Autor Thema: McKinsey-Studie kritisiert Öffentlich-Rechtliche - Hermann Eicher erbost  (Gelesen 4002 mal)

Offline drboe

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@Besucher: alter Zyniker!  ;D

Ernsthaft: man kennt die Historie des "Adenauerfunks". Nachdem das BVerfG die Pläne des Kanzlers beerdigte fanden die Länder Gefallen an der Idee eines eigenen Senders. Es ist aber völlig klar, dass man bei sachgerechter Auslegung des Begriffs "Grundversorgung" nicht zweimal die Infrastruktur für Information (Korrespondentennetz), Bildung und Unterhaltung benötigt. Wobei sowohl ARD als auch ZDF den ersten beiden Punkten nicht gerecht werden.
Bei sportlichen Großveranstaltungen (Fussball WM/EM, Olympia) teilen sich die Sender die Übertragungen tageweise, sind aber beide mit voller Mannschaft aus Moderatoren, Technikern und "Experten" vor Ort. Bei Hochzeiten in Königshäusern u. a. m. senden die sogar auf beiden Kanälen identische Bilder. Das ZDF kann aber aus New York, Brüssel, Tokio, Peking, Moskau usw. nichts anderes berichten als die Korrespondenten der ARD. Zweimal das Gleiche ist nun nicht Grundversorgung, sondern eben zweimal das Gleiche. Warum man den Sendern noch gestattet, mit ZDFneo und One Resterampen einzurichten, ist unklar, aber eben auch keine Grundversorgung, auch nicht bezüglich Unterhaltung, da es an der wahrlich keinen Mangel im Programm hat. Überhaupt Programm: der Anteil des "Rundfunkbeitrags", der für das Programm aufgewendet wird, soll um die 30% liegen. Das wären dann ca. 6€ pro Monat.

M. Boettcher


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« Letzte Änderung: 19. September 2017, 19:42 von Bürger »
Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline marga

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Auf Seite 2 der Studie haben sie u. a. etwas über den Anlass geschrieben:
https://www.mckinsey.de/files/170918_die_rolle_des_oerr_in_der_heutigen_medienlandschaft.pdf
...Anlass dafür ist die substanzielle Veränderung der Medienlandschaft ...

Eine fiktive Person hat recherchiert, dass der Mann der ca. 5 Billionen US-Dollar verwaltet (Larry Fink),
8,79 % Anteile an der Mediengruppe Prosieben hält.
Damit ist er der größte „Einzelaktionär“ an Prosieben.

Quelle: Welt N24 BlackRock Beteiligungen an deutschen Firmen
https://www.welt.de/wirtschaft/gallery159306584/So-viele-Anteile-haelt-BlackRock-an-deutschen-Firmen.html

Vielleicht liegt hier ein Grund dafür, wie es werter user @unGEZAHLT formulierte, dass McKinsey die „privaten Investoren“ z. B. auch „BlackRock“ berät. Der Trend zu mehr TV-Konsum könnte mehr Wert auf „Qualitätsniedrige“ Informationsangebote legen und damit an Reichweite auch zulegen. „Qualitätshohe“ Informationsangebote hingegen könnten einbüßen.
Sogen. „Softnews“ nehmen zu. Damit geraten „nationale Mediensysteme" unter Druck. Die Macht wandert zu den „Technik-Giganten“. Die „breite Masse“ wird nicht nach der Qualität gefragt für die „Relevanz der Gesellschaftspolitischen Themen“. Der Bürger muss sich mit „komplexen Themen“ beschäftigen, um die „Demokratischen Grundrechte“ wahrzunehmen.

Guggst du hier:

Video youtube.com Länge: 05:46 Minuten Aspekte ZDF der reichste Mann der Welt
https://www.youtube.com/watch?v=Tx71qePgv8g

Und hier Quelle McKinsey & Company, Inc.
https://books.google.ch/books?id=qaF9AQAAQBAJ&pg=PA57&lpg=PA57&dq=mckinsey+firmenanteile&source=bl&ots=Pcqn-wiYR-&sig=VB_hHJFIAEGa1Dd0W2rMqsX3e00&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiSp4Xx87DWAhWExxQKHb7KBkIQ6AEIPjAD#v=onepage&q=mckinsey%20firmenanteile&f=false


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« Letzte Änderung: 19. September 2017, 19:30 von Bürger »
Jetzt das Kinderlied: Drah`di net um, oh, oh, oh schau, schau, der örR geht um, oh, oh, oh er wird di anschau`n und du weißt warum, die Lebenslust bringt di um, alles klar Herr Justiziar?

Offline drboe

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McKinsey wird sicher nicht altruistisch unbezahlte Arbeit leisten. Entweder gibt es Interessenten, die diese Studie finanzieren, ggf. auch mehrere im Rahmen einer Multiclient-Studie, oder es dient tatsächlich dazu, wie hier vermutet, sich vom Kuchen zukünftiger Beratung im Umfeld einer sich ändernden Medienlandschaft einen Teil zu sichern und für das eigene Unternehmen Werbung zu betreiben. Das im Bericht behauptet wird, er wäre keine Werbung, ist m. E. Nonsens. Es ist Werbung, mindestens für das Unternehmen McKinsey. Dabei kommt es weniger auf den Inhalt an, als auf die Reaktionen. Für McKinsey ist es geradezu phantastisch, dass sich die Herren Eicher und Fischer-Heidlberger erregen, fördert das doch die Verbreitung der (Kurzform der) Inhalte und die Werbung für McKinsey. Außerdem gibt es den Kritikern in den Zeitungen Gelegenheit noch einmal alles auszupacken, was gegen den ÖRR spricht. 

Dass die Methodik seitens Herrn Fischer-Heidlberger kritisiert wird, deutet m. E. auf einen Verteidigungsreflex hin (getroffene Hunde ...). Öffentlich verfügbare Informationen zu nutzen, ist absolut üblich. Schließlich betreibt auch jeder Wissenschaftler vor der Publikation ein Quellenstudium, d. h. er recherchiert und liest. In der Marktforschung sind Interviews mit Entscheidern in Unternehmen und Marktteilnehmern zudem absolut üblich. Auch ARD und ZDF werden schon solche Studien beauftragt, erhalten und publizistisch bzw. werblich verwendet haben. Wenn Herrn Fischer-Heidlberger die Zahlen nicht behagen, weil die KEF Alibifunktionen wahrnimmt, dann möge er dafür sorgen, dass sich diese ändern. Ein Tipp für ihn: die Produktion eines Tatorts und anderer Sendungen hängt nicht von der Zahl der Zuschauer oder -hörer ab. Bevölkerungsreiche Länder wie Deutschland müssten daher eigentlich geringe Kosten pro Kopf haben und gutes Programm liefern. Mit die besten Serien komme aber aus kleinen Ländern, wie Dänemark. Offenbar sind deutsche Fernsehmacher übersättigt vom vielen Geld. Da kann man auch Mist produzieren, wird ja bezahlt.

M. Boettcher


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Offline ChrisLPZ

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Siehe auch:
Deutschlandfunk, 19.09.2017
Streit um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk - "Das ist eine Kampagne"
Hermann Eicher im Gespräch mit Antje Allroggen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24473.msg155434.html#msg155434


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Offline VGkoblenz

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Die Studie sollte sicherlich den BDZV Zeitungskongress orchestrieren..
Mich würde mal interessieren wie ORF und SRF abgeschnitten hätten. Die wurden in der Studie wohl bewusst lieber mal weggelassen ;)

Das "deutsche Modell" ist übrigens einmalig auf der Welt..

Anm.Mod. seppl:
Quelle Anhang:
http://www.cbc.radio-canada.ca/_files/cbcrc/documents/latest-studies/nordicity-public-broadcaster-comparison-2016.pdf
Seite 23


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« Letzte Änderung: 20. September 2017, 01:25 von seppl »

Offline Nevrion

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Na ja, dass Herr Eicher sich hier aufregt mag nun nicht überraschen. Er lebt vermutlich schon längst in seiner eigenen Filterblase, von der er glaubt, dass er die Guten vertritt und die Nichtnutzer die Bösen sind.


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Offline art18GG

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Unverschämtheit! Es ist widerlich!

Auch in der Rheinischen Post vom Freitag den 3. November 2017 war zu lesen, dass sich ARD, ZDF und Deutschlandradio über eine Kampagne gegen sie beschweren würden.

rp-online, 03.11.2017
ARD und ZDF wehren sich gegen "Kampagne"
http://www.rp-online.de/panorama/fernsehen/ard-und-zdf-wehren-sich-gegen-kampagne-aid-1.7179652

Dreister geht es wohl nicht! Der Verfolger von Minderheiten (Nicht-Nutzer von Rundfunk und Fernsehen) und Opposition (Gegner der Landesrundfunkanstalten) redet von einer Kampagne gegen ihn. Seine Taten stehen aber für sich und nun meinen diese Staatssender von Landesregierungsgnaden auch noch einen „Journalisten aller Welt vereinigt euch“-Notruf aussenden zu müssen. Als Nichtgläubiger der Predigten der Vereinfacher (gemeint sind Journalisten) verwahre ich mich als Verfolgter gegen den Vorwurf einer Kampagne. Es ist vielmehr eine Schande, dass die nicht-staatliche gelenkten Medienvertreter seit Jahren wegschauen, wenn es um das abgekartete Spiel von Landesregierung und Landesrundfunkanstalten geht. Hier mussten sich sogar erst ausländische Medienvertreter einschalten, als es darum ging, über die Ausuferungen der Verfolgung von Gegnern des RBStV wie Frau Sieglinde Baumert zu berichten.

Wir sprechen hier nicht nur von Staatsfernsehen, liebe Vereinfacher, sonder auch von einer Gleichschaltung der Medien, die es so in dieser Form nicht einmal unter Silvio Berlusconi in Italien gab.


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« Letzte Änderung: 11. August 2018, 21:32 von DumbTV »
Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der nur finanzierbar ist, wenn Menschen ihre Grundrechte verlieren, gehört abgeschafft.

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