Autor Thema: Autor Berthold Seliger: „ARD und ZDF brechen das Gesetz“  (Gelesen 4499 mal)

Offline Uwe

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Autor Berthold Seliger: „ARD und ZDF brechen das Gesetz“

Quelle: Neue Westfälische 10.12.2015

Interview über seine Forderung, das öffentlich-rechtliche Fernsehen abzuschaffen

Der Autor Berthold Seliger fordert die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Seine Idee: Es soll ersetzt werden durch eine steuerfinanzierte Plattform im Netz. Im Interview erklärt Seliger seine Forderung.

Herr Seliger, wann haben Sie zuletzt bei ARD und ZDF reingeschaut?

Berthold Seliger: Diese Woche.
............

Sie sprechen von Staatsfernsehen, schreiben aber gleichzeitig, dass private Firmen die Sender dominieren. Wie geht das zusammen?

Seliger: Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern haben in der Tat längst private Firmen das Sagen. 151 Tochterfirmen sind für ARD und ZDF tätig und machen das Programm. Die ARD-Tochterfirma Degeto sorgt zum Beispiel für mehr als 80 Prozent der Filme bei der ARD. Oder nehmen Sie die großen Talkshows. Fünf der sechs Formate wurden von privaten Firmen produziert, die den Talkmastern gehören oder an denen diese beteiligt sind. Ein solches System ist doch nicht mehr als öffentlich-rechtliches zu bezeichnen. Es fehlt jede Transparenz und öffentliche Kontrolle.

weiterlesen auf:

http://www.nw.de/nachrichten/kultur/20649303_Autor-Berthold-Seliger-ARD-und-ZDF-brechen-das-Gesetz.html


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Offline Frei

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Re: Autor Berthold Seliger: „ARD und ZDF brechen das Gesetz“
« Antwort #1 am: 11. Dezember 2015, 08:48 »
Moin.

Auch dieser Artikel passt gut zu diesem Thema:

Wie privat ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen?
http://www.wirtschaftswetter.de/ausgabe123/privatoeffentlichrechtlich1.html

Zitat
(...) die Produktion immer öfter privatwirtschaftlichen Firmen zu überlassen, ist dabei schon seit Jahrzehnten gängige Praxis in unseren gebührenfinanzierten, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

(...) so zum Beispiel die Hamburg Studio GmbH, (...) Die Studio Hamburg GmbH ist seit 1971 ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der NDR-Media-GmbH, die ihrerseits eine hundertprozentige Tochter des NDR ist, der bekanntermaßen öffentlich-rechliche Rundfunkanstalt und Mitglied der ARD ist.

(...) An der Bavaria Filmproduktions GmbH ist die ZDF-Enterprises GmbH mit 50 Prozent beteiligt - die ZDF Enterprises GmbH ist selbst eine hundertprozentige Tochter des ZDF. Diverse weitere Beteiligungen der ZDF Enterprises sind Mitglieder der Produzenten-Allianz e.V., so die doc.station Medienproduktions GmbH - 100 Prozent Beteiligung der ZDF Enterprises, die Gruppe 5 Filmproduktion GmbH (49 Prozent Beteiligung), die Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG (100 Prozent Beteiligung), die Studio Hamburg DocLights GmbH (49 Prozent Beteiligung), die Studio TV-Film GmbH (45 Prozent Beteiligung) sowie die ZDF Digital Medienproduktion GmbH (90 Prozent Beteiligung) und die ZDF Medienprojekte-Entwicklungsgesellschaft mbH & Co KG (100 Prozent Beteiligung).

Frei 8)


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Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

anne-mariechen

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Re: Autor Berthold Seliger: „ARD und ZDF brechen das Gesetz“
« Antwort #2 am: 11. Dezember 2015, 14:17 »
Wie privat ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen?
http://www.wirtschaftswetter.de/ausgabe123/privatoeffentlichrechtlich1.html

Genau so ist es!
Der Rundfunk führt einen Staat im Staate zur geistigen Verdummung der Bevölkerung durch manipuliete Informationen der Parteien und der einflussreichen Geldgeber.
Lügen sind keine Strafrechtlichen Tatbestände.


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« Letzte Änderung: 11. Dezember 2015, 16:58 von Bürger »

Offline InesgegenGEZ

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Re: Autor Berthold Seliger: „ARD und ZDF brechen das Gesetz“
« Antwort #3 am: 11. Dezember 2015, 16:56 »
http://www.nw.de/nachrichten/kultur/20649303_Autor-Berthold-Seliger-ARD-und-ZDF-brechen-das-Gesetz.html
Zitat
Woran liegt es, dass ARD und ZDF ihrem Auftrag nicht nachkommen?
Seliger: Ein wesentlicher Faktor ist die Politik, die sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen untertan gemacht hat. In allen Gremien bis tief hinein in die Redaktionen gibt es große Koalitionen aus CDU, CSU und SPD, die die Sender beherrschen und jede Entwicklung verhindern.

Ein Argument für das öffentlich-rechtliche Systems lautet, dass so die Informationsvielfalt gesichert wird.
Seliger: Die gibt es in diesen Sendern doch gar nicht mehr, wie sollen sie diese denn garantieren angesichts der Politikerheerscharen soweit das Auge reicht? Pluralismus gibt es im Staatsfernsehen schon lange nicht mehr, wir werden mit einem großkoalitionären Einheitssound abgespeist.

Sie sprechen von Staatsfernsehen, schreiben aber gleichzeitig, dass private Firmen die Sender dominieren. Wie geht das zusammen?
Seliger: Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern haben in der Tat längst private Firmen das Sagen. 151 Tochterfirmen sind für ARD und ZDF tätig und machen das Programm. Die ARD-Tochterfirma Degeto sorgt zum Beispiel für mehr als 80 Prozent der Filme bei der ARD. Oder nehmen Sie die großen Talkshows. Fünf der sechs Formate wurden von privaten Firmen produziert, die den Talkmastern gehören oder an denen diese beteiligt sind. Ein solches System ist doch nicht mehr als öffentlich-rechtliches zu bezeichnen. Es fehlt jede Transparenz und öffentliche Kontrolle.

§ 16b RStV Beteiligung an Unternehmen:
(1) An einem Unternehmen, das einen gewerblichen oder sonstigen wirtschaftlichen Zweck zum Gegenstand hat, dürfen sich die in der ARD zusammengeschlossen Landesrundfunkanstalten, das ZDF und das Deutschlandradio unmittelbar oder mittelbar beteiligen, wenn 
1. dies im sachlichen Zusammenhang mit ihren gesetzlichen Aufgaben steht,
2. das Unternehmen die Rechtsform einer juristischen Person besitzt und
3. die Satzung oder der Gesellschaftsvertrag des Unternehmens einen Aufsichtsrat oder ein entsprechendes Organ vorsieht.
Die Voraussetzungen nach Satz 1 müssen nicht erfüllt sein, wenn die Beteiligung nur vorübergehend eingegangen wird und unmittelbaren Programmzwecken dient. 
(2) Bei Beteiligungsunternehmen haben sich die Rundfunkanstalten in geeigneter Weise den nötigen Einfluss auf die Geschäftsleitung des Unternehmens, insbesondere eine angemessene Vertretung im Aufsichtsgremium, zu sichern. Eine Prüfung der Betätigung der Anstalten bei dem Unternehmen unter Beach- tung kaufmännischer Grundsätze durch einen Wirtschaftsprüfer ist auszubedingen. 
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für juristische Personen des Privatrechts, die von den Rundfunk- anstalten gegründet werden und deren Geschäftsanteile sich ausschließlich in ihrer Hand befinden. 
(4) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für Beteiligungen der Rundfunkanstalten an gemeinnützigen Rundfunkunternehmen und Pensionskassen. 

§ 16c RSTV Kontrolle der Beteiligung an Unternehmen
(1) Die in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, das ZDF und das Deutschlandradio haben ein effektives Controlling über ihre Beteiligungen nach § 16b einzurichten. Der Intendant hat das jeweils zuständige Aufsichtsgremium der Rundfunkanstalt (Rundfunkrat) regelmäßig über die wesentlichen Vorgänge in den Beteiligungsunternehmen, insbesondere über deren finanzielle Entwicklung, zu unterrichten. 
(2) Der Intendant hat dem jeweils zuständigen Aufsichtsgremium jährlich einen Beteiligungsbericht vorzulegen. Dieser Bericht schließt folgende Bereiche ein:
1. die Darstellung sämtlicher unmittelbarer und mittelbarer Beteiligungen und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für die Rundfunkanstalt,
2. die gesonderte Darstellung der Beteiligungen mit kommerziellen Tätigkeiten und Nachweis der Erfüllung der staatsvertraglichen Vorgaben für kommerzielle Tätigkeiten und
3. die Darstellung der Kontrolle der Beteiligungen einschließlich von Vorgängen mit besonderer Bedeutung.  Der Bericht ist den jeweils zuständigen Rechnungshöfen und der rechtsaufsichtsführenden Landesregierung zu übermitteln.
(3) Die für die in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, das ZDF und das Deutschlandradio zuständigen Rechnungshöfe prüfen die Wirtschaftsführung bei solchen Unternehmen des Privatrechts, an denen die Anstalten unmittelbar, mittelbar, auch zusammen mit anderen Anstalten oder Körperschaften des öffentlichen Rechts, mit Mehrheit beteiligt sind und deren Gesellschaftsvertrag oder Satzung diese Prüfungen durch die Rechnungshöfe vorsieht. Die Anstalten sind verpflichtet, für die Aufnahme der erforderlichen Regelungen in den Gesellschaftsvertrag oder die Satzung des Unternehmens zu sorgen. 
(4) Sind mehrere Rechnungshöfe für die Prüfung zuständig, können sie die Prüfung einem zuständigen Rechnungshof übertragen. 

§ 16d RStV Kontrolle der kommerziellen Tätigkeiten
(1) Bei Mehrheitsbeteiligungen der in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, des ZDF, des Deutschlandradios, oder bei Gesellschaften, bei denen ein Prüfungsrecht der zuständigen Rechnungshöfe besteht, sind die Rundfunkanstalten zusätzlich zu den allgemein bestehenden Prüfungsrechten der Rech- nungshöfe verpflichtet darauf hinzuwirken, dass die Beteiligungsunternehmen den jährlichen Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 Satz 1 des Handelsgesetzbuches nur im Einvernehmen mit den zuständigen Rech- nungshöfen bestellen. Die Rundfunkanstalten haben dafür Sorge zu tragen, dass das Beteiligungsunternehmen vom Abschlussprüfer im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses auch die Marktkonformität seiner kommerziellen Tätigkeiten auf der Grundlage zusätzlicher von den jeweils zuständigen Rechnungshöfen festzulegender Fragestellungen prüfen lässt und den Abschlussprüfer ermächtigt, das Ergebnis der Prüfung zusammen mit dem Abschlussbericht den zuständigen Rechnungshöfen mitzuteilen. Diese Fragestellungen werden von dem für die Prüfung zuständigen Rechnungshof festgelegt und umfassen insbeson- dere den Nachweis der Einhaltung der staatsvertraglichen Vorgaben für kommerzielle Aktivitäten. Die Rundfunkanstalten sind verpflichtet, für die Aufnahme der erforderlichen Regelungen in den Gesellschafts- vertrag oder die Satzung des Beteiligungsunternehmens zu sorgen. Die Wirtschaftsprüfer testieren den Jahresabschluss der Beteiligungsunternehmen und berichten den zuständigen Rechnungshöfen auch hinsichtlich der in Satz 2 und 3 genannten Fragestellungen. Sie teilen das Ergebnis und den Abschlussbericht den zuständigen Rechnungshöfen mit. Die zuständigen Rechnungshöfe werten die Prüfung aus und können in jedem Einzelfall selbst Prüfmaßnahmen bei den betreffenden Beteiligungsunternehmen ergreifen. Über festgestellte Verstöße gegen die Bestimmungen zur Marktkonformität unterrichten die Rechnungshöfe die für die Rechtsaufsicht über die jeweilige Rundfunkanstalt zuständige Stelle. Die durch die ergänzenden Prüfungen zusätzlich entstehenden Kosten tragen die jeweiligen Beteiligungsunternehmen. 
(2) Die Rechungshöfe teilen das Ergebnis der Prüfungen dem jeweiligen Intendanten, dem jeweiligen Aufsichtsgremium der Rundfunkanstalt und den Beteiligungsunternehmen mit. Über die wesentlichen Ergebnisse unterrichten die Rechnungshöfe die Landesregierungen und die Landtage der die Rundfunkanstalt tragenden Länder und die unabhängige Kommission zur Überprüfung und Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Dabei achten sie darauf, dass die Wettbewerbsfähigkeit der geprüften Beteiligungsunternehmen nicht beeinträchtigt wird und insbesondere Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse gewahrt werden.

Solange dies so bleibt und es kein unabhängiges Kontrollorgan gibt, kann das Staatsfernsehen örR tun was es will.


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