Autor Thema: 8,1 Milliarden Euro Rundfunkgebühren - Umstritten, aber stabil  (Gelesen 1477 mal)

Offline ChrisLPZ

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Tagesspiegel, 15.06.2016

8,1 Milliarden Euro Rundfunkgebühren Umstritten, aber stabil

von Thomas Gehringer

Zitat
Im Vorjahr wurden 8,1 Milliarden Euro Rundfunkgebühren eingenommen. Dabei nehmen die offenen Forderungen, Mahnungen und Erstreckungsersuchen stetig zu.

Im Jahr 2015 wurden 8,131 Milliarden Euro an Rundfunkbeiträgen gezahlt, rund 200 Millionen Euro weniger als im Jahr davor. Das Gros floss an die neun Anstalten der ARD mit insgesamt 5,76 Milliarden, das ZDF erhielt zwei Milliarden, das Deutschlandradio 218 Millionen Euro. Das Jahr sei sehr planmäßig verlaufen, sagte der Geschäftsführer des Beitragsservice, Stefan Wolf. „Das Modell hat sich nach zwei schwierigen Jahren stabilisiert.“

Auch für die nächsten Jahre prognostiziert der Beitragsservice etwas niedrigere, aber gleichbleibende Einnahmen. Bis 2020 darf das öffentlich-rechtliche System mit jährlich 7,84 Milliarden Euro rechnen. Aus den Beiträgen erhalten außerdem die Landesmedienanstalten, die vor allem für die Aufsicht der Privatsender zuständig sind, einen festen Anteil. 2015 waren es 153,4 Millionen Euro.
[..]
Noch 3800 Klagen gegen die Gebühr

Gegen das neue Beitragsmodell sind zurzeit noch 3800 Klagen anhängig. Im März hatte das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) die Klage privater Beitragszahler abgelehnt und entschieden, dass das Verfahren rechtmäßig sei. Weitere Verfahren sind anhängig. Ein Urteil über die Regelungen für Betriebsstätten steht noch aus, außerdem wurden bereits Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt. „Es ist auch in unserem Interesse, dass dies höchstrichterlich geklärt wird“, sagte gestern WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel. Sie hofft, dass das Klage-Volumen in Zukunft dann deutlich sinken werde.

Hermann Eicher sprach sich dafür aus, auf die Verweigerer von Beitragszahlungen zuzugehen. „Das sind keine Spinner, und wir tun gut daran, das ernst zu nehmen“, sagte er. Die öffentlich-rechtlichen Sender müssten offensiver als bisher für den Rundfunkbeitrag werben und ihre Programmleistungen herausstellen.[..]

Weiterlesen auf:
http://www.tagesspiegel.de/medien/8-1-milliarden-euro-rundfunkgebuehren-umstritten-aber-stabil/13738728.html


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Offline PersonX

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Zitat
Die öffentlich-rechtlichen Sender müssten offensiver als bisher für den Rundfunkbeitrag werben und ihre Programmleistungen herausstellen.

Wie?

Im Fernsehen, wo Sie die Nichtnutzer zu wieviel % erreichen?
Im Zeitungen, welchen Auftrag würde es dafür geben?
Auf privaten Werbetafeln am Straßenrand?
Im Internet, auf welchen Seiten bei welcher Reichweite?

NEIN, denn es braucht keine Werbung, sondern eine Diskussion darüber was Grundversorgung ist.

Irgendwie lebt der ÖRR entweder hinterm Mond oder hat eine nicht sehr wirklichkeitsnahe Vorstellung der Nichtnutzer.

Es wurde bisher immer noch nicht verstanden, dass an Programmleistungen kein Interesse besteht. Wie bitte sollte Werbung dafür etwas ändern?

Und Einbezug klappt natürlich am besten, wenn die Gruppen vollständig ignoriert werden oder diesen Gruppen die Eigenschaft einer Gruppe abgesprochen wird.

Es ist mit Sicherheit nicht die AFD, welche die Nichtnutzer hinter sich hat, es mag dort eine Schnittmenge geben, aber viele Nichtnutzer werden dieses Jahr wahrscheinlich 18 Jahre alt, nächstes Jahr 19 und jedes Jahr folgt eine weitere Welle von Personen, welche sehr gut ohne diesen Rundfunk leben kann und das auch möchte.

Nicht alle dieser jungen Personen haben oder werden die AFD wählen.




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« Letzte Änderung: 16. Juni 2016, 17:18 von Bürger »
Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline MMichael

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Zitat
Rundfunkgebühren GEZ-Einnahmen umstritten

Hier traut sie sich noch, die gute alte Tante Tagesspiegel!  ;D

Und sie verweist darauf, dass zur besten Unaufmerksamkeitszeit wegen des Gladiatorenrummels in Frankreich
Zitat
Erhöhung auf über 19 Euro fällig. Am Donnerstag wollen die Ministerpräsidenten in Berlin über die zukünftige Beitragshöhe beraten

Naja..     
Zitat
Noch ist Polen nicht gestorben solange wir leben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mazurek_D%C4%85browskiego

mit solidarischen Grüssen aus Ostbrandenburg
MMichael
(Niemand hat ein Recht zu gehorchen - Hannah Arendt)


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Offline willnich

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Es ist mit Sicherheit nicht die AFD, welche die Nichtnutzer hinter sich hat,...

Das sollte doch wirklich mal betont werden. Ich hab mich schon ein paarmal gefragt, ob ich aus der Klage aussteigen soll, weil diese fremdenfeindlichen Populisten das Thema GEZ aufgegriffen haben...


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« Letzte Änderung: 18. Juni 2016, 01:42 von Bürger »
Am Ende ist alles gut; wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

Offline BsGez

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Ich verstehe es nicht. Jetzt überlegen sie aufgrund der in Zukunft höheren Kosten mehr Beitrag zu verlangen? Warum verringern sie nicht ihr Angebot? Stampfen ein paar Sender und Sendungen ein? So könnten sie ordentlich sparen und müssten nicht den Beitrag erhöhen. Wenn sie dann noch die Gehälter anpassen und mit den wenig verbliebenden Sendern ordentlichen Rundfunk betreiben, der qualitativ und hochwertig ist, so könnte man vlt. auch wieder die Nichtzahler mit Qualität locken und vertrauen schaffen?!


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