Autor Thema: Commons als öffentlich-rechtliche Aufgabe: Erfahrungen, Chancen, Herausforderung  (Gelesen 149 mal)

Offline ChrisLPZ

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Netzpolitik.org, 04.10.2019

Commons als öffentlich-rechtliche Aufgabe: Erfahrungen, Chancen, Herausforderungen

Öffentlich-rechtliche Inhalte sind, obwohl öffentlich finanziert, nur in den seltensten Fällen offen lizenziert und nutzbar. Basierend auf Praxisbeispielen und einer Analyse von Herausforderungen entwickelt dieser Beitrag Strategien, um zukünftig mehr öffentlich-rechtliche Inhalte zu befreien.

Von Leonhard Dobusch (ZDF-Fernsehrat)

Zitat
Dieser Text ist eine leicht adaptierte und aktualisierte Fassung eines Beitrags, der in der vom Österreichischen Rundfunk ORF beauftragten Studie „Allianzen, Kooperationen, Plattformen: Gemeinwohlorientierte Medienqualität in der Netzwerkgesellschaft“ (PDF) erschienen ist.
„Dass selbstproduzierte Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unter eine freie Lizenz gehören, sollte eigentlich selbstverständlich sein.“ Diese Meinung vertritt Kurt Jansson, ein Wikipedia-Autor der ersten Stunde, der vor über zehn Jahren den deutschen Wikimedia-Verein mitgegründet hatte und gerne mehr öffentlich-rechtliche Inhalte in deutschsprachige Wikipedia-Artikel einbinden würde. Zu diesem Zweck initiierte er auch 2017 mit anderen eine “Wunschliste” mit Inhalten, die sich aus Sicht der ehrenamtlichen Wikipedia-AutorInnen besonders für die freie Online-Enzyklopädie eignen würden.
[…]

Ziel dieses Beitrags ist es deshalb, die Ursachen für die Zurückhaltung öffentlich-rechtlicher Anbieter bei Kooperationen mit commons-basierten Communities und deren Plattformen zu beleuchten und mögliche Auswege zu skizzieren.
[…]

Fallbeispiele: Commons-orientierte Kooperationen öffentlich finanzierter Institutionen
[…]

Hürden für offene Lizenzierung öffentlich-rechtlicher Inhalte
[…]
A) Manipulationsängste
[…]
B) Vielzahl involvierter RechteinhaberInnen
[…]
C) Vergütungsregeln
[…]
D) Wettbewerbsrecht
[…]
E) Mehraufwände
[…]

Drei Strategien für Öffnung öffentlich-rechtlicher Inhalte
[…]
A) Bottom-up: Redaktionen
[…]
B) Top-down: Commitment und Unterstützung
[…]
C) Archivinhalte: 1.000 Stunden für das Internet
[…]

Fazit
Angesichts zunehmender Bedeutung nicht-linearer Verbreitungswege wird immer klarer erkennbar, dass der Einsatz freier Lizenzen im ureigenen Interesse öffentlich-rechtlicher Anbieter liegt. Dass die derart lizenzierten Inhalte auch zu kommerziellen Zwecken genutzt werden können, ist angesichts wachsenden Druck zur Kooperation mit privaten Anbietern sogar ein strategischer Vorteil: zwar können private Anbieter die Inhalte nutzen, nicht-kommerzielle Plattformen und freie Medien haben aber ebenfalls Zugriff darauf. […]

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https://netzpolitik.org/2019/commons-als-oeffentlich-rechtliche-aufgabe-erfahrungen-chancen-herausforderungen/


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