Autor Thema: SIEGLINDES KOLUMNE (Newsletter Rundfunk-frei.de 7/2019)  (Gelesen 484 mal)

Offline ChrisLPZ

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SIEGLINDES KOLUMNE
Aus dem Newsletter von Rundfunk-frei.de 7/2019
("Abdruck" der Kolumne im Forum nach freundlicher Genehmigung durch die Urheberin)

Zitat
Hallo liebe Freunde von »rundfunk-frei«,

beginnen möchte ich mit einem herzlichen Dank für die zahlreichen Mails nach dem Erscheinen des ersten Newsletters. Eine bunte Mischung aus Anregungen, persönlichen Erfahrungsberichten und Fragen zu meinem Fall erreichte mich auf diesem Wege. Besonders hoch jedoch war der Anteil an Fragen zu Vollstreckungen.

Viele von euch haben sicher von der erneuten Inhaftierung wegen nicht gezahlter GEZ/Nichtabgabe der Vermögensauskunft erfahren. Wieder fand diese ausgesprochen unverhältnismäßig harte Maßnahme im Einzugsgebiet des WDR statt. Sylvia Schulte hat es gewagt und ging über den Schritt der Haftandrohung hinaus und ins Gefängnis hinein. Sie gehört nun zum Kreis derer, die die Geldeintreiber durch Standhaftigkeit vorführen. Für mich ist das friedlicher Widerstand nach dem Vorbild Mahatma Gandhis. Sylvia offenbarte die verbrecherische Radikalität, der man sich bei der Zwangsgeldeintreibung bedient. Das ist nötig, um die Menschen für die staatlich legalisierte Schutzgelderpressung zu sensibilisieren und das Unrecht deutlich sichtbar werden zu lassen. Es spielt dabei keine Rolle, dass ihr Mann zeitnah nach der Inhaftierung das Zwangsgeld zahlte und sie deshalb wieder aus der Haft entlassen wurde. Wichtig ist, dass auch Außenstehende aufhorchen und beginnen, das Zwangssystem zu hinterfragen. Damit ist ein neuer Same gelegt. 

Neben zahlreichen Haftandrohungen bis hin zu vereinzelten Inhaftierungen gibt es mannigfaltige staatlich legalisierte Möglichkeiten, uns zu berauben. Dazu werde ich euch im nächsten Newsletter wegen der vielen Fragen, die uns zum Thema erreichen, detaillierte Informationen geben. 

Heute sage ich euch: Der Einsatz für die mediale Freiheit beginnt mit der Beendigung der freiwilligen GEZ-Zahlung und der Bereitschaft, am Volksentscheid gegen den Zahlungszwang teilzunehmen. Jede Mahnmaßnahme erinnert den jeweils zuständigen Intendanten daran, dass der betroffene Mensch den Zahlungszwang als Unrecht erkannt hat und nicht bereit ist, sich willenlos der ARD/ZDF-Massen-manipulationsmaschinerie zu unterwerfen. Die Intendanten kennen zwar nicht die einzelnen Namen, aber sie sehen die Gesamtanzahl der Menschen, die über Jahre hinweg NEIN zum GEZ-Zwang sagen und dies durch Nichtzahlung unverkennbar zum Ausdruck bringen. 

Im multimedialen Zeitalter hat Zwangsfernsehen keine Daseinsberechtigung! Durch die reichhaltigen Informationsmöglichkeiten, derer wir uns durch die freie Medienwahl ganz ohne finanzielle Zwänge und ohne Staatsfernsehen bedienen können, ist für ein zwangsfinanziertes Medienmonopol kein Raum mehr. Es ist überflüssig. Medialer Zwang hat in einer Demokratie mit Meinungsvielfalt nichts zu suchen! 

Die gewaltsame Durchsetzung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen im Auftrag der Staatssender sorgt dafür, dass die Masken der gönnerhaften Selbstdarsteller fallen. Das zeigt der erneute Inhaftierungsfall wiederholt sehr deutlich. Die Verfechter des Zahlungszwanges schaden damit nur sich selbst. Sie stehlen zwar unser Geld, aber solange wir uns davon nicht einschüchtern lassen und wir nach dem Motto „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen" leben, bleibt unsere Überzeugung unantastbar, unser Wille aufrecht, unsere Herzensstimme präsent. Wir stehen weiterhin geradlinig und offen für mediale Selbstbestimmung ein. Darauf kommt es jetzt an, das ist wichtiger als je zuvor. 

Gerade jetzt, nach all den juristischen Unrechtsentscheidungen, ist es von so großer Bedeutung, die GEZ-Zahlung so lange wie möglich hinauszuzögern. Stellt euch vor, welch verheerende Konsequenzen es hätte, wenn wir wegen mangelnder Aussicht auf persönlichen Erfolg jetzt anfangen würden, freiwillig zu zahlen! Die für den Zahlungszwang Verantwortlichen hätten dann tatsächlich gewonnen und uns gebrochen! 

Die Zeit, in der es um den persönlichen finanziellen Erfolg des Einzelnen geht, ist durch die juristischen Unrechtsentscheidungen vorbei. Hier ist ein Umdenken erforderlich.

Aber wenn es nicht um den persönlichen Erfolg geht, worum geht es dann?Es geht bei der aktiven GEZ-Nichtzahlung des Einzelnen darum, wichtiger Bestandteil einer Gruppe zu sein, die dauerhaft ein friedliches Zeichen gegen medialen Zwang setzt, bis eines wundervollen schönen Tages ein einzelner Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt und der Zwang als Teil deutscher Geschichte zu Grabe getragen wird.

Nichts ist für die Ewigkeit, ein mediales Zwangskonstrukt erst recht nicht! 

Das Allerwichtigste, das uns der GEZ-Zwang ermöglicht, liegt darin, das Unrecht nicht nur zu sehen, sondern er bietet die Chance, selbst gesetzte Grenzen zu durchbrechen. Das persönliche innere Wachstum jedes Einzelnen, für die gemeinsame Sache einzustehen, die Überwindung jeder individuellen Angst - führen zur kollektiven Stärkung der ganzen Gruppe. Das derzeitige System ernährt sich von unserer Angst, es braucht unsere Angst, um zu überleben. Das Erreichen der kritischen Masse führt hinein in einen kollektiven Bewusstseinswandel und läutet den Weg in eine neue Zeit ein. Der GEZ-Zwang ist nur einer von vielen gefährlichen Zwängen unserer Zeit. Unser aller Einsatz wird deshalb ganz dringend gebraucht! 

Wenn nicht wir, wer dann? 

Was sollen wir unseren Kindern und Enkeln sagen? Ihr habt es gesehen, aber habt nichts getan? Warum habt ihr nichts unternommen? Aus Bequemlichkeit? Aus Hilflosigkeit? Aus Angst? Ja!? Nein?! Vielleicht?! 

Ich kenne selbst zu großen Teilen die Ängste, die mit der GEZ-Nichtzahlung einhergehen und von ganz unten an die Oberfläche kommen. Ich weiß aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass dieser persönliche Entwicklungs-prozess mit dem Durchleben tiefer Ängste verbunden ist. Denn durch die vielen Drohungen und Pfändungen werden wir in der Tat mit unseren Existenzängsten konfrontiert. 

Ja, auch ich hatte unendlich viel Angst, um nicht zu sagen, ich hatte die Hosen so richtig voll. Meine erste Angst zeigte sich nach Ankündigung der Zwangsvollstreckung und wuchs mit der Zunahme der Drohungen weiter an. Fast Panik bekam ich in der Zeit des Wartens, als ich nicht wusste, ob das P-Konto mich tatsächlich vor Pfändung schützen würde. Auch erinnere ich mich noch sehr genau an meine zitternde Stimme bei meinem ersten Kontakt mit dem Vollstrecker. Ich erinnere mich aber auch daran, dass ich während des Vollstreckungsvorgangs selbstsicherer wurde. Manch schwierige Situation, die ich mal mehr, mal weniger gut meisterte, machte mich immer standhafter. Es gibt sogar Ereignisse, die mich heute schmunzeln lassen, wenn ich an sie zurückdenke. Allerdings war die Zeit, nachdem mir der Haftbefehl zugestellt wurde, bis zur Inhaftierung (4 Monate) sehr zermürbend. Ich habe mich verfolgt gefühlt, bin auf Umwegen nach Hause gegangen, habe mein Auto versteckt. Meine Gedanken waren an die Angst vor der Haft förmlich gefesselt. Angst war in dieser Zeit mein ständiger Begleiter. Die Angst vor der Ungewissheit, was auf mich zukommen würde und die Angst vor dem finanziellen Chaos, der Arbeitslosigkeit, das alles war ein Mix an Anspannung, der sehr an den Kräften zehrte. Zusätzlich begleiteten mich Gefühle der Resignation und Hilflosigkeit. Diese Zeit war ganz sicher kein Zuckerschlecken. 

Ich habe das alles als gezielt inszenierten Psychoterror wahrgenommen. Und genau das machte mich auch gleichzeitig unsagbar zornig! In diesem Zorn lag Kraft, die ich dringend brauchte. Das Empfinden, dass hier ein riesiges Unrecht passiert und ich dem etwas entgegensetzen musste, ließ mich durchhalten. Es ging gar nicht anders. Okay, ich bin auch mit einem nicht zu unterschätzenden Dickschädel ausgerüstet worden, den ich in dieser Situation als echten Segen zu schätzen lernte. 

Und da war noch etwas. Innerhalb meiner Biographie gab ich mir vor vielen Jahren ein Versprechen. Ich hatte mir damals geschworen, niemals mehr erpressbar zu sein. Mich erpressen zu lassen, das ging einfach nicht mehr. Das hatte ich schon einmal in einem anderen Zusammenhang. Mir ging es damals sehr, sehr schlecht. Also richtig schlecht. In der erneuten Erpressungssituation fühlte ich erneut die innere Zerrissenheit. Dieses mal prallten finanzielle Existenzängste und die Angst vor einer Inhaftierung auf meinen Idealismus und auf mein Gerechtigkeitsempfinden. Ich kenne das Gefühl, erpressbar zu sein. Nun stellte mich das Leben erneut vor die Wahl, es gab mir die Chance, mich neu zu entscheiden. 

Die quälende Frage war diese: Was ist schlimmer für mich, den Job zu verlieren, der mich nicht befriedigt, aber meine finanzielle Lebensgrundlage absichert, die Angst vor der Haft oder aber erpressbar zu sein wider meine tiefe innere Überzeugung? (Meine Mietzahlungen waren für die Zeit der Haft abgesichert.) 

Die Nebenbedingungen für eine Haft waren in meinem Fall zwar nicht optimal, aber besser als für viele andere aktive GEZ-Nichtzahler. Unter diesem Aspekt entschied ich für mich, einfach abzuwarten, ob oder wann der Punkt kommen würde, wo ich sage, ich kann nicht länger durchhalten. Die persönliche Grenze zeigt sich von selbst. Wenn sie da ist, ist sie da. Und die gilt es dann, anzunehmen und zu akzeptieren. 

Heute bin ich mir fast sicher, dass wir gezielt in Angst, Resignation und Hilflosigkeit gefangen gehalten werden sollen. In diesem Bewusstseinszustand bleiben Menschen leicht steuerbar. Hinter all dem steckt m. E. ein ausgeklügeltes System, von Menschen erdacht, die damit auf sehr subtile Weise ihre Macht erhalten und ausbauen wollen. Anders lässt sich all das für mich nicht erklären. 

Wenn man bedenkt, dass nach der Einführung des GEZ-Zahlungszwanges nun die schrittweise Internetzensur eingeführt wird, zeigt dies die Angst der Strippenzieher im Hintergrund. Sie fürchten mediale Freiheit, sie fürchten Freigeister, sie fürchten selbständig denkende Menschen. Sie haben zwar noch die Kontrolle über den Zahlungszwang, aber die Manipulationsversuche über den Fernseher funktionieren nur noch mit Einschränkungen. Durch den Kontrollverlust lassen sie sich weitere diktatorische Maßnahmen einfallen, verraten aber damit ihre eigentlichen Absichten, nämlich die Manipulation unserer Gedanken. Wer die Gedanken kontrolliert, der hält Menschen auch ohne sichtbare Fesseln in Gefangenschaft. Der Prozess der Veränderung lässt sich aber nicht mehr aufhalten, er ist in vollem Gange. Wir sind Teil dieses Prozesses. 

Was ist das Ergebnis bei mir selbst nach all den durchlebten Repressalien, angedrohten und durchgeführten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen? 

Es ist sehr schwierig, dies in Worte zu fassen. Als bisher unbescholtener Steuerzahler innerhalb unseres Systems jagte man mich plötzlich wie einen Schwerverbrecher – wegen nicht einmal 200 €. Da lagen also die Prioritäten staatlicher Gewalt. Ich zählte insgesamt ca. 20 Namen, die mit der Eintreibung eines so geringen Geldbetrages beschäftigt waren. Mir begegneten dabei auch Menschen, die als „ausführende Organe" bezeichnet werden, die aber nur wegen ihrer finanziellen Existenzangst genau das taten, was sie glaubten, tun zu müssen. Ich habe ihr „NEIN" vermisst. Ich halte es für einen Irrglaube, dass man Verantwortung für das eigene Tun mit der Begründung, es sei „Dienst nach Vorschrift" gewesen, abgeben kann. 

Neben der gelebten Erfahrung, wie das System sich selbst durch die Angst aller Beteiligten am Leben erhält, gibt es noch etwas. Da ist etwas passiert. Es hat etwas mit meinem Innersten zu tun. Da gab es einen Wandel. Da ist etwas mit mir geschehen, und zwar immer dann, wenn ich mich einer Situation stellte, vor der ich große Angst hatte. Ich fühle mich jetzt im Herzen sehr viel freier, selbstbestimmter, kraftvoller und mental gestärkt. Die Menschen hinter dem Zwangssystem wollten mich brechen. Es ging nie um monatliche 17,50 €, es ging um sehr viel mehr. Es ging um Macht und Ohnmacht, es ging darum, mich erniedrigen zu wollen. Jemand sagte einmal in der Zeit der Zwangsvollstreckung sinngemäß folgende Worte: „Wenn du die Angst aushältst, löst sie sich auf. Es ist nicht die Frage des „ob", sondern des „wann". Danach bist du frei, wirklich frei." Sich selbst treu zu sein, das ist etwas, was uns sehr schwer gemacht wird. Wie befreiend sich es anfühlt, das kann man wahrscheinlich nur durch die eigene Erfahrung kennenlernen. Ich bin darin noch lange nicht perfekt, aber der Anfang ist gemacht. 

Der konkrete Ablauf einer Vollstreckung ist nicht planbar. Letztendlich muss man seinen eigenen Weg finden und gehen, am besten frei von Erwartungen und auf die Erpressermethoden sachlich und mental gut vorbereitet. Vielleicht liegt genau darin der tiefe Kern und die ungebrochene Kraft des GEZ-Widerstandes, er muss aus tiefster Überzeugung und aus dem Herzen jedes Einzelnen entspringen.Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr anhand meiner Erfahrung für euch einen Gewinn ziehen könnt. 

In jüngster Zeit hat sich noch etwas in mir geändert. Noch vor wenigen Wochen wäre es für mich eine Katastrophe gewesen, wenn der MDR mein Geld gestohlen hätte. Inzwischen sage ich, was nutzt ihnen mein Geld, wenn ich meine Gedanken von der Manipulation sauber halte? Die Gedanken durch Nichtnutzung von ARD/ZDF & Co rein zu halten, das ist eine ganz feine Sache! Fernseher raus aus den Wohnungen - damit beginnt der Weg in die mentale Freiheit. Fernsehen führt zu einem eingeschränkten Denken. Deshalb raus mit dem Fernseher! Diese Kiste stiehlt uns unser kostbarstes Gut - unsere Lebenszeit, unseren freien Willen und unser klares Denkvermögen. 

Aus der gewonnenen Energie und Lebenszeit lässt sich Kreativität schöpfen, ich mag es sehr gerne, wenn aktive Nichtzahler die Sache gelassen – mit einer Prise Humor – angehen. Mir ist bewusst, dass dies nicht immer umsetzbar ist. Auch ich übe mich noch darin, wohl wissend, dass dies die gesündeste Form des Widerstandes ist. 
Euch wünsche ich, dass ihr auf eurem GEZ-Nichtzahlungsweg verantwortungsvoll die für euch richtigen Entscheidungen trefft. 

Bis zum nächsten Mal

Sieglinde

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Offline g_org

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Re: SIEGLINDES KOLUMNE (Newsletter Rundfunk-frei.de 7/2019)
« Antwort #1 am: 10. August 2019, 15:17 »
Beeindruckend! Danke für diese Worte!


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