Autor Thema: ausführlicher Bericht zur Rundfunkratssitzung BR, Do 01.02.2018, ab 13:30h Teil1  (Gelesen 750 mal)

Offline BR_Nichtnutzer

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Der Stammtisch München war auch am 01.02.1018 wieder mit 3 Personen anwesend. Für den BR_Verweigerer war dieses Mal ein anderes Mitglied vom Stammtisch anwesend, das sogar - ähnlich wie kürzlich beim Superbowl - die Pausengestaltung extremst interessant gemacht hat. Dazu aber später mehr. 
Auch gleich noch vorne weg. Dieses Mal gibt es deutlich mehr Kommentare unsererseits!


Fangen wir wieder ganz am Anfang an.
Getroffen wurde sich wieder vor dem BR. Bezeichnenderweise ist bisher jedes Mal richtiges Shit-Wetter, wenn der BR seine Sitzungen hält. Wegen der Kälte wurde dann 14 Uhr rein verlegt, auch wenn bis dato nur ich und ein Mitstreiter da waren.

Drinnen wurde uns dann mitgeteilt, dass es noch nicht öffentlich sei. Dank WLAN vom BR (wer also mal braucht, der BR hat einen Gast WLAN Account. Einfach in den Vorraum, dann sollt‘s schon gehen.  :) ) kontaktierten wir dann auch unseren 3. Mitstreiter.

So verbrachten wir bis kurz nach 3, denn vorher wurden wir leider nicht rein gelassen. Immerhin konnten wir uns so über den gegenseitigen Stand der Dinge unterhalten…
Beim Reingehen wurde ich dann lustiger weise von einer Dame gefragt, ob ich denn aus dem Haus wäre. Meine Antwort: Nein. „Sind Sie dann von der Presse?“ Wieder ein „Nein.“ Presse nicht wirklich, aber zusammengeschrieben und veröffentlicht wird es trotzdem!   :) Daher, viel Spaß beim Lesen…
Dieses Mal waren wir auch etwas besser vorbereitet, und haben deutlich mehr und alle 3 mitgeschrieben, weswegen hier auch deutlich mehr Zitate erfolgen können…

Jedenfalls der Blick der Dame war einfach nur göttlich als ich „interessierter Bürger“ gesagt hatte. „Oh, die interessierte Öffentlichkeit. Das ist ja schön…“  Nee, is klar.


Dann ging die Sitzung auch schon los - anfangs auch deutlich gesitteter als im Dezember. Uns kam es teilweise ein wenig zwanghaft vor, als wüsste man, dass wir dabei sind. Leider wurde - zumindest nicht im öffentlichen Teil - erwähnt, dass es zur letzten Sitzung ein Protokoll von uns gab - hoffentlich dann nächstes Mal... Der Bericht vom 8.12.17 ist übrigens Bestandteil eines Buches geworden, was uns ein wenig stolz macht. Mehr Infos dazu können sicherlich von „Adeline“ hier im Forum gegeben werden.

Tagesordnungspunkt 1 war wieder der Bericht des Herrn Intendanten:
Um diesen einzuleiten wurde durch den Herr Protokollführer noch erwähnt, in welchen Bereichen der BR doch ausgezeichnet wurde (Fernsehpreis und wo auch immer… Im Forum war ja bereits in einem Thread erwähnt, dass 95%? der nominierten Formate von den ÖR kamen. Kein Wunder, wenn der ÖR selber in der Juri sitzt.). Es war eine tolle Selbstbeweihräucherung!

Ja. Ihr seid wirklich die Besten!


Aber zum Bericht:
1. Punkt des Herrn Intendanten war, dass der BR am 30.01.2018 zum „so genannten …gespräch beim Radio und ZDF mit der deutschen Bischofskonferenz“ geladen hat. (der Mann nuschelte was zusammen, das ist sagenhaft. Trotz gegenseitigen Fragens und einer späteren Google Suche, konnten wir nicht ermitteln, was für ein Gespräch das jetzt genau gewesen sein sollte.)
Muss aber ein recht großes Happening - nat. auf Beitragszahlerrechnung! - gewesen sein mit „allen Intendanten und Intendantinnen… eine Fülle von weiteren wichtigen Verantwortlichen, Programmdirektoren…“ und auch die Kirche war wohl recht gut vertreten gewesen.
In dem einmal jährlich stattfindenden Event wurde über „Themen, die die Kirchen ganz besonders berühren, interessieren, angehen, aber auch zur generellen Situation der Medienpolitik des Rundfunks…“ und es stelle eine gute „Gelegenheit zu einem behördlichen Austausch“ dar.
Weiterhin war auch auf Wunsch der Kirchen der Geschäftsführer von Funk anwesend, der eine Bilanz zum 1. Jahr zog - sicherlich nur positiv...

Warum eigentlich Geschäftsführer? Hier wird von „behördlichen Austausch“ gesprochen und dann gibt es wieder einen Geschäftsführer. Was denn nun bitte Herr Intendant?


Weiter im Text: „Wir haben … sehr intensiv betrachtet alle Aspekte der Digitalisierung, also was bedeutet es für die Gesellschaft? Was bedeutet es für die Demokratie? Was bedeutet es für die Meinungsvielfalt? Wie können etablierte Medien ihre Rolle behaupten …“
(wahrscheinlich auch ausbauen, auch wenn es nicht gesagt aber doch sicher gedacht wurde)
und es wurde eine gute Zusammenarbeit mit den Kirchen vereinbart. Weiterhin seien für die „Meinungsbildung in den Kirchen“ eine Reihe von spannenden Veranstaltungen und Tagungen bereits geplant.

Ja hört! Ich dachte immer die ÖR sind komplett unabhängig und berichten völlig neutral. Im Dezember hieß es „Einfluss auf die Politik nehmen“, dieses Mal Meinungsbildung über die Kirchen, wie später nochmals ausgeführt, wollen sie Werbung für die ÖR machen, damit es in der Schweiz ja nicht zu einer Abschaffung kommt - die SRG hat ja auch erst im Januar 2018 ihre Staatsfunkzeitung mit Geldern aus der Schweizer Zwangsabgabe herausgegeben, in der fast ausschließlich gegen die Abschaffungsinitiative geworben wird. Das ist ja fast schon wie an deutschen Gerichten, wo bei GEZ Streitigkeiten scheinbar auch nur die eine Seite angehört und gewürdigt wird, und es ist sicher nicht die der GEZ Gegner…
Hier denke sich jetzt jeder seinen Teil dazu. Der Stammtisch München sieht sich in seiner Meinung und seinem Tun jedenfalls mehr als nur bestätigt. Wir werden unsere Anstrengungen hiermit intensivieren!

Und kommendes Jahr ist das ganze Spektakel dann in Rom. Wir wünschen viel Spaß beim, durch den Beitragszahler finanzierten, Wander- und wohl auch Wellnesstag, denn anders kann man es langsam wirklich nicht mehr nennen!


Im Punkt 2 ging es dann um die Abschaltung der analogen Übertragungswege, der BR lädt - bzw. lud - auch hier wieder großzügig zu einer Intendantensitzung Anfang Februar (5. & 6.) ein.

Am interessantesten an diesem Punkt sind 2 Dinge. Zum einen, warum müssen die ÖR denn überhaupt digital senden? Sie haben ja nach eigener Aussage den Auftrag einer „Grundversorgung“! Das heißt eine Minimalanforderung muss erfüllt werden und das wäre eben analoge Übertragung, damit jeder (der will) das Programm eben auch mit einem Uraltradio empfangen kann! Wenn man sich jetzt ein Digitalradio zulegen müsste, um die nach Art 5 GG „ungehindert“ empfang baren Sender hören zu können, dann trifft dies eben mit der Abschaltung nicht mehr zu Herr Intendant! Und wie Sie ja gesagt haben, es macht keinen Sinn analog und digital zu senden. Das sehen wir übrigens genauso!
Um diesen Punkt 1 noch abzuschließen, übertragen wir das ganze Mal auf Wohnungen; dann wäre eine 50qm Standardwohnung für einen Empfänger von Sozialleistungen vergleichbar mit „analog“, wohingegen das 150qm Luxuspenthaus mit Dachterrasse dann „digital“ wäre.
Wer digital möchte, der möge dies doch bitte auch selber bezahlen! Ob nun Wohnung oder digital TV
Aber wir haben ja noch einen viel interessanteren Punkt aus einem Nebensatz von Ihnen…


Hören wir doch mal kurz rein: „dass Vieles, von dem was wir tun, historisch gewachsen ist, dass sich Eins aus dem Anderen ergeben hat, dass wir in vielen Kommissionen und Unterkommis¬sionen uns koordinieren, dabei allerdings Überlappungen nicht ausbleiben, Mehrfachprüfungen …“ usw.

Zu erkennen ist dies auch an den ständigen Wiederholungen auf den unterschiedlichen ÖR Sendern, den tw. komplett gleichen Nachrichten auf allen Sendern gleichzeitig - was Sie Herr Intendant später ja auch noch selbst erwähnen „es macht wenig Sinn, wenn wir jetzt die Rundschau und Tagesschau doppeln würden…“ . 

Ich denke die Aussage dahinter ist eindeutig! Es gibt ja doch noch erhebliches Einsparpotential, was von Seiten ÖR ja immer wieder abgestritten wird! Die ÖR haben es bisher geschafft, bei den 8 Mrd. im Jahre ganze wieviel Mio. „einzusparen“?

Mit Verlaub, das ist höchst lächerlich!
Warum brauchen wir also so viele ÖR Sender? Geht’s nicht auch mit 3 Sendern, wenn man denn ÖR überhaupt noch brauchen sollte, aber einmal unter der Annahme, man würde einen ÖR in der heutigen Zeit immer noch benötigen... Meinetwegen auch 5 oder 10 ÖR Sendeplätze, aber es werden eben nicht immer alle genutzt, so wie es Sky bspw. mit seinen Sportsendungen macht. Wenn es dort nur ein Event gibt, dann sendet eben auch nur ein Sender, und wenn es wie jetzt bei Olympia (oder auch Fußball) 5 Events gibt, dann werden auch 5 Sender genutzt.
Auf die ÖR übertragen würde das heißen, am Tag laufen ggf. nur 1 oder 2 Sender und am Abend, oder wenn es Katastrophen und Anschläge gab, werden bis zu 5 Sender benutzt. Beim Radio meinetwegen auch 3 Sender, aber es braucht definitiv keiner 66! Radiosender, für eine „Grundversorgung“, zumal es auch genug Private gibt.
Wir sagen, ersatzlos weg damit! Und hier nehmen wir Sie gerne beim Wort, als es um Ihren witzigen Versuch ging, mal so mickrige 3 Mrd. mehr abkassieren zu wollen. Ihr Satz war, „sonst muss am Programm gespart werden!“ Wir sehen das genauso, aber nicht zuerst an der Qualität, sondern vielmehr der Quantität! Und das beginnt bereits bei der Anzahl der Sender!
Mein Vorschlag wäre, wir behalten für den Anfang die kleinsten 3 TV und Radiosender und machen den restlichen Laden komplett zu. Dann sehen wir, was auf den übrig gebliebenen Sendern eher nicht zu einer „Grundversorgung“ zählen würde (diese albernen Tatorte bspw.) und ersetzen diese Sendungen durch gut laufende aus den geschlossenen Anstalten wie Satiresendungen oder Dokumentationen, was man eben noch unter Grundversorgung verstehen könnte.
Bzw. warum definiert man nicht überhaupt erst einmal den Begriff Grundversorgung sauber??? Das wären für uns wirklich unabhängige und unbewertete Nachrichten, und zwar so aktuell wie möglich, Wetterwarnungen (2016 oder 2017 sind 3 Orte regelrecht durch Flutwellen weggespült worden und der DWD hat in seiner App ja auch Warnmeldungen 15 Minuten vorher geben können. Die ÖR haben hingegen weiter ihre Sch…e gesendet, anstelle das Programm zu unterbrechen und auf die Gefahr in genau diesen 3 Orten hinzuweisen, was halt leider nur mit einer Vorwarnzeit von maximal 15 Minuten so genau geht…) oder auch im Winter Glatteiswarnungen. (aber nicht als „überall ist es Glatt“, sondern mit gezielten Meldungen von einzelnen Punkten, die gerade von vor Ort fahrenden Hörern gemeldet worden sind. Ein „Auf der A9 bei Km xy bitte Vorsicht. Dort geht es innerhalb weniger Meter von trockener Bahn auf Schnee über…“ bringt deutlich mehr, als Allgemeinplätzchen wie „es ist glatt!“)
Und dies ist bereits ein sehr freundlicher Vorschlag an die ÖR, denn die große Mehrheit ist der Meinung, dass man die ÖR in Zeiten des Internets und Smartphones überhaupt nicht mehr benötigt! Bzw. wer sie als nötig ansieht, der möge bitte selber einen Vertrag mit den Sendern machen und kann dann gerne die geforderten Beträge freiwillig zahlen! (für Tatort, Volksmusikbedillerung oder sonstigen Quatsch der da bei den ÖR rauf und runter läuft.)

Sollten Sie dieser Aussage keinen Glauben schenken wollen/können, dann suchen Sie doch bitte einmal nach den Umfragen bei Focus, Stern oder sogar bei den Kommentaren auf den FB Seiten diverser ÖR Sender in der letzten Zeit, als versucht wurde, Werbung für die ÖR zu machen. Wenn doch die Mehrheit hinter den ÖR stehen sollte, wieso gibt es dann sogar auf euren eigenen Seiten dermaßen heftige Kritik?
Zudem bietet der Stammtisch München hiermit offiziell an, im Frühling an einem sonnigen Samstag durch die Stadt zu gehen, und willkürlich vorbeilaufende Leute nach ihrer Bereitschaft zur Zahlung der Zwangsabgabe zu befragen. Die Frau Baumert hat ja auch bereits mit ein paar anderen Betroffenen eine Umfrage zusammengestellt, die wir sicherlich gerne dafür verwenden dürften.

Ebenso sind Sie Herr Intendant auch gerne zu unserem nächsten oder übernächsten Stammtisch in München eingeladen, gerne auch ein „Sonderstammtisch“ an einem Ihnen genehmen Datum. Dann könnten wir dort gerne einmal unter 4 Augen über mögliche Zukunftsszenarien sprechen. Ich persönlich hätte bspw. auch einen Vorschlag, für ein friedliches Nebeneinander von Privaten und ÖR.
Und wenn Sie sich frühzeitig „anmelden“ könnten wir sicherlich auch noch den ein oder anderen von anderen Stammtischen dazu einladen. Bspw. eben eine Frau Baumert oder einen Herr Dowe.


Ich schweife schon wieder viel zu weit ab. Sorry.
Weiter im Text:
„das Geschäft wird immer schwieriger, weil ja immer neue Entwicklungen der Infrastruktur dazu kommen, nehmen Sie nur das Thema jetzt der digitalen Assistenten, wie schwierig das ist Angebote auch adäquat auf Alexa oder Assistenten von Google zu bringen… die Cockpits der Automobile…“

Das ist schön, wenn man auch im Auto ARD und ZDF schauen kann. Aber bitte nicht auf Beitragszahlerkosten! Zumal TV schauen im Auto nicht wirklich der Sicherheit dienen dürfte. Es fummeln bereits aktuell genug Leute am Handy rum, und damit meine ich nicht an der roten Ampel sondern beim Fahren. Wo ist da bitte die ÖR, um gegen diesen Wahnsinn aufzuklären? Früher gab es mal einen „7.Sinn“ 
Zudem will niemand euren Quatsch auf Alexa bzw. wer dies unbedingt möchte, der zahle bitte separat dafür! Ihr seid Rundfunk und nicht mehr! Senden und ob euch überhaupt einer zuhört kann euch erst einmal völlig egal sein. Ihr braucht keine Werbung (deswegen war ja mal der Beitrag gedacht) und habt im Internet absolut nichts zu suchen. Außer vielleicht einer Mediathek.
Und wie oben erwähnt seid ihr „Grundversorgung“ und nicht etwa „Maximalversorgung“!


In die gleiche Kerbe spielt, dass der BR in Deggendorf und auch noch 3 weiteren Standorten laut Bericht des Intendanten neue TV Studios eröffnet/eröffnen will (beim Radio gäbe es bereits eine erhebliche Verbreitung, die jetzt für TV nachgeholt wird), weil man ja sonst so weit fahren müsse. Die vom Radio seien immer schon vor Ort und die vom TV müssen immer erst anreisen.
Der Herr Intendant selbst habe 1982 mit 3 Mann jeden Tag immer weit fahren und dann abends auch noch das Gedrehte aufarbeiten müssen.

Unser Mitleid hält sich in Grenzen! Außerdem frage ich da doch jetzt mal ganz blöde, warum komplett neue Studios??? Kann man den Jungs vom Radio nicht auch eine Kamera in die Hand drücken und dann werden die Inhalte an die bereits existierenden Studios in Muc, Nü und Wü geschickt und dort verarbeitet. Das geht mittlerweile! Man muss nicht mehr die Videokassette physisch von A nach B fahren…
Aber wir glauben, die Kracke will sich schlichtweg nur weiter ausbreiten.


Zumal „wir natürlich nicht lokal berichten, das ist durch Staatsvertrag sogar verboten, dass wir auch nicht den Ehrgeiz haben Fernsehen aus der Region für die Region zu machen, dafür gibt es privaten Rundfunk, der ja genau auch in der Geschichte stark aufgestellt ist, aber aus der Region für Bayern, aus der Region für Deutschland ist wichtig. Und da kann‘s nicht von der Zufälligkeit abhängen… ob‘s 150 km weg ist und da hätte man einen zu langen Anlauf…“

Hier seien die Fragen gestattet, warum arbeitet man nicht mit den Privaten zusammen oder überlässt ihnen sogar komplett das Feld, wenn diese dort doch schon so kompetent und gut vertreten sind? Oder wenn es die ÖR doch selber machen müssen, warum dann nicht wie oben erläutert, den „Radioleuten“ eine Kamera in die Hand drücken? Die Inhalte sind ja die gleichen, ob nun im Radio oder dem TV. Da reicht doch einer, der die Inhalte sammelt und dann geht das Bild ans TV und der Ton ans Radio…
Auch immer wieder schön zu beobachten, gerade jetzt bei Olympia oder den GroKo Verhandlungen, bei den privaten steht ein einziges Team mit einem Mikro für alle Partnersender oder tw. sogar einer ganzen Batterie an Mikros in der Hand eines armen MA, wohingegen bei den ÖR für jeden Sender ein (wahrscheinlich riesiges) Team angereist kommt. Gibt ja einen Dummen (bzw. angeblich 44 Mio.), der es zahlen soll. Bei Olympia in Rio waren bspw. insgesamt über 500 ÖR MA bei gerade einmal 250 dt. Sportlern. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Da können wir nur das Wort von oben wiederholen, bezahlter Wandertag! oder in dem Falle sogar Urlaub…


Interessant auch die Aussage „Jeder Bürger mit einem Smartphone kann selber augenblicklich Öffentlichkeit herstellen…“

Dies hat bspw. recht gut geklappt, als in München der Amokläufer am OEZ herumgelaufen ist, zwar nicht in dem Sinne, wir wissen genau, was dort passiert ist, aber zumindest einmal, dort ist etwas passiert, bringt euch mal lieber in Sicherheit! So etwas passiert deutlich schneller über das Internet und wenn von mehreren Quellen das Gleiche oder sehr ähnliches kommt, dies dann auch noch von der offiziellen Seite der Polizei gestützt wird, dann ist das schon als sehr plausibel einzustufen. Zumal die ÖR ja in der Vergangenheit auch immer ewig gebraucht haben, bis überhaupt etwas kam. Wahrscheinlich musste man sich erst abstimmen, ob man dies senden will/darf oder lieber unter den Tisch kehren möchte. Siehe den Fall von Kandel, Köln und diverse andere. Soviel zu der Aussage von oben, „aus der Region für Deutschland“ sei wichtig…


Das wohl spannendste Thema der nahen Zukunft ist auf Wunsch des Rates ebenfalls erwähnt worden: „No Billag“ in der Schweiz.
Der Herr Intendant jedenfalls scheint noch recht gelassen zu sein, sieht aber auch, dass „es so oder so Auswirkungen auf Deutschland haben wird“. In seinem Bericht jedenfalls versucht er die Zwangsgebühr in der Schweiz damit zu rechtfertigen, dass es ja nicht nur eine Sprache (sondern 3) gib „das ist ja auch der Grund, warum die Höhe des Beitrags in der Schweiz deutlich höher ist, als bei uns…“, es wie bei uns auch eine „Solidargemeinschaft“ sei… und auch hier erfolgt wieder der Vergleich mit „öffentliches Gesundheitswesen, ein Schulwesen, ein öffentlicher Nahverkehr“, was erwiesenermaßen völliger Quatsch ist!
Auch redet er - wie im Übrigen alle ÖR Medien - von der Abschaffung der SRF.

Auch dies ist erwiesener Blödsinn, denn es geht rein um die Abschaffung des Zahlungszwangs! Dass das maßlos aufgeblasene Monster SRF dann mit deutlich weniger auskommen müsste, weil sich eben keiner mehr erpressen lässt, ist lediglich eine Folge des historisch gewachsenen Wildwuchses, wie wir ihn ja auch bei uns kennen! Und wenn es lediglich um 20 oder 30€ im Jahr ginge, würde sich auch kaum einer mehr darüber aufregen, aber 210€ und dann auch noch unter Zwang. Da braucht man für das Wort Wucher schon eine Steigerungsform!
Wir fürchten, dass wir diese „Argumente“ auch sehr bald in diversen „Werbeveranstaltungen pro ÖR“ in Dauerschleife hören werden,


auch wenn der Herr Intendant sagt, er wolle sich „heraushalten aus der Diskussion…, sondern … neutral von außen zu beobachten.“. Wir sind gespannt, ob dies auch wirklich so passieren wird… (zu diesem Thema folgt aber später im 2. Teil noch etwas auf eine sehr besorgte Nachfrage aus dem Publikum…)
Denn in einem weiteren Satz kündigt er bereits an „was wir … mit Herannahen des 4.3. machen werden, in aktuellen Sendungen darüber zu berichten, worum geht’s? Was ist das Spektrum, was es da zu entscheiden gilt?“

Wir nehmen an, das Ergebnis dieser Sendungen wird wieder genau so einseitig sein, wie die kürzlich gezeigten angeblichen Sendungen mit Kritikern, wo letztendlich doch keine wirkliche Kritik zu hören war. Man schon fast vermuten musste, dass aale Protagonisten dieser Sendungen schlichtweg gekauft wurden sind.
Bzw. wenn bspw. eine Frau Baumert im SWR bei einer dieser Sendungen aufgetreten wäre, hätte man ihre Aussage mit ziemlicher Sicherheit nicht 1:1 ausgestrahlt, sondern im Nachgang so zusammengeschnitten, dass der eigentliche Sinn überhaupt nicht mehr vorhanden gewesen wäre. Aber auch das kennen wir ja bereits zur Genüge.

Jedenfalls, Schweizer, lasst euch nicht einlullen von denen!

Wir stehen hinter Euch! Österreich fängt auch an, langsam Fragen zum ÖR zu stellen und das ist auch gut so! In Italien gibt es ebenfalls Überlegungen, die Zwangsabgabe abzuschaffen und in den Niederlanden ist sie bereits weg.
Ich wiederhole es gerne, einen TV kann man auch dazu verwenden, die Privaten zu schauen, seine DVD oder Blue-Ray anzusehen oder einfach nur den Laptop, Handy oder das Tablet daran anzuschließen und seine Urlaubsbilder anzuschauen! Also als größeren Bildschirm.
Von daher gleich hier der Aufruf nach Karlsruhe: Ein Zurück zu „Wer einen TV hat, muss zahlen.“ kann und darf es nicht geben!, wenn ihr im Frühjahr die Wohnungszwangssteuer gekippt habt!


Der nächste Punkt galt dann der Tagung der Ministerpräsidenten, bei der die ÖR ja ihr Wirken im Internet deutlich intensivieren wollen. Der Herr Intendant war wohl am Vortag selbst „als Sachverständiger, gemeinsam mit dem ZDF Intendanten“ vor Ort.

Hier stimmen wir absolut dem Verband der Zeitungen zu, dass die ÖR sich weitestgehend aus dem Internet fern zu halten haben!
Sie dürfen von mir aus ihre Mediatheken dort haben und einen kurzen Text zur Sendung (etwa, „diese Mal bei Quer: Heute geht es um Thema x, y und z.“, damit man es ggf. mit Suchmaschinen finden kann.), gerne auch etwas über Ihr Unternehmen, aber ansonsten haben sie sich möglichst raus zu halten! Wieder das Thema „Grundversorgung“…
Und wenn sie Sachen online stellen, dann muss ihnen auch gleich bewusst sein, dass dies eben kein Rundfunk ist, sondern jeder weltweit, der die Adresse kennt, auch darauf zugreifen kann!
Internet ist bereits per Definition kein Rundfunk!, denn beim Rundfunk gibt es einen Sender und mehrere Empfänger. Es handelt sich um ein „Bring Prinzip“. Der Sender sendet und ein Empfänger kann zuhören.
Beim Internet hingegen ist es komplett anders, weil es ein „Hol Prinzip“ ist, also als Nutzer holt man sich, über den Adresslink, vom entsprechenden Server die gewünschte Seite. Damit kann es bereits per Definition kein Rundfunk sein, weswegen auch bereits die Erweiterung der Zwangsgebühr auf „neumodische Geräte“ oder wie das hieß, bereits kompletter Blödsinn und verfassungswidrig war! Und genau deswegen wird dieses Thema ja auch in einer der 4 Verfahren in Karlsruhe behandelt werden müssen.
Wollen die ÖR diese Inhalte nur denjenigen zugänglich machen, der auch dafür gezahlt hat, dann ist dies eben nur durch einen geschützten Bereich möglich, so wie es diverse Zeitungen bereits praktizieren…   (Wäre das gleiche, wenn ich GangBang Partys veranstalten und filmen würde und diese über das Internet verbreiten wöllte. Entweder verschlüsseln mit Login oder aber jeder, der die Adresse wo auch immer her kennt, kann auf die Inhalte zugreifen. Dann ist aber derjenige dafür verantwortlich, der es online stellt und nicht derjenige, der bewusst oder unbewusst darauf zugegriffen hat!)

Von daher Herr Intendant, bitte hören sie auf, den Begriff des Rundfunks neu definieren zu wollen! Der Begriff ist bereits sehr gut definiert und wie Sie bereits erkannt haben


„das Netz wird wichtiger in der Gesellschaft… für die Meinungsbildung… und wenn wir unsere Rolle …behalten wollen, müssen wir im Netz auch dabei im Spiel bleiben…“
Ihr Frage: „wieviel Text dürfen wir im Netz verwenden und wie Presseähnlich dürfen wir sein.“
Habe ich Ihnen oben hoffentlich ausführlich erklärt und der Presseverband sieht das ja genauso. Mit dem oben erwähnten Minimaltext wären Sie auch für Suchmaschinen auffindbar und wer sich über die ÖR informieren möchte, der geht halt über die Startseite.
Sie sind aber keine Zeitung wie ein Spiegel oder eine Welt!
Immerhin kam es, bisher zumindest, noch zu keiner Einigung… und wenn, dann bitte dahingehend, dass zwar die Sendungen gerne 1 Monat lang in der Mediathek sein dürfen, aber es eben keine Erlaubnis zu mehr Text gibt! Auch diesen Quatsch Vorschlag, dass ÖR Einträge bei Google immer ganz oben zu stehen haben, bitte gleich wieder in die „Ablage P“ geben. Wir brauchen keine Bevormundung! Jeder soll nach Art 5 selbst entscheiden können, wo er sich informieren möchte und eine bevorzugte Behandlung der ÖR würde eben diesem ebenfalls widersprechen!


Als nächster Punkt kam noch einmal das Thema Digitalisierung und Abschaltung des Analognetzes. Dieses sollte in einem längeren Monolog damit gerechtfertigt werden, dass ja bereits eine ganze Menge auf digital empfangen würden… Blablabla!

Zu dem Thema haben wir ja bereits ganz am Anfang des Berichts unsere Meinung gesagt. Aber wir konkretisieren es an dieser Stelle auch gerne noch einmal: und selbst wenn nur noch 5% oder auch 2% ein altes UKW Radio besitzen, dann habt ihr nach „Eurem Auftrag“ diese zu versorgen! Ihr könnt nicht, durch einen Wechsel zu Digital und der Abschaltung von Analog, Leute dazu zwingen, sich ein Digitalradio zulegen zu müssen, selbst wenn es heißt, in 5 Jahren wird Analog abgeschaltet. Ein 70 Jähriger wird sich deswegen trotzdem kein Digitalradio zulegen…



Kommen wir aber Mal zu einem eigentlich positiven Aspekt der Sitzung. Es wurde sich im Zuge des Wedel- Falls immerhin Mal kritisch mit den „Me Too“ Skandalen befasst. Ganz am Anfang der Sitzung sollte zwar auch dieses Thema nur kurz abgehandelt und zum nächsten gegangen werden, aber das Thema tauchte dann doch noch einmal etwas ausführlicher im Bericht des Intendanten auf. So wurden bspw. die Archive durchsucht nach Inhalten, die in Zusammenhang mit dem Fall Wedel stehen könnten. Ergebnis: es gab wohl nur eine einzige Sendereihe mit 10 Folgen, die an die Zentrale Erfassung der ARD gemeldet werden musste, im Zuge der Aufklärung.

*Augenzwinker* war bestimmt wirklich nur diese eine Folge…


Jedenfalls versuchte der Herr Intendant dann den BR hochzupreisen mit gesetzlichen Vorgaben wie eine fachliche Stelle für Beschwerden bei sexueller Belästigung, die jedes etwas größeres Unternehmen bereits seit Jahren erfüllen muss, um eben die Vorgaben nach dem AGG zu erfüllen. Dies scheint beim BR ein echtes Novum zu sein, für das man sich feiern muss…
Dank einiger Nachfragen wurden dann aber auch noch ein paar weitere Punkte geklärt.
Dazu aber dann mehr im 2. Teil, den wir erst noch schnellstmöglich fertigstellen müssen und werden. Dort findet auch die Fortführung des KEF Bashings statt, und ganz wichtig, die sehr interessante und lustige Pausengestaltung.

Auf beides darf sich jetzt schon gefreut werden!


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1. Punkt des Herrn Intendanten war, dass der BR am 30.01.2018 zum „so genannten …gespräch beim Radio und ZDF mit der deutschen Bischofskonferenz“ geladen hat. (der Mann nuschelte was zusammen, das ist sagenhaft. Trotz gegenseitigen Fragens und einer späteren Google Suche, konnten wir nicht ermitteln, was für ein Gespräch das jetzt genau gewesen sein sollte.)

In den Notizen des Kollegen haben wir herausgefunden, dass es wohl das "Hirtengespräch" oder so etwas ähnliches gewesen sein soll.
 


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