Autor Thema: Sehhilfe für das Erste - Für wen und wozu macht die ARD die »Tagesschau«?  (Gelesen 272 mal)

Offline ChrisLPZ

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jungewelt.de, 24.07.2017

Sehhilfe für das Erste
Für wen und wozu macht die ARD die »Tagesschau«?

Von Rüdiger Göbel

Zitat
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»Wahrheiten halbieren durch schlichtes Verschweigen von Tatsachen ist die einfachste und beliebteste Methode der Meinungsmanipula­tion«, so Uli Gellermann, Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam in ihrem Buch »Die Macht um acht. Der Faktor Tagesschau« über die billige Masche. Und die Autoren fragen: »Wem und wozu dient die Tagesschau: Dem Gebührenzahler, vor allem in den gefährlichen Zeiten von Kriegsgefahr und Krieg, die Chance zu geben, sich anhand einer sachlichen, faktenreichen und gegensätzliche Positionen referierenden Berichterstattung eine Meinung zu bilden, oder aber der jeweiligen Regierung ein Medium zu sein, um ihre Politik als richtig und alternativlos zu verkaufen?«

Abend für Abend informiert die »Tagesschau« 15 Minuten lang über die vorgeblich wichtigsten Ereignisse des Tages – nachdem mit »Börse vor acht« Werbung für die Großindustrie und Hochfinanz gemacht wurde. Die Hauptnachrichtensendung im Ersten um 20 Uhr ist eine Institution. Das »Flaggschiff der ARD« gibt sich als verlässlich, neutral und seriös. In »Die Macht um acht« hinterfragt das Autorentrio diese Selbstzuschreibung präzise und brillant. Das Buch ist informativ wie unterhaltsam. Man merkt der Schreibe an, dass die drei ihr Handwerk als Journalisten gelernt haben. Und: Gellermann, Klinkhammer und Bräutigam erklären nicht nur die Nachrichtenauswahl oder kritisieren die Berichterstattung in zentralen Themenfeldern wie Krieg oder Zerstörung des Sozialstaats, sie verweisen die Leser auch auf das Mittel der Programmbeschwerde. Der Zuschauerprotest sei eine Möglichkeit der demokratischen Auseinandersetzung mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mehr als 200 solcher Programmbeschwerden haben die Autoren in den vergangenen Jahren verfasst, ein Best-of ist im Buch versammelt. Ihre Bilanz der »Tagesschau«-Langzeitauswertung: »Nach diesen 15 Minuten weiß man, was die Regierung denkt; was die Republik denken soll und was zu denken unter den Tisch fallen kann.«
[..]

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