Autor Thema: Innovation bei den örR in der Netflix-Ära: Dürfen den Anschluss nicht verlieren  (Gelesen 1792 mal)

Offline Uwe

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Jung-­Produzentin Carmen Stozek über Innovation bei den Öffentlich-Rechtlichen in der Netflix-Ära:
"Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren"


Quelle: KRESS 27.05.2016

kress.de: Hand aufs Herz: Kann man mit öffentlich­-rechtlichem Programm noch die Generation Netflix locken?

Carmen Stozek: Die öffentlich­-rechtlichen Programme haben eine lange Tradition und sind was das Informations­- wie Kulturprogramm angeht nicht wegzudenken aus der Medienlandschaft. Bestimmte Unterhaltungsformate haben große Fangemeinden, wie z.B. der "Tatort". Und es entstehen aktuell auch spannende neue Formate, wie z.B. die Serie  "Weissensee", die in meinen Augen qualitativ mit einer internationalen Serie absolut mithalten kann. Durch die Mediatheken ist ein, wenn auch begrenztes, flexibleres Fernsehen möglich geworden.

Nicht bestreiten lässt sich allerdings, dass Netflix und Co. vor allem im Bereich der Fiction eine ernstzunehmende Konkurrenz werden.

weiterlesen auf:

http://kress.de/news/detail/beitrag/134947-jung-produzentin-carmen-stozek-ueber-innovation-bei-den-oeffentlich-rechtlichen-in-der-netflix-aera-wir-duerfen-den-anschluss-nicht-verlieren.html


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« Letzte Änderung: 28. Mai 2016, 01:15 von Bürger »

Offline Hailender

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...welcher Anschluß ist hier gemeint, war da jemals einer vorhanden?  ???
Was für Traumtänzer arbeiten denn da beim örR?
Selbstverherrlichung ist natürlich auch eine Tugend.


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Offline lex

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Nicht bestreiten lässt sich allerdings, dass Netflix und Co. vor allem im Bereich der Fiction eine ernstzunehmende Konkurrenz werden.

  ::) Wie, was, werden? Lebt die gute Frau in den 90ern? Bitte nicht den Anschluß verl... Ach zu spät...


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Offline Roggi

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Das einzige, wo man ihr vorbehaltlos zustimmen kann, ist, dass örR ein lange Tradition haben. Es folgen keine weiteren Aussagen mit irgendwelchem Sinngehalt. Sicherlich ist örR nicht wegzudenken, aber nur von deren Profiteuren, weil es wie eine Geldbeschaffungsmaschine der ehrenwerten Gesellschaft von dieser genauso geschützt wird, auch für Propaganda und Meinungsmanipulation wird örR von ebendieser ehrenwerten Gesellschaft benötigt. Tatort würde sicherlich sofort von Netflix gekauft, wenn örR endlich seiner gerechten Verwendung zugeführt würde. Und welche Qualität Weissensee hat, will ich gar nicht wissen, dennoch inhaltlich sicherlich anzusiedeln in der untersten Schublade der seichten Volksverdummung. Mit den Mediatheken werden sicherlich keine neuen Zuschauer gewonnen. Das dürfte eher was sein für Leute, die eine Sendung verpasst haben, weil auf allen öffentlich rechtlichen Kanälen grundsätzlich gleichzeitig die bei Rentnern so beliebten Programme laufen.
Und solche Leute wollen für Bildung und Meinung zuständig sein. Gruselig...


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Offline Uwe

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Streaming-Gigant „Germany’s next Topmodel“ – selbst der „Tatort“ ist im Netz chancenlos

Quelle: Meedia 27.05.2016

Die neueste Staffel von "Germany's next Topmodel" hat erneut gezeigt, was für eine Macht die ProSieben-Casting-Soap im Netz ist. Als einziges TV-Programm des bisherigen Jahres erreichte sie laut AGF-Messungen in den Mediatheken der TV-Sender mehr als 1 Mio. Stream-Abrufe pro Episode. Zum Vergleich: Der erfolgreichste "Tatort" 2016 schaffte als zweitstärkstes Programm gerade mal 384.000 Abrufe.

weiterlesen auf:

http://meedia.de/2016/05/27/streaming-gigant-germanys-next-topmodel-selbst-der-tatort-ist-im-netz-chancenlos/


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Offline FuerstBerg

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Streaming-Gigant „Germany’s next Topmodel“ – selbst der „Tatort“ ist im Netz chancenlos

Vergleichen wir mal:
DokuSoaps werden in 5-Minuten-Häppchen aufgeteilt, danach lassen die Anwesenden 2½ Minuten das Erlebte Revue passieren. Ideal, um es auf dem PC/Laptop im Fenster laufen zu lassen, während man oder eher frau die eMails abruft, Twitter-, Instagram-, facebook- und WhatsApp-Account auf Vordermann bringt.
Netflix läuft über den großen VDSL- oder Kabel-Breitband-Anschluß auf dem großen Plasma, die Sound-Effekte kommen aus der 24+1 Surround-Anlage und man (frau wohl weniger) schaut aufmerksam bei Bier und Chips zu.

Beides bietet der Tatort (oder das öffentlich-rechtliche TV) nicht, reicht also der normale Fernseher.


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Offline Roggi

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Der PC steht normalerweise auf dem Schreibtisch, ein stinknormaler, ungemütlicher Arbeitsplatz, auch Zuhause. Ein Tatort wird am PC zur Qual, auch mit Chips und Bierchen. So etwas muss konzentriert verfolgt werden, anders als Dokusoaps und seichte Unterhaltung der Privatsender. Die Privatsender werden im Bett auf dem Laptop angeschaut, mal eben zwischendurch. Sollten die Gremlings diesen Bereich beglücken wollen, machen sie sich lächerlich. Beim Zielpublikum löst örR den "Bah-Effekt" aus, das will man nicht sehen. Das Stammpublikum würde mit diesem Schwachsinn vergrault. örR kann es drehen und wenden wie es will, mit sterbendem Stammpublikum stirbt auch örR.


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« Letzte Änderung: 30. Mai 2016, 02:11 von Bürger »

Offline FuerstBerg

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Hmm, die letzten öffentlich-rechtlichen Programm-Innovationen…
  • Klimmbimm
    Um das „live“ (Erstausstrahlungen) mitzuerleben, war ich aber noch zu klein.
  • Löwenzahn
    Ich kenne das noch unter dem Ursprungsnamen Pusteblume, beides mit Peter Lustig.
  • Knoff-Hoff-Show
    Konzept war wohl so gut, daß es im Ausland geklaut wurde? Brainiac. Joachim Bublath hat aufgehört, weil er das Programm nicht mehr mit Neuigkeiten füllen konnte. ZDF: „Dann zeigen wir halt die alten Experimente noch mal. Nach zwei Jahren merkt das eh' keiner mehr.“
  • Der Tatort-Reiniger soll ganz lustig sein.
  • Dittsche vielleicht noch, aber ich weiß nicht, wiviel Olli Dittrich von RTL mitgenommen hat.
  • Die Serie mit Prof. Harald Lesch, ursprünglich für BR-alpha produziert, aber ich kenne das nur als Wiederholungen in der BR Space Night. Zu der Zeit war Premiere analoges Pay-TV und DF1 ist auf den Markt gekommen. Die d-box hätte ich mir mit DF1-Händlerkarte ausleihen können, hatte aber Kabel statt Satellit.
Und nicht vergessen: Deutschland war eine große Kino-Nation. [Seite/Begriff nicht erwünscht] hat da vieles kaputt gemacht (die wirklichen Größen wie Fritz Lang sind in die USA emigriert), aber auch in der Nachkriegszeit gab es großes Kino (zumindest größeres als heute). Irgendwann wurde der Anschluß verpasst. Was wirklich Großes kommt nicht mehr. Auch der Kino-Bereich unterliegt einem ARD-ZDF-ProSiebenSat.1-RTL-Oligopol. Ein deutscher Gene Roddenberry oder George Lucas hätte keine Chance.


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