Autor Thema: Ulrich Teusch - "Lückenpresse"-Bilanz und ein neues Buch  (Gelesen 86 mal)

Offline ChrisLPZ

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Augen auf! und durch… (Blog von Ulrich Teusch), 11.03.2019

Lückenpresse-Bilanz

In einigen Tagen wird im Frankfurter Westend-Verlag mein neues Buch erscheinen: Der Krieg vor dem Krieg – Wie Propaganda über Leben und Tod entscheidet. Vielleicht eine gute Gelegenheit, eine kleine Besinnungspause einzulegen und zu fragen, wie es meinem Vorgängerbuch Lückenpresse ergangen ist.

Von Ulrich Teusch

Zitat
Die Lückenpresse erblickte vor etwa zweieinhalb Jahren, am 1. September 2016, das Licht der Welt. Ich habe mich zu dem Buch bislang eigentlich nur geäußert, wenn ich gefragt wurde. Im Folgenden will ich nun ein paar Punkte festhalten, die aus meiner Sicht zu einer Lückenpresse-Bilanz gehören und aus denen ich Konsequenzen für meine zukünftige Arbeit ziehen werde.
Zunächst: Das Buch war (und ist immer noch) erfolgreich, hat also viele Leserinnen und Leser gefunden. Deren Resonanz fiel überwiegend positiv aus. In der Folge erhielt ich so viele Einladungen zu Veranstaltungen, dass ich aus Zeitgründen gar nicht alle annehmen konnte.
Auffällig war dabei: Obwohl ich mein Buch unverkennbar aus einer politisch linken Perspektive geschrieben hatte, kamen die Einladungen auch aus ganz anders gefärbten Kreisen. Die meisten Anfragen stammten erfreulicherweise aus jenem Segment, das man gerne als „die Mitte der Gesellschaft“ bezeichnet, also zum Beispiel von katholischen oder evangelischen Akademien, Volkshochschulen oder sonstigen Bildungseinrichtungen. Das zeigte mir sehr deutlich, dass der vieldiskutierte Vertrauensverlust der etablierten Medien tatsächlich kein Randphänomen ist, sondern Menschen aus allen Bereichen umtreibt. […]

In der Lückenpresse hatte ich den Mainstream-Medien eine düstere Zukunft prophezeit; im Untertel war vom „Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten“ die Rede. In dieser Prognose lag, wie ich zugebe, auch ein wenig Zweckpessimismus. Klammheimlich hatte ich gehofft, Unrecht zu haben und eines Besseren belehrt zu werden. All die medienkritischen Bücher (etwa von Uwe Krüger, Jens Wernicke, Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer und anderen), all die Artikel, Leserforen, Diskussionsrunden, Meinungsumfragen – das konnte doch auf die Dauer seine Wirkung nicht verfehlen, sagte ich mir.

Und doch – all das hat seine Wirkung verfehlt! Ich kann keine Wende zum Besseren erkennen. Eher ist das Gegenteil der Fall. Und, ganz ehrlich, ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass sich noch viel Positives tun könnte. Die etablierten Medien sind nicht reformierbar. Sie werden einfach weitermachen wie gehabt – und sich dann über die unvermeidlichen Folgen wundern.

Während ich beim Schreiben der Lückenpresse noch eine gewisse Hoffnung hegte und vor diesem Hintergrund immer wieder konziliante Töne angeschlagen habe, wird dies in meinem neuen Buch nicht mehr der Fall sein. Der Krieg vor dem Krieg wird Ende März in den Handel kommen.

Weiterlesen auf:
https://augenaufunddurch.net/2019/03/11/lueckenpresse-bilanz/


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« Letzte Änderung: 13. März 2019, 16:51 von Bürger »

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