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Autor Thema: "Eher Show als politischer Talk": ARD übt scharfe Kritik an Moderatoren  (Gelesen 1950 mal)

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Jetzt kommt es ganz dicke: In einem internen Papier, das der "taz" vorliegt, kritisiert der ARD-Programmbeirat Publikumsliebling Günther Jauch aufs Schärfste und fordert sogar eine Reduzierung der Polittalkshows im Ersten. Jauch hake selten nach und setze "sich teilweise über die Antworten seiner Gäste hinweg", heißt es da. Und weiter: "Herr Jauch sollte dringend an seiner Gesprächsführung arbeiten, ebenso an der Themen- und Gästeauswahl."

Aber das war noch längst nicht alles. Weiter kann man in dem Papier lesen: Jauch polarisiere "unnötig, schürt mit seinen Suggestivfragen teilweise Politikverdrossenheit und kommt damit der Verpflichtung zur journalistischen Sorgfalt nicht nach". Das Fazit dieser Kritik lautet: Günther Jauchs Talkshow sei "eher eine Show als ein politischer Talk - eine beunruhigende Entwicklung für ein öffentlich-rechtliches Format!"

Doch nicht nur Jauch bekommt in diesem Papier sein Fett weg, auch Frank Plasberg und sein "Hart aber fair" werden stark kritisiert. Bei dieser Sendung bemängelt der Beirat nachlassenden Biss. Außerdem werde das "konfrontierende und hinterfragende Potential" zu wenig eingesetzt. Insgesamt wünsche man "sich den hart aber fair nachfragenden Herrn Plasberg zurück".

Zudem wurden vom Programmbeirat die Einspielfilme aller fünf Polittalks - Reinhold Beckmann, Anne Will, Sandra Maischberger, Frank Plasberg und Günther Jauch - beanstandet. Diese skandalisierten die Themen zu oft, anstatt sie zu erklären. Desweiteren seien "deutliche Schwächen in der Recherche" in den Moderationen und den Einspielern zu beklagen. Und das wiederum schade "der Glaubwürdigkeit der Formate". Als Lösung hält der Ausschuss es daher für sinnvoll, die Fachkompetenz der ARD-Redaktionen stärker einzubringen, statt, wie bisher, die Produktion der Talk-Formate externen Produktionsgesellschaften zu überlassen.

Nicht vergessen werden darf allerdings, dass eine Talkshow vom Programmbeirat als "brillant" bezeichnet wurde. Gemeint ist "Beckmann"! Seine Sendung verlasse der Zuschauer "meist mit einem Erkenntnisgewinn", da der Moderator zuhöre und nachfrage und abschließend sogar "eine gesamtgesellschaftliche Botschaft ableitet".

Quelle: http://unterhaltung.t-online.de/ard-uebt-scharfe-kritik-an-guenther-jauch-eher-show-als-politischer-talk-/id_57258698/index


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<tomtom> Für China-Mafia kenn ich grad den Namen nicht!
<paule> Italien: Mafia, China: Triaden, Japan: Yakuza, Mexico: Diablos
<Sekalthan> Deutschland: Politiker

V
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Erst hat man diesen Moderatortyp, der keine unbequemen Fragen stellt, in den Sendern gezüchtet und jetzt wird aufs Schärfste kritisiert.

Geht es jetzt bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ans Eingemachte?


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Ein weiteres beispiel für deren realitätsverlust. Total unlogisch das ganze von vorne bis hinten. Warum machen die das auch noch öffentlich?


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Ein weiteres beispiel für deren realitätsverlust. Total unlogisch das ganze von vorne bis hinten. Warum machen die das auch noch öffentlich?

Entweder ein unbeabsichtigtes Leck/Zufall oder die Öffentlichkeit soll davon erfahren. Nach dem Motto: schaue "Wir wollen besser werden". Warum? Vielleicht soll die Akzeptanz der Kosten erhöht werden.

Vor ein paar Tagen sah ich bei den ÖR kurz einen Film über die Angst vor der Bewegung "da draußen" mit der Konsequenz, dass die Programme der ö-r. Sender in der Qualität deutlich besser werden sollten. Ich habe meinen Augen und Ohren nicht getraut.


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