Autor Thema: Radio Bremen: „Es ging schlicht um Sein oder nicht Sein“  (Gelesen 127 mal)

Offline ChrisLPZ

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Medienpolitik.net, 05.11.2018

Radio Bremen strukturiert seine Produktions- und Dienstleistungen neu
„Es ging schlicht um Sein oder nicht Sein“

Radio Bremen ordnet sein Produktionsgeschäft neu und gibt bei der Produktion von Sendungen wie „buten un binnen“, „3nach9“ und dem „Tatort“ die Zusammenarbeit mit der Bavaria Film GmbH auf. Die beiden bisherigen Partner haben zwölf Jahre lang die Bremedia betrieben und dafür das technische Personal von Radio Bremen eingesetzt. Der Sender will die 49 Prozent der Bavaria-Anteile übernehmen. Die Bremedia wird dadurch zur hundertprozentigen Tochter. Die Radio Bremen Media GmbH, zuständig für die Vermarktung der Werbezeiten im Hörfunk des Senders, wird aufgelöst. Das Werbegeschäft der GmbH bekommt die Bremedia. Die Übernahme der Bavaria-Anteile soll bis Ende des Jahres vollzogen und die Umstrukturierung der Radio Bremen-Gruppe bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Wie Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen, in einem medienpolitik.net-Interview betont, bedeutet die Trennung von der Bavaria nicht, dass die Outsourcing-Strategie der ARD gescheitert ist: „Im Gegenteil: Würden alle Landesrundfunkanstalten ihre Produktionsbetriebe in marktnahen Töchtern wie der Bremedia organisieren, mit eigenständigen Tarifverträgen und einem höheren Innovations- und Veränderungsdruck ausgesetzt, dann würde dies zu erheblichen Einsparungen im Gesamtsystem führen. Aus grundsätzlichen Erwägungen ist dies für andere Landesrundfunkanstalten gegenwärtig jedoch kein Weg.“

Interview mit Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen

Zitat
medienpolitik.net: Herr Metzger, Sie wollen an der Bremedia, eine gemeinsame Tochterfirma mit der Bavaria, 100 Prozent übernehmen und sich von der Bavaria trennen. Warum?

Metzger: Der Hintergrund ist, dass Radio Bremen seine Tochter-Unternehmen neu ordnet: Künftig sollen neben den Produktions- auch weitere Dienstleistungen für Radio Bremen bei der Bremedia Produktion GmbH zusammengefasst werden. Die Ziele dieser Veränderung sind eine Vereinfachung der Unternehmensstruktur von Radio Bremen und eine entsprechende Minderung des damit verbundenen Aufwandes, eine möglichst sinnvolle Arbeitsteilung zwischen der Muttergesellschaft und den Töchtern und in diesem Zuge auch die Neuaufstellung der Kommunikationsabteilung von Radio Bremen, die sich zurzeit noch teilweise in der Tochter Radio Bremen Media befindet.
[…]

medienpolitik.net: Eine Erwartung war, durch diese Konstruktion vermehrt Drittgeschäfte abschließen zu können, um die Produktionskapazitäten besser auszulasten. Warum hat das nicht funktioniert?

Metzger: Nach der Gründung der gemeinsamen Firma ist über mehrere Jahre hinweg durch die Bavaria zusätzliches Drittgeschäft aus ganz Deutschland nach Bremen geflossen. Die ungeplanten und für die Bremedia damals gravierenden Kostensteigerungen beim Projekt „Nils Holgersson“, einem ambitionierten Märchenfilm, im Jahr 2011 haben uns jedoch gezeigt, dass Projekte in einer solchen Größenordnung für ein kleines Haus wie Radio Bremen / Bremedia zu riskant sind.
[…]

medienpolitik.net: Welche Rolle spielte bei Ihrer Entscheidung der gewachsene Spardruck auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

Metzger: Für Radio Bremen als kleinste und damit finanziell schwächste Landesrundfunkanstalt ist Spardruck nichts Neues. Seit der Halbierung des ARD-internen Finanzausgleichs ab 1999 hat der Sender nicht nur Programm abgebaut, sondern permanent auch seine Strukturen und seine Arbeitsweise optimiert – um am langen Ende noch möglichst viel Programm für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler im Lande Bremen herstellen zu können.
Die gegenwärtige Spar-Diskussion um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist für uns dennoch nicht einfach eine Sparrunde mehr: Durch die tiefgreifenden Strukturreformen […]

Weiterlesen auf:
http://www.medienpolitik.net/2018/11/medienpolitikes-ging-schlicht-um-sein-oder-nicht-sein/




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« Letzte Änderung: 07. Dezember 2018, 13:34 von Bürger »

Offline maikl_nait

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Re: Radio Bremen: „Es ging schlicht um Sein oder nicht Sein“
« Antwort #1 am: 07. Dezember 2018, 15:30 »
Versucht der Frosch sich da an den Füßen der eigenen Zeitungsente aus seinem Fake-News-Sumpf zu erheben?
Die Strukturen, mit denen hier wie dort Beitragsgelder "privatisiert" werden, gereichen jedem organisierten Verbrechen zum Vorbild.

Sein oder Nichtsein? -- Metzger, walte Deines Namens: Der Gaul auf dem Du reitest, ist schon lange tot!

MfG
Michael


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« Letzte Änderung: 07. Dezember 2018, 15:44 von Bürger »
- "Überflüssige Gesetze tun den notwendigen an ihrer Wirkung Abbruch." - Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu
- qui custodiet custodes opinionis?
- Leibeigener mit Empfangsmöglichkeit, sogen. "Schwarzseher", "Lügner", "einsamer Querulant", "Reichsbürger", widerstandshalber günstig abzugeben
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