Nach unten Skip to main content

Autor Thema: Konnexitätsprinzip - "Wer bestellt, bezahlt."  (Gelesen 197 mal)

  • Moderator
  • Beiträge: 12.286
  • ZahlungsVERWEIGERER. GrundrechtsVERTEIDIGER.
    • Protest + Widerstand gegen ARD, ZDF, GEZ, KEF, ÖRR, Rundfunkgebühren, Rundfunkbeitrag, Rundfunkstaatsvertrag:
Konnexitätsprinzip - "Wer bestellt, bezahlt."
Autor: 05. März 2026, 11:25
Zur weiteren Analyse/Verwertung/Diskussion in Sachen Forum-Thema "Rundfunkbeitrag" hier eine aktuelle Meldung als Ausgangsbasis bzgl.
Konnexitätsprinzip - "Wer bestellt, bezahlt."

Ersetze "Folgekosten von Bundesgesetzen" durch "Folgekosten von Landesgesetzen"...
...und "Kommunen"/"Städte"/"Orte" durch "Bürger"... :angel:


web.de, 05.03.2026
Alexander Schweitzer
Ministerpräsident macht Druck: "Sonst geht für viele Städte bald das Licht aus"
Schon lange klagen die Kommunen, dass ihnen das Wasser finanziell bis zum Hals steht. Schuld daran ist auch der Bund, der mit Gesetzen Kosten verursacht, die er nicht ausgleicht. Ministerpräsident Alexander Schweitzer sagt: Die Länder dürfen das nicht länger hinnehmen.
Von Thomas Pillgruber
https://web.de/magazine/politik/inland/schweitzer-druck-staedte-licht-41921304
Zitat von: web.de, 05.03.2026, Alexander Schweitzer - Ministerpräsident macht Druck: "Sonst geht für viele Städte bald das Licht aus"
[...]

Der Bund müsse "ein Konnexitätsprinzip einführen. Wer bestellt, bezahlt. Und das muss er bei allen Leistungsgesetzen, die steuerfinanziert sind, machen", sagte der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz im Gespräch mit unserer Redaktion. "Sonst geht für viele Städte und Orte bald das Licht aus."

Zitat
Was es mit dem Konnexitätsprinzip auf sich hat:

- Das Konnexitätsprinzip ist Teil des deutschen Staatsrechts. Es besagt, vereinfacht gesagt, dass die für eine Aufgabe zuständige staatliche Ebene – also Bund oder Länder – auch für die Wahrnehmung der Aufgabe verantwortlich ist.
- In Deutschland greift diese Regelung aber nicht vollständig. Denn der Bund erlässt immer wieder Gesetze, die in den Ländern und Kommunen umgesetzt werden müssen. Das führt oft zu Mehrkosten, die gleichzeitig vom Bund nicht vollständig ausgeglichen werden.

[...]

[...] Sie drängen darauf, dass die Bundesregierung, im Rahmen eines sogenannten Konnexitätsprinzip, vollumfänglich für dadurch anfallende Kosten aufkommt. [...]

Schweitzer verwies zudem darauf, dass "das Konnexitätsprinzip im Koalitionsvertrag" der Bundesregierung als Ziel gesetzt worden sei. Dort heißte es unter anderem: "Wer eine Leistung veranlasst oder ausweitet, muss für ihre Finanzierung aufkommen". Das soll auch für Verwaltungs- und Personalkosten gelten.

[...]


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

  • IP logged
Schnelleinstieg | Ablauf | FAQ-Lite | Gutachten
Lastschrift kündigen + Teil werden von
www.rundfunk-frei.de

P
  • Beiträge: 4.597
Geschärfte, kritische Zusammenfassung mit dem Fokus auf der systematischen Umgehung der Finanzverantwortung durch die Politik
Zitat von: Aufbereitet mit GoogleKI
Die Konnexitäts-Falle: Wenn der Staat bestellt und der Bürger zwangsbezahlt

Das staatliche Konnexitätsprinzip – „Wer bestellt, bezahlt“ – wird zur Farce, sobald Landesregierungen die Zeche direkt auf die Bevölkerung abwälzen. Während sich Politiker für den Ausbau von Leistungen feiern lassen, werden die Folgekosten von Landesgesetzen über Zwangsabgaben ohne jedes Korrektiv bei den Bürgern abgeladen.

Das System der organisierten Verantwortungslosigkeit:
  • Bestell-Willkür: Die Länder diktieren per Staatsvertrag den Umfang und die Strukturen öffentlicher Apparate. Sie agieren als Auftraggeber, ohne jemals selbst die Haushaltsdisziplin wahren zu müssen, die für steuerfinanzierte Aufgaben gilt.
  • Umgehung der Budgethoheit: Durch die Auslagerung der Kosten in Form von Zwangsbeiträgen entziehen sich die Länder der parlamentarischen Kontrolle über die tatsächliche Belastung der Haushalte. Für die Bürger bedeutet dies eine Dauerbelastung, gegen die sie sich – anders als bei Steuern – kaum politisch wehren können.
  • Finanzieller Notstand: Wenn die Politik Leistungen veranlasst oder Personalapparate aufbläht, ohne für deren Finanzierung aus eigenen Mitteln aufzukommen, wird das Konnexitätsprinzip ins Gegenteil verkehrt. Der Bürger wird vom Souverän zum bloßen Ausfallbürgen degradiert.
Es ist eine demokratische Notwendigkeit, diese Kette zu durchbrechen: Wer eine Leistung per Gesetz anordnet, muss die vollumfängliche Finanzverantwortung im eigenen Haushalt tragen. Eine Politik, die „bestellt“, aber die Rechnung anonymisiert an die Bürger weiterreicht, handelt unredlich. Wenn dieses Prinzip nicht endlich auch gegenüber dem Beitragszahler durchgesetzt wird, geht für viele Haushalte finanziell das Licht aus.

Kurze Analyse (Kritik-Fokus)
  • Hebelwirkung: Das Argument greift die Politik dort an, wo es ihr wehtut – bei der Finanzverantwortung. Man wirft ihr vor, sich durch „Sonderabgaben“ (wie den Rundfunkbeitrag) einen schlanken Fuß auf Kosten der Allgemeinheit zu machen.
  • Konnexität als Schutzrecht: Hier wird das Prinzip nicht als Verwaltungsvorschrift, sondern als Schutzrecht des Bürgers vor staatlicher Übergriffigkeit interpretiert.
  • Moral-Hazard: Die Analyse zeigt auf, dass die Politik keinen Anreiz zum Sparen hat, solange sie Kosten per Gesetz „verordnen“ kann, ohne sie selbst im Haushalt gegenfinanzieren zu müssen.
empfohlene Sichtweise
Zitat von:  verschiedene KI Textwerkzeuge
Strukturelle Haushaltsentkopplung:
Die Erosion der parlamentarischen Finanzverantwortung

Wenn Landesgesetzgeber Aufgabenbereiche definieren, deren Finanzierung sie systematisch aus dem staatlichen Kernhaushalt ausgliedern, entsteht ein Spannungsfeld zum demokratischen Haushaltsprinzip. Die Verlagerung von Kosten auf die Bürger über pflichtgebundene Abgabensysteme führt zu einer Entkopplung von politischer Entscheidung und fiskalischer Verantwortung.

Die verfassungsrechtlichen Kernprobleme:
  • Erosion der Budgethoheit (Art. 110 GG): Das Budgetrecht ist das „Königsrecht“ des Parlaments. Durch die Etablierung haushaltsferner Finanzierungskreisläufe entzieht sich die Politik der notwendigen Abwägung zwischen konkurrierenden Staatsaufgaben. Werden Aufgaben dauerhaft außerhalb des Haushalts organisiert, wird die parlamentarische Steuerungs- und Kontrollfunktion geschwächt, da die Kosten der politischen Gestaltung für den Bürger weniger transparent und parlamentarisch schwerer korrigierbar sind.
  • Verletzung der abgabenrechtlichen Systemgrenzen: Eine Abgabe, die faktisch die Gesamtheit der Bürger trifft, ohne dass eine spezifische Gruppenverantwortung oder ein individueller, zurechenbarer Vorteil vorliegt, verlässt die Logik des Beitragsrechts. Sie nähert sich der Natur einer Steuer an. Da das Grundgesetz jedoch ein abschließendes System der Steuerarten kennt, dürfen „Sonderlasten“ nicht dazu genutzt werden, die strengen Kompetenzregeln der Finanzverfassung zu umgehen.
  • Fehlende Korrekturmechanismen: Im Kernhaushalt unterliegen Ausgaben dem Sparsamkeitsgebot und der regelmäßigen Überprüfung im Budgetstreit. Bei ausgelagerten Finanzmodellen entfällt dieser unmittelbare Rechtfertigungszwang. Dies begünstigt eine Ausweitung der Leistungsansprüche zulasten der Beitragszahler, ohne dass die verursachende Ebene die politische Verantwortung für die Gesamtbelastung im Staatshaushalt tragen muss.
Fazit:
Die demokratische Legitimation staatlichen Handelns erfordert die Rückbindung wesentlicher Finanzströme an die parlamentarische Budgetverantwortung. Eine flächendeckende Inanspruchnahme der Bürger über Sonderabgabensysteme bedarf einer strengen Rechtfertigung, die über die bloße Zweckmäßigkeit hinausgeht. Wo die Abgrenzung zwischen Beitrag und Steuer verschwimmt, wird das grundgesetzliche Gefüge der Finanzverantwortung beschädigt.

Edit "Bürger": Siehe auch weitere Gedanken u.a. unter
Kann KI und ChatGPT den GEZ-Boykott unterstützen?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,37267.msg229851.html#msg229851


Unterschriftenaktion: https://online-boykott.de/unterschriftenaktion
Rechtlicher Hinweis: Beiträge stellen keine Rechtsberatung in irgendeiner Form dar. Sie spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider. Weitere Infos: Regeln

  • IP logged  »Letzte Änderung: Gestern um 14:25 von Bürger«

 
Nach oben