Autor Thema: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll  (Gelesen 33969 mal)

Offline pjotre

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #180 am: 19. Februar 2019, 20:56 »
Abarbeiten der TODO-Listen / Weiteres geschafft
Diskutieren ist wichtig, noch wichtiger, daraus etwas machen für Widersprüche, Klagen und um letztlich für das System des Staatskanzlei-Fernsehens ARD, ZDF,... eine Neuordnung zu erzwingen. 

Die Todo-Listen hierfür: Einfach in diesem langen Thread Suche nach pjotre.
Oder einfach bei @pjotre / Benutzerkonto die Beiträge dieser Tage sichten.


Weitere Fertigstellung heute: Extrahieren der manipulativen Textbeispiele aus dem MANUAL.
---------------------------------------------------------------------------------
Diese Anregung wurde durch einen aus unseren Reihen umgesetzt. Das wird gerade durch @pjotre in irgendein System von automatischem Autor für "Intendanten- Sußholzraspel-Texte" umgesetzt:
Um "unsern solidarisch volkseigenen Betrieb für Zwangs-Volkserziehung" in seiner Gutmenschen-Heuchelei bloßzustellen:
Die edlen Leute an der neo-aristokratischen Spitze, die ihren Weg zur Multimillion pflastern sogar mit den weggepfändeten letzten Euros der Opfer aus dem Kreis von 1,5 Millionen arbeitenden geringverdienenden alleinerziehenden Müttern - damit sogar zu Lasten des Kindeswohls ran an die Multimillion.


Das Textprodukt steht nun bald irgendwo im Internet. Jedermann kann daraus Intendantenreden zusammenkleben.
---------------------------------------------------------------------
Alles dann einfach rüber in die Textverarbeitung, Textabschnitte beliebig vertauschen, und schon ist die "völlig neue Rede von intendantin Professeuse Drin. Edeltraut Bildunxmacher-Demmograty" fertig, die man dann bei Youtube und wo auch immer als Parodie vertreiben kann.


Da sind aber noch ein paar andere Todos zu bearbeiten, liebe Mitstreiter.
-------------------------------------------------------------------
TEAM -Arbeit... Toll, dass einige Andere auch was Machen!


Für alle Mitschaffenden gibt es zur Belohnung bald den Mustertext, seiner ARD-Anstalt 2000 Euro in Rechnung zu stellen
-------------------------------------------------
für Geschäftsführung ohne Auftrag. Mit der Bitte, es dem "Mediensteuer-Konto" (Tarnbezeichnung "Beitrags"-Konto) einzubuchen und die Rücknahme der Beitragsinkasso-Forderung freundlich zu bestätigen.
Wenn die darauf ablehnend antworten wollen, müssen sie ja auf den peinlichen Vorgang bearbeitend antworten.... Capito?

Natürlich schreiben böse Leute immer an die Intendanten, "persönliches Büro", und nie an die Kölner
"MIEZE Mediensteuer-Inkasso-Zentrale" (Tarnbezeichnung: "Beitrags"-"Service"). Die mögen manche total meiden mangels Rechtsperson.
Ja, "auch wir können Framing"! Und das Besondere bei unserem Framing: Wir lügen nicht.


Und wie im vor-vorigen Beitrag vorgeschlagen und schon früher im Thread angekündigt, natürlich muss eine neue Verfassungsbeschwerde für Nichtzuschauer erarbeitet werden
------------------------------------------------
und diese wird unter anderem argumentieren wie gerade von @beat sehr überzeugend dargelegt.
Allerdings müssen da auch stärkere neue rechtliche Argumente hinein und außerdem ist das dann eher für Widersprüche und VG, damit wir endlich wieder ein Verfahrens-Patt für alle Streiter auslösen können.
Bis dann das Verfassungsgericht in rund 5 Jahren entscheidet, der EGMR in insgesamt 7, bis dahin dürfte vom jetzigen Konzept nicht mehr allzu viel übrig sein -

vorausgesetzt, dass endlich der Kampf gegen den Politik- und Justizskandal kämpferisch mit rechtlichen Tielschlag-Strategien auf Augenhöhe geführt wird statt mit Bettelverfahren und System-Rechtsanwälten um die Gnade von Gerechtigkeit zu betteln, die auf diese brave Weise nie zu erreichen sein wird.


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« Letzte Änderung: 19. Februar 2019, 23:45 von Bürger »
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Deine Worte weht der Wind ins Nirvana des ewigen Vergessens. Willst du die Welt wandeln, so musst du handeln. Um Böses abzuschaffen, Paragrafen sind deine Waffen.

Offline ChrisLPZ

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #181 am: 19. Februar 2019, 21:30 »

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/handelsblatt.png

Handelsblatt, 19.02.2019

Kommentar
Das Framing-Papier der ARD zeugt von einem kruden Demokratieverständnis

Der Sender hat ein Manipulationshandbuch in Auftrag gegeben, um mit Kritik umzugehen – der falsche Weg für mehr gesellschaftliche Akzeptanz.

Von Hans-Peter Siebenhaar

Zitat
[…] ARD und ZDF sind schlecht beraten, wenn sie sich immer neue Tricks einfallen lassen, um die Bürger von der Notwendigkeit ihrer jährlich acht Milliarden Euro Beitragssumme zu überzeugen. Stattdessen sollten sie ihre Gebührenzahler als die Eigentümer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks endlich ernst nehmen.

Denn eines ist klar: Die Bürger brauchen immer weniger ARD und ZDF, um sich zu informieren oder zu unterhalten. Die Anstalten müssen daher ihre Organisation, Finanzierung, ihr Programm und Personal an die Bedürfnisse der neuen digitalen Welt anpassen. ARD und ZDF beschäftigen fast 27.000 Mitarbeiter. Kein anderer öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Europa ist personell und finanziell derart opulent ausgestattet. […]

Nur den hausinternen Skandal blendet sie auf ihren eigenen Kanälen weitgehend aus. Ein Lehrstück über das Demokratieverständnis á la ARD.

Weiterlesen auf:
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-das-framing-papier-der-ard-zeugt-von-einem-kruden-demokratieverstaendnis/24009608.html


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Offline Zeitungsbezahler

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #182 am: 19. Februar 2019, 22:57 »
Dass die Süddeutsche den ÖRR verteidigt, wundert mich nicht besonders, gibts doch den Rechercheverbund mit dem ÖRR, an dem die Süddeutsche ihren Tropf zu hängen haben dürfte.

Stellen wir uns mal ganz andere Fragen:
Wer hat es wirklich geleakt und wem nutzt es?

Das teure Büchlein ist ja schon zwei Jahre alt, der eine oder andere Pressevertreter hatte es möglicherweise schon vor Erscheinen des ersten Artikels letzte Woche. Wir selbst haben ja schon seit vielen Monaten den Dummsprech der Intendanten auseinandergenommen und Parallelen entlarvt, Worthülsen und blumige Umschreibungen kritisiert oder uns darüber lustig gemacht.
Dass Frau Wille ihre Reden selber schreibt, glaubt trotz Beteuerungen bestenfalls nur noch sie selbst (wenn man etwas oft genug wiederholt, glaubt man es irgendwann, oder?).

Jetzt kommt irgendein Journalist an ein geleaktes Papier, dolles Ding. Was macht er damit? Erst recherchieren und dann der Paukenschlag?
An sich ist die Sache so ein Skandal, dass man da eher einen Titelseitenaufmacher draus machen müsste. Hat aber keiner der ersten.
Warum nicht? Angst vor der eigenen Courage?
Oder führten weitere Recherchen an Gummiwände, wusste aber von anderen Kollegen, dass es bei denen auch nicht weiter ging?
Deshalb mal Ball reinwerfen und sehen was passiert?
Vom Timing her hätte man die Nachricht zusammen mit den Beitragserhöhungswünschen der Intendanten veröffentlichen müssen, wenn die Beitragskritiker Oberwasser bekommen sollen, oder sollen sie das nicht, wollte man nur sticheln?

Was ist mit der Einzelunternehmerin Wehling, die den ganzen Kram verzapft hat und zeitnah durch Talkshows gereicht wurde?
Warum gibts von der außer Büchern keine ordentliche Unternehmensanschrift, keine Referenzen über ihre genauen Beratungstätigkeiten?  Müssen ihre referenzierten "Kunden" sich jetzt auch für etwas rechtfertigen?
Wenn das öffentlich gemachte Manual echt ist, warum steht da nichts genaueres über den verfasser drin? Da wird doch nur das Design von Frau Wehling benutzt, mehr nicht.

Lasst mich mal spekulieren:
Die ganze Sache riecht nach einem Streich der TITANIC-Redaktion!


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« Letzte Änderung: 19. Februar 2019, 23:41 von Bürger »

faust

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #183 am: 19. Februar 2019, 23:45 »
@Zeitungsbezahler:

Laßma, häng das tiefer - meinst du, die wissen wirklich immer alle genau, was sie tun? - Die Maueröffnung geht ja  letztlich nüchtern betrachtet ursächlich auch auf einen Versprecher einer einzigen Person zurück - so what?

... oder es gibt ihn jetzt wirklich, den whistleblower, der die Schnauze gestrichen voll hat - warum nicht?


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Offline Bürger

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #184 am: 19. Februar 2019, 23:56 »
@alle
Die Frage "Wer hat es wirklich geleakt und wem nutzt es?" sprengt den Rahmen der hiesigen bereits sehr umfangreichen Diskussion und sollte - sofern nicht rein spekulativ verbleibend (denn für spekulative Diskussionen bestehen im Forum schlicht keine Kapazitäten!) - wenn, dann ohnehin nur in gut aufbereitetem eigenständigem Thread mit aussagekräftigem Thread-Betreff erfolgen.

Hier bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und den Inhalt des Framing-Handbuchs sowie die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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Offline ope23

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #185 am: 20. Februar 2019, 00:05 »
Zeitungsbezahler gibt in meinen Augen schon ein paar Sachen zu bedenken. Mich wundert es auch, dass es das Manual schon länger geben soll, aber erst jetzt geleakt(?) wurde.

Die Satire-Theorie hätte allerdings auch was für sich. Da wären aber längst Dementis von Frau W. und von der ARD gekommen und nicht bloß eine "Klarstellung" bzw. der Versuch eines Reframings ("Diskussionsgrundlage").


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Offline Bürger

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #186 am: 20. Februar 2019, 00:16 »
@alle
Nochmal und letztmalig die Bitte, auf Fragestellungen/ Diskussionen à la
"Warum jetzt erst veröffentlicht?"
"Warum jetzt schon veröffentlicht?" (schließlich braucht alles seine Zeit)
"Warum gerade jetzt veröffentlicht?"
"Wer hat es wirklich geleakt und wem nutzt es?"
usw. verzichten, da diese Fragestellungen ohne konkrete Belege vollkommen spekulativ bleiben und für aufblähende spekulative Diskussionen im Forum keine Kapazitäten bestehen.

Weitere Beiträge dieser Art werden hier in diesem Thread aus Kapazitätsgründen kommentarlos gelöscht.

Hier bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
und den Inhalt des Framing-Handbuchs sowie die Berichterstattung darüber zum Gegenstand hat.

Danke für das Verständnis und die nunmehrige konsequente Berücksichtigung.


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Offline Gee

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #187 am: 20. Februar 2019, 00:30 »
Tagesspiegel, 19.02.2019
Untersuchung zur Wirkung von Sprache
"Framing-Manual" der ARD kostet 120.000 Euro
Ein internes ARD-Papier verursacht einigen Wirbel – und Kosten. Kritiker sehen darin eine Sprachregelung für die Mitarbeiter der Rundfunkanstalten.
von Joachim Huber
(mit dpa/epd)

Zitat
[...]
„Die Aufregung um das Papier halte ich für völlig übertrieben“, so Wilhlem. „Es handelt sich um eine Workshop-Unterlage von 2017 und nicht um eine verbindliche Kommunikationsstrategie oder um eine Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden.“ Jede Landesrundfunkanstalt habe frei entschieden, wie sie mit den Erkenntnissen umgehe.

Politikberater verteidigt "Framing-Manual"

Der Politikberater Johannes Hillje hat den Senderverbund in der Debatte über das umstrittene „Framing-Manual“ unterdessen verteidigt. „Unternehmen wollen durch Kommunikation ihre Produkte verkaufen, die ARD will ihre Werte und demokratische Rolle darstellen. Beides ist legitim und sinnvoll“, sagte Hillje dem epd. Ebenso sei es „vollkommen legitim“, dass sich die ARD in Kommunikationsfragen beraten lässt.

Es gebe seit einigen Jahren eine stark polarisierte Debatte über den Rundfunk. „Die ARD sollte wirksam ihre eigenen Werte und ihre gesellschaftliche Funktion kommunizieren, dazu ist eine Framing-Beratung sinnvoll.“
[...]
Hillje kritisierte die konkrete Umsetzung der Framing-Methode in dem Manual. „Das Grundproblem ist, dass hier ein stark moralgestütztes Framing für einen Akteur vorgeschlagen wird, dessen Kernwerte Sachlichkeit und Neutralität sind“, sagte er. Die ARD sei ein Akteur, der Nachrichten anbiete, die sich an möglichst objektiven Kriterien und weniger subjektiven Empfinden orientieren.
[...]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/untersuchung-zur-wirkung-von-sprache-framing-manual-der-ard-kostet-120-000-euro/24014524.html


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 00:40 von Bürger »

Offline ope23

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #188 am: 20. Februar 2019, 01:22 »
Johannes ist jung und aufstrebend, wie man an einigen Merkmalen "seines" Wikipedia-Artikels feststellen kann.  ::)  Dort wird auch eine journalistische Tätigkeit bei heute.de des ZDF erwähnt.

Und seine Website präsentiert sich mit folgenden Stichwörtern:

Politische Strategie, Strategische Kommunikation, Framing, Themen-Management, Kampagnen, Regierungs- und Verbandskommunikation, Image-Building, Digitalstrategien

Quelle: http://www.johanneshillje.de/

Ich lasse mich also nicht von seiner Einschätzung des Framing Manuals beirren. Fast klingt bei ihm etwas Neid durch, dass jemand anderes als er so wirkungsvoll und kontofüllend zum Zuge gekommen ist. Berkeley verkauft sich halt besser als Mainz und selbst als London.


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Offline Bürger

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #189 am: 20. Februar 2019, 02:29 »
Versuch eines "kleinen", persönlichen Zwischenfazits... ;)

Ich teile nicht die hier und da angedeutete Auffassung, dass sich das "Framing-Manual" an die Gegner richte und diese per framing zu beeinflussen oder gar zu überzeugen suche...

Focus
Expertengutachten: Sprachliche Manipulation: ARD will GEZ-Gegner mit "Framing" beeinflussen
https://www.focus.de/kultur/medien/expertengutachten-sprachliche-manipulation-ard-will-gez-gegner-mit-framing-beeinflussen_id_10309428.html
tag24
Das raten Experten der ARD, um GEZ-Gegner zu überzeugen
https://www.tag24.de/nachrichten/ard-framing-gez-unser-gemeinsamer-freier-rundfunk-ard-rundfunkbeitrag-moralisch-970844

Dazu halte ich die wirklichen Gegner der derzeitigen Zustände für zu überzeugt und "selbstdenkend" - was nicht besagt, dass keiner von diesen auch manipuliert werden könne. Das Ziel der Manipulation ist schließlich, zu manipulieren, ohne das man dies will oder auch nur merkt.


Ich gehe eher davon aus, dass sich das "moralische framing" vielmehr richtet an
a) das eigene Führungs- und Stammpersonal > sozusagen Aufrichtung der "Truppenmoral"
b) die "Kontrollgremien" aka "Rundfunkräte", KEF usw. bis hin zur Rechtsaufsicht (Staatskanzleien sowieso)
c) die Politik im Speziellen > moralisch-rhetorische Unterfütterung der Lobby-Arbeit von der "Rundfunkkommission" der Länder bis hin zu einzelnen Abgeordneten der Landesparlamente
d) die Öffentlichkeit im Allgemeinen > öffentliche Meinung zu eigenen Gunsten prägen/ Kritiker ins "moralische Abseits drängen"
e) die Richter/ Gerichte > Rechtsprechungs-Framing mit "Gutachten-Framing", Beck'scher Rundfunkkommentar usw.
f) ...

vgl. in diesem Zusammenhang vielleicht auch mal
Wehrkraftzersetzung (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrkraftzersetzung#Strafrahmen
Defätismus (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Def%C3%A4tismus



...u.a. ähnlich formuliert/ auf den Punkt gebracht durch

Tichys Einblick, 16.02.2019
ARD für „gelenkte Demokratie“?
Zitat
[...] Ziel des Manuals, das wir bereits besprochen haben, ist es, statt Fakten emotionalisierte Argumente („Frames“) zu liefern, um Kritiker herabzusetzen und moralisch zu diskreditieren. Wer also die ARD kritisiert, muss mit Ausgrenzung durch den mächtigen Senderverbund rechnen: [...]
weiterlesen unter
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ard-fuer-gelenkte-demokratie/
und
Dushan Wegner, 18.02.2019
ARD und das »Framing Manual« – hilflos, fehlerhaft und doch erschreckend
Man weiß nicht, was am »Framing Manual« für die ARD schockierender ist: Dass so offen Propaganda-Ideen diskutiert werden, dass es so plump ist – oder die gravierenden Denkfehler darin!
Zitat
[...] Nein, nicht die Inhalte sind es, die mir Sorgen bereiten. Es ist widersprüchlich und es ist viel zu einfach gedacht, es liefert Hülsen und Phrasen, wo ehrliche Debatte dringend notwendig wäre. Es ist eher die Tatsache, dass es überhaupt versucht wird, die mir Sorgen bereitet. [...]
https://dushanwegner.com/framing-manual-ard/

"Kritiker herabzusetzen und moralisch zu diskreditieren" und die damit einhergehende Sorge, dass - so schlecht und plump das "framing" auch gemacht ist (nicht weit entfernt von ehemaligen DDR-Selbsterhaltungs- und Kritiker-Diskreditierungs-Parolen!) - dies "überhaupt versucht" wird, ist meines Erachtens ein wesentlicher Kern dieser causa.


Über
Rundfunkurteile des Bundesverfassungsgerichts [Sammelthread]
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,11688.msg78947.html#msg78947
sind u.a. zwei Rudnfunkurteile mit diesbezüglich wichtigen Aussagen zu entnehmen
7. Rundfunkurteil
Beschluss vom 6. Oktober 1992
Hessen 3
BVerfGE 87, 181 Hessen 3 (1992)
- Finanzierungsgarantie ist Teil der Rundfunkfreiheit
- Werbeverbot für öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist zulässige Ausgestaltung der Rundfunkfreiheit

https://de.wikipedia.org/wiki/7._Rundfunk-Urteil
Volltext
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv087181.html

Siehe auch Diskussion im Forum u.a. unter
Worin erschöpft sich die "Finanzierungsgarantie" d. ö.r. Rundfunks?
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,21559.0.html

[...]

8. Rundfunkurteil
Urteil vom 22. Februar 1994
Rundfunkgebühren I
BVerfGE 90, 60 Gebührenurteil (1994)
- Staatsfreiheit der Gebührenfestsetzung
- Neuregelung des KEF-Verfahrens erforderlich

https://de.wikipedia.org/wiki/8._Rundfunk-Urteil
Volltext
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv090060.html


Die aus meiner Sicht wichtigen Aussagen:
BVerfGE 87, 181 - 7. Rundfunkentscheidung
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv087181.html
Zitat
RN81
Rundfunkanstalten haben wie jede Institution ein Selbstbehauptungs- und Ausweitungsinteresse, das sich gegenüber der ihnen auferlegten Funktion verselbständigen kann. [...]
und
BVerfGE 90, 60 - 8. Rundfunkentscheidung
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv090060.html
Zitat
RN 144
[...] Unter den Medien kommt dem Rundfunk wegen seiner Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft besondere Bedeutung zu. [...]


Das Selbstbehauptungs- und Ausweitungsinteresse verselbständigt sich mit dem "Framing-Manual" und der "Gemeinwohlbroschüre" anschaulich - und dem damit einhergehenden, offensichtlichen Versuch der moralischen Diskreditierung der Kritiker kommt angesichts der "Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft" des Rundfunks eine nicht zu unterschätzende Brisanz zu.


Wer diese Sachlage angesichts eines solchen Manipulations-Monstrums wie dem deutschen sog. "öffentlich-rechtlichen Rundfunk" kleinreden will, der braucht sich morgen nicht über die fatalen Konsequenzen zu wundern.


Ich für meinen Teil, als früherer durchaus loyaler Hörfunk-Nutzer (bis Ende 2012) und halbwegs williger Zahler (bis Ende 2012), werde diesem Monstrum NIE, jedenfalls NIE (wieder) freiwillig etwas finanzieren oder auch nur ansatzweise "moralische Unterstützung" geben oder auch nur geben können.

Die Messen sind ein für alle mal gelesen. Und Absolution werde ich jedenfalls nicht erteilen...
...nicht vor den fatalen historischen Hintergründen, vor denen sich dies hier alles abspielt.

Insofern bleibt inständig zu hoffen und weiter aktiv daran zu arbeiten, dass sich diese und ähnliche Erkenntnisse nunmehr durchsetzen - trotz bzw. gerade wegen des "framings".


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 04:25 von Bürger »

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #190 am: 20. Februar 2019, 02:48 »
Auf der Seite von web.de steht dieses framing groß als eines der Tagesthemen beschrieben:

web.de, 19.02.2019
"Framing-Manual": Gutachten der ARD löst heftige Debatte aus
Ein Gutachten der ARD sorgt für Diskussionen: In dem Text mit dem Titel "Framing Manual" hat eine Sprachwissenschaftlerin ausgearbeitet, wie die Sendeanstalt den Deutschen die Vorzüge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besser nahebringen kann. Kritiker sehen eine Anleitung zur Manipulation.
von Marie-Christine Fischer
Zitat
Um ein Gutachten der ARD aus dem Jahr 2017 ist eine heftige Debatte entbrannt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum "Framing Manual":

Was ist das "Framing Manual"?
[...]
Was sagen die Kritiker?
[...]
Was sagt die ARD?
[...]
Was sagt Elisabeth Wehling?
[...]

Verwendete Quellen:
Gutachten "Framing Manual" des "Berkley International Framing Institute"
"netzpolitik.org" vom 17. Februar 2018: "Wir veröffentlichen das Framing-Gutachten der ARD"
"Klarstellung zur aktuellen Debatte" von Elisabeth Wehling
dpa
"Spiegel Online" vom 18.2.2019: "Dokument der Angst"
"Welt" vom 11.2.2019: "Wie die ARD ihre Beitragszahler beeinflussen will"

weiterlesen unter
https://web.de/magazine/politik/framing-manual-gutachten-ard-loest-heftige-debatte-33571658


Ich gehe eher davon aus, dass sich das "moralische framing" vielmehr richtet an
a) das eigene Führungs- und Stammpersonal > sozusagen Aufrichtung der "Truppenmoral"
b) die "Kontrollgremien" aka "Rundfunkräte", KEF usw. bis hin zur Rechtsaufsicht (Staatskanzleien sowieso)
c) die Politik im Speziellen > moralisch-rhetorische Unterfütterung der Lobby-Arbeit von der "Rundfunkkommission" der Länder bis hin zu einzelnen Abgeordneten der Landesparlamente
d) die Öffentlichkeit im Allgemeinen > öffentliche Meinung zu eigenen Gunsten prägen/ Kritiker ins "moralische Abseits drängen"
e) die Richter/ Gerichte > Rechtsprechungs-Framing mit "Gutachten-Framing", Beck'scher Rundfunkkommentar usw.
f) ...
Hierbei, lt. user Bürgers Aussage, würde ich vermuten, dass es ähnlich ist, wie Ende 44/ Anfang 45, als man nochmal alle Kräfte mobilisierte, um den drohenden Untergang zu verhindern.

Direkt-Downlad bei fragdenstaat.de
Framing-Manual
Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD (PDF, 89 Seiten, ~1,5MB)
https://fragdenstaat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf
Sicherheitsabbild
https://web.archive.org/web/20190217213839/https://media.frag-den-staat.de/files/foi/157466/framing_gutachten_ard.pdf

Zitat
[...] Es führt kein Weg an einem strategischen Framing vor­bei, will man erfolgreich Mitbürger mobilisieren und sie heute und morgen für die ARD begeistern. [...]

Kann es sein, dass die Rundfunkführung ebenfalls einen drohenden Untergang herannahen sieht?


Edit "Bürger": Links/ Zitate zur Nachvollziehbarkeit ergänzt. Bitte selbst darauf achten.


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 04:25 von Bürger »

Offline PersonX

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #191 am: 20. Februar 2019, 03:40 »
Kann es sein, dass die Rundfunkführung ebenfalls einen drohenden Untergang herannahen sieht?

Bei den unter 40-Jährigen ist die Nutzung des öffentlichen Rundfunk praktisch bedeutungslos.
Diese Zahl war während der Rede von Frau Dr. Wille in Dresden zu hören.

Der Rundfunk "stirbt" so gesehen mit dem Bedeutungsverlust oder den Nutzern, welche entfallen. Kann ja ausgerecht werden. Die 40 Jährigen von heute sind nächstes Jahr 41.

Eine Strategie, diese Gruppe zu erreichen gibt es nicht, nur den Versuch ins Internet zu kommen. Das sagt aber nichts für die Bedeutung für die Zielgruppe aus. Ziel kann dabei nur sein für alle Altersklassen interessant zu werden. Das Problem, was immer übersehen wird, ist, dass eine Person, welche sich bereits abgewendet hat, nicht zurückkommt oder dass ein "neu Gewinnen" dieser Person Aufwand verursacht, der deutlich über dem liegt, eine Person nur zu halten. Aktuelle Personen/Nutzer über 40 Jahren lassen sich vielleicht leichter halten, weil diese nichts anderes kennen/zufrieden sind. Das kann mit der privat Wirtschaft und den Aufwendungen für Werbung verglichen werden. Stichworte sind dabei Erhaltungswerbung bzw. Neukundenwerbung.

Dem öffentlichen Rundfunk bröckeln somit beim Durchschnitt der Nutzer von 66 Jahren jährlich ein paar Nutzer weg. Die sterben sprichwörtlich wie die Fliegen. Ungefähr so, wie aktuell der Mangel an Fachkräften sichtbar werden wird, weil viele aus den geburtenstarken Jahrgängen von 1953 bis 1960 in Rente gehen werden, gleichzeitig aber junge Nachrückende fehlen. Ein Blick auf die "Pyramide" der Bevölkerung zeigt die Dimension. Hinzu kommen Renten, welche vielleicht so niedrig sind, dass der Anteil an Befreiten steigen wird. Der Rundfunk hat mehr als nur ein Strukturproblem.


Edit "Bürger" @alle:
Soweit zu möglichen Problemen als Ursache auch für das Framing.
Dies hier aber bitte nicht weiter vertiefen, da dies den Rahmen dieses Threads ebenfalls sprengt.
Hier bitte ausschließlich eng und zielgerichtet zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
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Danke für das Verständnis und die konsequente Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 04:24 von Bürger »
Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline KlarSchiff

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #192 am: 20. Februar 2019, 09:39 »
Indirektes Zitat von Frau Wehling aus der heutigen

FAZ, 20.02.2019 (Abo)
"Framing-Manual" der ARD
120.000 Euro für den Neusprech
Die ARD gibt bekannt, was das Schulungspapier, das die Linguistin Elisabeth Wehling für sie erarbeitete, die Beitragszahler gekostet hat. An dessen Inhalt hat in der ARD niemand etwas auszusetzen. Im Gegenteil.
von Michael Hanfeld

Zitat
[...]
Man solle nicht vom Rundfunkbeitrag, sondern von „Rundfunkbeteiligung“ sprechen, Beitragsverweigerer seien als „Beitragshinterzieher“, als „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ zu bezeichnen.   [...]

weiterlesen unter (Abo)
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-ard-zahlte-120-000-euro-fuer-das-schulungspapier-16049608.html


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 21:53 von Bürger »
Der deutsche Steuer-und Abgabenkuli stellt den Eliten eine Allmende bereit auf der sich jedes Rindvieh sattgrasen kann.
Horst Seehofer: "Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt und diejenigen die gewählt werden haben nichts zu entscheiden"

Offline Nichtgucker

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #193 am: 20. Februar 2019, 09:50 »
Wer Beteiligter einer Firma ist, kann auch bei Gesellschafterversammlungen (GmbH) bzw. Hauptversammlungen (Aktiengesellschaften) mitreden und über die Zusammensetzung der Geschäftsführung abstimmen.
Bei der Zombie-Behörde ARD geht das nicht.
 
Jemand, der sich gegen den Rundfunkbeitrag wehrt, Widerspruch einlegt oder Klage erhebt, ist kein Hinterzieher, der einen Tatbestand verschweigt. Was Frau Wehling da betreibt, geht in Richtung Rufmord.


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 19:30 von Bürger »

Offline MichaelEngel

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Re: Internes Handbuch: Wie die ARD kommunizieren soll
« Antwort #194 am: 20. Februar 2019, 10:10 »
Aus Wehlings Klarstellung
http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
Zitat
Inhalt des Auftrages des MDR während seines ARD-Vorsitzes war es, die Kommunikation der öffentlich-rechtlichen ARD als Institution zu analysieren und auf Basis der wissenschaftlichen Erfahrung aufzuzeigen, welche Alternativen zu welchen Worten mit welchen Bedeutungsinhalten besetzt sind.

Und zwar, um der Institution ARD darin eine gedankliche Grundlage zu schaffen für eine Kommunikation, die auf Basis der unbestrittenen Fakten den tatsächlichen Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Demokratie schon auf den ersten Blick besser erkennbar macht.

Dieser Satz aus Frau Wehlings Klarstellung sagt uns etwas sehr Wichtiges: Sie analysierte die Kommunikation, um Alternativen zu zeigen. Die Floskeln des Framing Manuals sind also letztendlich auf dem Mist der Rundfunkanstalten gewachsen, sind nicht als reine Erfindung von Frau Wehling zu betrachten. Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass der öffentlich rechtliche Rundfunk den Inhalt seines Selbstbildes nicht Frau Wehling überließ. Vom Inhalt der Floskeln wird sich die ARD nicht so leicht distanzieren können und wollen.

Nebenbei: Gewinner dieser Debatte ist sicher Frau Wehling, wahrscheinlich eine frische Postdoktorandin und Gründerin, die jetzt als Framing Expertin gilt.


Der amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sagt laut Bild
BILD, 19.02.2019
Sender-Chef nennt Aufregung "völlig übertrieben"
ARD zahlte 120 000 Euro für Umerziehungs-Fibel
[...]
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/ard-zahlte-120000-euro-fuer-umerziehungs-fibel-60240172
Zitat
„Die Aufregung um das Papier halte ich für völlig übertrieben. Es handelt sich um eine Workshop-Unterlage von 2017 und nicht um eine verbindliche Kommunikationsstrategie oder um eine Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden. Dies hat die ARD-Generalsekretärin bereits umfassend erläutert. Jede Landesrundfunkanstalt hat frei entschieden, wie sie mit den Erkenntnissen umgeht.“

Inhalt ist auf dem Mist des öffentlich rechtlichen Rundfunks gewachsen.

ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab "stellt klar":
ARD Pressemitteilung, 17.02.2019
Klarstellung von ARD-Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab**
Was hat es mit dem so genannten "Framing Manual“ auf sich?

[...]
Zitat
[...] Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird. […]
Weiterlesen auf:
http://www.ard.de/home/die-ard/presse-kontakt/pressearchiv/Klarstellung_zum_Framing_Manual/5314070/index.html(Link führt zu einem Angebot des örR. Zum Aufrufen der Webseite URL kopieren (Klick auf "Auswählen", dann ctrl+c), in einem neuen Browserfenster/-tab in die Adresszeile einfügen (ctrl+v) und bestätigen)

Inhalt ist auf dem Mist des öffentlich rechtlichen Rundfunks gewachsen.

In Faz.Net lesen wir:
FAZ, 20.02.2019 (Abo)
"Framing-Manual" der ARD
120.000 Euro für den Neusprech
weiterlesen unter (Abo)
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/framing-manual-ard-zahlte-120-000-euro-fuer-das-schulungspapier-16049608.html
Zitat
Die Reaktionen auf „Framing-Manual“ hält auch der ARD-Chefredakteur Becker für unverhältnismäßig. „Ich kann da keinen Skandal entdecken, wie einige das getan haben. Wir haben niemanden unter Mindestlohn bezahlt, wir haben niemanden unterdrückt. Ich finde das eine künstlich aufgeblasene Diskussion.“ Es sei gut, wenn sich die ARD mit Sprache und Begrifflichkeiten auseinandersetze, sagte Becker der dpa.

Selbstverständlich stinkt ihm sein eigener Mist nicht.


Edit "Bürger":
Links der Quellen mussten ergänzt werden.
Gem. Forum-Regeln sind für jegliche Zitate schon der Nachprüfbarkeit wegen nicht nur die Quelle, sondern bei verfügbaren Links auch die Links anzugeben.
Die Moderatoren können es nicht leisten, diese immer zu ergänzen, sondern sind auf die Eigenverantwortung und Regel-Einhaltung aller Mitglieder angewiesen.
Danke für das Verständnis und die zukünftige Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 21:53 von Bürger »