Autor Thema: Stiftung empfiehlt ARD und ZDF Verzicht auf Werbung statt auf Gebühren  (Gelesen 1641 mal)

Offline Uwe

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Stiftung empfiehlt ARD und ZDF Verzicht auf Werbung statt auf Gebühren

Quelle: Neue Westfälische 15.09.2019


Zitat
In der Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat die Konrad-Adenauer-Stiftung den Rundfunkgebühren eine tragende Rolle zugesprochen.

[…] Klarer Reformbedarf
Entscheidend sei, dass es allen Bevölkerungsschichten möglich sei, öffentlich-rechtliche Inhalte zu finden und zu konsumieren. „Dass die jüngeren Nutzer immer weniger fernsehen ist noch kein Argument, den Beitrag abzuschaffen", heißt es in der Studie. Es komme darauf an, dass die Jüngeren den Zugang zu neuen Formen der öffentlich-rechtlichen Information und des Programmes hätten. Dies könne Fernsehen, Radio oder ein Internetbeitrag sein. „Die Tatsache wer, wann und wieviel Fernsehen schaut, gehört zur Informationsfreiheit jedes Einzelnen."

Weiterlesen auf:
https://www.nw.de/nachrichten/politik/22561958_Konrad-Adenauer-Stiftung-empfiehlt-ARD-und-ZDF-Verzicht-auf-Werbung-statt-auf-Gebuehren.html


Siehe auch:
Konrad-Adenauer-Stiftung - Analysen und Argumente
Legitimation in digitalen Zeiten
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine Zukunft

Schon lange verhandeln und diskutieren die zuständigen 16 Bundesländer über eine Struktur- und Auftragsreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Gerade bei der jüngeren Zielgruppe verlieren die Sender konstant an Akzeptanz, die Frage nach der Legitimation in der zukünftigen Medienlandschaft wird zu Recht gestellt; eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist existenziell für seinen weiteren Fortbestand. Das vorliegende Papier liefert einen kompakten Überblick zur Historie und zum Status quo und gibt Anregungen für ein „öffentlich-rechtliches Update“ zur Anpassung an das digitale Zeitalter.
von Daphne Wolter
https://www.kas.de/analysen-und-argumente/detail/-/content/legitimation-in-digitalen-zeiten

Zitat
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Daphne Wolter
Koordinatorin Medienpolitik
daphne.wolter@kas.de
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Analysen & Argumente - Nr. 366/ September 2019
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Zitat
Legitimation in digitalen Zeiten
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine Zukunft

Daphne Wolter

›› Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss auch im digitalen Zeitalter Werkzeug und Dienstleister der Demokratie bleiben.

›› Vor dem Hintergrund einer durch den Rundfunkbeitrag gesicherten finanziellen Unabhängigkeit besteht die Notwendigkeit einer geschärften Profilbildung, die sich deutlich von den privaten Medienanbietern abhebt.

›› Das duale Rundfunksystem ist ein multiplorales System geworden, in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Blick auf Glaubwürdigkeit und vertrauenswürdige Informationsquellen eine wichtige Rolle innehat.

›› Das Ergebnis der Struktur- und Auftragsreform muss ein klares „Update“ für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sein: Weniger Quotendruck, weniger Werbedruck und weniger Doppelstrukturen.

Am Ende dann u.a.
Zitat
Impressum

Die Autorin
Die Autorin ist Koordinatorin für Medienpolitik in der Hauptabteilung Politik und Beratung
der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
Daphne Wolter
Koordinatorin Medienpolitik
Hauptabteilung Politik und Beratung
T: +49 30 / 26 996-3607
daphne.wolter@kas.de

[…]

ISBN 978-3-95721-586-4

Der Text dieses Werkes ist lizenziert unter den Bedingungen von „Creative Commons
Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international”, CC BY-SA 4.0
(abrufbar unter: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de).


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Offline nichtmitmirunddir

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„Die Tatsache wer, wann und wieviel Fernsehen schaut, gehört zur Informationsfreiheit jedes Einzelnen."
Was sollte man auch anderes erwarten? Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus:

Konrad-Adenauer-Stiftung (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad-Adenauer-Stiftung
Zitat
Die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. (KAS) ist eine parteinahe Stiftung in der Rechtsform eines Vereins, die ideell der Christlich Demokratischen Union nahesteht und überwiegend durch Mittel des Bundes und der Länder finanziert wird. Im internationalen Vergleich gilt die Konrad-Adenauer-Stiftung als führender Think-Tank (Denkfabrik) Deutschlands und als einer der einflussreichsten Think-Tanks der Welt.[5] Seit 1. Januar 2018 hat der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert den Vorsitz inne, Generalsekretär ist der frühere Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Michael Thielen.

Konrad-Adenauer-Stiftung - Vorstand
https://www.kas.de/vorstand
Zitat
Stand Juni 2019

Prof. Dr. Norbert Lammert
Bundestagspräsident a.D.

Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung

Hermann Gröhe MdB
Bundesminister a. D., stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,

Stellvertretender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung

Hildigund Neubert
Staatssekretärin a. D.,

Stellvertretende Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung

Prof. Dr. Beate Neuss
Stellvertretende Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung


Prof. Dr. Bernhard Vogel
Ministerpräsident a. D.

Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung

Michael Thielen
Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung

Dr. Christoph Brand
Schatzmeister der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

[...]


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« Letzte Änderung: 17. September 2019, 00:45 von Bürger »
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"Aus einer schlechten Verbindung kann man sich schwerer lösen als aus einer guten." G eorge E rnest Z uccherro

Offline U15000

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In der Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat die Konrad-Adenauer-Stiftung den Rundfunkgebühren eine tragende Rolle zugesprochen.
Nach dem ich nachschaute, ich wollte es nicht glauben, die Meldung ist tatsächlich aus 2019.
Der Elfenbeinturm befindet sich gedanklich noch immer im Rundfunkgebührenzeitalter.

„Die Tatsache wer, wann und wieviel Fernsehen schaut, gehört zur Informationsfreiheit jedes Einzelnen."
Die Tatsache wer, wann und wieviel Informationen einkaufen will, gehört zur Privatautonomie jedes einzelnen Bürgers.


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« Letzte Änderung: 17. September 2019, 00:21 von Bürger »
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mi faccio gli affari miei, e non giudico nessuno

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    • Protest + Widerstand gegen ARD, ZDF, GEZ, KEF, ÖRR, Rundfunkgebühren, Rundfunkbeitrag, Rundfunkstaatsvertrag:
Zum Zwecke der zielgerichteten Diskussion siehe bitte auch ergänzte Publikationsangaben im Einstiegsbeitrag:
[...]
Siehe auch
Konrad-Adenauer-Stiftung - Analysen und Argumente
Legitimation in digitalen Zeiten
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine Zukunft

Schon lange verhandeln und diskutieren die zuständigen 16 Bundesländer über eine Struktur- und Auftragsreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Gerade bei der jüngeren Zielgruppe verlieren die Sender konstant an Akzeptanz, die Frage nach der Legitimation in der zukünftigen Medienlandschaft wird zu Recht gestellt; eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist existenziell für seinen weiteren Fortbestand. Das vorliegende Papier liefert einen kompakten Überblick zur Historie und zum Status quo und gibt Anregungen für ein „öffentlich-rechtliches Update“ zur Anpassung an das digitale Zeitalter.
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https://www.kas.de/analysen-und-argumente/detail/-/content/legitimation-in-digitalen-zeiten

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Zitat
Legitimation in digitalen Zeiten
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine Zukunft

Daphne Wolter

›› Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss auch im digitalen Zeitalter Werkzeug und Dienstleister der
Demokratie bleiben.

›› Vor dem Hintergrund einer durch den Rundfunkbeitrag gesicherten finanziellen Unabhängigkeit
besteht die Notwendigkeit einer geschärften Profilbildung, die sich deutlich von den privaten Medienanbietern abhebt.

›› Das duale Rundfunksystem ist ein multiplorales System geworden, in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Blick auf Glaubwürdigkeit und vertrauenswürdige Informationsquellen eine wichtige Rolle innehat.

›› Das Ergebnis der Struktur- und Auftragsreform muss ein klares „Update“ für den öffentlich-rechtlichen
Rundfunk sein: Weniger Quotendruck, weniger Werbedruck und weniger Doppelstrukturen.

Am Ende dann u.a.
Zitat
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Die Autorin
Die Autorin ist Koordinatorin für Medienpolitik in der Hauptabteilung Politik und Beratung
der Konrad-Adenauer-Stiftung.

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Und ja, auch in dem Dokument ist an mind. einer Stelle der alte Begriff "Rundfunkgebühr" mit aktuellem Bezug verwendet worden (S. 6, "Aktuelle Diskussion: Die Struktur- und Auftragsreform"):
Zitat
[...] Ein alarmierendes Ergebnis einer aktuellen Studie ist, dass der öffentliche Rundfunk bezüglich der Vermittlung von Nachrichten und Informationen vor Generationenabriss steht. Danach werden Menschen unter 25 Jahren kaum noch erreicht.14 Doch auch sie zahlen die Rundfunkgebühr und haben ein Recht darauf, die öffentlich-rechtlichen Inhalte zu konsumieren. [...]
::)


Bezüglich der neben der ARD/ dem "Ersten" (völlig verzichtbaren) "Dppelstruktur" namens "ZDF" hingegen kein Sterbenswörtchen - trotz dessen dass die Stiftung den Namen desjenigen trägt, der mit seinen damaligen Bestrebungen maßgeblich für die spätere Schaffung des ZDF sorgte:
ZDF - Vorgeschichte (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/ZDF#Vorgeschichte
Zitat
Noch vor der Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949 bestanden bereits einige Rundfunkanstalten. Konrad Adenauer betrachtete Rundfunk, Radio und Fernsehen als „politisches Führungsmittel“ und versuchte, auf die bestehende Rundfunkordnung Einfluss zu nehmen. Die Ziele des Bundes waren ein gesamtdeutscher und ein internationaler Radiosender sowie ein zweites Fernsehprogramm, zunächst unter der Freies Fernsehen Gesellschaft GmbH; die auch aufgrund ihrer Staatsnähe von Kritikern als Adenauer-Fernsehen bezeichnet wurde.[3] Am 30. September 1959 verabschiedete das Bundeskabinett den „Entwurf eines Gesetzes über den Rundfunk“. Am 25. Juli 1960 wurde sodann die Deutschland-Fernsehen GmbH zum Betrieb des zweiten Fernsehprogramms gegründet. Einige Bundesländer riefen daraufhin das Bundesverfassungsgericht auf, um die Kompetenz von Bund und Ländern zur Gründung neuer Rundfunkanstalten prüfen zu lassen.[4]

Nachdem das Bundesverfassungsgericht im 1. Rundfunk-Urteil vom 28. Februar 1961 das sogenannte „Adenauer-Fernsehen“ (die Deutschland-Fernsehen GmbH) untersagt hatte und die volle Rundfunkkompetenz den Ländern zusprach, beschlossen die Länder im März 1961 unabhängig von den bisherigen Anstalten, eine zentrale gemeinnützige Fernsehanstalt des öffentlichen Rechts zu gründen. Am 6. Juni 1961 unterzeichneten die Ministerpräsidenten auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Stuttgart den Staatsvertrag über die „Errichtung der Anstalt des öffentlichen Rechts Zweites Deutsches Fernsehen“.
 [...]

Dies jedoch nur als hier bitte allenfalls mit konkretem Bezug zum Eingangs erwähnten/ verlinkten Dokument zu diskutierende Hintergrund-Information, die hier nicht themenbestimmend werden soll.
Danke für allerseitiges Verständnis und Berücksichtigung.


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Offline marx

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Dem Papier der KAS, das den Untertitel trägt "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine Zukunft", zufolge hat der aktuelle ÖRR diese Zukunft bereits verspielt. Die Studie hinterläßt nicht den Eindruck, die Union hätte wirksame Antworten auf das erkannte Relevanzproblem.

Die Autorin bemerkt, dass etwas abreißt:

Zitat von: Seite 6
Ein alarmierendes Ergebnis einer aktuellen Studie ist, dass der öffentliche Rundfunk bezüglich der Vermittlung von Nachrichten und Informationen vor Generationenabriss steht. Danach werden Menschen unter 25 Jahren kaum noch erreicht.

Heil sieht die Autorin in einer von einem Algorithmus erzwungenen Stabilisierung des Vertrauens.

Zitat von: Fazit, Seite 10
Mit der Technik der künstlichen Intelligenz hat die nächste Phase des digitalen Wandels bereits begonnen, ohne dass die digitalen Weichen für das bestehende Rundfunksystem schon klar strukturiert sind. Gerade für Angebote mit journalistischem Hintergrund brauchen wir einen möglichst breiten Zugang, auf den möglichst viele Menschen möglichst lange verweilen. [sic!]  Gleichzeitig muss der Journalismus in einer volldigitalisierten Welt dem Allgemeinwohl verpflichtet sein: Ein Algorithmus, der auf öffentlich-rechtliche Grundversorgung programmiert ist, könnte das auch in den sogenannten sozialen Medien erreichen, ohne einen seriösen Anspruch zu verlieren und gleichzeitig das Vertrauen der Menschen in Medien weiter zu stabilisieren. In die Entwicklung solcher journalistischen Produkte sollten aber neben technischen und juristischen auch ethische Aspekte mit einbezogen werden.

Im alles rettenden Algorithmus liegt ihre große Hoffnung.

Allerdings möchte die Autorin keinesfalls auf Degeto-Beeinflussung & Co. verzichten. Sie widersetzt sich trotzig dem Urteil des BVerfG vom 18. Juli 2018 (das darlegte, worin der die Bebeitragung rechtfertigende Vorteil liegt) und bekennt sich zur Massenbelehrung:

Zitat von: Seite 8
Daher gilt es nun, sich gemeinsam mit allen Beteiligten mit der Gestaltung eines zeitgemäßen Auftrags auseinanderzusetzen und die Fernsehprogramme entsprechend zu gestalten. Allerdings: Eine unter scharfen Kritikern [Anm.: das BVerfG u. a.] verbreitete Forderung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf die Bereiche Information, Bildung und Kultur zu beschränken, verkennt, dass auch unterhaltende Programme Meinungsrelevanz besitzen.

„Fiktionale Inhalte besitzen Meinungsrelevanz.“

Sie begründet wie folgt:

Zitat von: Seite 8
So werden in fiktionalen Programmen relevante gesellschaftliche, politische oder geschichtliche Zusammenhänge aufgegriffen und die Hintergründe erklärt und diskutiert. In historischen Filmen oder Serien zum aktuellen Zeitgeschehen werden wichtige gesellschaftliche Themen aufbereitet und zentrale gesellschaftliche Fragen behandelt. Nicht nur Nachrichten haben eine gesellschaftspolitische Funktion, auch fiktionale Inhalte besitzen Meinungsrelevanz und gehören somit zum Grundversorgungsauftrag.

Das Urteil des BVerfG vom 18. Juli 2018 schließt eine Beitragsfinanzierung für fiktionale Inhalte aus. Das Beitragzurückbehaltungsrecht sollte jeder ausüben, der wirklich Interesse an rechtskonformen ÖRR-Inhalten hat (und eine Reform beschleunigen möchte).

Das derzeitige Finanzierungsmodell in Frage zu stellen, wagt sich die Autorin nur zaghaft:

Zitat von: Seite 8
Im Moment dreht sich bei der Debatte um die aktuelle Strukturreform fast alles um den wenig klaren Begriff der Beitragsstabilität. Im Vordergrund stehen also der Rundfunkbeitrag und das geeignete Finanzierungsmodell sowie damit einhergehend Strukturveränderungen mit Einsparungspotenzialen. Das darf aber nicht die einzige Stoßrichtung sein: Die zentrale Frage sollte sich vielmehr um die Inhalte und Profile der Sender von ARD und ZDF drehen. Eine inhaltliche und quantitative Definition des Grundversorgungsauftrags und eine klare Abgrenzung zu den kommerziellen Angeboten sind längst überfällig. Medienpolitiker der Union fordern seit einiger Zeit, dass sich ARD und ZDF auf ihren Auftrag besinnen sollten.

So wird das nichts, liebe Union. Ihr müßt schon ran an den Speck! (Aber nicht an unseren.) Lest das Urteil des BVerfG vom 18. Juli 2018! Macht Euch mit der Funktion vertraut, welche für eine Bebeitragung zu jeder Zeit in jeder Beitragsperiode ausschließlich erfüllt sein muss. (Ihr könnt nicht Degeto-Gülle durch die Leitung pumpen, wenn klares Wasser auf der Rechnung steht.)

[Dann schalten die Leute ab.]

[Oder meutern.]


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« Letzte Änderung: 17. September 2019, 09:37 von DumbTV »

Offline pjotre

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"Ich lache mich toooooooot"!!!!!!!!!!!!
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Eine erkennbar geniale Autoren hat entdeckt, dass so ein virtuelles Ding namens "Algorithmus" mit so einer überirdischen Sache "künstliche Intelligenz"
die so berühmten "jungen Leute" wieder dazu bestimmen könnte, "Rundfunk" zu konsumieren?
(Eine Generation, bei denen der Stimmenanteil der Union gerade in den Keller zu rutschen begann?)


Jeder, der im Leben schon einmal selber intelligente Software zu programmieren erlernte,
---------------------------------------------------------
würde jeder von diesen der Autorin empfehlen: "Schusterin, bleib bei deinen Leisten!" ...?
Es ist immer schön, Experten zu hören, vorausgesetzt, dass sie von etwas dozieren, was sie gut begreifen?


Können wir die Studie kurz mit einem Satz ein wenig raffen?
--------------------------------------
"Wir CDU wünschen, dass auch zukünftig das Staatsfernsehen unserer CDU die Konkurrenz anderer Parteien möglichst gut vom Hals hält - diese in der Parteienfinanzierung nicht erfasste Dauer-Wahlkampfwerbung." ... ?
Der Rest vom Text ist Pflichtübung, dies andersartig in die Tiefe greifend zu begründen?

Oder sehe ich das falsch? Bitte, verehrte Autorin, ihre Gegenmeinung sei gehört, dies Forum steht auch ihnen offen, Ihr Werk und seine Qualität zu verteidigen - und wenn nachvollziehbar möglich, werden wir alle es nachvollziehen und würdigen.

Bei dieser Gelegenheit würde ich auch mal rasch erfahren, was Sie davon halten, dass das strikte Gebot "existenzminimum ist unantastbar" (Artikel 1 Gundgesetz) gegenüber 10 Prozent der Bevölkerung mit prekären Einkommen durch den segensreichen Rundfunkbeitrag missachtet wird.

Darf ich an das "C" in CDU / CSU erinnern? War das nicht mal so ein Kram mit Nächstenliebe usw. in der Verpackung mit drin beim "C"-hristentum? Eine 100 % würdige Aufgabe ihrer finanziell hoch dotierten Stiftung, dass die auskömmlich Bezahlten dort sich mal um die "andere Sorte Mensch im Land" kümmern?

Wie wäre es mit einer Studie, wieso diese Rechtsverletzung sofort zu enden hat? Vieleicht bekommen die "C"-Parteien dann wieder etwas mehr Wählerstimmen bei den rund 50 Prozent mit Geringeinkommen bei ben "Jüngeren" im Land? Geniale Idee? Drauf muss man erst einmal kommen?


Und ich bin stolz als Deutscher, erfahren zu haben durch diesen Thread,
----------------------------------------------------------------
dass wir einen weltweit beachteten "Thinktank" haben. Konrad Adenauer ist hierdurch nun weltweit beachteter Begriff aller Führenden von New York über Moskau bis nach Peking und ist bei jeder Konferenz in aller Mund?


Auch, wie traurig wäre dies Leben, wenn wir nicht den Reality-Satire-Show dieses Forums hätten,
-------------------------------------------------------------------------------------------
wo uns Sachen aufgetischt werden, auf die wir selber nie im Traum gekommen werden.
"Rundfunk" für die Jüngeren wieder attraktiv machen durch einen "Algorithmus" der "Künstlichen Intelligenz".
Diese Empfehlung als gültige wissenschaftliche Leistung verdient unsere gemeinsame Hochachtung.


(Vorstehender Text ist durch die Satirefreiheit und Meinungsfreiheit gedeckt. Er erfolgte in der Annahme, dass der Mangel an Ernsthaftigkeit nicht verkannt werden könne.)


Edit "Bürger":
Zu "Algorithmen" siehe im Forum u.a. auch unter
Algorithmen als neue Feindbilder zur Rechtfertigung des "Rundfunkbeitrags"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28927.0.html
Algorithmen und digitale Macht: Nicht Laissez-faire, sondern handeln (10/2018)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28926.0.html


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« Letzte Änderung: 17. September 2019, 14:20 von Bürger »
"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
Deine Worte weht der Wind ins Nirvana des ewigen Vergessens. Willst du die Welt wandeln, so musst du handeln. Um Böses abzuschaffen, Paragrafen sind deine Waffen.

Offline Winkelmann

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Zitat von: Fazit, Seite 10
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Künstliche Intelligenz sieht vor, dass sich die Algorithmen selbst programmieren.
Es gibt Berichte, dass KI so gar nicht politisch und ideologisch korrekt handelt, gar rassistisch ist.
newscientist.com, 12.04.2018, updated 27.04.2018
Discriminating algorithms: 5 times AI showed prejudice
Artificial intelligence is supposed to make life easier for us all – but it is also prone to amplify sexist and racist biases from the real world […]
https://www.newscientist.com/article/2166207-discriminating-algorithms-5-times-ai-showed-prejudice/

Nun, die Autorin hat anscheinend gar nicht verstanden, was KI ist, sie unterscheidet nicht zwischen KI und Algorithmen. Sie möchte den Algorithmus selbst programmieren.

Nicht überraschend, so geht man ja auch mit dem Publikum um, das hat zu Schauen und zu Denken was man für richtig hält.
Ein frei handelnder Algorithmus wäre wohl verheerend für den ÖR.
Ich selbst habe meinem YouTube sofort abgewöhnt, mir ÖR Inhalte vorzuschlagen. Es gab da eindeutig Mitte des Jahres eine Kampagne, plötzlich tauchten Nachrichten, Lesch, usw. auf. Diese Leute bekommen schon zwangsweise Geld, meine Aufmerksamkeit nicht.

Das Thema KI ist groß. KI wird Entscheidungen produzieren, bei denen niemand mehr sagen kann, wie sie zu Stande gekommen sind. Sie werden unser Leben bestimmen, ob sie von Menschen im Hintergrund bestimmt werden, oder tatsächlich durch KI, ist für den Einzelnen im Endeffekt nicht relevant. Demokratisch ist das Ganze jedenfalls nicht.


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« Letzte Änderung: 28. September 2019, 19:29 von Bürger »
Chef eines Möbel- und Dekorationsgeschäfts

Offline Josef-NRW

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Konrad-Adenauer-Stiftung - Vorstand
https://www.kas.de/vorstand

> Ist das nicht zu nah an der Politik ?


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« Letzte Änderung: 28. September 2019, 19:28 von Bürger »

Offline drboe

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> Ist das nicht zu nah an der Politik ?
Wie kommst du denn darauf? Die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. ist eine parteinahe Stiftung in der Rechtsform eines Vereins, die der Christlich Demokratischen Union (CDU) nahesteht und überwiegend durch Mittel des Bundes und der Länder finanziert wird. Und die CDU als "Kanzlerwahlverein" ist ja bekanntlich garantiert völlig unpolitisch! ;D

M. Boettcher


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« Letzte Änderung: 28. September 2019, 19:29 von Bürger »
Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

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