Autor Thema: Wie geht’s weiter mit dem MDR?  (Gelesen 2388 mal)

Offline Uwe

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Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« am: 29. Dezember 2015, 08:26 »

Quelle Logo:https://thueringer-allgemeine.jetztlesen.de/aboshop/pics/theirs/66_TA_Logo_kopf_239x44px.jpg
Wie geht’s weiter mit dem MDR?

Quelle:Thüringer Allgemeine 29.12.2015

Erfurt. MDR-Intendantin Karola Wille möchte mehr junges Publikum erreichen. Sie setzt dabei auch auf bekannte Formate. Nora Tschirner und Christian Ulmen machen als Tatort-Kommissare in Weimar weiter

Der MDR wird von Kritikern als „Staatsfernsehen“ geschmäht. Wie steht es um die Staatsferne?

Unsere drei Länder haben angekündigt, dass sie angesichts des ZDF-Urteils des Bundesverfassungsgerichtes bei der Zusammensetzung der Aufsichtsgremien Handlungsbedarf sehen.

Insgesamt ist ihre Bilanz zum Rundfunkbeitrag positiv?

Aus Sicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist dieses neue Beitragsmodell erfolgreich. Die Ziele sind erreicht worden: Der Rückgang der Einnahmen wurde gestoppt, es gibt Stabilität, es ist zukunftsfähig und gerecht.

weiterlesen auf:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Wie-gehts-weiter-mit-dem-MDR-1040859402


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Offline GEiZ ist geil

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Re: Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« Antwort #1 am: 29. Dezember 2015, 08:34 »
Zitat
Und was würden Sie machen, wenn Sie auf Geld keine Rücksicht nehmen müssten?
Schöner Traum: Wenn ich plötzlich zehn Millionen hätte, würde ich in Innovationen im Programm und im Onlinebereich investieren.

Verlogener geht es nicht. 8 Milliarden sind 8000 Millionen Euro, nie Mathematik gehabt, Frau Wille?


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Offline pinguin

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Re: Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« Antwort #2 am: 29. Dezember 2015, 08:47 »
Verlogener geht es nicht. 8 Milliarden sind 8000 Millionen Euro, nie Mathematik gehabt, Frau Wille?
Wieso einer solche Reaktion? Du weißt doch ebenso, daß dieser Betrag dem MDR gar nicht zur Verfügung steht, wird er doch auf alle LRA aufgeteilt? Wer wird da wohl den größten Anteil am Kuchen haben? Die Ost-LRA sicher nicht.


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Wer sich so aufführt, als wäre er ein Verfassungsfeind, wundere sich bitte nicht, wenn er auch so behandelt wird, als wäre er einer.

Offline GEiZ ist geil

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Re: Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« Antwort #3 am: 29. Dezember 2015, 08:58 »
Zitat
Wer wird da wohl den größten Anteil am Kuchen haben? Die Ost-LRA sicher nicht.

Der MDR hatte 2009 Einnahmen in Höhe von 636 Millionen Euro(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/ARD ). Die von Frau Wille erwähnten 10 Millionen, mit der sie alles sanieren will, sind davon gerade einmal 1,6%. Die Frau hat überhaupt keine Ahnung von Zahlen und von Geld. Außer vielleicht von ihrem fürstlichen Gehalt und der pompösen Altersversorgung.


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Offline Viktor7

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Re: Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« Antwort #4 am: 29. Dezember 2015, 10:09 »
(...)
Aus Sicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist dieses neue Beitragsmodell erfolgreich. Die Ziele sind erreicht worden: Der Rückgang der Einnahmen wurde gestoppt, es gibt Stabilität, es ist zukunftsfähig und gerecht.
(...)

Das Ziel "mehr Geld von unbeteiligten Menschen ohne Bezug zur ö.-r. Medienoption abzunehmen" ist erreicht.

Das Ziel "Zuschauer zu gewinnen" ist gescheitert, der Sender hat Zuschauerrückgänge zu verkraften. Zwischen 1992 und 2015 fiel die Zuschauerzahl der Tagesschau von rund 8,3 Millionen auf ca. 5 Millionen. Auch das ZDF hat sehr stark Federn lassen müssen. Wie viel Zuschauer hat denn der MDR in dieser Zeit verloren?

http://www.raum-und-zeit.com/r-z-online/top-aktuell/immer-weniger-konsumieren-die-tagesschau.html


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« Letzte Änderung: 29. Dezember 2015, 11:13 von Uwe »

azdb-opfer

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Re: Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« Antwort #5 am: 29. Dezember 2015, 11:40 »
Karola Wille (Quelle: Wikipedia):
Zitat
Mit 18 Jahren trat sie in die SED ein. Anschließend nahm sie ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität in Jena auf und promovierte dort 1986 mit einer Arbeit über „Rechtsverkehr in Strafsachen zwischen den sozialistischen Staaten“ zum Dr. jur.

Die Frau hat ja schon Erfahrungen gesammelt in undemokratischen Strukturen (Quelle: http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/die-vorzuege-des-sozialismus-sind-auch-im-internationalen-rahmen-umfassend-zur-geltung-zu-bringen)

Zitat
Gegen die Juristin gab es zunächst Vorbehalte. Denn die Vita von Prof. Dr. jur. Karola Wille sorgte für Kopfschmerzen. Kaum volljährig, trat sie 18-jährig in die SED ein. „Aus Überzeugung“ wie sie selbst zugibt. Aus einer SED-nahen Familie stammend, bekam sie problemlos einen Studienplatz an der juristischen Fakultät in Jena. Jahrelang war sie mit einem DDR-Militärstaatsanwalt verheiratet.Dementsprechend linientreu verfasste die kommende Senderchefin 1985 ihre Doktorarbeit zu Ausländerkriminalität im sozialistischen Staat: „Die Vorzüge des Sozialismus sind auch im internationalen Rahmen umfassend zur Geltung zu bringen.“


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« Letzte Änderung: 29. Dezember 2015, 11:55 von azdb-opfer »

Offline pinguin

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Re: Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2015, 12:58 »
Es wird interessant sein, die Legitimität der Abzocke von Rundfunknichtkonsumenten bei weitergehendem Zuschauerschwund zu erklären.

Je weniger Bürger Rundfunk konsumieren, aber dennoch dafür abgezockt werden, desto weiter rückt der abgezockte Betrag in den Bereich der Steuer.


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Offline Viktor7

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Re: Wie geht’s weiter mit dem MDR?
« Antwort #7 am: 29. Dezember 2015, 13:55 »
(...)
Das Ziel "Zuschauer zu gewinnen" ist gescheitert, der Sender hat Zuschauerrückgänge zu verkraften. Zwischen 1992 und 2015 fiel die Zuschauerzahl der Tagesschau von rund 8,3 Millionen auf ca. 5 Millionen. Auch das ZDF hat sehr stark Federn lassen müssen. Wie viel Zuschauer hat denn der MDR in dieser Zeit verloren?

http://www.raum-und-zeit.com/r-z-online/top-aktuell/immer-weniger-konsumieren-die-tagesschau.html

Es wird interessant sein, die Legitimität der Abzocke von Rundfunknichtkonsumenten bei weitergehendem Zuschauerschwund zu erklären.

Je weniger Bürger Rundfunk konsumieren, aber dennoch dafür abgezockt werden, desto weiter rückt der abgezockte Betrag in den Bereich der Steuer.

Das ist es.

Mit dem Zuschauerschwund wird die vom Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 31, 314) aufgezeigte Grenze für fiktive Annahmen des Gesetzgebers bei der Typisierung auffallend überschritten. Es nutzen weitaus weniger Bürger die ö.-r. Programme, als dies die Verwaltungsrichter indirekt unterstellen.

BVerfGE 31, 314 - 2. Rundfunkentscheidung / Tätigkeit der Rundfunkanstalten
http://www.telemedicus.info/urteile/Rundfunkrecht/81-BVerfG-Az-2-BvF-168,-2-BvR-70268-2.-Rundfunkentscheidung-Taetigkeit-der-Rundfunkanstalten.html
Zitat
Es darf indessen nicht außer acht gelassen werden, daß sich der Gesetzgeber nicht beliebig der Fiktion bedienen kann. Ihm sind unter anderem bestimmte Grenzen auch dadurch gesetzt, daß der Verfassungsgesetzgeber, wenn er direkt oder indirekt auf Begriffe Bezug nimmt, die er der allgemeinen Rechtsordnung entlehnt, diese nicht mit einem beliebigen Inhalt füllen kann.


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« Letzte Änderung: 29. Dezember 2015, 14:03 von Viktor7 »

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