Autor Thema: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview  (Gelesen 2545 mal)

Offline René

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Vollständiges Interview und Kommentare auf Planet Interview:
http://www.planet-interview.de/interviews/rene-ketterer/51101/

Anmerkung:
Zitat
Erste Kommentare ließen nicht lange auf sich warten. Diese vermittelten nicht nur mir den Eindruck, dass zumindest einige der Kommentare gezielt platziert wurden. Sie zeigen genau dasselbe Verhaltensmuster, wie ich bereits im Interview beschrieb. Es ist auch sehr verwunderlich, dass alle derselben Meinung sind und sich gegenseitig belobigen. Schaut man dann woanders hin, sind die Kommentare vernichtend für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Hier ein Beispiel anhand eines Tweets Von der FAZ: https://twitter.com/faznet/status/1196899196449755137

Warum muss ich Sendungen bezahlen, wo Menschen in Kreuzfahrtschiffen um die Welt reisen?

René Ketterer betreibt seit vielen Jahren das Online-Forum "GEZ Boykott". Hier spricht er über seine Kritik am Rundfunkbeitrag, Boykott in Intervallen, ein "Bruderurteil", die Angst der Sender vor der AfD und warum er sich nicht die Abschaffung sondern eine Verkleinerung der Öffentlich-Rechtlichen wünscht.




Relativ häufig kommen auf Planet Interview Befürworter des Rundfunkbeitrags bzw. Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu Wort, Kritiker desselben bislang nur einmal. Wer den Rundfunkbeitrag und das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hinterfragen möchte, landet früher oder später auf der Website gez-boykott.de. Doch anders als die Domain vermuten lässt, wollen die Betreiber des Forums den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht komplett abschaffen.

Herr Ketterer, Sie haben vor über zehn Jahren das Forum gez-boykott.de gegründet. Wer steht heute dahinter?
René Ketterer: Wir sind eine Gruppe von acht Moderatoren, die das Forum betreuen. Es sind Ingenieure dabei, ein Arzt, Techniker, die meisten schreiben im Forum unter Pseudonym. Alle kommen aus verschiedenen Städten und ab und zu treffen wir uns in Mitteldeutschland.
Darüber hinaus gibt es regelmäßig Runde Tische im gesamten Bundesgebiet, die von Forums-Mitgliedern veranstaltet werden.

Sie haben eine eigene IT-Firma. Was war für Sie der Auslöser, sich mit dem Thema GEZ bzw. Rundfunkbeitrag zu beschäftigen?
Ketterer: Ich gehörte bis 2002 zu den Leuten, die gerne die Tagesschau angeschaut haben, oder das „heute-journal“, ich habe gezappt zwischen ARD und ZDF… Und ich hatte damals noch mein Büro zuhause. Eines Tages kam dann ein Vertreter der GEZ. Ich habe ihn reingelassen, die Gebühren habe ich ja gezahlt. Dann fragte er, ob ich ein Büro im Haus habe und ob ich dort arbeiten würde. Als ich das bejahte, sagte er, dass ich dafür auch bezahlen müsste. Und wenn ich mein Auto geschäftlich nutze, müsse ich auch dafür zahlen.
Nach diesem Besuch war ich relativ verstört. Mein Rechtsempfinden sagte mir: Das kann so nicht richtig sein. Darüber habe ich dann meinen ersten Blogeintrag geschrieben. Kurz darauf habe ich andere Leute kennen gelernt, die ähnliche Probleme hatten und so hat es sich dann entwickelt. Das Forum haben wir 2007 geöffnet, in dem Jahr hatte es 27.000 Zugriffe, heute sind es um die 40.000 Zugriffe am Tag. Und das mit nur einem einzigen Thema. Die Statistik ist auch auf der Seite offen einsehbar.
Ein paar Monate nach dem Besuch des GEZ-Vertreters habe ich mich auch entschlossen, die Gebühr nicht mehr zu bezahlen.

Haben Sie das bis heute durchgehalten? (...)

Sie boykottieren die Öffentlich-Rechtlichen (ÖR) also in Intervallen? (...)

Früher haben Sie ARD und ZDF geschaut. Nutzen Sie heute das Angebot der ÖR? (...)

Was für Medien nutzen Sie? (...)

Ihr Nichtkonsum der Öffentlich-Rechtlichen, ist das auch ein Stück weit eine Trotzreaktion? (...)

Kann man heute ausreichend informiert sein, ohne die Informationsquellen der ÖR? (...)

Denken Sie nicht, dass zum Beispiel ein Bericht der öffentlich-rechtlichen Quellen vertrauenswürdiger ist als ein Facebook-Video ungeklärter Herkunft? (...)

Ist Ihrer Meinung nach der öffentlich-rechtliche Rundfunk komplett verzichtbar? (...)

Was ist mit regionalen TV-Sendern wie RBB, SWR, NDR usw. die ja zum großen Teil aus der Region berichten? (...)

Nun besteht ein großer Teil des ÖR-Angebots heute aus Unterhaltung… (...)

Was ist mit Sport? (...)

Das ZDF ist doch aber zum Beispiel ausgestiegen bei der Champions League… (...)

Sie fordern statt Rundfunkbeitrag eine Steuerfinanzierung. Wäre das dann eine neue, zusätzliche Steuer? (...)

Vertreter der ÖR sind gegen eine Steuerfinanzierung, die Journalistin Anja Reschke zum Beispiel sagte uns: „Das Modell der Steuerfinanzierung ist für mich der erste Schritt des Ausverkaufs der Unabhängigkeit von öffentlich-rechtlichem Rundfunk.“ (...)

Viele, aber sicher nicht alle Rundfunkräte. Im ZDF-Fernsehrat können seit 2016 maximal ein Drittel der Mitglieder staatsnah sein. (...)

Können Sie ein Beispiel nennen, wo Ihrer Meinung nach Parteinähe in Rundfunkräten die Berichterstattung beeinflusst hat? (...)

Die Plagiats-Enthüllungen kamen aber ursprünglich nicht von Journalisten. (...)

Wobei das in öffentlich-rechtlichen Medien und privaten Medien gleichermaßen geschah. (...)

Hätten Sie da ein Beispiel, wo die ÖR ein Thema bewusst ausgelassen haben? (...)

Warum? (...)

Sie werfen den Sendern jedenfalls vor, bestimmte Nachrichten auszulassen, andere Berichte wiederum seien beeinflusst von den politischen Verflechtungen – habe ich Sie da richtig verstanden? (...)

Obwohl AfD-Politiker doch ständig in den öffentlich-rechtlichen Talkshows sitzen. (...)

Glauben Sie, dass die Sender im Moment Angst haben vor der AfD? (...)



Wie bewerten Sie die Maßnahmen der öffentlich-rechtlichen in Hinblick auf Transparenz, also zum Beispiel Informationen, wie das Gebühren-Geld ausgegeben wird? (...)

Sie befürworten die Finanzierung des Rundfunks durch eine Steuer, doch im Juli 2018 hat das Bundesverfassungsgericht den Rundfunkbeitrag als ’nicht-steuerliche Abgabe‘ besiegelt. (...)

Sie haben es als „Bruderurteil“ bezeichnet, weil einer der Verfassungsrichter Bruder von Paul Kirchhof ist, der 2010 im Auftrag der öffentlich-rechtlichen ein Gutachten zur Verfassungskonformität des Rundfunkbeitrags erstellt hatte. (...)

Es gab doch einen Befangenheitsantrag gegen Ferdinand Kirchhof. (...)

Wenn Sie nun vom ‚einfachen Bürger‘ sprechen, muss man aber auch festhalten, dass etwa 90% der Haushalte den Beitrag regelmäßig zahlen. (...)

Fürs Netz produziert der öffentlich-rechtliche Rundfunk inzwischen viele Beiträge und Serien. Halten Sie das für einen guten Ansatz? (...)

Was wird lange dauern? (...)

Es gibt in der Tat große Rückstellungen, die für alte Verträge gemacht wurden, inzwischen aber, so sagen die Sender, gibt es bei neuen Verträgen nicht mehr diese Rentenzusagen wie früher. (...)

Doch diese Rentner könnten sich vom Beitrag befreien lassen, zum Beispiel wenn sie eine Grundsicherung erhalten.  (...)

Haben Sie Ihr Abo abbestellt? (...)

Wie schätzen Sie heute die Bereitschaft der Beitragsgegner ein, auf die Straße zu gehen? (...)

Obwohl Ihr Forum so viele Nutzer hat. (...)

Sie erwähnten vorhin Olaf Kretschmann, er wirbt auf seiner Website rundfunk-frei.de für einen Volksentscheid. (...)

Warum? (...)

Sie haben vorhin davon gesprochen, dass der Auftrag neu definiert werden muss. (...)

Wie meinen Sie das? (...)

Wie sieht denn in Zukunft Ihre Aufgabe aus? (...)

Sind Sie und die anderen Forum-Betreiber politisch unabhängig? (...)

Gibt es eigentlich einen Dialog zwischen Ihnen und den Sendern? (...)

Wie viel Arbeit machen Ihnen das Forum? (...)

Ist von den Betreibern schon jemand ins Gefängnis gegangen wegen des Rundfunkbeitrags? (...)

Weiterlesen und auch Kommentieren auf Planet Interview:
http://www.planet-interview.de/interviews/rene-ketterer/51101/


Hinweis/ Aufruf:
Statt diese Pressemeldung (nur) hier intern im Forum zu kommentieren, kann und sollte besser bei der Quelle selbst öffentliche Aufklärung betrieben werden durch sachlich-kritische Kommentierung sowie durch ebenfalls sachlich-kritische Nachricht an Redaktion und Autor des Artikels - gern auch zur Kenntnis an weitere Adressaten bei der Quelle selbst, an Medienpolitiker, Wahlkreisabgeordnete usw. Dies kann jedes Forum-Mitglied und auch Nicht-Mitglied tun.
Der/die jeweilige Kommentar oder Nachricht (einschl. etwaiger Reaktionen) können dann hier im Thread wiedergegeben werden - unter Berücksichtigung der Forum-Regeln einschl. Anonymisierungen etc.
Danke für die aktive Mitwirkung!


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« Letzte Änderung: 21. November 2019, 09:19 von Bürger »

Offline pjotre

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #1 am: 21. November 2019, 19:46 »
Gerade ist dort ein neuer Kommentar zu lesen:
---------------------------------------------------------

Zitat
Das Forum gez-boykott.de rechnet zum Großartigsten, was Demokratie hervorbringen kann. Ein Raum der Gemeinsamkeit, wo niemand den anderen nach Parteibuch, Herkunft, Vermögen, Status fragt.

Gemeinsam vereint in der Überzeugung, dass ARD, ZDF,... und die Rundfunkabgabe unter anderem eine Akkumulation von zahlreichen unvertretbaren Mängeln umfasst. Der Kommentar-Etikette zuliebe belasse ich es bei der vorstehenden Formulierungsweise, die sicherlich von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, während das, was ich lieber sagen würde, es vielleicht nicht mehr wäre.

Und auch, wir sind gerade dabei, auf dieser Wissensgrundlage einen wichtigen Sieg gegen Rechtsfehler zu gewinnen. Erfolgsarm ist diese viele Arbeit also nicht.

Und übrigens, meine Beitragsakte bei der ARD-Landesanstalt hat wohl gerade einen neuen Rekord erreicht? Ich erhielt sie (ein Bürgerrecht), läppische 4304 Seiten auf CD, ausgedruckt wäre das also ein Papierstapel von rund einem halben Meter.

Die Facebook-Akte des Wieners Schrems - 1000 Seiten auf CD - galt wohl bisher als Rekordmarke? Wie uns immer vergewissert wird, Daten- und Informationenspeicherung beim sogenannten "Beitrags"-"Service" sei unwichtig und unbedenklich. Mal schauen, ob 4304 Seiten Speicherung reif macht für das Guiness Book of Records.

(Kommentar-Autor: Pedro Rosso:)


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« Letzte Änderung: 21. November 2019, 22:13 von DumbTV »
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Offline Nevrion

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #2 am: 21. November 2019, 20:48 »
Obwohl ich manche inhaltliche Ausführung von René an einigen, wenigen Stellen für ausbaufähig halte, hat er sich doch ganz gut geschlagen. Schöner wäre es gewesen, wenn Planet-Interview noch jemanden vom ÖRR sitzen gehabt hätte. In gewisser Weise ist es schade, dass man nur noch übereinander und nicht mehr miteinander redet.

Subjektiv kommt es mir so vor, als ob kritische Nachfragen zu bestimmten Aussagen in diesem Interview-Umfeld häufiger auftreten als wenn z.B. Frau Dreyer befragt worden wäre.


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Offline René

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #3 am: 23. November 2019, 18:20 »
Obwohl ich manche inhaltliche Ausführung von René an einigen, wenigen Stellen für ausbaufähig halte, hat er sich doch ganz gut geschlagen. (...)

Nevrion, es gibt immer Potential nach oben, aber mir ging es bei meinen Antworten darum, authentisch zu bleiben. Wir erleben gerade hysterische Zeiten, die nur zwei Meinungen zulassen – egal zu welchen Thema: gut oder schlecht

Ich lasse nicht zu, dass durch gesellschaftlichen Druck das System mich zwingt, selbst eine Zensurmaschine in meinen Kopf einzubauen. Ja, die eine oder andere Formulierung hätte man glätten oder verschönern können oder am besten erst gar nicht ausgesprochen – dann wäre ich weiter ein lieber Kerl, ohne Ecken und Kanten, so wie heute viele geworden sind: ohne Meinung – genauso wie das System sich seine Lakaien wünscht.

Es ist mir schon klar, dass die Angriffsfläche größer wird, wenn man ehrlich ist und seine Meinung ungeschont ausspricht. Das sieht man auch an den Kommentaren, die unterhalb des Interviews (http://www.planet-interview.de/interviews/rene-ketterer/51101/) von vermutlich bezahlten "Schreiblingen" des ÖRR's mit aller Macht versuchen, mich in gewisse Ecken zu schieben. Schon ein Armutszeugnis vom ÖRR - Leute aus dem Rundfunkbeitrag zu finanzieren, um unsere Meinung zu diskreditieren. Schaue dir die Kommentare zum Interview einfach an – wir wissen, dass dies nicht die Meinung der Mehrheit ist. Bezeichnend wie man Sachen aus dem Kontext gerissen missbraucht und sich gegenseitig belobigt, um den falschen Eindruck zu erwecken, diese Meinungen entsprächen der Mehrheit.

Vielleicht will aber der eine oder andere von euch seine Duftmarke hinterlassen und denen seine ehrliche Meinung sagen.

Hier die eines Lesers, der sich nicht in die Irre führen lässt:

Johannes Maier | 23. November 2019 um 17:42
Zitat
Nun, es wurde bereits darauf hingewiesen, aber ich möchte das hier an dieser Stelle nochmals bekräftigen. Denn es ist wichtig: Wie Herr Ketterer bereits im Interview eindeutig hinwies, werden Meinungen, die sich nicht in den Mainstream 100% einfügen, in bereits vorgefertigte Schubladen gesteckt. Es ist eindeutig, wie es hier gezielt versucht wird, eine ehrliche, richtige und wichtige Meinung (und damit die vieler Demokraten), in die Verschwörungsecke zu schieben und an den rechten Rand zu drängen.

Die Art und Weise, wie das hier gerade geschieht, ist sehr bedenklich, denn es mittlerweile glasklar, dass hier mit aller Gewalt der gesteuerte Versuch unternommen wird, Kritiker des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu diskreditieren. Wenn das noch vom Rundfunkbeitrag finanziert wird, stellt das eine sehr ernstzunehmende und bedenkliche Entwicklung dar: Mit dem Zwangsbeitrag werden Leute finanziert, die Beitragsgegner mundtot zu machen versuchen.

Eine beschämende Entwicklung! Hat man aus der deutschen Geschichte nichts gelernt?


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« Letzte Änderung: 23. November 2019, 18:26 von René »

Offline unGEZahlt

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #4 am: 23. November 2019, 21:20 »
Leider gibt es auf http://www.planet-interview.de/interviews/rene-ketterer/51101/ nun bereits zu diesem Zeitpunkt schon zwei Meinungen, bei denen dieses Antworten-Zeichen fehlt.
Dort sind wohl die jeweiligen Kommentarantwort-Möglichkeiten wohl immer auf höchstens 5x begrenzt.

Aber ist vielleicht auch kein Problem. Diese besagten "Antworten", die ich mir nun nicht mehr vornehmen konnte, haben ja aber auch kein anständiges Niveau. Die sprechen bereits für sich.
( - "Tom" | 22. November 2019 um 21:21, "Ist das Ihr Ernst?..."
und
- "Tom" | 23. November 2019 um 19:48, "Mir wäre es nur lieber, wenn es Argumente wären..." )

Dann dürfte das Kommentieren da vielleicht auch bald zu Ende sein.
Ist vielleicht auch ganz gut. Wie sollen solche Leute da noch zur Vernunft gebracht werden, die fast nur so etwas abgeben à la: "Verschwörungsmumpitz...Unsinn...heimliche Fernsehgucker..." - und dann auch noch häufig unterstellen, dass das angeblich nur eine Parteipolitische (!) Angelegenheit wäre.

Vorher kannte ich planet-interview.de nicht. Bin aber auch enttäuscht.
Es sollte für jeden Interviewer eine Selbstverständlichkeit sein, die Fragen neutral und ohne Voreingenommenheit zu stellen.

Solche Frage-"Fakten" wie bspw. "Ausreichende Informationen...", "Öffentlich-rechtliche Quellen Vertrauenswürdiger als Videos..." hätte ich höchstens von jemanden wie Tom Buhrow erwartet.

Aber die guten Interview-Antworten haben zum Glück die schlechten Fragen wieder wettgemacht.
Die offensichtlich geplante Rundfunkbeitragswerbung ist für planet-interview dann doch nach hinten losgegangen.
Sie sollten sich da lieber Interviewpartner suchen, mit denen sie auch mithalten können.

Markus


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« Letzte Änderung: 23. November 2019, 21:28 von unGEZahlt »
Lebenslänglich für NICHTS? -> Nein Danke, ö.-r. R.!
Ist der Rundfunkbeitrag nun die Strafe für das Bedürfnis, ein Dach über den Kopf haben zu wollen?
Zwangsbeitragszahlung = Korruptionsunterstützung. Das zahle ich NICHT, schon allein aus Gewissensgründen.

Ulrich Wilhelm (sinngemäß auf der BVerfG-Toilette) : "Wenn sie ARDZDFDR nicht bezahlen können, dann sollen sie doch ihre Handys verkaufen!“

( Quelle: https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28135.msg177046.html#msg177046 )

Offline Bürger

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #5 am: 23. November 2019, 21:28 »
@unGEZahlt
Zur Ehrenrettung von planet-interview sei auf deren zahlreiche kritische Artikel/ Interviews/ Berichte von den ÖRR-Pressekonferenzen usw. verwiesen, die im Forum regelmäßig verlinkt wurden und werden - siehe bitte Forum-Suche - und die belegen, dass planet-interview mit noch ganz anderen Interview-Partnern "mithalten" kann.
Die Fragen als "voreingenommen" zu verstehen, greift da deutlich zu kurz.
Vielmehr sollte man diese Fragen genau so verstehen, wie sie ja nicht selten als Vorurteile der Befürworter des jetzigen Systems ggü. den Kritikern unterstellt werden.
Die Gelegenheit, sich dazu öffentlich mit einer Gegendarstellung zu positionieren, genau diese Gelegenheit hat planet-interview eröffnet. ARD-ZDF-GEZ stehen da weit ab.
planet-interview "schlechte Fragen" und "Werbung für den Rundfunkbeitrag" zu unterstellen ist - mit Verlaub (und vorsichtig ausgedrückt) - ungerechtfertigt.


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« Letzte Änderung: 23. November 2019, 21:35 von Bürger »
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Offline pjotre

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #6 am: 23. November 2019, 22:07 »
 @Bürger hat es gesagt, ja, Planet Interview hat
----------------------------------------------------------
auch meiner Meinung nach ein sehr schönes Echtbild unserer Arbet erfragt und die sehr sachlichen Antworten von René haben dies Echtbild geliefert. Sachliche Menschen der Technik sind keine Politsprech-Virtuosen und wollen es auch nicht sein und diese Authentizität ist etwas Schönes.

Ferner: Auch hier im eigenen Archiv ist Planet Interview eindeutig ausgewiesen als eine der wenigen Instanzen mit Gewicht in der Medienlandschaft, wo mehrfach die wunden Stellen des aktuellen Systems klargelegt wurden.

Beispiel: https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,22309
"Interview mit Heinrich Dück: Dann muss ich halt wieder ins Gefängnis"

Bleibt noch zum Kurzkommentar über dies Forum nachzutragen - siehe meinen Beitrag in diesem Thread - :


Würden ARD, ZDF,... auch nur annähernd leisten, was dies Forum im Sinn von deren (!) gesetzlichen Auftrag leistet,
--------------------------------------------------------------------------------
so wäre die Welt halbwegs heil. Denn dies Forum macht ja das Niveau, das bei ARD, ZDF,... offiziell gemacht werden sollte, aber nicht ist.
Das Einzigartige dieses Forums ist neben der gewaltigen laufenden Informationen-Aktualisierung die Moderation, nämlich besonders schwer, weil in einem sehr politischen Kontext. Beeindruckend ist ferner, wie eine große Zahl von Rechtslaien an Wissen und Bürger-Selbstbewusstsein gewinnt beim Streiten gegen einen in punktuelles Unrecht abgedrifteten Staat.

Würden ARD, ZDF,... mit bezahlten Mitarbeitern endlich ihrern Auftrag erfüllen, mehr als 20 000 Diskussionsplätze dieses Niveaus könnten dann mit nur 9 Euro monatlicher Rundfunkabgabe finanziert werden. - Ja, soeben überschlägig errechnet.
Ihre Verknüpfung als "Gruppen" zu einem virtuellen Ganzen inklusive Video-Plattform würde bewirken, dass Facebook und Twitter in Deutschland nahezu chancenlos wären und Youtube ein Gegengewicht hätte.

Diese Überschlagsrechnung zeigt, wie sehr ARD, ZDF,... versagen: Von alledem nichts, nada, rien de tout, nothing. Dinosaurier, dem Untergang geweiht. Hängen im schon einsetzenden Koma an den Schläuchen der Intensivstation der Politik, bis sie mangels Zuschauerzahl in mehrjährigem Ablauf untergehen werden. 


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« Letzte Änderung: 23. November 2019, 22:18 von pjotre »
"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
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Offline René

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #7 am: 23. November 2019, 23:02 »
pjotre, da hast du recht. Ich bin kein " Politsprech-Virtuose" und in Wahrheit, das will ich auch nicht sein. Ich war jedoch ungewollt und ohne es wirklich zu merken, eine gewisse Zeit dabei, mich wie einer dieser vielen unnützen Leute unserer Gesellschaft und Politik sprachlich zu "entwickeln". Das hat jedoch ein Unwohlgefühl in mir ausgelöst: Warum zum Geier muss ich mich auf das Niveau dieser gesellschaftlichen und politischen Nutznießer dieses Unrechtssystems begeben? Ja, ich war in deren sprachlichen Sog geraten.

Nun haben wir jedoch einen Vorteil gegenüber der vielen systemkonformen Scheintoten, die das selbstständige Denken nicht nur verlernt haben, sondern vielmehr an einer absoluten Denkatrophie leiden: Wir können selbst denken und das tun wir auch verdammt gut! Also Kommando zurück, um wieder selbst zu sein.

Ich weiß schon, dass dem Team wieder Schweißperlen am Gesicht heruntertröpfeln, wenn es vermutet, dass der Ketterer wieder mal an verbalen Entgleisungen leiden wird  >:D

Spaß beiseite, ich möchte allerdings wieder meine Meinung frei äußern können – ohne gesellschaftliche, politische und sonstige Zwänge. Irgendwann muss man sich in diesem Land wieder trauen, Diskussionen zu führen, ohne fürchten zu müssen, gleich in Schubladen gesteckt zu werden. Die heutige "politische Korrektheit" zerstört komplett unsere Diskussionskultur – da mache ich nicht mehr mit.

Genau das habe ich im Interview gemacht: Meine freie und ehrliche Meinung zu äußern – und das tut verdammt gut! Ich bleibe auch dabei und wünsche mir dasselbe von jedem in dieser Gesellschaft (von euch allen sowieso). Die öffentlich-rechtlichen Schreiblingen (siehe Interview-Kommentare) können sich die Finger wund tippen, ich werde ihretwegen keinen einzigen Nanometer davon abweichen.

Liebe Grüße
René


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« Letzte Änderung: 24. November 2019, 00:55 von Bürger »

Offline Nevrion

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #8 am: 23. November 2019, 23:02 »
@René
Ich denke, du hast viele wichtige Punkte angesprochen, aber mitunter auch Sachen gesagt, die dir einen gewissen Nutzungswillen unterstellen. Die Qualität der Sendungen sollte aber nicht unbedingt Bestandteil einer Argumentation sein, sondern eher die Tatsache, dass man unabhängig vom Nutzungswillen oder Empfangsgerät bezahlen soll, schlicht weil man nicht obdachlos ist.
Aber es würde jetzt hier zu weit führen das im einzelnen auszudiskutieren.


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« Letzte Änderung: 24. November 2019, 00:57 von Bürger »

Offline René

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #9 am: 24. November 2019, 20:07 »
Ich möchte nochmals auf die Kommentare inkl. deren Antworten hinweisen. Das ganze entwickelt eine schöne Dynamik durch den unermüdlichen Einsatz eines Herrn namens "Tom". Seine Hintergründe und Sprechart haben den einen oder anderen Kommentator zu glauben gebracht, es handele sich bei dieser Person in der Tat um einen Tom mit einem bekannten Nachnamen und einem sagenhaften Gehalt inkl. Pensionsansprüche.

Ich beteilige mich an diesen Mutmaßungen nicht, wenn ich auch die Leute verstehen kann. Seht ihr selbst: Was meint ihr?


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Offline pjotre

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #10 am: 24. November 2019, 21:15 »
Ich habe da nochmals nachgeschoben,
-----------------------------------------------------------
weil ich davon ausgehe, Feind liest mit bei PLANET INTERNET und koordiniert Manipulation.
Der nachstehende Text meines neuen Kommentars wiederholt ein paar Zeilen eine Kommentars von mir hier im Thread, aber erweitert und verändert. Darum habe ich trotz der Länge alles geliefert, hoffentlich finden die Moderatoren es nicht zu langatmig?

Es ist ja zugleich ein Resumé unserer zukünftigen Schlachten, nachdem eine davon bereits gerade gewonnen wird, aber da wollen wir noch ein paar Punkte abwarten und reden einstweilen darüber wenig bis gar nicht.

Zitat
Pedro Rosso | 24. November 2019 um 21:02   

Vorschlag: Diskussion zurück schalten zu: Pedro Rosso | 21. November 2019 um 19:42
====================================
„Das Forum gez-boykott.de rechnet zum Großartigsten, was Demokratie hervorbringen kann. Ein Raum der Gemeinsamkeit, wo niemand den anderen nach Parteibuch, Herkunft, Vermögen, Status fragt.“

Das Staatsfernsehen ARD, ZDF,… hat die folgenden Verstöße gegen Grundgesetz, EU-Charta, Menschenrechtskonvention:
======================================================

(1) Geringverdiener
—————————–
zahlen im statistischen Mittel das Doppelte pro Kopf von Reichen und das Dreifache von sehr Reichen. Der total absolute Schutz des Existenzminimums gegen jede Abgabe – Ausfluss der Menschenwürde Artikel 1 GG – wird vorsätzlich laufend in mehreren Millionen Fällen verletzt durch Niederwalzen des Widerstands dankt asymmeterischer Übermacht inklusive Eigentitulierung. Ein Politik- und Justizskandal seit 2013 bis 2019.

(2) Nichtzuschauer müssen zahlen.
——————————————
Unter den nicht mehr bei ihren Eltern wohnenden Personen im Alter bis 30 geht die Nichtzuschauerquote wohl gegen 100 %, im Bevölkerungsmittel rund 30 % Nichtzuschauer. Infolgedessen ist bisherige BVerfG-Rechtsprechung durch Wandlung der Rahmenbedingungen verfassungswidrig geworden und vom BVerfG zu revidieren, sobald es erstmals geeignet dem BVerfG schriftsätzlich mit Staatistiknachweis belegt wird.

(3) Bei der Betriebsstättenabgabe handelt es sich um verfassungswidrigen extremen Gleichheitsverstoß,
———————————————————–
nämlich um eine clever durch Blabla von „Staffelung“, „Betriebsstätten-Zahl“ gesetzgeberisch getarnte „Arbeitnehmer-Kopfsteuer“. Die Arbeitnehmer in Kleinbetrieben zahlen das 20-Fache von denen z.B. von VW (über die Arbeitgeber-Bilanz). Bisher hat noch kein Kläger mit geeigneter „Aktivlegitimation“ (also Kleinbetrieb) die Kosten und Bemühungen – Wert rund 20 000 Euro – bis zur Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht stemmen können. Das BVerfG hat hierüber also noch nie entschieden.
Motiv dürfte gewesen sein, die vorherige PC-Steuer als absurde Belastung ab 2013 durch eine etwa gleichhohe Belastung dieses Teiles der Melkkühe zu bewirken.

(4) Eine ins private gehende Härtefallprüfung – im Gesetz ja vorgesehen,
————————————————————————–
ist für nur rund 200 Euro unverhältnismäßig, also einstweilen fast immer unanwendbar. Es fehlt die Einrichtung einer schweigepflichtigen Prüfinstanz. So lange sie fehlt, ist bei jedem Härtefallantrag erst einmal auszusetzen – auch beim Verwaltungsgericht. Das Gesetz leider unter einer verfassungswidrigen Normen-Kollision. Wer hatte diesen insoweit fundamental fehlerhaften Text formuliert? Sicherlich nicht die es später abhnickenden Landes-Parlamentarier bundesweit.

(5) Der Beck’sche rechtswissenschaftliche rundfunkrechtliche Kommentar
———————————————————————————————
ist bezüglich der Rundfunkabgabe wohl durchweg von ARD-Juristen oder ARD-nahen Juristen verfasst, ist also Beklagtenvortrag. Richter dürfen darauf nicht zurückgreifen, tun sie aber. Was Richter stattdessen tun müssten, ist zu komplex für diesen Kommentarzweck, ergibt sich aber rechtssystemisch.
Wir haben also durch sogenannte „asymmetrische Machtbeziehung“ ein jahrelang verzerrtes (manipuliertes?) Rechtsergebnis? Auch dies wird zu komplex hier zum Kommentar.

Zurück zum Kern: Das Interview:
==============================
Es entspricht der idealen Form, Einblick zu geben in die vielen Facetten einer „Institution“, die gez-boykott.de geworden ist, und authentisch Zeugnis zu liefern, wie dies Phänomen entstehen konnte.
Die vielen kleinteiligen Kritiken usw. am Forum hier in Kommentaren, es ist in krtikfähigen Kreisen üblich, Derartiges nur mit Schweigen zu kommentieren, um es nicht noch aufzuwerten.

Würden ARD, ZDF,… auch nur annähernd leisten, was dies Forum im Sinn von deren (!) gesetzlichen Auftrag leistet,
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so wäre die Welt halbwegs heil. Denn dies Forum macht ja das Niveau, das bei ARD, ZDF,… offiziell gemacht werden sollte, aber nicht ist.
Das Einzigartige dieses Forums ist neben der gewaltigen laufenden Informationen-Aktualisierung die Moderation, nämlich besonders schwer, weil in einem sehr politischen Kontext. Beeindruckend ist ferner, wie eine große Zahl von Rechtslaien an Wissen und Bürger-Selbstbewusstsein gewinnt beim Streiten gegen einen in punktuelles Unrecht abgedrifteten Staat.

Nochmals, das ist etwas Großartiges, möglicherweise sogar „irgendwie Einmaliges“.

Würden ARD, ZDF,… mit bezahlten Mitarbeitern endlich ihren Auftrag erfüllen, mehr als 20 000 Diskussionsplätze dieses Niveaus im Netz könnten dann mit nur 9 Euro monatlicher Rundfunkabgabe finanziert werden. – Ja, soeben überschlägig errechnet.
Ihre Verknüpfung als „Gruppen“ zu einem virtuellen Ganzen inklusive Video-Plattform würde bewirken, dass Facebook und Twitter in Deutschland nahezu chancenlos wären und Youtube ein Gegengewicht hätte.

Diese Überschlagsrechnung zeigt, wie sehr ARD, ZDF,… versagen: Von alledem nichts, nada, rien de tout, nothing. Dinosaurier, dem Untergang geweiht. Hängen im schon einsetzenden Koma an den Schläuchen der Intensivstation der Politik, bis sie mangels Zuschauerzahl in mehrjährigem Ablauf untergehen werden. Schlicht und einfach, die Dauer-Vollzeitbeschäftigten dort sind ohne geeignete fachliche Kompetenz, die völlig andere Medienzukunft im Internet medientechnisch zu produzieren.

Derart veraltetetes Senionen-Ritual wie ARD, ZDF,… muss sterben nach den Gesetzen der Biologie für seine rund 50 Prozent „Noch-Zuschauer im Seniorenalter“ der Bevölkerung. Wir wünschen diesen allen sicherlich und aufrichtig ein möglichst langes Leben. Zeitliche Streckung des Endes hat als Nebeneffekt, dass die Pensionsverpflichtungen von ARD, ZDF,.. überwiegend nicht aus der Staatskasse gedeckelt werden müssen.


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« Letzte Änderung: 24. November 2019, 21:30 von pjotre »
"Glücklich das Land, das Rechtsstaatsverteidiger hat. Traurig das Land, das sie nötig hat."   (Pedro Rosso)
Deine Worte weht der Wind ins Nirvana des ewigen Vergessens. Willst du die Welt wandeln, so musst du handeln. Um Böses abzuschaffen, Paragrafen sind deine Waffen.

Offline René

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #11 am: 24. November 2019, 21:33 »
Danke! Dein Kommentar zeigt eindrucksvoll den Unterschied zwischen Unrechtssystem und uns. Er nimmt allen Toms des ÖRR's den Wind aus den Segeln - er überführt sie regelrecht.

Liebe Grüße

René


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Offline Spark

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Re: Interview: René Ketterer im Gespräch mit Planet Interview
« Antwort #12 am: 25. November 2019, 00:31 »
Zitat René:
Zitat
Spaß beiseite, ich möchte allerdings wieder meine Meinung frei äußern können – ohne gesellschaftliche, politische und sonstige Zwänge. Irgendwann muss man sich in diesem Land wieder trauen, Diskussionen zu führen, ohne fürchten zu müssen, gleich in Schubladen gesteckt zu werden. Die heutige "politische Korrektheit" zerstört komplett unsere Diskussionskultur – da mache ich nicht mehr mit.

Wer sich unseres Grundgesetzes und der essentiellen Bedeutung des Artikel 5 für eine Demokratie bewußt ist, der kann und sollte seine Meinung frei und erhobenen Hauptes äußern, auch entgegen aller Widrigkeiten.

Wer zaudert und sich einschüchtern läßt, der wählt den Weg des geringsten Widerstands. Freies und selbstständiges Denken bleibt dabei unausweichlich auf der Strecke. Aber viel schlimmer wiegt die Gefahr einer unbewußten und auch eigentlich ungewollten Abkehr von demokratischen Grundprinzipien.

Wer versucht, Andersdenkende zu diskreditieren und in bestimmte Ecken zu drängen, der läuft Gefahr, sich von den demokratischen Grundprinzipien abzuwenden. Es liegt in der Natur des Menschen dieser Versuchung in emotionalen Augenblicken zu erliegen. Rationales und eigenständiges Denken können dieser Versuchung aber immer noch entgegen wirken.

Wer aber bewußt und auch gewollt versucht Andersdenkende zu diskreditieren und in bestimmte Schubladen zu stecken, der hat sich bereits von unseren demokratischen Prinzipien abgewendet.

Wer sich von seinen Ängsten leiten läßt, der läuft Gefahr, seine Individualität zu verlieren und irgendwann als Marionette der Mächtigen zu enden.
Angst ist wohl das mächtigste Werkzeug der Herrschenden. Aber Angst kann überwunden werden. Die Kraft dazu liegt in jedem Einzelnen, das kann einem keiner abnehmen. Aber ist sie erst einmal überwunden, erwachsen daraus Energien und Möglichkeiten, an die man zuvor nicht im Traum gedacht hätte.

Danke an René für dieses Interview.


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"Wenn so eine Welle des Aufruhrs durch das Land geht, wenn "es in der Luft liegt", wenn viele mitmachen, dann kann in einer letzten, gewaltigen Anstrengung dieses System abgeschüttelt werden."
(II. Flugblatt der Weißen Rose)

"Fear. It's the oldest tool of power. If you're distracted by fear of those around you, it keeps you from seeing the actions of those above."
(Mulder)

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