Autor Thema: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"  (Gelesen 10471 mal)

Offline Drdrea

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"Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« am: 28. Februar 2009, 11:53 »
Hallo,
ich möchte hier im Forum dokumentieren, wie die Abmeldung meines Fernsehgerätes (welches ich tatsächlich entsorgt habe) seitens der GEZ "begleitet" wird.

Die Abmeldung:
Am 20.02. habe ich mein Fernsehgerät per Fax abgemeldet, da wir dieses auf dem Sperrmüll entsorgt hatten. Die Abmeldung erfolgte mit Gültigkeit zum 28.02.2009.
Grund der Abmeldung: Es wird kein Gerät mehr vorgehalten.
Somit bin ich der Meldepflicht gegenüber der GEZ voll umfänglich nachgekommen.

Die Antwort:
Am 27.02.09 erhielt ich folgendes Antwortschreiben (3 Seiten).
[img=http://www.abload.de/thumb/gez_page_1rwe5.jpg]http://


Da sich kein Rückumschlag in dem Schreiben befand muss ich auf jeden Fall die Kosten für ein Fax übernehmen, die sich auf 0,14 EUR/Min belaufen. Es handelt sich um eine 0180er Nummer.
Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich die Beantwortung der Fragebögen per Fax oder per Post (incl. einer Rechnung für meine Bearbeitungsgebühr) zurück sende.

Kann mir jemand sagen/schreiben, ob:
1. Die Beantwortung dieses Fragebogens verpflichtend ist?
2. Ob ich eine Bearbeitungsgebühr erheben darf?
3. Warum die GEZ keine Rückantwortumschläge beifügt?

Ich werde weiter berichten.

Viele Grüße
Drea





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« Letzte Änderung: 28. Februar 2009, 13:23 von Drdrea »

che

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #1 am: 28. Februar 2009, 19:49 »
Nimm doch Bezug auf den ursprünglichen Abmeldetermin. Schreib, wenns kein geeignetes Kästchen gibt, einfach hin:
"defekt und entsorgt"

Dann ist die Abmeldug garantiert durch. Du bist natürlich nicht verpflichtet den Grund der Nichtbereithaltung zu nennen. Also kannst Du auch schreiben:
"Es reicht doch, dass ich meldete, keinen TV mehr bereit zu halten"
Damit hast Du, was Deine Verhältnisse betrifft, wirklich genug ausgesagt.

Die anderen beiden Fragen kannst Du Dir selber beantworten ;)

bb


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Offline Flappi

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #2 am: 28. Februar 2009, 19:50 »
Hallo Drdrea,

leider hast Du bei deinem ersten Abmeldeversuch den (für die GEZ) nicht ausreichenden Abmeldegrund "es wird kein Gerät mehr vorgehalten" verwendet. Die GEZ möchte nämlich wissen, was mit dem Gerät geschehen ist. Besser wäre daher gewesen: Das Gerät war defekt und wurde auf dem Sperrmüll entsorgt.

Zu deinen Fragen:

1.) Du bist nicht verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen. Allerdings wirst Du dann auch nicht abgemeldet!
2.) Eine Bearbeitungsgebühr darfst Du zwar erheben, die GEZ muss diese aber nicht bezahlen.
3.) Es geht in deinem Fall um eine Abmeldung und nicht um eine Anmeldung. Warum sollte die GEZ Dich dabei unterstützen, indem sie Dir auch noch die Portokosten erspart? Das würde kein wirtschaftlich denkendes Unternehmen machen.

Eine Sache noch: Mir ist aufgefallen, dass Du weiterhin mit einem neuartigen Rundfunkgerät bei der GEZ angemeldet bist. Das heißt, dass nach deiner erfolgreichen Abmeldung des Fernsehers weiterhin eine Grundgebühr in Höhe von 5,76 Euro monatlich fällig wird. Wenn Du hierfür auch nicht mehr bezahlen willst, solltest Du auch deinen Computer auf dem Sperrmüll entsorgen (zumindest für die GEZ).

Viele Grüße
Flappi


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che

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #3 am: 28. Februar 2009, 21:15 »
Jetzt mal ehrlich. Ich würde ja meinen, es besteht kein zwingender Grund, die Abmeldung zu verweigern, weil den öffentlichen nicht klar ist, ob der TV noch woanders weiterflimmert.
Ich halte es für rechtswidrig, den Teilnehmer erst aus der Gebührenpflicht zu entlassen, wenn er einen evtl. Nachnutzer verpetzt oder sich mit einer Entsorgungstheorie herauswindet. Nur das Bereithalten ist derzeit kostenpflichtig. Die bereithaltung endet an der Schwellle zum eigenen Wohn- oder Geschäftsbereich und nicht in der Gartenlaube des Bruders.

Oder wo steht das?

bb


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Offline Flappi

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #4 am: 01. März 2009, 18:35 »
@che,

richtig, auch meiner Meinung nach ist es eigentlich ausreichend anzugeben, dass die Geräte entfernt wurden und nicht mehr zum Empfang bereit gehalten werden. Leider sieht das die GEZ anders.

Folge: Entweder ich melde mich mit einer GEZ-genehmen Abmeldung ab (Geräte nachweislos entsorgt, Geräte an Unbekannt verschenkt bzw. verkauft) oder ich beharre auf dem obigen Abmeldegrund und muss ggf. gerichtlich die Abmeldung durchsetzen.

Viele Grüße
Flappi


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che

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #5 am: 01. März 2009, 21:31 »
Auch richtig.

Was aber der Wahrheit keinen Abbruch tut, dass die Abmeldung nicht vom Verbleib eines Gerätes abhängt, als vielmehr von seiner Nichtbereithaltung.

bb


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Offline Drdrea

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #6 am: 02. März 2009, 21:08 »
Liebe Mitstreiter,
vielen Dank für Eure Antworten.
Ich hatte auf dem ursprünglichen Abmeldefax geschrieben. "Gerät wird nicht mehr vorgehalten". Hat wohl nicht gereicht.

@Flappi.
Ja, Du hast Recht den Computer wollte ich angemeldet lassen. Ist ja auch so. Ich bin einfach zu ehrlich...

Auf das Fax, welches ich heute vergessen habe zu versenden  ::) (ich Dussel) habe ich übrigens draufgeschrieben, dass die Abmeldung zum 28.2. gilt und dass der Brief der GEZ keine aufschiebende Wirkung hat.
Bin gespannt, ob die mir den Beitrag für März zurück erstatten... hihi!

Werde berichten!

Gruß
Drea

PS: Bin am 28.3. dabei!


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Offline Drdrea

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #7 am: 24. März 2009, 20:43 »
Hallo!

So, nun isses amtlich. Die GEZ hat uns heute geschrieben, dass die Abmeldung bestätigt wird und - oh Wunder - dass unser Guthaben mit den weiteren Gebühren (wir haben ja noch das neuartige Gerätle) verrechnet wird.
Das ging ja reibungsloser als erwartet... :)

Wir sehen uns in Köln!

Lieber Gruß
Drea


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Offline helm

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #8 am: 25. März 2009, 19:08 »
Glückwunsch,
mit etwas Glück bleiben dir auch die lästigen Besuche erspart ...


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Offline GEZ noch?

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #9 am: 23. April 2009, 20:11 »
wahrscheinlich hat ein Mensch seine Abmeldung bearbeitet und nicht der übliche Beantwortungsroboter


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"Philosophische oder Kommunikative Probleme kann nur verstehen oder auflösen, wer begreift, welche Fehlanwendung von Sprache sie erzeugten."

(Ludwig Wittgenstein)

Offline GEZankt

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #10 am: 24. März 2010, 14:59 »
Ich kenne das auch. Habe meinen Fernseher abgemeldet, ohne Begründung, da ich das echt zu krass finde, wie sehr sich die GEZ erdreistet, sich in unser Leben einzumischen. Und promt bekam ich genau wie Drdrea eine Aufforderung, die Gründe anzugeben nach dem Motto: Was ist mit ihrem Gerät passiert? Und dann noch das Schreiben, was zurückgesendet werden muss! Ich in aber auch immer noch mit Radio gemeldet...was soll ich sagen!


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Offline Hy-Driver

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #11 am: 24. März 2010, 17:06 »

Mahlzeit,

welches Schreiben muß zurückgeschickt werden?
Meinst Du Anfrage ob man nicht doch einen Fernseher hat?


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Offline Wolfman

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #12 am: 25. März 2010, 14:37 »
Ich habe bis jetzt ca. 40 Haushalten beim Abmelden geholfen.
Bei ungefähr 10% kommt so eine unverschämte Antwort:

"Wir haben die Abmeldung nicht vorgenommen, weisen Sie nach, was mit den Geräten passiert ist"

Das ist wohl von Bundesland zu Bundesland verschieden, so wird die Frage nach dem Verbleib der Geräte in Hessen gerne gestellt.

Ein Zweiter Brief: "Ihre Einwände sind irrelevant, das Datum der Abmeldung bleibt bestehen" schafft hier Abhilfe.

Hat jedenfalls bei denen geholfen, wo so ein 2. Brief notwendig war.

Die GEZ hat grundsätzlich keine Rechte, was die Abmeldung betrifft.
Die dürfen gar nicht ablehnen!

Man bittet nicht um Abmeldung, man teilt es denen lediglich mit!


Und promt bekam ich [...] eine Aufforderung, die Gründe anzugeben nach dem Motto: Was ist mit ihrem Gerät passiert? Und dann noch das Schreiben, was zurückgesendet werden muss! Ich in aber auch immer noch mit Radio gemeldet...was soll ich sagen!


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Offline cebu

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #13 am: 25. März 2010, 15:27 »
Aber ist schon komisch, dass die von dem einen das ganz genau wissen wollen, von dem anderen gar nicht... Von mir wollten die keinen Beleg haben. Ich hatte allerdings die Müll-firma beim Namen genannt, die Elektro-Schrott abholt, der an der Strasse steht. Ich hätte auch zu dem Wertstoff-Hof fahren können. Da kostat das nichts und 'ne Quittung gibt es auch nicht... nur eine Marke für die Schranke zu rausfahren. Wie soll man da was nachweisen. Denkt man doch gar nicht dran in dem Moment. Da flüchtet man und ist froh, dass das Entsorgen nichts gekostet hat. Meistens hat man ja eh ''bisschen'' mehr im Auto, als man dem im Büro erzählt ;D


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Offline Wolfman

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Re: "Tagebuch meiner GEZ-Abmeldung"
« Antwort #14 am: 06. Mai 2010, 09:09 »
Ich hab damals bei meiner Abmeldung meinen alten Fernseher zum Städtischen Bauhof gebracht und eine Quittung zum Unterschreiben vorgelegt.
Die wollten zwar zuerst nicht, haben aber dann doch unterschrieben.

Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das die GEZ gar kein Recht hat, einen Nachweis zu verlangen, was man mit den Geräten gemacht hat.

Aber ist schon komisch, dass die von dem einen das ganz genau wissen wollen, von dem anderen gar nicht...


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« Letzte Änderung: 06. Mai 2010, 09:11 von Wolfman »

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