Autor Thema: Blick zurück: Landespolitiker rügen Finanzgeschäfte des MDR (2009)  (Gelesen 250 mal)

Offline ChrisLPZ

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Spiegel, 16.04.2009

Landespolitiker rügen Finanzgeschäfte des MDR

Von Christian Teevs

Zitat
Leipzig - Der MDR hat keinen guten Ruf bei vielen Landespolitikern: Auf das Finanzgebaren des Mitteldeutschen Rundfunks angesprochen, reagiert Torsten Herbst zunächst mit einem tiefen Seufzen. "Das ist nicht das erste Mal", sagt der sächsische FDP-Generalsekretär. Linkspartei-Fraktionschef André Hahn äußert sich ähnlich direkt: "Der MDR ist bekannt für seine windigen Geschäfte mit Gebührengeldern.“

Doch dieses Mal hat es der öffentlich-rechtliche Sender offenbar besonders bunt getrieben. Der MDR investierte Gebührengelder in riskante Wertpapiere - und verspekulierte sich. Zwar weist der Sender die Vorwürfe als "populistische Berichterstattung einiger Medien" zurück - die stillen Reserven hätten den Wert der ursprünglichen Investition nicht unterschritten. Der sächsische Landesrechnungshof warnt jedoch vor empfindlichen Einbußen. "Aufgrund der sich seit Mitte 2008 verschärfenden Finanzkrise" habe der MDR "einen deutlichen Rückgang stiller Reserven" verzeichnen müssen. […]

Doch dieses Mal hat es der öffentlich-rechtliche Sender offenbar besonders bunt getrieben. Der MDR investierte Gebührengelder in riskante Wertpapiere - und verspekulierte sich. Zwar weist der Sender die Vorwürfe als "populistische Berichterstattung einiger Medien" zurück - die stillen Reserven hätten den Wert der ursprünglichen Investition nicht unterschritten. Der sächsische Landesrechnungshof warnt jedoch vor empfindlichen Einbußen. "Aufgrund der sich seit Mitte 2008 verschärfenden Finanzkrise" habe der MDR "einen deutlichen Rückgang stiller Reserven" verzeichnen müssen. […] Bis auf die CDU […] "Wir sind ziemlich sauer", sagte Martin Dulig, SPD […]

Der MDR verweist dagegen in einer Stellungnahme darauf, dass "nicht ein Euro der Rundfunkgebühren verlorengegangen sei". Begründet wird dies damit, dass die stillen Reserven ab 2003 "kontinuierlich gestiegen" seien und sich im Rahmen der Finanzkrise lediglich "wieder relativiert" hätten. […]

Weiterlesen auf:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/rundfunk-landespolitiker-ruegen-finanzgeschaefte-des-mdr-a-619399.html

siehe auch Wikipedia-Eintrag zum MDR:
Zitat
Skandale
2000: Der MDR verlor 2,6 Millionen DM im Rahmen von Hochrisiko-Anleihen in Ecuador.
2001: Es wurde bekannt, dass mehrere z. T. meinungsbildende MDR-Moderatoren für die Staatssicherheit der DDR gearbeitet hatten, so u. a. Sabine Hingst, Ingo Dubinski, Frank Liehr oder Horst Mempel.
2001: Der ungewöhnliche Vertrag mit Stephan Sulke, der 1992 ein Wohnungsbauprojekt für MDR-Mitarbeiter vermittelt hatte, wurde bekannt.[26] Aufgrund des zwischenzeitlichen Wertverlusts durch die Immobilienkrise und nicht benötigte Überkapazitäten erlitt der MDR durch dieses Projekt einen Verlust von rund 7,3 Millionen DM.[27]
2005: Im Sommer 2005 wurde dem Sportchef Wilfried Mohren wegen Schleichwerbung zu Ungunsten des MDR fristlos gekündigt.
2009: Der Rechnungshof kritisierte den MDR für Wertpapiere, die im Zuge der Finanzkrise an Wert verloren hatten.[28]
2010: Bei dem vom MDR federführend betriebenen und beaufsichtigten Kinderkanal (KiKa) hat der KiKa-Herstellungsleiter Marco Kirchhof mehr als 4,6 Millionen Euro veruntreut.[29]
2011: MDR-Unterhaltungschef Udo Foth soll mehrfach Vorschüsse im mittleren sechsstelligen Bereich für MDR-Programme von TV-Produktionsfirmen eingefordert haben – die Ermittlungsergebnisse blieben unter Verschluss, jedoch wurde Foth entlassen.[30]
2018 erklärte Uwe Steimle in der der Neuen Rechten zugerechneten Wochenzeitung Junge Freiheit unter anderem, dass Deutschland kein souveräner Staat, sondern „Besatzungsgebiet der USA“ sei und bezeichnete den ZDF-Anchorman Claus Kleber als „Karl-Eduard von Schnitzler der BRD“. Diese aus der Reichsbürgerbewegung stammenden Verschwörungstheorien wies der MDR zwar zurück,[31][32] begnügte sich dann aber mit einer Erklärung, dass Satire hier nicht erkennbar gewesen sei. Die Süddeutsche Zeitung merkte dazu an, dass der MDR in einer Zwickmühle stecke: Eine Trennung von Steimle würde nicht nur den Verlust eines Quotenbringers bedeuten, sondern ihn bei Rechten und Verschwörungstheoretikern zum Märtyrer machen.[33]
https://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldeutscher_Rundfunk


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« Letzte Änderung: 13. Juni 2019, 07:19 von ChrisLPZ »

googler

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Gibt's Skandale auch beim WDR?


Edit "Bürger": Siehe u.a. Forum-Suche ;)
Ex-"Tatort"-Koordinator Henke zieht Klage gegen Charlotte Roche zurück
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30236.0.html
sowie auch web-Suche u.a. mit
"WDR Skandal"
https://www.google.com/search?q=wdr+skandal
...liefert einige Treffer zum "Belästigungs-/#metoo-Skandal" beim WDR. Auch dies findet sich im Forum.
Hier jedoch bitte nicht weiter vertiefen. Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


Edit "ChrisLPZ":
Bzgl. WDR siehe u.a. auch:
Das Schweigen des WDR über seine Kunstsammlung
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,8703.0
Ausverkauf beim WDR Kunstsammlung zu versteigern
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,14780.0
"Dilettantisch": Kritik an Kunstverkäufen des WDR
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,21364.0
Von Sendemasten bis Kunstsammlung: Verkauf des WDR-Tafelsilbers stockt
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,17501.0
WDR Bilder-Verkauf: Kritik an Buhrows Sparmaßnahmen
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,8881.0
DIE WELT: "WDR verkauft Grundstücke samt Sendemasten"
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,12088.0
Hier jedoch bitte nicht weiter vertiefen. Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 13. Juni 2019, 07:19 von ChrisLPZ »

googler

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Danke. Kann man da nicht Gewissenbisse bekommen, sowas mitfinanzieren zu müssen? Ich denke, ja  :police:


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Offline maikl_nait

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  • ...ceterum censeo, paludem esse siccandam
    • Sieb'n Millionen
Hallo!

Was glaubt denn der Spiegel? Das die Parteibuchträger "ihren" Anteil in der Sporttasche mitnehmen?

Für 9 Mrd € werden ein paar Taschen nicht reichen! Das Beitrags-Verschwinde-Verbrechen muß man organisieren! Das Finanzgebaren des ÖRR gereicht jeder Mafia zum Vorbild!

Was der Relotiator Spiegel hier berichtet: die Hauptbeteiligten am "Futtertrog für Parteibuchträger" (richtig: aus Union und SPD!) picken sich gegenseitig wegen was -- ein paar Millionen?!?

Und wann möchte der Spiegel etwas über den Rest der 9.000 Millionen an Beitragsgeld berichten???

MfG
Michael


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- Schönen Gruß vom saarländischen Dachdecker "Unsern ÖRR in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf"

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