Autor Thema: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"  (Gelesen 2366 mal)

Offline rave

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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #15 am: 09. März 2017, 16:27 »
@realAndy:
Es sind wohl 1,9 Mio Haushalte, die TV hauptächlich über DVB-T schauen.

Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/217908/umfrage/anzahl-der-haushalte-in-deutschland-mit-tv-empfang-per-dvb-t/

Für das, was die Haushalte schauen, gibt es in statista auch interessante Einblicke... (=Lesehinweis)


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Dazu sag ich nichts. Das wird man doch noch sagen dürfen!

Offline drboe

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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #16 am: 09. März 2017, 18:35 »
wohne in so einem "Ballungsgebiet". Die anderen Anbieter erhoffen sich wohl auch eine Abwanderung der Kunden vom DVB-T2 weg.

Ich denke das kann gut passieren, so dass die Anbieter unter freenet.de einen Rückzieher machen werden ....

In der Tageszeitung ist zur Zeit jeden Tag Werbung für eine Internet-basierte Alternative enthalten. Zudem erhalte ich per Post oder Beilagen in Zeitungen und Zeitschriften Werbung von a) Freenet.TV - was daran wohl frei sein soll b) Rosa Riese mit Entertain, 1. Jahr entgeltfrei c) Kabel- und Sat-Anbieter. Freenet.TV vergleicht dabei Äpfel mit Birnen, nämlich die reinen Kosten für die privaten HD Programme mit denen für Telefonie, Internet und Entertain der Telekom bzw. vergleichbare Angebote (Vodafone).

Der Leidensdruck auf die privaten Sender ist angesichts der recht geringen Zahl von DVB-T Nutzern vermutlich ziemlich gering. Selbst wenn keiner das Angebot wahrnehmen würde, sind das unter 10%. Wird das Angebot nicht angenommen, so macht Freenet.TV eben Verluste und stellt diesen Verbreitungsweg ein. Interessant wird es ab 2020 oder, wenn es nach der KEF ging schon 2018. Sollten die privaten Sender ab dann nur noch kostenpflichtige HD-Sendungen via SAT anbieten, könnte die Gruppe derjenigen, die keinen Bock auf Extra-Löhnung für Werbefernsehen hat, größer ausfallen. Via Sat sehen über 17 Mio Haushalte fern. Wenn sich von denen ein nennenswerter Teil aufregen würde ...

M. Boettcher


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Offline mb1

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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #17 am: 09. März 2017, 18:45 »
Zitat von: drboe
Interessant wird es ab 2020 oder, wenn es nach der KEF ging schon 2018. Sollten die privaten Sender ab dann nur noch kostenpflichtige HD-Sendungen via SAT anbieten
Meines Wissens nach mussten die Privatsender der Kartellbehörde zusagen, dass sie bis 2022 (10 Jahre) unverschlüsselt in SD senden.
http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Entscheidung/DE/Fallberichte/Kartellverbot/2012/B7-22-07.pdf?__blob=publicationFile&v=2


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Offline drboe

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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #18 am: 09. März 2017, 19:43 »
@mb1: das ist mir bekannt. Allerdings gibt es Bestrebungen die privaten Fernsehsender von dieser Verpflichtung vorzeitig zu befreien. Dies um den ÖR den schnellen Ausstieg zu ermöglichen, was als problematisch angesehen wird, wenn die Privaten weiter in SD senden müssen. Siehe z. B.:

http://www.digitalfernsehen.de/KEF-draengt-auf-SD-Abschaltung-ueber-Satellit.138631.0.html

Zitat
Allerdings ist sich die Institution darüber im Klaren, dass die privaten Fernsehsender noch bis mindestens 2022 zur SDTV-Verbreitung ohne Grundverschlüsselung verpflichtet sind. Daher möchte die KEF sich auch das Bundeskartellamt ins Boot holen und eine entsprechende Vereinbarung anstoßen, weil die Abschaltung der öffentlich-rechtlichen SDTV-Programme allein aus Wettbewerbsgründen keine Möglichkeit darstellt. "Die Kommission geht daher davon aus, dass eine Fortführung der SDTV-Ausstrahlung über 2018 hinaus nicht erforderlich sein wird", heißt es in dem Bericht.

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Offline mb1

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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #19 am: 09. März 2017, 21:37 »
Das sehe ich eher als reines Wunschdenken der KEF. Das Kartellamt macht da - zumindest meines Erachtens - nicht mit.


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Offline drboe

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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #20 am: 09. März 2017, 22:12 »
Nicht? Der Staat - in Form des Kartellamtes - zwingt die Privaten zur Anmietung von Sat-Kapazitäten zur Ausstrahlung in SD. Der gleiche Staat untersagt den ÖR zur Minimierung der Kosten die Ausstrahlung in SD. Wie schätzt du die Erfolgsaussichten ein dagegen gerichtlich vorzugehen? Und für den Fall, dass sich der Prozess hinzieht: wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass der finanzielle Schaden den privaten Sendern durch den Staat ausgeglichen werden muss? Ich würde, als Eigner privater Sender, jedenfalls klagen.

Nun die Alternative: die ÖR betreiben ohne Not weiterhin SD Ausstrahlung über Satellit bis 2022 bzw. bis die Privaten SD abschalten. Damit müssen die Bürger noch höhere Kosten für den ÖRR übernehmen, ohne dass sich ein Mehrwert ergibt. Das muss man den Zwangszahlern erst einmal vermitteln. Stichwort "angemessene finanzielle Ausstattung".

Zum Glück für diese Zwickmühle ist das Kartellamt ja nicht völlig frei von politischem Einfluss.

M. Boettcher


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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #21 am: 09. März 2017, 23:52 »
Zitat
Der Staat - in Form des Kartellamtes - zwingt die Privaten zur Anmietung von Sat-Kapazitäten zur Ausstrahlung in SD.
Die Privaten haben illegale Absprachen zur Grundverschlüsselung getroffen. Dies ist einerseits das Ergebnis des entsprechenden Kartellverfahrens wegen Wettbewerbswidrigkeit. Mit den erzwungenen Verpflichtungszusagen seitens der Privaten wurde die finanzielle Strafe reduziert und das Verfahren glimpflich abgeschlossen!
Andererseits soll es eine Strafe für RTL und Pro7Sat1 sein und bleiben - gegenüber anderen privaten Wettbewerbern - und gegenüber den Zuschauern.

Zitat
Ich würde, als Eigner privater Sender, jedenfalls klagen.
Was sollten die Privaten also 5 Jahre später gegen ihre Verpflichtungszusagen klagen? Abgesehen davon, dass m.M.n. eine Klage da gar nicht (mehr) möglich ist.


Die ÖR sollten SD ab 2019 einfach abschalten. Fertig.
Die ÖR sollten nichts aus Wettbewerbsgründen machen dürfen, sondern nur aus Grundversorgungsgründen. Wenn sie am 27.3. von DVB-T auf DVB-T2 umschalten dürfen, dann geht das bei Sat auch. Lange genug dauerte dann die Parallelausstrahlung.
Wahrscheinlich gibt es 2019 im Kabel sowieso immer noch Analogausstrahlung.  ::)

Am besten fände ich sowieso, wenn SD abgeschaltet wird und HD verschlüsselt wird. Nur die Nutzer sollen zahlen. Die Gründe des BVerfG gegen die Veschlüsselung sind schlicht nicht zutreffend.



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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #22 am: 10. März 2017, 09:39 »
Die Verkäufe von DVBT2-Zusatzgeräten verlaufen nur schleppend, naja zuerst ist wohl auch nur Berlin mit der Umstellung dran, wenn also jemand am Stichtag oder ein paar Tage später bemerkt, daß der Fernseher keine Bilder mehr liefert, dann kann ich mir vorstellen, daß ein nennenswerter Teil die Gelegenheit nutzen wird, die Kiste ganz abzuschaffen. Insbesondere Wenignutzer vom Medium Fernsehen dürfte damit der Ausstieg erleichtert werden, so wie Tabaksteuererhöhungen immer wieder auch zu endgültiger Abstinenz von Rauchern führte...


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Re: FAZ: "So geht das neue Fernsehen"
« Antwort #23 am: 10. März 2017, 12:53 »
Die Verkäufe von DVBT2-Zusatzgeräten verlaufen nur schleppend,

Das mag sein. Allerdings werden auch jedes Jahr neue und größere TV-Geräte verkauft. Wie viele davon haben einen Triple-Tuner, der den Empfang via Kabel, Sat und DVB-T/DVB-T2 erlaubt?

naja zuerst ist wohl auch nur Berlin mit der Umstellung dran,

Es werden sehr viel mehr Regionen am 29.03.2017 umgestellt. Eine Liste findet man unter  http://dvb-t2hd.de/misc/filePush.php?id=166&name=Senderstandorte+und+Kan%C3%A4le+%28Regelbetrieb+ab+29.+M%C3%A4rz+2017%29.pdf Hier in Hamburg wird sicher am 29.03.2017 umgestellt. Die Übersicht unter http://www.dvb-t2hd.de/regionen/regionen-bis-29-maerz-2017 zeigt zudem die Versorgung mit DVB-T2 zum 29.03.2017. Warum sollte da nur in Berlin umgestellt werden, wenn so große Bereiche bereits versorgt werden?

wenn also jemand am Stichtag oder ein paar Tage später bemerkt, daß der Fernseher keine Bilder mehr liefert, dann kann ich mir vorstellen, daß ein nennenswerter Teil die Gelegenheit nutzen wird, die Kiste ganz abzuschaffen. Insbesondere Wenignutzer vom Medium Fernsehen dürfte damit der Ausstieg erleichtert werden, so wie Tabaksteuererhöhungen immer wieder auch zu endgültiger Abstinenz von Rauchern führte...

Warum sollte ein nenneswerter Teil die Geräte abschaffen? Da die Forderung des sogn. Beitrags nicht an den Gerätebesitz gekoppelt ist, würde eine Abschaffung finanziell keinen Sinn machen. Und dass die alle klagen, kann man m. E. gleich vergessen. Obwohl das toll wäre, weil durch den Wegfall von DVB-T, wie bei dessen Einführung, wieder jede Menge Elektronik-Schrott produziert wird. Umweltschutz? Davon reden: ja gerne. Aber danach leben und handeln? Nicht wirklich!  Es wird wohl auch darauf spekuliert, dass sogar Nutzer zu DVB-T2 wechseln, wegen des besseren Bildes (50 Vollbilder/s) nämlich. Der Inhalt ist allerdings so öde wie zuvor.
Von der Umstellung auf DVB-T2 sind weniger als 10% aller TV-Nutzer betroffen. Für Videos ist das Gerät in jedem Fall weiter nutzbar. Und wer einen Internetanschluss mit einigermaßen Bandbreite hat, der kann eine Reihe von Sendern entweder mit einem sogn. Smart-TV, dem Medienserver Kodi, ggf. auf einem Raspberry Pi installiert, oder mit VLC auf dem PC sehen. Die URLs der Streams kann man in Sekunden im Internet finden, wenn man z. B. nach "stream url tv" sucht. Es gibt auch Apps für Tabletts, die damit beworben werden, dass man sich die Anschaffung weiterer Hardware sparen kann. Eigentlich geht ja der Trend eher zu größeren TV-Geräten. Ein iPad etc ist dagegen winzig. Aber wer's mag ....


M. Boettcher



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