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Autor Thema: Zu meinem ÄRGER - Merkwürdiges Marketing  (Gelesen 715 mal)

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Zu meinem ÄRGER - Merkwürdiges Marketing
Autor: 02. Februar 2020, 16:35

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Tagesspiegel, 02.02.2020

Zu meinem ÄRGER
Merkwürdiges Marketing

Von einem Ratespiel zum nächsten für eine bessere Quote bei der nächsten Radio MA - muss das sein?, fragt Helmut Hartung, Chefredakteur von Medienpolitik.net.

Zitat
Das Radioprogramm MDR Thüringen verwöhnt seine Hörer seit Anfang des Jahres mit Fernreisen. Wer eine bestimmte Melodie rät, kann einen Urlaub in China, Paris, New York oder auf Kuba gewinnen. Immer wieder wird die Melodie vorgespielt und die Moderatoren animieren laufend zum Mitraten. Der Gewinn einer Reise wird mehrfach gewürdigt. Natürlich mit Jubelschreien der Triumphatoren und Radioentertainer.
Ich habe ja Verständnis dafür, dass auch ein öffentlich-rechtlicher Sender, wenn eine Reichweitenbefragung ansteht, um die Gunst seiner Hörer buhlen muss. Aber zum einen sollten Ratespiele nicht der wichtigste Programmpunkt sein und zum anderen würde mich interessieren, wer diese Reisen sponsert. Der Mitteldeutsche Rundfunk wird doch wohl seine Fans nicht mit meinen Beitragsgeldern auf Weltreise schicken?
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/zu-meinem-aerger-merkwuerdiges-marketing/25498770.html


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 02. Februar 2020, 16:46 von ChrisLPZ«
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Wirklich neu ist Glücksspiel im Radio ja aber nicht. Ich hatte nun öfter das Leid ertragen müssen, das Kollegen auf Arbeit SWR3 Radio gehört haben und da gab's sogar Events, wo man sich dafür eintragen lassen konnte, dass die Firma im Sommer kostenlos Eiscreme bekommt. Bei anderen Spielen kann man Konzertkarten gewinnen oder Plüschtiere oder man bekommt irgend eine Rechnung gut geschrieben. Das war vor 15 Jahren schon so und ist nun nicht unbedingt eine Neuigkeit. Zwar sehe ich es auch so, dass Glücksspiel keine Grundversorgung ist, aber viel schlimmer wiegt noch, dass es nicht transparent gemacht wird, woher die Gelder für solche Aktionen stammen.

Einer von ganzen vielen Gründen, warum man eben keinen Beitrag zum Rundfunk zahlen sollte :)


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Das Thema "Reichweitenbefragung" ist ein alljährliches Prozedere, weil da Kohle verteilt wird.
Das ist bei mir dann auch aufgeschlagen: "An welchen Sender können Sie sich erinnern?"
Für Nichtnutzer ist die Sache dann ganz schnell vorbei, die fallen nämlich aus dem Pool der Befragten heraus, nur: Die Nichtnutzer zahlen eben auch.

Die gehen also grundsätzlich von einer hundertprozentigen Reichweite/Nutzung aus, weil: Sieht besser aus. Alles andere interessiert die nicht.
Und das ist dann auch der Fehler an dieser Erhebung.
Ich habe diesen Umstand der Dame am anderen Ende sehr unmißständlich erklärt, um das sehr freundlich auszudrücken. (Nur was bewirke ich damit? Gar nichts!)

Reichweitenstudien hier im Forum
McKinsey Studie 2017
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,5817.0.html
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24649.msg156303.html#msg156303
https://www.mckinsey.de/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-in-deutschland
https://www.mckinsey.de/files/die_rolle_des_oerr_in_der_heutigen_medienlandschaft.pdf

Reuter, Oxford, Sept 2019
Old, Educated, and Politically Diverse, The Audience of Public Service News
Wie die Öffentlich-Rechtlichen ihre eigene Relevanz riskieren (Welt+ Abo)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=32033.0
https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/our-research/old-educated-and-politically-diverse-audience-public-service-news
https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/sites/default/files/2019-09/The_audience_of_public_service_news_FINAL.pdf

Die Studien oben beleuchten nicht nur die  Öffis sondern auch die Privaten (LMAs), unten kommt netflix& Co ins Spiel:

Berger Unternehmensberatung
Neue Studie zur TV-Nutzung: Lineares Fernsehen verliert mehr und mehr Zuschauer
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,32154.msg198074/topicseen.html#msg198074
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/neue-studie-zur-tv-nutzung-lineares-fernsehen-verliert-mehr-und-mehr-zuschauer/25055926.html
(An der Studie ist auch die Unternehmensberatung Berger beteiligt, daher wohl nicht ganz neutral in der Darstellung, der Trend ist jedoch zu bestätigen,
hierzu dann auch die "Kantar-Studie")


JIM-Studie 2018,Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-jähriger
(Diese Studie haben die Öffis selber gemacht ->Impressum)
https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2018/Studie/JIM2018_Gesamt.pdf
So werden Meinungen wieder gerade gerückt: Alles, was nicht aus deren PR kommt, ist asymetrisch.

Die Sache mit der "hundertprozentigen Reichweite" würde immer noch funktionieren (1. Rundfunkurteil, technisch sehr begrenzte Anzahl von Sendefrequenzen), wenn es kein Kabel,  keine Satelliten, keine Privaten und insbesondere kein Inet gäbe. Und Inet ist KEIN Rundfunk, wie durch Eisvogel bereits und hinlänglich kundgetan.


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 03. Februar 2020, 07:26 von HÖRby«
Der gesamte Gefängnisfunk ist eine zwangsalimentierte Pensionskasse mit angeschlossener Sendemöglichkeit.

Z
  • Beiträge: 1.278
Da müßte man also für die Reichweitenumfrage mit Lieblingssendung "Testbild" angeben und für den Lieblingsradiosender das "Weiße Rauschen", was man zwischen zwei Sendern auf der UKW-Skala wahrnehmen kann, auf 89Kommaschlagmichtot...

Naja, heißt ja auch Hörerumfrage und nicht Zahlerumfrage...


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