Autor Thema: HR-Intendant Krupp: „Unser Markenkern ist Hessen“  (Gelesen 634 mal)

Offline ChrisLPZ

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medienpolitik.net, .01.2018

„Unser Markenkern ist Hessen“

Hessischer Rundfunk will regionale Kompetenz mit Sondersendungen zu aktuellen Ereignissen ausbauen

Interview mit Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks (hr)

Zitat
Der Hessische Rundfunk rechnet für 2018 mit Aufwendungen in Höhe von 598 Millionen Euro, denen Erträge von 507 Millionen Euro gegenüberstehen. Damit ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von rund 90 Millionen Euro. Wie der hr-Intendant Manfred-Krupp in einem medienpolitik.net-Gespräch betont, sei es der Anstalt aber auf Grund großer Sparanstrengungen in den vergangenen Jahren und in der Zukunft nach derzeitiger Planung gelungen, die Liquidität bis 2022 sicherzustellen. Das Dritte Programm, das hr-fernsehen, so Krupp, sei konsequent auf Hessen ausgerichtet. Diese Ausrichtung soll weiter gestärkt und mit einer neuen Organisationsstruktur ein breiteres und aktuelleres Themenangebot sichergestellt werden. Ein neuer Newsroom werde den hr in die Lage versetzen, die audiovisuellen Inhalte insbesondere im Internet schneller in die relevanten Kanäle zu verbreiten. An der gegenwärtigen Debatte zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ärgert den hr-Intendanten, dass der Veränderungsprozess bei der ARD allein auf „Einsparungen“ reduziert werde. „Nun fordern die gleichen Menschen, die uns und das duale Rundfunksystem für unverzichtbar erklären, eine Beitragsstabilität und verbauen uns damit die Entwicklungsmöglichkeiten im Netz.“, so Krupp.

medienpolitik.net: Herr Krupp, Sie sind seit fast zwei Jahren Intendant des HR. 2017 war politisch und medienpolitisch ein bewegtes Jahr. Was hat Sie als Intendant vor allem bewegt?

Manfred Krupp: Mit Blick auf den hr hat mich am meisten die Evakuierung unseres Frankfurter Funkhauses am 3. September wegen einer Weltkriegsbombe bewegt. Es war die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Wir mussten den Sender komplett räumen. […]

medienpolitik.net: Wie kann eine regionale ARD-Anstalt wie der HR gegensteuern, wie um „Akzeptanz“ werben?

Manfred Krupp: Wir müssen zweierlei tun: Einerseits stärker herausstellen, dass wir ein unverzichtbarer Bestandteil eines demokratischen Meinungsbildungsprozesses sind. Dies gelingt, indem wir in unserer Region und nahe bei den Menschen mit unseren Programmangeboten, journalistischer Qualität und Unabhängigkeit überzeugen. Wir sind durch unsere DNA tief in Hessen verwurzelt und damit Spiegelbild der Lebenswirklichkeit all jener Menschen, die hier leben. Gleichzeitig müssen wir auf die veränderten Gewohnheiten bei der Mediennutzung reagieren können. Für viele ist das Internet die erste Informationsquelle. Sie bezahlen ihren Rundfunkbeitrag dafür, dass wir auch im Netz einen relevanten Beitrag zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags leisten. Strategisch verfolgen wir das Ziel, deutlich mehr attraktive Bewegtbildinhalte online anzubieten – ganz im Sinne der Nutzer und Nutzerinnen und vor allem dort, wo sie davon den größten Mehrwert haben.

medienpolitik.net: Anscheinend reicht es nicht mehr aus, „nur“ gutes Programm zu machen? Sehen Sie auch eine Notwendigkeit, transparenter zu werden, dem Zuschauer mehr zu erklären, warum Sie was senden, mit wem Sie Interviews führen?

Manfred Krupp: Aufgrund unserer Finanzierung stehen wir in einer besonderen Verpflichtung gegenüber unseren Beitragszahlern und legen Wert auf Offenheit und Transparenz. […]

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http://www.medienpolitik.net/2018/01/rundfunk-unser-markenkern-ist-hessen/


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