumal es dazu zunächst einer ausreichenden Mobilisierung bedarf. Dass ich die Site für die Mobilisierung nur als bedingt geeignet einschätze, habe ich schon weiter oben im Thread erwähnt. Zum Verständnis: die obige Kritik stellt nicht das Ziel in Frage, sondern befasst sich vor allem mit der Wortwahl, die nach meiner Überzeugung potentiell geneigte Leser schon davon abschreckt sich mit den folgenden Texten zu befassen.

Zu bedenken gebe ich, dass der Aktion Volksabstimmung ggf. entgegen kommt, dass man gar nicht in allen Bundesländern antreten und schon gar nicht die Abstimmung gewinnen muss. Im Prinzip genügt es, ein Bundesland dazu zu bewegen aus der derzeitigen Rundfunkfinanzierung auszusteigen. Naheliegend wäre es daher ggf., sich mit Aktivitäten auf die kleineren Bundesländer zu konzentrieren, da man da weniger Leute benötigt.

M. Boettcher
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 09. Februar 2019, 00:15
... Und wenn die Volksabstimmungen ... erst das Gegenteil dessen ergäben, was sich mancher hier .... erträumt - dann lockt man mit "Zahlungsboykott!" garantiert keinen Hering mehr hinter dem Ofen hervor...

Mir aus dem Herzen gesprochen.

Volksentscheid kann Zeichen setzen und ist als gleichzeitige Aktion gut und wichtig, aber wegen der absolut unsicheren Erfolgsaussichten ist er sicherlich nicht wichtiger als der fortgesetzte Zahlungsboykott. Das hat nichts mit Pessimismus, wohl aber mit Realismus zu tun. Es könnte sich nämlich sehr wohl erweisen, dass nicht einmal in kleinen (aufständlerischen?) Bundesländern eine Mehrheit der Bürger/innen für die Abschaffung des Rundfunkbeitrags ist - zugunsten eines Schutzes der rundfunkfreien Minderheit.

Das ist es, was die Leute wissen müssen: BOYKOTTIERT DEN RUNDFUNKBEITRAG --- ZAHLUNG EINSTELLEN ! --- KEINE FREIWILLIGEN ZAHLUNGEN ! --- mit einer einfachen Unterschrift allein ist es leider nicht getan, wenn eine Änderung erreicht werden soll. 
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: tokiomotel am 09. Februar 2019, 09:32
...Ich selbst bin durchaus skeptisch, was den Erfolg einer Volksabstimmung angeht, zumal es dazu zunächst einer ausreichenden Mobilisierung bedarf....
https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/volksbegehren-artenvielfalt.html (https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/volksbegehren-artenvielfalt.html)
https://volksbegehren-artenvielfalt.de/ (https://volksbegehren-artenvielfalt.de/)
Dass es auf die richtige und dann fast im Selbstlauf ausreichende Mobilisierung ankommt, hat aktuell München zur Schau gestellt. Binnen kürzester Zeit wurde dort die 10%-Hürde regelrecht überrannt. Und das, obwohl man in einer Großstadt mit dem Thema der Abstimmung (Bienen und Artenvielfalt) nicht mal so direkt etwas zu schaffen hat und davon eher weniger als vor den Toren Münchens davon betroffen ist.
Der Erfolg dieser Abstimmung wurde ganz sicherlich nicht nur mit dem Einstellen einer oder gar mehrerer Websites der Initiatoren erreicht. Es wurden Listen zur Eintragung in allen bayerischen Rathäusern ausgelegt und vor diesen entsprechend darauf aufmerksam gemacht. Damit erreicht man ganz locker auch das gemeine Fußvolk, welches man mit versteckten Websites kaum ansprechen kann.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 09. Februar 2019, 16:55
Hallo Ihr Lieben,

ihr könnt davon ausgehen, dass wir alles dafür tun, dass wir so viele Menschen wie möglich erreichen. Ich spüre schon allein auf der Ebene der Resonanz, dass wir mit der Aktion etwas ganz besonderes bewegen. Alles benötigt auch ein bisschen Zeit, um sich voll zu entfalten. Wir sind aktuell ganz am Anfang. Gemeinsam können wir etwas möglich machen,  was es vorher noch nie gab.

LG Olaf
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Norman am 09. Februar 2019, 17:49
Wenn & so lange kein konkret spürbarer Druck auf dieses System aus "öffentlich-rechtlichen" Rundfunkanstalten (Regierungsfunk), der etablierten Politik (und der Gerichte als deren Helfershelfern) ausgeübt wird, kann der Bürger sich dumm und dusselig reden, gerade auch gegenüber dem Standardpolitiker, auf den einfach einzureden immer wieder als Problemlösung empfohlen wird. Wenn durch massenhaft beherztes Tun des Bürgers der Staat (inkl. gewisser Anstalten) - z. B. aufgrund Ressourcenerschöpfung im jeweiligen Zusammenhang- zu Änderungen gezwungen wird oder das eine oder andere nicht mehr durchsetzbar ist, kann man das ebensogut als "Volksabstimmung" ansehen.

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Spätestens seit den Riesendemonstrationen der Friedensbewegung in den 1980er Jahren ist es bekannt, dass letzten Endes gar nichts passiert, wenn nicht wirklicher Druck von der Bevölkerung ausgeht - und auch die Gelbwesten in Frankreich haben erneut (leider drastisch) gezeigt (oder zeigen müssen), welche Sprache es (natürlich traurigerweise) letzten Endes ist, die der saturierte Staatsadel des 21. Jahrhunderts (inkl. insbesondere dessen "öffentlich-rechtlicher", medialer "Hilfselite") überhaupt versteht. Druck.

Person N sieht die Sache ganz genauso. Auf Politik und Justiz (als Helfershelfer) können wir nicht mehr zählen!

Person N sieht eigentlich nur noch eine (drastische) Möglichkeit: Mit einer gezielten, deutschlandweiten Kampagne (auf die alle Verweigerer ihre finanziell möglichen Mittel richten sollten - anstatt sie mit Klagen zu verschwenden) alle vom BS erfassten Menschen erreichen, diese mit einfachen Worten kompakt und verständlich informieren, worum es geht, und dann einen gemeinsamen Stichtag zum Beginn der dauerhaften Nicht-mehr-Zahlung aller festlegen.

Nachdem Person N nun wirklich aufmerksam die verschiedensten Themen in diesem Forum mitgelesen hat und festgestellt hat, dass die üblichen Wege (Widerspruch, Klage, usw) keinen Erfolg bringen, sieht Person N nur noch diese eine drastische Möglichkeit.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Spark am 09. Februar 2019, 19:56
Also ich begrüße diese neue Initiative und an dieser Stelle geht meine Hochachtung an die Begründer für ihren unermüdlichen Einsatz.
Ich würde allerdings meine Energie nicht auf Spekulationen über einen möglichen Erfolg oder Mißerfolg verwenden, denn das schürt im Endeffekt nur Zweifel.
Man sollte es einfach als das betrachten was es ist, eine Chance etwas zu bewegen.

Es gibt mit Sicherheit genug Menschen, die mit dem Finanzierungssystem des ÖRR in seiner derzeitigen Form nicht einverstanden sind. Aber jeder Einzelne für sich ist alleine, und als Einzelner fühlt man sich oft einfach nur ohnmächtig, weil man kaum etwas ausrichten kann.
Ich halte es deshalb für sehr wichtig, diesen Menschen zu zeigen, dass sie eben nicht alleine sind, dass es noch sehr viele andere gibt.
Und es ist wichtig, einen sehr negativen Gedanken zu durchbrechen: "Was kann ich als Einzelner schon ausrichten?!"

Den Menschen muß bewußt gemacht werden, dass es gerade auf jeden Einzelnen ankommt, denn nur eine genügend große Gemeinschaft kann wirklich etwas bewirken.

Die Idee mit der Unterschriftensammlung für mögliche Volksentscheide ist gut, aber das sollte nur ein Teilaspekt sein. Ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist aktives Handeln.
D.h., Zahlung einstellen und ein Widerspruchsverfahren eröffnen. Dieses Recht steht jedem Bürger zu. Widersprüche werden konsequent abgelehnt, aber darauf kommt es nicht an.
Nach negativem Widerspruchsbescheid sollte jeder, dem es möglich ist, Klage beim zuständigen VG einreichen. Die Kosten dafür sind wirklich überschaubar, es wird nicht einmal ein Anwalt benötigt.
Und es muß den Menschen auch bewußt werden, dass es bei so einer Klage nicht auf einen möglichen Sieg ankommt. Das ist nicht das Entscheidende, denn die Klagen werden so oder so abgewiesen.

Entscheidend alleine ist, dass die Gerichte mit Klagen quasi überrannt werden. Die Politik und alle Verantwortlichen müssen endlich merken, dass es so nicht weitergehen kann.
Das geht aber nur mit massivem Druck und da ist wirklich jeder Einzelne gefragt.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: pinguin am 09. Februar 2019, 21:01
Den Menschen muß bewußt gemacht werden, dass es gerade auf jeden Einzelnen ankommt, denn nur eine genügend große Gemeinschaft kann wirklich etwas bewirken.
Aber immer und stets auf Basis der Fülle gültigen Rechts.

Es wäre sehr schade, es würde am Recht vorbei gehandelt werden, täte man sich doch dann auf die Stufe jener stellen, denen man Rechtsbruch als Basis ihres Handelns vorwirft.

Und dazu sollte man zuallererst einmal bereits sein, sich auch in die Fülle des gültigen Rechts einlesen zu wollen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: tokiomotel am 09. Februar 2019, 21:38
Aber immer und stets auf Basis der Fülle gültigen Rechts.

Wenn sich nun aber diese "Fülle" zunehmend als Leere erweist und sich das "Recht" immer mehr in leeren Worthülsen auflöst, so kann man doch wohl kaum bis zum Sankt Nimmerleinstag im Weichspülgang verharren!? Dann sollte doch schon mal langsam in den Kochwaschgang geschalten werden, so dass es ordentlich dampft. Der Nebel des Grauens für den örR ist längst überfällig.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: pinguin am 09. Februar 2019, 21:47
Es mag ja sein, wie es ist; wer sich aber neben das Recht stellt und sein Handeln nicht an eben diesem gesetzten Recht orientiert, macht sich selber ja wohl angreifbar?

Insbesondere ich unterstütze keine Aktivitäten, gleich, von wem auch immer, die sich nicht in der Fülle des gesetzten Rechts begründen.


Edit "Bürger" @alle:
Bitte hier keine Vertiefung allgemeiner Debatten, sondern bitte eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema dieses Threads bleiben, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
und insbesondere die neue Initiative "rundfunk-frei" und deren Auftritt zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Winterurlauber am 10. Februar 2019, 10:31
https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_10_gruende_ativ_zu_werden.html (https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_10_gruende_ativ_zu_werden.html)

Die Seite sollte verbreitet werden, egal wie.

Erst wenn das "Geld verbrennen ohne Kontrolle" in die Köpfe geht, könnte es Änderungen geben und die nötigen 10% in Sichtweite kommen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 10. Februar 2019, 10:33
Hallo Ihr Lieben,

Danke für Eure Hinweise. Aus meiner Sicht lieben die Systemschützer die destruktive Energie und erfreuen sich, wenn die Menschen sich daran aufhalten. Was haltet Ihr davon, wenn dieser thread dazu dient die positiven Chancen herauszustellen und die Menschen zu begeistern bei »rundfunk-frei« mitzumachen bzw. selbst aktiv zu werden. Lasst uns etwas positives bewegen.

LG Olaf
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 10. Februar 2019, 10:48
Ist denn geplant, die Seite und Aktion(en) von rundfunk-frei.de per Schneeballsystem bekannt zu machen? Per Twitter & Co., zum weitersagen bzw. teilen

Wenn ich in meiner Internet-Suchmaschine "Rundfunkbeitrag" eingebe, erfahre ich auf den ersten fünf Seiten der Ergebnisse jedenfalls (noch) nichts über die Aktion.

Wir hatten hier im Forum früher schon mal so einen Versuch, eine Info-Kampagne loszutreten, vgl.:

[Aktion] Rückforderung bezahlter Beiträge, Verjährung verhindern
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20729.msg134235.html#msg134235
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20729.msg134030.html#msg134030
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Olaf Kretschmann am 10. Februar 2019, 11:59
Hallo Cecil,

wir sind an allen Kommunikationskanäle aktiv. Es wird sich Stück für Stück verbreiten und wir werden im öffentlichen Raum präsent sein. Das braucht alles Zeit und die Mithilfe aller, die die Aktion auch befürworten. Wenn ich sehe, was wir jetzt schon erreicht haben, dann bin ich voller Zuversicht für die Zukunft.

LG Olaf
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 11. Februar 2019, 16:47
Bürgerinitiativen sind zum Erhalt eines demokratischen Rechtsstaats sehr wichtig und ich bin immer optimistisch, dass so etwas auch zum Erfolg führt, wenn die Ziele klar definiert sind.
Letzteres ist leider bei rundfunk-frei.de noch nicht wirklich ersichtlich, was ich jedoch nicht schlimm finde, da offensichtlich ist, dass die Aktion noch im Anfang begriffen ist.
Da ich ein von Robotern zwangsangemeldeter Mensch (also kein freiwilliger Boykotteur) bin, fehlt mir vielleicht manchmal der Bezug zur anderen Facette des Widerstandes. In jedem Fall haben sich die Initiatoren von Rundfunkfrei mit der Initiative für einen bundesweiten Volksentscheid auf Landesebene sehr viel vorgenommen, weshalb sie jede Unterstützung brauchen werden. Nach der ersten Online-Sammlung an Unterschriften wird es wohl irgendwann sinnvoll sein, über Infostände weitere Unterschriften zu sammeln, die dann irgendwo auch gelagert werden müssen.

Es ist für mich auch noch nicht klar, wie ein Volksbegehren oder Volksentscheid am Ende aussehen kann, da die Umwandlung des Rundfunkbeitrages in eine Steuer auf Landesebene keine Rolle spielen kann, da die Länder für eine solche Steuer keine gesetzgeberischen Kompetenzen hätten.
In der Information für das Volksbegehren in NRW wird zudem auf die Einbringung einer Gesetzesvorlage verwiesen, was ich noch nicht ganz verstanden habe. Ziel sollte es eigentlich sein den Rundfunkbeitragsstaatsvertrag abzuschaffen, also ein Gesetz abzuschaffen. Auch sollte es möglich sein, ein generelles Verbot der neuen Abgabeform (Rundfunkbeitrag) durchzusetzen, da mit dieser Abgabenform auch andere Zweckabgaben, z. B. eine allgemeine Beitragspflicht in einer Gewerkschaft, eingeführt werde können. Letzteres scheint viele Menschen noch mehr auf die Palme zu bringen als die Zwangsfinanzierung von so unsinnigen Dingen wie Rundfunk und Fernsehen. Ein erster Formulierungsversuch für den Volksentscheid wäre also:
Zitat
Der Rundfunkbeitragsstaatsvertrag (RBStV) wird abgeschafft und durch ein generelles Verbot der Einführung von Abgaben ersetzt, die den Merkmalen des Rundfunkbeitrages entsprechen.

Stimme:                              Ja                                           Nein
Mit einer solchen Formulierung dürfte man wohl auch eine sehr große Spannbreite an Befürwortern ansprechen.     

Online-Befreiungsaktivisten in Nordrhein-Westfalen
https://www.rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid_nordrhein-westfalen.html   
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: NixGEZmehr am 11. Februar 2019, 22:50
@Olaf Kretschmann
In den meisten Landesverfassungen ist ein Volksentscheid zu BEITRÄGEN (wie auch der "Zwangsbeitrag" einer ist) UNZULÄSSIG!

Der Hype, der hier veranstaltet wird kann ich nicht nachvollziehen.
Was soll ein UNZULÄSSIGER Volksentscheid?
Meiner Meinung nach dient es nur dazu, Email-Adressen zu sammeln!  >:(

Bitte mal in den eigenen Landesverfassungen nachlesen (Ausnahme Bayern, wo es wohl möglich scheint).

Hier mal Bremen:
Artikel 70 (3) Bremer Landesverfassung
https://www.transparenz.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen2014_tp.c.75088.de&asl=bremen203_tpgesetz.c.55340.de&template=20_gp_ifg_meta_detail_d#jlr-VerfBRV28Art70
Zitat
(3) Ein Volksentscheid nach Absatz 1 über den laufenden Haushaltsplan, über Bezüge oder Entgelte öffentlich Bediensteter oder vergleichbarer Personen und über Steuern,
Abgaben, BEITRÄGE und Gebühren sowie über Einzelheiten solcher Gesetzesvorlagen ist UNZULÄSSIG. (!!!!)


Edit "Bürger" @alle:

1) Auch wenn die Zulässigkeit von Volksbegehren prinzipiell zum großen Thema dazugehört, dennoch die Bitte, aufgrund der Komplexität die diesbezügliche Diskussion wie erbeten nicht auch noch hier, sondern separat führen - auf die Ergebnisse kann dann hier zurückgegriffen werden.
Ansonsten haben wir hier sich mehrfach überlagernde Diskussionen zu verschiedenen Einzel-Themen und nach mehreren Beiträgen ist bereits die Übersicht verloren. Daher die Bitte der Themen-Trennung - siehe und diskutiere dazu bitte nunmehr unter
Zulässigkeit von "Volksinitiativen" zu Abgaben/ Beiträgen, etc.
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30157.0.html

2) Wer Sorge um die Sammlung (s)einer Mail-Adresse hat, kann einfach eine nur für diesen Zweck einrichten - mit Alias-Adressen vom persönlichen oder einem alternativen Account aus ist dies problemlos möglich. Bitte daher auch dieses Thema hier nicht weiter vertiefen.

Ab hier bitte wieder eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
und insbesondere die neue Initiative "rundfunk-frei" und deren Auftritt zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: seppl am 11. Februar 2019, 23:14
Hamburgisches Gesetz über Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid
(Volksabstimmungsgesetz - VAbstG)

http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-VoBegGHApELS&doc.part=X&doc.origin=bs&st=lr
Zitat
§ 1 Anwendungsbereich
Das Volk kann den Erlass, die Änderung oder die Aufhebung eines Gesetzes oder eine Befassung mit bestimmten Gegenständen der politischen Willensbildung (andere Vorlage) beantragen. Bundesratsinitiativen, Haushaltspläne, Abgaben, Tarife der öffentlichen Unternehmen sowie Dienst- und Versorgungsbezüge können nicht Gegenstand einer Volksinitiative sein.

Irgendwie hatten wir das mal als Thema am Runden Tisch Hamburg... Ist aber schon sehr lange her.

Da ist nun der Initiator der Bewegung gefragt ...
Auf der Homepage "rundfunk-frei" wird ja auf das o.g. Gesetz verlinkt.
https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid_hamburg.html

Ich persönlich werde die Sache unterstützen. Unabhängig von irgendwelchen Gesetzestexten, die in prekären Angelegenheiten einem immer den Mund zu verbieten scheinen, muss ja mal deutlich werden, wie unzufrieden die Bevölkerung mit der Neuregelung ist.

@ NixGEZmehr: Sammeln von E-Mail Adressen ist ja wohl das kleinere Problem Ich sehe da viel größere Gefahr in der automatischen Übermittlung von Meldedaten an den Beitragsservice.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Bürger am 11. Februar 2019, 23:41
Evtl. sollte/ müsste im Weiteren einfach noch mal fundiert hinterfragt/ überprüft werden,
was genau an "Abgaben"/"Beiträgen" als "Volksinitiative unzulässig" wäre oder
"nicht Gegenstand einer Volksinitiative" sein könne/ dürfe... ;)

Letztendlich geht es um eine Neustrukturierung/ Neuaufstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Es wäre also zu prüfen, zu welchen Aspekten und in welchem Umfang entsprechende Volksinitiativen möglich bzw. zulässig wären.


Dies jedoch bitte hier im Thread nicht weiter vertiefen, sondern wenn, dann in gut aufbereitetem, eigenständigen Thread mit aussagekräftigem Thread-Betreff - siehe und diskutiere dazu bitte nunmehr unter
Zulässigkeit von "Volksinitiativen" zu Abgaben/ Beiträgen, etc.
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30157.0.html

Hier im Thread bitte weiter zum eigentlichen Kern-Thema, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
und insbesondere die neue Initiative "rundfunk-frei" und deren Auftritt zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: NixGEZmehr am 12. Februar 2019, 08:00
Natürlich bin ich auch für jedwede Möglichkeit dankbar, diesen unseligen Zwangsbeitrag und RBStV abzuschaffen. Der "Versuch" eines Volksentscheids ist löblich, leider weitgehend nutzlos. Hier hoffe ich auf Bayern. Denn wenn ein Bundesland den RBStV kippt, dürften die anderen Bundesländer nachziehen und dann klappt dieses Zwangsbeitrags-Kartenhaus in sich zusammen!

Eine Neuregelung / Neustrukturierung, wie Bürger es schreibt ist jedenfalls unumgänglich.

Das sammeln von email Adressen ist meiner Meinung nach ebenso bedenklich, wie die Weitergabe von Meldedaten der Meldebehörden an den Beitragsservice.

Naja und wenn es per Verfassung untersagt ist, Volksabstimmungen zu Abgaben/Beiträgen zu initiieren, kann es nur per Verfassungsänderung gekippt werden. Hierzu ist natürlich die Mehrheit in den jeweiligen Landesparlamenten erforderlich.

Letztenendes eine "politische Lösung", die nur mit Wahlen und nicht per Volksentscheid erfolgen kann (Leider). Nämlich genau die Politiker in die Landesparlamente senden, die sich gegen die aktuelle Finanzierung der Ö-R aussprechen und/oder diesen Passus in der/den Landesverfassungen abschaffen wollen.

Hierzu ist es meiner Meinung nach nötig, sich viel mehr auf der Straße, in Fußgängerzonen, bei Groß- und natürlich bei Wahl-Veranstaltungen zu zeigen, daß diese Art der Rundfunkfinanzierung nicht mehr zeitgemäß ist und abgeschafft gehört! Je mehr es an Diskussionen dahin gehend gibt, desto eher ist eine Neubewertung möglich. Schließlich wollen unsere Politiker ja wiedergewählt werden!

Ich meine, das kann man denen in deren "Bürgerbüros" oder Sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook) der Politiker auch so direkt sagen!
"Willst Du meine Stimme, dann setze Dich dafür ein:
1. den Passus "Unzulässigkeit von Volksentscheiden zu Abgaben in der Landesverfassung" abzuschaffen und
2. den RBStV zu Kündigen!"

Je mehr Menschen dieses öffentlich fordern, desto höher wird der Druck auf die Politiker diesen "Volkeswillen" ggfs. umzusetzen.
(Sofern diese Politiker tatsächlich den "Volkes Willen" vertreten (wollen)! Bei manchen bin ich mir da nicht so sicher.  ::) )

Auch wenn es nun "destruktiv" klingen mag, ich halte diese "neue Bewegung" für höchst zweifelhaft, denn ändern wird sie nichts! Zumindest nicht, zum jetzigen Zeitpunkt und in der näheren Zukunft, solange nicht die gesetzmäßigen Grundlagen hierzu geschaffen sind.
- Schade eigentlich - (Wie getippt: Ausnahme Bayern, hier liegt meine Hoffnung)

@Bürger: Falls es schon einen Thread zu diesem Thema gibt, dann den Beitrag ggfs. dahin verschieben. Ich werde mal sehen, ob ich sonst hierzu einen eigenständigen machen kann.  ;) Trotzdem meine ich, daß dieser Aspekt den ich gegeben habe sehr wohl in diesen Thread gehört.


Edit "Bürger" @alle:

1) Auch wenn die Zulässigkeit von Volksbegehren prinzipiell zum großen Thema dazugehört, dennoch die Bitte, aufgrund der Komplexität die diesbezügliche Diskussion wie erbeten nicht auch noch hier, sondern separat führen - auf die Ergebnisse kann dann hier zurückgegriffen werden.
Ansonsten haben wir hier sich mehrfach überlagernde Diskussionen zu verschiedenen Einzel-Themen und nach mehreren Beiträgen ist bereits die Übersicht verloren. Daher die Bitte der Themen-Trennung - siehe und diskutiere dazu bitte nunmehr unter
Zulässigkeit von "Volksinitiativen" zu Abgaben/ Beiträgen, etc.
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30157.0.html

2) Wer Sorge um die Sammlung (s)einer Mail-Adresse hat, kann einfach eine nur für diesen Zweck einrichten - mit Alias-Adressen vom persönlichen oder einem alternativen Account aus ist dies problemlos möglich. Bitte daher auch dieses Thema hier nicht weiter vertiefen.

Ab hier bitte wieder eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
und insbesondere die neue Initiative "rundfunk-frei" und deren Auftritt zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: drboe am 12. Februar 2019, 11:15
Kleine Anmerkung: Man muss keinen Volksentscheid um "Beiträge", Steuern usw. veranstalten. Man kann nämlich z. B. den ÖR-Rundfunk generell in Frage stellen. Selbst die Forderung die Kopplung der Abgabenpflicht an die Wohnung aufzugeben und zum Gerätebesitz als Voraussetzung einer Zahlungspflicht zurück zu kehren wäre ja laut BVerfG und EuGH keine solche Änderung der Finanzierung, da die Gerichte in der seit 2013 geltenden Regelung bekanntlich keine Änderung erkennen wollen.

Letztlich ist die Zielsetzung einer Volksabstimmung eine Frage der Formulierung. Wenn die ARD von "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD" faselt, dann darf sich jeder Bürger als Mit-Besitzer dieser Institution sicher die Frage stellen, ob es nicht tatsächlich notwendig ist, sich gelegentlich von alten Sachen zu trennen. Im Grunde ist es mit den ÖR-Sendern wie mit einem alten Mantel, den man seit Jahren nicht getragen hat: dessen Beseitigung schafft Platz für etwas Neues.

M. Boettcher
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: befreie_dich am 12. Februar 2019, 12:12
@Olaf Kretschmann
Manches fällt erst durchs Machen auf. Und Ihr macht das vorbildlich! Ich sehe, wie Vorschläge zu Herzen genommen werden und jeder mitwirken kann. Vielen Dank für die Initiative.

Ich möchte eine meiner bisherigen direktdemokratischen Erfahrungen teilen, die rechtlich und entscheidungserheblich für gültige Eintragungen sein könnte und eine Anregung geben.

Ich bin zum 1.1.2019 nach Bayern gezogen. Dort läuft noch bis einschließlich 13.2.2019 das Volksbegehren "Rettet die Bienen" 1) . Ich wollte unterschreiben, was mir am 11.2.2019 nicht erlaubt wurde, da ich noch nicht lange genug gemeldet sei. Bitte beachtet, falls gegeben, derartige Vorgaben. Beachtet auch, dass Menschen von einem Bundesland in ein anderes Bundesland ziehen können, nachdem sie sich eingetragen haben.

Wären für den "Rundfunkbeitrag" europäische Volksentscheide möglich? 2) Wäre es nicht sinnvoll, wenn möglich, das gleich jetzt mit zu machen? Falls eine Registrierung erfolgreich wäre, könnte es die Initiative aufwerten.

1) https://www.merkur.de/politik/rettet-bienen-volksbegehren-studie-zeigt-katastrophale-folgen-insektensterbens-ist-stand-zr-11735651.html (https://www.merkur.de/politik/rettet-bienen-volksbegehren-studie-zeigt-katastrophale-folgen-insektensterbens-ist-stand-zr-11735651.html) , siehe auch:  https://www.merkur.de/politik/volksbegehren-rettet-bienen-in-bayern-argumente-pro-und-contra-11584101.html (https://www.merkur.de/politik/volksbegehren-rettet-bienen-in-bayern-argumente-pro-und-contra-11584101.html)

2) https://de.m.wikipedia.org/wiki/Europäische_Bürgerinitiative (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Europäische_Bürgerinitiative)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Winterurlauber am 12. Februar 2019, 13:29
Ich bin zum 1.1.2019 nach Bayern gezogen. Dort läuft noch bis einschließlich 13.2.2019 das Volksbegehren "Rettet die Bienen" 1) . Ich wollte unterschreiben, was mir am 11.2.2019 nicht erlaubt wurde, da ich noch nicht lange genug gemeldet sei. Bitte beachtet, falls gegeben, derartige Vorgaben. Beachtet auch, dass Menschen von einem Bundesland in ein anderes Bundesland ziehen können, nachdem sie sich eingetragen haben.

Sorry sorry, oT. aber das muss jetzt sein. Wir in Bayern haben es geschafft mit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen"  ;D ;D ;D Jetzt MUSS die Politik umdenken!!!!!! Das sollte auch für uns hier mit der elenden GEZ ein weiterer Ansporn sein nicht aufzugeben.
Manchmal brauch man auch positive Nachrichten um weiter zu kämpfen :)!
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 12. Februar 2019, 18:24
Evtl. sollte/ müsste im Weiteren einfach noch mal fundiert hinterfragt/ überprüft werden, was genau an "Abgaben"/"Beiträgen" als "Volksinitiative unzulässig" wäre oder "nicht Gegenstand einer Volksinitiative" sein könne/ dürfe... ;)

Letztendlich geht es um eine Neustrukturierung/ Neuaufstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Es wäre also zu prüfen, zu welchen Aspekten und in welchem Umfang entsprechende Volksinitiativen möglich bzw. zulässig wären [!]

Ich hatte es schon so verstanden, dass von rundfunk-frei.de eine Volksbefragung zum Thema "Rundfunkbeitragszwang" initiiert wurde. So heißt es unter den dortigen FAQ1 ausdrücklich - an erster Stelle: "Ist ein Volksentscheid zur Befreiung vom Rundfunkbeitragszwang möglich?". Diese Frage ist ja dann wohl dort nicht richtig bzw. unvollständig beantwortet.

Wenn ein solcher Volksentscheid auf Länderebene eben nicht möglich ist, kann man das Sammeln von Stimmen (und Mailadressen !) getrost einstellen. Ohnehin hatte ja leider eine konkrete Fragestellung bislang gefehlt, so dass das Stimmensammeln ziemlich diffus erscheint.

Vgl. Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29909.msg187581.html#msg187581
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29909.msg188572.html#msg188572


Wenn ich erfahre, das meine Mailadresse von irgendjemandem verwendet wird - und sei es nur von einem Mit-Unterstützenden, z.B. jenem "Heiko Schrang" - so werde ich jedenfalls richtig sauer !

Ich werde den Volksentscheid einstweilen nicht mehr bewerben. Im übrigen bin ich der Meinung, dass das Wissen um die rechtliche Zulässigkeit des Volksentscheids - als einer der Säulen, die rundfunk-frei.de ausmacht - sehr wohl in diesen Thread hier gehört. 

Zahlungsboykott in all seinen verschiedenen Variationen finde ich weiterhin löblich.

1 https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid.html
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Bürger am 13. Februar 2019, 13:48
Edit "Bürger" @alle:

1) Auch wenn die Zulässigkeit von Volksbegehren prinzipiell zum großen Thema dazugehört, dennoch die Bitte, aufgrund der Komplexität die diesbezügliche Diskussion wie erbeten nicht auch noch hier, sondern separat führen - auf die Ergebnisse kann dann hier zurückgegriffen werden.
Ansonsten haben wir hier sich mehrfach überlagernde Diskussionen zu verschiedenen Einzel-Themen und nach mehreren Beiträgen ist bereits die Übersicht verloren. Daher die Bitte der Themen-Trennung - siehe und diskutiere dazu bitte nunmehr unter
Zulässigkeit von "Volksinitiativen" zu Abgaben/ Beiträgen, etc.
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30157.0.html

2) Wer Sorge um die Sammlung (s)einer Mail-Adresse hat, kann einfach eine nur für diesen Zweck einrichten - mit Alias-Adressen vom persönlichen oder einem alternativen Account aus ist dies problemlos möglich. Bitte daher auch dieses Thema hier nicht weiter vertiefen.

Ab hier bitte wieder eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
und insbesondere die neue Initiative "rundfunk-frei" und deren Auftritt zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 13. Februar 2019, 19:07
Ich persönlich werde die Sache unterstützen. Unabhängig von irgendwelchen Gesetzestexten, die in prekären Angelegenheiten einem immer den Mund zu verbieten scheinen, muss ja mal deutlich werden, wie unzufrieden die Bevölkerung mit der Neuregelung ist.

Bei nochmaligem Lesen muss ich sagen, dass ich das eine bedenkenswerte Ansicht finde.

Ich finde die Internetseite von rundfunk-frei auch weiterhin ziemlich gut aufgemacht - von etwaigen inhaltlichen Meinungsunterschieden abgesehen.

Irritierend finde ich den Hinweis auf "transatlantische Verquickung" bei der Postenbesetzung beim örR (Grund 6 der "10 Gründe" - https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_10_gruende_ativ_zu_werden.html -- Aber das klärt sich womöglich ab Juni 2019 auf, wenn dieser "Grund" weiter erläutert wird.

Auch wurde mir auf der Internetseite bisher nicht deutlich genug, dass es sich bei der Unterschriftensammlung um Vorab-Unterstützung erstmal nur der sog. Volksinitiative handelt. Daraus hätte sich nämlich ableiten lassen, dass die Angabe konkreterer Vorstellungen zum Inhalt des eigentlichen Volksentscheids zunächst nicht nötig sind (vgl. dortige FAQ, letzter Punkt)1. Was natürlich nichts daran ändert, dass ein letztlich angestrebtes Volksbegehren mit hoher Wahrscheinlichkeit zulässig sein sollte.

1https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid.html

-> Zur Diskussion der "Zulässigkeit" bitte ausschließlich den oben erwähnten gesonderten Thread verwenden:

Zulässigkeit von "Volksinitiativen" zu Abgaben/ Beiträgen, etc.
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30157.msg188664.html#msg188664
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 18. Februar 2019, 14:15
Aus Gründen der Übersicht muss mein Beitrag zu einem Demokratieförderungsgesetz in ein neues Thread verschoben werden. Im Sinne der Initiative habe ich mich dort mal selbst ermächtigt, für ein mögliches Volksbegehren in Nordrhein-Westfalen eine Diskussion zu starten, um die Frage zu klären, wie ein Zulassungsantrag für das Bundesland Nordrhein-Westfallen aussehen könnte.

Volksbegehren in Nordrhein-Westfalen zum Demokratieförderungsgesetz
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30210.0.html
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Kurt am 26. März 2019, 21:22
***news*** rundfunk-frei ***news**** rundfunk-frei ***news***

ANTWORTEN AUF HÄUFIGE FRAGEN
Erläuterungen zu dem historisch einzigartigen direktdemokratischen Rundfunk-Volksentscheid.

Ist ein Volksentscheid zur Befreiung vom Rundfunkbeitragszwang möglich?
Zitat
Wir empfehlen, diese Fragestellung unter zwei Gesichtspunkten zu betrachten. Zum einen geht es darum, zu erkunden, ob die juristische Möglichkeit grundsätzlich dem Volk eingeräumt wird, und zum anderen, ob die Umsetzung des Versprechens, dass alle Macht vom Volke ausgeht, auch wirklich in unserem Land umsetzbar ist – und zwar losgelöst von möglichen juristischen Hürden.

Wie sieht zunächst die Möglichkeit eines Volksentscheides unter rein juristischer Betrachtung aus?
Zitat
Diese Grundsatzfrage lässt sich auch nach vielen Gesprächen mit Experten nicht eindeutig beantworten, denn es gibt dazu unterschiedliche Auffassungen. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand stellt sich die Situation wie folgt dar:
Die Verfassungen der einzelnen Bundesländer beinhalten einen Abschnitt, der besagt, dass zu Steuern, Abgaben, Beiträgen und Gebühren Volksentscheide nicht zulässig sind. Nur im Bundesland Bayern gibt es diese Regelung nicht. Auf den ersten Blick scheint damit in allen anderen Bundesländern ein Volksentscheid zur Abschaffung des Rundfunkzwangsbeitrages ausgeschlossen. Doch dies ist nicht zwingend der Fall und wurde bisher noch nie abschließend durch einen Präzedenzfall geprüft, denn auch für diese anscheinend so ausweglose Situation könnte eine einzigartige Lösung geschaffen werden. Diese könnte wie folgt aussehen:
Um eine Zulässigkeit des Volksentscheides zu ermöglichen, bedarf es einer Formulierung, die den Reformwillen des Volkes in den Vordergrund stellt und die Abgabe nur indirekt einbezieht. Ein wesentlicher Schlüssel wäre aus unserer Sicht ein so genanntes Aufhebungsgesetz, welches durch das Landesparlament zu beschließen wäre, um die Kündigung der Rundfunkstaatsverträge herbeizuführen, damit eine Neuregelung eingeleitet werden kann.

Durch die gesetzlich vorgeschriebene zweijährige Kündigungsfrist der Staatsverträge wäre die Finanzierung des Rundfunks weiterhin uneingeschränkt gesichert, bis eine Neuregelung in Kraft tritt. Unser letztendliches Bestreben liegt darin, in einem weiteren Schritt innerhalb dieser 2 Jahre ein alternatives, frei vom Zwang bestehendes Finanzierungsmodell über den direktdemokratischen Weg zu erwirken.

Mit der Mobilisierung zum Volksentscheid möchten wir diesen Veränderungsprozess politisch einleiten, um zu klären, was das Versprechen, dass alle Macht vom Volke ausgeht, wirklich in der Praxis wert ist. Der genaue Ablauf und Wortlaut muss für jedes Bundesland juristisch spezifisch ausgearbeitet werden. Es liegt nun an uns allen, diese einmalige Chance zu nutzen und endlich die zwangsfinanzierten Rundfunkanstalten in freiwillig finanzierte, gerechte, faire und direktdemokratisch bestimmte Medienunternehmen umzuwandeln.

Was wäre, wenn ein Volksentscheid „offiziell“ verboten ist?
Zitat
Jedes juristische Hindernis ist kein Naturgesetz, sondern ein durch Menschen künstlich geschaffenes Gedankenkonstrukt. Das bedeutet, dass der Mensch selbst dieses wieder verändern kann. Befreit euch deshalb in diesem Zusammenhang von einer möglichen Passivität und aktiviert eure Veränderungskraft, denn ein solches Verbot wäre erst recht ein Grund der selbstermächtigten Mobilisierung jedes Einzelnen für eine kraft- und friedvolle Befreiung vom Rundfunkbeitragszwang.
 

Quellen:
homepage rundfunk-frei.de: https://www.rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid.html
facebook »rundfunk-frei«: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1251382468353443&id=1195789343912756


Edit "Bürger": Danke für den Hinweis.

@alle:
Auch wenn die Zulässigkeit von Volksbegehren prinzipiell zum großen Thema dazugehört, dennoch die Bitte, aufgrund der Komplexität die diesbezügliche Diskussion wie erbeten nicht auch noch hier, sondern separat führen - auf die Ergebnisse kann dann hier zurückgegriffen werden.
Ansonsten haben wir hier sich mehrfach überlagernde Diskussionen zu verschiedenen Einzel-Themen und nach mehreren Beiträgen ist bereits die Übersicht verloren. Daher die Bitte der Themen-Trennung - siehe und diskutiere dazu bitte nunmehr unter
Zulässigkeit von "Volksinitiativen" zu Abgaben/ Beiträgen, etc.
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30157.0.html

Ab hier bitte weiter eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
und insbesondere die neue Initiative "rundfunk-frei" und deren Auftritt zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 15. April 2019, 17:35
Wie der Homepage rundfunk-frei.de zu entnehmen ist,...

---> https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_10_gruende_ativ_zu_werden.html

...sprechen 10 besondere Gründe dafür, rundfunkfrei zu leben (oder so ähnlich). Die einzelnen Gründe wollte man im Laufe des Jahres näher erläutern. Für März 2019 sollte der Grund "Manipulation" weiter ausgeführt werden. Die Kurzfassung lautete bisher:

Zitat
3. MANIPULATION
Wenn der transatlantisch-konforme und exorbitant honorar-finanzierte Retter der Wahrheit uneingeschränkt die Deutung über die Einordnung der Information monopolisierend verkünden kann, dann liegt es an dir, ob du dies noch stillschweigend hinnehmen kannst.

Nun wurde zum 3. Punkt "Manipulation" tatsächlich weiteres ausgeführt. Da heißt es zu Beginn:

Zitat
TRANSATLANTISCHE MANIPULATION*
Diktatur beginnt, wenn die Selbstbestimmung über eigene Lebensentscheidungen entzogen wird.
Die Verbreitung eines Rundfunk-Angebots bedeutet Kommunikation. Kommunikation wiederum bedeutet immer Manipulation, denn der Absender einer Botschaft will den vermeintlichen Empfänger direkt in seinem Sinne beeinflussen. ...
Quelle: https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_manipulation.html

Die These "Kommunikation bedeutet immer Manipulation" ist unglücklich gewählt, die Aussage zumindest nicht richtig. Um sich nicht selbst "Manipulationsvorwürfen" auszusetzen, würde ich den gewählten Begriff "Manipulation" an dieser Stelle jedenfalls vermeiden.

Den weiteren Ausführungen zu "transantlantische Manipulation" fehlen Literaturnachweise/Quellenangaben?
Wenn dem so ist, sind die Ausführungen nicht überprüfbar, und für mich nicht akzeptabel.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: pinguin am 15. April 2019, 18:54
Die These "Kommunikation bedeutet immer Manipulation" ist unglücklich gewählt, die Aussage zumindest nicht richtig.
Im Kern stimmt die Aussage durchaus, nur wäre es evtl. hilfreich, zwischen direkter/aktiver und indirekter/passiver "Manipulation" zu differenzieren.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: befreie_dich am 15. April 2019, 21:51
Ein manipulatives Hallo Forum,

Zitat von: rundfunk-frei.de
Kommunikation wiederum bedeutet immer Manipulation [...]
Quelle: http://archive.is/6s1yc (http://archive.is/6s1yc) , 15.4.2019, 21:45 Uhr

Manchmal frage ich mich schon ... . Falls die Aussage zum Nachdenken anregen soll, was in diesem Kontext Manipulation ist und was nicht, dann sollte es gekennzeichnet werden. In dieser Form ist die Aussage inakzeptabel. Sie ist falsch (gesunden Menschenverstand einsetzen). Ich hoffe auf Klarstellung seitens "rundfunk-frei".

I.d.S. ein manipulatives Tschüss und bis bald.

Schonmal der Hinweis, das Thema Kommunikation/Manipulation oder gar Glaubwürdigkeit, Entropie, ... hier nicht zu vertiefen. Manipulation: https://www.duden.de/rechtschreibung/Manipulation (https://www.duden.de/rechtschreibung/Manipulation), https://de.m.wikipedia.org/wiki/Manipulation (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Manipulation)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Philosoph am 15. April 2019, 22:08
Ich stimme Pinguin zu. Die Aussage ist richtig, man hätte es vielleicht etwas differenzierter erklären können.
Jegliches Verhalten ist immer eine (bewußte oder unbewußte) Manipulation der Umwelt. Kommunikation ist eine Form des sozialen Verhaltens und für sie gilt das ebenso.
Manipulation sollte hier auch nicht zu eng interpretiert werden. Es findet schon eine Manipulation der Umwelt statt, wenn man einen Stein aufhebt und zwei Zentimeter weiter wieder ablegt.
Unterscheiden muß man natürlich, ob man mit jemandem kommuniziert, um ihn zu manipulieren, oder nicht.
Ob der Rundfunk überhaupt als "Kommunikation" anzusehen ist, ist eine andere Frage, denn Kommunikation impliziert, daß es ein Miteinander bzw. einen Austausch gibt. Beim Zwangsrundfunk ist es allein eine einseitige "Mitteilung", es gibt keine Rückwirkung auf den Sender.
Weiter muß man dann unterscheiden, ob es sich um eine "förderliche" Manipulation handelt. Aus Sicht der Rundfunk-Verantwortlichen (bzw. zur Rechtfertigung) geht es beim Rundfunk um eine "förderliche" Manipulation, denn man gibt vor, den Bürgern durch Informationen zu politischem und aktuellem Geschehen zu einer Bildung zu verhelfen. Bildung ist ein gesellschaftliches Gut, das das Volk als Ganzes weiterbringen kann. So wäre es durchaus sinnvoll, wenn das Volk sinnvoll gebildet oder informiert würde, damit es fähig wäre, politische Entscheidungen zu verstehen und dann im besten Fall auch zu beeinflussen, wie es der ursprüngliche Gedanke der Demokratie ist. Daß das bei uns "zivilisierten" Völkern anders gehandhabt wird, ist ein Armutszeugnis.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: befreie_dich am 16. April 2019, 04:31
Hallo manipulatives Forum!

Ich stimme Pinguin zu. Die Aussage [Kommunikation bedeutet immer Manipulation] ist richtig, man hätte es vielleicht etwas differenzierter erklären können. Jegliches Verhalten ist immer eine (bewußte oder unbewußte) Manipulation der Umwelt [Anm.: schon richtiger]. Kommunikation ist eine Form des sozialen Verhaltens und für sie gilt das ebenso.

Die Aussage (fett) liegt möglicherweise etwas anderst. Kann mir vorstellen, Politiker, Werber, ... frohlocken bei solchen Aussagen. Etwas Wahres ist dran. Der Kern in dem die Aussage im gegebenen Kontext von "rundfunk-frei" stimmt, ist viel kleiner und muss erst herausgearbeitet werden ...

Zitat
1. (bildungssprachlich) das Manipulieren
2. (bildungssprachlich) undurchschaubares, geschicktes Vorgehen, mit dem sich jemand einen Vorteil verschafft, etwas Begehrtes gewinnt
3. a. (bildungssprachlich veraltend) das Manipulieren; das Hantieren
b. (Medizin) bestimmter Eingriff (z. B. zur Einrenkung von Gelenken)
4. (Technik) Handhabung
5. (Kaufmannssprache) das Manipulieren
Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Manipulation#Bedeutung2 (https://www.duden.de/rechtschreibung/Manipulation#Bedeutung2)

Zitat
Darüber hinaus ist Manipulation auch ein Begriff aus der Psychologie, Soziologie und Politik und bedeutet die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen (Camouflage, Propaganda).
Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Manipulation (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Manipulation)

Darum (fett) geht es, oder?

Als nächstes solltet Ihr Euch eine Definition aus dem Fachbereich Kommunikationswissenschaft von Kommunikation durchlesen und genau lesen!

Zitat
Die Akteure wollen mittels Kommunikation etwas Bestimmtes erreichen: Sie wollen z.B. andere dazu bringen, (1) etwas zu wissen, (2) etwas zu tun, (3) etwas zu glauben oder (4) etwas zu fühlen. Mittels Kommunikation zielen wir darauf ab, das Wissen, das Handeln, das Meinen und Fühlen anderer Akteure zu verändern [= Manipulation?].
Zitat
Natürlich hat Kommunikation selbst oft unbeabsichtigte Folgen [= Manipulation?]; Folgen, die in den ursprünglichen Absichten [= Manipulation?] gar nicht enthalten und berücksichtigt waren.
Quelle: https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/files/46623/Kommunikationswissenschaft_A3a.pdf (https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/files/46623/Kommunikationswissenschaft_A3a.pdf)

Hier ist sehr genau zu differenzieren, was gemeint ist und was nicht (Hervorhebungen nicht im Original). Sonst ist's falsch. Das ist mit obiger Aussage der Fall.

Kommunikation unterliegt allgemein keiner Manipulation (=?)! Es muss erst geklärt/definiert werden, was Manipulation in Bezug auf Kommunikation bzw. besonderer Kommunikation bedeuten soll. Der Begriff Manipulation steht für eine Beeinflussung, allgemein aber nicht für eine negative Beeinflussung. In einem Kontext in dem es nicht um Kommunikation allgemein, sondern um Rundfunk-Kommunikation und eine spezielle Bedeutung von Manipulation, "Manipulation durch Rundfunk, genauer ÖR-Funk" geht (und das ist der Kontext bei "rundfunk-frei") die Begriffe "Manipulation durch ÖR-Rundfunk" und "(allgem.) Manipulation (=?)" durcheinander zu würfeln ist grob fahrlässig. Kontextverirrung. Kontextverwirrung. Heißt Manipulation im allgemeinen Kontext bloß mögliche Beeinflußung, geht es beim ÖR-Funk möglicherweise um die Durchsetzung knallharter NATO-Prinzipien? (vgl. "rundfunk-frei.de"). Wichtige Fragen könnten sein: Findet Kommunikation im Sinne der Akteure statt? Für welche Akteure könnte sich was ändern? Welche Akteure haben "Vorteile"? Kennen sich die Akteure? Struktur? Netzwerke? Transparenz?

Ich kenne ein paar Arbeiten, welche sich mit "Kommunikation ist Manipulation" beschäftigen: https://www.google.com/search?q="Kommunikation+ist+Manipulation" (https://www.google.com/search?q="Kommunikation+ist+Manipulation"). Siehe auch Arbeiten von "Paul Watzlawick", "Noam Chomsky" (z.B. https://dieter-broers.de/10-strategien-die-gesellschaft-zu-manipulieren/ (https://dieter-broers.de/10-strategien-die-gesellschaft-zu-manipulieren/)), ... . Etwas Kritik ... Ein Problem ist, dass Kommunikation bereits als eine abstrakte Art Manipulation definiert wird. Dadurch gilt künstlich: Kommunikation = Manipulation. Oder Kommunikation basiert auf Manipulation. Es folgt wieder Kommunikation = Manipulation. Weiter werden zu viele Annahmen getroffen ("Gegnergesellschaft", "Vorteilsgesellschaft", ... wählt (modelliert) stattdessen dazu gegensätzliche "Gesellschaften" und alles ist anders oder realitätsnah: eine Mischung aus all den Idealisierungen). Die Axiome sind von Menschen gemacht. Natürlich kann Manipulation stattfinden, aber Manipulation ? Manipulation. Um welche Art von Manipulation geht's? Ihr habt vielleicht den Wikipediaartikel gelesen und kennt mehrere Bedeutungen. Die Auswertung in den Arbeiten, also der Behauptung "Kommunikation ist Manipulation" ist abstrakt niedrigdimensional, sind doch die Begriffe schon überladen.

Zitat von: Die Axiome von Paul Watzlawick
1. Man kann nicht nicht kommunizieren.

Also folgt mit "Kommunikation ist Manipulation": man kann nicht nicht manipulieren?

Folgendes Beispiel soll zeigen, dass es so einfach nicht ist:

Person A: 2 + 3 ist nach unserem Modell M gleich 7.
Person B: Das ist falsch.

Zitat von: rundfunk-frei.de
[...] denn der Absender einer Botschaft will den vermeintlichen Empfänger direkt in seinem Sinne beeinflussen.

Hat Person B Person A in seinem Sinne beeinflusst? Mir ist oft gleichgültig, ob jemand über meine Vorschläge nachdenkt. Oft ist mir gleichgültig, ob über mich jemand nachdenkt. Manchmal schlafe ich, höre nicht zu, gibt's ein Äquivalenzproblem.

Was wäre, wenn Person B unrecht hat? Hoffentlich zwickts bei der Überlegung bei einigen im Kopf. Fakt: Modell M kann so gewählt werden, dass beides möglich ist: B hat un/recht. Was ist einfacher zu "manipulieren": Kommunikation über Fakten oder Nicht-Fakten? Einfache Fakten, schwierige Fakten, einfache Themen, schwierige Themen? Aus was ist die Welt gebaut?

Es gibt eine übergeordnete Fakten-Ebene. Selbst die Axiome unterliegen dieser Ebene. Wer das nicht einsehen will, darf glauben: Kommunikation = Manipulation = Framing. Ab zum Therapeuten! In meinem Beispiel gibt es eine Voraussetzung, die gilt (die da steht), welche beide Akteure kennen. Hier findet keine Manipulation, wie in obigen Quellen hervorgehoben statt. Kennen wir (ungünstige) Voraussetzungen nicht, dann wird es zur Manipulation, sofern unsere Unwissenheit durch einen Akteur geblendet/ausgenutzt wird. Die Voraussetzung, das Kalkül "Modell M" ist von beiden Akteuren durchschaubar. Eine gewisse Bösartigkeit ist abstinent. Bitte spinnt Euch nichts zusammen was im Beispiel nicht da ist. Hier ist alles da: einsehbare Quellen, Voraussetzung. Bei Medien-Kommunikation nicht immer. Glaubwürdigkeit? Ist vielleicht die Komfortabilität, den Fakten-Check nicht selbst machen zu müssen. Das gilt für "rundfunk-frei" genauso wie für den ÖRR. Komfortabilität macht vielleicht vergesslich zu Erkennen, was Manipulation ist?

Es gibt für mich schon einen Grund, warum Kommunikation eher positiv und Manipulation eher negativ belastet sind. "Normale Kommunikation" (Voraussetzungen bekannt und nicht z.B. hinter Komplexität des Rundfunks versteckt) hat meiner Meinung nach den Begriff "Manipulation" nicht verdient. Problem: Kommunizieren ist einfach (> Manipulieren ist einfach), Manipulation erkennen ist schwer.

Ich sehe für mich ein, dass Kommunikation ? Manipulation ist. Aber wie gesagt, glaubt gern den Unsinn, dass alles "Manipulation" ist: paranoid. In den "NATO"-Beispielen auf "rundfunk-frei" - die zwar interessant sind, jedoch m.E. etwas kurz - Vorschlag: vielleicht ein kaskadierender Ansatz zur Ausführung, damit meine ich Texte in verschiedenen Ausführlichkeits-Stufen delinear verknüpfen: t1 -> t2 -> t3 -> ... statt "wall of text"? - kommt es ganz anders auf die Absicht (Voraussetzungen) hinter der (Medien-)Kommunikation welche Obermenge von (Medien-)Manipulation ist, an. Es ist unmöglich diesen Kontext auf Kommunikation = Manipulation zu verallgemeinern. Dem Leser auf "rundfunk-frei.de" bleibt die Bedeutung, bzw. der Kontextwechsel unerklärt. Ihm bleibt "frei" an dieser Stelle zu interpretieren, was "Manipulation" bedeuten könnte. Wie ich oben gesagt habe,

Falls die Aussage zum Nachdenken anregen soll, was in diesem Kontext Manipulation ist und was nicht, dann sollte es gekennzeichnet werden.

wenn es einen Aha-Effekt geben soll, dann auf die Literatur hinweisen. Da steckt viel mehr dahinter. Ob Kommunikation unbewusst einen Einfluss hat, angewandt wird oder bewusst gesteuert einen Einfluss haben soll, gezielt angewandt wird, um einen Einfluss zu haben ist sehr verschieden.

Es gibt meiner Meinung nach eine Teilmengenbeziehung. Ein Teil aller menschl. Kommunikation ist stets Manipulation - das erfahren wir all zu oft im Alltag, aber nicht immer (!). Es herrscht keine Gleichheit Kommunikation = Manipulation. Also, seit auf der Hut, was manipuliert wird. Werdet nur bitte nicht paranoid.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Bürger am 16. April 2019, 04:36
Vielen Dank für die kritische Mitwirkung aller.
Wir sollten nun jedoch wohl erst einmal den Initiatoren Gelegenheit geben, dies zu verarbeiten...
...um hier nicht am Ende eine (noch) weit(er) ausschweifende, halbwissenschaftliche Diskussion nur noch zum Einzelaspekt von "Kommunikation" und "Manipulation" zu führen, welche eigentlich schon in der jetzigen Tiefe genau genommen besser in gesondertem Thread eigenständig geführt werden sollte.
Allenfalls wären vielleicht noch konkrete, konstruktive Formulierungsvorschläge der hinterfragten Passage hilfreich - siehe weiter oben im Thread unter
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29909.msg192133.html#msg192133
Bitte allesamt etwas Geduld, denn die Aktiven sind aktiv - sonst wären es keine Aktiven ;)
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 16. April 2019, 21:52
Mein Kommentar zu :

Transatlantische Manipulation
Diktatur beginnt, wenn die Selbstbestimmung über eigene Lebensentscheidungen entzogen wird.
https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_manipulation.html


Nato-Sprech- und EU-Sprech(-Strategien) landen also direkt beim örR?

Ein kürzerer oder längerer Auslandsaufenthalt verhindert kritischen Journalismus?

Kaderschmieden ? Transatlantische?

Das hat was mit Selbstbestimmung über eigene Lebensentscheidungen zu tun?


Da haben wohl die Mitunterstützer Ken und SchranK ihre "manipulativen" Hände im Spiel.

Oje oje – und ich dachte, Quatsch und Übertreibung gehören ins Reich der Parodie.

Lustig. Sehr komisch. Ja, manche Beitragsgegner/innen sind so.


PS:

In der Kürze liegt die Würze… !?

Ich werde meine Aussagen jetzt auch nicht mehr belegen, das spart Platz

und ist einfacher für euch.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: befreie_dich am 16. April 2019, 22:16
Manipulationsversuch bzw. konstruktive Kritik: Schreibt doch eine kurze Einleitung, wiederverwendbaren Zusatz? Verlinkt auf einen Einsteiger-Artikel.

Gebt eine verständliche, zeitgemäße Definition von  Kommunikation und Kommunikationszielen. Manipulation als Idee, als Ziel von Kommunikation. Beschreibt den Begriff Manipulation, seine Geschichte. Kategorisiert Manipulation - ein Wort, viele Bedeutungen.

Kontext "allgemein": alle Veränderungen.
Kontext "speziell": spezielle Veränderungen.

Bewusste, unbewusste, alltägliche, sinnlose, gutartige, bösartige, un/schädliche ... Manipulation. Gebt einen Überblick: Medien-Manipulation als Teil von Medien-Kommunikation als Teil von Kommunikation. Motiviert.

Gebt eure Differenzierung und Konkretisierung der Art Manipulation an, um die es geht (vgl. Chomsky & Co.). Warum ist Manipulieren einfach und Erkennen von Manipulation schwer? Wie lässt sich bösartige Manipulation erkennen/messen? Auf welcher Fakten-Ebene wird kommuniziert und oder manipuliert? Verweisen könnte den Text interessanter machen. Ordnet euer Beispiel ein. Woran erkennt ihr, dass hier eine gezielte, heimliche, bösartige Manipulation (in diesem Sinn sehe ich den Begriff gemeint) stattfinden kann? Welche Beweise habt Ihr dafür, dass ihr nicht lediglich eine Lücke die zur Manipulation einlädt entdeckt habt? Was genau wurde/wird manipuliert?

Ist Kommunikation Manipulation, so scheinen die Ausführungen des Kritikpunktes 3. "MANIPULATION" merkwürdig. Wieso sollte Manipulation dann etwas Schlechtes sein? Die Frage ist doch: wann ist die enthaltene Manipulation etwas Schlechtes? Daher sollte das gleich zu Beginn diskutiert werden. Achtet vielleicht darauf zu verdeutlichen, was der Begriff Manipulation je Kontext bedeutet:

Satz 1: Transatlantische Manipulation (?).
Satz 2: Kommunikation ist Manipulation (?).

Bedeutung 1: Soll da eine negative Veränderung nach der Kommunikation sein? - Wollt Ihr mich manipulieren und transatlantisch mit bösartig assoziieren lassen?

Bedeutung 2:  Könnten irgendwelche Veränderungen nach der Kommunikation sein, sogar jenseits von  gut und böse.

Lange Rede kurzer Sinn: es wird mir vom Text nicht klar, was ihr @"rundfunk-frei" sagen wollt. Es gibt eine Konzentration an Personen die im ÖR-Funk positioniert und vernetzt sind, die in der Lage wären gemeinsam bestimmte Interessen entgegen der angeblichen "Vielfältigkeit" einseitig manipulativ zu kommunizieren. Würden mich benutzen. Würden. Wären. Ja, deren Präsenz ist bedenklich. Die Kritik daran leuchtet mir ein, doch die Manipulationsvorwürfe bleiben unbegründet. Auch welche Lebensentscheidungen sind hier gemeint? Ich kann mir hier einiges vorstellen ... Es bleibt vieles offen.

Ich habe mir jetzt nochmals die Seite dazu durchgelesen. Manipulativ muss ich sagen: das Thema hat mich bisher wenig beschäftigt. Also habt ihr soviel gewonnen: ich habe mich damit beschäftigt. Allerdings verstehe ich nicht was euer Fazit in Punkto "Manipulation" sein soll. Ich würde euch bitten, irgendwo ein "kurzes", deutliches Fazit zusammenzufassen.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: befreie_dich am 17. April 2019, 10:45
Zitat von: rundfunk-frei.de
Kommunikation wiederum bedeutet immer Manipulation, denn der Absender einer Botschaft will den vermeintlichen Empfänger direkt in seinem Sinne beeinflussen.
Quelle: http://archive.is/Pt1qN (http://archive.is/Pt1qN) , 17.4.2019, 11:00 Uhr

Müsste es nicht eher heißen:

Kommunikation wiederum bedeutet immer dann eine Form von "negativer" Manipulation, wenn der Absender einer Botschaft den vermeintlichen Empfänger aktiv indirekt in seinem Sinne beeinflussen will und kann.

Das geht bestimmt noch besser, aber vielleicht als Diskussionsvorschlag? Statt von Anfang an überquantifiziert von "alles ist Manipulation" zu sprechen, spezifizieren was gemeint ist. Es könnte auch erstmal nachdenklich gefragt werden: Wann ist Kommunikation Manipulation? Statt irgendwo mitten drin anzufangen. Jetzt greift es meiner Auffassung nach besser auf die "Transatlantische Manipulation". Mit der "alles ist Manipulation"-Theorie wird, ohne differenzierte Betrachtung, das eigene Argument geschwächt. Es kann nicht vorausgesetzt werden, dass der Leserkreis weiß, was Manipulation bedeuten kann. Ob er den Kritikpunkt glaubt, wird so vermehrt zu einer Glaubensfrage.

Im Transatlantik-Beispiel ist der Wille und die Infrastruktur gegeben. Fehlen noch "ernste" konkrete Beispiele, falls es diese gibt.

Es ist sinnlos, Manipulation als Begriff gleichbedeutend zu Kommunikation einzuführen.

Es ist sinnvoll festzustellen, dass Manipulation etwas mit Kommunikation zu tun hat und dass es verschiedene Arten von Manipulation gibt.

Es ist sinnvoll festzustellen, dass wir die gleichen Wörter für mehrere verschiedene in Beziehung zueinander stehende Dinge verwenden (das habe ich oben mit "überladen" gemeint).

Es ist sinnlos festzustellen, dass Manipulation negativ behaftet ist, diesen negativen Teil nicht zu isolieren und weiterhin von Manipulation zu sprechen. Trotz der Erkenntnis auf der selben Ebene zu bleiben, obwohl sichtbar ist, dass es mehrere Ebenen gibt, bringt eine*n nicht weiter (das habe ich oben mit "niedrigdimensional" gemeint).
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: tokiomotel am 17. April 2019, 12:34
Du wärst der perfekte Berater/ Korrekturleser für ein neues Framingmanual  :o
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: pinguin am 17. April 2019, 13:07
Du wärst der perfekte Berater /Korrekturleser für ein neues Framingmanual  :o
Warum werden die Ausführungen von User befreie_dich eigentlich zerrissen?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: befreie_dich am 17. April 2019, 13:11
Die Wahl des Transatlantik-Beispiels von "rundfunk-frei" als bisher erstes und einziges Beispiel ist zu kritisieren.

@tokiomotel: Dankeschön :-D Das bringt uns weiter ...

Ein weiterer Bereich, den Ihr @"rundfunk-frei" auf "negative" Manipulation untersuchen könntet, um auch direkt das Thema "Rundfunkbeitrag" zu berühren, ist der Rundfunkbeitrag selbst. Dabei hilft die fehlende Selbstreflektion der Öffentlich-Rechtlichen, wenn's um den Zwangsbeitrag geht.

Zwei Vorschläge, wo weitere Beispiele zu finden sind:

(1)
Lest von Noam Chomsky "10 Strategien zur Manipulation" und betrachtet z.B.:
Zitat
6 – Konzentriere dich auf Emotionen und nicht auf Reflexion
Zitat
9 – Wandle Widerstand in das Gefühl schlechten Gewissens um.

Quellen: http://noam-chomsky.tumblr.com/post/13867896307/noam-chomsky-10-strategies-of-manipulation-by (http://noam-chomsky.tumblr.com/post/13867896307/noam-chomsky-10-strategies-of-manipulation-by) , https://dieter-broers.de/10-strategien-die-gesellschaft-zu-manipulieren/ (https://dieter-broers.de/10-strategien-die-gesellschaft-zu-manipulieren/)

Das Framing-Manual aka. Manipulations-Manual (Manus, lat. Hand) sollte erwähnt werden:

Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.0.html (https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30135.0.html)

(2)
Kommuniziert der ÖRR zum Rundfunkbeitrag, so gibt es Auffälligkeiten. Z.B. fehlen bestimmte Worte wie "Gesamtschuldner" außerhalb von Rechtstexten in der nach außen an die Öffentlichkeit gerichteten ÖR-Kommunikation und werden positiv umschrieben. Siehe meine Recherche hier:

https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=30441.30 (https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=30441.30)
(zum Zeitpunkt dieses Posts noch in Bearbeitung.)

Meine Link-Tipps zum Thema Kommunikation (communicare, lat. teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen, in Verbindung stehen):

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kommunikation (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kommunikation)

https://web.archive.org/web/20190417175012/https://www.google.com/search?q=Manipulation+site%3Awikipedia.org%2Fwiki%2FKommunikation (https://web.archive.org/web/20190417175012/https://www.google.com/search?q=Manipulation+site%3Awikipedia.org%2Fwiki%2FKommunikation)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 17. April 2019, 14:43
@cecil und andere:
Das klingt fast so, als wenn hier Ängste davor bestünden, dass man als Linksextremist verleumdet werden könnte. Nachdem wir alle bereits als Rechtsextremisten verleumdet wurden, macht das jedoch nicht viel aus. Da ich weder das eine noch das andere bin, würde das Verhältnis dann lediglich wieder grade gerückt. Wenn man sich mit den Medien anlegt, dann muss man mit solchen Verleumdungen wohl rechnen, weshalb ich mir darüber keine Gedanken mache.

Ich bin in vielen Punkten auch nicht derselben Meinung wie Herr Olaf Kretschmann, der für den erwähnten Artikel wohl verantwortlich ist, wobei ich es sehr respektabel finde, dass er seine Thesen versucht zu belegen. Denn es handelt sich lediglich um Auszüge aus seiner eingereichten Verfassungsbeschwerde. Siehe hierzu:
Olaf Kretschmann vs. Rundfunkbeitragspflicht.
http://rundfunkbeitrag.blogspot.com/2019/03/verfassungsbeschwerde-gegen-den.html

Die Volksbegehren können nicht alle über Berlin gesteuert werden, weshalb es notwendig sein wird, dass sich in den einzelnen Bundesländern irgendwann Organisationskomitees bilden, die sich konkret um das Volksbegehren in ihrem Land kümmern. Dabei geht es dann nicht um irgendwelche politischen Richtungen, sondern um die ganz konkrete Frage, ob die Landesrundfunkanstalten privatisiert werden sollen oder nicht. Mit der Ausnahme von Bayern wird es nämlich keinen direkten Volksentscheid zum Rundfunkbeitrag geben können, weshalb nur die Möglichkeit besteht, dass Begehren über die Entscheidung zur Frage der Umwandlung der Landesrundfunkanstalten in Aktiengesellschaft laufen zu lassen. Dies macht auch Sinn, da Landesrundfunkanstalten durch die jahrzehntelange Ausbeutung von Gebührenzahlern und seit 2013 von Beitragszahlern sehr viel Kapital (z. B. Gebäude) angehäuft haben, das auch in eine Volksaktie umgewandelt werden kann. Die Landesrundfunkanstalten werden dadurch übrigens nicht abgeschafft, sondern müssten danach nur lernen, besser zu wirtschaften.
RUNDFUNK-VOLKSENTSCHEID: Wähle dein Bundesland!
https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_rundfunk-volksentscheid.html
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 17. April 2019, 14:58
@cecil und andere:
Das klingt fast so, als wenn hier Ängste davor bestünden, dass man als Linksextremist verleumdet werden könnte. Nachdem wir alle bereits als Rechtsextremisten verleumdet wurden, macht das jedoch nicht viel aus.

Ja, aber nicht nur ...:


Wenn wir über dieses Kapitel und den einleitenden Text sprechen... 

https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_manipulation.html

... denke ich, man müsste die Grundeinstellung des Verfassers (hier: rundfunk-frei) betrachten. Meiner Meinung nach ist seine unausgesprochene politische Botschaft:

„Der örR sendet nato-, EU-, amerikafreundliche (also pro-westliche) unkritische militärische Berichterstattung."

Wie könnte man so eine Botschaft besser kurz in Worte fassen, als durch den Begriff „transatlantische Manipulation“. (In diesem Sinne kann auch @tokiomotels Bemerkung evtl. besser eingeordnet werden, von der ich mich distanziere.)


Der Begriff „Manipulation“ ist jedoch im allgemeinen sehr stark negativ konnotiert und weckt das Gefühl der Empörung. Verwendet man ihn, wird in Kauf genommen, dass Lesende den Eindruck bekommen, es handele sich um bewusste tendenziöse Berichterstattung seitens des örR.

„Transatlantisch“ vermittelt zudem u.a., dass die Einflussnahme von Amerika aus diktiert wird.

Die Unter-Überschrift „Diktatur beginnt, wenn die Selbstbestimmung über eigene Lebensent­schei­dungen entzogen wird“ packt den Lesenden bei seinen Gefühlen und beim Thema Rundfunkbeitrag, verbindet geschickt dessen Empörung über fehlende Selbstbestimmung bei der freien Wahl des Infor­mationsmediums mit dem Inhalt des übrigen Textes und mit der Empörung über Manipulation. Wer bisher keine nato-kritische Einstellung hat, dem wird diese hier auf suggestive Weise vermittelt.

Die Verwendung des Begriffs „System“ vermittelt den Eindruck, dass es unser „politisches System“ ist, welches Wert legt auf Manipulation. Der Aufruf zu „Veränderung“ (ganz unten) vermittelt ebenfalls Tatsachen, nicht Befürchtungen.

Die im weiteren Verlauf des Kapitels schlagwortartig angebotenen Informationen erlauben kein Hinterfragen. Eine kritische Einordnung findet nicht statt.

Die von @befreie_dich (im Vorbeitrag unter 1) ) aufgezeigten Punkte 6 und 9 (des Textes von Dieter-Broers) skizzieren sehr schön, was hier passiert. Siehe ---> https://dieter-broers.de/10-strategien-die-gesellschaft-zu-manipulieren/

zitiert in: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29909.msg192183.html#msg192183



Man könnte zwar als beitragsverweigernde/r Lesende/r sagen: „Nun gut, der 3. Grund betrifft mich nicht, hab' andere Gründe“.  Trotzdem findet auf der Seite von rundfunk-frei politische „Beeinflussung“ statt. Und in der Außenwirkung wird vermittelt, Beitragsverweigerer seien anti-amerikanisch eingestellt. Auf die Folgekapitel darf man gespannt sein...


@Bürger

Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29909.msg192143.html#msg192143


Ich habe versucht den fraglichen Textabschnitt umzuformulieren, bei größtmöglicher Beibehaltung des Ausgangstextes.

Das geht aber kaum, solange die (von mir unterstellte) Botschaft in der Reinform und Absolutheit beibehalten werden soll, nach der pro-westliche Beeinflussung (hier: =Manipulation) systemgeleitet stattfinde, was dringend einer Veränderung bedürfe. Die Tücke liegt dabei im Detail.

Eine Änderung dieses Textes macht zudem keinen Sinn, wenn die übrigen erwähnten Kritikpunkte an der Gesamtdarstellung des „3. Grundes“ keine Berücksichtigung finden.

Zitat
Die Verbreitung eines Rundfunk-Angebots bedeutet Kommunikation. Kommunikation wiederum bedeutet Manipulation, wenn der Absender einer Botschaft den Empfänger unbemerkt im eigenen Sinne beeinflussen will. Um dies zu schaffen, müssen zunächst(dessen Aufmerksamkeit erregt?) Sinne getriggert werden. Auch Rundfunk-Kommunikation ist nicht automatisch neutral, ausgewogen oder objektiv. Sie erfolgt  – wie jegliche Art von Kommunikation – bewusst oder unbewusst absichtsgeleitet – und auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig: Auf der Ebene der Sachinformation (worüber wird informiert), der Ebene der Selbstkundgabe (was der Absender von sich zu erkennen gibt), einer Beziehungsebene (was der Absender vom Empfänger hält und wie er zu ihm steht) und der Ebene des Appells (was der Absender beim Empfänger erreichen möchte). Ist es normalerweise unklar, ob eine gesendete Nachricht wie gewünscht verstanden wird, so steigt der Beeinflussungsgrad, je mehr der Sender, bewusst oder unbewusst, vom Empfänger unbemerkt, manipuliert.

Das Besondere des Rundfunks ist, dass es sich bei ihm um einzigartige Massenkommunikation handelt, weil sich seine Botschaft nicht an eine einzelne Person, sondern an Millionen Menschen richtet, die gleichzeitig angesprochen werden. Was für ein unglaublicher Machtfaktor. Zwar soll Rundfunk-Kommunikation neutral, ausgewogen und objektiv sein. Aber wer garantiert das? Der Deutungsschutz der „Rundfunkfreiheit“, [könnte das System ebenso benutzen] kann es ebenso erlauben, Teilinformationen, Einseitigkeiten und Suggestionen bis hin zu Propaganda und Lügen transatlantisch-konform zu verbreiten. Wir erklären, welche derzeitigen Strukturen und Einflussfaktoren in Rundfunk und Gesellschaft eine objektive, ausgewogene und neutrale Berichterstattung möglicherweise verhindern.
 
Es ist Zeit für [Veränderung] kritische Wachsamkeit !    [oder einfach: Es ist Zeit für Kritik ! ]
veränderter Text d. user_cecil, ursprgl. Vorlage: https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_manipulation.html
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 17. April 2019, 15:27
@cecil:
Nachdem ich den Text von Herrn Kretschmann gelesen hatte, habe ich auch gedacht, dass man dann auch frei nach Paul Watzlawick schreiben könnte, dass man nicht nicht manipuliert und es nicht nicht möglich ist, nicht manipuliert zu werden. Über die Gleichsetzung von Kommunikation und Manipulation können wir hier lange diskutieren, wobei mich eigentlich mehr interessiert, weshalb ich als Nicht-Nutzer von Rundfunk und Fernsehen diese Medienform durch einen Zwangsbeitrag fördern soll, obwohl diese Medien angeblich keine bestimmten Informationen aufdrücken. Da öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten weder gemeinnützig noch irgendeinen anderen Nutzen haben, können Sie nach meiner Ansicht auch ganz abgeschafft werden.

Es ist jedoch nicht zielführend, wenn eine gute Idee wie die Einleitung von Volksbegehren auf der Strecke bleibt, nur weil die Initiatoren der Idee keine Sprache gefunden haben, die alle Gegner des Rundfunkbeitrages für angemessen halten:
Volksbegehren in Nordrhein-Westfalen zum Demokratieförderungsgesetz
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30210.0.html
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 17. April 2019, 17:57
@cecil und andere:
Das klingt fast so, als wenn hier Ängste davor bestünden, dass man als Linksextremist verleumdet werden könnte. Nachdem wir alle bereits als Rechtsextremisten verleumdet wurden, macht das jedoch nicht viel aus. Da ich weder das eine noch das andere bin, würde das Verhältnis dann lediglich wieder grade gerückt.

Anti-amerikanische und eu-kritische Haltung, nenne es von mir aus "transatlantische" Kritik  ;) , ist Kennzeichen u.a. sowohl extrem linker wie extrem rechter politischer Einstellung. So unterschiedlich die Ansichten sonst sein mögen, da berühren sie sich. (Kennst du den Satz: "Der ist soweit links, dass er schon wieder rechts raus kommt"?)

Meine Sorge ist, dass der Rundfunkbeitragswiderstand instrumentalisiert wird von Gruppierungen mit extrem rechten poltischen Ansichten, die diese Plattform benutzen, um weitere Menschen von ihren Ansichten zu überzeugen.

Danke für den Link zur Verfassungsbeschwerde des O.Kretschmann (--> http://rundfunkbeitrag.blogspot.com/2019/03/verfassungsbeschwerde-gegen-den.html).

Sicherlich stammen einige Teile des Textes daraus. Aber O.K. belegt auch dort seine Aussagen kaum, sondern verweist darauf sich kurz fassen zu wollen und auf Unterlagen, die ihm vorlägen. Für die Verfassungsbeschwerde mag das auch genügen. Ich will seine Verdienste im Einsatz um Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht aus Gewissensgründen auch in keiner Weise schmälern!   

Für den Internetauftritt jedoch ist mir die inhaltliche Gestaltung des hier diskutierten Textes, gerade weil auf seine Weise perfekt gemacht, aus den oben verschiedentlich und ausführlich dargelegten Gründen kritisierenswert. 

(diskutierter Text siehe: https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_manipulation.html)
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: Philosoph am 18. April 2019, 13:38
Ich finde es nicht richtig, jemanden, der etwas kritisch hinterfragt, gleich zu einem Extremisten - egal welcher Ausrichtung - zu machen.
Jeder Mensch sollte Kritik üben und sich nicht mit unberechtigten Anschuldigungen herumschlagen zu müssen. Kritische Fragen müssen gestellt werden dürfen. Mann kann ja dann darauf antworten und Mißverständnisse beseitigen. Alles andere ist genau die Hörigkeit, die man vom Volk erwartet und ihm anzuerziehen versucht.

Wir müssen endlich aufhören, uns gegenseitig zu zerfleischen und in irgendwelche Ecken zu stellen. Das wird schon ausreichend von außen versucht. Das Einzige, was uns weiterbringen wird, ist der Zusammenhalt, wobei wir die natürlichen Unterschiede tolerieren müssen. Andernfalls erleichtern wir unseren "Gegnern" die Arbeit.
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 18. April 2019, 16:36
Ich finde es nicht richtig, jemanden, der etwas kritisch hinterfragt, gleich zu einem Extremisten - egal welcher Ausrichtung - zu machen.

Werden denn in dem fraglichen Textabschnitt der Seite rundfunk-frei.de Fragen gestellt?

https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_manipulation.html


Und wenn ich weitere unbequeme Fragen stellen will:

Wer sind denn die kommerziellen „Partner“ von rundfunk-frei? Man kann das recherchieren.

(Früher hießen sie meiner Erinnerung nach „Mit-Unterstützer“, mittlerweile heißen sie „Partner“ ?)

Inwieweit beeinflussen sie den Internetauftritt inhaltlich?

Warum formuliert man auf der Seite nicht etwas zurückhaltender ? (Will man etwa "Sinne triggern" ?)


Und wie definiert man Extremismus? Gehören Antisemitismus und Welt-Verschwörungstheorien dazu?

Wir sind doch hier das Fragestellen gewohnt...


Jegliches Verhalten ist immer eine (bewußte oder unbewußte) Manipulation der Umwelt. Kommunikation ist eine Form des sozialen Verhaltens und für sie gilt das ebenso.  ... Unterscheiden muß man natürlich, ob man mit jemandem kommuniziert, um ihn zu manipulieren, oder nicht.

Für diese Differenzierung eignet es sich, die vorgesehenen Begriffe „Kommunikation“ und „Manipulation“ zu verwenden  ;)

Zitat
Weiter muß man dann unterscheiden, ob es sich um eine "förderliche" Manipulation handelt.

Das hieße, der Zweck heiligt die Mittel ? Warum nicht eindeutiger sprachlich differenzieren?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 19. April 2019, 14:16
@philosoph
Ich finde es nicht richtig, jemanden, der etwas kritisch hinterfragt, gleich zu einem Extremisten - egal welcher Ausrichtung - zu machen. Jeder Mensch sollte Kritik üben... [usw., vollständiges Zitat oben]

Und ich erlaube es mir nachdenklich und vorsichtig zu bleiben. Als Anmerkung dieser Begriff und die damit verbundene Fragestellung:

"querfront" (s. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Querfront) - reales Phänomen oder Erfindung der jeweils regierenden / herrschenden (Klasse) ?
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: befreie_dich am 19. April 2019, 14:46
Mein letzter Beitrag zur Diskussion von Manipulation @"rundfunk-frei": Es gibt ebenso direkte Manipulation, z.B. wenn der Angesprochene keine Wahl hat zu reagieren ("Ausnutzen"). Nach einer angemessenen Definition von (neg.) Manipulation, der Rolle von Adjektiven wie direkter und indirekter Manipulation, können wir uns über damit in Verbindung stehende Aspekte und Umsetzung unterhalten. Z.B. über psychologische Aspekte.
 
Von was hängt (neg.) Manipulation ab? Wann empfinden wir (neg.) Manipulation schlimm, wann sehr schlimm? Es hängt von Gegebenheiten, sowie dem persönlichen Empfinden und Wissen ab.

Sind sich die Kommunikateure von vorneherein einig, durch Kommunikation ein gemeinsames Ziel zu erreichen, ist es in ihrem Willen - fühlt sich keiner neg. manipuliert.

Zitat von: Dr. Sarah Gordon - Ein echter/falscher Dr.?
If the person being manipulated would not have acted the same way if not for this manipulation AND was not in complete control OR was not aware of what's going on, he or she is being manipulated.
Quelle: https://gevron.livejournal.com/18778.html (https://gevron.livejournal.com/18778.html)

Eine andere Perspektive.

(3)

Wir haben hier im Forum, der Öffentlichkeit und runden Tischen häufig folgendes Beispiel diskutiert: Durch den Rundfunkbeitrag wird uns ein Teil der Ausgaben unseres Medienbudgets (das bei Nicht-Interessenten bei 0 liegt) vorgegeben. Wir machen dann Beispiele wie, ja, statt monatlich den Rundfunkbeitrag zu bezahlen, will ich lieber ein Abo von ... (Sky, Netflix, ...), in die Vorstellung von ... (Kino, Film leihen ...). Der Rundfunkbeitrag manipuliert uns in der Wahl unserer Informationsanbieter. Besonders deutlich bei Menschen mit wenig Geld. Hätten wir Rundfunkbeitrag bezahlt, wenn wir stattdessen nichts oder etwas anderes bekommen können? Für manche eine Zusatzbelastung oder totale Öffentlich-Rechtliche Medien-Kontrolle entsteht. Statistische Erfassung Betroffener. Wie wäre es diesen Punkt auszuarbeiten? Dass dem so ist, lässt sich durch viele traurige Fälle belegen.

Empfindungen (auch die eigenen) sollten in einer Ausarbeitung nicht einseitig abgebildet werden. Direkt angesprochen und Bezüge sollten explizit genannt werden. ZDF (Zahlen Daten Fakten). Kontroverse und Selbstkritik im Auge behalten. Bitte beachtet Argumente der Öffentlich-Rechtlichen. Wir müssen uns auch fragen, ob und welche Manipulation durch den "ÖR-Kanal" zulässig wäre. Kann das sein? Alles andere, wäre meiner Meinung nach radikal. Es wird immer Kräfte geben, die an unseren bürgerlichen Kommunikationssystemen rütteln. Wie sie sich ändern, das wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Beispiele die mir einfallen zum Auswählen - oder nicht (möglichst allgemein gehalten, aufteilbar, keine bestimmte Reihenfolge), Manipulation via oder per ÖRR durch:

* ÖR Mitglieder
- Organisationen
- Parteien
- Militärbündnisse
- Unternehmen
- Vernetzungen
...

* ÖR selbst
- Framing
- Einschränkung von Wahlmöglichkeiten
- Lügen für den (höheren) Rundfunkbeitrag
...

* (pos./neg.) Manipulation & Geschichte des Rundfunkbeitrags
...

...

Maßgeblich bei den Beispielen: Wie und wann kann Manipulation entdeckt werden, wenn wir wissen oder nicht wissen, dass wir manipuliert werden können? Wer behauptet, dass jemand manipuliert oder manipuliert wird, braucht nachvollziehbare Beispiele. Die Absichten im eigenen Beispiel aufzuzeigen ist "rundfunk-frei" soweit gelungen. Ich hoffe, ihr habt selbst gute Absichten und belegt eure Behauptungen, ohne selbst (bewusst) (neg.) Manipulation einzusetzen.

Frohe Ostern euch allen!
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 19. April 2019, 19:53
Zitat von: Dr. Sarah Gordon - Ein echter/falscher Dr.?
If the person being manipulated would not have acted the same way if not for this manipulation AND was not in complete control OR was not aware of what's going on, he or she is being manipulated.
Quelle: https://gevron.livejournal.com/18778.html (https://gevron.livejournal.com/18778.html)

schönes Zitat :) danke.

Danach ist Manipulation, wenn ich es richtig übersetze:
- wenn die Person anderenfalls nicht so gehandelt hätte
- wenn sie nicht die vollständige Kontrolle hatte
- wenn sie nicht wusste, was passiert

Wir haben hier im Forum, der Öffentlichkeit und runden Tischen häufig folgendes Beispiel diskutiert: Durch den Rundfunkbeitrag wird uns ein Teil der Ausgaben unseres Medienbudgets (das bei Nicht-Interessenten bei 0 liegt) vorgegeben. Wir machen dann Beispiele wie, ja, statt monatlich den Rundfunkbeitrag zu bezahlen, will ich lieber ein Abo von ... (Sky, Netflix, ...), in die Vorstellung von ... (Kino, Film leihen ...). Der Rundfunkbeitrag manipuliert uns in der Wahl unserer Informationsanbieter. Besonders deutlich bei Menschen mit wenig Geld. Hätten wir Rundfunkbeitrag bezahlt, wenn wir stattdessen nichts oder etwas anderes bekommen können? Für manche eine Zusatzbelastung oder totale Öffentlich-Rechtliche Medien-Kontrolle entsteht. Statistische Erfassung Betroffener. Wie wäre es diesen Punkt auszuarbeiten? Dass dem so ist, lässt sich durch viele traurige Fälle belegen.

Hier ist schon was, Text/link ist bekannt?
10 Gründe, aktiv zu werden:
https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_10_gruende_ativ_zu_werden.html
2. Grund, aktiv zu werden:
https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_ungerechtigkeit.html
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: RUN am 21. April 2019, 00:56
Hallo @all,
Start einer neuen Widerstandskeimzelle-Info-Material-Visitenkarten !

Einige Teilnehmer/innen vom Runden Tisch aus Berlin haben Info-Material in Form von Visitenkarten (24.000 Stk.) zur Unterstützung von www.Rundfunk-frei.de entworfen, bestellt und erhalten.--> davon sind ca.3000 V-karten schon unter das Volk gebracht!

erfolgreiche Taktik:
Zwei redegewandte laufen zusammen mit Visitenkarten und Flyer in der Hand durch einen vorher ausgewählten Gewerbe Hof & fragen höfflich Person A, B, C, ...

1. -> guten Tag... haben sie auch etwas gegen Rundfunk(Zwangs)beiträge ?

-> oft ist ein klares Ja die Antwort!
-> wir haben hier Info-Material zum Volksentscheid für sie !?!
-> Viel Zuspruch, mit großem Interesse wird die Visitenkarte gefordert.
1.1 -> darf es etwas mehr sein ? ( V-karten ) für Nachbarn/in, Freunde, Kollegen etc.? anbieten!!!

FAZIT: so läuft der Hase !

Ziel:
wo und wie Stützpunkte für die Weiterverbreitung aufbauen?
wo:
An Örtlichkeiten mit viel abwechselnden und wiederkehrenden Publikum wie z.B. Bars, Tele-Internet Kaffees, Nachbarn/rin, Ein/Ausgänge zur U-Bahn & S-Bahn, Kleinbetriebe, Universitäten, Einkaufszentrum, diverse Feste & Märkte, Gärten, Parkanlagen, Imbisse, Taxifahrer, Soziale Einrichtungen, Bekanntschaften aus Vereins und Betriebssport etc.
wie:
... bei spürbar großem Zuspruch -> anbieten bei Gelegenheit mit weiteren V-karten unverbindlich wiederkehren.
1.1 -> darf es etwas mehr sein? z.B. Einladung zum Runden Tisch !
 
Erfolge:
Drei Stützpunkte die ab sofort regelmäßig aufgesucht und ggf. mit Info-Material aufgefüllt werden.

Beschreibung der V-karte :
------------------------------------------------------------
               Volksentscheid: JA
Gegen Rundfunk(Zwangs)beiträge!!!
            www.Rundfunk-frei.de
            Bitte weiterverbreiten!!!
------------------------------------------------------------

+ QR Scann --> unten links vorhanden -> Volksentscheid
+ 50% vom GEZ.-Boykott Logo <-- unten rechts vorhanden.

Wir suchen Verteiler und Stützpunkte:
PM gerne an mich für die mögliche Vorbestellung & Abholung ( ab dem 24.4.2019 ) bei jedem Runden Tisch in Berlin möglich!

Zum Runden Tisch in Berlin siehe u.a. unter
Runder Tisch Berlin, Mi. 24.04.2019, 16:30 bzw. 18 Uhr
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30448.msg192215.html#msg192215

Jpg -Vorlage und Updates ab dem 25.4.2019 unter:
Grundausstattung Widerstandskeimzelle - Info-Material
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30529.msg188200.html#msg188200

Weitere Infos zur Aktion siehe unter
Info-Aktion/Verteilen V-Karten Volksentsch./rundfunk-frei Berlin Sa 27.4.19
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30840.0.html


MfG. RUN
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: cecil am 21. April 2019, 05:41
Die Texter von rundfunk-frei.de haben hier

** https://rundfunk-frei.de/rundfunk-frei_grund_aktiv_zu_werden_manipulation.html

eine unbelegte und etwas seltsame anmutende These aufgestellt (nämlich: "jede Kommunikation = Manipulation => örR manipuliert"). Gerade weil dies recht absolut daherkommt, ist es sinnvoll Behauptung und Schlussfolgerung zu hinterfragen. (Immerhin tritt gez-boykott als Unterstützer der Seite auf).

Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Ansatz (Kommunikation = Manipulation) mit und ohne Quellen-Nachweis diskutabel. @befreie_dich hat Quellen geprüft, links und Informationen geliefert. 

Wenn man den Text (** s.o.) zuende denkt, geht es darin nicht um Manipulation, sondern um Meinungsfreiheit, die dem örR abgesprochen wird.


@run
Da möchte man dem örR fast zurufen: "Zieht euch warm an!"   

gruß
cecil
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: art18GG am 29. April 2019, 14:12
Anti-amerikanische und eu-kritische Haltung, nenne es von mir aus "transatlantische" Kritik  ;) , ist Kennzeichen u.a. sowohl extrem linker wie extrem rechter politischer Einstellung.
Dies halte ich für eine Fehlinterpretation, da es in dem Text von rundfunkfrei eindeutig um militärische Bündnis wie die NATO geht. Aus der Sicht eines Pazifisten sind solche Bündnisse natürlich sehr fragwürdig, was wohl auch die Grundlage des Gewissenskonflikts sein dürfte, um den es geht. In den Friedensbewegungen dieser Welt kann man zur Frage der Notwendigkeit von Militärbündnissen im Allgemeinen zwei Richtungen beobachten. Die einen (Fundis) lehnen diese Bündnisse grundsätzlich ab, während die anderen (Realos) die Notwendigkeit dieser Bündnisse anerkennen, wenn sie dazu dienen, Diktaturen und Tyrannei zu verhindern.

In anderen Threads wurde vor kurzem gerade zu diesem Thema die einseitige Haltung eines ö.r. Moderators diskutiert. Siehe hierzu:
Unterirdisch - Nachrichtensprecher Kleber schockt Zuschauer im heute journal
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30710.0
Programmbeschwerde(n): ZDF - Claus Klebers geschichtsvergessene Visionen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=30807.0
Titel: Re: Neue Bewegung gegen den Rundfunkbeitragszwang – rundfunk-frei.de
Beitrag von: googler am 06. Juni 2019, 13:06
Das ist alles ganz nett, aber für meine Begriffe viel zu kompliziert aufgebaut. Hier werden sich nur "mit Verlaub" gebildete Mitstreiter registrieren. Außerdem die Bezeichnung "BEFREIUNGSAKTIVIST". Nein, viele sind einfach nur dagegen, einen Apparat gezwungernermaßen zu finanzieren.

Für den ersten Schritt würde die Mailadresse (Double-Opt-In mit vorgeschriebenen DSGVO-Hinweisen und einem Häkchen, dass dem "Registrar" eine Info zugesendet werden darf) ausreichen. Hinzu käme die Auswahl des Bundeslandes. Das kriegen die meisten hin und sind dazu bereit, weil weitestgehend anonym.

Sind genügend zusammen, kann im 2. Schritt eine Info versendet werden, dass es ernst wird und die Daten nun benötigt werden.