Autor Thema: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll  (Gelesen 21453 mal)

Offline MichaelEngel

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #240 am: 21. Februar 2019, 16:36 »
Stefan Niggemeier schreibt im obigen Aufsatz:
Übermedien, 19.02.2019
Eine absurde Debatte um ein misslungenes Papier
En Kommentar von Stefan Niggemeier
[...]
Weiterlesen auf:
https://uebermedien.de/35836/eine-absurde-debatte-um-ein-misslungenes-papier/
Zitat
Es ist dennoch nicht der Skandal, als den es viele Kommentatoren darstellen, denn es handelt sich nicht um eine Handlungsanweisung oder eine Sprachregelung, die die ARD ihren Mitarbeitern an die Hand gibt, sondern um die Gedanken einer externen Gutachterin.

Wie weiß er das?! Die meisten Gedanken, wenn nicht alle, sind im Einklang mit dem, was uns der öffentlich rechtliche Rundfunk immer erzählt, obwohl sie paraphrasiert sind, was die eigentliche Arbeit von Frau Wehling sein sollte. Vielleicht sind die Formulierungen aus pädagogischen Gründen zugespitzt, aber die Botschaft ist nicht neu. Der Framing-Manual wuchs offensichtlich aus dem Mist der Rundfunkanstalten.


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 00:46 von Bürger »

Offline faust

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #241 am: 21. Februar 2019, 16:44 »
... gut und schön - aber wer soll das alles noch lesen?

Ich erinnere an Karl Marx:
"Es kommt nicht drauf an, die Welt zu interpretieren - es kommt drauf an, sie zu verändern!"

Es kann nur noch darum gehen, wie man dieses Machwerk effektiv in den Widerstand einbinden kann - weitere Empörungsprosa bringt niemanden auch nur einen Schritt weiter.


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 00:41 von Bürger »

Offline Housebrot

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #242 am: 21. Februar 2019, 18:24 »
Vergesst nicht auch das Framing für die Rundfunkverweigerer, Nichtnutzer und Selbstdenker:

- Reichsbürger
- AFD-Sympathisanten
- Schwarzseher
- Querulanten
- keine Beitragserhöhung seit 10 Jahren
- Beitragsanpassung

Demnächst sind wir dann noch Volksschädlinge, weil wir uns an dem Quatsch nicht beteiligen...

Könntest Du bitte die Fundstelle nennen ?

Liebe Grüße
Adonis


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Offline MichaelEngel

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #243 am: 21. Februar 2019, 18:45 »
[...] Demnächst sind wir dann noch Volksschädlinge, weil wir uns an dem Quatsch nicht beteiligen...
Könntest Du bitte die Fundstelle nennen ?

Nicht die wörtliche Bezeichnung, sondern die bildliche Beschreibung kommt deutlich vor: letzter Absatz von Seite 63.

Es ist nicht die einzige Stelle, die an Dr. Joseph G. erinnert.

Das hat aber anscheinend Frau Ilse Aigner nicht gestört, sondern nur die Stellen, die der armen, vornehmen Bild offensiv sein mögen.

Auch diese Stelle passt zum ewigen Geist der GEZ und des öffentlich rechtlichen Rundfunks als Geldeintreiber: also nur die  Paraphrasierung mag Frau Wehlings Verdienst sein.


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 00:52 von Bürger »

Offline marx

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #244 am: 21. Februar 2019, 18:46 »
... gut und schön - aber wer soll das alles noch lesen?

Ich erinnere an Karl Marx:
"Es kommt nicht drauf an, die Welt zu interpretieren - es kommt drauf an, sie zu verändern!"

Es kann nur noch darum gehen, wie man dieses Machwerk effektiv in den Widerstand einbinden kann - weitere Empörungsprosa bringt niemanden auch nur einen Schritt weiter.

Ich stimme zu.

Wer jetzt nicht mit der Faust auf den Tisch haut, der beginnt auch eine Journalismusausbildung bei der katholischen Kirche (WTF! Ich kann das immer noch nicht glauben).

Frau Dr. Wehling hat nichts anderes gemacht, als die DNA der ARD zu Tage zu fördern und sie - im Zuge des Bekanntwerdens der internen Vorgänge: Manual + Schulungen - allen bewußt zu machen.  Auch der angebliche Journalismus wird schon seit langem in Frage gestellt, die ständige Publikumskonferenz kann ja ein Lied davon singen.

Dass es eine sehr, sehr peinliche DNA ist - das haben wir schon geahnt . Aber SO peinlich, dass es sämtlichen Fässern den Boden ausschlägt: diese Erkenntnis ist Verdienst der Frau Dr. Wehling.

Die Gruppen, die zum aktuellen örR-Zustand eine Haltung haben, lassen sich wie folgt einteilen:

  • Die Bewußten mit Gewissen
  • Die Täter und Frösche
  • Die dem Gruppendruck Unterworfenen
  • Die Unentschlossenen



Unsere Aufgabe ist es, der 3. und 4. Gruppe Handlungsoptionen zu offenbaren, sie einzuladen, sich uns anzuschließen. Mit jeder Vergrößerung unserer Gruppe wird die Masse der Widerstand leistenden kritischer.

Eine kritische Masse in der Spieltheorie bedeutet, dass nicht die gesamte Gruppe von einer Strategie überzeugt werden muss, sondern dass es ausreicht, nur eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern von dieser Strategie zu überzeugen. Ist dieser Schwellenwert überschritten, die kritische Masse also erreicht, wird sich diese Strategie selbsttragend durchsetzen.


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 00:54 von Bürger »
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Offline pjotre

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #245 am: 21. Februar 2019, 20:46 »
Beweis der Verwertung des Manual:  In dein-beitrag-bewegt-was.de

Die Behauptung, das MANUAL diene nur der Diskussion, wie man es nicht machen solle, na klar, auch das wird uns dann demnächst vorgeflunkert. "Rette sich, wer kann."

Wir haben aber ein wunderschönes Beweismittel der gezielten Nutzung zu Zeiten der ARD-Sprecherin Dr. jur. Karola Wille:
Die Website dein-beitrag-bewegt-was.de .
Ist meiner Erinnerung nach erloschen ab 1. Januar 2018, Amtsantritt bei ARD des (staatsfernen!) Ex-Regierungssprechers Wilhelm.

Leider habe ich hier die unvorstellbaren Texte nicht aufgezeichnet, war unter meiner Würde. Jetzt gewinnt das natürlich Bedeutung für Wortvergleich mit dem MANUAL.

Hat jemand diese Texte aufgezeichnet?
Macht jemand sich die Mühe, das herauszufischen -wir wissen ja, wo...
Am liebsten alle Einzelseiten 1x Screenshot, 1x Text herüber kopieren in einer Sammel-Textdatei. Die Textdatei brauchen wir für den automatischen Software-Abgleich mit dem MANUAL.

In der Website waren diverse eindeutige Rechtsfehler. Das wäre dann ein zweiter Nutzen der Sache.

Das hatte ich damals verschlafen, weil (auch) ich auf die kommende Rechtsfindung des Bundesverfassungsgerichts vertraute - und weil ich nicht ahnen konnte, dass das die Umsetzung des MANUAL gewesen sein dürfte und dass wir das nun als Beweis brauchen könnten.

(Sofortiger Nachtrag:) Nur dies hier habe ich damals runter kopiert - ernsthaft, exakt so stand das dort:
-----------------------------------------------
"Selbstverständlich liegt es nicht im Interesse der Öffentlich-Rechtlichen, dass irgendwer im Zusammenhang mit Beitragsrückständen inhaftiert wird. Aber wie kommt es dann trotzdem dazu, dass gegen jemanden ein Haftbefehl wegen ausstehender Rundfunkbeiträge erlassen wird? Das ist eigentlich ziemlich einfach zu erklären: Wir leben in Deutschland."
(2016 wortwörtlich in der Gehirnwäsche-Website pro Rundfunkbeitrag: dein-beitrag-bewegt-was.de)


(Sofortiger Nachtrag:) Infos über diese Website:
--------------------------------------------
-  dein-beitrag-bewegt-was.de "
2016-Oktober  Beispielsweise: http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/artikel/2016/Aufklaerung_Haftbefehl.html)

2016-10 - Impressum von dein-beitrag-bewegt-was.de :
Westdeutscher Rundfunk Köln Anstalt des öffentlichen Rechts Appellhofplatz 1
50667 Köln Postanschrift: 50600 Köln Tel.: 0221/220 - 0 Fax: 0221/220 - 4800
 E-Mail: dein-beitrag-bewegt-was@wdr.de

Vertretungsberechtigter sowie Verantwortlicher: Intendant Tom Buhrow
Weitere Verantwortliche: Stellvertretende Intendantin und Justiziarin sowie === Leiterin GSEA Beitragskommunikation === Eva-Maria Michel
Das Online Angebot wird gestaltet von der GSEA Beitragskommunikation. Diese ist für den aktuellen themenbezogenen Teil des Angebots zuständig.
Postanschrift: Westdeutscher Rundfunk Köln 50600 Köln
E-Mail: dein-beitrag-bewegt-was@wdr.de
Realisierung der Website und Hosting: WDR mediagroup digital GmbH, Köln
Die Federführung für DEIN BEITRAG BEWEGT WAS liegt beim WDR.


(Sofortiger Nachtrag:) Erloschen taggenau mit Ende der "ARD-Regentschaft" von MDR-Intendantin Wille:
---------------------------------------------------------------------------
30. März 2018:    Liebe Nutzerinnen und Nutzer,
die Seite www.dein-beitrag-bewegt-was.de steht seit dem 31.12.2017 nicht mehr zur Verfügung. Aktuelle Informationen und Pressemitteilungen, Rechtsgrundlagen und Online-Formulare zum Rundfunkbeitrag findet ihr unter
www.rundfunkbeitrag.de



(Sofortiger Nachtrag:) Wer ist GSEA? - Die Experten für "Akzeptanz" des Rundfunkbeitrags (aka MANUAL?)
---------------------------------------------------------------------------
Hier wird es interessant - Brücke von MDR / Intendantin Wille zum WDR, Stellvertretende Intendantin Frau Michel.

29. Juli 2017: https://web.archive.org/web/20170729015243/http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/ueberuns.html

"Wir sind die GSEA Beitragskommunikation von ARD, ZDF und Deutschlandradio und für die externe Kommunikation rund um den Rundfunkbeitrag zuständig. Durch eine aktive und transparente Kommunikation mit unseren Zielgruppen schaffen wir mehr Verständnis und Akzeptanz für die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Wir beantworten alle Fragen zum Rundfunkbeitrag, machen Schluss mit Fehlannahmen aus dem Netz und eröffnen neue Sichtweisen für das Thema.

Unser Internetangebot dein-beitrag-bewegt-was.de bildet zusammen mit rundfunkbeitrag.de die Plattform im Internet, auf der du alle Informationen rund um den Rundfunkbeitrag findest – aktuell, unterhaltsam und auf den Punkt.

Kontakt:
Für allgemeine Anfragen zur Seite: dein-beitrag-bewegt-was@wdr.de
Für Presseanfragen: presse@rundfunkbeitrag.de"


Und auch wir können FRAMING!
--------------------------------------------------------
Bitte hier nicht ausweiten, Längeres dieser Art hat ja einen besonderen Thread im Forum.
"Bei der Rundfunkabgabe kann man Antrag auf Befreiung stellen. Stimmt. Vorher war man Gefangener."
"Esst mehr Scheiße - Millionen Fliegen können nicht irren. Schaut mehr Scheiße - Millionen Fernsehzuschauer können nicht irren."
"Viele Leute sagen, sie brauchen Fernsehen zum Abschalten. Ja, finde ich eine gute Idee."
"Das bei der Tagesnachrichten in ARD, ZDF alles und alles Meinungsmanipulation ist, dem muss ich widersprechen. Nein. Der Wetterbericht ist o.k.."
(Quelle: E-Buch "Tatort Staatsfernsehen".)


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Offline noTV

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #246 am: 21. Februar 2019, 20:55 »
ARD Framing Manipulation | Laut Gedacht #115
[Video ~14min, veröffentlicht 21.02.2019]
https://youtu.be/ew9Ea90LdEw

Teil zum ö.r. Rundfunk/ "Framing-Manual ab ~35sec bis ~6:30min [~6min]
https://youtu.be/ew9Ea90LdEw?t=35

Zitat
Die öffentlich Rechtlichen Sender befinden sich in einer schwierigen Situation. Die Kritik an ihnen wächst stetig. Ein "Framing Manual" soll ihnen nun zu einem besseren Image verhelfen. Doch funktioniert diese Manipulation?


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Offline pjotre

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #247 am: 21. Februar 2019, 22:05 »
Zum Vergleich mit dem MANUAL einmal die diesbezüglich am meisten vergleichbare Einzelseite aus: dein-beitrag-bewegt-was.de :
---------------------------------------------------------------------------------------------
Quelle: https://web.archive.org/web/20170906155913/http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/artikel/2016/10-Gruende.html
Einzelseite: http://www.dein-beitrag-bewegt-was.de/artikel/2016/10-Gruende.html
Stand: 6. September 2017, also etwa zeitgleich mit dem Entstehen des MANUAL.

Zitat
10 Gründe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Textbild: 10 Gründe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk; Rechte: Beitragskommunikation

Wer sich fragt, warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk wirklich wichtig ist, findet hier die zehn schlagenden Argumente für das solidarisch finanzierte Medienangebot:

1. Unabhängig
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird weitestgehend durch den Rundfunkbeitrag finanziert. Dies ermöglicht eine unabhängige Berichterstattung – frei von wirtschaftlichen und politischen Interessen! Die Programme von ARD, ZDF und Deutschlandradio können so verschiedene Ansichten, Werte und Lebens-einstellungen aufzeigen und bilden damit die Grundlage für Meinungsvielfalt und unsere Demokratie.

2. Aktuell und kritisch
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gibt jeden Tag aktuelle und umfassende Informationen, Hintergrundwissen und Analysen. So werden auch Missstände in Politik, Wirtschaft und in der Gesellschaft diskutiert und aufgedeckt.

3. Vielfältig
Das Angebot in Fernsehen, Radio und Internet ist so vielfältig, wie die Interessen der Menschen, die es nutzen. Es gibt viele, unterschiedliche Programmen zu Themen wie: Nachrichten, Sport, Unterhaltung, Bildung, Wissen, Kultur und Infotainment. So ist für jeden etwas dabei.

4. Kindgerecht
Ob „Kika“, „Wissen macht Ah!“ oder „Kiraka“ - das Kinderprogramm des Öffentlich-Rechtlichen ist Spaß, Lebensfreude und Lernen für Groß und Klein in einem. Ganz ohne Werbung und Gewalt.

5. Sport
Sport bringt die Menschen zusammen. Deswegen legt der öffentlich-rechtliche Rundfunk besonderen Wert darauf, neben Sportarten, die die Massen bewegen, auch Randsportarten im Programm zu zeigen.

6. Weltweit präsent
Die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind überall auf der Welt zu Hause. Somit erhalten wir in Deutschland Zugriff auf Insider-Nachrichten aller Länder und werden schnell und unzensiert über aktuelle, weltweite Geschehnisse informiert.

7. Online dabei
Mediatheken, Apps und Social-Media-Kanäle – der Öffentlich-Rechtliche geht mit der Zeit und ist im Netz rund um die Uhr aktiv. Viele Sendungen und Beitrage können online geschaut, Themen und Meinungen im sozialen Netz mit den Redaktionen diskutiert werden.

8. Barrierefrei
Untertitel, Gebärdensprache und Audiodeskription – der öffentlich-rechtliche Rundfunk möchte jedem die Möglichkeit bieten, das Programm barrierefrei zu konsumieren. Diese Leistungen werden immer weiter ausgebaut und weiterentwickelt.

9. Seinen Preis wert
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten berichten in Hörfunk, Fernsehen und Online unabhängig, kritisch und rund um die Uhr über alle Themen, die unser Lebensumfeld beeinflussen. Diese Bereitstellung von Informationen bietet die Grundlage für eine Gesellschaft, in der jeder einzelne seine Meinung frei bilden und äußern kann. Das ist das höchste Gut unserer Demokratie und seinen Preis wert.

10. Solidarisch
Damit alle das Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nutzen können, zahlen wir gemeinsam den Rundfunkbeitrag. Jeder, der zahlen kann, gibt monatlich einen kleinen Beitrag. Gemeinschaftlich werden so die Kosten für eine unabhängige und für jeden jederzeit zugängliche Bereitstellung von Informationen gedeckt.

Änlichkeitsgrad:
------------------------
Kernaussagen sehr ähnlich dem MANUAL. Allerdings keine weitgehende verbale Übereinstimmung.
Eigene Meinung: Die Autorin des MANUAL hat aus der schon vorher bestehenden Schönfärberei ihre Inspirationen geschöpft, musste das dann aber übertreffen für ihr Honorar. Was schon ohne das MANUAL eine Gehirnmanipulatiion darstellte, wurde dann im MANUAL zum Surrealismus mit Verlust des Bezugs zum realen Denken und zum allgemeinen Sprachempfinden.


Der MDR bezahlte das MANUAL ganz alleine. Das ist keineswegs normal.
-------------------------------------------------------
Wenn etwas für ARD ist, so finanzieren alle es nach Proporz. Diese Abweichung von der Regel wurde begründet mit dem damaligen Vorsitz der MDR-Intendantin im ARD-Verbund. Da sucht wohl jemand nach einer Begründung. Es sieht eher danach aus, als ob es den anderen nicht geheuer war, das mit zu finanzieren und gemeinsam zu erhalten.

Man beachte, wie BR-Intendant Wilhelm darauf hinweist, dass das MANUAL nicht in seiner "Regentschaftsperiode" entstand, sondern vorher unter Frau Wille. Niemand anderer wollte sich vielleicht an der Finanzierung beteiligen? Hier könnten Gesichtspunkte sein, die sich taktisch nutzen ließen: Die Beziehungen der Aversionen zwischen den Intendanten.


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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #248 am: 21. Februar 2019, 22:36 »
Kernaussagen sehr ähnlich dem MANUAL. Allerdings keine weitgehende verbale Übereinstimmung.
Eigene Meinung: Die Autorin des MANUAL hat aus der schon vorher bestehenden Schönfärberei ihre Inspirationen geschöpft, musste das dann aber übertretfen für ihr Honorar. Was schon ohne das MANUAL eine Gehirnmanipulatiion darstellte, wurde dann im MANUAL zum Surrealismus mit Verlust des Bezugs zum realen Denken und zum allgemeinen Sprachempfinden.

Es bestätigt also, was ich die ganze Zeit sage. Der Inhalt der Floskeln kommt von den Rundfunkanstalten. Frau Wehling hat nur paraphrasiert, nicht wegen Honorars, sondern wegen der Emotionsladung der Wörter, wegen Nebenaspekten. Die surrealistisch klingende Zuspitzung mag pädagogischen Zwecken dienen: Ich sehe keinen Grund zu bezweifeln, dass das Manual ein Handout für Workshops ist. Interessant sind die Passagen, die wie Goebbels klingen, aber inhaltlich zur alten Erzählung des öffentlich rechtlichen Rundfunks völlig konform sind, so dass niemand es anstößig fand.

Frau Wehling scheint eine frische, aber ehrgeizige Post-Doktorandin zu sein, die den Namen Berkeley auszunutzen weiß.


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Offline seppl

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #249 am: 21. Februar 2019, 23:04 »
Ich entnehme dem Manual, dass sie für die 120.000 Tacken den Auftragnehmer zufriedenstellen wollte, und abseits ihrer wissenschaftlichen neutralen Denkweise eine deutlich zielgerichtete Polarisierung der Problematik eingebracht hat. Deswegen wirkt es wohl auch so hölzern, sie war damit überfordert. In ihrem Spezialgebiet, der Politik ist es ja üblich und legitim, den Gegner irgendwie schlechtzureden. Für ein der Neutralität verpflichtetes Rundfunksystem hingegen gerade nicht. Der ÖRR ist gewohnt, sich die "richtige" Sichtweise zu erkaufen. Das passt aber mit wissenschaftlicher Arbeit nicht unbedingt zusammen. Deswegen ist Murks entstanden.


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„Eine ewige Erfahrung lehrt jedoch, daß jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu mißbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.
Wer hätte das gedacht: Sogar die Tugend hat Grenzen nötig. Damit die Macht nicht mißbraucht werden kann, ist es nötig, durch die Anordnung der Dinge zu bewirken, daß die Macht die Macht bremse.“ (Montesquieu)

Offline Zeitungsbezahler

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #250 am: 22. Februar 2019, 07:23 »
Vergesst nicht auch das Framing für die Rundfunkverweigerer, Nichtnutzer und Selbstdenker:
...
- Querulanten
...demnächst sind wir dann noch Volksschädlinge, weil wir uns an dem Quatsch nicht beteiligen...
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Presseartikel, in unserem Forum dokumentiert:
Querulanten? Rundfunkbeitrag macht Stadt viel Arbeit
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=17853.0

Ansonsten gebe ich zu, daß das Wort Querulant äußerst oft in Kommentaren einzelner Webseiten zu finden ist, insbesondere im Zusammenhang von Verteidigern des ÖRR. Ob die gekauft oder gehirngewaschen sind, kann ich nicht beurteilen, wäre aber auch übertrieben, sowas zu behaupten.
Wir bezeichnen uns selbst übrigens oft als Querulanten, brechen wir das Framing damit auf?

Es ist eine Assoziationskette: Einem Querulanten braucht man nicht zuhören, ein Querulant streitet sich nur um des Streits willen oder weil er eine "Kleinigkeit" aufbläst oder schon bei diesen Dingen "Skandal" ruft.


Wie wir (hoffentlich) aus der Zeit des Dritten Reiches lernen konnten, war die Gleichschaltung die Voraussetzung für den Erfolg, dazu die ewige Propaganda, Gehirnwäsche pur.
Stark beeindruckt hat mich der persönliche Bericht eines Menschen, der sich als 17-jähriger freiwillig zum Kriegsende zum Militär gemeldet hatte, die Kesselschlacht bei Halbe überlebt hat und in russischer Kriegsgefangenschaft war. Da hat er Bergwerke reparieren müssen, die die Deutschen bei ihrem Rückzug gesprengt hatten.
Trotz Zwangsarbeit hat er die Russen verstehen können, auch das Elend gesehen, in dem sich der vermeintliche Sieger befand, Freundlichkeit und Mitgefühl trotz Entbehrungen erlebt ("Die Russen hatten genausowenig zu essen, wie die Gefangenen") und damit eine ganz persönliche Läuterung erlebt hat, ohne daß es einer Umerziehung durch Propaganda oder "Entnazifizierung" bedurft hätte. Der Soldat der ihn festgenommen hatte, fragte ihn in gebrochenem Deutsch in etwa "Ich Mensch, du Mensch. Wir jung. Warum du machen Krieg?"

Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft und Rückkehr nach Deutschland sollte dieser Mann die "Entnazifizierung" (vor deutschen Behörden) "über sich ergehen lassen". Klar, er hatte sich freiwillig gemeldet, das machte ihn verdächtig. Für eine Strafe von 200 Mark sollten ihm seine "Sünden" vergeben werden. Da ist ihm der Kragen geplatzt und hat sich vor dem Gremium lauthals echauffiert, so nach dem Motto: Als der "Führer" an die Macht kam, habe ich noch in die Windeln geschissen, ich bin von Leuten wie euch, die es ja auch hätten anders machen können gehirngewaschen worden und dafür soll ich auch noch Strafe zahlen? Vergeßt es!
Wie er in den fünfziger Jahren mal durch Bekannte mit politischem Einfluß erfahren hat, wurde er damit als "unverbesserlicher Nazi" in den Akten geführt.

Das Problem ist, daß man geschickt gemachte Propaganda nicht als solche sofort erkennt, erst recht, wenn man schon sowas wie gleichgeschaltet ist. Ich möchte mit diesem jetzt benutzten Begriff der Gleichschaltung nicht sagen, daß es aktuell einen vergleichbaren Eingriff gibt. Wenn man aber Sachverhalte nicht aufdeckt oder aufgedeckte verschweigt, so kommt man in diesen Zustand und zwar freiwillig, ohne daß es Gesetzen, die dies zementieren, bedarf.

Wir haben inzwischen viele Informationskanäle, die wir nutzen können, wenn wir weitere Informationen benötigen (Vorsicht, es könnte sein, daß wir wegen der Propaganda der Ansicht sind, dies nicht zu brauchen), laufen in Gefahr, ob der Vielfalt uns zu verzetteln oder auf Scharlatane hereinzufallen.

Im Dritten Reich haben die Deutschen gegen Kriegsende herausgefunden, daß man aus der Göbbelsschnauze auch andere Informationen herausbekommen kann, die BBC soll sich als zuverlässige Quelle erwiesen haben, was den tatsächlichen Frontverlauf anging; weil das die deutsche Propaganda infragestellte, wurde das Hören von "Feindsendern" unter Strafe gestellt. Man hätte ja schlecht behaupten können, die machen nur Propaganda, im Gegensatz zu uns und das alles auf sich beruhen zu lassen...


Die Geschichte mit dem Framing-Manual gleicht einem Stich ins Wespennest, insofern ist es gar nicht schlecht, daß es schon zwei Jahre in Benutzung ist, das macht das Zurückrudern schwierig ("war ja nicht so gemeint, war nur ein Denkanstoß, haben es nie umgesetzt"), es liefert eine Erklärung für abstruse Intendantenreden und bestätigt Menschen, denen das irgendwie komisch vorkam nur Friedefreudeeierkuchenberichte zu schwierigen Themen zu sehen und zu hören.
Es beweist auch, daß der ÖRR nicht seinem "Auftrag" gerecht wird, der ihm doch von hoher Seite (Gericht, Politik, andere Medien) nachgesagt wird.

Der Tanker ÖRR ist leckgeschlagen, nutzen wir diesen Umstand, unsere Interessen einzubringen und durchzusetzen:

- Keinen Zwang mehr für Dinge, die man nicht braucht oder glaubt, nicht zu brauchen.
- Dinge beim Namen nennen, man kann auch offiziell einen "Staatsfunk" betreiben, in dem die Regierung ihre Sicht der Dinge erklärt. Wenn die Regierung fair ist (die Regierungen wechseln ja gelegentlich), dann wird der Opposition auch dort Raum gegeben.
- Wer mit einem Produkt, welches der ÖRR bisher abbildet, Geld verdienen möchte, der soll sich gefälligst dem Markt unterwerfen.
- Wem der Konsum analog zum bisherigen ÖRR so wichtig ist, der soll sein Geld halt dafür gezielt ausgeben, so wie Leute Geld für Sky oder Netflix bezahlen.


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Offline ChrisLPZ

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #251 am: 22. Februar 2019, 10:19 »
siehe auch:
Tagesspiegel, 12.02.2019
Fragwürdiger Institutsname - Führte Sprachwissenschaftlerin Wehling die ARD in die Irre?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30241.0.html


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Offline NichtzahlerKa

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #252 am: 22. Februar 2019, 10:28 »
Ich spiel ja gern den altmodischen und vielleicht hätte die moderne Framingfrau auch einfach mal besser auch ein paar alte Weisheiten beherzigt wie z.B.

Lügen haben kurze Beine.  :D


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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #253 am: 22. Februar 2019, 10:31 »
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2019
Framing-Debatte
Warum wir eine Ethik der Metapher brauchen
Medien und Politik verwenden sprachliche Bilder gerne und gezielt - doch sie können gefährlich werden. Und sie dürfen sich nicht ungehindert verbreiten.
Gastbeitrag von Henning Lobin

Zitat
Als Sprachwissenschaftler ist man unschlüssig, ob man sich freuen soll oder nicht: Seit Langem schon wurde nicht mehr so intensiv über Sprache debattiert. [...]

Viel schwieriger ist es jedoch, die Wirkung von Metaphern in der politischen Kommunikation zu bewerten. Metaphern werden keineswegs mehr nur als Stilmittel in literarischen Texten angesehen. Vielmehr stellen sie eine fundamentale Methode dar, im Denken einen Erfahrungsbereich auf einen anderen zu übertragen - und dadurch den Ursprungsbereich besser zu verstehen oder anders zu beleuchten. [...] Derartige psychologische Mechanismen werden auch mit einem Begriff beschrieben, der schon vor dem Kommunikationsfiasko der ARD Konjunktur erfahren hat: "Framing". Ein Frame umfasst Wissens- und Wahrnehmungsbestände, die sich in einem bestimmten Zusammenhang befinden: [...]

Neu ist dieses Vorgehen keineswegs. Propagandistisch wird es vor allem in totalitären Systemen eingesetzt, um das Eigene vom Fremden, das Gute vom Bösen und das Reine vom Verdorbenen zu trennen. Ganze Metaphernkomplexe wurden im Dritten Reich entwickelt und systematisch gepflegt, ob es sich nun um die antisemitischen Metaphern des Ungeziefers oder des Parasiten am Volkskörper handelt, um die Metapher der Volksgesundheit zur Legitimation von Euthanasie oder die des Lebensraums zur Begründung eines Angriffskriegs. Metaphern richten den Scheinwerfer auf bestimmte Eigenschaften eines Sachverhalts, während andere im Dunkeln liegen und umso schwerer erkennbar sind.

[...]

Offensichtlich mangelt es an einer Ethik der Metapher. Was sagt das Bildfeld, in das uns die Metapher trägt, über den Sachverhalt aus? Werden wesentliche Aspekte unterdrückt, andere überbetont, wenn wir sie mit den Fakten abgleichen? Wo verstößt eine Metapher gegen allgemeine moralische Standards, nach denen Menschen nicht als Ungeziefer oder Meinungen nicht als Krankheit bezeichnet werden? Trägt eine Metapher in ihrer Absolutheit zu einer Verhärtung der Fronten bei und verhindert so einen Ausgleich - wenn etwa von "Agrarmafia" die Rede ist?

Leider scheint die wahre Aufgabe einer politischen Argumentation aber darin zu liegen, die eigene Gruppenzugehörigkeit und die damit verbundenen Meinungen und Auffassungen nach den Maßstäben der Vernunft abzusichern und sich damit auch der anderen Mitglieder der eigenen Gruppe zu vergewissern. Die Metaphern in der politischen Kommunikation haben also nicht die Aufgabe, jemand anderen zu überzeugen, sondern vielmehr die eigene Seite mit Bildern zu versehen, die geeignete Framing-Effekte, Schlussfolgerungen und Narrative hervorrufen. [...]

[...]

Wie soll man nun mit alldem umgehen? Das Gespräch ist, wie der Bundespräsident empfiehlt, ein guter Anfang. Wenn uns aber die Vernunft vorzugsweise dazu dient, Verteidigungswälle für die eigene Meinung zu errichten, dann sollten zu allererst Abrüstungsverhandlungen unternommen werden. Das sprachliche Waffenarsenal sollte als solches Gesprächsthema sein, die Gültigkeit also all der metaphorischen Zuspitzungen, Fahnenwörter und Slogans, die eingesetzt werden, um eine bestehende Konfrontation zu befeuern. Wenn schon nicht die gegenseitige Überzeugung durch Argumente gelingt, so kann zumindest das Gespräch über die sprachliche Gestalt, in die die vermeintlich rationale Argumentation gekleidet ist, eine Annäherung bewirken. Auf dieser Ebene kann die Sprachwissenschaft tatsächlich etwas zur öffentlichen Diskussionskultur beitragen.

Auch die Medien sollten häufiger auf die originelle Metapher verzichten und stattdessen die präzise, differenziertere sprachliche Form wählen. [...] Bilder und Analogien sind zwar wichtig, um etwas Kompliziertes besser zu verstehen, aber dann sollte dies auch als ein Vergleich unterschiedlicher Dinge erkennbar bleiben und nicht in der Metapher miteinander verschmelzen.

Die kognitive Substanz der Metapher mit ihrem unausgesprochenen Absolutheitsanspruch kann nämlich wie ein Gift wirken, [...]

weiterlesen unter
https://www.sueddeutsche.de/kultur/framing-metapher-afd-ethik-sprachwissenschaft-1.4337984


In BILD lesen wir unter
Teure Moral-Fibel - ARD zahlte 120.000 Euro für Framing-Manual
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30222.msg189356.html#msg189356
Ist die ARD-Expertin eine Hochstaplerin?
... und das sagt sie selbst zu den Vorwürfen

Quelle: BILD 21.02.2019

Weiterlesen auf: (Version / Stand vom 21.02.2019)
http://archive.vn/VGdpQ#selection-1375.0-1377.19
oder: (Version / Stand vom 22.02.2019) mit geänderter Überschrift
Rätsel um das Institut der ARD-Gutachterin
Was hat es mit dem „Berkeley International Framing Institute“ auf sich?
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/aerger-um-das-framing-manual-ist-die-ard-expertin-eine-hochstaplerin-60273048.bild.html
Zitat
Dagegen sagt Professor Henning Lobin von der Uni Mannheim: „Elisabeth Wehlings Arbeiten basieren auf einer sehr guten Kenntnis von sprachwissenschaftlichen wie kognitionswissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich, sodass ich nicht an ihrer Expertise zweifle.“


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« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 01:33 von Bürger »

Offline ChrisLPZ

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #254 am: 22. Februar 2019, 10:35 »

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/donaukurier.png

Donaukurier, 21.02.2019

Journalistik-Professor an der KU über das Vorgehen der ARD
"Die Medien müssen sich selbst erklären"

Klaus Meier **, Professor für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, spricht im Interview mit dem DONAUKURIER über das Vorgehen der ARD.

Zitat
Herr Meier, die ARD hat ein sogenanntes Manual erstellen lassen, das sprachliche Handreichungen liefert, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk positiver wahrgenommen werden kann.Was halten Sie davon?

Klaus Meier: Die Medien sind unter Druck geraten, vor allem durch rechtspopulistische Propaganda. Warum es freie Medien braucht, das wird mittlerweile infrage gestellt. Und deshalb müssen sich Medien nicht nur verteidigen, sondern auch selbst erklären, warum es sinnvoll ist, dass es sie gibt, und warum sie in einer demokratischen Gesellschaft unverzichtbar sind. Dass sich die ARD dafür wissenschaftlichen Rat geholt hat, finde ich in Ordnung.

Ist es legitim, dass sich ein Akteur, dessen Geschäft die Neutralität und Objektivität ist, eines moralgestützten Framings bedient?

Meier: Man muss unterscheiden: Und zwar einerseits zwischen der Berichterstattung über Themen, die die eigene Redaktion nicht betreffen - da gelten natürlich Objektivität und Neutralität - und andererseits das "Reden über sich selbst".  […]

Dafür wurden 120000 Euro ausgegeben?

Meier: Laut ARD sind mit dem Geld das "Manual" und eine Reihe von Workshops bezahlt worden. Die ARD besteht aus zehn einzelnen Rundfunkanstalten mit mehr als 20000 Mitarbeitern.

Weiterlesen auf:
https://www.donaukurier.de/nachrichten/panorama/KU-Eichstaett-Ingolstadt-DKmobil-Die-Medien-muessen-sich-selbst-erklaeren;art154670,4090166

** Klaus Meier
Zitat
Sein Volontariat absolvierte Klaus Meier bei der Frankenpost, Hof, bei der er anschließend Redakteur war. Als freier Journalist arbeitete er ab 1992 für die Süddeutsche Zeitung und den Bayerischen Rundfunk.

Auszeichnungen, Jurytätigkeit
[…] Mitglied der Nominierungskommission des ”Grimme Online Awards“, 2001 […]
https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Meier


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