Autor Thema: Karola Wille: ARD muss bei Betriebsrenten auf niedrige Zinsen reagieren  (Gelesen 4216 mal)

Offline ChrisLPZ

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 03.06.2018

ARD muss bei Betriebsrenten auf niedrige Zinsen reagieren

Die niedrigen Zinsen der EZB zwingen die ARD, ihre Pensionsstruktur zu verändern. Darüber hinaus will der Senderverbund im IT-Bereich ansetzen, um Kosten zu sparen.

Interview mit Prof. Dr. Karola Wille 

Zitat
Die ARD hat in den vergangenen Jahren Pläne entwickelt, um Einsparungen vorzunehmen. Die Pläne wurden von der damaligen ARD-Vorsitzenden Karola Wille maßgeblich vorangetrieben worden und unter anderem vor dem Wirtschaftsrat der CDU präsentiert. Die Ansätze zeigen, wie komplex die Strukturen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk geworden sind. Der MDR, dessen Intendantin Wille ist, hat den ARD-Vorsitz mittlerweile an den Bayrischen Rundfunk weitergegeben. Den Deutschen Wirtschaftsnachrichten erläutert Wille die Grundgedanken der angestoßenen Reform.

Sie haben eine breite Untersuchung veranlasst, um die Kosten der ARD zu analysieren. Was sind die Kernergebnisse?
Karola Wille: Wir haben im vergangenen Jahr keine Kostenanalyse vorgelegt, sondern ein Reformpaket, das mit tiefgreifenden Veränderungsprozessen die Chancen der Digitalisierung nutzt, um unser Publikum mit vielfältigen Qualitätsinhalten noch besser erreichen zu können und damit zugleich auch die Akzeptanz unseres gemeinsamen freien Rundfunks immer wieder neu zu festigen. Die Strukturreform, die im Kern den technologischen Wandel nutzt, dient einerseits der Effizienz bei der Wahrnehmung unseres Auftrags und hebt dadurch zugleich kurz- und längerfristige Einsparpotenziale. Am Ende wird die Optimierung programmstützender Prozesse zu wesentlichen Synergieeffekten führen. Die ARD wird sich inhaltlich zu einem crossmedialen, strukturell integrierten föderalen Medienverbund entwickeln. Die Inhalte werden also nach Möglichkeit medienübergreifend für TV, Radio, Netz und mobile Endgeräte recherchiert, konzipiert und produziert. Es geht ganz grundsätzlich darum, auch künftig den Beitrag eines unabhängigen, gemeinsamen, freien Rundfunks für den öffentlichen Diskurs und damit für den demokratischen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu sichern.

Die Strukturprojekte betreffen die Bereiche Verwaltung, Technik und Produktion. Die Strukturen hinter dem Programm sollen schlanker, die Zusammenarbeit als grundlegendes Prinzip verankert werden. Der crossmediale Umbau der ARD ist ein tiefgreifender Prozess, der viele Jahre in Anspruch nehmen wird. Insgesamt gehen wir von einem geschätzten Einsparvolumen aus den Strukturprojekten von 588 Mio. € bis 2028 aus.

Schlüsselprojekte sind eine gemeinsame IT-Strategie, standardisierte Software in der Verwaltung oder crossmediale Mediendatensysteme zur vereinfachten Archivierung […]

Welches sind die größten Herausforderungen auf der Kostenseite der ARD?
[…]
Ein Ergebnis können Sie ja schon vorlegen, und zwar auf der Seite der Betriebsrenten. Wie sieht das aus?
[…]
Sind Sie mit dieser Regelung der Beschränkung für neue Mitarbeiter auf der sicheren Seite?
[…]
Welche Auswirkungen hat die Niedrigzinspolitik der EZB?
[…]
Wie war die Reaktion der Mitarbeiter auf die neue Regelung?
[…]
Wie würde sich das Szenario ändern, wenn die Zinsen steigen?
[…]
Sie wollen auch den IT-Bereich straffen – eine Herkulesaufgabe. Was ist geplant?
[…]
Welche Rolle erhoffen Sie sich von den Betriebsräten?
[…]
Welche Bereiche könnte die ARD – IT-mäßig gesehen – aufgeben, um zu sparen?
[…]
Wieviel IT ist jetzt schon outgesourct – und könnte es noch mehr werden?
[…]
Welche Rolle spielt auf der Kostenseite das Internet?
[…]
Wie soll sich das Internet entwickeln? Wachsen – und andere Bereiche müssen zurückstecken? Oder müssen sich die Web-Auftritte nach der Decke strecken?
[…]
Welche Rolle spielen externe Produktionen? Vor allem bei Talkshows wäre es vermutlich billiger und transparenter, wenn man Moderatoren verpflichtet und nicht gleich deren ganze Firma?
[…]
Welche Einschränkungen könnte es im Programm geben?
[…]
Welche konkreten Schritte wurden in Ihrer Ära als ARD-Vorsitzende eingeleitet, um das Sparprogramm umzusetzen?
[…]
Rechnen Sie mit erheblichen internen Reibungsverlusten?
[…]

Prof. Dr. Karola Wille ist Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks. Als Filmintendantin hält Prof. Dr. Karola Wille die Kontakte zur Produzentenallianz und anderen Verbänden und Organisationen im Filmbereich. Darüber hinaus vertritt sie die ARD im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt FFA.

Weiterlesen auf:
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/06/03/ard-muss-bei-betriebsrenten-auf-niedrige-zinsen-reagieren/


Siehe u.a. auch unter
Kleine Anfrage SN: Betriebsrenten des MDR (Mai 2018)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,27670.0.html


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« Letzte Änderung: 03. Juni 2018, 16:02 von Bürger »

Offline linkER

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Focus     18.09.2016

Bemühen um mehr Transparenz
So viel Rente erwartet ARD-Intendantin Karola Wille

Als erste Intendantin eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders hat die ARD-Vorsitzende Karola Wille über ihre Pensionsansprüche gesprochen.
Zitat
Der „Bild am Sonntag“ sagte die 57-Jährige: „Je nachdem, wie lange ich den Job mache, steigt der Anspruch auf maximal 75 Prozent des letzten Grundgehalts.“
Zitat
Eigenen Angaben zufolge verdient Wille momentan 275.000 Euro im Jahr. Somit stünden der MDR-Chefin in ihrer Rente 17.187 Euro im Monat zu.
Weiterlesen auf :
https://www.focus.de/finanzen/videos/altersvorsorge-so-viel-rente-erwartet-mdr-chefin-karola-wille_id_5954387.html



Edit DumbTV:
Siehe dazu auch den Thread:
MDR-Intendantin Karola Wille legt ihre Pensionsansprüche offen (17.000€/mtl)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20248.msg130746.html#msg130746


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« Letzte Änderung: 03. Juni 2018, 11:29 von DumbTV »

Offline drboe

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  • Ersatzmaßstab Wohnung: das BVerfG erklärt die Welt
Nach der Eingangsfrage kommt zunächst ein Wortschwall Dann der Satz

Zitat
Die größte Herausforderung ist es, mit einer konsequent am gemeinwohlorientierten Auftrag ausgerichteten Finanzierung, die zuletzt unterhalb der Teuerungsrate lag, die digitale Transformation zu bewältigen.

Die Finanzierung lag zuletzt unter der Teurungsrate? Wie muss ich mir das vorstellen? Finanzierung und Teurungsrate im Bett und die Teurungsrate liegt beim "Sie wissen schon was" oben?

Selbst wenn ich mit viel gutem Willen annehme, dass dieser Satz bedeuten soll, dass die Zuwächse bei der Finanzierung geringer ausfielen als die Teurungsrate, so ist das a) ziemlich sicher gelogen, man konnte die Einnahmen aus dem sogn. Rundfunkbeitrag kräftig steigern, und b) hätte dies der ÖR-Rundfunk, selbst wenn es stimmen würde, mit den meisten Bürgern gemein. Die würden gern Einkommenszuwächse verzeichnen, wie es der ÖR-Rundfunk seit 2013 bei der von den Bürgern abgepressten Beiträgen erlebt.

M. Boettcher


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Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline Zeitungsbezahler

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Wohlbemerkt handelt es sich um eine zusätzliche Rente, vergleichbar mit einer Betriebsrente, wie es sie bei vielen Arbeitgebern aus der Industrie gibt. Denn Anspruch auf die gesetztliche Rente erwirbt man im Arbeitsleben ja auch noch, nur dass die Betriebsrenten eher nie die gesetzlichen Renten übersteigen sondern etwas aufstocken sollen.

Die Betriebsrenten sind kapitalfinanziert, das bedeutet, dass während des Arbeitslebens des späteren Betriebsrentners diese von ihm auch erwirtschaftet wurden, unabhängig, ob er von seinem Lohn oder Gehalt selbst etwas dazugesteuert hat oder der Arbeitgeber es von sich aus leistet, es wurde mit Hilfe der Produktivität des Arbeitnehmers finanziert.

Eine zusätzliche Zahlung aus Zwangsabgaben zu leisten hat natürlich nichts mit der Produktivität des ÖRR-Angestellten zu tun und verfehlt damit auch den Sinn einer solchen zusätzlichen (späteren) Entlohnung für das Alter.


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« Letzte Änderung: 07. Juni 2018, 16:30 von Bürger »

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