Autor Thema: Warum TV-Sender sich vor Sprachassistenten fürchten  (Gelesen 252 mal)

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Warum TV-Sender sich vor Sprachassistenten fürchten
« am: 31. Oktober 2018, 17:30 »

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wiwo.de        30.10.2018

von Peter Steinkirchner
Warum TV-Sender sich vor Sprachassistenten fürchten

In immer mehr deutschen Haushalten stehen sprachgesteuerte Assistenten. Damit kommt Alexa, Siri und Co. eine Türsteher-Funktion zu: Sie entscheiden, was dem Nutzer vorgeschlagen wird. Experten reagieren alarmiert.
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„Hallo Magenta, suche Nachrichten“ – es sind Befehle wie dieser, die nicht nur den Chefs von Fernsehsendern wie ProSieben und RTL, ARD und ZDF, n-tv und Sport 1 schlaflose Nächte bereiten. Denn der neue Sprachassistent der Deutschen Telekom wird womöglich bald in vielen Wohnungen darüber entscheiden, welche TV-Programme dort geschaut werden. Der Bonner Riese hat den smarten Assistenten für die nahe Zukunft angekündigt und will so der mächtigen US-Konkurrenz wie Amazons Alexa, Apples Siri und Google Home Paroli bieten.
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Doch die Privatsender treibt die Sorge um, dass die Politik zu langsam vorankommt, Themen wie Sprachassistenten und Empfehlungssysteme gar nicht richtig auf dem Schirm hat und daher von den Anbietern gerade Fakten geschaffen werden. Sendervertreter treiben vor allem drei Themen um: Sie fordern von Empfehlungssystemen Transparenz, einen offenen Zugang und die Auffindbarkeit ihrer Angebote. „Die Zukunft braucht Regeln“, sagt etwa Matthias Kirschenhofer, Geschäftsführer beim Münchner Anbieter Sport1. Es gehe darum, die Vielfalt der eigenen Inhalte im Wettbewerb mit global agierenden Anbietern sichern zu können.
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Doch das gilt nicht nur für Alexa und Co. Auch auf Magenta TV, der neuen TV-Plattform der Deutschen Telekom, die diese jüngst vorgestellt hat, herrscht reichlich Gedrängel. Neben einem Streamingangebot mit Eigenproduktionen wie der Comedyserie „Deutsch-Les-Landes“ mit „Stromberg“-Darsteller Christoph Maria Herbst gehört dazu auch eine Mediathek, in der die Telekom ihren Kunden rund 100 TV-Sender anbietet. „Und wenn dann ein Zuschauer den Sprachassistenten auffordert, Nachrichten zu zeigen – wessen Programm sucht der dann aus?“, fragt nicht nur n-tv-Chef Demmel.
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Wolfgang Elsässer, der bei der Telekom für Magenta zuständige Manager, tönte jedenfalls schon mal in einem Interview mit dem Branchendienst DWDL: „Wenn hier und dort der Wunsch zu lesen ist, eine Art „Deutschland-Plattform“ zu schaffen, dann sind wir der so nah wie kein anderer Wettbewerber.“
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„Empfehlungssysteme suggerieren den Kunden fast menschliche Zuwendung“, sagte Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). Tatsächlich jedoch seien sie „aber ökonomisch motiviert“. Ihr regulatorisches Ziel sei es daher, „das Warum“ der Empfehlung begreifbar zu machen.
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„Bei Versuchen mit Amazons Alexa in den USA kaufte Alexa überdurchschnittlich häufig Batterien der Eigenmarke des Online-Händlers – obwohl andere Marken deutlich günstiger und besser bewertet waren“, erzählte Digitalexperte Peter Gentsch dem Branchenmagazin „Lebensmittelzeitung“. „Wenn Bots Kaufentscheidungen für uns treffen, hat das weitereichende Implikationen.“ Tina Beuchler, Direktorin für Digitales und Medien bei Nestlé fürchte, dass von Marken bald keine Rede mehr sein könnte, weil die Sprachassistenten vielleicht nur noch „einen Konkurrenten und eine Eigenmarke nennen.“
Weiterlesen auf :
https://www.wiwo.de/unternehmen/it/alexa-magenta-und-co-warum-tv-sender-sich-vor-sprachassistenten-fuerchten/23246638.html



Siehe auch :
Werden SMART SPEAKER zur Gefahr für die Meinungsfreiheit?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=29153.0

DER MEDIEN-KOMMISSAR Die falsche Partnerschaft von ARD und ZDF mit der Telekom
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=29176.0

Telekom: Aus EntertainTV wird MagentaTV
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=29102.0

BR, RBB und mehr: Neue Partner bei Telekoms StreamOn
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=27660.0
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StreamON ist noch immer umstritten. Nach einem Urteil der Bundesnetzagentur gefährdet die Telekom Tarif-Option die Netzneutralität. Dennoch folgen weiterhin neue Partner.


Kritische Infrastruktur - Bundeswirtschaftsminister will Telekom behalten
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=28710.0
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Der Bund hält direkt oder über die Staatsbank KfW noch immer mehr als 30 Prozent der Aktien bei der Telekom und gut 20 Prozent bei der Post, und ist damit in beiden Unternehmen der mit Abstand größte Einzelaktionär.
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Die Bundesregierung vergebe Fördermittel an die Telekom und damit an einen Konzern, der zu einem großen Teil dem Staat gehöre. Aus ordnungspolitischer Sicht wäre ein Verkauf der Anteile laut den Grünen also geboten, und es würde Geld für Investitionen bringen.
golem.de     09.09.2018
https://www.golem.de/news/kritische-infrastruktur-bundeswirtschaftsminister-will-telekom-behalten-1809-136474.html


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« Letzte Änderung: 31. Oktober 2018, 18:07 von DumbTV »

Offline ope23

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Re: Warum TV-Sender sich vor Sprachassistenten fürchten
« Antwort #1 am: 31. Oktober 2018, 20:47 »
Statt sich vor Sprachassistenten zu fürchten, sollten die Medien dafür sorgen, dass Verbraucher besser selbständig denken und eigene Entscheidungen treffen können. Es ist evident, dass die Medienfuzzys mit ihren Rufen nach "Regulierung" nichts anderes als eine Zensur des Weniger-Gewünschten wollen.

Die ör Medien könnten z.B. bessere Inhalte anbieten als die Privaten. Dann wird der Verbraucher den Sprachassistenten beibringen, gefälligst ör Sender einzuspielen. Die ör Medien könnten auch Bildungsinhalte liefern oder gar in Schulen und in Hochschulen investieren - diese Art Sponsoring wäre wahrscheinlich noch nicht einmal besonders verwerflich. Aber lieber sponsort man Verbraucherzentralen, damit diese weiterhin falsch im Sinne der GEZ beraten.

Sowieso sind derartige halbstaatliche Medienplattformen zum Scheitern verurteilt. Allein schon, dass das Verhalten der Verbraucher sich viel zu rasch verändern wird.

Bitte: Wie lang gibt es Netflix in Deutschland, und wie lang gibt es dieses Eigenfilmangebot von denen? Erst seit 2014 in Deutschland, und erst seit 2013 überhaupt gibt es Eigenproduktionen (Quelle: deutsche Wikipedia). Zeitraum also fünf Jahre. Nur fünf Jahre. Wie wollen die ör Fuzzys dagegen anstinken?

In den USA, in der die Meinungsfreiheit extrem hochgehalten wird, würde das Ansinnen einer "Regulierung" von seiten einer öffentlich-rechtlichen Anstalt eine mittlere Regierungskrise auslösen.
Hier glauben die Medienfuzzys, dass man das mal so verlangen kann.

Aber was ich wirklich nicht fassen kann: Die deutschen Medienfuzzys verbraten ungelogen jedes Jahr Milliarden Euro für ein schon jetzt gescheitertes Zukunftsprojekt. Besser kann man eine Volkswirtschaft nicht schädigen.


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Tags: telekom