Autor Thema: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll  (Gelesen 24411 mal)

Offline pjotre

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #30 am: 13. Februar 2019, 13:34 »
Der Komplett-Text wurde durch Berliner e.V. (NGO) sofort angefordert.
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Die Anfrage durch einen anderen über fragdenstaat ist ebenfalls gut. Irgendwie werden wir den Text bekommen.


Presse: Hier vorhanden:
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Analysen TAGESSSPIEGEL und WELT.
Reicht eigentlich - naja, vielleicht findet die FAZ das auch noch eines Satire-Kommentars würdig.


Vielen Dank für die überlegene Intelligenz bei ARD, München.
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Wir warteten sehnsüchtig, dass unser ständiger Vorwurf von ARD als Manipulatinstrument beweisbar ist. Danke! So gut hätten wir das mit unserer schwachen Intelligenz nie hinbekommen. Endlich haben wir das Nötige beweiskräftig für unsere Gerichtsverfahren.

Jetzt sind wir viel kompletter für Anträge auf Befreiung aus Gewissensgründen. Alle Richter haben mal Orwell'sche Texte gelesen.
Ex-Regierungssprecher Wilhelm in München, ARD München liefert den erkenntnistheoretischen Unterbau "Wahrheits-Ministerium" komplett?

So ein Eigentor - und wetten, die haben das noch gar nicht kapiert, so sehr glauben sie selber an ihren ARD-Neusprech nach jahrelanger Eigen-Gewöhnung. Wenn echte Unternehmer so etwas machen lassen, die sind wenigstens ausreichend professionell, das als internes Diskussionsmodell unter Verschluss zu halten.


Und dann die Wissenschaftlerin.
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o.k., diese Texte sind ganz offenkundig also Wissenschaft. Man lernt immer dazu.
Lebt und arbeitet in Berlin und "leiht" den Ortsnamen Berkeley aus? Sehe ich das richtig oder irre ich?

Und immerhin "Institut".... Nur 1 Person oder mehrere? Wer weiß mehr? Welche Straßenadresse hat das wissenschaftliche Institut in Berlin? Welche Telefonnummer hat das Institut beispielsweise für Presseanfragen?
Ist eigentlich ihr USA-Dr. (ist ja wohl und das wäre durchaus verdient und anerkennenswert) bereits durch im deutschen Anerkennungsverfahren?
 
Wer Fakteninformation hat, bitte übermitteln. Falls kritische Info, nicht im öffentlichen Forum, sondern per PM.
 


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Offline Zeitungsbezahler

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #31 am: 13. Februar 2019, 14:28 »
...
Und dann die Wissenschaftlerin.
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o.k., diese Texte sind ganz offenkundig also Wissenschaft. Man lernt immer dazu.
Lebt und arbeitet in Berlin und "leiht" den Ortsnamen Berkeley aus? Sehe ich das richtig oder irre ich?

Und immerhin "Institut".... Nur 1 Person oder mehrere? Wer weiß mehr? Welche Straßenadresse hat das wissenschaftliche Institut in Berlin? Welche Telefonnummer hat das Institut beispielsweise für Presseanfragen?
Ist eigentlich ihr USA-Dr. (ist ja wohl und das wäre durchaus verdient und anerkennenswert) bereits durch im deutschen Anerkennungsverfahren?
 
Wer Fakteninformation hat, bitte übermitteln. Falls kritische Info, nicht im öffentlichen Forum, sondern per PM.

Ja, schon komisch, kein Impressum aber reichlich Referenzen von hiesigen Organisationen oder Unternehmen, da müßte man wohl dort mal nachfragen, wer da die Rechnung geschrieben hat für seine "Beratung".
Im Handelsregister gibt es dazu nichts, so daß eine Unternehmensform oder ein eingetragener Kaufmann schonmal ausscheidet.
Also tippe ich auf Einzelunternehmerin mit Fantasiebezeichnung, die als Honorarkraft ihre Texte schreibt.
Es könnte sein, daß sie noch angestellte oder freiberufliche Mitarbeiterin der Berkeley Universität ist und diesen Namen deshalb verwenden darf, wobei mich da das fehlende Impressum auf den ach so seriösen Seiten verwundert, wenn man seine persönliche Anschrift nicht preisgeben möchte, kann sich der Firmensitz, an dem man sich die Post zustellen lässt, ja auch woanders befinden.

Die Erkenntnisse der Frau in Ehren, wer bei Schulz Thun lernen durfte, sollte was auf dem Kasten haben, ihre Bücher wird auch kein Ghostwriter geschrieben haben und insgesamt ist die "echt".
Nur sind die Umstände mit dem ARD-Gutachten und der mangelnden Firmierung suspekt.
Aber vielleicht hat einer von euch gute Kontakte zu den Referenzen und fragt da mal gezielt nach...


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« Letzte Änderung: 13. Februar 2019, 23:22 von Bürger »

Offline PersonX

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #32 am: 13. Februar 2019, 15:47 »
Die Seite framinginstitute.org - ganz ohne alles ;) - unterliegt sicherlich nicht deutschem Recht, dass sollte klar sein, also auch die Gründe, warum das so ist.

https://whois.icann.org/en/lookup?name=framinginstitute.org
gibt es vielleicht auch erst seit 2017

Zitat
Registrar URL: http://www.tucows.comUpdated Date: 2018-03-02T09:38:10Z
Creation Date: 2017-03-09T01:56:18ZRegistrant Organization: Contact Privacy Inc. Customer 0147663892
-->weiterer Kontakt, dann wahrscheinlich
https://contactprivacy.com/

-----------------------------------------------------------------------------------------------
Warum sollte man so etwas, also das "framing" wichtig finden?
Das Problem ist, dass solches Vorgehen sicherlich weiter abfärben wird.
Das Denken und Prüfen der "gebotenen" Information soll durch die Wortwahl verändert werden, denn es wird vielleicht weniger kritisch betrachtet, wenn andere bekannte Bedeutungen zuerst in Betracht gezogen werden. Wer prüft beim Hören schon, ob es tatsächlich derart ist.

Bezogen auf die Webseite dürfte das Wort "institute" bereits framing sein.
Zitat
instituteDictionary result for institute/??nst?tju?t/noun
noun: institute; plural noun: institutes
  • 1. an organization having a particular purpose, especially one that is involved with science, education, or a specific profession."the Institute of Architects"
synonyms:
  • organization, establishment, institution, foundation, centre; Moreacademy, school, college, university, conservatory, seminary, centre of learning, seat of learning; society, association, federation, group, circle, fellowship, body, league, union, alliance, guild, consortium, concern, corporation "a research institute"
       
    • 2. archaica commentary, treatise, or summary of principles, especially concerning law."Coke's Institutes of the Laws of England"
und nicht verwechseln mit
https://www.frameworksinstitute.org/


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« Letzte Änderung: 13. Februar 2019, 23:24 von Bürger »
Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline ChrisLPZ

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #33 am: 13. Februar 2019, 17:02 »
oder auch:
Welt (Welt+ Abo) bzw. Printausgabe Die Welt Nr.36 - Dienstag 12.02.2019 - auf Seite 2 (!)
Internes Handbuch - Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will
Von Christian Meier

Zitate aus dem Artikel der Welt:
Zitat von: Welt, 12.02.2019
bereits unter dem ARD-Vorsitz des MDR – die Vorsitzende der ARD war 2016 und 2017 die MDR-Intendantin Karola Wille – habe man laut Pfab angefangen, sich „intensiver damit auseinander zu setzen, welche Rolle Sprache spielt“.
https://www.welt.de/kultur/medien/plus188590441/Kampf-um-Rundfunkbeitrag-So-will-die-ARD-die-Buerger-beeinflussen.html

Man erinnere sich auch an diesen "geframeten" (in der Printausgabe annähernd ganzseitigen) Gastbeitrag von Frau Wille in der Welt vom 01.10.2017:

Welt, 01.10.2017

MEINUNG - Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
„Die ARD ist nah bei den Menschen“

Von Karola Wille

Zitat
Die ARD gehört uns allen gemeinsam und ist das freie mediale Forum für alle Menschen und die Vielfalt der Meinungen in unserer Gesellschaft. Es scheint, als wäre manchen die Gewissheit abhandengekommen, was wir – auch aus historischen Gründen – am freien, von allen in unserem Land ermöglichten föderalen Verbund aus Fernsehen, Radio und Online-Inhalten haben.

In den heutigen Zeiten stellt sich die Frage, wie man den Zusammenhalt der Gesellschaft befördern, Brücken der Verständigung bauen und das gemeinsame Wertefundament sichern kann, dringlicher denn je. Wie Gesamtöffentlichkeit organisiert und ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindert werden kann.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dient der Gesellschaft. Sein Auftrag ist darauf ausgerichtet, den für eine Demokratie unverzichtbaren gesellschaftlichen Diskurs zu befördern und die freie Meinungsbildung zu sichern und Angebotsvielfalt in verlässlich hoher Qualität herzustellen.

Die solidarische Finanzierung durch die Gemeinschaft schafft die Grundlage dafür, dass er frei ist von kommerziellen und politischen Abhängigkeiten und allein dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind für alle Bürger gleichermaßen zugänglich, bieten Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung für jeden, bilden unsere Kultur und unseren Alltag ab. [..]

Weiterlesen auf:
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article169213287/Die-ARD-ist-nah-bei-den-Menschen.html


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Offline ChrisLPZ

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #34 am: 13. Februar 2019, 17:14 »

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/focus_online.png

Focus, 13.02.2019

GEZ-Gegner wirft ARD sprachliche Manipulation vor - Medienexperte hält dagegen

Die ARD hat ein Expertengutachten erstellen lassen, das dem Sender Ratschläge zur Image-Verbesserung erteilt. Mitarbeiter sollen mit Hilfe der „Framing“-Methode GEZ-Gegner sprachlich beeinflussen. Medienexperte Jo Groebel hält das für unproblematisch, Beitragsgegner René Ketterer Kleinsteuber ist fassungslos.

Zitat
Gegner: "Unmut so nicht zu besänftigen"
[…] „Das ist eine bodenlose Frechheit“, sagt Ketterer Kleinsteuber zu FOCUS Online. Er betreibt das Internetportal „online-boykott.de“ in Baden-Württemberg. Der öffentlich-rechtliche Sender würde durch solche Gutachten die GEZ-Gegner nur weiter gegen sich aufhetzen. „Der Unmut der Menschen ist so nicht zu besänftigen.“ […]

Medienexperte Jo Groebel** hält das Expertengutachten dagegen für unproblematisch. „Überzeugung mit moralischen Argumenten hat nichts mit Manipulation zu tun. Es ist ganz normal, dass Firmen ihre Mitarbeiter mit Argumenten auf Kritiker vorbereiten. Da steckt nichts Manipulatives dahinter“, sagt Groebel im Gespräch mit FOCUS Online.
Zudem sei „Framing“ keine unbekannte Kommunikationsmethode. Viele Firmen würden sich diese Technik zur Nutze machen. „Warum dann nicht auch die ARD?“ […]

Argumente verständlich darstellen
[…]
Beitragsservice immer wieder in der Kritik
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html

** Jo Groebel
Zitat
Franz-Josef[1] „Jo“ Groebel (* 11. November 1950 in Jülich) ist ein deutscher Medienpsychologe. […]
Jo Groebel gilt als einer der Begründer der modernen Medienpsychologie und der Fernsehforschung der 1980er und 1990er Jahre […]

Kontroversen
Für seine Amtsführung als Generaldirektor des EIM, das zum Jahresende 2004 sämtliche zwölf Mitarbeiter entlassen musste, während allein Groebels Dienstvertrag weiter lief,[8] wurde er von Mitgliedern des internationalen Aufsichtsrates scharf kritisiert.[9] Groebel selbst erklärte das Ende des seit 1991 in Düsseldorf aktiven Instituts mit der schwierigen Konjunkturlage in den Medien.[10][…]

Zweifel an der Unabhängigkeit
Im Dezember 2015 erschien im Magazin Stern unter dem Titel „Der Medien-Professor und seine PR-Connection“ ein kritischer Artikel über Groebel. So trete er bei verschiedenen Anlässen als „Direktor des Deutschen Digital Instituts (DDI)“ auf. Nach Recherchen des Stern käme der Verdacht auf, dass es sich bei diesem Institut um ein „verdecktes Anhängsel der Berliner PR- und Lobby-Agentur WMP Eurocom“ handelt. So ist die Agentur Inhaber der Website-Domain des DDI und die Büroadresse ist bei beiden gleich. […]

Als Haupt- oder Koautor
[…]
mit Walter Klingler: Kinder und Medien 1990: eine Studie der ARD/ZDF-Medienkommission. Unter Mitarbeit von Imme Horn und Karen Schönenberg, Nomos, Baden Baden 1994 […]
https://de.wikipedia.org/wiki/Jo_Groebel

Danke an User fox für den Hinweis.


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« Letzte Änderung: 13. Februar 2019, 17:29 von ChrisLPZ »

Offline marx

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #35 am: 13. Februar 2019, 17:50 »
Die Rundfunkgemeinschaft, die sich hier so sehr in den Fokus rückt, übt ja die Rundfunkfreiheit nicht im luftleeren Raum aus:

Zitat
In der Möglichkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Funktion 

durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen (die Fakten und Meinungen auseinanderhalten) die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden

zu nutzen, liegt der die Erhebung des Rundfunkbeitrags rechtfertigende individuelle Vorteil
.

(Dank gilt dem BVerfG für die glasklare Formulierung, vgl. BVerfG v. 18.7.2018, Rn 80 f.)



Nun, jeder der folgenden Gründe schließt die Möglichkeit der vorbezeichneten Nutzung objektiv aus:

  • Die in Rn. 80 beschriebene Funktion wird mehrheitlich nicht erfüllt.
  • Aus persönlichen Gründen ist eine Nutzung des Rundfunks ausgeschlossen.
  • Aus technischen Gründen ist eine Nutzung des Rundfunks ausgeschlossen.

Dass Grund #1 tatsächlich für großen Unmut sorgt, sollte der „gemeinsamen, freien“ Rundfunkgemeinschaft zu denken geben: in das Programm einfließendes Framing, Wording und Co. sind krasses Gegenteil der in Rn. 80 beschriebenen Anforderungen an die Funktionsweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Sollte der Nachweis gerichtsfest gelingen, wäre es das Aus für die Erhebung des Beitrages. Sollten weitere solche Gutachten, Manuals und Handlungsanweisungen existieren, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt für weitere Leaks.

Ein geplatztes „Glaubwürdigkeitskonto“ (Wille/Schlesinger: „Glaubwürdigkeit und Verantwortung des öff.-rechtl. Rundfunks“, re:publica 2017) wäre neben vielen anderen zum Beispiel eine sehr nachvollziehbare Ursache für Grund #2. Ein Medium, dem man nicht vertrauen kann, ist objektiv für die Nutzung ungeeignet.

Individell könnte sich dann in fiktiven Fällen Grund #3 als Folge der anderen Gründe ergeben oder längst ergeben haben.

Liegen alle drei Gründe vor, nennt man das einen Strike. Rundfunkfreiheit ist neu definiert.

Anträgen auf Befreiung aufgrund objektiven Fehlens der Möglichkeit, den Rundfunk (in seiner eigentlichen Bestimmung) nutzen zu können, wäre stattzugeben.

Für den fiktiven Fall, dass diese Strategie gewählt und von der Anstalt abschlägig beschieden würde, ergäben sich äußerst interessante Möglichkeiten der phantasievollen Verhandlungsführung.


Edit "Bürger":
Fortgeführte Diskussion zum sich aus diesem Beitrag ergebenden Spezial-Thema bitte nunmehr unter
"Framing" im Bruderurteil (BVerfG-Urteil vom 18.7.2018)?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30184.0.html
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 16. Februar 2019, 20:33 von Bürger »

Offline drboe

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  • Ersatzmaßstab Wohnung: das BVerfG erklärt die Welt
Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #36 am: 13. Februar 2019, 18:37 »
Zitat
Medienexperte Jo Groebel hält das Expertengutachten dagegen für unproblematisch. „Überzeugung mit moralischen Argumenten hat nichts mit Manipulation zu tun. Es ist ganz normal, dass Firmen ihre Mitarbeiter mit Argumenten auf Kritiker vorbereiten. Da steckt nichts Manipulatives dahinter“, sagt Groebel im Gespräch mit FOCUS Online.

Zudem sei „Framing“ keine unbekannte Kommunikationsmethode. Viele Firmen würden sich diese Technik zur Nutze machen. „Warum dann nicht auch die ARD?“
Quelle: im Beitrag verlinkter Artikel des Focus

Ja nee, ist klar. Nur ein Medienexperte kann die einzig gültige Wahrheit über ein Expertengutachten abgeben. Jeder Zweifel verbietet sich da, wäre reine Blasphemie oder ein Gedankenverbrechen. Der Experte ist offenbar ein Anhänger von Neusprech wie im Roman "1984" und hält den öffentlich-rechtlichen Rundfunk womöglich für eine Abteilung des "Ministeriums für Wahrheit".

"Lieber Gott, mach' mich bitte zum Experten! Auf dass meine Expertise unbezweifelbar und überall vernommen werde! Amen!"  8)

M. Boettcher


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« Letzte Änderung: 13. Februar 2019, 23:31 von Bürger »
Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline volkuhl

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #37 am: 13. Februar 2019, 19:33 »
Ich habe mich schon des öfteren gefragt, wie man eigentlich "Terror-Experte" wird.
Muss man das studieren, oder reicht da eine Anstellung beim öffrech?
Oder wird man dafür auch nur "geframed"?


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« Letzte Änderung: 13. Februar 2019, 23:32 von Bürger »
Bremische Verfassung:
Artikel 19 [Widerstandrecht und -pflicht]
Wenn die in der Verfassung festgelegten Menschenrechte durch die öffentliche Gewalt verfassungswidrig angetastet werden, ist Widerstand jedermanns Recht und Pflicht.


Rundfunkbeitragsgegner = Grundrechtsverteidiger!

Einfach.
Für alle.
Einfach nicht zahlen.

Offline Winkelmann

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #38 am: 13. Februar 2019, 20:01 »
Was bitte, ist ein "International Framing Institute"?

Ich halte auch dieses Papier für eine Kampagne. Warum ist es am 11. an die Öffentlichkeit geraten? Vor kurzem hatten wir den Relotius Skandal. Relotius - English Ordinal 119, 33 Jahre alt.

Die Tage haben sich die Nachrichten bezüglich des Finanzsystems verfinstert.
Ein Finanzcrash, und der Druck der schon jetzt aufgebaut wird, wird dazu genutzt werden, die ganze Medienlandschaft zu reformieren. Ob uns gefällt, was dann kommt, ist eine andere Frage.


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« Letzte Änderung: 13. Februar 2019, 23:32 von Bürger »

Offline cook

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #39 am: 13. Februar 2019, 20:33 »
Auch beim unabhängigen Aufklärungsblogger Hadmut Danisch fällt die anti-demokratische Verdunkelungs-Anleitung auf fruchtbaren Boden:

Hadmut Danisch: Das Framing-Handbuch der ARD
http://www.danisch.de/blog/2019/02/13/das-framing-handbuch-der-ard/

Er bringt es auf den Punkt:
Zitat
Sagen wir es mal so: Wer mit moralischen Argumenten kommt, der hat keine Argumente, denn sonst würde er sachlich-rationale Argumente bringen oder empfehlen.

Wer moralisch kommt, kann seinen Standpunkt nicht verteidigen.

Zitat
Könnte man auch als Belügungstechnikerin betrachten. Framing heißt, die Leute dazu zu bringen, etwas anderes zu denken, als es der genannte Sachverhalt eigentlich bewirken würde. Man lügt nicht direkt, aber man sagt es so, dass es wirkt, als hätte man gelogen.


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Offline pjotre

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #40 am: 13. Februar 2019, 21:35 »
Hallo ihr lieben Mitstreiter,
meine Sofortanfrage brachte schont Post aus München. Hier mal alles einkopiert... Dem wissenschaftlich untermauerten Transparenzgebot des Berkeley Institute will ich auch uns unterwerfen: Hier der Volltext, nur korrekt anonymisiert:
(Vorher gut Luft holen, Totlachen kann das Leben kosten!)
Zitat
An: pressedienst@DasErste.de von ok@....com
==================================
Sie hatten die Erst-Anfrage - siehe am E-Mai-Ende - fehlerhaft abgegeben an die Zuschauer-Redaktion. Dort aber hat diese Anfrage sicherlich "absolut nichts zu suchen", wie nachstehend erläutert.
Bitte veranlassen Sie eine Mitteilung durch eine verantwortliche individuell bearbeitende Person. Die ARD-Anstalten werden von den Bürgern dafür zwangsfinanziert, den üblichen Regeln der Bearbeitungspflichten des öffentlichen Rechts zu entsprechen.

Sofern Sie meinen, dass die ARD-Anstalten dem öffentlichen Recht nicht mehr unterliegen,
---------------------------------------------------
so sorgen Sie bitte für eine entsprechende Mitteilung der ARD-Intendanten, dass es ab jetzt sich um "Unternehmen des privaten Rechts" handelt, also ohne Möglichkeit der Pflichteneinforderung mit Hilfe der Verwaltungsgerichte und der Rechtsaufsicht der Landesregierungen.
Nach Vorliegen einer solchen Erklärung würde gerne auf die Beantwortung dieser E-Mail verzichtet werden.

=========================
Nach dieser Vorbemerkung zum Verfahren nun die Mitteilung zur Sache:
=========================


Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird freundlich gebeten, die unten eingefügte Standard-Mitteilung von Ihnen durch eine gebotene Bearbeitung zu ersetzen.

Schon Ihre Anrede-Formel ist nicht anfragegerecht. Das ZDF ist vom Unterzeichner seit über 20 Jahren nicht mehr eingeschaltet worden. Ihrer Anrede "Zuschauer" muss widersprochen werden. Denn diese unterstellt, dass alle Bürger durch die reine Lebens-Existenz auch Zuschauer seien. Im Hinblick auf das niedrige Qualitätsniveau von ARD, ZDF,... erlaube ich dies mindestens als eine Unangebrachtheit zu klassifizieren. Das Wort "Beleidigung" wäre wohl etwas zu hoch gegriffen.
Wie diverse  Erhebungen belegen, soweit nicht von ARD/ZDF finanziert, sind rund 30 Prozent der Bürger: Nichtzuschauer. Für diese Menschen ein "irgendwie inexistent" oder irgendwie "Nicht-Vollwert-Menschen" zu unterstellen, das ist ja wohl ein wenig "unangebracht", um hier stärkere Formulierungen zu vermeiden.


Eine Klassifizierung als "Gutachten" oder als "Handlungsanweisung"
----------------------------------------------------------------------
für den angeforderten Text erfolgte in meiner E-Mail nicht. Ich habe mir erlaubt, diesen Autorin-Text mit keiner Gattungsbezeichnung einzuordnen, so lange der Volltext nicht gelesen werden konnte.
Ich verrate Ihnen immerhin ein Geheimnis: Derartiges galt als elementares Minimalwissen im Bereich Marketing beim Volkswirtschaftsstudium. Nur nannte man das nicht "Framing", sondern Meinungsbeeinflussung und Imagebildung usw., ein elementarstes Anfängerwissen des Marketings und insoweit weder gut noch böse. Sie finden das in allen Lehrbüchern der letzten rund 100 Jahre. Was es da dank "Framing" nun an noch denkbaren neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt, dem wird mit der Spannung des lebenslangen Lernens entgegengesehen.


Transparenzpflicht
--------------------------------------
Sie erwarten von allen Bürgern die Finanzierung und haben für die ausnahmslose Durchsetzung beim Bundesverfassungsgericht unter Einsatz von einigen 100 000 Euro der Rundfunkabgabe gestritten. Damit unterliegen seit 19. Juli 2018 die ARD-Anstalten im Gegenzug der vollständigen Transparenzpflicht der Finanzmittel-Verwendung, weil nicht mehr unternehmensähnlich, nun, nachdem die bis dahin geltende zivilrechts-ähnliche Austauschbeziehung auf ARD-Betreiben aufgehoben wurde.

Da dieser von mir angeforderte Text dem Journalismus in koordiniert verteilter Form zugänglich gemacht wurde, haben auch die Zahlmeister, die Bürger, erst recht einen Anspruch auf Kenntnisnahme. - Die an sich gebotene Form ist Darstellung auf der ARD-Website.
Das stolze Erkämpfen dieser Entscheidung vom 18. Juli 2018 mit gewaltigem Mitteleinsatz (finanziert aus der Rundfunkabgabe) beim Bundesverfassungsgericht hat also eine Kehrseite - die seither geltende Eigen-Unterwerfung unter eine maximale Transparenzpflicht.

Denn seither wird die Rundfunkabgabe bei der EU als "Steuer" klassifiziert. Damit unterliegen Sie seit dem 19. Juli 2018 den Transparenzpflichten von staatlichen Stellen (so die EU-Charta).


Sofern Sie Offenlegung verweigern,
-------------------------------------------------------
so ist zu beachten, dass ARD, München, keine Rechtsperson hat. Ihnen gegenüber ist nichts durchsetzbar, da eine Nicht-Rechtsperson nicht verklagt werden kann, wie höchstrichterlich speziell für ARD, München, ja entschieden wurde. Also haben rund 40 Millionen Bürger-Haushalte das Recht, bei den 9 Inkassozuständigen ARD-Intendanten die Publizierung des von ihnen, den Bürgern, ko-finanzierten Textes einzufordern, ebenso beim ZDF.

Die bisher bekannt gewordenen Bruchstücke dieses Textes eignen sich hervorragend als Zitat zur Untermauerung dieser Forderung: Transparenz, Demokratie, Kapital der Zahler der Rundfunkabgabe und anderes Schönes mehr, ganz herzlichen Dank, schöner kann man es nicht sagen, kurz gesagt:

Wie die Autorin sehr treffend belegt, die Rechtslage ist in der Tat, der Abgabenzahler ist Miteigentümer der staatsfernen Anstalten ARD, ZDF,... - wer sonst - . Von den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute hat der Staat 0 RM / DM / Euro in den "Rundfunk" investiert. Alles wurde von den Bürgern finanziert. Der Abgabenverpflichtete - also seit 18. Juli 2018 (BVerfG) jeder Bürger - hat das übliche Eigentümer-Recht auf Einblick.


Also bitte senden Sie den Text oder publizieren Sie ihn -
------------------------------------------------------------------
- oder anderenfalls wird dies gegenüber den Intendanten durchgesetzt werden. Bitte sorgen Sie auch für die gleichzeitig gemäß Text einforderbare Transparenz durch folgende Angabe:

- Was ist die postalische Adresse des "Berkeley... Institute?
- (Nach bisherigen Informationsstand jedenfalls in Berlin und nicht in Berkeley - ?)
- Was ist die Rechtsform? Wie viele Mitarbeiter hat das Institut?
- Wie viel wurde für den Text bezahlt?
- Wer hat die Auftragserteilung entschieden? (Bitte die Personen bezeichnen oder im Fall eines Gremiumsbeschlusses das Gremium.)


Und bei dieser Gelegenheit bitte die jahrelang meines Wissens wohl verweigerte Auskunft:
-------------------------------------------
Wie viel wurde an Herrn Professor Paul Kirchhof, früherer Bundesverfassungsrichter, gezahlt für seinen Text - in diesem Fall wohl regelmäßi9g als "Gutachten" bezeichnet - aus dem Jahr 2010, wonach die Rundfunkabgabe in ihrer Form seit 2013, schon ohne ihn und vor ihm konzipiert, das Siegel der "rechtlichen Richtigkeit" erhielt.
Auch diesbezüglich besteht Transparenzpflicht mindestens seit 18. Juli 2018, wie oben gezeigt (Entscheid BVerfG unter Vorsitz seines Bruders Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof).

Mir freundlichem Gruß
Pe Ro (Volkswirt, Vorsitzender der Vereinigung)
030 -
TUK... e.V.
... Berlin

Zitat
On 13.02.19 17:28, Zuschauerredaktion wrote:
----------------------------------------------------------
Von Zuschauerredaktion info@daserste.de an ok@uno7.com
>
> Sehr geehrte/r Zuschauer/in,
> vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse am Ersten Deutschen Fernsehen.
>
> Es handelt sich nicht um eine verbindliche „Handlungsansweisung“ und ist auch kein „Gutachten“, wie in Medienberichten zu lesen ist. Die Tipps der Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Wehling sollen vielmehr Mitarbeitende und Programmmacher im Umgang mit Sprache sensibilisieren, wie ARD-Generalsekretärin Pfab erklärt.
>
> Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit den Informationen weiterhelfen und verbleiben
> Mit freundlichen Grüßen
>
> B...  K... 

> Erstes Deutsches Fernsehen
> Programmdirektion
> Zuschauerredaktion Das Erste
> Postfach 200665
> 80006 München
> Tel +49 89 5900 23344
> Fax +49 89 5900 24070
> E-Mail: Info@DasErste.de
> www.DasErste.de 

Zitat
> Von: Optimisation Analysis / Institutions [mailto:ok@... .com]
> Gesendet: Montag, 11. Februar 2019 19:59
> An: Pressedienst
> Betreff: Bitte um Übersendung von: "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"
>
> Bitte um Übersendung von: "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"
> ---------------------------------------------------------------------------------
> An: pressedienst@DasErste.de - von: ok@... .com
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
> es wird freundlich gebeten, die Fundstelle im Internet zu übermitteln für:
> „Framing-Manual“ - "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"
> oder ein Exemplar per E-Mail zu übersenden.
>
> Kosten dürfen keine entstehen.
> Mit freundlichem Gruß


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« Letzte Änderung: 13. Februar 2019, 23:34 von Bürger »
"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
Deine Worte weht der Wind ins Nirvana des ewigen Vergessens. Willst du die Welt wandeln, so musst du handeln. Um Böses abzuschaffen, Paragrafen sind deine Waffen.

Offline René

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #41 am: 14. Februar 2019, 02:08 »
Ja, nach dem Telefoninterview hätte ich auf eine etwas genauere Wiedergabe meiner Standpunkte und Aussagen gehofft. Diese werden extrem verkürzt und sehr vorsichtig ausgedrückt wiedergegeben – sie entsprechen nur sehr entfernt dem, worüber ich mich mit Frau Vivica Mildner unterhalten habe.

Ich habe bewusst einen sehr scharfen und prägnanten Ton mit zum Teil krassen Vergleichen an den Tag gelegt. Auf die Frage hin, was meine Meinung über das Framing-Manual der ARD sei, war ich sehr eindeutig (aus dem Gedächtnis wiedergegeben):

»Ich stelle mir vor – entschuldigen Sie bitte den krassen Vergleich! – ich werde mein Leben lang jeden Monat vom selben Peiniger immer wieder vergewaltigt. Nun lässt mein Peiniger einen neuen Sprachgebrauch erfinden, um mich mit neuen Sprachfloskeln zu besänftigen, ja sogar mich umzustimmen. Soll ich als Opfer irgendwann nach dem Willen meines Peinigers die Vergewaltigungen nicht nur akzeptieren, sondern diese sogar als gut empfinden? Verbrechen bleibt Verbrechen!

Der Vergleich mag zunächst hart klingeln und Sie als Frau mögen das u. U. noch einen Tick krasser empfinden, aber ist es schließlich nicht so? Aus Gewissensgründen konnten wir bereits seit vielen Jahren den Wehrdienst verweigern oder aus der Kirche austreten, aber für einen Rundfunk aus dem vorigen Jahrhundert werden wir verfolgt, unsere Existenzen zerstört und ja, sogar inhaftiert. Das alles unter dem Deckmantel der Solidarität – während Geringverdiener aus Solidarität verfolgt werden, darf z. B. ein Claus Kleber, der schließlich nichts anders ist als ein Nachrichtensprecher, sich die Taschen voll machen mit 600.000€ im Jahr! Solidarität? Es ist ein Skandal, dass Politik, Justiz und Medien diesen überdimensionierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus dem letzten Jahrtausend und den Zeiten des kalten Krieges auf dieselbe Höhe wie Gesundheits- und Altersvorsorge oder Bildungspolitik hieven und deren Wichtigkeit mit diesen vergleichen.«


Ich habe Frau Mildner noch viel mehr gesagt, aber das kenne wir schon alles. Nun das, was wiedergegeben wurde, ist nicht einmal ein Zehntel dessen, was ich ihr gesagt habe.

Wie sagt ein großes bebildertes Blatt für Leute mit Leseschwäche?

Bild dir deine Meinung!

In diesem Sinne

Gute Nacht!


https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html


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Focus, 13.02.2019

GEZ-Gegner wirft ARD sprachliche Manipulation vor - Medienexperte hält dagegen

Die ARD hat ein Expertengutachten erstellen lassen, das dem Sender Ratschläge zur Image-Verbesserung erteilt. Mitarbeiter sollen mit Hilfe der „Framing“-Methode GEZ-Gegner sprachlich beeinflussen. Medienexperte Jo Groebel hält das für unproblematisch, Beitragsgegner René Ketterer Kleinsteuber ist fassungslos.

https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html

Zitat
Gegner: "Unmut so nicht zu besänftigen"
[…] „Das ist eine bodenlose Frechheit“, sagt Ketterer Kleinsteuber zu FOCUS Online. Er betreibt das Internetportal „online-boykott.de“ in Baden-Württemberg. Der öffentlich-rechtliche Sender würde durch solche Gutachten die GEZ-Gegner nur weiter gegen sich aufhetzen. „Der Unmut der Menschen ist so nicht zu besänftigen.“ […]


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« Letzte Änderung: 14. Februar 2019, 02:16 von René »

Offline ChrisLPZ

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #42 am: 14. Februar 2019, 07:12 »
Gesammelte Pressemeldungen zum Thema:

Deutschlandfunk
Debatte um Framing-Gutachten der ARDSachargumente statt Moralkeule
Margarete van Ackeren im Gespräch mit Anke Schaefer
https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-um-framing-gutachten-der-ard-sachargumente-statt.2950.de.html?dram:article_id=440841(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

DWDL
PR-Technik oder sprachliche Manipulation? "Framing Manual" der ARD sorgt für Diskussionen
von Timo Niemeier
https://www.dwdl.de/nachrichten/70984/framing_manual_der_ard_sorgt_fuer_diskussionen/

Sputniknews.de
Arroganz, Dummheit oder Sabotage? – ARD diskreditiert sich durch „Framing“-Studie
Von Andreas Peter
https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20190212323926140-framing-studie-ard/

fefe (blog)
Die ARD hat ein "Framing-Manual" erstellen lassen […]
https://blog.fefe.de/?ts=a29da961

tag24
Das raten Experten der ARD, um GEZ-Gegner zu überzeugen
https://www.tag24.de/nachrichten/ard-framing-gez-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard-rundfunkbeitrag-moralisch-970844

T-Online
Sprachtricks: ARD-Sender wollen "Gemeinwohlmedien" heißen
Von Lars Wienand
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_85245308/framing-studie-fuer-ard-oeffentlich-rechtliche-wollen-gemeinwohlmedien-heissen.html

Focus
GEZ-Gegner wirft ARD sprachliche Manipulation vor - Medienexperte hält dagegen
https://www.focus.de/kultur/medien/mit-framing-image-verbessern-bodenlose-frechheit-gez-gegner-wirft-ard-manipulation-vor-experte-haelt-dagegen_id_10317956.html

Neue Zürcher Zeitung
Neues deutsches Sendungsbewusstsein: Die ARD will mit Moral das Publikum einseifen
von Claudia Schwartz
Zitat
[…] So viel Gemeinwohl flimmerte noch selten über den Äther; das wundersame Wir-Gefühl führt denn auch prompt dazu, dass die anderen Medien fortan als «profitwirtschaftliche Sender» oder «medienkapitalistische Heuschrecken» bezeichnet werden dürfen. Selbstbeweihräucherung in bester Staatsfunk-Tradition, ist man geneigt zu schreiben – wäre denn dieses Wort nicht auch schon länger verboten.
https://www.nzz.ch/feuilleton/framing-bei-der-ard-neues-deutsches-sendungsbewusstsein-ld.1459569

Danisch.de (blog)
Das Framing-Handbuch der ARD
Er bringt es auf den Punkt:
Zitat
Sagen wir es mal so: Wer mit moralischen Argumenten kommt, der hat keine Argumente, denn sonst würde er sachlich-rationale Argumente bringen oder empfehlen.
Wer moralisch kommt, kann seinen Standpunkt nicht verteidigen.
http://www.danisch.de/blog/2019/02/13/das-framing-handbuch-der-ard/


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Offline marx

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #43 am: 14. Februar 2019, 09:06 »
Es sieht so aus, als würde die Rundfunkgemeinschaft ihr Framing-Manual "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk" zurückhalten wollen.

Ich weiß nicht, ob Karola Wille als 11-jährige vielleicht in Schulungen der Pionierrepublik "Wilhelm Pieck" mit Agitprop-Material in Berührung gekommen ist, das anderen ihres Alters nicht zur Verfügung stand.

Ich habe mich mit ihrer Biographie nicht weiter beschäftigt. Es reicht ja, zu wissen, dass sie ganz offiziell mit einem Geheimdienstoffizier im besonderen Dienst politische Schriften verfasste.

Die Pionierrepublik war bis 1989 das zentrale Pionierlager der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" in der DDR. Dort wurden Schüler bereits zu Agitprop-Agenten ausgebildet.

Die Frage, ob vergleichbare Ausbildungen (im Westen) existieren, stellt sich für verschiedene Menschen sicher unter verschiedenen Gesichtspunkten.

2017 war der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereits so unter Rechtfertigungsdruck, dass Wille und Schlesinger sich veranlaßt sahen, in jenem Jahr ihre Tätigkeit auf der re:publica-Konferenz zu verteidigen - in Form eines Doppelinterviews, das sie ihrem eigenen Sender gaben.

Wille, damalige ARD-Vorsitzende, kann sicher selbst Licht in die Sache bringen, in welcher Form Agitprop-Material, Framing-Handbücher, Wording-Vorgaben und so weiter ihren Karriereweg prägten und heute ihre Arbeit und die ihrer Kolleginnen und Kollegen beeinflussen.

Die Frage, wo das aktuelle zentrale Pionierlager ist und was es so tut den lieben langen Tag, wäre ein guter Anknüpfungspunkt für ein von Wille/Schlesinger produziertes Gemeinschaftswerk.


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« Letzte Änderung: 16. Februar 2019, 03:41 von Bürger »

Offline faust

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #44 am: 14. Februar 2019, 12:52 »
... laßma - auch Madame Wille wird ihre Erdung bekommen.

Und zwar vermutlich schon am kommenden Sonntag, nach dem Frühstück in Dresden.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass besorgte Bürger (AfD, Pegida und andere, weniger "verdächtige") nicht die Gelegenheit nutzen werden, ihr ins Wort zu fallen


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