Autor Thema: DER MEDIEN-KOMMISSAR Die falsche Partnerschaft von ARD und ZDF mit der Telekom  (Gelesen 1037 mal)

Offline Uwe

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DER MEDIEN-KOMMISSAR
Die falsche Partnerschaft von ARD und ZDF mit der Telekom


Quelle: Handelsblatt 29.10.2018

Zitat
Dem Telekom-Digitalfernsehen liefern ARD und ZDF Programme für vier Kanäle. Gebührenzahler werden mit diesem Bezahlangebot zweimal zur Kasse gebeten.

[…] Aus Sicht des teilstaatlichen Branchenriesens Telekom ist das neue Fernsehangebot zum Preis von 7,95 Euro monatlich ein schlüssiges Angebot. Denn die qualitativ hochwertigen Inhalte von ARD und ZDF sind ein Wettbewerbsvorteil im Kampf gegen Amazon, Netflix & Co. Die Telekom erwirbt über 8000 Programme von ARD und ZDF. […]

[…] Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wiederum holt sich über die Lizenzierung von Programmen zusätzliches Geld in die Kasse. Wie viel Geld die Telekom an kommerzielle Töchter von ARD und ZDF überweist, ist unklar. Wie auch bei anderen Deals, schweigen die WDR Mediagroup, ZDF Enterprises & Co. zu finanziellen Informationen ihrer Verkäufe. […]

[…] Der Unterschied: Der Kunde zahlt für die Programme zweimal – zum einen über die Rundfunkgebühr und dann noch an die Deutsche Telekom über die Abo-Gebühr. Gerade in einer Zeit, in welcher der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seiner jährlichen Rundfunkgebühr von rund acht Milliarden Euro auf dem Prüfstand steht, stellt dieser umfangreiche Programmdeal mit der Telekom eine Provokation dar. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk vergibt über eine opulente Programmlizenzierung seine Inhalte und auch noch seine Marke an einen Dax-Konzern. […]

weiterlesen auf:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/medienkommissar/der-medien-kommissar-die-falsche-partnerschaft-von-ard-und-zdf-mit-der-telekom/23244414.html


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« Letzte Änderung: 30. Oktober 2018, 20:24 von DumbTV »

Offline linkER

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Siehe auch :
Telekom: Aus EntertainTV wird MagentaTV
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=29102.0
Zitat
"Tatort" Telekom
Die Deutsche Telekom hat für ihr neues Angebot Magenta TV mehr als 8.000 öffentlich-rechtliche Inhalte lizenziert. Für ARD und ZDF ist das nicht gerade ein Imagegewinn.
Weiterlesen auf:
https://www.zeit.de/kultur/film/2018-10/magenta-tv-telekom-mediathek-tatort-oeffentlich-rechtliches-fernsehen/komplettansicht

Zitat
Aus Entertain wird Magenta TV – das ändert sich für Telekom-Kunden!
Doch ist das überhaupt mit den Rundfunkgebühren vereinbar?
Immerhin haben Kunden ja bereits mit ihrem Beitrag für die Serien gezahlt. Ja! Denn wie die „Zeit“ berichtet, schreibt der der Rundfunkstaatsvertrag derzeit sogar explizit vor, dass manche Serien der Öffentlich-Rechtlichen nur eingeschränkt in den Mediatheken angeboten werden dürfen. Ausnahme: ARD und ZDF erschaffen Tochterunternehmen, die „selbstständig handeln und nicht vom Rundfunkbeitrag profitieren“. Diese können dann die Lizenzen nach Ablauf der meist geltenden 7-Tage-Frist für Mediatheken etwa an private Anbieter wie die Telekom lizensieren.
Weiterlesen auf :
https://www.techbook.de/entertainment/telekom-entertain-wird-magenta-tv


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« Letzte Änderung: 30. Oktober 2018, 18:52 von Bürger »

Offline drboe

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Bildquelle:http://up.picr.de/27124084fq.png

30.10.2018

Der GEZ-Kunde zahlt zweimal: Telekom macht bei Magenta TV mit 8.000 Programmen von ARD und ZDF Kasse

Zitat
Dem Telekom-Digitalfernsehen liefern ARD und ZDF Programme für vier Kanäle. Gebührenzahler werden mit diesem Bezahlangebot zweimal zur Kasse gebeten. Auch wenn der Lizenz-Deal juristisch kaum angreifbar sein dürfte, so ist er medienpolitisch doch anrüchig und moralisch verantwortungslos. Derartige Ausflüge der Öffentlich-Rechtlichen in die Privatwirtschaft müssen gestoppt werden, fordert Medienexperte Hans-Peter Siebenhaar.

https://meedia.de/2018/10/30/der-gez-kunde-zahlt-zweimal-telekom-macht-bei-magenta-tv-mit-8-000-programmen-von-ard-und-zdf-kasse/

M. Boettcher


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« Letzte Änderung: 30. Oktober 2018, 20:48 von Uwe »
Während unseres endlosen Krieges gegen Syrien habe ich keinen einzigen glaubwürdigen Beweis dafür gesehen, dass die "Gasangriffe" von der syrischen Armee ausgingen. Und ich habe es satt, dass wir Syrien jedes Mal bombardieren, wenn Al-Qaidas "Weisshelme" ein weiteres Ereignis unter falscher Flagge veranstalten. Ein mutiger Journalist sollte sich fragen, warum alle Gasopfer Zivilisten sind und niemals die Terroristen selbst. (Richard H. Black, US-Senator, Republikaner, auf Facebook)

Offline MMichael

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Der Skandal ist doch nicht die „Doppelbezahlung“! (Das Telekom-Abo muss NIEMAND kaufen!!)

Was hier passiert ist die Privatisierung des Gemeinguts Staatfernsehen (s.a. RN 97 ff)
Zitat
bb) [...]Dem Rundfunkbeitrag steht eine äquivalente staatliche Leistung gegenüber ((1)).

(1) [...]Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet ein Programm an, das so auf dem freien Markt nicht erhältlich ist (siehe oben Rn. 77 ff.).
Quelle: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2018/07/rs20180718_1bvr167516.html Hervorhebungen nicht im Orginal.

Mit staatlich erzwungenen Abgaben für das Menschenrecht auf Wohnen wird der Profit des Telekom-Konzerns erhöht.
Leider thematisiert Herr Siebenhaar das nicht ausführlicher.

Zitat
Gerade in einer Zeit, in welcher der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seiner jährlichen Rundfunkgebühr von rund acht Milliarden Euro auf dem Prüfstand steht, stellt dieser umfangreiche Programmdeal mit der Telekom eine Provokation dar. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk vergibt über eine opulente Programmlizenzierung seine Inhalte und auch noch seine Marke an einen Dax-Konzern.
Auch wenn das Geschäft zwischen ARD/ZDF und der Telekom juristisch in Ordnung ist, medienpolitisch ist es äußerst fragwürdig. Warum sollen mit Rundfunkgebühren bezahlte Inhalte exklusiv einem Branchengiganten zum Zweck der Gewinnsteigerung zur Verfügung gestellt werden? Wäre es nicht besser, die Inhalte im eigenen Land ausschließlich über die eigenen Kanäle zu verbreiten? Warum überlassen die Anstalten auch die Marken ARD und ZDF dem Bonner Konzern?

Wem nutzt das?

Lesetipp: https://www.rubikon.news/artikel/armutsrente-fur-alle
Zitat
Preisfrage: Wie nennt man das Talent, das miese Niveau der sogenannten Standardrente, nämlich 48 Prozent des deutschen Durchschnittslohns, als sozialen Fortschritt zu verkaufen, indem man es für 22 Jahre garantiert? Richtig. Diese sozialdemokratische Kunstform nennt man „Schweineborsten weichquasseln“.
[...]
„Leistungsträger“ werden jedoch in unserem Gesellschaftssystem nicht stärker als unvermeidlich belastet. So halten der Geldadel und seine Erfüllungsgehilfen im Parlament die obere Mittelschicht bei Laune – und das kapitalistische Gesamtsystem am Leben. Denn:
Eine Beitrags-Obergrenze zum Schutz der Bestensverdiener gilt ja nicht nur hinsichtlich der Rentenversicherung, sondern in vergleichbarer Form auch für Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Wir reden hier von –zig Milliarden Euro, die den Sozialkassen mittels der Beitrags-„Deckelung“ vorenthalten werden. Zum Nachteil der Piefkes und aller sogenannten kleinen Leute.


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Offline Uwe

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Übrigens, bei SKY Q sind jetzt auch die Apps von ARD und ZDF vorinstalliert,
sowie kann man bei SKY Q Film sich jede Menge Filme des örR ansehen :-(
Ich habe versucht die Apps zu löschen, funktioniert leider nicht!


Zitat
Sky Go künftig mit mehr als 100 TV-Programmen
Sky Go wird bis Ende Juni auf mehr als 100 TV-Programme ausgebaut. Auch ARD und ZDF sind dabei. Erste neue Kanäle wurden bereits aufgeschaltet.
Von Markus Weidner
https://www.teltarif.de/sky-go-neue-programme/news/72697.html


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Offline MMichael

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Apropos Gemeingut
Zitat
Nimm es in die Hand! Komm zur Anhörung! (am 7.11. in Berlin)
 
Es gab einmal eine Übereinkunft: Der Staat ist für die Daseinsvorsorge zuständig, muss also diejenigen Güter und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, die für das menschliche Dasein als notwendig erachtet werden. Darunter versteht man in der Regel unterschiedliche Infrastrukturen (Straßen, Wasserversorgung, Müllabfuhr etc.) und Einrichtungen (Schulen, Theater, Krankenhäuser, Friedhöfe etc.). Dadurch, dass diese Aufgaben vom Staat wahrgenommen werden, sollte sichergestellt werden, dass niemand von der Nutzung dieser Güter und Dienstleistungen ausgeschlossen wird. Ferner sollte so gewährleistet werden, dass Pro te, welche durch die Nutzung beispielsweise der Infrastrukturen erzielt werden, dem Staat – also der Gesellschaft – zufließen.

Diese Übereinkunft verliert zunehmend an Bedeutung, was auf zwei Gründe zurückzuführen ist: Erstens mangelt es der öffentlichen Hand an Geldern, um größere Investitionen vorzunehmen und zweitens wird ihr Ineffzienz bei der Bereitstellung der betreffenden Güter und Dienstleistungen vorgeworfen. Mit der Erfindung des Konzepts der Öffentlich Privaten Partnerschaft (ÖPP) schien man die ideale Lösung gefunden zu haben: Für ein konkretes Projekt wird eine Zweckgesellschaft (zum Bei- spiel eine GmbH) gegründet, deren Teilhaber eine öffentliche und eine private Partei sind (zum Beispiel eine Kommune und ein Bauunternehmen). Der private Partner trägt die Verantwortung für die effziente Erstellung der Leistung und die öffentliche Hand gewährleistet, dass gemeinwohlorientierte Ziele nicht aus dem Blick geraten. So weit, so gut. Und so wurden in den letzten fünfundzwanzig Jahren zahlreiche ÖPPs realisiert.

Doch leider blieben die ÖPPs hinter ihren selbstgesteckten Zielen zurück – wie die Initiative Gemeinwohl in BürgerInnenhand (GiB) auf ihrer Homepage anhand zahlreicher Beispiele zeigt. So klärt die Initiative unter anderem darüber auf, dass die Qualität der Daseinsvorsorge abnimmt, wenn sie der Gewinnmaximierung unterworfen wird oder dass ÖPPs viel Erpressungspotenzial bieten sowie generell eine Aushebelung der Demokratie bedeuten. Neben der Aufklärungsarbeit engagiert sich die Initiative auch gegen die Etablierung neuer ÖPPs.
Mehr dazu unter
gemeingut.org


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« Letzte Änderung: 04. November 2018, 22:24 von Bürger »

Offline pinguin

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Übrigens, bei SKY Q sind jetzt auch die Apps von ARD und ZDF vorinstalliert,
[...]
Ich habe versucht die Apps zu löschen, funktioniert leider nicht!

Warum erinnert mich das jetzt an den Fall um Microsoft und den vorinstallierten Internet-Explorer? Den Microsoft übrigens, wie bekannt, in Europa verloren hat.

Will Sky hier wirklich den gleichen Weg beschreiten?


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Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Wer sich so aufführt, als wäre er ein Verfassungsfeind, wundere sich bitte nicht, wenn er auch so behandelt wird, als wäre er einer.

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