Autor Thema: Weniger Rundfunkbeitrag? Der „große Tag“ der Heuchelei ist gekommen  (Gelesen 1650 mal)

Offline ChrisLPZ

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Finanzmarktwelt, 07.05.2018

Weniger Rundfunkbeitrag? Der „große Tag“ der Heuchelei ist gekommen – alle Meldedaten an ARD & ZDF


Zitat
Der „große Tag“ ist gekommen für „mehr Gerechtigkeit“ rund um den Rundfunkbeitrag, wie es ARD & ZDF offiziell verkündet haben. Wer zum jetzigen Zeitpunkt bei seinem örtlichen Melderegister mit einer Wohnanschrift gemeldet ist, und bislang noch keinen Rundfunkbeitrag gezahlt hat, wird in den nächsten Tagen oder Wochen eine Zahlungsaufforderung erhalten – und das nicht für die die Zukunft, sondern möglicherweise auch für die Vergangenheit – denn im Melderegister steht ja auch, seit wann man bei seiner derzeitigen Anschrift gemeldet ist.

Es kann also verdammt teuer werden. Angemeldete Monate X 17,50 Euro, da kann was zusammen kommen! Wir berichteten bereits im März über diese außergewöhnliche Maßnahme, dass alle Meldedaten an die Öffentlich Rechtlichen übermittelt werden. Eigentlich betonen ARD & ZDF ja stets ihre Staatsferne – man sei unabhängig von staatlichen Institutionen und staatlicher Einflussnahme. Aber wenn es ums Geld geht, dann bedient man sich nur allzu gerne einem exklusiven Zugang zu allen staatlichen Daten. […]

Mehr als pikant: Neben Daten wie Einzugsdatum und Namen übermitteln die Ämter auch Daten wie Doktorgrad, Familienstand und Geburtsdatum an die Öffentlich Rechtlichen Rundfunkanstalten. Frage: Wozu sind diese Daten notwendig in diesem Fall? Da die Datenmenge kolossal groß ist, wird mit der Übertragung heute gestartet, und es kann bis Juli dauern, bis alles übertragen wurde. Also, man kann nur darauf hinweisen: Bald sind Sie, sollten sie bislang nicht zahlen, voll auf dem Schirm der Rundfunkanstalten! Hier im Wortlaut aus der offiziellen Veröffentlichung: […]

Man brauche mehr Geld, mehr Geld, mehr Geld!

Weiterlesen auf:
https://finanzmarktwelt.de/weniger-rundfunkbeitrag-der-grosse-tag-der-heuchelei-ist-gekommen-alle-meldedaten-an-ard-zdf-89416/


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Tereza

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Jagdsaison eröffnet:
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article176181337/GEZ-Nachfolger-Beitragsservice-macht-mit-Meldedaten-Jagd-auf-Schwarzseher.html#Comments
Zitat
Webwelt & Technik GEZ-Nachfolger
Beitragsservice macht mit Meldedaten Jagd auf Schwarzseher
Stand: 08.05.2018 16:40 Uhr
Von Przemyslaw Szymanski

... So steht es im Gesetz. Damit kein Nichtzahler durch das Raster rutscht, haben die Bundesländer für 2018 einen Meldedatenabgleich gesetzlich vereinbart.
Das bedeutet: Die Einwohnermeldeämter geben am 6. Mai 2018 ihren Datenbestand an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio weiter.
...
Dem Beitragsservice stehen die Daten, die er im Rahmen des ersten Datenabgleichs im März 2013 von den Einwohnermeldeämtern übermittelt bekam, nicht mehr zur Verfügung. Das Gesetz schreibt nämlich vor, dass die Gemeinschaftseinrichtung die im Rahmen des Abgleichs erhaltenen Daten spätestens nach zwölf Monaten löschen muss.
...
Tja,

Bis Ende 2012 gehörte "Mut" dazu, keine GEZ zu zahlen - OBWOHL man Radio- und TV der ÖR nutzte.

Heute (seit Anfang 2013) gehört jede Menge Mut dazu, keinen "Beitrag" zu zahlen - WEIL man Radio- und TV der ÖR NICHT nutzt.



Edit "Bürger":
Zum besseren Verständnis/ zur besseren Erfassbarkeit Formatierung angepasst.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 01:07 von Bürger »

Offline tokiomotel

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Dieses obskure Resümee finde ich etwas durch den Wind, um nicht zu sagen völlig daneben.
Nichtzahlende Nutzer sind also wie durch ein Wunder ab 2013 zu nichtzahlenden Nichtnutzern konvertiert.
Diese plötzlich auferlegte Enthaltsamkeit ist natürlich absolut bewundernswert, obwohl ich nicht so recht an dieses Märchen glauben mag.
Da gehört schon eine Menge Mut dazu.


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« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 01:05 von Bürger »
Schrei nach Gerechtigkeit

Tereza

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@tokiomotel
Zitat
Nichtzahlende Nutzer sind also wie durch ein Wunder ab 2013 zu nichtzahlenden Nichtnutzern konvertiert.

Auf diese "Schlussfolgerung" muss man erst mal kommen ;-)
"man" bis 2012 ist doch nicht identisch mit "man" heute.
Es ging mir um die "Veranschaulichung" der Tatsache, dass heute Nichtzahlung bei Nichtnutzung strenger verfolgt wird
- siehe aktuelles Bsp. hier: http://www.taz.de/Archiv-Suche/!5501422&s=&SuchRahmen=Print/
als bis 2012 all diejenigen, die tatsächliche Schwarzseher waren.
Oder gab es da Zwangsvollstreckungen einschließlich Verhaftung bei Nichtabgabe der Vermögensauskunft?


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« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 01:48 von Bürger »

Offline ope23

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Da hat Tereza ihren Post extra typographisch schön gestaltet mit einer Gliederung in zwei Absätzen, und trotzdem will einer eskalieren...
Dieses obskure Resümee finde ich etwas durch den Wind, um nicht zu sagen völlig daneben.
Nichtzahlende Nutzer sind also wie durch ein Wunder ab 2013 zu nichtzahlenden Nichtnutzern konvertiert.
Diese plötzlich auferlegte Enthaltsamkeit ist natürlich absolut bewundernswert, obwohl ich nicht so recht an dieses Märchen glauben mag.
Da gehört schon eine Menge Mut dazu..
Dieses obskure Resümee finde ich etwas durch den Wind, um nicht zu sagen: völlig daneben.


Edit "Bürger" - Hinweis:
Der Original-Kommentar von "Tereza" wurde zum besseren Verständnis/ zur besseren Erfassbarkeit nachträglich angepasst.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 01:08 von Bürger »

Offline jasonbourne

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Früher hat man "Schwarzseher" verfolgt, also geschaut ob es Geräte gibt - wobei das schon extrem schwammig war, weil einfach jedes moderne Elektro-Gerät als Rundfunkgerät definiert wurde - mittels der Methode "wir stellen eine Mediathek ins Web und dann ist jedes Gerät im Web ein Rundfunkgerät".

Nachdem dann per Definition also jeder Haushalt ein "Gerät" hatte (ja ja, Döner macht schöner) hat man einfach gesagt:
Es hat sowieso jeder ein Gerät, also zahlen einfach alle.
Jeder hat auch Wohnung, guckst du, zack:
Zahlst du einfach für Wohnung, kriegen wir mehr Geld und ist einfacher, weil jede Wohnung hat Adresse, kann man einfach Brief und Bescheid schicken.

Jetzt verfolgt man also einfach Menschen mit Wohnung - ob die nutzen oder nicht.

Eine in der Folge bestechende Logik:
Erst ist jedes Gerät ein Rundfunkgerät, dann hat jeder ein Gerät - also hat jeder Haushalt ein Gerät, folglich kann man einfach jeden Haushalt abkassieren.
Das ist wohl "Ich mach' mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt...".

Ich wünschte ich wäre auch ÖRR - ich würde euch alle Knechten!

Heute schon abGEZockt?


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« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 13:22 von Bürger »

Offline tokiomotel

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Auf diese "Schlussfolgerung" muss man erst mal kommen ;-)
"man" bis 2012 ist doch nicht identisch mit "man" heute.
Sorry, aber das hatte sich als Reaktion auf deine "Schlussfolgerung" geradezu aufgedrängt. Das "man" von heute nichts mit dem "man" von vor 2013 zu tun hat, möchte ich in vielen Fällen doch sehr bezweifeln. Vielmehr fühlten sich doch wohl viele nichtzahlende Nutzer ab 2013 beim Nassauern ertappt und erklärten sich wie als Trotzreaktion eines kleinen Kindes zu nichtzahlenden Nichtnutzern.
Nach einer Phase von schweigendem Aussitzen, erfolglosem Ausweichen und lästigen Zahlungsaufforderungen sind dann früher oder später einstige GEZ-Fälle in einem "Hilfe" suchenden Forum gestrandet. Deren einstige Zahlungsmoral bei Nutzung lässt sich heite nur noch erahnen, leider...
Dieses Pochen auf Nichtnutzung führt zu nichts und ist der falsche Weg, weil es eh keiner ernsthaft glaubhaft machen kann. Sei es vor 2012 oder ab 2013.
@ope23
Wenn eine nicht genehme Meinung gleich als Eskalation bezeichnet wird, na dann weiß ich nicht so recht.


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« Letzte Änderung: 10. Mai 2018, 18:59 von Bürger »
Schrei nach Gerechtigkeit

Offline pinguin

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@tokiomotel

Dir kommt es nicht in den Sinn, daß es tatsächlich Leute geben soll, die von dem, was alle als Rundfunk bezeichnen, nichts halten und folglich auch nichts davon konsumieren?

Zitat
Dieses Pochen auf Nichtnutzung führt zu nichts und ist der falsche Weg, 
Ganz und gar nicht; siehe Art. 10 EMRK, wo es zur Informations- und Meinungsfreiheit heißt:

"Without interference by public authority" -> "Ohne Einflußnahme durch öffentliche Authorität".


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Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat den Rang eines Bundesgesetzes, (BVerfG - 2 BvR 1481/04 - Rn. 30), und bricht gemäß Art. 31 GG jede Art von Landesrecht, welches sich außerhalb der vom Bund gesetzten Norm bewegt, (BVerfG - 2 BvN 1/95 - Rn. 66).

Keine Unterstützung für jene, die sich über die Verfassung des Landes Brandenburg hinwegsetzen und/oder die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten mißachten.

Offline Bürger

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Edit "Bürger" @alle:
Bitte hier nicht das eigenständige Thema "Nutzung/ Nichtnutzung" vertiefen, sondern bitte ausschließlich zum eigentlichen Kern-Thema dieses Threads, welches da lautet
Weniger Rundfunkbeitrag? Der „große Tag“ der Heuchelei ist gekommen
und insbesondere die diesbezüglichen Aussagen des im Einstiegsbeitrag verlinkten Artikels zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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