Autor Thema: Programmbeschwerde:Braunkohle-Verein wirft RBB tendenziöse Berichterstattung vor  (Gelesen 174 mal)

Offline ChrisLPZ

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Tagesspiegel, 07.02.2019

Pro-Braunkohle-Verein wirft RBB tendenziöse Berichterstattung vor

Von Markus Ehrenberg

Zitat
Ob Waldrodung am Hambacher Forst, Feinstaub, Tempolimit, Energiewende oder das Thema Migration - der Vorwurf der tendenziösen Berichterstattung gehört fast zur Begleitmusik von Presse, Rundfunk, vor allem aber Fernsehen, den öffentlich-rechtlichen Sender und ihren Informationssendungen. Jüngstes Beispiel: Der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“ hat die Berichterstattung des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über die Besetzung zweier Braunkohle-Tagebaue am Montag als tendenziös kritisiert.

Man bitte den Rundfunkrat des RBB um Prüfung, inwieweit Redaktion und Moderation eines Beitrags der Nachrichtensendung „Brandenburg Aktuell“ „hier in Widerspruch zum RBB-Staatsvertrag“ handelten, schrieb der Verein am Dienstag in einem offenen Brief an das Gremium **.

Der RBB weist diese Vorwürfe zurück. Ein Beitrag über die Besetzung wäre unvollständig gewesen, so ein Sprecher des Senders, wenn nicht auch über die Motive der Besetzer berichtet würde, ebenso über den Charakter der Besetzung. „Den Aussagen der Besetzer wird in dem Stück unmittelbar die inhaltlich entgegengesetzte, ausführliche Einschätzung des Bergbauunternehmens gegenüber gestellt.“ […]

Kein Einzelfall. Auch das ZDF-„heute-journal“ als aktuelles Nachrichtenmagazin eines öffentlich-rechtlichen Senders kenne Vorwürfe, tendenziös oder nicht neutral zu berichten, sagt Katharina Wilms, stellvertretende Redaktions-Leiterin. […]

"Die Zahl der offiziellen Programmbeschwerden, bei denen es um eine mögliche Verletzung des Staatsvertrags geht, ist bei ,ARD-aktuell' im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen", sagt Kai Gniffke, Chef von ARD aktuell […]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/im-widerspruch-zum-staatsvertrag-pro-braunkohle-verein-wirft-rbb-tendenzioese-berichterstattung-vor/23956056.html

** Direktlink zum offenen Brief:
https://www.pro-lausitz.de/index.php/aktuelle_nachrichten/items/offener-brief-an-den-rundfunkrat-des-rundfunk-berlin-brandenburg-rbb.html


Zum Thema Programmbeschwerden siehe u.a. auch:
Können wir uns wehren? - „Was nützen Programmbeschwerden?“
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26156.0

Neues aus dem Fernsehrat (31): Mehr ‚Senderferne‘ für die Rundfunkaufsicht
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29494.0
Zitat
[…] Ebenfalls fragwürdig ist der Eindruck, den der Umgang mit Programmbeschwerden erzeugt. In den über zwei Jahren meiner Mitgliedschaft im Fernsehrat wurde keiner einzigen Programmbeschwerde „stattgegeben“. (Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie das offizielle Wording wäre, sollte der Fernsehrat einmal einer Beschwerde zustimmen. Es kam ja bislang nicht dazu.) […]

Massenliquidation von Programmbeschwerden
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,26777.0

Danke an User "scottel" für den Hinweis

Anmerkung:
Zitat von: Leitsätze zum Urteil des Ersten Senats vom 18. Juli 2018, Rn. 80
Dies alles führt zu schwieriger werdender Trennbarkeit zwischen Fakten und Meinung, Inhalt und Werbung sowie zu neuen Unsicherheiten hinsichtlich Glaubwürdigkeit von Quellen und Wertungen. Der einzelne Nutzer muss die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt. Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zurücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden (vgl. dazu Brinkmann, ZUM 2013, S. 193 <195, 198>; Dörr/Holznagel/Picot, ZUM 2016, S. 920 <936 f., 940 f.>; Drexl, ZUM 2017, S. 529 <530 ff.>; Langbauer/Ripel, MMR 2015, S. 572 <573>; Milker, ZUM 2017, S. 216 <221>).

siehe auch:
Bieten ARD und ZDF Orientierung?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28149.0

Diese Pressemeldung dient rein informativen Zwecken und bleibt für die Diskussion geschlossen, da aus Gründen der Übersicht, Thementreue und zielgerichteten Diskussion einer Vielzahl akuter und konkreter Probleme mit dem sog. "Rundfunkbeitrag" das Forum vertiefende Diskussionen zu diesem Thema nicht leisten kann.
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« Letzte Änderung: 09. Februar 2019, 09:33 von ChrisLPZ »

Offline ChrisLPZ

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Focus, 08.02.2019

Zu viel Sendezeit für Öko-Aktivisten? Kritik an Öffentlich-Rechtlichen im Kohlestreit

Der Rundfunk Brandenburg-Berlin (RBB) steht in der Kritik: Der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“  wirft dem öffentlich-rechtlichen Sender vor, tendenziös über die Besetzung von Baggern durch Öko-Aktivisten im Lausitzer Braunkohlerevier berichtet zu haben.

Zitat
[…]
Rechtsbruch wird nicht erwähnt
[…]
RBB weist Vorwürfe zurück
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.focus.de/politik/deutschland/tagebau-blockade-in-der-lausitz-zu-viel-sendezeit-fuer-oeko-aktivisten-kritik-an-oeffentlich-rechtlichen-im-kohlestreit_id_10293010.html


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