Autor Thema: W. Herles - Geht Quote auch beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen über alles?  (Gelesen 838 mal)

Offline ChrisLPZ

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Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 24.05.2016

Geht Quote auch beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen über alles?

Interview von Maximilian Holscher mit Wolfgang Herles

Zitat
TV-Journalist und Autor Wolfgang Herles mahnt mehr Qualität und weniger Konzentration auf die Quote im öffentlich-rechtlichen Fernsehen an. Ein Interview.

Steht es um die Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender wirklich so schlecht?

Wolfgang Herles: Natürlich ist die Qualität höher als bei den privaten Sendern. Aber das ist nicht der Maßstab. Der Auftrag lautet schließlich, den gesellschaftlichen Diskurs zu ermöglichen. Diesen Auftrag haben die öffentlich-rechtlichen Sender völlig verraten.[..]

Sie sprechen davon, die GEZ-Gebühren abzuschaffen. Mit welchem Ziel?

Herles: Die Sender bekommen Gebühren, damit sie nicht den Gesetzen des Marktes unterworfen sind. Wenn die Gebühren nur dazu dienen, die größten Quoten zu erzielen, muss man die Gebühren abschaffen. Mir wäre aber lieber, die Anstalten würden sich ihrer Aufgabe besinnen.

Wer könnte denn etwas ändern?

Herles: Das ist der Kreis der Intendanten und Chefredakteure. Ich kenne aber keinen Intendanten, der von der Quotenlogik abweicht. Einfach, weil niemand in diese Position gelangt, ohne diesem Denken anzuhängen. Die Kontrollgremien, also die Rundfunkräte, ticken genauso. So drehen sich alle im Kreis.[..]

Weiterlesen auf:
http://www.hna.de/politik/haltungen-abbilden-nicht-gefuehle-6429280.html


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Online PersonX

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Der öffentlich-rechtliche-Rundfunk sollte sich nicht bei der Qualität mit den privaten Sendern vergleichen
.
Zitat
Natürlich ist die Qualität höher als bei den privaten Sendern.
In Bezug zu was?

Die Aussage sollte so nicht bestehen bleiben oder getätigt werden, denn die Frage war: "Steht es um die Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender wirklich so schlecht?"

Die Qualität bezogen auf den Auftrag ist wahrscheinlich sehr schlecht, weil der Auftrag nicht ist sich nach Quoten zu richten.
Machen die öffentlich-rechtlichen das aber, dann mangelt es doch eben an der Erfüllung des "nicht vollständig festgelegten" Auftrags.
Die Qualität sollte also nicht in Bezug zu den privaten Sender betrachten werden, sondern nur in Abgrenzung zum Auftrag.

Es sollten doch zwei völlig verschiedene System sein.


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Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline Frei

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Moin.

Auch interessant bezüglich der angeblich neutralen und von der Politik unabhängigen Berichterstattung:
TV-Journalist und Autor Wolfgang Herles: ... Ich war damals Leiter des ZDF-Studios in Bonn. Wir durften auf Anweisung des Hauses nicht negativ über die neuen Bundesländer berichten. Ein ähnliches Verhalten gilt für andere Themen bis heute. ...

Und passend zum Thema:
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen soll einen Bildungsauftrag erfüllen. Aber das Ziel der Sender ist häufig die höchste Quote. ...

Heiner Backensfeld hat ja noch diesen Hauptjob, in dem er sich darum kümmern muss, was dem Sender wichtiger erscheint als jede Innovation: Er muss an jedem Tag, zu jeder Stunde, zu jeder Minute und am besten auch zu jeder Sekunde dafür sorgen, dass diese Linie, diese verdammte Zuschauerquotenlinie, oben bleibt und möglichst selten fällt.
Daran wird seine Leistung gemessen.

Frei  8)


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-> Link zur aktuellen Situation einer fiktiven Person F

-> Link zur fiktiven 60-seitigen Klagebegründung einer fiktiven Person F

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

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