Autor Thema: Argumente zum Weiterdenken 15, TV-Konsum verursacht seelische Gesundheitsschäden  (Gelesen 1710 mal)

Offline gelddruckmaschine

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Über die in den ‚Argumenten zum Weiterdenken 1 bis 14’ aufgeführten Gesundheitsschäden in körperlicher, seelischer und sozialer Hinsicht hinaus habe ich hier weitere wissenschaftliche Untersuchungen zusammengestellt, die besonders die seelischen Gefahren in den Mittelpunkt stellen.

TV-Konsum macht
1) depressiv
2) lässt vereinsamen
3) verzerrt die Realitätswahrnehmung, erzeugt Ängste und gewalttätiges Verhalten
4) erzeugt seelische Leere und Unzufriedenheit.
5) Ich widerspreche kraft meiner Grund- und Menschenrechte entschieden Ihrem Ansinnen, mir kostenpflichtige Zwangsangebote zu unterbreiten, damit ich mich diesen nachteiligen Wirkungen aussetzen kann. Ihr Vorgehen würde selbst dann nicht rechtens sein, wenn Sie hierzu noch beliebig viele Gesetze konstruieren.

1) Depressiv durchs Fernsehen

http://www.focus.de/gesundheit/ticker/studie-depressiv-durchs-fernsehen_aid_367711.html

„Fernsehen oder am Computer zu sitzen, kann Jugendliche depressiv machen. Das hat jetzt eine Studie der Universität von Pittsburgh in den USA ergeben, die bereits 1995 begonnen wurde.
Das hat jetzt eine Studie der Universität von Pittsburgh in den USA ergeben, die bereits 1995 begonnen wurde. Die 4 142 damals durchschnittlich 14,8 Jahre alten Teenager haben zu Beginn keine Anzeichen einer Depression gezeigt. Sieben Jahre später wurde bei 308 Teilnehmern eine Depression diagnostiziert. Bei der Analyse der Fernseh- und Computerzeiten zeigte sich, dass je höher die Dauer des Medienkonsums der Teilnehmer war, das Risiko der psychischen Erkrankung umso höher ist. Besonders betroffen sind junge Männer, sie sind bei gleicher Konsumdauer anfälliger für Depressionen als weibliche Studienteilnehmer.

Laut „Ärztliche Praxis“ gibt es verschiedene Gründe für den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und psychischer Erkrankung: Die Zeit für Fernsehen und Computer geht zu Lasten der sozialen und sportlichen Aktivitäten, die wiederum vor einer Depression schützen. Auch können die gesendeten und gesehenen Inhalte zu Ängsten und Aggressionen führen. Zudem sei es möglich, dass Jugendliche bei nächtlichem Medienkonsum zu wenig Schlaf bekommen, was ebenfalls in diesem Alter auf die Psyche schlägt.“


2) Vereinsamung vor dem Fernseher

http://www.focus.de/familie/kinderspiele/medien/viele-negative-folgen-durch-fernseh-konsum-neue-studie-zu-viel-tv-bringt-kinder-spaeter-in-den-bau_id_2538321.html

"Viele negative Folgen durch Fernseh-KonsumNeue Studie:
Zu viel TV bringt Kinder später in den Bau


Sitzen Kinder zu lang vor der Glotze, schadet das nicht nur ihren Noten und ihrem Konzentrationsvermögen. Eine Langzeitstudie zeigt: Mit jeder weiteren TV-Stunde pro Tag steigt die Gefahr, im Erwachsenenalter kriminell zu werden.
Fernsehen schadet nicht nur der Entwicklung von Schülern, es hinterlässt auch lebenslange Spuren. Kinder, die in jungen Jahren die Glotze überwiegend als Unterhaltungsmittel nutzen, ernten schlechtere Noten, neigen zu Übergewicht und brechen häufiger die Schule ab als ihre Altersgenossen, die weniger Zeit vor dem Fernseher verbringen. Einer neuseeländischen Langzeitstudie zufolge laufen chronische Couchpotatoes zudem Gefahr, als Heranwachsender kriminell zu werden. „Die Wahrscheinlichkeit bis zum jungen Erwachsenenalter verurteilt zu werden, steigt mit jeder Stunde, die ein Kind an einem normalen Wochenabend vor dem Fernseher verbringt, um jeweils 30 Prozent“, heißt es einer Studie, die das US-Magazin „Pediatrics“ veröffentlicht hat.

Die Debatte über die Auswirkungen des Fernsehens auf Kinder ist nicht neu,
und so begannen die Wissenschaftler der Universität von Otago bereits Ende der 70er-Jahre, den TV-Konsum von 1000 Kindern zu analysieren. Die Kinder der Jahrgänge 1972 und 1973 wurden ab dem fünften Lebensjahr zehn Jahre lang bei ihren Fernsehgewohnheiten beobachtet. Sobald die Studienteilnehmer das 26. Lebensjahr erreichten, werteten die Wissenschaftler ihren weiteren Werdegang aus. Die schiere Datenmenge und hohe Kosten haben nach Angaben der Universität die Aufbereitung der Studie verzögert.

Der Zusammenhang zwischen den Fernsehgewohnheiten und dem späteren Lebensweg sei sehr stark, schreiben die Autoren der Studie. Demnach bleibt er auch dann statistisch signifikant, wenn andere Faktoren wie Intelligenz und sozialer Status miteinbezogen werden. Die Auswertung der Forscher ergab, dass ein früher, hoher TV-Konsum mit aggressiven Persönlichkeitstendenzen im Erwachsenenalter zusammenhing – die Betroffenen zeigten häufiger negative Emotionen. Sie erhielten öfter die Diagnose einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. „Unsere Ergebnisse führen zu dem Schluss, dass eine geringerer Fernsehkonsum die Wahrscheinlichkeit des späteren unsozialen Verhaltens von Kindern reduziert“, schreibt einer der Autoren, Bob Hancox.

Der Studie zufolge ist nicht allein der Inhalt des Fernsehprogramms verantwortlich für das spätere Verhalten der Heranwachsenden – auch wenn sie nicht ausschlossen, dass Kinder bestimmte Verhaltensweisen aus TV-Sendungen übernehmen. Prägend sei jedoch vor allem die Vereinsamung des Kindes vor dem Fernseher: „Diese Mechanismen könnten einen geringeren Austausch mit Gleichaltrigen und Verwandten, schwächere Leistungen in der Schule und das Risiko der Arbeitslosigkeit fördern“, schreiben die Wissenschaftler. Exzessiver Fernsehkonsum im Kindesalter führt demnach zu unsozialem Verhalten.“



3) Kultivationshypothese
http://de.wikipedia.org/wiki/Kultivationshypothese

„Die Kultivationshypothese (auch: Kultivierungsthese, Kultivierungsanalyse oder selten auch Kultivierungshypothese) geht auf die Vielseherforschung des Kommunikationswissenschaftlers George Gerbner zurück. Gerbner untersuchte in den 70er Jahren die Rolle des Fernsehens bei der Vermittlung des Weltbildes der Rezipienten. Seine These: Gerade Vielseher, also Menschen, die mehrere Stunden täglich fernsehen, werden durch das Fernsehen kultiviert und sehen die Welt so, wie sie im Fernsehen vermittelt wird. Das Fernsehen sieht er also als Sozialisationsinstanz, die bei den Konsumenten verzerrte Vorstellungen von der Realität erzeugt.
Gerbner hat zur Untermauerung der These die gesellschaftliche Realität, die in den Medien vermittelte Realität und die Publikumsrealität verglichen. Dazu führte er eine Inhaltsanalyse des TV-Programms (Cultural Indicator Analysis) sowie eine Rezipientenbefragung (Cultivation Analysis) durch.
Die These
Die Kultivierungsthese postuliert, dass die Weltsicht vor allem bei Vielsehern von der tatsächlichen Realität abweicht, da diese sich stärker der Fernsehwelt aussetzen und diese somit stärker verinnerlichen würden. Das Fernsehen stellt in der Tat die Realität verzerrt dar. Es zeigt mehr Gewalt, vor allem mehr Tötungsdelikte, als real geschehen. Im Fernsehen geht Gewalt meist von Männern aus und wird als Mittel zur Konfliktlösung dargestellt. Diese Befunde sind übertragbar auf das wahrgenommene Realitätsbild: Vielseher halten die Realität für viel gewalttätiger, als sie tatsächlich ist. Außerdem haben sie mehr Angst vor Gewalt. Diese Angst kann dann unter Umständen dazu führen, dass die Gewaltbereitschaft steigt, da die Vielseher meinen, sie müssten sich in der gewalttätigen Welt verteidigen.
Als Indikator von Kultivierungseffekten, wie beispielsweise die im Vergleich zu den tatsächlichen Gegebenheiten bei realistischer Betrachtung zu hoch eingeschätzten Gefahren und Bedrohungen im Alltag, diente so überwiegend auch die Differenz zwischen Viel- und Wenigsehern, das so genannte 'Kultivierungsdifferential'.
Als Begründung für die Macht des Fernsehens im Enkulturationsprozess sieht Gerbner zum einen den hohen Stellenwert, den das Fernsehen in der westlichen Gesellschaft eingenommen hat, indem es durch seine Alltagspräsenz den größten Teil der Bevölkerung, unabhängig von sozialer Schicht oder Alter, rund um die Uhr erreicht. Zum anderen macht er die Eigenschaften des Mediums selbst dafür verantwortlich, indem er den meisten Programmangeboten ein gemeinsames, überwiegend konsonantes System von Werten, Normen, sowie Deutungs- und Verhaltensmustern zubilligt, die sie dem Rezipienten vermitteln.“

4)    Seelenabwanderung in Psychologie heute, Mai 2012

" Wir scheinen weder Zeit noch Gelegenheit zu haben, uns in unserer Innenwelt aufzuhalten – in dem, was einmal ‚Seele’ hieß. Zu stark sind die Sogwirkungen der Außenwelt. Was geschieht mit uns, wenn wir die Außenwelt nicht mehr innerlich repräsentieren und verarbeiten können?“ (S. 47)
„Die von Stress bedrängten Männer und Frauen von heute haben es eilig, zu gewinnen und zu verteilen, zu genießen und zu sterben, und ersparen sich jene Repäsentation ihrer Erfahrung, die man psychisches Leben nennt“, hat die französische Psychoanalytikerin Julia Kristeva schon vor fast 20 Jahren beklagt: Man hat weder die nötige Zeit noch den nötigen Raum, um eine Seele zu bilden.
Was den Menschen einst als ihr ‚Innenleben’, eben als Seele galt, wird von zwei Seiten bis zur Verflüchtigung aufgesogen: Einerseits durch die Fixierung auf den Körper, durch die Tendenz zur Somatisierung, andererseits durch die Hingabe an die überstimulierende Bilderfülle und die virtuellen Welten des Medienzeitalters. Als dessen Sinnbild betrachtete Kristeva damals noch den Fernsehapparat.“ (S. 47)

„Die Folge sind Überanstrengung, Erschöpfung, Überdruss, Frustration und innere Leere.“
(S. 48)

Es ist mein Menschenrecht, ggf. die Fixierung auf meinen Körper zu betreiben oder auch nicht und damit entsprechend zu entscheiden, ob ich dafür zu bezahlen habe oder nicht.
Dahingegen soll es nicht mein Menschenrecht sein, die Fixierung auf überstimulierende, Seelen entleerende Bilder- und Informationsfülle der TV-Medien zu betreiben oder nicht und damit entsprechend zu entscheiden, ob ich dafür zu bezahlen habe oder nicht ?


5) Meine grundlegenden Menschenrechte

Es gehört zu meinen existenziellsten Menschenrechten unter Berücksichtigung körperlicher, seelischer und geistiger Aspekte zu entscheiden, ob ich überhaupt damit einverstanden bin, dass mir kostenspflichtige Angebote zum TV-Konsum aufGEZzwungen werden, obwohl ich sie nicht nutzen will, da sie u.a. nachweislich zu Überanstrengung, Erschöpfung, Frustration, innerer Leere und Überdruss führen.

So ist es auch mein grundlegendes Menschrecht zu entscheiden, dass ich keine kostenpflichtigen ZwangsAngebote unterbreitet bekommen will, die meine Realitätswahrnehmung verzerren und zu vermehrter Ängstlichkeit und Gewaltbereitschaft führen.

Es ist ebenso mein Menschenrecht zu entscheiden, dass ich nicht Gefahr laufen will, vor dem Fernseher vereinsamen und deshalb weder ein Gerät besitzen noch kostenpflichtige Zwangsangebote zum Glotzen aufgezwungen bekommen will. Wenn die nachteiligen Effekte bei Kindern entsprechend wirken, treffen sie auch bei erwachsenen Menschen zu. Kinder sind als Seismographen der verursachten Gesundheitsschädigungen zu betrachten.

Auch ist es ist mein Menschrecht zu entscheiden, dass ich ablehne kostenpflichtige ZwangsAngebote zu bezahlen, die wegen ihrer Aufgeblasenheit und Künstlichkeit an meinem wirklichen Leben vorbeigehend Depressionen erzeugen.

Mir hierzu kostenpflichtige Zwangsangebote zu unterbreiten kann nur Un-Recht sein.
Wer seine Seelenruhe aus dem Gleichgewicht bringen will soll das tun. Aber ich fordere Sie auf, mich mit dem kostenpflichtigen Zwangsangebot Ihrer gesundheitsschädlichen Produkte ein für alle Mal in Ruhe zu lassen.
Andernfalls sehe ich mich GEZwungen, die hier aufgeführten, wissenschaftlich  belegten Gesundheitsschädigungen als Beweise in meine Strafanzeige gegen Sie wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung und Nötigung aufzunehmen.


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« Letzte Änderung: 16. August 2014, 12:50 von Viktor7 »

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