Autor Thema: „Wir brauchen ein europäisches Youtube“ – der Plan des ARD-Chefs  (Gelesen 1082 mal)

Offline Uwe

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„Wir brauchen ein europäisches Youtube“ – der Plan des ARD-Chefs

Quelle: Handelsblatt 23.09.2018

Zitat
Der ARD-Chef will eine europäische Plattform von Sendern, Verlagen und Institutionen als Gegengewicht zu den US-Größen schaffen. Sein Vorbild: Airbus.

„Es geht nicht darum, die amerikanische Präsenz auszuschalten. Das wäre auch gar nicht leistbar. Es geht darum, eine weitere Option am Markt zu schaffen“, betont Wilhelm. Für den Prototyp einer europäischen Plattform veranschlagt der Intendant des Bayerischen Rundfunks rund 50 Millionen Euro. Rundfunkgebühren sollen in das Vorhaben nicht fließen.

weiterlesen auf:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/interview-mit-ulrich-wilhelm-wir-brauchen-ein-europaeisches-youtube-der-plan-des-ard-chefs/23097500.html


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Offline skipper

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ARD und Qualitätsinhalt, unlösbarer Widerspruch!

Es ist doch höchst interessant zu verfolgen, wie sie merken, dass ihre Lügen die Wirkungen verlieren, und nun versuchen sie im Eiltempo das verlorene Meinungsmonopol zurück zu gewinnen.

Ihr Parlamentarismus kann nur funktionieren, wenn die Meinungsbildung gelenkt bleibt...


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 20:50 von Bürger »

Offline MichaelEngel

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Was meint Ulrich Wilhelm (CSU) mit "wir"?
Man soll immer vorsichtig sein, wenn man "wir" aus dem Mund von Politikern hört.


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 20:50 von Bürger »

Offline Spark

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Zitat
„...Es geht darum, eine weitere Option am Markt zu schaffen“, betont Wilhelm. Für den Prototyp einer europäischen Plattform veranschlagt der Intendant des Bayerischen Rundfunks rund 50 Millionen Euro. Rundfunkgebühren sollen in das Vorhaben nicht fließen.
An Herrn Wilhelm ist echt ein Komiker verloren gegangen.

Er will eine weitere Option am Markt schaffen, in einem Bereich für den er gar nicht zuständig ist. Aber höchstwahrscheinlich hat er einfach nur vergessen, für welche Branche er arbeitet.
Zur Erinnerung Herr Wilhelm: Ihre Branche ist primär für Rundfunk zuständig.

Ein weiterer guter Gag:
Zitat
Rundfunkgebühren sollen in das Vorhaben nicht fließen.
Logisch, wie kann etwas in ein Vorhaben fließen, das es schon lange nicht mehr gibt?
Und Herr Wilhelm, bitte sprechen Sie doch für sich selbst, wenn Sie etwas unbedingt wollen, oder aber definieren Sie den Begriff "Wir" etwas präziser. Danke!


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 20:51 von Bürger »
"Wenn so eine Welle des Aufruhrs durch das Land geht, wenn "es in der Luft liegt", wenn viele mitmachen, dann kann in einer letzten, gewaltigen Anstrengung dieses System abgeschüttelt werden."
(II. Flugblatt der Weißen Rose)

"Fear. It's the oldest tool of power. If you're distracted by fear of those around you, it keeps you from seeing the actions of those above."
(Mulder)

Offline observer

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Zitat von: handelsblatt.de
Sie waren auch im Bundeskanzleramt in Berlin. Wie groß ist dort die Begeisterung?
Ich will die Gespräche nicht wiedergeben. Ich habe Anregungen vorgetragen sowie Einschätzungen wichtiger Akteure im Markt und in der Gesellschaft. Die Reaktionen stimmen mich zuversichtlich, dass die Idee ausgelotet werden könnte.

Da war er hoffentlich als Privatperson.
Einem Intendanten steht eine politische Agenda und Lobbyarbeit nicht zu.
Herr Wilhelm mag YouTube nicht.
Es wäre nur konsequent würde die ARD ihre Bemühungen auf YouTube einstellen.


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 20:51 von Bürger »
Ich konsumiere nicht, ergo bezahle ich auch nicht. --> seit 2008 rundfunklos glücklich und noch nie bezahlt.

Offline Bürger

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Da ist er (wieder), der "staatsferne Drehtüreffekt":

Zitat von: handelsblatt.de
Sie waren auch im Bundeskanzleramt in Berlin. Wie groß ist dort die Begeisterung?
Ich will die Gespräche nicht wiedergeben. Ich habe Anregungen vorgetragen sowie Einschätzungen wichtiger Akteure im Markt und in der Gesellschaft. Die Reaktionen stimmen mich zuversichtlich, dass die Idee ausgelotet werden könnte.

"Seilschaften-Rädelsführer" Wilhelm hat sich nun also in seiner Position als "vom Pressesprecher des Bundeskanzleramts direkt zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk" gewechselter "Intendant" nun wieder an seine "Seilschaften-Kompagnons" seines früheren Bundeskanzleramts-Pressesprecher-Arbeitgebers gewandt...

...um genau was zu tun/ zu betreiben?

Genau:
staatsnahen Seilschaften-Besitzstandswahrungs-und-Ausweitungs-Lobbyismus


Ulrich Wilhelm (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Wilhelm
Zitat
Ulrich Wilhelm (* 8. Juli 1961 in München)[1] ist ein deutscher Jurist und Journalist.
Seit dem 1. Februar 2011 ist Wilhelm Intendant des Bayerischen Rundfunks. [...]
Von 2005 bis 2010 war Wilhelm Chef des Bundespresseamts und Regierungssprecher der Bundesregierung für das Kabinett Merkel I und Merkel II.[3] [...]


Drehtür-Effekt - Politik/Wirtschaft (wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Dreht%C3%BCr-Effekt#Politik/Wirtschaft
Zitat
Hier wird der Begriff dazu verwendet, um kritisch Wechsel zwischen Politik und Wirtschaft zu beschreiben, die auch mehrfach erfolgen und im Fall von Lobbyismus gezielt genutzt und/oder herbeigeführt werden können. In diesem Fall zielt das Bild weniger auf den Wechsel hin und zurück denn auf die Eigenschaft von Drehtüren ab, kreisförmig bzw. „drehend“ zwei verschiedene Bereiche zu verbinden. Das kann auch schnell, als „fliegender“ Wechsel, erfolgen. Kritisiert werden bei insbesondere schnellem oder wiederholtem Wechsel zwischen Politik/Ministerien und Wirtschaft einerseits auftretende Interessenkonflikte, im Rahmen des Lobbyismus wird aber auch gezielter Missbrauch bzw. das konkrete Ziel beschrieben, die Gesetzgebung zu beeinflussen. Dies erfolge durch

- Nutzung erworbener, mitunter gezielt herbeigeführter, auch freundschaftlicher Kontakte
- Sicherung von Insiderwissen
- Anreize in Form von Inaussichtstellung attraktiver Jobs in Führungspositionen der Unternehmen,
- Arbeits- und Zeitersparnis in Form vorgefertigter, juristisch geprüfter, Gesetzesvorlagen

[...]

All das dürfte zutreffend sein...
...insofern "lupenreiner" Drehtür-Lobbyismus, wenn man so will ::)


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 21:12 von Bürger »

Online PersonX

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Es wird egal sein, welchen Namen es haben wird, denn ohne Nutzer, welche das am Ende nutzen wollen wird das nichts. Der Vorschlagende denkt zu kurz, wenn er glaubt, dass eine Kopie von etwas Erfolgreichen ebenfalls Erfolg haben wird, insbesondere dann wenn die Reichweite nicht stimmt. Wenn das anders wäre, dann gäbe es ein solches Angebot bereits. Warum nochmal ist youtube erfolgreich? Leicht zu finden, leicht zu nutzen. Große Anzahl aktiver Nutzer. Warum sollten die wechseln? Warum sollten die Inhalte Anbieter Ihr Zeug zusätzlich auf einer neuen unbekannten Plattform einstellen? Welchen Vorteil soll das haben?

Wie dem auch sei, etwas wie youtube lebt vom Inhalt der dort eingestellt und gefunden wird. Jede neue Plattform muss um Erfolg gegenüber bestehenden zu haben einen so großen Vorteil bieten, dass die Nutzer wechseln und zwar freiwillig. Die Herren haben dafür sicherlich eine Lösung.


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 21:38 von DumbTV »
Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline Bürger

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Es dürfte Lobbyisten aber egal sein, ob das Ergebnis einen (tatsächlichen/messbaren) "Erfolg" oder "Nutzer" hat, solange nur irgendwelche ("nutzungsunabhängigen") Geldquellen durch die Politik/ Gesetzgebung erschlossen werden können.

Dass hier - vorgeblich - nicht auf die Rundfunkabgabe abgezielt wird, ist nur ein schwacher Trost.

Und schließlich wird Wilhelm nicht dafür bezahlt, Lobby-Aufgaben jenseits seines mit seiner Bezahlung durch die zweckgebundene "Rundfunk-Finanzierung" abgedeckten "Rundfunk-Auftrags" wahrzunehmen.

Wenn das, was ihm vorschwebt, zum Rundfunk-Auftrag gehört, dann müssten dafür in Konsequenz auch Mittel aus der Rundfunk-Finanzierung verwendet werden.
Wenn nicht, dann gehört es nicht zu seinem Auftragsgebiet.

lobbycontrol - wo bleibst Du...? ???
https://www.lobbycontrol.de/
Zitat
LobbyControl - Aktiv für Transparenz und Demokratie
LobbyControl ist ein gemeinnütziger Verein, der über Lobbyismus und Machtstrukturen in Deutschland und der EU aufklärt. Wir setzen uns ein für Transparenz, demokratische Kontrolle und klare Schranken der Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit.

bzw. wer hat Gelegenheit, lobbycontrol (und auch das Handelsblatt) über diese Misstände zu unterrichten?


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 21:24 von Bürger »

Offline linkER

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Zitat von: handelsblatt.de
Sie waren auch im Bundeskanzleramt in Berlin. Wie groß ist dort die Begeisterung?
Ich will die Gespräche nicht wiedergeben. Ich habe Anregungen vorgetragen sowie Einschätzungen wichtiger Akteure im Markt und in der Gesellschaft. Die Reaktionen stimmen mich zuversichtlich, dass die Idee ausgelotet werden könnte.

Warum war Herr Wilhelm eigentlich im Bundeskanzleramt?
Sind für den örR nicht mehr die Bundesländer zuständig?


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Offline NichtzahlerKa

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Mich stören gleich drei Dinge an der ganzen Aktion ganz massiv:
Erstens sein Selbstbild:
Zitat
Ich habe Anregungen vorgetragen sowie Einschätzungen wichtiger Akteure im Markt und in der Gesellschaft.
Was sind wichtige Akteure der Gesellschaft? Ich dachte in unserer "Gesellschaft" wären alle Menschen gleichberechtigt. Die Akteure waren natürlich "ÖR und angeschlossene Verbandsvorstände". Gerade bei denen ist das Verhältnis aus "wichtig sein" zu "wichtig nehmen" absurd klein.

Zweitens natürlich die wie so oft schon vermisste Staatsferne und Aufgabentreue.
Drittens: Diese typisch politische und Zwangsfunk-"Bewirf-das-Problem-mit-dem-Geld-der-kleinen-Leute-Mentalität". "Mehr Angebote am Markt" bekommt man auch einfach und kostenlos durch ein zeitgemäßes Kartellrecht (Und das sogar in allen Bereichen). Aber dafür müsste man ja was von Wirtschaft verstehen und einen Stift bedienen können...


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Re: „Wir brauchen ein europäisches Youtube“ – der Plan des ARD-Chefs
« Antwort #10 am: 24. September 2018, 17:21 »
Warum war Herr Wilhelm eigentlich im Bundeskanzleramt?
Sind für den örR nicht mehr die Bundesländer zuständig?
Weil er dort im Bundeskanzleramt aufgrund seiner früheren langjährigen
Tätigkeit als dessen Pressesprecher seine Lobby-Kontakte hat...? ;)

Stellt sich auch die Frage, ob er überhaupt einen Lobby-Ausweis hat oder braucht...
...achso, er wendet sich ja nicht an den Bundestag, sondern gleich ans Bundeskanzleramt.
Vielleicht hat er dort lebenslanges Zugangsrecht oder oder oder...

"Lobbyausweis"
https://www.google.de/search?q=lobbyausweis

...mal die öffentliche Liste nach "Rundfunk" durchstöbern ;)
https://www.bundestag.de/parlament/lobbyliste
Aktuelle Fassung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern (PDF, 891 Seiten, ~7,5MB)
https://www.bundestag.de/blob/189476/4e8ced832ae5f76ec0243c19e1a6b110/lobbylisteaktuell-data.pdf

"ARD" findet sich da erst mal nicht - wenn auch mglw. mittelbar über den einen oder anderen sonstigen Verein oder via Gewerkschaften wie verdi u.a.

Weiteres dazu wären dann Stoff für einen gut aufbereiteten eigenständigen Thread mit aussagekräftigem Thread-Betreff.


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« Letzte Änderung: 24. September 2018, 17:31 von Bürger »

Offline NichtzahlerKa

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Re: „Wir brauchen ein europäisches Youtube“ – der Plan des ARD-Chefs
« Antwort #11 am: 24. September 2018, 18:00 »
Stellt sich auch die Frage, ob er überhaupt einen Lobby-Ausweis hat oder braucht...
Da hat sich der Gesetzgeber natürlich abgesichert:
Zitat
Wer wird in die Liste aufgenommen?
[...]
Nicht registriert werden Anstalten, Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts und deren Dachorganisationen sowie Organisationen, deren Interessenvertretung bereits auf überregionaler Basis erfolgt.
Also alles was selbstverständlich täglich freien Eintritt genießt ;)


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Offline cook

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Re: „Wir brauchen ein europäisches Youtube“ – der Plan des ARD-Chefs
« Antwort #12 am: 24. September 2018, 19:08 »
Warum war Herr Wilhelm eigentlich im Bundeskanzleramt?
Sind für den örR nicht mehr die Bundesländer zuständig?

Bundesländer - Bundesblender. Ist doch alles eine Soße.

Nein, er war wie jede Woche dort, um die Linie der ARD-Berichterstattung mit dem Kanzleramtschef durchzusprechen. Bei dieser Gelegenheit hat er seine kühne Idee vorgestellt und dann auch gleich vorgeschlagen, es eine "europäische" Plattform zu nennen, damit nicht jeder gleich merkt, dass es Bundesrundfunk werden soll.  |-


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Re: „Wir brauchen ein europäisches Youtube“ – der Plan des ARD-Chefs
« Antwort #13 am: 24. September 2018, 19:34 »
Nein, er war wie jede Woche dort, um die Linie der ARD-Berichterstattung mit dem Kanzleramtschef durchzusprechen.
Das wäre in der Tat nicht undenkbar... wenn auch es wahrscheinlich vehement abgestritten werden würde.

Um das mal in Erfahrung zu bringen wäre ggf. mal eine parlamentarische Anfrage denkbar zu
- Häufigkeit
- Dauer
- Gesprächspartnern und
- Gesprächsgegenständen
zwischen ARD, deren Anstalten, dem Bundeskanzleramt sowie ggf. weiteren Ämtern ;)

Aber auch hier:
Weiteres dazu wären dann Stoff für einen gut aufbereiteten eigenständigen Thread mit aussagekräftigem Thread-Betreff.


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Re: „Wir brauchen ein europäisches Youtube“ – der Plan des ARD-Chefs
« Antwort #14 am: 26. September 2018, 17:53 »

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/handelsblatt.png

Handelsblatt        24.09.2018

Kommentar von Thomas Tuma
Ein „europäisches Youtube“ ist nichts weiter als eine Illusion

Politiker und Rundfunkbosse fordern immer wieder ein europäisches Youtube oder Netflix. Die Diskussion zeigt, wie weit zurück wir wirklich sind.
Zitat
Die ARD hat viele Probleme: Macher und Publikum dämmern Hand in Hand Richtung Rentenalter. Überbordende Bürokratie ist in den Anstalten (so nennen sie sich ja auch selbst) lebendig wie eh und je. Der Parteienproporz in den Führungsgremien ist niemandem mehr erklärbar, aber mancherorts das dynamischste Gestaltungsprinzip. Und die Akzeptanz in der Bevölkerung lässt nicht nur wegen immer wieder aufflackernder Gebühren-Debatten zu wünschen übrig.
Zitat
Wilhelm stellt sich einen „runden Tisch“ vor, an dem alle irgendwie infrage kommenden Akteure „unter Moderation der Politik“ säßen. Das ist so ziemlich der allerletzte Weg, der Erfolg verspricht in einer Republik, die allein zum Thema Digitalisierung längst vollgemüllt ist mit Gremien, runden Tischen, Konferenzen und Gipfeltreffen – aber nicht vorankommt.
Zitat
Und Netflix verdient sich sein Geld selbst. Für einen wie Wilhelm muss das hart sein, bleibt aber leider Realität, wenngleich der Mann mit seinem Irrlichtern nicht allein ist: Emmanuel Macron zum Beispiel wünscht sich ein „europäisches Netflix“.
Weiterlesen auf :
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-ein-europaeisches-youtube-ist-nichts-weiter-als-eine-illusion/23104906.html



Siehe auch :
ARD-Plan eines „europäischen Youtube“ spaltet die Medienbranche
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=28840.0


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« Letzte Änderung: 19. Oktober 2018, 22:57 von DumbTV »

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