Autor Thema: Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg  (Gelesen 742 mal)

Offline volkuhl

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Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg
« am: 29. Dezember 2017, 23:38 »

Bildquelle: http://m.spiegel.de/static/V2/logo/spon-logo-mobil.png

spiegel.de, 29.12.2017

Marktanteile 2017
Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg


Zitat
Wegen Netflix und Co.: Das lineare Fernsehen verliert Zuschauer. Besonders die Jüngeren stellen sich im Netz ihr eigenes Programm zusammen.

Bereits am Mittwoch sorgte die Meldung für Unruhe, dass der "Tatort" 2017 weniger Zuschauer vor den Fernseher lockte. Im Vergleich zu 2016, wo durchschnittlich 9,02 Millionen Menschen den Sonntagskrimi schauten, waren es dieses Jahr nur 8,91. Die letzten beiden "Tatort"-Folgen mit Wotan Wilke Möhring etwa blieben unter der kritischen Acht-Millionen-Marke.

Nun wurde bekannt, dass das klassische lineare Fernsehen insgesamt Zuschauer verliert. Das ergab eine Auswertung der Marktforschungsfirma Media Control in Baden-Baden mit den Jahres-Nutzungsdaten bis zum 28. Dezember.

Bemerkenswert sind demnach besonders die Verluste beim jüngeren Publikum zwischen 14 und 49 Jahren, das nur noch 160 Minuten pro Tag fernsah - 2016 waren es noch 171 Minuten gewesen. Beim Gesamtpublikum ab drei Jahren hielt sich der Rückgang von 223 auf 221 Minuten in Grenzen.
...

weiterlesen:
http://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-und-zdf-das-klassische-fernsehen-verliert-zuschauer-a-1185489.html


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« Letzte Änderung: 30. Dezember 2017, 00:04 von DumbTV »
Bremische Verfassung:
Artikel 19 [Widerstandrecht und -pflicht]
Wenn die in der Verfassung festgelegten Menschenrechte durch die öffentliche Gewalt verfassungswidrig angetastet werden, ist Widerstand jedermanns Recht und Pflicht.


Rundfunkbeitragsgegner = Grundrechtsverteidiger!

Einfach.
Für alle.
Einfach nicht zahlen.

Offline Peli

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Re: Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg
« Antwort #1 am: 30. Dezember 2017, 03:00 »
Und dies ist genau die Grundlage, warum unsere lieben ÖRR-Rundfunk- und Zwangsbeitragsfreunde im Jahr 2013 auf die wohnungsbezogene Beitragserhebung umgestiegen sind. Schlicht und ergreifend deswegen, um eine Flucht aus der Rundfunkgebühr zu verhindern. Auch nicht besser als die ehemalige Grenzmauer, nur das es dieses Mal eine massive virtuelle Mauer ist, inklusive staatlicher Verfolgung mit Zwangsrepressalien. Und genauso wie in der ehemaligen DDR wird einem diese virtuelle Zwangsmauer auch noch als Vorteil verkauft.

Peli


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« Letzte Änderung: 31. Dezember 2017, 21:11 von Bürger »

Offline Markus KA

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  • Das Ende des Rundfunkzwangsbeitrags naht!
Re: Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg
« Antwort #2 am: 30. Dezember 2017, 04:24 »
Zitat
Beim Gesamtpublikum ab drei Jahren hielt sich der Rückgang von 223 auf 221 Minuten in Grenzen.

Man darf sich fragen wie Dreijährige abstimmen können und ob es überhaupt pädagogisch sinnvoll ist, diese vor den Fernseher zu setzen... aber der Artikel bestätigt (entgegen der Meinung des BVerwG), dass die tatsächliche Nutzung des öffentlich-rechtlichen Programmangebotes jährlich sinkt und somit stellt die Rundfunkempfangsmöglichkeit keinen Vorteil dar, der Wohnungsinhabern individuell zugerechnet werden kann, weil nachweislich nicht nahezu alle von dieser Möglichkeit in ihrer Wohnung Gebrauch machen. Diese Annahme ist aufgrund des tatsächlichen Befunds unberechtigt, selbst wenn Wohnungen weitestgehend mit Empfangsgeräten ausgestattet sind.

Hierzu auch: Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen (2014) zitiert empirisch-statistische Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung. Demnach lag „der Marktanteil von ARD, ZDF und den dritten Programmen der ARD, die vor Einführung des Privatfernsehens 1984 den Markt alleine beherrschten, 2013 nur noch bei 38 Prozent [Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF)] ”.


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« Letzte Änderung: 31. Dezember 2017, 21:13 von Bürger »
KEIN ZWANGSBEITRAG - 20 MIO. MAHNMASSNAHMEN, 3 MIO. MAHNUNGEN, 1.3 MIO. VOLLSTRECKUNGSERSUCHEN - KEINE ZAHLUNG - ICH MACH MIT! - MIT 18 HAT MAN NOCH TRÄUME, MIT 18 BIST DU JETZT SCHULDNER BEIM BELANGLOSEN RADIOSENDER UND DAS LEBENSLÄNGLICH! 

Offline Housebrot

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Re: Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg
« Antwort #3 am: 30. Dezember 2017, 09:54 »
Schlicht und ergreifend deswegen, um eine Flucht aus der Rundfunkgebühr zu verhindern.

Ist es wirklich eine Flucht aus der Rundfunkgebühr, oder ist es nicht vielmehr eine gewollte Inanspruchnahme einer gewünschten Leistung, die Netflix und Co Gelder einnehmen lassen?

Immerhin sind diese Programme nicht mit 9,99 € im Monat abgegolten, hinzu kommen Kosten für Receiver, Internetzugang, PayPerViev etc. Und Sky kosten schon im minimalsten Paket weitaus mehr als 17,50 € im Monat. Und trotzdem sind die Leute (Konsumenten) bereit, diese Kosten zu bezahlen.

Das hat nichts mit "Flucht aus der Rundfunkgebühr" zu tun, sondern einfach nur damit, dass viele Menschen in diesem Lande diesen billigen, durch das ÖR produzierten Schwachsin nicht sehen möchten.

Das wissen die Herrschaften der ÖRs durchaus, aber anstatt sich den modernen Gepflogenheiten anzupassen, versucht man es mit Zwang und einer rechtsbeugerischen Art und Weise, dass es wirklich zum Himmel stinkt.

Adonis


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« Letzte Änderung: 31. Dezember 2017, 21:13 von Bürger »

Offline Besucher

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  • So hatten sie es sich auch diesmal wieder gedacht.
Re: Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg
« Antwort #4 am: 30. Dezember 2017, 10:36 »
Wenn man die höchst sinnvolle Zusatzfrage hier mal beiseite lässt, was Dreijährige eigtl. vor der Glotze zu suchen haben (ausser, "man" will sie eben nur "ruhigstellen" [bzw. schon von kleinauf zu Medienjunkies erziehen bzw. werden lassen oder nimmt das billigend in Kauf]), können die in gewisser Weise schon "abstimmen" bzw. ihr Fernsehverhalten dokumentieren.

Zwar nicht in der Form, dass sie Kreuzchen auf Zettel machen oder dort Zahlenangaben festhalten, aber doch anhand beobachtbaren Verhaltens. Etwa Abstimmung mit den Füßen (also das "Wegrennen" im Sinne des Wortes auch in deren Fall), wenn sie von ihren alten Herrschaften vor die Glotze mit gesperrter FB gesetzt werden (wo ausschl. ÖRR) läuft. Oder dadurch, dass sie die Zeit vor der ÖRR-Glotze zunehmend verpennen. Oder Rumkrakeelen, dass auch sie den Mist nicht sehen wollen.

Besagte Dreijährige (bzw. Menschen jeder Altersgruppe, aber des gleichen Bewusstseins- und Entwicklungsstandes) scheinen aber zu den treuesten Kunden des ÖRR zu zählen und gewinnen dadurch natürlich auch so etwas wie Modellcharakter für die Herrschaften, wie der "optimale" Kunde für den ÖRR aussieht bzw. aussehen sollte. Darum ist das Programm auch so wie es ist - kann es doch so auf bestmögliche Weise vielen Konsumenten zum gewünschten Geisteszustand verhelfen.


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« Letzte Änderung: 30. Dezember 2017, 10:44 von Besucher »
"Es ist dem Untertanen untersagt, das Maß seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen."

Vielleicht gilt der folgende altbekannte Satz auch schon lange für unsere Gerichtsbarkeit: "Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen - aber wir können sie zwingen, immer dreister zu lügen."

Offline azdb-opfer

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Re: Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg
« Antwort #5 am: 30. Dezember 2017, 11:55 »
Der Prozessbevollmächtigte der Länder vor dem BVerfG (Prof. Dr. Dieter Dörr) hat die durchschnittliche Nutzungsdauer kritisiert:
Zitat
ab 03:17
Immer noch ist die Nutzung des Fernsehens ungeheuer hoch, also wenn Sie mich fragen, sie ist erschreckend hoch. Wenn man sieht, wieviel der Durchschnittsdeutsche/die Durchschnittsdeutsche pro Tag Fernsehen nutzt, das sind erschreckende Zahlen.
Quelle:
(2) Herausforderungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Univ.-Prof. Dr. Dieter Dörr - Vortrag:
Die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in einer konvergenten Medienwelt

[Video ~11min, veröffentlicht 16.12.2015]
https://www.youtube.com/watch?v=yfMQJNfalPI

siehe auch:
Prof. Dr. Dörr: Die Rolle des ÖRR in einer konvergenten Medienwelt
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25639.0.html


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Offline Blitzbirne

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Re: Dem klassischen TV rennen die Zuschauer weg
« Antwort #6 am: 30. Dezember 2017, 12:29 »
Auch hier wieder diese Verfilzung, daher werden die Zahlen wohl noch drastischer ausfallen, da ich hier die Neutralität nicht gewahrt sehe:

Geschäftsführer von media-control ist u.a. Karlheinz Kögel, der seine Karriere beim Südwestfunk in Baden-Baden begann.
Seit 2005 übernimmt Media Control im Auftrag der GEMA das Abrechnungssystem "Diskothekenmonotoring".
Seit 1992 ist Media Control Ausrichter des Deutschen Medienpreises.


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« Letzte Änderung: 30. Dezember 2017, 12:56 von DumbTV »
"Die Geschichte des Fernsehens ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Dabei hat dieser kleine Kasten vielleicht mehr für die Verblödung der Menschheit getan als jedes andere Medium." - Oliver Kalkofe, Kalkofes letzte Worte, Eichborn, 1997, S. 22

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