Autor Thema: Studie: Geistiger Abbau - Langes Fernsehen schadet dem Gedächtnis  (Gelesen 554 mal)

Offline ChrisLPZ

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spektrum.de, 13.04.2019

Langes Fernsehen schadet dem Gedächtnis

Macht TV-Konsum dumm? Abgesehen von bestimmten Sendungen scheint das auch generell zu stimmen - zumindest ab einem bestimmten Alter und gewisser Konsumdauer.

von Daniel Lingenhöhl

Zitat
Daisy Fancourt und Andrew Steptoe vom University College London haben versucht, dies zumindest für Menschen über 50 zu ergründen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in »Scientific Reports«. Sie konnten zeigen, dass es zumindest eine Korrelation zwischen der Länge des Glotzens und einer Verschlechterung des verbalen Gedächtnisses gibt: Wer im Verlauf der Studie täglich mehr als 3,5 Stunden vor dem TV-Gerät saß, wies einen stärkeren Abbau in diesem Bereich auf als die Vergleichsgruppen.

Ausgewertet wurden dafür die Daten von rund 3600 Personen über 50 Jahre aus der »English Longitudinal Study of Aging«, die zu Beginn der Studie keine Demenzanzeichen aufwiesen. […]

Weiterlesen auf:
https://www.spektrum.de/news/langes-fernsehen-schadet-dem-gedaechtnis/1638694

Links zur Studie von Daisy Fancourt & Andrew Steptoe
Television viewing and cognitive decline in older age: findings from the English Longitudinal Study of Ageing
https://www.nature.com/articles/s41598-019-39354-4
PDF (~910 kb)
https://www.nature.com/articles/s41598-019-39354-4.pdf

Danke an User fox für den Hinweis.


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Offline pinguin

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Die Frage sollte weiterführend dahin gehen, wo und wann heute noch Gedächtnistraining stattfindet, wenn Maschinen alles abnehmen, wofür die Natur das Gedächtnis geschaffen hat.


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Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline ChrisLPZ

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Deutsche Gesellschaft für Neurologie, 12.04.2019

Gibt es eine Fernseh-bedingte Demenz?


Zitat
Das verbale Gedächtnis ist dafür zuständig, sprachliche Botschaften zu erfassen und sie zu verarbeiten. Es ist somit zentral wichtig für die Aufnahme und das Verwenden von Informationen, die uns in Worten – gesprochen oder geschrieben – übermittelt werden. Eine Studie zeigte, dass tägliches Fernsehen von mehr als 3,5 Stunden pro Tag bei Menschen im Alter von 50 Jahren und höher zu einem Abbau des verbalen Gedächtnisses führt.
[…]
Zitat von: Prof. Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Dennoch sind diese Studienergebnisse beunruhigend, da sich möglicherweise eine ganz eigene Krankheitsentität, die TV-bedingte Demenz, entwickelt
Zitat von: Prof. Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Gerade ältere Menschen sollten, um lange geistig fit zu bleiben, von zu viel Fernsehschauen absehen
[…]

Weiterlesen auf:
https://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/60-pressemitteilung-2019/3757-gibt-es-eine-fernseh-bedingte-demenz

Danke an User "907" für den Hinweis


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« Letzte Änderung: 15. April 2019, 09:30 von ChrisLPZ »

Offline Nirgendwofernsehen

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Hat die Studie auch einen anderen Aspekt berücksichtigt – das Niveau der Sendungen?
Kann es sein, dass das heutige "Qualitätsfernsehen" nur im dementen Zustand zu ertragen ist?
Und das gerade bei den Älteren, die vor 40 oder 50 Jahren zwar weniger Programme, dafür aber etwas mehr Qualität bekamen?

Übrigens soll sich der Fernsehkonsum auch auf die Lebenszeit auswirken, wie in der Zeit schon 2011 zu lesen war:

Zeit, 13.10.2011
Studie
Kürzer leben durch Glotze?
Laut einer Studie frisst Fernsehen 21 Minuten Lebenszeit. Das ist eine schwache Quote, wenn man bedenkt, wie viel Zeit wir davor verbringen.
von Jens Jessen
https://www.zeit.de/2011/42/Lebenserwartung-Fernsehen


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« Letzte Änderung: 15. April 2019, 15:40 von Bürger »

Offline Zeitungsbezahler

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Eine Stunde Fernsehen verkürzt das Leben um 21 Minuten. Ich finde, 1 Stunde Fernsehen verkürzt das Leben um 1 Stunde, und wenn man für 1 Stunde Fernsehen 21 Minuten früher stirbt, dann verkürzen 1 Stunde Fernsehen das Leben um 1 Stunde und 21 Minuten, oder?


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Offline ChrisLPZ

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Welt(Welt+ Abo), 18.04.2019

„Die TV-Demenz ähnelt einem Schlaganfall“


Pia Heinemann im Interview mit Prof. Peter Berlit (Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN))

Zitat
Herr Professor Berlit, es gibt doch keine TV-Demenz, oder?
Peter Berlit: Doch! Natürlich verstehen wir im allgemeinen Sprachgebrauch unter Demenz vor allem die voranschreitende Alzheimer-Demenz, bei der sich schädliche Proteine im Gehirn ablagern und den Stoffwechsel der Nervenzellen letztlich zerstören. Diese Form der Demenz lässt sich nicht rückgängig machen. Es gibt aber auch reversible Demenzformen. So können beispielsweise bei einer Hirnentzündung, nach einem Schlaganfall, bei einer Unterzuckerung oder auch unter bestimmten Medikamenten Störungen der Sprache und des Gedächtnisses auftreten. Wenn die Entzündung abklingt, der Schlaganfall abheilt, das Medikament aus dem Körper ist oder das Gehirn wieder Zucker bekommt, können die Kognitionsprobleme wieder völlig verschwinden. Die TV-Demenz ähnelt einer Unterzuckerung oder einem Schlaganfall. Sie lässt sich vermutlich auch rückgängig machen. […]

Weiterlesen auf:
https://www.welt.de/gesundheit/plus192119239/Neurologie-Exzessiver-TV-Konsum-foerdert-Demenz.html


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« Letzte Änderung: 19. April 2019, 20:38 von Bürger »

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