Autor Thema: FAZ > Rundfunkabgabe - Direkt ins Netz befördern  (Gelesen 1699 mal)

Offline Uwe

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FAZ > Rundfunkabgabe - Direkt ins Netz befördern
« am: 11. August 2015, 17:14 »


Rundfunkabgabe
Direkt ins Netz befördern


Muss ein von uns allen finanziertes Medienangebot unbedingt ARD oder ZDF heißen? Mit dem Rundfunkbeitrag könnte man doch einmal etwas ganz und gar Neues wagen. Denn die Vielfalt des Angebots liegt im Internet. Ein Vorschlag.

Millionenschwere „Abbruchkosten“ für den Vorruhestand von Thomas Gottschalk, fragwürdige Statistiken, mit denen die ARD-Programmdirektion ihre falschen Versprechungen zum Stellenwert dokumentarischer Programme im „Ersten“ beschönigt, jetzt auch noch der Verdacht auf Preisabsprachen im unentwirrbaren Dschungel öffentlich-rechtlicher Tochterfirmen.

Dazwischen oszillieren mantraartige Beschwichtigungsversuche der Fernseh-Verantwortlichen zwischen Trotz und Chuzpe. Dass es das ZDF kürzlich fertigbrachte, die Forderung von Urhebern und Produzenten nach einer gerechten Vergütung der Online-Nutzung als „Angriff auf die Programmautonomie“ abzukanzeln, war kein argumentativer Fehlgriff mehr - es war ein Ausdruck von Hilflosigkeit und schierer Verzweiflung.
Nein, Pressesprecher einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt möchte man in diesen Tagen lieber nicht sein.

weiterlesen auf:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/rundfunkbeitrag-ein-vorschlag-zur-umverteilung-13743490.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2


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« Letzte Änderung: 11. August 2015, 22:50 von Bürger »

Offline Viktor7

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Re: FAZ > Rundfunkabgabe - Direkt ins Netz befördern
« Antwort #1 am: 11. August 2015, 18:27 »
Zitat
Warum sollten dann nicht auch „Direktanbieter“ anspruchsvoller Inhalte im Internet an der Haushaltsabgabe partizipieren, wenn sie sich klar definierten Qualitätskriterien und einer öffentlichen Kontrolle - etwa durch die Aufsichtsgremien der Landesmedienanstalten - unterwerfen?

Die Idee rührt wahrscheinlich aus der Feder der öffentlich-rechtlichen Anstalten, um die eigene Haut und Zwangsgelder zu sichern.

Bei der Rundfunkfreiheit geht es um eine Freiheit und diese kann nicht auf der Unfreiheit des Rezipienten bauen, in dem dieser mit einer Dienstleistung genötigt, belästigt und bevormundet wird.


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« Letzte Änderung: 11. August 2015, 22:50 von Bürger »

Offline Sophia.Orthoi

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Re: FAZ > Rundfunkabgabe - Direkt ins Netz befördern
« Antwort #2 am: 11. August 2015, 22:35 »
Auch die F.A.Z. darf mal eine blöde Frage stellen. Oder will sie vielleicht auf Grund blöden Aufsätzen wie dieser, an der Haushaltsabgabe partizipieren?

Zitat
Warum sollten dann nicht auch „Direktanbieter“ anspruchsvoller Inhalte im Internet an der Haushaltsabgabe partizipieren, wenn sie sich klar definierten Qualitätskriterien und einer öffentlichen Kontrolle - etwa durch die Aufsichtsgremien der Landesmedienanstalten - unterwerfen?
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/rundfunkbeitrag-ein-vorschlag-zur-umverteilung-13743490.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2


Edit "Bürger":
Separaten Beitrag hier rein verschoben.
Bitte *immer* vor dem Erstellen neuer Beiträge erst die Suchfunktion des Forums ausgiebig nutzen.
Diese lieferte mit der Kombination "Direkt ins Netz befördern" auf Anhieb den hiesigen Treffer.
Danke für die zukünftige Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 11. August 2015, 22:54 von Bürger »

Offline Bürger

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Re: FAZ > Rundfunkabgabe - Direkt ins Netz befördern
« Antwort #3 am: 11. August 2015, 23:00 »
Man beachte Bitte:

Der Autor ist "Thomas Frickel" - auch zu diesem sind im Forum per Suchfunktion schon einige (durchaus positive) Einträge zu finden... ;)

Seines Zeichens "geschäftsführender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK)"
https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Frickel
ist ihm u.a. der Aufruhr bzgl. Gottschalks geleaktem Vertrag mitzuverdanken

ARD zahlte Gottschalk saftige Abfindung von 2,7 Mio Euro.
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,14304.0.html

...aber jetzt muss ich erst mal selbst den Artikel lesen ;)


So - gelesen.
Anständig formuliert.
Diskussionswürdig - immerhin.

Ich befürchte allerdings, dass - solange das aktuelle unrechte System besteht und es so akute Vollstreckungsfälle usw. gibt, derer wir uns hier tagtäglich konfrontiert sehen - keiner so recht die Muße hat, schon über solcherlei andere Modelle ernsthaft nachzudenken...?

Immerhin stünde die Frage, ob nicht auch ein Forum wie dieses - und wir alle als "Blogger" - dann nicht ebenfalls Anrecht auf entsprechende Förderung hätten... ;)


Wiederum, wenn wir hier von lediglich einem Zehntel des bisherigen Gesamtetats sprechen (und ich verstehe das nicht als "obendrauf", sondern als *Ersatz* für die aktuelle Abgabe)...
Zitat
Man stelle sich vor: Nur zehn Prozent des Betrages, der den bestehenden Sendern zufließt, würde direkt an hochwertige, aufregende, kulturell bedeutsame, gesellschaftlich relevante Internet-Projekte vergeben, die dafür dauerhaft, weil fair bezahlt, im Netz verfügbar bleiben. 800 Millionen Euro für Filmvorhaben, Live-Inszenierungen, Blogs, Podcasts, Online-Enzyklopädien. Geld, das eins zu eins in ein völlig neuartiges Programmangebot fließt - direkt und ohne den schwerfälligen Verwaltungsapparat der Sender, ohne Direktoren und ein Dutzend Intendanten, von denen die meisten besser bezahlt werden als die deutsche Bundeskanzlerin. Ohne überteuerte Sportrechte-Käufe, ohne geldgierige Moderatoren - welch ein gewaltiger kreativer Schub könnte unser Land erfassen!
...und wenn dieser Betrag dann auch noch *sozial*, d.h. einkommensabhängig finanziert würde, dann würde vermutlich keiner hier mehr "ächzen", weil es sich dann eben tatsächlich nur noch um Beträge im Krümelbereich handeln würde.

Wie ich sagte: Diskussionswürdig - immerhin ;)


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« Letzte Änderung: 11. August 2015, 23:11 von Bürger »

Offline ohmanoman

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Re: FAZ > Rundfunkabgabe - Direkt ins Netz befördern
« Antwort #4 am: 11. August 2015, 23:57 »
Zitat
...und wenn dieser Betrag dann auch noch *sozial*, d.h. einkommensabhängig finanziert würde, dann würde vermutlich......

die Richter auf der Klägerbank sitzen!

ohmanoman


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