Autor Thema: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card  (Gelesen 8229 mal)

Online mistersh

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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #15 am: 29. Mai 2017, 18:04 »
Hallo Seppl.

Kann ich morgen nachreichen. Wie gesagt relevant ist da noch nicht wirklich was, da es bisher mehr informative Nachrichten an mich waren.


Edit "Bürger: Thread wurde moderiert/ bereinigt.
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« Letzte Änderung: 04. Juni 2017, 01:45 von Bürger »

Online seppl

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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #16 am: 03. Juni 2017, 22:44 »
Neuigkeiten zur Geschichte des Paul Albrechts Verlags zwischen 1933 und 1944:

In der Festschrift zum 4. Ostpommerschen Musikfest / Beethovenfest 1937 / Seite 8  habe ich die beiden Anschriften des PAV während der Nazizeit entdeckt:

http://bibliotekacyfrowa.eu/dlibra/doccontent?id=1453

Paul Albrechts Verlag Inh. Otto Albrecht

1) Stolp i. Pom. / Hospitalstrasse 29-30 / Fernruf 2346

2) Berlin SW68 / Lindenstrasse 16 17 / Fernruf: Berlin 17 Dönhoff 0177

In der Datenbank
https://www2.hu-berlin.de/djgb/www/find?sort=unternehmen&fq=Branchen%3A%22Verlags-+und+Druckereiwesen%22&page=13
unter "Jüdische Gewerbebetriebe 1930-1945" unter Branchen "Verlags- und Druckereiwesen"

habe ich unter der genannten Berliner Anschrift die 2 Einträge

Louis Borchardt
Buchdruckerei und Kuvertfabrik (Verlags- und Druckereiwesen)
Gegründet 1902 / Übernahme 1937 / Liq.: 1937   
Lindenstrasse 16 (Kreuzberg)
und
Louis Borchardt Verlagsgesellschaft mbH
Verlag (Verlags- und Druckereiwesen)
Gegründet 1924 / Liq.: 1936   
Lindenstrasse 16/17 (Kreuzberg)

gefunden.

Sollte es sich um dasselbe Verlagshaus handeln, ist nun zu recherchieren, ob dies eine "freundschaftliche Übernahme" des in jüdischer Hand befindlichen Verlags war ....

Ich erinnere dabei an das Zitat aus meinem Einstiegspost aus der Festschrift des PAV:

..., dass die Firma 1925 in Stolp gegründet wurde und "sich bis 1944 als bedeutende Druckerei mit angegliedertem Betrieb in Berlin etablierte"


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« Letzte Änderung: 03. Juni 2017, 23:20 von DumbTV »
„Eine ewige Erfahrung lehrt jedoch, daß jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu mißbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.
Wer hätte das gedacht: Sogar die Tugend hat Grenzen nötig. Damit die Macht nicht mißbraucht werden kann, ist es nötig, durch die Anordnung der Dinge zu bewirken, daß die Macht die Macht bremse.“ (Montesquieu)

Online seppl

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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #17 am: 03. Juni 2017, 23:09 »
... darauf, dass die Übernahme vielleicht doch nicht so ganz freundschaftlich stattfand, weist die Übernahme des "Dental-Magazins" (ehem. verlegt von  Borchards Verlagsgesellschaft) schon 1935 durch die E. Gundlach AG. Begründung: Eines der bedeutendsten Gebiete der Volksgesundheit müsse von gegnerischen Einflüssen geschützt werden.

Finger / Keller / Wirsching: Dr. Oetker und der Nationalsozialismus  C.H.Beck S.233
https://books.google.de/books?id=lYvPAQAAQBAJ&pg=PA233&dq=Louis+Borchardt+Verlagsgesellschaft+mbH&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiMrPSfyKLUAhXF3YMKHezWCL8Q6AEIJjAA#v=onepage&q=Louis%20Borchardt%20Verlagsgesellschaft%20mbH&f=false


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« Letzte Änderung: 04. Juni 2017, 08:21 von seppl »
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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #18 am: 04. Juni 2017, 01:42 »
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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #19 am: 04. Juni 2017, 11:02 »
Der stimmungsmäßige Hintergrund in Deutschland um 1937 deutet mehr oder weniger auf Zwangsenteignung oder Zwangsverkauf der Louis Borchardt Verlagsgesellschaft und folgend Übernahme durch den Paul Albrechts Verlag hin:
Zitat
...
Danach (nach 1933)  flaute die Verfolgung zunächst ab. Jüdische Unternehmen wurden zeitweise ausdrücklich nicht benachteiligt, um sensible Wirtschaftszweige nicht zu schädigen. Im März 1935 leitete Julius Streicher jedoch eine weitere Hetzkampagne gegen Juden ein, um die Bevölkerung auf strikte „Rassentrennung“ einzustimmen. Die Nürnberger Gesetze legalisierten diese im September. Zwar stieg die Zahl jüdischer Ausreiseanträge danach nicht wieder an; aber viele jüdische Unternehmer gaben dem Druck nach und verkauften ihre Firmen weit unter Wert oder schieden aus deren Leitung aus. ...

1937 zeichnete sich ein Kurswechsel von der schleichenden Verdrängung der Juden aus der deutschen Privatwirtschaft zu ihrer schnellen Zwangsenteignung durch den Staat ab. Im Januar forderte der „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler erstmals öffentlich die „Entjudung Deutschlands“, ...
Im Oktober wies das „Kampfblatt“ der SS, Das Schwarze Korps, auf die angeblich ungeschmälerte Macht der Juden in Handel und Industrie hin. Diese sei nicht länger zu dulden: Heute brauchen wir keine jüdischen Betriebe mehr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938#Die_Juden-_und_Kriegspolitik_des_NS-Regimes


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« Letzte Änderung: 04. Juni 2017, 11:10 von seppl »
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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #20 am: 24. Juni 2017, 22:05 »
Für eine gewaltsame Übernahme spricht auch folgendes Dokument der Gedenkstätte des Hauses der Wannsee-Konferenz in Berlin:

http://www.ghwk.de/fileadmin/user_upload/pdf-wannsee/downloads/claims_conference_list.pdf

In der langen Liste der jüdischen Personen und Unternehmen, die  Ansprüche aus Schäden durch den Holocaust an Deutschland stellen, taucht der Verlag unter

Zitat
105326 BORCHARDT (KUVERTFABRIK) LOUIS BERLIN LINDENSTR. 016/017

auf.



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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #21 am: 04. Juli 2017, 13:28 »
Etwas ausserhalb des Fadens und erstmal ohne weiteren Zusammenhang:
Nils Albrecht ist CDU-Politiker in Lütjensee.
http://www.cdu-luetjensee.de/personen/nils-albrecht

Zusammenhang mit dem PAV:
http://www.pav.de/de/news/details/powerfrauen-aus-luetjensee.html (Seite 2 rechts unten)
Zitat
Während Dr. Ingrid Toebe-Albrecht bei PAV heute noch „die Hand über allem“ hat und ihr Neffe Nils Albrecht als Geschäftsführer den Druckbereich verantwortet, ist Isabel Höftmann-Toebe als Geschäftsführerin vor allem im Card-Bereich tätig


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« Letzte Änderung: 04. Juli 2017, 21:57 von Bürger »
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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #22 am: 07. Juli 2017, 13:28 »
Es verdichten sich die Indizien, dass der PAV  (Druckdienstleister des Beitragsservice) öffentlich gelogen hat, um die Nazivergangenheit mit Übernahme eines jüdischen Druckbetriebs zu verschleiern.

Sollten wir so einer Firma riesige Datenströme der Bürger Deutschlands anvertrauen?

Noch bis Ende 2005 heisst es auf der Homepage des PAVs , dass 1937 eine Druckerei in Berlin "gebaut" wurde.
https://web.archive.org/web/20051109040654/http://www.pavcard.de:80/deutsch/historie.html

Danach (wayback machine hat ab 2014 die Seite gespeichert) spricht man von einem "angegliederten Betrieb" in Berlin
http://www.pav.de/de/unternehmen/geschichte.html

Mehr zur Wahrheit sprechen die Berliner Telefonbücher von 1937 und 1938. Von wegen Druckerei gebaut!

Unter der Anschrift Lindenstrasse 16 17 in SW68 Berlin befindet sich bis 1937 die Louis Borchardt Buchdruckerei.
https://digital.zlb.de/viewer/image/10089470_1937/282/
Der Eintrag ist im Telefonbuch 1938 nicht mehr vorhanden.

Dafür steht unter genau der Anschrift  Lindenstrasse 16 17 in SW68 Berlin im Telefonbuch ab 1938 der Paul Albrecht´s Verlag Inh. O. Albrecht.
https://digital.zlb.de/viewer/image/10089470_1938/46/
Der Eintrag war im Telefonbuch 1937 noch nicht vorhanden.

siehe Anhang.

Ich weiss nicht, ob ich "angegliedert" perverser finden soll als "gebaut". Das eine ist "Neusprech", das andere wohl glatt gelogen. Aber wie sollte man es sonst ausdrücken, um eine Übernahme im Zuge der Arisierung zu umschreiben?

Oder sollte man nicht doch eher offen damit umgehen? Welche Formulare wurden dort gedruckt? Bekannt ist nur, dass "Bücher und Formulare für Behörden" vom Verlag gedruckt wurden. Wurden auch, wie nach dem "Neubeginn" schon zu der Zeit kassenärztliche Formulare erstellt? Dann schwant mir Fürchterliches...

Im Internet ist die Nazi-Vergangenheit des PAV, der sich nach eigenen Angaben bis 1944 zu einer bedeutenden Druckerei entwickelte, nahezu wie ausgelöscht.



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« Letzte Änderung: 07. Juli 2017, 13:56 von seppl »
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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #23 am: 11. Juli 2017, 09:25 »
Zum Thema "Neuanfang des Verlags in Sandesneben":

Im http://findbuch.amt-sandesneben-nusse.de/sandesneben.html findet sich unter Punkt 074 der Eintrag

Zitat
1947 - 1959 Landerwerb sowie Landpachtung zur Gewinnung von Bauland für die Errichtung einer Buchdruckerei (Paul Albrechts Verlag) und Betriebserweiterung
dabei: Verkauf des Grundstückes der Eheleute Albrecht in Sandesneben (1959)

und davor unter Punkt 073a:

Zitat
1947 - 1951 Grundstücks-Veräußerungssache Theodor Müller-Soenke, Buchhändler aus Sandesneben

Theodor Müller-Soenke, Bibliothekar, ist laut derselben Seite 1945 Bürgermeister/ Gemeindevorsteher oder dessen Stellvertreter in Sandesneben gewesen


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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #24 am: 24. September 2017, 21:04 »
Kleine Aktualität zur Bundestagswahl 2017. Stimmzettel Hamburg wurden gedruckt von:


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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #25 am: 30. Januar 2018, 22:14 »
Kleine Neuigkeit für die weitere Recherche:

Die
Reichsbetriebsnummer
http://www.porzellanfieber.de/Hintergrund_Reichsbetriebsnummern.html
des Paul Albrechts Verlags lautete:

0/0201/5191


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« Letzte Änderung: 30. Januar 2018, 22:22 von seppl »
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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #26 am: 31. Januar 2018, 08:20 »
Ich kann mir vorstellen, was Ziel dieser Recherche ist. Finde es aber nicht sonderlich sinnvoll. Es gibt eine ganze Reihe von Firmen, die sich zu der Zeit nicht mir Ruhm bekleckert haben. Von den Verantwortlichen dürfte da heute aber keiner mehr in Funktion stehen. Also warum das ganze? Wenn der Aufschrei Wirkung zeigt, verschickt die Briefe hinterher ein anderer und mit ganz viel "glück" gibt's noch n Bauernopfer. Und dafür der ganze Aufwand?? Ich bin der Meinung dass es genug rechtliche Baustellen gibt, die Aufwand erfordern und wirkungsvollere Ergebnisse versprechen.


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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #27 am: 31. Januar 2018, 11:49 »
@118AO: Was ich nun nicht verstehe. ist die Sinnhaftigkeit einer solchen Negativantwort. Alle kämpfen hier an vielen Fronten, das Gesamtbild ergibt das Ergebnis.

Viele Verlage haben ihre NS Vergangenheit aufgearbeitet, der PAV Verlag nicht. Wie der PAV Verlag selber in einer älteren Firmenhistorie mitteilt, "entwickelte" er sich während der Nazizeit zu einem bedeutenden Unternehmen. Natürlich gab es nur eine Zeitangabe, die Nazizeit wurde nicht erwähnt ("bis 1945") . Schon diese Mitteilung auf eine Webseite zu stellen, zeugt davon, nichts verstanden zu haben. Auch spricht diese Webseite von einem "angegliederten" Betrieb in Berlin, was 1937 wohl nichts anderes bedeuten konnte, als "Arisierung". Eine Antwort auf die Frage, wie der Betrieb übernommen wurde, gab es nicht.  Auch die Firmenleitung wurde aufgefordert, mal zu recherchieren, was während der Zeit so getrieben wurde.

Diesem Betrieb wird nun vertrauensvoll Daten aller deutschen Einwohner übergeben.

Was kannst Du Dir denn als Sinn der von mir begonnenen Aktion vorstellen? Nur mal so, um drüber reden zu können... Falls es Dir nicht "sinnlos" erscheint...
seppl


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« Letzte Änderung: 31. Januar 2018, 12:02 von seppl »
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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #28 am: 31. Januar 2018, 13:36 »
[...]
Diesem Betrieb wird nun vertrauensvoll Daten aller deutschen Einwohner übergeben.
Was kannst Du Dir denn als Sinn der von mir begonnenen Aktion vorstellen? Nur mal so, um drüber reden zu können... Falls es Dir nicht "sinnlos" erscheint...

... und die haben warscheinlich auch ein Foto von euch, falls in der GKV versichert, PAV stellt für viele Kassen die EGK her und versendet diese dann auch. Es ist wirklich bedenklich, was da so zusammenläuft. >:(


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« Letzte Änderung: 31. Januar 2018, 18:02 von Bürger »

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Re: Kleine Recherche zum Paul Albrechts Verlag / PAV Card
« Antwort #29 am: 31. Januar 2018, 14:16 »
Genau das! Mein Foto der KV lief auch über deren Datenbank!
Bei Anfragen zu einer einfachen Datenauskunft persönlicher Art (aus dem Grund der möglichen Datenzusammenführung) stellte sich mir für heutige Zeiten unglaublicher Widerstand entgegen.


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