Herr Buhrow ist ein Blender und Schieber, anders kann man es nicht bezeichnen.
Großes Treffen der
Edelfrauen und
Edelmänner in Bremen bei
Yvette von Gerner, nebst (Wach-)Hund. Anschließend noch große Pressekonferenz bei
Thomas von Köln.
Und, ist da irgendetwas bei rausgekommen? Natürlich nicht.
Oh! Halt! Es ist schon was bei rausgekommen. Nämlich, dass nach Möglichkeit alles so weiterlaufen soll, wie immer.
Herr Buhrow schmeißt mit Nebelkerzen um sich, dass man meinen könnte, er verfüge über einen unbegrenzten Vorrat.
Ein Beispiel für eine sehr große Nebelkerze haben wir vor einigen Wochen, es war ein Samstag, erlebt. Große Eilmeldung:
"Die ARD entzieht der RBB Geschäftsleitung das Vertrauen."
Hm, sehr beeindruckend und auch bestimmt sehr wirksam. (
Allerdings nur bei denen, die auf sowas tatsächlich noch hereinfallen.)
Die eigentliche Message, die er rüberbringen wollte, folgte nämlich gleich im Anschluß. Die Nebelkerze war dagegen nur die Einleitung.
Bei den Vorkommnissen im RBB handelt es sich selbstverständlich nur um das Versagen von Einzelpersonen.
Eigentlich läuft doch alles ganz prima und es müssen lediglich einige kleine Nachbesserungen vorgenommen werden.
Das wirklich Komische dabei ist, dass Frau Schlesinger gar nicht einmal so Unrecht hat, wenn sie sich jetzt als
Sündenbock sieht. Nun, wenn das Boot schon voll Wasser und kurz vorm Untergang ist, dann schmeißt man doch lieber eine Person raus, als mit unterzugehen.

Und als Schieber ist Herr Buhrow auch sehr talentiert:
Aber, auch das sei klar: „Man kann von uns nicht erwarten, dass wir allein für eine schlankere ARD sorgen.“ Da sei die Politik am Zug.
Ja, doch, natürlich. Das ist sehr praktisch, wenn man den "
Schwarzen Peter" einfach weiterschieben kann. In diesem Fall an die Politik. Nur, was sollte denn die Politik nach seiner Meinung nun konkret tun können? Eine Antwort darauf bleibt er schuldig.
Die Politik kann den gesetzlichen Auftrag definieren, also die Bereiche, die abgedeckt sein sollen. Macht sie ja auch schon seit Jahrzehnten mittels der Rundfunkstaatsverträge und jetzt mit dem Medienstaatsvertrag.
Allerdings vergißt Herr Buhrow zu erwähnen, dass die Anstalten selber autonom bestimmen, was für die Erfüllung des Auftrags erforderlich ist.
Die Politik legt zwar den Rahmen fest, aber nicht die Inhalte oder die Quantität.
Man stelle sich kurz einmal vor, ein Politiker würde sagen, dass es nicht für jede Stadt in Deutschland eine eigene SOKO-Serie geben muß. Die Anstalten sollen das doch bitte reduzieren.
Dann möchte ich nicht das darauf folgende Gekrähe von Programmautonomie und Eingriff in die Rundfunkfreiheit hören.
Oder hat etwa die Politik bestimmt, dass zu dem CDU-Parteitag gleich eine ganze
Völkerwanderung von Journalisten und Technikern stattgefunden hat?
Hat etwa die Politik bestimmt, dass zu der anstehenden Beerdigung von Queen Elizabeth II. in London gleich zwei Anstalten separat mit nicht unerheblichem Aufwand anrücken sollen?
Und zu allem Überfluss werden diese beiden Anstalten ihre Produktionen dann noch parallel verbreiten.
Sorry, Herr Buhrow. Aber wenn die Anstalten selber die Inhalte und auch die Quantität bestimmen können, dann kann man sehr wohl erwarten, dass sie beides etwas sorgfältiger und auch sparsamer abwägen.