Autor Thema: Höherer Rundfunkbeitrag muss kommen - „17,50 Euro reichen nicht“  (Gelesen 378 mal)

Offline ChrisLPZ

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Tagesspiegel, 08.08.2019

„17,50 Euro reichen nicht“

Der BR erzielt Überschüsse und braucht trotzdem höhere Beitragseinnahmen. Interview mit Albrecht Frenzel, Vorsitzender der ARD-Finanzkommission

Von Joachim Huber

Zitat
Herr Frenzel, immer wieder klagt der Bayerische Rundfunk - wie andere öffentlich-rechtliche Sender auch - über die äußerst schwierige finanzielle Situation des Senders. Jetzt aber weist der Geschäftsbericht 2018 einen Überschuss von 25,6 Millionen Euro aus. Wie passt das zusammen?
Zum einen machen 25,6 Millionen Euro bei einem Gesamtbudget des BR von rund einer Milliarde EUR gerade einmal zwei Prozent aus - das ist das Mindeste an eiserner Reserve, die man als guter Steuermann braucht, um das Schiff überhaupt manövrierfähig zu halten. Bis 2020 wird der Finanzmittelbestand aber aufgebraucht sein. Hierzu komme ich gleich. Ganz allgemein ist 2018 das zweite Jahr einer vierjährigen Beitragsperiode, für die durchgehend ein Rundfunkbeitrag von 17,50 EUR zugrunde zu legen ist. Dass in der ersten Hälfte der Beitragsperiode Überschüsse entstehen, ist üblich. Diese werden benötigt, um Fehlbeträge am Ende der Beitragsperiode auszugleichen. Insgesamt ist der Überschuss für 2018 also eine Momentaufnahme, ein ausgeglichenes Ergebnis zum Ende der Beitragsperiode wird nur bei einer konsequenten Fortführung der Sparpolitik des Hauses möglich sein.

Liest man weiter, dann beträgt die aktuelle Rücklage bei den Rundfunkbeiträgen gut 127 Millionen Euro. Der BR-Rundfunkratsvorsitzende rechnet deswegen mit einem ausgeglichenen Etat bis zum Ende der Beitragsperiode 2020.
Der BR wird die laufende Beitragsperiode wie gesagt nur dann ausgeglichen abschließen können, wenn er weitere Einsparmaßnahmen umsetzt, einmalig entstandene Haushaltsreste heranzieht und in den laufenden Tarifverhandlungen Vergütungsvereinbarungen trifft, die deutlich unter dem Tarifabschluss der Länder liegen. Ein ausgeglichenes Ergebnis ist zudem nur dann möglich, wenn die Beitragsrücklage, die zwischen 2013 und 2016 angespart wurde, komplett herangezogen wird, und der BR im Übrigen mit seinen - rückläufigen - Beitragserträgen und den sonstigen Einnahmen aus Werbung, Sponsoring etc. auskommt.
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/hoeherer-rundfunkbeitrag-muss-kommen-17-50-euro-reichen-nicht/24880618.html

siehe auch:
BR: Rundfunkrat genehmigt Jahresabschluss 2018 mit Fehlbetrag über 88,5 Mio.€ vom 22.07.2019
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,31721.0.html

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« Letzte Änderung: 09. August 2019, 07:37 von ChrisLPZ »

Offline LECTOR

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Albrecht Frenzel: Der BR wird die laufende Beitragsperiode wie gesagt nur dann ausgeglichen abschließen können, wenn er weitere Einsparmaßnahmen umsetzt, einmalig entstandene Haushaltsreste heranzieht und in den laufenden Tarifverhandlungen Vergütungsvereinbarungen trifft, die deutlich unter dem Tarifabschluss der Länder liegen.

Es fragt sich, seit wann Intendantengehälter von über 300.000 € jährlich "unter dem Tarifabschluss der Länder liegen"?

Zum Thema siehe hier im Forum die
== Übersicht Intendantengehälter == (Stand 2013)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,4706.0.html

sowie aktueller auch unter
DAS kostet unser Fernsehen bei der ARD „TATORT“ 1,5 MIO., „TAGESSCHAU“ 27 000€ (12/2017)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,24391.msg154912.html#msg154912
Gehälter und Vergütungen in der ARD
http://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Gehaelter_und_Verguetungen_in_der_ARD/4127124/index.html
Sicherungsabbild
https://web.archive.org/web/20170912213209/http://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Gehaelter_und_Verguetungen_in_der_ARD/4127124/index.html


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« Letzte Änderung: 12. August 2019, 14:11 von Bürger »

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