Autor Thema: Sanftes Sprechen - Nie war politisch bewusste Sprache so wichtig wie heute  (Gelesen 608 mal)

Offline ChrisLPZ

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Spiegel 2/2017 (Abo/Print), 06.01.2017

Sanftes Sprechen
Nie war politisch bewusste Sprache so wichtig wie heute
von Jan Fleischhauer

Zitat
Gute Vorsätze Nie war politisch bewusste Sprache so wichtig wie heute. Acht Vorschläge für einen sensiblen Umgang mit dem Wort im neuen Jahr.

Geflüchteter
[..]
LGBT
[..]
Inklusion
[..]
Postfossil
[..]
Demokratieabgabe
Es gibt Menschen, die sich so sehr über das öffentlich-rechtliche Fernsehen ärgern, dass sie lieber Gefängnis riskieren, als ihren Rundfunkbeitrag zu zahlen. Der Journalist Henryk Broder hat neulich den persönlichen Gebührenboykott angekündigt, nachdem bei „Anne Will“ eine Frau im Nikab auftauchte. „Nach diesem ARD-Abend zahle ich keinen Rundfunkbeitrag mehr!“, war sein Text überschrieben.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist eine der Säulen der Demokratie, deshalb sprechen Verfechter auch nicht einfach vom Rundfunkbeitrag, sondern nennen diesen eine „Demokratieabgabe“. Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, hat daran erinnert, dass ARD und ZDF Teil der „Verantwortungsgemeinschaft“ seien. Man sollte also vorsichtig sein, was man über das demokra- tisch legitimierte Fernsehen sagt. Wer dazu aufruft, keine Fernsehgebühren zu bezahlen, oder solche Aufrufe in Umlauf bringt, steht mit einem Bein außerhalb der Verfassung. Und das ist in Deutschland das gesellschaftliche Todesurteil.

Steuerbeitrag
Was für ein hässliches Wort: „Steuern“. Dagegen hat ja sogar „Rundfunkbeitrag“ einen angenehmen Klang. Außerdem weckt es ganz falsche Assoziationen. Wer von Steuerzahlung spricht, vermittelt den Eindruck, als ob der Staat dem Bürger im Gegenzug etwas schuldig sei. Wenn man etwas bezahlt, erwartet man in der Regel eine Leistung. So hat es die Linguistin Elisabeth Wehling vor ein paar Monaten in einem Interview mit der „Zeit“ ausgeführt. Ihr Vorschlag: Statt von „Steuerzahlern“ reden wir besser von „Steuerbeitragenden“. Da klingt das Miteinander an. Man trägt, je nachdem, wie viel man kann, etwas zum Gemeinwesen bei, so wie man etwas zu einer Diskussion beiträgt oder bei einer Einladung zum Buffet. Sagt Frau Wehling. Von den Grünen kommt die Idee, Steuern als Fürsorgemaßnahme des Staates zu definieren, um vermögende Menschen vor zu viel Geld und damit vor Abwegen zu bewahren. „Überschüssige Liquidität kann ins Gefängnis führen“, hat der grüne Parteichef Cem Özdemir erklärt.Ich wüsste einen anderen Weg, mit meiner überschüssigen Liquidität fertig zu werden, als sie bei Cem Özdemir abzuliefern. Aber ich bin ja auch nicht bei den Grünen.

Ableism
[..]
Postfaktisch [..]

Weiterlesen auf (Abo/Print):
https://magazin.spiegel.de/SP/2017/2/148899521/

Kommentar:
Erneut die einseitige Verteidigung des Wordings "Demokratieabgabe".
Dass mit der Einführung des RundfunkZWANGSbeitrags unter der nicht akzeptablen Benachteiligung großer Bevölkerungsschichten bei einer unstillbaren Geld- und Expansionsgier des öffentlich rechtlicher Rundfunks und zugleich bestehender maximaler Intransparenz der Geldflüsse die Verfassungswidrigkeit der damaligen Umstellung naheliegt, darüber schreibt Herr Fleischhauer nichts.
Und erneut die Nennung des Rundfunkbeitrags in Zusammenhang mit der Steuer. Handelt es sich beim Rundfunkbeitrag nun um eine Steuer, oder doch nicht?


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« Letzte Änderung: 07. Januar 2017, 11:35 von ChrisLPZ »

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