Autor Thema: "No-Billag" und die Fairness der Medien  (Gelesen 702 mal)

Offline ChrisLPZ

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"No-Billag" und die Fairness der Medien
« am: 01. März 2018, 08:40 »

Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fd/Deutschlandfunk.svg/320px-Deutschlandfunk.svg.png

Deutschlandfunk, 01.03.2018

"No-Billag" und die Fairness der Medien

Am 4. März entscheiden die Schweizer darüber, ob der Rundfunkbeitrag vollständig abgeschafft werden soll. Die Initiative "No-Billag", die von jungen Konservativen angestoßen worden sei, habe auch ihr Gutes, meint der Medienwissenschaftler Wolfgang Hagen.

Von Wolfgang Hagen

Zitat
"Radio und Fernsehen tragen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung bei. (...) Sie stellen die Ereignisse sachgerecht dar und bringen die Vielfalt der Ansichten angemessen zum Ausdruck." So heißt es in Artikel 93 der Schweizer Bundesverfassung. Daran störten sich ein paar Dutzend junge Leute aus dem Dunstkreis der konservativ-liberalen Freidemokraten und der national-konservativen Volkspartei. Sie waren es, die den Volksentscheid initiierten, über den wir seit Wochen reden. Ihr Hauptanliegen ist der Wegfall von Artikel 93. Stattdessen soll in der Verfassung stehen: "Der Bund oder durch ihn beauftragte Dritte dürfen keine Empfangsgebühren erheben." Das wäre das verfassungsmäßige Ende jedes öffentlichen Rundfunks.
Meine Filterblase, mein Echoraum

"Wir wollen nur dafür zahlen, was wir konsumieren, und nicht für das, was irgendwer anderes schaut oder hört", lautet ihr Standpunkt. Eine konsequent neo-liberale Haltung, die Medien für ein bloßes Konsumgut erklärt. […]

Fairness geht nur in einer solidarischen Gesellschaft
[…]
Es kommt auf die Berichterstattung an
[…]

Zitat
Wolfgang Hagen ist Medienwissenschaftler und Professor an der Leuphana-Universität in Lüneburg. Von 2002 bis 2012 war er Leiter der Kultur- und Musikabteilungen sowie Leiter der Medienforschung im Deutschlandradio Kultur.

Weiterlesen auf:
http://www.deutschlandfunkkultur.de/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-no-billag-und-die-fairness.1005.de.html?dram:article_id=411906


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Offline drboe

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Re: "No-Billag" und die Fairness der Medien
« Antwort #1 am: 01. März 2018, 09:10 »
Den Leuten beim Deutschlandfunk muss wohl der Arsch mit Grundeis gehen. Anders ist die Fülle der Beiträge des Senders zu NoBillag in der Schweiz kaum zu verstehen. Überhaupt die Schweiz; über die wird normalerweise doch kaum berichtet, außer ggf. wenn mal wieder eine Steuer-CD angekauft wird.

M. Boettcher


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Offline Blitzbirne

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Re: "No-Billag" und die Fairness der Medien
« Antwort #2 am: 01. März 2018, 09:22 »
ich habe eher den Eindruck, die öR würden (noch) kein Wort über die anstehende Entscheidung verlieren.

Sollte sich die Schweiz jedoch gegen die Abschaffung entscheiden, was ich befürchte, werden die nur noch über dieses Thema berichten, da sie sich dann bestätigt sehen werden. Bei einer Niederlage wird man jedoch ruhig bleiben um hier in Deutschland keine weiteren schlafenden Hunde wecken.

Noch ist alles ruhig.

Ich befürchte, dass es keine Abwahl der Billag geben wird, da die Schweizer noch etwas zu konservativ sind. Bereits letztes Jahr wurde über das bedingungslose Grundeinkommen abgestimmt. Selbst dieses hatte keine Chance, da vielen dieses Konstrukt noch zu fremd erschien und man hier kein Versuchskaninchen sein wollte.


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Re: "No-Billag" und die Fairness der Medien
« Antwort #3 am: 01. März 2018, 09:33 »

Ich befürchte, dass es keine Abwahl der Billag geben wird

Das befürchte ich auch. Und das Triumphgeheule der ÖR wird ohrenbetäubend sein.

Es wird wirklich viel über diese Schweizer Abstimmung berichtet und dagegen geschossen. Und nun stelle man sich mal vor, wir in Deutschland würden so einen Volksentscheid machen (hypothetisch, ich weiss, aber nur mal angenommen):
Aus welchen Kanonen würden die Sender dann schiessen, um den deutschen Bürger davon zu überzeugen, dass der ÖR das wichtigste auf der Welt ist und dass alle Kritiker Idioten sind...?


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Offline drboe

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Re: "No-Billag" und die Fairness der Medien
« Antwort #4 am: 01. März 2018, 10:38 »
@Blitzbirne: ich meine explizit den Deutschlandfunk und finde die Anzahl von Meldungen binnen einer Woche schon auffällig. Dieses "Trommelfeuer", bei dem sich der ÖR-Rundfunk ganz praktisch selbst zum Thema macht, ist sicher kein Zufall.

"No-Billag" und die Fairness der Medien 01.03.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26574.msg167055.html#msg167055

Rundfunkgebühren in der Schweiz: "Vertrauen wir dem Markt" 28.02.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26567.msg167000.html#msg167000

Hauptsache rentabel - Wie wäre Deutschland ohne öffentlich-rechtlichen Rundfunk? 26.02.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26543.msg166894.html#msg166894

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Medienethiker rufen zur Stärkung auf 25.02.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26526.msg166797.html#msg166797

DLF: Ende des Solidaritätsprinzips? Der ÖR und sein Beitrag zur Demokratie 24.02.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26513.msg166735.html#msg166735

Deutschlandradio-Intendant wünscht sich mehr Rückenwind 23.02.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26496.msg166664.html#msg166664

DLF Podcast: Grundversorgung überflüssig? 23.02.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26503.msg166706.html#msg166706

DLF: "No Billag" - Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Schweiz unter Druck 22.02.2018
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26489.msg166629.html#msg166629

M. Boettcher


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Offline Blitzbirne

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Re: "No-Billag" und die Fairness der Medien
« Antwort #5 am: 01. März 2018, 10:50 »
ich persönlich begrüße es, dass das Thema jetzt so richtig hochkocht, unabhängig davon, wie es in der Schweiz ausgehen wird. Mehr und mehr Bürger setzen sich damit auseinander und die Medien versuchen so gut wie noch möglich dazustehen, was aber immer mehr Leute durchschauen, wie es in Wahrheit ist.


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« Letzte Änderung: 01. März 2018, 11:05 von Blitzbirne »
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Offline Markus KA

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  • Das Ende des Rundfunkzwangsbeitrags naht!
Re: "No-Billag" und die Fairness der Medien
« Antwort #6 am: 01. März 2018, 11:11 »
Zitat
"Stattdessen soll in der Verfassung stehen: "Der Bund oder durch ihn beauftragte Dritte dürfen keine Empfangsgebühren erheben." Das wäre das verfassungsmäßige Ende jedes öffentlichen Rundfunks."
http://www.deutschlandfunkkultur.de/was-bei-no-billag-auf-dem-spiel-steht-faire.1005.de.html?dram:article_id=411906

Diese Logik erscheint mir äußerst fragwürdig. Abgesehen davon, dass niemand behauptet, dass dies in der Verfassung stehen soll, kann niemand ins Blaue hinein behaupten, das wäre das Ende jedes öffentlichen Rundfunks.

Es wäre unzweifelhaft erstmal das Ende von Zwangsgebühr.

Man sollte die Schweizer Bevölkerung darauf hinweisen, dass eine Einführung eines Zwangsbeitrages gemäß dem deutschen Beispiel, der Schweiz möglicherweise eine Welle von Zwangsvollstreckungen (wie in Deutschland ca. 1,5 Millionen) und die Zwangshaft bervorstehen würde.


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KEIN ZWANGSBEITRAG - 20 MIO. MAHNMASSNAHMEN, 3 MIO. MAHNUNGEN, 1.3 MIO. VOLLSTRECKUNGSERSUCHEN - KEINE ZAHLUNG - ICH MACH MIT! - MIT 18 HAT MAN NOCH TRÄUME, MIT 18 BIST DU JETZT SCHULDNER BEIM BELANGLOSEN RADIOSENDER UND DAS LEBENSLÄNGLICH! 

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