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Autor Thema: NDR distanziert sich von Doku (hausinterner "investigativ"-Journalismus?)  (Gelesen 443 mal)

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Ohne hier die Tragik von Einzelschicksalen herabzuspielen, aber es hat schon (wieder mal?) ein "G'schmäckle", wenn "hauseigene" Formate "hausgemachte" Skandale "hausintern" medienträchtig verwerten... ::)

FAZ, 22.03.2021
NDR distanziert sich von Doku
Echt oder echt inszeniert?
Zu keinem Zeitpunkt über die Inszenierungen informiert: Der Norddeutsche Rundfunk distanziert sich von dem von ihm koproduzierten Dokumentarfilm „Lovemobil“.
von Axel Weidemann

Zitat
In weiten Strecken „nicht authentisch“: Mit diesen Worten will sich der Norddeutsche Rundfunk (NDR) von dem preisgekrönten und von der Dokumentarfilmredaktion des Senders koproduzierten Film „Lovemobil“ der Filmemacherin Elke Margarete Lehrenkrauss distanzieren. Wie der Sender am Montag mitteilte, hätten Recherchen der Redaktion des hauseigenen „funk“-Formats „STRG_F“ ergeben, dass der Film „zwar auf Basis von langjährigen Recherchen der Autorin entstanden“ sei, „zentrale Protagonist*innen des Films“ aber „nicht ihre persönlichen Erfahrungen“ schildern, sondern „eine Rolle“ spielten. Viele Situationen „sind nachgestellt oder inszeniert“.

[...]

Weiterlesen unter
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ndr-distanziert-sich-von-dem-dokumentarfilm-lovemobil-17258125.html


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Dokus, Romane usw. bilden nie das wirklich Erlebte detail- und sekundengenau ab. Ein uralter Hut. (Vgl. auch einige Kommentare zum FAZ-Artikel.)

Der Vorwurf des NDR ist gesucht. Da war irgendwas anderes.

Reissack.


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Die WELT, 28.03.2021
Gespielte Wirklichkeit
Wie viel Relotius steckt in der NDR-Doku „Lovemobil“?
Der Dokumentarfilm, der keiner ist: in dieser Ausgabe der „Medien-Woche“ diskutieren wir über „Lovemobil“. Im Interview spricht David Bernet, Mitvorstand der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, über den Fall der mit Darstellern inszenierten Reportage.
von Christian Meier
Podcast ~60min unter
https://www.welt.de/kultur/medien/article229255737/Wie-viel-Relotius-steckt-in-der-NDR-Doku-Lovemobil-Podcast.html


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 31. März 2021, 17:30 von Bürger«

  • Beiträge: 873
Das eigentliche Problem liegt wohl darin, dass der ÖRR für Unterhaltung wie Tatort und Co. viel Geld ausgibt und für Dokus wenig Mittel zur Verfügung stellt. Die Unterfinanzierung von Doku-Projekten führt dann zu solchen Ergebnissen ….

Zitat
•Der Journalist und Herausgeber Michael Hanfeld kritisiert in der FAZ Lehrenkrauss' Vorgehensweise, sieht aber zudem eine generelle Schuld der mitproduzierenden TV-Sender und bemängelt einen „systemischen Fehler“ im Dokumentarfilmsektor. „Redaktionen erwarten von Dokumentarfilmern quasi perfekte Realität nach Drehbuch, wollen von vornherein wissen, wie ein dokumentarischer Film ausgeht. An dem arbeiten Autorinnen wie Lehrenkrauss jahrelang, für Hungerlohn, klauben Geld von der Filmförderung zusammen, weil der Sender den Mini-Etat nicht stemmt.“ führt Hanfeld aus.

•Der Filmkritiker Rüdiger Suchsland sieht ebenfalls in der mangelnden Finanzierung des Dokumentarfilms eine der Hauptursachen für das Verhalten der Regisseurin und stellt fest: „Für 36.000 Euro erwartet also ein öffentlich-rechtlicher Sender, dass eine Regisseurin jahrelang unter Straßenprostituierten recherchiert und einen fertigen Langfilm fürs Kino im Stil des Direct Cinema dreht. Dies ist eine lächerliche Summe ...

Zitiert aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lovemobil_(Film)


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