Autor Thema: Zukunftsmodell einer konvergenten Medienwelt  (Gelesen 486 mal)

Offline ChrisLPZ

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Zukunftsmodell einer konvergenten Medienwelt
« am: 22. März 2018, 18:13 »

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Presseportal, 05.03.2018

MDR Mitteldeutscher Rundfunk
Zukunftsmodell einer konvergenten Medienwelt

Pressemitteilung des MDR-Rundfunkrats

Zitat
Leipzig (ots) - Matthias Knothe diskutiert sein "ABC-Modell" mit MDR-Rundfunkrat
Über mögliche neue Ansätze zur Beauftragung und Strukturierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks informierte sich der MDR-Rundfunkrat in seiner jüngsten Sitzung am Montag, 5. März, in Leipzig. Dazu erläuterte der Leiter der Stabsstelle Medienpolitik der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Dr. Matthias Knothe, das von ihm entwickelte "ABC-Modell" (Auftrag, Budgetierung, Controlling) als Zukunftsmodell einer konvergenten Medienwelt. Demnach würde sich die Politik auf bereits vorhandene europäische und nationale Rechtsrahmen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschränken und zugleich die Ausgestaltung in Inhalt und Verbreitung innerhalb eines vorgegebenen Budgets, das beispielsweise gemäß einschlägigen Teuerungsraten indexiert werden könnte, den Rundfunkanstalten überlassen.

Den Aufsichtsgremien (Rundfunkräte, Verwaltungsräte) kämen dabei neue Verantwortungen und Aufgaben zu. So könnte nach Knothes Darstellung der schon bekannte Dreistufentest zum Gestaltungsinstrument für alle Ausspielwege eingesetzt werden. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) wäre in diesem Modell weiterhin wichtig als externe Kontrolle für Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Um Überkompensationen zu vermeiden, hätte die KEF die ständige Aufgabe, die Kluft zwischen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den gewählten Indexwerten zu bewerten.

Als Ziel seiner Reformvorschläge nannte Knothe im Rundfunkrat, es gehe ihm darum, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch in zehn Jahren und darüber hinaus zukunftsfähig zu halten. Die gewählten Vertriebswege für die Inhalte, so Knothe, seien dann "autonome Entscheidungen der Rundfunkanstalten".

Weiterlesen auf:
https://www.presseportal.de/pm/7880/3883177


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« Letzte Änderung: 24. März 2018, 00:41 von Bürger »

Offline ope23

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Re: Zukunftsmodell einer konvergenten Medienwelt
« Antwort #1 am: 23. März 2018, 01:34 »
Dieses "konvergente Medienwelt" ist dummes Gefasel.

Medien entwickeln sich weiter (Telefonie, jetzt gefühlt häufiger als VoIP als als Kupfer), halten sich wacker (Telefax) oder sterben weg (Telex,vulgo "Fernschreiber"). Der Rundfunk wird letzteres erfahren.

Und wenn schon, dann konvergierten die Medien schon immer: Vor einigen Jahrzehnten konnte man eine Telefonnummer wählen und am Telefon Radiosendungen hören. Omas Wählscheibentelefon war also bereits ein neuartiges Rundfunkempfangsgerät. Der "Beitragsservice" könnte also noch einige sehr-alt-Fälle ausgraben, die bei nicht vorhandenem Radio und nicht vorhandenem Fernseher typisierte "Schwarzhörer" waren, da sie ja die bekannte  Möglichkeit hatten, Radio am Telefon zu hören.

Im Ernst:
Die Telemedientypen sollten sich für die öffentlich-rechtlichen Sender so langsam mal eine Exit-Strategie ausdenken. In weniger als zehn Jahren ist alles vorbei.


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« Letzte Änderung: 24. März 2018, 00:43 von Bürger »

Offline Bürger

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Re: Zukunftsmodell einer konvergenten Medienwelt
« Antwort #2 am: 24. März 2018, 01:11 »
In der Tat: "konvergente Medienwelt" ist dummes Gefasel, ja gefährliches Gefasel.

Ich muss mir wieder einmal erlauben, auf die ausschließlich(!) auf die "duale Rundfunkordnung" bezogene, jedoch nicht auf eine "multiple Telemedienordnung" übertragbare, vom Bundesverfassungsgericht geprägte sog. "Bestands- und Entwicklungsgarantie" und daraus folgende "Finanzierungsgarantie" hinzuweisen, welche beide allzu oft und allzu gern als "Ewigkeitsgarantie" für den sog. "öffentlich-rechtlichen Rundfunk" missverstanden, fehlinterpretiert oder gar missbräuchlich gedeutet werden - siehe hierzu u.a. unter

Worin erschöpft sich die "Bestands- und Entwicklungsgarantie" d. ö.r. Rundfunks?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,21558.0.html

Worin erschöpft sich die "Finanzierungsgarantie" d. ö.r. Rundfunks?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,21559.0.html

Es gibt kein Existenz-Privileg von "öffentlich-rechtlichem Rundfunk" gegenüber der "Rundfunkfreiheit für jedermann"!!!

Denn die Einstiegsschwelle ins Internet ist im Vergleich zu konventionellem "Rundfunk" ungleich niedriger bzw. faktisch kaum gegeben.
Genau dort in diesem niedrig-schwellig nutz- und bespielbarem Internet ist - auch gemeinnützige, nicht-kommerzielle - Vielfalt gegeben, ohne dass es eines zwangsfinanzierten Players bedarf...
...im Gegenteil:
Ein zwangssubventionierter Mega-Player gefährdet genau diese - auch gemeinnützige, nicht-kommerzielle - Vielfalt im "konvergenten" Internet.

Siehe hierzu u.a. auch unter
Rechtsexperte: Rundfunklizenz verstößt gegen Zensurverbot
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26236.0.html

Prof. Dr. H. Gersdorf: „Lizenzpflicht für Internet-TV ist verfassungswidrig“ (Juli 2017)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,23782.0.html
Zitat
„Das bedeutet, so Gersdorf, die Lizenzpflicht für Internet-TV fördert nicht Vielfalt, sondern beschränkt den Jedermann-Rundfunk und damit den freien Kommunikationsprozess.“
Weiterlesen auf:
http://www.medienpolitik.net/2017/07/medienpolitik-lizenzpflicht-fuer-internet-tv-ist-verfassungswidrig/

Im Übrigen ist Internet ein bi-direktionales, nicht-lineares Kommunikations- und kein mono-direktionales, lineares Sendemedium.

Also:
FINGER WEG davon, Ihr "Rundfunkfreiheits"-Gefährder!!!


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« Letzte Änderung: 11. Juni 2018, 00:58 von Bürger »

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