Hallo Liebe Gemeinde,
ich schreibe jetzt etwas zurück, weil während unseres Disputes mit der GEZ, mir hier einige Links + Kommentare Hoffnung und Mut gemacht haben, nicht aufzugeben.
Wir haben es letztendlich geschafft Forderungen von der GEZ (inklusive Zwangsvollstreckungsbescheid und jeder Menge Mahngebühren) von ca 220 eur auf 10 Eur Rückstand im Teilnehmerkonto zu Papier-Schlachten.
Das war passiert:
meine Freundin ist zu mir gezogen, ein paar Wochen vorher ist ihr alter Fernseher hopps gegangen. Da ich einen eigenen habe, haben wir Ihren Fernseher entsorgt (Entsorgungshof) und ihn somit auch nicht umgezogen. Meine Freundin ist ende Dezember zu mir gezogen, wohnt also seit dem 1.1.2011 bei mir.
Somit hat Sie eine Abmeldung an die GEZ geschrieben und leider den falschen Grund genannt "wegen Umzug zu meinem Freund". Wir wussten es damals nicht besser

Danach hat uns die GEZ natürlich gesendet: "Zusammenlegung von Haushalten ist kein Abmeldungsgrund". Genervt haben wir solange Briefe der GEZ ignoriert, bis die Zwangsvollstreckung angedroht wurde.
Dann begann die Zettelschlacht unter anderem auch mit dem hessischen Rundfunk, der sich dann wieder an die GEZ wandte und damit den entscheidenen Brief der GEZ provozierte.
Im Endeffekt sind so erfolgreich gewesen:
Wir haben den Wisch den meine Freundin bekam, der die tatsächliche Abmeldung wegen "keine eigenen TV oder Radiogeräte" vervollständigte. denn die GEZ ist natürlich stillschweigend davon ausgegangen, dass dies zwar eine Abmeldung war, jedoch meine Freundin natürlich ein Auto fährt - dafür fiele GEZ Gebühren an - die dann eingefordert werden sollten.
Wir haben nachgewiesen, wann meine Freundin umgezogen ist (Anmeldung beim Bürgerarmt),
dass sie nach wie vor kein Auto hatte und nicht hat.
Wir haben ca tausend mal die Antwort bekommen "eine rückwirkende Abmeldung ist nicht möglich". Zwischendurch wurde unsere Abmeldung erst für 2013 verschoben, weil ab da die Gebühr pro Haushalt entfällt.
Dann war es mal im Juni diesen Jahres (halt immer zum Ablauf des nächsten Monates). Nach einem Rücksprechen mit dem hessischen Rundfunkt (leider genauso chaotisch wie die GEZ, inklusive unterschiedlicher Aussagen zum gleichen Thema), haben wir dann den Brief von der GEZ bekommen, dass das Teilnehmerkonto jetzt 10 Eur Rückstand aufweist und:
Die Abmeldung rückwirkend vorgenommen wurde..
Ein starkes Stück. Ich habe nachgezählt. Ungefähr 5 verschiedene Leute von der GEZ + vom hessischen Rundfunk haben uns mindestens einmal mündlich und schriftlich mitgeteilt, dass rückwirkende Abmeldungen nicht möglich sind. Umso witziger, dass die GEZ genau diesen wortlaut benutzte. Was sie aber eigentlich meint ist, dass sie jetzt eingesehen hat, dass die Abmeldung im Jahr 2011 rechtmäßig war und wir alles beweisen konnten.
Da man ja immer in 1-2 Monaten Verzögerung Antwort von der GEZ bekommt ist es schwierig zu sagen, was im Endeffekt den Ausschlag gegeben hat, um das Problem zu lösen. Ein Einschreiben endete auf jeden Fall mit unseren Worten:
Ich werde die eingeforderten Gebühren von xxx € nicht begleichen und scheue mich nicht rechtliche Schritte gegen das laufende Verfahren einzuleiten.
vielleicht hilft es irgendwem und macht ebenfalls Mut durchzuhalten und nicht aufzugeben.