Autor Thema: Argumente zum Weiterdenken 2  (Gelesen 1496 mal)

Offline gelddruckmaschine

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Argumente zum Weiterdenken 2
« am: 30. Mai 2014, 12:30 »
16.
Bei Wasser, Strom und Gas wird auch der genaue Verbrauch gemessen und bezahlt.
Sie haben es unterlassen, die seit vielen Jahren ausgereiften technischen Möglichkeiten eines gerechten Pay-TV einzurichten, bei dem jeder so viel zahlen würde, wie er schaut. Stattdessen nehmen Sie bequemerweise die ganze Bevölkerung – auch die 1,8 Millionen Deutsche in Kollektivhaftung, die lieber selbstständig denken und aktiv ihre Lebenszeit und Potentiale nutzen und sich vor Fernsehsucht schützen wollen.

17.
Die folgenden Informationen über die Entstehung und Wirkung von Fernsehsucht entstammen den Seiten, die sich auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) beziehen.
http://www.suchthilfeverein.org/nicht-stoffgebundene-sucht/
„Das Phänomen Sucht
Sucht ist „ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entscheidung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums.“
Nicht Stoffgebundene Sucht
Die stoffungebundene Sucht ist eine nichtstoffliche Sucht, eine Sucht ohne Drogen. Die Abhängigen sind nicht süchtig nach einer bestimmten Substanz, sondern nach Verhaltensweisen, die nicht mehr kontrolliert werden können. Und wie bei der Drogensucht entwickeln sich schwerwiegende körperliche und psychische Folgen. Auch bei substanzunabhängigen Suchtformen können Betroffene in einen regelrechten Rauschzustand geraten, der durch die Ausschüttung von Endorphinen hervorgerufen wird, die wiederum chemisch verwandt sind mit den Morphinen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verhaltenssucht
Verhaltenssucht ist eine relativ neue Bezeichnung für exzessive Verhaltensweisen, die Merkmale einer psychischen Abhängigkeit aufweisen und von Betroffenen willentlich nicht mehr vollständig kontrolliert werden können. Beispiele sind Arbeitssucht, Kaufsucht, Pathologisches Spielen (Glücksspielsucht), Sportsucht und Sexsucht sowie Medienabhängigkeiten (Internetabhängigkeit, Computerspielsucht, Fernsehabhängigkeit, Handyabhängigkeit).

18.
Suchtmittel.de
Startseite>Sucht>Stoffunabhängige Sucht>Mediensucht>Fernsehsucht

„Fernsehsucht
Als Fernsehsucht bezeichnet man das zwanghafte Verlangen, Fernsehen zu schauen. Das Fernsehen ist für die betroffenen angenehm und entspannend. Sobald aber der Fernseher ausgeschaltet ist, verwandelt sich der angenehme Zustand in ein Gefühl der Leere und Schlappheit.
Symptome sind:
•   Unruhe bis Unwohlsein, Aggressivität, Lustlosigkeit und Passivität, wenn kein Fernseher läuft oder es ruhig ist.
•   Sofortiges, reflexartiges Einschalten des Fernsehers, sobald man nach Hause kommt.
•   Stundenlanges Zapping, das heißt Durchschalten der Kanäle, ohne dass man etwas findet, was man sehen möchte und ohne dass man den Fernseher ausschalten kann.


Ein Hauptgrund für das Zustandekommen von Fernsehsucht ist die so genannte Orientierungsreaktion, die bewirkt, dass bei Wahrnehmung einer Bewegung oder eines Geräuschs automatisch sofort die Aufmerksamkeit auf die Quelle gelenkt wird. Das Gehirn interpretiert die Fernsehbilder als Bewegung, vor allem die Schnitte zwischen Szenen werden als Bewegungen wahrgenommen und fesseln besonders unsere Aufmerksamkeit. (daher hat Fernsehwerbung oft auch so viele Schnitte in so kurzer Zeit). Der Grund für diesen Reflex ist wohl, dass es oft überlebenswichtig ist und war, die Aufmerksamkeit auf plötzliche oder unerwartete Ereignisse zu lenken, sei es ein fahrendes Auto oder ein Raub- oder Beutetier. Der Körper wird dadurch in einen Ruhemodus versetzt, wobei aber das Gehirn zu arbeiten anfängt und die Aufnahme von Informationen vorbereitet.

Ist der Fernseher dann plötzlich aus, bleibt der Zustand aber noch eine Weile erhalten, der Körper befindet sich weiter im Ruhemodus, darum fühlt man sich schlapp und kraftlos und das Gehirn bekommt plötzlich keine Reize mehr, weshalb man sich leer und kraftlos fühlt.
Dass das unangenehme Gefühl erst beim Ausschalten auftritt, assoziiert man das Ausschalten und nicht das Fernsehen mit dem schlechten Gefühl, während das Fernsehen mit einem angenehmen Gefühl verbunden wird. Das entspricht genau dem Abklingen einer Droge, da der Entzug plötzlich eintritt, abrupter als bei anderen Drogen.
Auch andere typische Merkmale wie Entzugserscheinungen und Rückgang der Sozialkontakte kommen häufig vor. Im Schnitt verbringen wir die Hälfte unserer Freizeit vor dem Fernseher  (ca. 3 Std. täglich in den Industriestaaten). Das bedeutet weniger Zeit für soziale Kontakte.

In einer Studie, die einen Fernsehverzicht verordnete, wussten viele mit der nun zur Verfügung stehenden Zeit nichts anzufangen. Manchmal geriet deswegen auch der Tagesablauf durcheinander, da die vorherige Orientierung an Sendungen fehlte; die Probanden wussten nicht mehr wie spät es ist (z.B. zum Schlafengehen). Viele Familien brachen den Versuch noch vor der Woche ab, da sie es ohne Fernseher nicht mehr aushielten.“

19.
http://youngsters.daimler-betriebskrankenkasse.com/Jugendportal/Koerpergefuehl/Drogen/Fernseh-_und_PC-Sucht/
„Um welche Art von Sucht handelt es sich?
Die Fernseh- und Computersucht ist zwar keine klassische stoffgebundene Sucht wie z.B. die Alkoholsucht, dafür aber eine psychische Sucht. Es sind keine Suchtstoffe, die abhängig machen, sondern der eigene Verstand, der nach einer bestimmten Tätigkeit süchtig geworden ist.
 Wie kommt es zur Fernsehsucht?
Der Einstieg in die Fernsehsucht ist häufig das tägliche Gucken von Serien, Daily Soaps, Telenovelas oder Shows. Diese Formate sind besonders tückisch, da sie jeden Tag fortgesetzt werden und immer dann aufhören, wenn es besonders spannend ist. So besteht der Reiz, am nächsten Tag wieder einzuschalten. Bei vielen Serienguckern bleibt es nicht bei einer Serie pro Tag. Fernsehsüchtige richten schließlich ihren kompletten Tagesablauf nach dem Fernsehprogramm aus.
Was macht die Faszination aus?
Gerade bei Problemen und Stress in der Schule, mit Freunden oder der Familie bieten das Fernsehen und der Computer eine Ablenkung, die es ermöglicht, alle realen Probleme zu verdrängen. Die Welt im Fernsehen oder in Computerspielen ist bunt, spannend und actiongeladen und erscheint viel einfacher und interessanter als das wirkliche Leben.
 Welche Anzeichen für eine Sucht gibt es?
Anzeichen, dass der Zeitvertreib mit Fernsehen und Computerspielen über ein normales Maß hinausgeht und von einer Sucht gesprochen werden kann, gibt es viele. Fernseh- und PC-Süchtige reagieren nervös und gereizt, wenn der Fernseher oder PC einmal nicht zur Verfügung steht. Reflexartiges Einschalten des Fernsehers oder Computers, sobald man nach Hause kommt, sind ein weiteres Anzeichen für eine Sucht. Beim Fernsehen ist es auch das stundenlange Zappen durch die Kanäle. Süchtige schaffen es nicht, sich selbst Grenzen zu setzen und den Fernseher oder Computer mal einen Tag ausgeschaltet zu lassen. Typisch ist auch, dass sie wegen dieses Kontrollverlustes Schuldgefühle haben und versuchen, ihre Sucht zu verheimlichen.
Welche körperlichen Folgen können durch die Sucht entstehen?
Studien beweisen: Kinder und Jugendliche, die häufig vor dem PC oder Fernseher hocken, sind deutlich unaufmerksamer, zappeliger und nervöser als andere Kinder. Außerdem führt das ständige Herumsitzen dazu, dass man sich kaum noch bewegt und so schnell Rückenschmerzen oder Übergewicht bekommen kann.
Welche psychischen und sozialen Folgen kann die Sucht haben?
Auch die Psyche und das Sozialleben werden negativ beeinflusst. Wer ständig nur vor dem Bildschirm hockt, wird zunehmend unzufrieden mit sich, da im eigenen Leben nicht mehr viel passiert. Die sozialen Kontakte nehmen ab, da man seine freie Zeit nicht mehr mit den Freunden, sondern vor dem Fernseher oder PC verbringt, Hobbys und sogar die Schule werden vernachlässigt.“

20.
Mir ist meine Lebenszeit ganz grundsätzlich und gleichgültig was gezeigt wird zu schade dafür, hirnparalysiert vor der Glotze abzuhängen. Dass die Fernseh-produzierenden und -abrechnenden sich nicht vorstellen können und wollen, dass es Menschen gibt die ihren Tagesablauf einfach nicht vom Programm diktieren und terminieren zu lassen, lässt darauf schließen, dass sie selbst nicht mehr über den Tellerrand ihres eigenen Bewusstseins schauen können oder wollen. Dieses rigide Verhalten legt den Schluss nahe, dass sie selbst fernsehsüchtig sind. Wie es in Romanen von Vampiren gesagt wird, müssen sie dafür sorgen, dass auch andere süchtig werden – ähnlich einem süchtigen Dealer, der Menschen anfixt, um selbst weiter seiner Sucht zu frönen zu können.
 
21.
Zumindest handelt es sich bei den Fernsehmachenden, Parlamentsmitgliedern die das RBStV verabschiedet haben und den Geldeintreibern, die dies aus Überzeugung tun, um Menschen, für die Fernsehen zum Selbstzweck geworden ist, die offenbar nicht mehr über ihren Horizont hinausdenken können, weil sie es selbst produzieren und selbst auch schauen.
Dieses doppelte – aktive und passive – Engagement legt den Schluss nahe, dass die folgenden Wirkungen bei den betreffenden Personen auch doppelt stark zutreffen.

22.
Ich zumindest bin nicht bereit, mir für eine Veränderung meines Gehirns, die ich ohnehin nicht möchte, laufende Beträge abnötigen zu lassen.

http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/artikel/1/46/fernsehen-veraendert-zwangslaeufig-unser-gehirn/
„Fernsehen verändert zwangsläufig unser Gehirn

2 Fragen an Prof. Dr. Hüther zum Medien- und Fernsehkonsum
sowie überarbeitete Besprechungen von Fernsehsendungen
(Prof. Dr. Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Univ. Göttingen und Mannheim/Heidelberg, Psychiatrische Klinik 37075 Göttingen)
 
Frage 1:
Welche Faktoren müssen alle zusammen eintreten, damit Fernsehen wirklich dumm macht?
Die wichtigsten Lernprozesse kommen durch eigene Erfahrungen in Gang. Wer passiv vor dem Fernseher sitzt, macht keine Erfahrungen mehr. Bei Kindern ist das besonders fatal. Sie brauchen vor allem eigene Körpererfahrungen, und dazu müssen sie sich bewegen.
Fast alles, was wir lernen, lernen wir von anderen Menschen in einer lebendigen Beziehung. Aber das klappt nicht vor dem Fernseher.
Wir brauchen unser Gehirn nicht zum Betrachten von bunten Bildern, sondern um uns in der realen Welt zurecht zu finden. Wenn Menschen die im Fernsehen vorgeführte Welt mit der realen Welt zu verwischen beginnen, geraten sie hirntechnisch auf Abwege.
Den Nervenzellverschaltungen im Gehirn geht es ähnlich wie unseren Muskeln: Sie bilden sich so heraus, wie man sie benutzt. Je einfacher die Nutzung, desto kümmerlicher wird die Vernetzung im Hirn.“
Frage 2:
Inwiefern hat sich unser Gehirn vor lauter Fernsehen bereits verändert – im positiven (lernen durch fernsehen?), wie auch im negativen Sinne (Aggressionen, Sensibilität, Sozialverhalten)?
Das Gehirn verändert sich ständig. Es ist wie eine Baustelle, wobei das Haus, das da entsteht davon abhängt, welche Materialien gerade angeliefert werden. Das Material, mit dem das Hirn herausgebildet wird, sind die Erfahrungen die wir machen. Schnelle Bilderfolgen und ständige Szenenwechsel führen dazu, dass die Nervenzellnetze in den höheren Verarbeitungszentren auch rasen und entsprechend nur lose mit einander verknüpft werden können. Ständige Aufregung und das Erzeugen von Angst und Stress versetzen das Gehirn in einen Zustand von Dauererregung. Unter solchen Bedingungen können nur schwer neue und vor allem komplizierte Verbindungen im Hirn entstehen. Die Botschaften und Inhalte, die das Fernsehen transportiert, hinterlassen entsprechende Spuren im Gehirn und prägen so unser Denken und Handeln.
Es ist also zwangsläufig so, dass Fernsehen unser Gehirn verändert. Wie diese Veränderung aussieht, hängt davon ab, womit wir unser Hirn füttern.“

23.
Schon allein, dass Sie die in den Punkten 15 bis 20 dargestellten Suchtgefahren und deren Folgen für Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur und hirnorganischer Prozesse verschweigen, muss Ihnen als fahrlässige Unterlassung angelastet werden.

Als Resümee zeigt sich eindeutig: Je höher der TV-Konsum ist, desto geringer werden Eigenaktivität und Lebenstüchtigkeit.
Je  weniger das Hirn der Gefahr ausgesetzt wird, durch Vorgedachtes vernebelt zu werden, desto mehr wachsen Eigenaktivität und Kreativität.

23.
Sie gehen mit der neuen Beitragsgebühr jedoch über diese fahrlässigen  Inkaufnahme noch weitere Schritte in Richtung aktiver Schädigung suchtgefährdeter Abnehmer, so dass mehrere Teufelskreise ineinander wirken: Mit der in Ihrem Schreiben vom 04.10.2013 im Sinne einer Flatrate als kostengünstiger angepriesenen Beitragsgebühr verhindern Sie eine abnahmegenaue Abrechnung. Sie nehmen den Menschen die Möglichkeit, durch geringeren Konsum Geld zu sparen. Hierdurch fördern sie ähnlich wie bei anderen Flatrates das Konsumieren – man denke nur an das Flatrate-Trinken, das bei manchen zum Komasaufen führt. Ich sehe darin Ähnlichkeiten zum Glotzen bis zur Bewusstseinstrübung und Erziehung zur Lebensuntüchtigkeit. Diese Risiken und Nebenwirkungen Ihrer Beitragsstruktur und Ihres Inkassogebahrens werden von Ihnen ebenfalls verschwiegen.

25.
Die Bundesregierung warnt jedenfalls eindringlich durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gegen Fernsehsucht, während eine andere Körperschaft öffentlichen Rechts (ehem. GEZ) sich als Zwangsdealer für das Suchtmittel aufspielt, gegen dessen Inkassogebahren man sich nicht schützen können soll. Die eine Hand heizt die Sucht an, die andere – letztlich aus dem selben Haus - ruft zum Verzicht auf. -  Allein dieser Widerspruch lässt das Kartenhaus Ihrer Argumentation und Ihres Anspruchsdenkens in sich zusammenfallen.


--- EDIT Moderator: ---

Argumente zum Weiterdenken 1 -n, Inhaltsübersicht


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« Letzte Änderung: 16. August 2014, 12:56 von Viktor7 »

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