Autor Thema: WDR: Bis Ende 2021 droht ein Defizit von rund 178 Mio. Euro  (Gelesen 651 mal)

Offline ChrisLPZ

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Presseportal, 19.12.2017

WDR-Rundfunkrat genehmigt ausgeglichenen Sender-Haushalt für 2018
künftiges Defizit trotz Sparbemühungen absehbar
Plädoyer für politischen Rückhalt

Pressemitteliung des WDR-Rundfunkrats

Zitat
Köln (ots) - Der WDR-Rundfunkrat hat in seiner heutigen Sitzung den Haushalt des Senders für das kommende Jahr und die Finanzplanung bis 2021 genehmigt. Dabei klaffen in den kommenden Jahren jeweils Lücken zwischen den Erträgen - diese stammen vor allem aus Rundfunkbeiträgen sowie aus dem Verkauf von Werbezeit im Hörfunk - und den geplanten Aufwendungen. Für 2018 und 2019 können diese Lücken noch durch eine finanzielle Reserve geschlossen werden, danach allerdings könnte sich bis Ende 2021 ein Defizit von rund 178 Mio. Euro ergeben.

"Der WDR-Rundfunkrat unterstützt den Sender seit Jahren bei seinen umfassenden Bemühungen, Kosten zu senken und sich zukunftsfest aufzustellen", sagt der Vorsitzende des Gremiums, Andreas Meyer-Lauber. So verweist der WDR in seiner aktuellen Pressemitteilung auf den Abbau von 500 Stellen, den der Sender von 2016 bis 2020 durchführt, sowie auf weitere Einsparungen (www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/unternehmen/wdr-haushalt-106.html). "Dass der wirtschaftliche Ausblick gleichwohl negativ ausfällt, liegt wesentlich an Faktoren, die der WDR nicht beeinflussen kann", betont Meyer-Lauber. So hätten sich unter anderem mehr Menschen als erwartet vom Rundfunkbeitrag befreien lassen.

"Für den Rundfunkrat steht jedoch der Erhalt eines qualitativ hochwertigen, unabhängigen Programmangebots im Mittelpunkt", sagt der Vorsitzende. Das Gremium erhoffe nicht zuletzt für den WDR, aber auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt stärkeren Rückhalt durch die politischen Entscheidungen, die 2018 anstehen. Dazu gehört der Beschluss der Ministerpräsident/innen zum künftigen Auftrag und zur künftigen Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Meyer-Lauber: "Das Gesamtprogramm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist konstitutiv für unsere Demokratie. Es muss weiterhin staatsfern und bedarfsgerecht finanziert werden und es ist dahingehend zu stärken, dass es auch die junge Generation wieder viel besser erreichen kann."

Zum laufenden Reformprozess hat sich der WDR-Rundfunkrat bereits mit einer eigenen Stellungnahme positioniert, der vollständige Text findet sich unter wdr-rundfunkrat.de.

Weiterlesen auf:
https://www.presseportal.de/pm/76465/3820369

siehe auch:
Rundfunkräte segnen ab: rbb Fehlbetrag in Höhe von 83,2 Mio.€

https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25542.0.html

Rundfunkrat segnet geplanten Verlust in höhe von 69 Millionen € des MDR ab
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25490.0.html

Fernsehrat verabschiedet ZDF-Haushaltsplan 2018 - Fehlbetrag: 116 Mio. Euro
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25623.0.html

Rundfunkrat nickt Wirtschaftsplan ab - NDR erwartet für 2018, 120 Mio Verlust
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25465.msg160793.html#msg160793

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« Letzte Änderung: 19. Dezember 2017, 18:35 von Uwe »

Offline ChrisLPZ

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Re: WDR: Bis Ende 2021 droht ein Defizit von rund 178 Mio. Euro
« Antwort #1 am: 19. Dezember 2017, 17:59 »

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Presseportal, 19.12.2017

WDR-Haushalt 2018: Finanzsituation bleibt angespannt

Pressemitteilung des WDR

Zitat
Der WDR wird auch im kommenden Jahr konsequent weiter Kosten senken
und seinen strukturellen Umbau vorantreiben. Denn die
Haushaltssituation für den Sender bleibt angespannt.
 
Der WDR-Rundfunkrat stimmte in seiner heutigen Sitzung (19.12.2017)
dem WDR-Haushalt 2018 zu. Erträgen von rund 1,41 Mrd. Euro stehen
Aufwendungen von rund 1,62 Mrd. Euro im Betriebshaushalt gegenüber.
Laut Finanzplan - hierin werden die tatsächlich fälligen Einnahmen
und Ausgaben erfasst - verbleibt ein Fehlbetrag von 95,5 Mio. Euro.
[s. Erläuterung unten] Dieser wird der dafür vorgesehenen Allgemeinen
Ausgleichsrücklage entnommen, damit ist der Haushalt 2018
ausgeglichen.

Gründe für die Haushaltssituation sind unter anderem die Reduzierung
der Werbezeiten im Hörfunk und weniger Einnahmen beim
Rundfunkbeitrag. Diese sind durch eine unerwartet hohe Anzahl an
Beitragsbefreiungen entstanden. Für diese Mindereinnahmen gibt es
bislang keinen Ausgleich. Hinzu kommt, dass der Rundfunkbeitrag seit
2009 unverändert bzw. im Jahr 2015 sogar um 48 Cent gesunken ist, die
allgemeinen Kosten aber inflationsbedingt gestiegen sind.

Der WDR hat in den vergangenen Jahren enorme Anstrengungen für einen
stabilen Haushalt unternommen. Allen voran steht hier der
sozialverträgliche Abbau von 500 Planstellen. Darüber hinaus wurden
die Sachetats in allen Bereichen dauerhaft gekürzt. Insgesamt spart
der WDR damit rund 100 Mio. Euro pro Jahr ein.

Weitere Einsparungen ergeben sich in der Zukunft aus dem neuen,
kostengünstigeren Tarifvertrag zur Altersversorgung und der
ARD-Strukturreform. Ziel der Reform sind effizientere Strukturen
durch eine intensivere Zusammenarbeit innerhalb der ARD.


Erläuterung:
Betriebshaushalt und Finanzplan sind zwei unterschiedliche
Instrumente, um die finanzielle Situation eines Unternehmens
abzubilden. Der Betriebshaushalt stellt Erträge und Aufwendungen
gegenüber. Hierin enthalten sind auch so genannte kalkulatorische
Erträge und Aufwendungen. Diese verursachen aktuell noch keine
Geldabflüsse, müssen aber aus gesetzlichen Gründen erfasst werden,
zum Beispiel die Aufwendungen für Altersversorgungs-rückstellungen
oder Abschreibungen. Der Betriebshaushalt sagt alleine noch nichts
über das liquide Ergebnis des Geschäftsjahres aus, welches laut den
gesetzlichen Vorgaben ausgeglichen sein muss. Daher werden im
Finanzplan die tatsächlich fälligen Einnahmen und Ausgaben erfasst
und somit das liquide Ergebnis ermittelt.

Weiterlesen auf:
https://www.presseportal.de/pm/7899/3820360


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Online Uwe

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Re: WDR: Bis Ende 2021 droht ein Defizit von rund 178 Mio. Euro
« Antwort #2 am: 19. Dezember 2017, 20:10 »

Quelle Logo:https://www.dwdl.de/grafik/features/logodl_dwdl_a_weiss.jpg

WDR mit einem Fehlbetrag von 95,5 Millionen Euro für 2018

Quelle: DWDL 19.12.2017 von Uwe Mantel


Zitat
Im kommenden Jahr rechnet der WDR mit einem Fehlbetrag von 95,5 Millionen Euro, die aus den Rücklagen aus dem zunächst höher als erwartet ausgefallenen Rundfunkbeitrag ausgeglichen werden können. 2020 sind die aber wohl aufgebraucht.

"Finanzsituation bleibt angespannt" - so überschreibt der WDR seine Mitteilung über den vom WDR-Rundfunkrat genehmigten Haushalt für das kommende Jahr. Erträgen in Höhe von 1,41 Milliarden Euro stehen demnach Aufwendungen in Höhe von 1,62 Milliarden Euro im Betriebshaushalt gegenüber. In diesem Betriebshaushalt sind auch "kalkulatorische Erträge und Aufwendungen" enthalten, wie etwa Altersversorgungs-Rückstellungen oder Abschreibungen, für die aktuell aber noch gar kein Geld real abfließt. Tatsächlich fällt der Fehlbetrag laut Finanzplan daher nicht ganz so hoch aus und soll bei 95,5 Millionen Euro liegen.

weiterlesen auf:
https://www.dwdl.de/nachrichten/64834/angespannte_wdrfinanzen_ab_2020_wirds_eng/

siehe auch:
Rundfunkräte segnen ab: rbb Fehlbetrag in Höhe von 83,2 Mio.€

https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25542.0.html

Rundfunkrat segnet geplanten Verlust in höhe von 69 Millionen € des MDR ab
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25490.0.html

Fernsehrat verabschiedet ZDF-Haushaltsplan 2018 - Fehlbetrag: 116 Mio. Euro
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25623.0.html

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« Letzte Änderung: 19. Dezember 2017, 20:58 von Uwe »

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Re: WDR: Bis Ende 2021 droht ein Defizit von rund 178 Mio. Euro
« Antwort #3 am: 20. Dezember 2017, 11:07 »

Bildquelle: http://up.picr.de/27721231uk.png

Digitalfernsehen.de, 20.12.2017

Braucht der WDR ein extra großes Sparschwein?

Im Hauhalt des Westdeutschen Rundfunks (WDR) klaffen Lücken. Die Devise lautet: Sparkurs. Was hat das für Auswirkungen?

Zitat
Es dürften keine leichten Gespräche gewesen sein, als der WDR am 19. Dezember seine Haushaltsplanung bis 2021 bekannt gab. Denn die Sendeanstalt verkündet: Die "Finanzsituation bleibt angespannt". Woher stammen die Lücken zwischen den Erträgen? […]

Weiterlesen auf:
http://www.digitalfernsehen.de/Braucht-der-WDR-ein-extra-grosses-Sparschwein.160122.0.html


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Offline Mork vom Ork

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Re: WDR: Bis Ende 2021 droht ein Defizit von rund 178 Mio. Euro
« Antwort #4 am: 20. Dezember 2017, 13:14 »


Braucht der WDR ein extra großes Sparschwein?

Im Hauhalt des Westdeutschen Rundfunks (WDR) klaffen Lücken. Die Devise lautet: Sparkurs. Was hat das für Auswirkungen?

Zitat
Es dürften keine leichten Gespräche gewesen sein, als der WDR am 19. Dezember seine Haushaltsplanung bis 2021 bekannt gab. Denn die Sendeanstalt verkündet: Die "Finanzsituation bleibt angespannt". Woher stammen die Lücken zwischen den Erträgen? […]

Weiterlesen auf:
http://www.digitalfernsehen.de/Braucht-der-WDR-ein-extra-grosses-Sparschwein.160122.0.html

Dort findet man auch gleich die Antwort:

Zitat
Laut WDR stammen diese vor allem aus sinkenden Rundfunkbeiträgen...

Haben wir da was verpasst? Bisher ist doch das Beitragsaufkommen seit 2012 deutlich gestiegen, nämlich von 7,5 Milliarden (2012) auf 8,0 Milliarden (2016). Selbst vom Höchststand 2014 von 8,3 Milliarden Gesamterträgen sind wir in 2016 nur 346 Millionen Euro weit entfernt - und das zum Großteil nur wegen der Überschussabsenkung im Form der Beitragssenkung auf 17,50€.

20122013201420152016
BR882,7894,0956,2937,8918,7
HR397,6407,2 443,3431,0421,3
MDR570,5586,1629,4607,5595,8
NDR942,9957,31.036,41.002,3983,6
RB41,143,346,845,044,4
RBB356,8375,8431,7415,0403,2
SR65,566,172,468,667,2
SWR970,8994,41.071,11.045,11.026,2
WDR1.116,51.148,81.245,91.205,61.179,2
DRadio192,4196,8213,3218,1216,8
ZDF1.813,81.866,12.020,52.001,81.971,1
LMA141,9145,3157,3153,4150,6
gesamt7.492,57.681,28.324,38.131,37.978,0

Liebe Landesrundfunkanstalen,
ihr fahrt hier gerade eine unglaubliche Mitleidstour und hofft, vom Überschusskuchen möglichst viel abzubekommen, aber eben nur als Trostpflaster, denn in der nächsten Beitragsperiode werden diese Überschüsse nicht mehr ausreichen, und das trotz geplanter Einsparungen und Entlassungen. Dank der Niedrigzinsphase lassen sich leider die vertraglichen Pensionssteigerungen nicht aus dem eigenen Vermögen generieren, uns so sauft ihr ganz langsam Jahr für Jahr ab.
Meiner Meinung nach wird der Volkszorn erst ab einem Beitrag von über 20€ pro Monat aktiviert werden. Das wird dann nochmal spannender!

Alles Gute bis dahin!

Euer Mork vom Ork
(mit scharfer Säge an der Zwangsfessel "Rundfunkbeitrag")


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